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	<title>WIENER &#187; #unibrennt</title>
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	<description>Die offizielle Webseite des Wiener</description>
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		<title>Film: #unibrennt – Bildungsprotest 2.0</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2010/11/film-unibrennt-bildungsprotest-2-0/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Nov 2010 09:12:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[#unibrennt]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Unabhängigkeit von einem fremdbestimmten Medienbild. Das war von Anfang an wichtig für eine Bewegung wie #unibrennt. Statt abzuwarten, ob „Heute“ wohlgesinnt (oder überhaup&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2010/11/film-unibrennt-bildungsprotest-2-0/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-8228" title="unibrennt film" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/11/unibrennt-film-215x300.jpg" alt="" width="215" height="300" /><strong>Unabhängigkeit von einem fremdbestimmten Medienbild.</strong> Das war von Anfang an wichtig für eine Bewegung wie <a href="http://unibrennt.at/">#unibrennt</a>. Statt abzuwarten, ob „Heute“ wohlgesinnt (oder überhaupt) berichtete, schuf man lieber <a href="http://unibrennt.at/wp-content/uploads/2009/10/morgen_01.pdf">„Morgen“</a>, die U-Bahnzeitung Marke Eigenbau, und drückte dem verwirrten Kleinbürgertum am Weg in den Duckmäuseralltag ein Stück Autonomie in die Hand. Statt auf abfallende Sendeminuten beim ORF zu hoffen, ging man selber „on air“. Und das 24-Stunden-nonstop mit dem inzwischen legendären Livestream.</p>
<p><strong>Die Unis brannten</strong> ausgehend von Wien weltweit. So ein <a href="http://wissenbelastet.com/2009/11/27/unibrennt-auf-twitter-eine-analyse/">Lauffeuer</a> hat keine Zeit, zu warten. Schon gar nicht auf die eingerosteten Mühlen eines etablierten Mediensystems. Die Revolution ward getwittert – und auch der WIENER stand damals ehrfurchtsvoll staunend vor dieser medialen Machtdemonstration 2.0. „Die selbstorganisierte Berichterstattung“, <a href="http://www.wiener-online.at/2009/11/sound-of-silence/">schrieben wir damals</a>, „ist ein Stück aufgeklärter und aufklärender Informationsvermittlung zum Niederknien.“</p>
<p><strong>Nur logisch,</strong> dass die Protestierenden auch die Bilder für die Nachwelt selbst gestalten wollten. Die „Arbeitsgruppe Dokumentation“ (AG Doku) wurde gegründet, prozessbegleitend. Von den ersten euphorischen Versammlungen über absolute Highlights, wie etwa den Vortrag <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jean_Ziegler">Jean Zieglers</a> im besetzten Audimax, bis zur zunehmenden Überforderung durch Obdachlose, durch Konflikte, durch die Nullreaktion der Politik. Bis zum Scheitern des sogenannten „Bildungsdialogs“, ein gestreckter Mittelfinger in Richtung Wilhelm von Humboldt.</p>
<p><strong>Die Unis brannten</strong> – und die AG Doku hielt die Kamera drauf. Sie folgte der Flammenspur und nahm die Kamera mit nach Utrecht, nach Paris, nach London. Über 900 Stunden Filmmaterial sind so entstanden, schonungslos offen. Da wurde kein Wimmerl per Bildbearbeitung geschönt und kein Belichtungsregler nachjustiert. Da wird in vielen kleinen Geschichten Geschichte erzählt.</p>
<p><strong>Die österreichische Produktionsfirma </strong><a href="http://www.coop99.at/website_coop99_05/german.htm">coop 99</a> hat das Material gesichtet, geschnitten und <a href="http://www.austrianfilm.at/unibrennt-bildungsprotest-2">einen 90 Minuten Film</a> produziert. Das ist nicht unproblematisch, denn Film und Basisdemokratie verträgt sich ebenso wenig wie Informationsfreiheit und Copyright. Einer muss das Sagen haben beim „Final Cut“, einer setzt die Verträge mit den Verleihfirmen auf. Dass es dennoch gelungen ist, zumindest in Ansätzen, die spezielle Form der basisdemokratischen Arbeit der #unibrennt Bewegung in einem Filmprozess weiterzuführen, ist coop99 hoch anzurechnen. Auf die Deutungshoheit eines Off-Kommentars wurde verzichtet, dem #unibennt-Motto „Eine/r von vielen“ folgend, werden bei Interviews mit den Studierenden keine Namen eingeblendet. Dass allerdings auch nie Daten oder Erklärungen der Grafiken eingeblendet werden, macht den Film für „Neueinsteiger“ schwierig. Auch dass die AG Doku ihr Material lizenzfrei zur Verfügung stellte, der coop99-Film seinerseits aber – das hat die Firma klargestellt – nicht lizenzfrei im Netz zu sehen sein wird, macht keinen schlanken Fuß.</p>
