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	<title>wienerpost &#187; Twitter</title>
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		<title>Jössas, Twitterparade!</title>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 07:15:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ok, es ist wirklich bloß eine blöde Spielerei. Aber wozu glauben Sie haben wir die Kategorie Geek Stuff ins Leben gerufen? Exakt. Für blöde Spielereien. Hier also unsere Twitterparade. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ok, es ist wirklich bloß eine blöde Spielerei.</strong> Aber wozu glauben Sie haben wir die Kategorie Geek Stuff ins Leben gerufen? Exakt. Für blöde Spielereien. Hier also unsere <a href="http://isparade.jp/108883">Twitterparade</a>. Anbei leider nur ein Screenshot möglich, aber wenn Sie den japanischen Animations-Wahnsinn in seiner vollen epischen Breite erleben wollen, folgen sie einfach <a href="http://isparade.jp/108883">dem Link</a>. (Sie wollen Ihre eigene machen? Das geht hier: <span> </span><a href="http://isparade.jp/">isparade.jp</a>)</p>
<div>
&lt;</div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3320" title="isparade" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/05/isparade1.jpg" alt="isparade" width="440" height="330" /></p>
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		<title>FTW!</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 18:57:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[04 Digital World]]></category>
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		<description><![CDATA[Szenejargon, heißt es, sei effizient und pointiert. Vor allem aber stellt er „Sprachkomplizenschaft“ her. Na kommen Sie schon, werden Sie mein Komplize!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Szenejargon, heißt es, sei effizient und pointiert. Vor allem aber stellt er „Sprachkomplizenschaft“ her. Na kommen Sie schon, werden Sie mein Komplize!</p></blockquote>
<p><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/04/wiener-klein.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1513" title="wiener-klein" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/04/wiener-klein.jpg" alt="wiener-klein" width="192" height="239" /></a>Wir erinnern uns: Im Sommer 2003 ging der Schulaufsatz einer 13jährigen Engländerin um die Welt. Und mit diesem ein Aufschrei. Die seit Urzeiten tradierte Aufgabenstellung, ihr „schönstes Ferienerlebnis“ zu beschreiben, hatte Klein-Lindsay nämlich so umgesetzt:</p>
<p>&#8220;My smmr hols wr CWOT. B4, we used 2go2 NY 2C my bro, his GF &amp; thr 3 :- kids FTF. ILNY, it&#8217;s a gr8 plc&#8221;. (Das dürfen Sie sich jetzt selber übersetzen, viel Spaß…)</p>
<p>Mit sofortiger Wirkung wurde der siebenhundertachtzigste Untergang des Abendlandes ausgerufen, Verfall der Sitten inklusive. Wo die Elterngeneration nur Bahnhof versteht, ist man ja schnell dabei, die Generation Y und Z zu verteufeln, diese Killerspiel-sozialisierten Gfrasta, die nicht mehr wissen, wie man einen Federkiel in Tinte taucht, um handgeschöpfte Bütten mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Troch%C3%A4ischer_Vers_%28Akzentmetrik%29">trochäischen Versen</a> zu schmücken.</p>
<p>Dabei wird leicht übersehen, dass es kaum etwas gibt, woran sich das Herz mehr erfreut als an hausgemachter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vernakularsprache">Vernakularsprache</a>. So nennt die Sprachwissenschaft das nämlich: „eine gewissermaßen urwüchsige Sprachvarietät innerhalb eines Sprachgebiets“. Sie haben da oben problemlos über die <a href="http://www.ostarrichi.org/wort-3294-at-Gfrasta.html">„Gfrasta“</a> hinweggelesen, nicht wahr? Und für das Recht, einen Topfen statt einem Quark zu reden, würden Sie auf die Barrikaden gehen.</p>
<p>Eben. Ich tue selbiges für das Recht, meine Freunde Tweeps zu nennen und ihnen ein empörtes WTF! zuzurufen, wenn mir was gegen den Strich geht. Mein „Sprachgebiet“ ist online, meine „urwüchsige Sprachvarietät“ nennt sich Netlingo.</p>
