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	<title>WIENER &#187; Twitter</title>
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		<title>Beds are burning</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 08:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sonntag,  7. August 2011. Vor dem Schlafengehen werfe ich den üblichen Blick auf meine  Twittertimeline und will schon das Licht abdrehen, als ich sehe:  Enfield wird hier als &#822&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/08/beds-are-burning/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/08/Kolisch_neu.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-26109" title="Kolisch_neu" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/08/Kolisch_neu-150x300.jpg" alt="" width="150" height="300" /></a><strong>Sonntag,  7. August 2011.</strong> Vor dem Schlafengehen werfe ich den üblichen Blick auf meine  Twittertimeline und will schon das Licht abdrehen, als ich sehe:  Enfield wird hier als &#8220;Trending Topic&#8221;, als heißdiskutiertes Thema der  Stunde gelistet. &#8220;Enfield?&#8221;, denke ich, &#8220;Was zum Teufel&#8230;?&#8221;</p>
<p>Ich  kenne Enfield. Dagegen ist Gramatneusiedl eine pulsierende Metropole.  In Enfield wohnt meine Tante &#8211; und das ist bereits das absolut  aufregendste an dem Kaff. Wie kann das &#8220;trending&#8221; sein? Ein Klick zeigt  mir die dazugehörigen Wortmeldungen an: Randale, Plünderungen, dazu ein  paar Schnappschüsse vom abgeriegelten Bahnhof. Nicht rasend  beunruhigend, aber die Tante ist 92. Vielleicht sollte sie besser  zuhause bleiben? Ich versuche die Tweets zu verifizieren, aber bis auf  eine Minimeldung der Enfielder Lokalzeitung (Grundtenor: &#8220;Wir wissen  auch nix&#8221;) findet sich nichts in den klassischen Medien. Njente. Ich geh  mal telefonieren. Sicher ist sicher&#8230;</p>
<p><strong>Als  ich zurückkomme, ist Twitter explodiert:</strong> Augenzeugenberichte im  Sekundentakt. Inzwischen auch Videos von Brandbomben, Überfällen. <em>It’s not pretty</em> &#8211;  aber das Puzzle setzt sich zusammen. Wer ein bißchen Gespür für Twitter  hat, merkt rasch, welche Accounts vertrauenswürdig und tatsächlich vor  Ort, welche <a title="wiener-online: Hashtag, ja bitte" href="http://www.wiener-online.at/2009/11/hashtag-ja-bitte/">Hashtags</a> der Ariadnefaden durch das Meldungslabyrinth  sind. Schnell wird deutlich: Tottenham, Enfield&#8230; das ist erst der  Anfang.</p>
<p><strong>Verdammt,  denke ich. Wo sind die Medien?</strong> Schickt endlich einen Reporter hin!<br />
Aber es  ist Sonntag Nacht. Das schlimmste, was eine Revolte machen kann, ist an  einem Wochenende loszugehen. Noch dazu in der Nacht! Da sitzen die  zuständigen Ressortleiter bei einem Glas Port. Und die  Ein-Mann-Nachtschicht-Besetzung der Redaktion ist längst über der  zwanzigsten Partie Solitär weggemützt. Die Welt hat sich bitte dem  Erscheinungsrhythmus anzupassen, nicht der Erscheinungsrhythmus der  Welt!</p>
<p>Bloß:  In Enfield, in Brixton, in Edmonton, in Hackney (und wie sie alle  heißen) sieht man das anders. Da wird berichtet, wenn nicht via BBC,  dann eben auf alternativen Kanälen. Ist ein menschlicher Reflex, zu  sagen: “Jabistdudeppat, was ich da grad erlebt hab&#8230;” Weil es der  Betroffenheit entspringt, ist es auch authentisch und ja, es ist  relevant!</p>
<p>Im Radio rocken <em>Midnight Oil</em>:  “<a title="YouTube: Beds Are Burning" href="http://youtu.be/jpkGvk1rQBI" target="_blank">How do we sleep while our beds are burning</a>?” Der  Ein-Mann-Nachtbesetzung ist echt kein Vorwurf zu machen. Redaktionen  sind ebenso chronisch unterbesetzt, wie Redakteure chronisch  überarbeitet. Aber die Reporter, die auf “unserer” Seite fehlen, <em>die  gibt es da draußen.</em> In Tausendschaften.</p>
<p>Wenn  Enfield brennt, kann ich’s meiner Tante sagen. Denn es steht auf  Twitter &#8211; lange bevor sie es im Fernsehen sehen kann, lange bevor <em>Telegraph</em> oder <em>Observer</em> die Story aufgreifen. “The time has come to say fair’s fair!”, singen Midnight Oil. <em>Ita est.</em> Wir haben tolle Reporter. Hören wir endlich auf, elitär die Nasen zu rümpfen!</p>
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		<title>Habemus iPad</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 10:36:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Papst Benedikt XVI verschickte seinen ersten Tweet via iPad 2. Im  Beisein mehrerer Priester und eines Kamerateams legte der Papst  persönlich Hand an.