<p><strong>Dennoch:</strong> Der Film zeigt klar, dass es um mehr geht als um Studiengebühren und Zulassungsbeschränkungen. Es ist ein Film über eine Gesellschaft auf dem Prüfstand, über eine Welt, die sich neu positionieren muss. Brandaktueller Sprengstoff.</p>
<p>Trailer:<br />
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		<title>#unibrennt &#8211; reloaded??</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2010/05/unibrennt-reloaded/</link>
		<comments>http://www.wiener-online.at/2010/05/unibrennt-reloaded/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 10 May 2010 18:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internes]]></category>
		<category><![CDATA[#unibrennt]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute Abend, etwa gegen 17.00, wurde zunächst das Rektorat, dann das AudiMax der Universität von Studierenden besetzt. Da der WIENER sich im vergangenen Herbst recht intensiv m&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2010/05/unibrennt-reloaded/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Abend, etwa gegen 17.00, wurde zunächst das Rektorat, dann das AudiMax der Universität von Studierenden besetzt. Da der WIENER sich im vergangenen Herbst recht intensiv mit den Studentenprotesten und dem Phänomen <a href="http://unsereuni.at/">#unibrennt</a> auseinandergesetzt hat (siehe <a href="http://www.wiener-online.at/tag/unibrennt/">HIER</a>), ist es für uns nur logisch, auch die aktuellen Entwicklungen zu beobachten. Mag sein, dass sich &#8211; auch durch das diesmal von der Universitätsleitung forcierte Einschreiten der Exekutive &#8211; die heutigen Proteste nicht lange halten werden. Am späteren Abend war das AudiMax bereits geräumt, es wurde niemand mehr hineingelassen, die Protestierenden sammelten sich davor &#8211; bei strömendem Regen.</p>
<p>Ein paar Impressionen der (kurzzeitigen) Besetzung haben wir auf unserem <a href="http://www.flickr.com/photos/wienerpost/sets/72157624034366288/">flickr-Photostream</a> gesammelt:</p>
<div class="flickr-photos"><a class="tt-flickr tt-flickr-Thumbnail" href="http://www.flickr.com/photos/wienerpost/4595801319/" rel="album-72157624034366288" id="photo-4595801319" title="Polizei vor der Hauptuni"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4044/4595801319_e33cb0073a_t.jpg" width="75" height="100" alt="Polizei vor der Hauptuni" /></a> <a class="tt-flickr tt-flickr-Thumbnail" href="http://www.flickr.com/photos/wienerpost/4595801525/" rel="album-72157624034366288" id="photo-4595801525" title="#unibrennt?"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3184/4595801525_d8a8cafe2f_t.jpg" width="100" height="75" alt="#unibrennt?" /></a> <a class="tt-flickr tt-flickr-Thumbnail" href="http://www.flickr.com/photos/wienerpost/4596417962/" rel="album-72157624034366288" id="photo-4596417962" title="&quot;Jetzt kannst DU was ver&auml;ndern&quot;"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1303/4596417962_0ae1bc6e85_t.jpg" width="100" height="75" alt="&quot;Jetzt kannst DU was ver&auml;ndern&quot;" /></a> <a class="tt-flickr tt-flickr-Thumbnail" href="http://www.flickr.com/photos/wienerpost/4596418156/" rel="album-72157624034366288" id="photo-4596418156" title="&quot;Wir sind hier und wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut&quot;"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3551/4596418156_42fe1ee82d_t.jpg" width="100" height="75" alt="&quot;Wir sind hier und wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut&quot;" /></a> <a class="tt-flickr tt-flickr-Thumbnail" href="http://www.flickr.com/photos/wienerpost/4595802125/" rel="album-72157624034366288" id="photo-4595802125" title="&quot;Der n&auml;chste Vorschlag w&auml;re, gemeinsam einen Spaziergang zur Frau Karl zu machen.&quot; "><img src="http://farm2.static.flickr.com/1227/4595802125_786351c723_t.jpg" width="100" height="75" alt="&quot;Der n&auml;chste Vorschlag w&auml;re, gemeinsam einen Spaziergang zur Frau Karl zu machen.&quot; " /></a> <a class="tt-flickr tt-flickr-Thumbnail" href="http://www.flickr.com/photos/wienerpost/4595802287/" rel="album-72157624034366288" id="photo-4595802287" title="Dieser H&ouml;rsaal ist besetzt!"