<p>Nicht, weil ich was gegen trochäische Verse habe. Aber ich hab was gegen Leute, die sich hinter selbigen verschanzen , samt ihrem bildungsbürgerlichen Snobismus, und die den Charme, die Vielfältigkeit und die konkrete Poesie negieren, welche die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kollektive_Intelligenz">Schwarmintelligenz</a> hier vor unseren Augen ausgetwittert hat. In 140 Zeichen pro Haiku.</p>
<p>Unsereins würde jedoch nicht von Snobs sprechen, sondern von Trollen, also von Wesen, mit denen Diskussionen fruchtlos und frustrierend sind. Reine Flamewars; CWOT.<br />
Was tut man mit Trollen? Richtig. „Nicht füttern!“ lautet die Devise, die ich mit einem überzeugten „full ack“ quittiere. Besser man steckt sie in ein Killfile, da machen sie immer so nett *plonk *.<br />
Und weil ich bis hierher vermutlich die Hälfte aller LeserInnen abgehängt habe (waren wohl n00bs), mache ich das, was sich der Herr Chefredakteur schon ewig wünscht: Ein Glossar zu meinen Texten.</p>
<p>Also zurück auf Los.</p>
<ul>
<li><strong>CWOT</strong> = complete waste of time (totale Zeitverschwendung)</li>
<li><strong>FTF</strong> = face to face (in direktem Gespräch, also IRL = „in real life“, nicht online)</li>
<li><strong>Tweep</strong> = jemand, dem ich auf Twitter folge – und vice versa.</li>
<li><strong>WTF</strong> = What the fuck; also in etwa: “Was zum Teufel soll denn der Schas schon wieder?“), nicht zu verwechseln mit <strong>FTW</strong> = „For the win!“, sprich: super!</li>
<li><strong>Troll</strong> = Person, die nur auf Provokation und Stunk aus ist</li>
<li><strong>Flamewar</strong> = heftige, untergriffige Diskussion</li>
<li><strong>„Don’t feed the troll“</strong> = gängige Anweisung, die sich darauf bezieht, sich mit Trollen nicht auf Flamewars einzulassen</li>
<li><strong>full ack</strong> = kurz für “full acknowledgement” (“Ich stimme vollends zu”)</li>
<li><strong>Killfile</strong> = Filter eines Newsreaders, der Nachrichten, die ich nicht lesen möchte, von mir fernhält (also etwa. zu bestimmten Themen oder von bestimmten Absendern)</li>
<li><strong>*plonk *</strong> = lautmalerisch; das Geräusch, das ein Troll macht, wenn er auf dem Boden eines Killfiles aufschläg<strong>t</strong></li>
<li><strong>n00b</strong> = “Newbie”, Neuling, Anfänger</li>
</ul>
<p>Noch Fragen?<br />
<a href="http://www.netlingo.com">www.netlingo.com</a><br />
<a href="http://www.urbandictionary.com">www.urbandictionary.com</a></p>
<blockquote><p>Erschienen im WIENER Nr.344 / April 2010</p></blockquote>
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		<title>#Hashtag, ja bitte!</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2009/11/hashtag-ja-bitte/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 21:14:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[04 Digital World]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist klein, sieht ein wenig zerrupft aus und zur Verständigung ist es nützlicher als ein Babelfisch. WIENER-Kolumnistin Nicole Kolisch macht dem Hashtag eine Liebeserklärung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Es ist klein, sieht ein wenig zerrupft aus und zur Verständigung ist es nützlicher als ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Babelfisch">Babelfisch</a>. WIENER-Kolumnistin <a href="http://www.wienerpost.at/author/admin/">Nicole Kolisch</a> macht dem Hashtag eine Liebeserklärung.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2009/11/nicole.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1772" title="nicole" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2009/11/nicole.jpg" alt="nicole" width="192" height="239" /></a><strong>Kennen Sie den schon?</strong> „Es gibt genau 10 Arten von Menschen. Die, die das Binärsystem verstehen, und die, die es nicht verstehen.” Der Tag, an dem die ersteren darüber nachdenken, wie sie zweiteren ihr (Computer-)Leben erleichtern können, ist der World Usability Day. Am 12. November ist es wieder so weit. Idealer Anlass, finde ich, diese Kolumne einem kleinen, feinen Zeichen zu widmen, das die Usability für uns Twitteranten enorm erhöht: Dem Hashtag (HTML-Code: <strong>&amp;#35;</strong>) Oh, da höre ich bereits die Community aufheulen: „Das weiß doch jede Sau!“. Irrtum, meine Herren und Damen Poweruser. Das weiß höchstens jede Geeksau. Menschen, die ab und zu Sex haben, wissen das nicht unbedingt.</p>