Grund für diese Aktion: Der&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/06/habemus-ipad/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/06/papst_tweet.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-24884" title="papst_tweet" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/06/papst_tweet-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><strong>Papst Benedikt XVI</strong> verschickte seinen ersten Tweet via iPad 2. Im  Beisein mehrerer Priester und eines Kamerateams legte der Papst  persönlich Hand an.</p>
<p>Grund für diese Aktion: Der Vatikan  möchte über Social Media Kanäle möglichst viele und vor allem auch junge  Katholiken erreichen.</p>
<p>Inhalt des ersten Do-It-Yourself-Tweets, <a title="Vatikan Twitterkanal" href="http://twitter.com/#!/news_va_en" target="_blank">live vom Petri Stuhl</a>: &#8220;Dear Friends, I just launched News.va. Praised be our Lord Jesus Christ! With my prayers and blessings, Benedictus XVI.&#8221;</p>
<p>Neben der neuen Webpräsenz, sowie den Twitter-, Flickr- und YouTube-Auftritten, kann man übrigens auch Papst-Fan auf Facebook werden. Bislang kamen  rund 3000 Early-Pope-Adopter dieser Aufforderung nach. Und wem das angesichts der potentiellen Schäfchen-Schar wenig vorkommt: Immerhin! Jesus hat bekanntlich auch nur mit zwölf &#8220;Followern&#8221; begonnen&#8230;</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="630" height="502" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/tC8s44MRGVA?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="630" height="502" src="http://www.youtube.com/v/tC8s44MRGVA?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Bauer sucht Gast</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 06:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bauer Heinrich (48) ist stark im Liesertal verwurzelt. Der Hof ist seit 1726 in der Familie, die Vorfahren waren Freibauern, und dass der kleine Heinrich jemals einen anderen Ber&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/06/bauer-sucht-gast/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_23260" class="wp-caption alignleft" style="width: 233px"><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/05/heinrich-preis.jpg"><img class="size-medium wp-image-23260" title="heinrich preis" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/05/heinrich-preis-223x300.jpg" alt="" width="223" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Twittern, was auf der Seele brennt: iBauer Preis bei seinen Hirschen (c) Achim Meurer</p></div>
<p><strong>Bauer Heinrich (48) ist stark im Liesertal verwurzelt.</strong> Der Hof ist seit 1726 in der Familie, die Vorfahren waren Freibauern, und dass der kleine Heinrich jemals einen anderen Beruf ergreifen würde, stand nie zu Debatte. Während die Geschwister in die Stadt gingen, studierten, blieb der Erstgeborene am Hof, wo er für 100 Hektar Wald und gut 50 Hirsche verantwortlich ist. Plus die obligaten Wiesen, Rinder, Schweine und – Touristen.</p>
<p>Denn Altersberg, in Millstättersee-Nähe gelegen, zieht seit Generationen Gäste aus der Stadt an. Bloß in den letzten Jahren ist ein merklicher Rückgang an Buchungen spürbar. „Pro Gemeinde gibt es nur ein paar Unternehmer, die wirklich noch Tourismus betreiben, das andere löst sich alles auf. Die Privatzimmervermieter, die sind weg. Die Stimmung ist schlecht im Dorf“, sagt Heinrich. Vor drei Jahren war er als Kleinunternehmer selbst am Ende seiner Ideen angelangt, als plötzlich ein Freund mit iPhone bei der Tür hereinspazierte. Da machte es Klick, denn Tradition und Fortschritt, das schließt sich nicht aus: Den Beweis wollte der Bauer antreten.</p>
<p>Ein iPhone musste her, ein Twitter Account wurde angelegt – und wenn Heinrich unterwegs ist, dann <a title="Twitter: Familienurlaub" href="http://twitter.com/#!/familienurlaub" target="_blank">wird fleißig gezwitschert</a>: Über die Palmkatzerln am Ostermarkt oder die Herstellung der Hirschsalami.</p>
<h4>SEO, hausgeschnitzt</h4>