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4026/4595802287_c235b372c2_t.jpg" width="100" height="75" alt="Dieser H&ouml;rsaal ist besetzt!" /></a> <a class="tt-flickr tt-flickr-Thumbnail" href="http://www.flickr.com/photos/wienerpost/4595802421/" rel="album-72157624034366288" id="photo-4595802421" title="&quot;Education is not for Sale&quot;"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1311/4595802421_b83c90fc5d_t.jpg" width="100" height="100" alt="&quot;Education is not for Sale&quot;" /></a> <a class="tt-flickr tt-flickr-Thumbnail" href="http://www.flickr.com/photos/wienerpost/4595802681/" rel="album-72157624034366288" id="photo-4595802681" title="&quot;...aber da drau&szlig;en ist irgendwie ganz viel Exekutive...&quot;"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3314/4595802681_c50b3befc2_t.jpg" width="100" height="75" alt="&quot;...aber da drau&szlig;en ist irgendwie ganz viel Exekutive...&quot;" /></a> <a class="tt-flickr tt-flickr-Thumbnail" href="http://www.flickr.com/photos/wienerpost/4596418992/" rel="album-72157624034366288" id="photo-4596418992" title="&quot;Unsere Uni&quot;"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1348/4596418992_b545f85c12_t.jpg" width="100" height="100" alt="&quot;Unsere Uni&quot;" /></a> <a class="tt-flickr tt-flickr-Thumbnail" href="http://www.flickr.com/photos/wienerpost/4596419160/" rel="album-72157624034366288" id="photo-4596419160" title="Audimax, Seiteneingang"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3205/4596419160_3e984a8ba4_t.jpg" width="100" height="75" alt="Audimax, Seiteneingang" /></a> </div>
<p><strong>Aber </strong><strong>wienerpost ist natürlich</strong> &#8211; <a href="http://www.wiener-online.at/2010/05/neue-kategorie-featured-today/">wie erst unlängst angemerkt</a> &#8211; keine Tageszeitung. Sollte sich aus dem neuerlichen Flämmchen wieder ein Flächenbrand entwickeln, so sind wir um regelmäßige Updates bemüht. Und wir werden den Berichten mit Sicherheit jenen WIENER-spezifischen Twist verpassen, den Sie auf dieser Seite suchen.<br />
Wenn Sie aber (annähernde) Echtzeit-Informationen wollen, dann wenden Sie sich bitte an ein tagesaktuelles Medium Ihrer Wahl &#8211; oder noch direkter: Folgen Sie einem der Twitterer aus dem AudiMax:</p>
<ul>
<li><a href="http://twitter.com/unibrennt">http://twitter.com/unibrennt</a></li>
<li><a href="http://twitter.com/unibrenntTV">http://twitter.com/unibrenntTV</a></li>
<li><a href="http://twitter.com/socialhack">http://twitter.com/socialhack</a></li>
</ul>
<p>Zum <a href="http://www.ustream.tv/channel/unsereuni2010/v3">Livestream geht es hier</a>.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>UPDATE / 22:55</strong></p>
<p>Die Studierenden haben die Hauptuni inzwischen verlassen. Hier die Ereignisse im Wortlaut der Presseaussendung:</p>
<blockquote><p>&#8220;Nachdem am Samstag die Aula am  Campus, der letzte Rückzugsort der Bildungsbewegung,  vom Rektorat  versperrt wurde, ist heute spontan zuerst das Rektorat der Uni Wien, und nachdem  die Polizei und Wega diese räumen wollten, das Audimax besetzt worden. Immer  noch funktionieren die SMS-Ketten und die Kommunikation über Social-Networks so  gut, dass die Nachricht von den Besetzungen sich wie ein Lauffeuer verbreitete  und die Reihen des Audimax sich innerhalb kürzester Zeit füllten. Zusätzlich  verfolgten mehrere Hundert Menschen das Plenum via Live-Stream, der umgehend  wieder installiert wurde.</p>
<p>Um die Proteste im Keim zu  ersticken, wurden postwendend nicht nur die Pressesprecherin des Rektorats,  sondern auch Verfassungsschutz und Polizei ins Audimax geschickt. Manager  Winkler verweist seine Studierenden mit Polizeigewalt aus ihrem Hörsaal, die  eine spontane Demonstration am Ring abhalten, um sich anschließend geordnet in  die Akademie der Bildenden Künste zurückziehen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ein empfehlenswerter Bericht findet sich <a href="http://zurpolitik.com/2010/05/10/fotostrecke-rektorat-der-universitat-wien-kurzzeitig-besetzt/">bei Tom Schaffer</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>#unibrennt revisited: Die Media-Revolution</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2009/12/luca-hammer/</link>
		<comments>http://www.wiener-online.at/2009/12/luca-hammer/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 20:48:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helfried Bauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Netzleben]]></category>