<p><strong>Der Hashtag also.</strong> Das ist dieses Kraxl, das sich in so vielen Tweets findet, teils danach, teils auch mittendrin, und so aussieht: #. Der Name leitet sich vom Rautezeichen ab (engl. „hash“) und von der Datenverarbeitung-Kovention des „tagging“, also der Verschlagwortung von Informationen. Anders gesagt: Der verwendete „hash“ wird als „tag“ genutzt – et voilà! – der Hashtag ist geboren :-)</p>
<p><strong>Wozu das gut sein soll?</strong> Zunächst einmal – für die praktisch-veranlagten – zur Katalogisierung von Inhalten. Wer bloggt, weiß um was es geht: Tags unter dem Blogpost ordnen Inhalte den entsprechenden  Kategorien zu und helfen beim Auffinden von Themen – nicht nur dem Blogleser, sondern auch jeder Suchmaschine, die sich grad auf der Pirsch durchs Netz befindet. Schlagworte schaffen eine semantische Metaebene – das war schon zu Zeiten der ersten Zettelkataloge in Bibliotheken so. Online ist es auch nicht anders. Tippe ich mit knurrendem Magen den Suchbegriff „Essen“ ein, spuckt Google mir erst mal Links nach Nordrhein-Westfalen aus. Hat aber Vittorio Mangiaro seine Pizzaservice-Posts mit „essen“ getaggt, so ist die Chance groß, dass meine Suchanfrage die Holzofen-Quattro-Stagioni direkt vor meiner Nase platziert. Unbestritten: Wenn ich Google nicht erkläre, dass eine Pizza in die Kategorie „Essen“ fällt, ebenso wie Omas getaggtes Krautfleckerlrezept, dann weiß Google es auch nicht. Und was fürs Bloggen gilt, gilt auch fürs Microbloggen. In der Bonsaiausführung halt. (Im Übrigen ist es ein fieses Vorurteil, dass wir Twitteranten ständig übers Essen reden, gell?!)</p>
<p><strong>Jede gängige Weblog-Software</strong> sieht für Tags eine eigene Eingabezeile vor. Die Pointe beim Hashtag ist, dass er die Verschlagwortung in die Sprachebene zieht &#8211; und damit eine eigene Ausdrucksform kreiert.</p>
<p><strong>Die schönsten Dinge</strong> dieser Welt entstehen durch Kulturen des Gebrauchs. Auf Twitter jedoch hat der Hashtag ein Eigenleben entwickelt, das lange schon die Fesseln der bibliothekarischen Nützlichkeitsdoktrin gesprengt hat. Hashtags erzählen Geschichten in Kurzform. „Lugner auf ATV“ ist eine Information. „Lugner auf ATV #fail“ ist eine Geschichte. Eine emotionsgeladene obendrein. Sie lautet: „Langer Arbeitstag; Chef doof; wollte mich grad mit Käse Pringles vor den Fernseher knotzen, aber jetzt bringen die Mörtel statt ‘Heroes’. Der Abend ist gelaufen.“</p>
<p><strong>Zugegeben, da war</strong> jetzt großer Interpretationsspielraum. Aber gerade der Interpretationsspielraum macht den Hashtag ungemein faszinierend: „Studiere das Paralleluniversum #sockenlade“ – „Sie müssen nur den Nippel durch die Lasche ziehen #usability“ – „Bin ein Mensch / Paladin, Level 80 #morgendeadlinefürkolumne“</p>
<p>Darüber hinaus manifestiert sich im Hashtag die Schmähkultur des Kaffehauses Twitter. Metaebene gleich Schmähtaebene: Das hat (nicht nur) die Wiener Twitteria längst erkannt. Tagger ordnen den Dingen schlicht Kategorien zu, in denen man sie auf den ersten Blick nicht vermuten würde. Kann jeder. Probieren Sie es aus.</p>
<p><strong>Ach ja, und eh ich’s vergess:</strong> Happy Celebrating! #worldusabilityday</p>
<blockquote><p>Erschienen im WIENER Ausgabe 340 / November 2010</p></blockquote>
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		<title>Sound of Silence</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 20:58:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helfried Bauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[01 Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[#unibrennt]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