		<category><![CDATA[#unibrennt]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Web20]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Revolutionen werden ganz wesentlich von Medien geprägt – besser gesagt: Sie  prägen ihre eigenen Medien. Im revolutionären Frankreich der Wende vom 18. zum  19. Jahrhundert ware&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2009/12/luca-hammer/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2009/12/luca2.jpg"><img class="size-full wp-image-773 alignleft" title="Luca2" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2009/12/luca2.jpg" alt="" width="200" height="250" /></a></p>
<p><strong>Revolutionen werden ganz wesentlich von Medien geprägt</strong> – besser gesagt: Sie  prägen ihre eigenen Medien. Im revolutionären Frankreich der Wende vom 18. zum  19. Jahrhundert waren das Papierzeitungen, die sich zwischen Sturm auf die  Bastille und Napoleon sprunghaft entwickelten, ihre Erscheinungsweise von  monatlich auf wöchentlich umstellten (den Speed der Nachrichtenvermittlung also  vervielfachten), mit neuen Ausdrucksformen der Bildpublizistik wie Vignetten und  Karikaturen verschmolzen und so ein informationsoptimiertes Mashup verschiedener  Stilmittel bildeten.</p>
<p>Seither ist viel Zeit vergangen, und man kann alles  über die französische Mutter aller Schlachten um Freiheit und Bürgerrechte  online <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zeittafel_zur_Franz%C3%B6sischen_Revolution">auf Wikipedia nachlesen</a>, ohne Geld dafür bezahlen zu müssen.</p>
<p>Damit wären  wir auch schon bei der Revolution des 21. Jahrhunderts. Die hat sich nicht damit  begnügt, Medien zu prägen – sie hat das Medium Web gleich ganz zur Revolution  gemacht. Und jetzt frisst sie zusammen mit ihren Kindern alle Großväter aus  Wirtschaft, Kultur und alten Medien, die sich ihr in den Weg  stellen.</p>
<p>Seit einiger Zeit nennt sich die Revolution Studentenprotest –  und knabbert sogar die Politik an. Mit nichts weiter als Twitter, Facebook und  ein paar spezialisierten Infrastruktur-Anbietern im digitalen Raum, die kein  Geld verlangen für das, was sie anbieten: Datenmanagement und Speichervolumen.  Mehr braucht es offenbar nicht, um Informationen annähernd in Echtzeit an ihr  Zielpublikum zu bringen, in Dialog mit relevanten Massen an Bürgern zu treten  und soziale Wellenbewegungen zu erzeugen.</p>
<p>Das lässt viele erstmal  schaudern, wie es Neuerungen oft so an sich haben. In ein paar Jahrzehnten, wenn  sich die Gänsehaut wieder gelegt hat, wird man vielleicht entspannt erklärende  Beiträge und Links dazu auf Wikipedia finden. Der WIENER hat für die Zeit  dazwischen schon mal den jungen Mann ausfindig gemacht, der dem Studentenprotest  in Österreich die ersten Weichen gestellt hat: <a href="http://www.2-blog.net/2009/was-macht-luca-hammer/">Luca Hammer</a> (21), Blogger,  Student der Publizistik und Initiator des schon legendären Video-Livestreams aus  dem Wiener Audimax, der innerhalb weniger Stunden zur Nachrichtenquelle Nr. 1  für Tausende wurde, die authentische Informationen zu den Geschehnissen der  Hochschulrevolte 2009 suchten.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Das Interview </span>(<em>Anm.:</em> <a href="http://www.wiener-online.at">wienerpost</a> veröffentlichte vor kurzem das <a href="../2009/12/unibrennt/">Videointerview zu #unibrennt</a>, die Printversion lesen Sie hier.)</p>
<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2009/12/luca11.jpg"><img class="size-medium wp-image-770  alignleft" title="Luca Hammer (Foto: © Sandra Keplinger)" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2009/12/luca11-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a></p>
<p><strong>Wie bist du zur  Protestbewegung gekommen?</strong><br />
Über Twitter habe ich von der Audimax-Besetzung  erfahren und bin am nächsten Tag hin.<br />
Es wurde geraucht, getrunken, laute  Musik gemacht – ich war ziemlich enttäuscht. Dann habe ich selbst getwittert,  Fotos gemacht und online gestellt – und einen ersten Livestream mit dem Handy  verbreitet.<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Der Protest hat sich dann rapide entwickelt.</strong>..<br />
Im ersten  Plenum hab ich dann begriffen, was der Protest will. Mittlerweile waren  Arbeitsgruppen eingerichtet – es gab Kampfredner, die zu radikal waren, aber es  war auch viel Gutes dabei. Das habe ich wieder getwittert und sehr schnell  gemerkt, dass die Leute mitgehen und großes Interesse zeigen. So bin ich am  nächsten Tag mit Kamera und Laptop wiedergekommen und habe einen richtigen  Livestream angefangen, mit einer eigenen Site.<br />