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		<description><![CDATA[Die letzten Wochen haben zu sehr bewegenden Momenten in unserer Redaktion geführt. Zu Ergriffenheit über eine Neuentdeckung, die unseren Berufsstand in seinen Grundfesten anrührt, und das ist keine Übertreibung. Wir haben den Zauber des Schweigens entdeckt, was für Journalisten nach traditioneller Auffassung naturgemäß einige Fußangeln birgt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-48" title="wiener_tweet" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2009/11/wiener_tweet1-300x175.jpg" alt="wiener_tweet" width="300" height="175" />Die letzten Wochen haben zu sehr bewegenden Momenten in unserer Redaktion  geführt. Zu Ergriffenheit über eine Neuentdeckung, die unseren Berufsstand in  seinen Grundfesten anrührt, und das ist keine Übertreibung. Wir haben den Zauber  des Schweigens entdeckt, was für Journalisten nach traditioneller Auffassung  naturgemäß einige Fußangeln birgt.<span id="more-46"></span>Aber in der Berichterstattung über die  Studentenproteste dieses angenehm warmen, jedenfalls geschichtsträchtigen  Herbstes 2009 konnte man nichts Besseres tun, und gegen das vergleichsweise  trantütige Geschnatter, das darüber in alten Medien zu vernehmen war, waren die  Tweets auf Twitter, die selbstorganisierte Online-Berichterstattung auf  <a href="http://www.unsereuni.at">www.unsereuni.at</a>, der <a href="http://www.ustream.tv/channel/unsereuni">Livestream</a> aus dem besetzen Audimax und die  blitzartig wuchernde <a href="http://www.facebook.com/unsereuni">Facebook-Community</a> der Unterstützer und Sympathisanten ein  Stück aufgeklärter und aufklärender Informationsvermittlung zum Niederknien.  Offen und transparent wie der Quellcode des Linux-Kernels und die Schnittstellen  einer Open-Source-Applikation. Kollaborativ und von permanenter  Selbstüberprüfung und Fehlerbehebung getragen wie Wikipedia. Dabei schnell wie  Bits beim Speed Race auf dem Glasfaser-Highway.</p>
<p>Wir können das nicht  besser und schon gar nicht schneller. Das Ehrbarste, was Journalisten tun  können, ist, nicht zu stören, wenn der Audimaxismus für sich selbst spricht.  Weil er das derart machtvoll tat, schwoll er zu dem an, was er ist. Ohne  Anschubhilfe einer Partei oder einer Zeitung. Zur Verwirrung nicht nur der  Regierenden, sondern auch der völlig überrumpelten Studentenvertretung ÖH. Mit  sich stetig anschleichender Sympathie und Solidarität von so ziemlich jedem, den  neoliberaler Umverteilungsungeist und globalisiertes Raubrittertum allmählich  erbrechen lassen.</p>
<p>Vielleicht noch ein paar Klarstellungen, damit sie am  Ende nicht womöglich einmal zu wenig irgendwo gestanden haben: Es gab in den  Geburtsstunden der Bewegung nicht einmal im Ansatz Krawalle, es gab  Arbeitsgruppen für gewaltfreie Kommunikation; es gab keine Party-Müllhalden in  den Hörsälen, es gab selbstorganisierte Putztrupps und Spendensammlungen für das  wegen der Proteste über Normalmaß belastete Reinigungspersonal der Universität;  es gab keinen Vandalismus – vereinzelte Graffitis an den Wänden wurden von  Freiwilligen in Eigeninitiative (und ziemlicher Mühsal) wieder entfernt. Es gab  noch unendlich viel mehr: Kriseninterventionsteams. Bis zur totalen Übermüdung  geduldige Basisdemokratie mit all ihren Nebenwirkungen. Arbeitsgruppen zu so  ziemlich jedem Krisenthema unserer Zeit. Man könnte sagen: eine Generation hat  sich in Klausur begeben, um ihre Standpunkte, ihre Perspektiven und ihre Gefühle  für die Gesellschaft, die sie umgibt, zu klären. En passant hat sie dabei ihren  ersten Umverteilungserfolg gelandet:<br />
34 Millionen Euro, sozusagen aus der  Handkasse des in die Enge getriebenen Wissenschaftsministers Gio Hahn.  Natürlich, ein Tropfen auf den heißen Stein, gemessen an den Forderungen und  wohl auch Erfordernissen. Aber vergessen wir nicht: Die Bewegung begann mit ein  paar Handvoll Studenten vor der Wiener Votivkirche, und die 34 Millionen wurden  ihnen schon nach einer Woche gönnerhaft zugesteckt – das lässt Potenzial  vermuten.</p>
<p>Was Sie nun dazu tun sollen? Das gleiche wie wir. Lernen Sie  die lebendige, wache Schwester des Schweigens kennen: das Zuhören. Lassen Sie  den Audimaxismus arbeiten und beobachten Sie ihn. Warmherzig. Respektvoll.  Wachsam für jene Momente, in denen er ihre Unterstützung brauchen  könnte.</p>
<p>Davon, wie das geht und wie es sich anfühlt, können wir hier  bestenfalls eine Geschmacksprobe geben. Riechen Sie wenigstens einmal an der  Trüffel-Mühle: Wir haben ein paar Original-Tweets für Sie über die unteren  Seitenränder dieser Ausgabe gerieben. Immerhin lesen Sie sich auf  Qualitätspapier immer noch leichter als auf schlecht auflösenden  Computer-Monitoren.</p>