Innerhalb weniger Minuten  hatten wir mehrere hundert Zuseher und über Twitter hat es sich wahnsinnig  schnell verbreitet. Am selben Abend gab es dann ständig an die 1000 Zuseher, die  den Video-Stream vom Plenum verfolgt haben. Ich war selbst überrascht, wie viele  Leute das interessiert hat. Damals hat es ja in den klassischen Medien noch kaum  Berichte darüber gegeben.</p>
<p><strong>Livestream, Twitter, Facebook – auch eure  Website war blitzschnell da&#8230;</strong><br />
Ich hab mich in der Nacht von Samstag auf  Sonntag an den Laptop gesetzt und die Vorgaben der Arbeitsgruppe Website  umgesetzt. Ein Uni-Institut hat uns einen Server zur Verfügung gestellt,  irgendeiner hat die URL gekauft &#8211; das war’s.</p>
<p><strong>unsereuni.at ist jetzt  sozusagen das Zentralorgan des Protests. Wer gibt eigentlich die Inhalte frei,  die dort veröffentlicht werden?</strong><br />
Grundsätzlich steht das allen offen. Es gibt  eine Arbeitsgruppe Presse und eine Arbeitsgruppe IT, die haben je einen  Administratoren-Account, mit dem sie neue User hinzufügen können. Derzeit sind  ca. 260 User-Accounts angemeldet, von denen um die 100 schreiben. Dadurch  bekommt man viel mehr Informationen, die viel schneller nach außen gehen. Wir  machen es wie Wikipedia: Schlechte oder falsche Inhalte hören zwar nicht auf zu  existieren, aber sie gehen unter, weil sie durch die Masse korrigiert  werden.</p>
<p><strong>Was macht für dich den medialen Erfolg des Protestes aus?</strong><br />
Die  Vielzahl an Säulen, auf denen er steht. Es geht darum, alle, die mitmachen zu  informieren über das, was passiert. Und diese Informationen gehen  selbstverständlich auch nach außen. Man könnte es gleichzeitig als PR  bezeichnen. Es werden ja auch Presseaussendungen online gestellt oder  Solidaritätserklärungen. Es ist die Kombination aus Kommunikation und  Organisation. Und die komplette Sache ist transparent – das ist ganz wichtig. Es  ist sozusagen öffentliches Lobbying, Menschen zuammenzubringen und zugleich  dafür zu sorgen, dass es nach außen dringt.<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Kann man euch abdrehen?</strong><br />
Da  es keine Hierarchie gibt, ist es schwer, der Schlange den Kopf abzuschlagen.  Natürlich könnte man die Websites abdrehen, aber dann gäbe es immer noch  studiVZ, Facebook, twitter. Da kommt man nicht so einfach dran. Selbst wenn –  wir wären sofort auf einer anderen Plattform. Das ist der Vorteil unserer  Flexibilität.</p>
<p><strong>Was ist deine persönliche Meinung zum Protest?</strong><br />
Meine  persönliche Meinung – ich glaube nicht, dass man die Bewegung so einfach stoppen  kann. Auch das Audimax als physischer Ort spielt keine so große Rolle. Ich  hoffe, dass die Bewegung nicht mehr auf diesen Raum fixiert ist, sondern dass  sie als solche lebt und stark genug vernetzt bleibt, um unabhängig davon  aktivierbar zu sein – dass sie durch spontane Besetzungen zusammentrifft, dass  sie breiter wird, nicht nur auf Studenten beschränkt bleibt und letzten Endes  das ganze politische System verändert.</p>
<p>Das Video zum Interview <a href="../2009/12/unibrennt/">findet sich hier</a>.<br />
<em>Feedback und Kommentare auf Twitter bitte taggen: #WIENER342/054</em></p>
<blockquote><p>#UNIBRENNT ONLINE IN ZAHLEN:</p>
<ul>
<li>Unsereuni.at Website: Über 1 Million Zugriffe, CMS: WordPress, Dedicated Server (3 verschiedene Server über die Zeit)</li>
<li>Unsereuni-Wiki: 842 Seiten</li>
<li>Facebook &amp; studiVZ: ebenfalls je etwa 1 Million Zugriffe</li>
<li>Twitter: 66.000 Tweets (potentiell 21 Millionen Menschen erreicht) &#8211; Eine genaue Analyse dazu gibt es bei <a href="http://www.baeck.at/blog/2009/11/27/unibrennt-215-millionen-reichweite-in-4-wochen/">Gerald Bäck</a> bzw. <a href="http://wissenbelastet.com/2009/11/27/unibrennt-auf-twitter-eine-analyse/">Max Kossatz</a></li>
</ul>
<p>DER LIVESTREAM:</p>
<ul>
<li>Verwendeter Streaming-Dienst: Ustream.com</li>
<li>Der  unibrennt-Livestream wurde &#8211; hochgerechnet &#8211; bereits 33 Jahre lang  abgerufen.</li>
<li>Archivierte Aufnahmen: 229</li>
<li>Maximale gleichzeitige Zugriffe:  3000 Zuschauer</li>
<li>Gesamt-Sendezeit: 21 Tage, 41 Minuten, 36 Sekunden</li>
</ul>
</blockquote>
<p><span style="text-decoration: underline;">Weiterlesen?</span></p>
<ol>
<li>Luca beschreibt auf seinem Blog recht eindrucksvoll seine Erlebnisse mit #unibrennt<em>: </em><a href="http://www.2-blog.net/2009/unsereuni-und-das-social-web/">&#8220;#unsereuni und das Social Web&#8221;</a></li>
<li>Kristina Pilz / Michael Reimon: <a href="http://www.scribd.com/doc/24141689/Unibrennt-INTOR-PilzReimon2009">&#8220;#unibrennt &#8211; Über die Organisation und interne Kommunikation der Studierendenproteste im Herbst 2009&#8243;</a></li>
</ol>
<p><em><br />
</em></p>
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		<title>#unibrennt: Eine Revolution und ihre Medien (Video)</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 18:14:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Gubi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[#unibrennt]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Web20]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Audimax bereits über einen Monat zu besetzen und, mehr noch, damit einen bildungspolitischen Flächenbrand in Europa auszulösen &#8211; das ist eine Leistung, die die öster&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2009/12/unibrennt/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Audimax bereits über einen Monat zu besetzen und, mehr noch, damit einen <a href="http://zurpolitik.com/2009/11/10/unsere-unis-eine-karte/">bildungspolitischen Flächenbrand in Europa</a> auszulösen &#8211; das ist eine Leistung, die die österreichische #unibrennt-Bewegung vor allem einem verdankt: Ihrem Umgang mit Medien.</p>
<blockquote><p>&#8220;<span><span>Was ist der Unterschied  zwischen AudiMax und Teheran? </span></span><span><span>Aus Teheran wird getwittert</span></span><span><span>&#8220;</span></span></p></blockquote>
<p><span><span><a href="http://twitter.com/NikoAlm/status/5076447991">stellte Niko Alm</a> zu Beginn der Besetzung noch provokant fest. Ein Umstand, der sich innerhalb weniger Stunden <a href="http://www.2-blog.net/2009/unsereuni-und-das-social-web/">radikal ändern</a> sollte: Twitter, Facebook, Wiki, Livestream &#8211; #unibrennt verstand und versteht es, wie kaum eine andere Bewegung, die Möglichkeiten des Web2.0 für sich zu nutzen.</span></span><br />
Das interessiert uns. Deshalb hat der WIENER Luca Hammer getroffen, jenen jungen Mann, der praktisch im Alleingang den Online-Auftritt und den mittlerweile <a href="http://www.ustream.tv/channel/unsereuni">legendären Live-Stream</a> von #unibrennt ins Leben gerufen hat.</p>
<p>Wie es dazu kam, können Sie im aktuellen Heft (Nr. 342) nachlesen &#8211; und wie es klingt, wenn Luca das selber erzählt, sehen Sie &#8211; exklusiv &#8211; hier oder auf dem <a href="http://www.youtube.com/user/wienerpost">wienerpost-YouTube-Channel</a>:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Ef3mGpGXSEo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/Ef3mGpGXSEo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Foto: Luca Hammer / <a href="http://www.2-blog.net">www.2-blog.net</a><br />
Video: <a href="http://www.wiener-online.at/author/nacaseven/">Dominik Gubi</a><br />
Interview: <a href="http://www.wiener-online.at/author/wieneu/">Helfried Bauer</a><br />
<strong>Die Printversion des Interviews können Sie <a href="http://www.wiener-online.at/2009/12/luca-hammer/">hier lesen</a>.</strong></p>
<blockquote><p><strong>DIE FAKTEN:</strong><br />
<a href="http://www.2-blog.net/2009/was-macht-luca-hammer/">Luca Hammer</a> (21) ist <a href="http://www.2-blog.net">Blogger</a>, Strategieberater und Autor. Er studiert Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Uni in Wien, arbeitet bei Mehrblick &#8211; Studio für Ideenarchitektur, hält Vorträge über die Medienzukunft und kümmert sich um <a href="http://www.bloegger.at">Blögger</a>, eine Initiative zur Vernetzung und Stärkung österreichischer Blogs.</p></blockquote>
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		<title>Sound of Silence</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2009/11/sound-of-silence/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 21:58:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helfried Bauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[#unibrennt]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Web20]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die letzten Wochen haben zu sehr bewegenden Momenten in unserer Redaktion  geführt. Zu Ergriffenheit über eine Neuentdeckung, die unseren Berufsstand in  seinen Grundfesten an&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2009/11/sound-of-silence/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-48" title="wiener_tweet" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2009/11/wiener_tweet1-300x175.jpg" alt="wiener_tweet" width="300" height="175" />Die letzten Wochen haben zu sehr bewegenden Momenten in unserer Redaktion  geführt. Zu Ergriffenheit über eine Neuentdeckung, die unseren Berufsstand in  seinen Grundfesten anrührt, und das ist keine Übertreibung. Wir haben den Zauber  des Schweigens entdeckt, was für Journalisten nach traditioneller Auffassung  naturgemäß einige Fußangeln birgt.</p>