<p style="text-align: left;">Das ist unser Gruß aus dem Walhall der toten Bäume.  Hier sitzen wir und prosten den Audimaxisten zu; die unter uns, die jenseits der  40 sind, erkennen etwas wieder; das Match scheint immer noch das gleiche, aber  ihr habt die Regeln verändert – und das Spiel dadurch um ein paar Quantensprünge  verbessert.</p>
<p style="text-align: left;">Noch ein Nachsatz in eigener Sache: Ein schmerzhaft  verkrusteter Chefredakteur nannte mit der Bewegung sympathisierende Politiker  und Journalisten in seinem Blog <a href="http://diepresse.com/blog/politikerbeschimpfung/entry/studentenschleimer">„Studentenschleimer“</a> und gab seinem immer wieder  gerne dahin gezwitscherten Leerwort vom Qualitätsjournalismus damit eine  erstaunliche Fülle: Sektenhafte Ignoranz sei zelebriert, solange aus der alten,  schrumpfenden Karawane noch ein allerletzter mitblökt.</p>
<p>Damit über unsere  Positionsbestimmungen erst gar keine Missverständnisse aufkommen: Solange wir  willkommen sind, schleimen wir mit. Was wir sonst noch können und mitmachen  werden, wird sich finden. Und wenn wir nur zu ein paar der immer wieder  stattfindenden Partys kommen, hat es sich schon gelohnt. Dann war es &#8211; bei aller  Friedlichkeit, Rücksichtnahme und Konstruktivität &#8211; eben doch auch ein heißer  Herbst 2009. Heiß wie Samba.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Helfried Bauer (Chefredakteur), Editorial, erschienen im WIENER, Printausgabe Nr.341/Dez.09</p>
</blockquote>
<p><a href="http://www.wienerpost.at/2009/10/der-wiener-solidarisiert-sich-mit-den-studierenden-im-audimax/">Link: Infos über die WIENER Tweet-Aktion</a></p>
<p><em>Kommentieren auf Twitter? Bitte taggen #WIENER341/008.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der WIENER solidarisiert sich mit den Studierenden im Audimax!</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 20:25:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internes]]></category>
		<category><![CDATA[#unibrennt]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Web20]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir möchten gerne Raum für Eure Anliegen schaffen und Euch in der kommenden Ausgabe selber zu Wort kommen lassen - und zwar in jener Form, die den Protest bisher erfolgreich getragen hat: Tweets.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><span style="font-family: Arial; font-size: x-small;"><span style="font-size: small;"> </span></span></div>
<div>Wir möchten gerne Raum für Eure Anliegen schaffen und Euch in der kommenden  Ausgabe selber zu Wort kommen lassen &#8211; und zwar in jener Form, die den Protest  bisher erfolgreich getragen hat: Tweets.<br />
Wir suchen Eure Tweets (ca. 50  Stück), um sie zu veröffentlichen.<br />
Wer sich beteiligen will, ist herzlich  eingeladen, einen Tweet an den Twitter Account <a href="http://twitter.com/WIENER_Tweet">@WIENER_Tweet</a> zu senden und darin  zu formulieren, was ihm/ihr ein Anliegen ist.<span id="more-38"></span></div>
<div>
<p><span style="text-decoration: underline;"><img class="aligncenter size-full wp-image-281" title="uniprotest" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2009/10/uniprotest.jpg" alt="uniprotest" width="500" height="333" />Ein paar  Anmerkungen:</span></div>
<div>
<ul>
<li>Es gibt keine Tabus. Die Tweets sollen so bunt und  unterschiedlich sein wie dieser Protest. Von &#8220;Reiche Eltern für Alle&#8221; bis zu  ernsthaften Auseinandersetzungen mit Bologna und neoliberaler Bildungspolitik  ist uns alles recht.</li>
<li>Wir behalten uns allerdings vor, nicht automatisch jeden  Tweet zu drucken (d.h. ggfs. auszusortieren, wenn sich Tweets zu sehr  überschneiden)</li>
<li>Ihr könnt gerne Eure Hashtags verwenden, damit die Tweets  nicht nur im WIENER, sondern auch auf der Twitterwall im Audimax sichtbar seid.  Da freuen wir uns über die Publicity ;) &#8211; aber das kostet Euch natürlich Platz.  Soll jeder selber abwiegen. (Es kann sein, dass wir Hashtags im Heft evtl.  rauskürzen.)</li>
<li>Um Eure Avatare / Profilpics drucken zu können, bräuchten wir  sie in höherer Auflösung. Bildmindestgröße: 300&#215;300px. Wir würden Euch daher  bitten Eure Fotos an <a href="unibrennt@stagedweb.com">unibrennt@stagedweb.com</a> zu schicken (mit Eurem Usernamen,  damit wir sie zuordnen können). Je mehr Gesichter wir zu den Tweets haben, desto  besser.</li>
<li>Deadline ist der 30. Oktober.</li>
<li>Meanwhile: Please retweet. Please  retweet. Please retweet. Please retweet.</li>
</ul>
</div>
<div>
<div>[Photo (cc-by-nc) <a href="http://www.flickr.com/photos/cycus/">Richard  Pyrker</a>]</div>
</div>
<div>Danke!</div>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Date mit Verführung</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2009/10/date-mit-verfuhrung/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 22:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Havas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesestoff]]></category>
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		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Web20]]></category>

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		<description><![CDATA[Date mit Miss Verführung: Eine Salzburger Edelprostituierte verrät auf Twitter intime Details ihres Lebens. Der WIENER hat die 23-Jährige getroffen - und eine außergewöhnliche junge Frau kennengelernt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Date mit <a href="http://twitter.com/verfuehrung">Miss Verführung</a>: Eine Salzburger  Edelprostituierte verrät auf Twitter intime Details ihres Lebens. Der WIENER hat  die 23-Jährige getroffen &#8211; und eine außergewöhnliche junge Frau  kennengelernt.</p>
<p>Sie kommt im kleinen Schwarzen. So wie einst Audrey  Hepburn in „Frühstück bei Tiffany“. Sehr schlank, trotz der High Heels immer  noch zierlich. Und sie ist sehr, sehr attraktiv. Auf Twitter nennt sie sich  „Verführung“ und verführerisch ist das „23-jährige Callgirl aus Leidenschaft“  zweifellos.<span id="more-63"></span> Und, das wird sofort klar, sie ist absolut authentisch, in jeder  Hinsicht. Alles, was sie in ihren 720 Tweets beschreibt, ist wahr, jeder Zweifel  darüber ist im ersten Moment der Begegnung, Pardon, verpufft.</p>
<p>Sie ist  also tatsächlich das autonome und selbstständige junge Callgirl mit Lust an  ihrem Beruf, als das sie sich im Internet präsentiert. Und deren private und  berufliche Einsichten und Erkenntnisse von rund 1.000 registrierten Followern  auf Twitter verfolgt werden. „Eher mehr Deutsche als Österreicher, eher mehr  Männer als Frauen, aber ziemlich gemischt“, beschreibt sie ihre Gefolgschaft.  Und besonders Frauen, auch gerade die verheirateten mit Kindern, melden sich  oft, sind neugierig, wollen mehr über ein Leben erfahren, das von ihrem Dasein  so weit, weit weg ist.<img class="aligncenter size-full wp-image-295" title="twitt1" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2009/10/twitt1.jpg" alt="twitt1" width="350" height="233" /></p>
<p>Miss Verführung ist zweifellos außergewöhnlich.  Sie wirkt ein wenig scheu wenn sie lächelt – als ob es ihr peinlich wäre, von  einem Mann angesprochen zu werden. Sie zittert leicht wenn sie über ihren Beruf  spricht, bei manchen Episoden geht ihr Atem um eine Nuance schneller. Man ahnt  einen Hauch von Erregung unter ihrer vibrierenden Bauchdecke. In diesem  bittersüßen Geschöpf nehmen so ziemlich alle Mannerfantasien Fleisch und Gestalt  an, die Gott und tugendhafte Damen verboten haben: Lolita. Unschuldige Hure.  Geile Elfe. Ungezähmtes Freiwild. Ist sie das – die perfekte Prostituierte, die  saubere, selbstbewusste, so tabulose wie gut bezahlte Gespielin ohne jeden Makel  von Drogen und Kriminal?</p>
<p>Die junge Lady weiß wie sie wirkt – die  Prostitution will sie keinesfalls verherrlichen, sagt sie. Es gebe auch  Kolleginnen, die Not und Zwang ausgesetzt wären. Aber bei ihr ist das eben alles  etwas anders. Schon im Teenageralter, rund um die Zeit der ersten sexuellen  Erfahrungen, war die gut behütet und bürgerlich aufgewachsene Salzburgerin von  der Prostitution fasziniert. Und auch davon, es selber einmal zu probieren. Aber  dann kamen doch verschiedene Bildungs- und Ausbildungswege, eine Zeit als  Animateurin in Ferienclubs. Aber der Gedanke blieb. Bis sie mit 20 auf eine  Anzeige eines Escort Services stieß, sich bewarb und sofort genommen wurde. Doch  schon nach ein paar Wochen war ihr klar, dass die Arbeit für andere ihre Sache  nicht ist. Die Arbeit an sich aber schon&#8230;</p>