<p>Aber in der Berichterstattung über die  Studentenproteste dieses angenehm warmen, jedenfalls geschichtsträchtigen  Herbstes 2009 konnte man nichts Besseres tun, und gegen das vergleichsweise  trantütige Geschnatter, das darüber in alten Medien zu vernehmen war, waren die  Tweets auf Twitter, die selbstorganisierte Online-Berichterstattung auf  <a href="http://www.unsereuni.at">www.unsereuni.at</a>, der <a href="http://www.ustream.tv/channel/unsereuni">Livestream</a> aus dem besetzen Audimax und die  blitzartig wuchernde <a href="http://www.facebook.com/unsereuni">Facebook-Community</a> der Unterstützer und Sympathisanten ein  Stück aufgeklärter und aufklärender Informationsvermittlung zum Niederknien.  Offen und transparent wie der Quellcode des Linux-Kernels und die Schnittstellen  einer Open-Source-Applikation. Kollaborativ und von permanenter  Selbstüberprüfung und Fehlerbehebung getragen wie Wikipedia. Dabei schnell wie  Bits beim Speed Race auf dem Glasfaser-Highway.</p>
<p>Wir können das nicht  besser und schon gar nicht schneller. Das Ehrbarste, was Journalisten tun  können, ist, nicht zu stören, wenn der Audimaxismus für sich selbst spricht.  Weil er das derart machtvoll tat, schwoll er zu dem an, was er ist. Ohne  Anschubhilfe einer Partei oder einer Zeitung. Zur Verwirrung nicht nur der  Regierenden, sondern auch der völlig überrumpelten Studentenvertretung ÖH. Mit  sich stetig anschleichender Sympathie und Solidarität von so ziemlich jedem, den  neoliberaler Umverteilungsungeist und globalisiertes Raubrittertum allmählich  erbrechen lassen.</p>
<p>Vielleicht noch ein paar Klarstellungen, damit sie am  Ende nicht womöglich einmal zu wenig irgendwo gestanden haben: Es gab in den  Geburtsstunden der Bewegung nicht einmal im Ansatz Krawalle, es gab  Arbeitsgruppen für gewaltfreie Kommunikation; es gab keine Party-Müllhalden in  den Hörsälen, es gab selbstorganisierte Putztrupps und Spendensammlungen für das  wegen der Proteste über Normalmaß belastete Reinigungspersonal der Universität;  es gab keinen Vandalismus – vereinzelte Graffitis an den Wänden wurden von  Freiwilligen in Eigeninitiative (und ziemlicher Mühsal) wieder entfernt. Es gab  noch unendlich viel mehr: Kriseninterventionsteams. Bis zur totalen Übermüdung  geduldige Basisdemokratie mit all ihren Nebenwirkungen. Arbeitsgruppen zu so  ziemlich jedem Krisenthema unserer Zeit. Man könnte sagen: eine Generation hat  sich in Klausur begeben, um ihre Standpunkte, ihre Perspektiven und ihre Gefühle  für die Gesellschaft, die sie umgibt, zu klären. En passant hat sie dabei ihren  ersten Umverteilungserfolg gelandet:<br />
34 Millionen Euro, sozusagen aus der  Handkasse des in die Enge getriebenen Wissenschaftsministers Gio Hahn.  Natürlich, ein Tropfen auf den heißen Stein, gemessen an den Forderungen und  wohl auch Erfordernissen. Aber vergessen wir nicht: Die Bewegung begann mit ein  paar Handvoll Studenten vor der Wiener Votivkirche, und die 34 Millionen wurden  ihnen schon nach einer Woche gönnerhaft zugesteckt – das lässt Potenzial  vermuten.</p>
<p>Was Sie nun dazu tun sollen? Das gleiche wie wir. Lernen Sie  die lebendige, wache Schwester des Schweigens kennen: das Zuhören. Lassen Sie  den Audimaxismus arbeiten und beobachten Sie ihn. Warmherzig. Respektvoll.  Wachsam für jene Momente, in denen er ihre Unterstützung brauchen  könnte.</p>
<p>Davon, wie das geht und wie es sich anfühlt, können wir hier  bestenfalls eine Geschmacksprobe geben. Riechen Sie wenigstens einmal an der  Trüffel-Mühle: Wir haben ein paar Original-Tweets für Sie über die unteren  Seitenränder dieser Ausgabe gerieben. Immerhin lesen Sie sich auf  Qualitätspapier immer noch leichter als auf schlecht auflösenden  Computer-Monitoren.</p>
<p style="text-align: left;">Das ist unser Gruß aus dem Walhall der toten Bäume.  Hier sitzen wir und prosten den Audimaxisten zu; die unter uns, die jenseits der  40 sind, erkennen etwas wieder; das Match scheint immer noch das gleiche, aber  ihr habt die Regeln verändert – und das Spiel dadurch um ein paar Quantensprünge  verbessert.</p>