<p>Seitdem bewirbt sie sich  selbst im Internet mit Kleinanzeigen, in Foren, in Kontaktbörsen, managt sich  selbst, vom Erstkontakt, der immer über E-Mails läuft, bis zum finanziellen  Teil. Und sie wählt selbst aus. Ein Teil der Interessenten wird schon von ihren  Preisen abgeschreckt.</p>
<p>Denn die sind hoch, sehr hoch sogar. Für eine  Stunde verlangt sie Preise jenseits der 250 Euro. „In Wien habe ich fast keine  Kunden“, sagt sie, „hier ist die Konkurrenz zu hoch und das Preisniveau zu  niedrig.“</p>
<p>Alles gut und schön. <img class="alignright size-medium wp-image-296" title="twitt2" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2009/10/twitt2-200x300.jpg" alt="twitt2" width="200" height="300" />Wieso aber darüber Twittern? Zuerst gab  es einen privaten Account, wie der Millionen an­derer. Dann die Erkenntnis, dass  ihre andere Seite vielleicht interessanter wäre, ihr anderes Leben. Nie ging es  darum, Kunden zu angeln, sie wollte aus dem Milieu berichten, mit Klischees  aufräumen oder sie auch bestätigen, vielleicht Vorurteile abbauen. Außerdem:  „Ich schreibe generell sehr gerne, Schreiben ist etwas Befreiendes. Es tut gut,  gewisse Dinge auf Twitter abzuladen, mir von der Seele zu schreiben. Und es  macht auch einfach viel Spaß, sich mitzuteilen und Fragen zu beantworten!“ Das  bringt ihr durchgehend positives Feedback einer treuen Community.</p>
<p>Miss  Verführung hat für ein Callgirl ein teilweise erstaunliches Selbstverständnis.  „Dieser Job gibt mir persönlich sehr viel“, erzählt sie, „nicht nur das  Finanzielle, sondern es gibt mir auch für mein Selbstbewusstsein sehr viel. Ich  fühle mich durch das, was ich tu’, sehr stark. Wenn ich bei einem Kunden bin  oder von einem Treffen komm’, hab’ ich das Gefühl, ich bin unbesiegbar, ich kann  alles schaffen. Es ist einfach ein sehr wichtiger Teil meines Lebens.“ Nach eine  Pause und einer „normalen“ Beziehung im Sommer, macht sie seit kurzem wieder  weiter: „Die Leidenschaft ist doch noch wichtiger.“</p>
<p>Aber sie will die  Branche nicht verherrlichen. Sie weiß, dass ihr Job Gefahren birgt, und sie  weiß, dass es schwer ist, diese Welt wieder zu verlassen: „Gerade für mich ist  das wie eine Sucht. Das Geld, die Scheinwelt, die schöne Kleidung, die Treffen  mit meist niveauvollen Männern, Essen gehen, gute Gespräche führen, einen  schönen Abend verbringen.“ Nachsatz: „Aber es ist auch ein einsames Leben.“  Manchmal macht sie sich schon Gedanken, ob sie rechtzeitig den Absprung schaffen  wird, denn dass sie irgendwann abspringen wird, steht für Miss Verführung  fest.</p>
<p>Frauen, die überlegen in dieses Business einzusteigen, rät sie,  dies nicht nur wegen des schnellen Geldes zu tun: „Es kann schon viel kaputt  machen in einem.“ Bei ihr zwar noch nicht, aber „man gibt jedes Mal, wenn man  mit jemandem schläft, etwas von sich her, selbst wenn man versucht, das rein  mechanisch zu machen.“ Wichtig in dem Job wären jedenfalls ein starke  Persönlichkeit, sich nix gefallen zu lassen, sich durchsetzen zu können. Ebenso  wichtig seien bestimmte Prinzipien, sich nicht auf Feilschen einzulassen, nicht  auf Kondome zu verzichten. Und schon bei der Auswahl der Kunden aufpassen. „Denn  Risiko ist immer dabei.“</p>
<p>Text: <a href="https://www.xing.com/profile/Harald_Havas">Harald Havas</a> / Fotos: <em>©</em><a href="http://www.abzug.at/">Marco Rossi</a></p>
<p><strong>@Verfuehrung-Tweets zum Nachlesen:</strong></p>
<blockquote><p>Heut Abend geht‘s zu einem  Stammkunden. Schickes Pent­house, ausgelassene Stimmung&#8230; Jedesmal Urlaub vom  Alltag für mich.       2/11/2009 15:08</p></blockquote>
<p style="text-align: left;">
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Immer diese Anfragen betr.  Blowjobs im Auto. Ist das nicht billig? Einsteigen. Blasen. Aussteigen. Fertig.  :-#              2/27/2009 21:50</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">