<p style="text-align: left;">Noch ein Nachsatz in eigener Sache: Ein schmerzhaft  verkrusteter Chefredakteur nannte mit der Bewegung sympathisierende Politiker  und Journalisten in seinem Blog <a href="http://diepresse.com/blog/politikerbeschimpfung/entry/studentenschleimer">„Studentenschleimer“</a> und gab seinem immer wieder  gerne dahin gezwitscherten Leerwort vom Qualitätsjournalismus damit eine  erstaunliche Fülle: Sektenhafte Ignoranz sei zelebriert, solange aus der alten,  schrumpfenden Karawane noch ein allerletzter mitblökt.</p>
<p>Damit über unsere  Positionsbestimmungen erst gar keine Missverständnisse aufkommen: Solange wir  willkommen sind, schleimen wir mit. Was wir sonst noch können und mitmachen  werden, wird sich finden. Und wenn wir nur zu ein paar der immer wieder  stattfindenden Partys kommen, hat es sich schon gelohnt. Dann war es &#8211; bei aller  Friedlichkeit, Rücksichtnahme und Konstruktivität &#8211; eben doch auch ein heißer  Herbst 2009. Heiß wie Samba.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Helfried Bauer (Chefredakteur), Editorial, erschienen im WIENER, Printausgabe Nr.341/Dez.09</p>
</blockquote>
<p><a href="http://www.wiener-online.at/2009/10/der-wiener-solidarisiert-sich-mit-den-studierenden-im-audimax/">Link: Infos über die WIENER Tweet-Aktion</a></p>
<p><em>Kommentieren auf Twitter? Bitte taggen #WIENER341/008.</em></p>
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		<title>Der WIENER solidarisiert sich mit den Studierenden im Audimax!</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2009/10/der-wiener-solidarisiert-sich-mit-den-studierenden-im-audimax/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 20:25:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internes]]></category>
		<category><![CDATA[#unibrennt]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Web20]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir möchten gerne Raum für Eure Anliegen schaffen und Euch in der kommenden  Ausgabe selber zu Wort kommen lassen &#8211; und zwar in jener Form, die den Protest  bisher erfolgreich&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2009/10/der-wiener-solidarisiert-sich-mit-den-studierenden-im-audimax/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><span style="font-family: Arial; font-size: x-small;"><span style="font-size: small;"> </span></span></div>
<div>Wir möchten gerne Raum für Eure Anliegen schaffen und Euch in der kommenden  Ausgabe selber zu Wort kommen lassen &#8211; und zwar in jener Form, die den Protest  bisher erfolgreich getragen hat: Tweets.<br />
Wir suchen Eure Tweets (ca. 50  Stück), um sie zu veröffentlichen.<br />
Wer sich beteiligen will, ist herzlich  eingeladen, einen Tweet an den Twitter Account <a href="http://twitter.com/WIENER_Tweet">@WIENER_Tweet</a> zu senden und darin  zu formulieren, was ihm/ihr ein Anliegen ist.</div>
<div>&#8220;]<img class="size-full wp-image-281" title="[Photo (cc-by-nc) Richard Pyrker]" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2009/10/uniprotest.jpg" alt="[Photo (cc-by-nc) Richard Pyrker]" width="500" height="333" /></div>
<div>
<ul>
<li>Es gibt keine Tabus. Die Tweets sollen so bunt und  unterschiedlich sein wie dieser Protest. Von &#8220;Reiche Eltern für Alle&#8221; bis zu  ernsthaften Auseinandersetzungen mit Bologna und neoliberaler Bildungspolitik  ist uns alles recht.</li>
<li>Wir behalten uns allerdings vor, nicht automatisch jeden  Tweet zu drucken (d.h. ggfs. auszusortieren, wenn sich Tweets zu sehr  überschneiden)</li>
<li>Ihr könnt gerne Eure Hashtags verwenden, damit die Tweets  nicht nur im WIENER, sondern auch auf der Twitterwall im Audimax sichtbar seid.  Da freuen wir uns über die Publicity ;) &#8211; aber das kostet Euch natürlich Platz.  Soll jeder selber abwiegen. (Es kann sein, dass wir Hashtags im Heft evtl.  rauskürzen.)</li>
<li>Um Eure Avatare / Profilpics drucken zu können, bräuchten wir  sie in höherer Auflösung. Bildmindestgröße: 300x300px. Wir würden Euch daher  bitten Eure Fotos an <a href="unibrennt@stagedweb.com">unibrennt@stagedweb.com</a> zu schicken (mit Eurem Usernamen,  damit wir sie zuordnen können). Je mehr Gesichter wir zu den Tweets haben, desto  besser.</li>
<li>Deadline ist der 30. Oktober.</li>
<li>Meanwhile: Please retweet. Please  retweet. Please retweet. Please retweet.</li>
</ul>
</div>
<div>Danke!</div>
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