<blockquote><p>Auf zum Treffen mit T. Er klang ganz  sympathisch am Telefon, meinte aber auf „ausdauernden Sex“ zu stehen. Das klingt  nach Arbeit. ;-)                3/2/2009 17:34</p></blockquote>
<p style="text-align: left;">
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Ich mag diese  Stundenhotels nicht. Bunte Bettwäsche, zusammengewürfeltes Mobiliar, muffeliger  Geruch. Wie bei Tante Gertrud im Schlafzimmer.                3/2/2009  21:47</p>
</blockquote>
<blockquote><p>Monogamie eine Illusion? Wenn ich „meinen“ Männern so zuhöre  scheint es mir so. In meinem Job wird man Realist.    3/2/2009 23:33</p></blockquote>
<blockquote><p>M.  alias Dirty Talk will mich heute sehen. Treffen nur des Geldes wegen und somit  meinen Prinzipien untreu werden? Unmotiviert. Lustlos.    3/4/2009  05:38</p></blockquote>
<blockquote><p>Tiroler hatte heute keine Lust zu verhüten. Nach dem zweiten nicht  akzeptierten Nein bin ich aufgestanden und hab das Hotelzimmer  verlassen.          3/5/2009 03:00</p></blockquote>
<blockquote><p>In diesen Mittagspausen  Quickies kommt sowieso kaum Stimmung auf. Zeitdruck. Auf Befehl geil sein. Ok,  vergessen. Das ist mein Job. Richtig?                3/6/2009  09:27</p></blockquote>
<blockquote><p>Wurde heute gefragt, ob man sich in diesem Job auch verlieben  kann. Ja. Passiert. Auch mir. #Berufsrisiko                3/8/2009  23:41</p></blockquote>
<blockquote><p>Ein Geschäftsmann meldet sich immer per SMS und erwartet dann,  dass ich 10 Min. später bei ihm im Büro bin. Sorry, Callgirl ist  flugunfähig.                3/9/2009 12:55</p></blockquote>
<blockquote><p>Freier K. riecht immer  extremst nach Schweiß. Kein Sex, er will sich nur an mir reiben. Danach stinke  ich genauso schlimm wie er. #Vollbad                3/9/2009 19:44</p></blockquote>
<blockquote><p>Wie  kann man(n) seinen Schwanz nur Jadestab nennen? :-O            3/10/2009  16:55</p></blockquote>
<blockquote><p>Gerade 30 Min. mit Stammkunde telefoniert. Auch er will nicht mehr  mit Kondom. Männer, was ist nur mit euch los? So geht das einfach  nicht.                3/13/2009 16:58</p></blockquote>
<blockquote><p>Kunde von gerade eben hat noch mal  angerufen. Seit unserem Telefonat hätte er einen Steifen. Und Kondom geht nun  doch in Ordnung, sieh an.    3/13/2009 17:40</p></blockquote>
<blockquote><p>In einer Stunde treffe ich  mich mit F., ein Hotelier. Auch ich profitiere vom österreichischen  Tourismus.    3/15/2009 11:46</p></blockquote>
<blockquote><p>@liebendig Dabei bin ich die  Unsicherheit in Person. Ich verdränge es nur.                3/15/2009  23:10</p></blockquote>
<blockquote><p>G. wollte heute dreimal, hat jedoch nach dem zweiten Höhenflug  eingesehen, dass das wohl nichts mehr wird. Ich war ihm sehr  dankbar.                3/16/2009 17:03</p></blockquote>
<blockquote><p>Follower meinten, Stundenhotel  würde sich immer so „dreckig“ anhören. Für jene bestimmten Häuser ist dieser  Ausdruck passend. Leider.     3/16/2009 17:15</p></blockquote>
<blockquote><p>Damals&#8230; „Geh vor die  Tür, nackt, läute an. Stell dich als schüchterne Nachbarstochter vor die ihr  Paket abholen will.“ #Rollenspiele                3/16/2009 20:29</p></blockquote>
<blockquote><p>Sollte  ich es eigenartig finden, wenn ein Kunde das benutzte Kondom als „Souvenir“  behalten möchte?        3/18/2009 17:12</p></blockquote>
<blockquote><p>14:00 Uhr Neukunde T.  Beschreibt sich selbst als attraktiven, offenen, reifen Herren. Also ein alter  Perversling mit Stirnglatze.                3/26/2009 11:38</p></blockquote>
<blockquote><p>Hab mich  getäuscht. T. war ein charismatischer, gutaussehender Mittvierziger, der  mich gekonnt zum Orgasmus geleckt hat. Danke T.                3/26/2009  16:58</p></blockquote>
<blockquote><p>Jedoch schaffte G. innerhalb einer gefühlten Minute, alleine durch  seine Zunge, dass ich 2x kam. Ist nicht mal meinem Ex geglückt. Sorry  M.                3/29/2009 01:49</p></blockquote>
<blockquote><p>Jeder Hausbesuch bei einem neuen  Kunden birgt ein großes Risiko. Ich weiß nie ob mir mein Traummann oder ein  Massenmörder die Tür öffnet.                4/6/2009 13:54</p></blockquote>
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