<p>Das Gute ist nicht nur die inzwischen nachweisliche Kundenbindung, sondern auch der schleichende SEO-Effekt: Die Tweets speisen <a title="www.allesbauer.at" href="http://www.allesbauer.at" target="_blank">Heinrichs Homepage</a>, die dadurch täglich aktualisiert und von Google prompt mit höherem Ranking belohnt wird. „Aber es ist nicht nur Pflichtübung“, sagt Heinrich, „Es ist ein Lebensstil. Es is’ einfach klass! Es ist das, was ich mir schon immer gewünscht habe.“ Fotografieren von unterwegs, ohne Gschisti-Gschasti; nicht extra den Computer anschließen müssen, sondern in der Sekunde abschicken und publizieren. „Ich bin ja kein besessener Foto- oder Computerfreak. Ich bin ein Nutzer – daher will ich, dass das einfach und schnell geht.“ Gedanken werden online per <a title="wiener-online: Organize your life" href="http://www.wiener-online.at/2010/01/umfrage-organize-your-life/">Evernote</a> geordnet, Fotos per <a title="YFrog: Familienurlaub" href="http://yfrog.com/user/familienurlaub/photos" target="_blank">YFrog</a> auf Twitter hochgeladen. Der iMac steht in der Wirtsstube. „Die Gäste staunen schon, dass wir hier so modern sind. Das erwarten sie von einem Bauern nicht.“</p>
<p>Tatsächlich schlagen sich die Twitter-Aktivitäten des iBauer direkt in den Buchungen nieder: Fünf, sechs Anfragen kommen pro Tag. Das hat der Wirt schon lang nicht mehr erlebt. Er ist überzeugt: „Die Touristiker verschlafen diese Entwicklung. Aber wenn du dich nicht mit neuen Techniken auseinandersetzt, bist du weg.“</p>
<p>In der Gemeinde beäugt man die Aktivitäten am Preis’schen Hof unterdessen skeptisch. Blogs und Co. – wie etwa das Lieser-Maltatal-Blog <a title="www.soisses.at" href="http://www.soisses.at" target="_blank">www.soisses.at</a> – werden hier eher torpediert: „Weil im Web muss man authentisch sein. Wenn ich ehrlich bin, bekomme ich genau den Gast her, der zu mir passt. Aber die Touristiker sind ja die größten Märchenerzähler. Die haben mit Authentizität ihre Probleme.“ Heinrich nicht. Der twittert, „was auf der Seele brennt“ und der Erfolg gibt ihm Recht.</p>
<h4>Webgenossenschaft Liesertal</h4>
<p>Auch eine „Webgenossenschaft“ hat er ins Leben gerufen, um den anderen Dorfbewohnern die Angst vor dem Internet zu nehmen. „Ich bin ein Gemeinschaftsmensch und ich hab mich nie dem Neuem verschlossen, daher lag der Gedanke nahe: Den Alten das Internet näher bringen, und gleichzeitig der Jugend sagen: Bitte wanderts nicht ab in die Stadt, sondern bleibts da. Wir tun eh was, wir nehmen an der Neuzeit teil.“ Wichtig, denn die Volksschule im Dorf zählt derzeit gerade mal neun Kinder.</p>
<p>An Ideen mangelt es Bauer Heinrich jedenfalls nicht: Die längste Fußgängerbrücke der Alpen hat er gebaut, der Kärntner Landesregierung hat er die Kanalisation für vier Dörfer abgerungen – und eine Eintunnelung der Autobahn schwebt ihm vor. Aber zuerst wird noch der Schinken für den Wochenmarkt in Spittal fertiggemacht. Twitterfoto inklusive.</p>
<p>P.S. Buchstabe <a title="Gewinnspiel: Kaernten" href="http://www.wiener-online.at/2011/05/lust-auf-karnten-gewinnen-sie-einen-kurzurlaub/">fürs Lösungswort:</a> <span style="color: #008000;"><strong>T<br />
</strong></span>Der 1.6.2011 ist übrigens <a title="Weltbauerntag" href="http://www.kleiner-kalender.de/event/weltbauerntag/5597-welt.html" target="_blank">Weltbauerntag</a> &#8211; wussten Sie das?</p>
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		<title>Claus Pándi auf Twitter. Meist gegen Armin Wolf</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Apr 2011 12:47:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Mohr</dc:creator>
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		<category><![CDATA[ArminWolf]]></category>
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		<description><![CDATA[So ganz ohne kann Claus Pándi nicht auf Twitter. So ganz ohne Ecken und Kanten. Pándi [Innnenpolitik-Chef der Krone - Anm.] spielt perfekt mit dem Ruf der Krone im aus Sicht dieser Z&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/04/claus-pandi-auf-twitter-meist-gegen-armin-wolf/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/04/Bild-5.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-21695" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/04/Bild-5-300x132.png" alt="" width="300" height="132" /></a><strong>So ganz ohne kann Claus Pándi</strong> nicht auf Twitter. So ganz ohne Ecken und Kanten. <a title="Twitter: Claus Pandi" href="https://twitter.com/#!/claus_pandi" target="_blank">Pándi</a> <em>[Innnenpolitik-Chef der Krone - Anm.]</em> spielt perfekt mit dem Ruf der Krone im aus Sicht dieser Zeitung zweifellos &#8220;linken&#8221; Twitter-Umfeld. Zur Illustration ein Twitter-Scharmützel vom 19./20. April 2011 mit seinem zweitliebsten Reibebaum, ZiB-2-Anchor <a title="Twitter: Armin Wolf" href="https://twitter.com/#!/ArminWolf" target="_blank">Armin Wolf</a>.</p>
<p>Zufällig ist auch sein Lieblingsreibebaum beim ORF, <a title="Twitter: Hanno Settele" href="https://twitter.com/#!/HannoSettele" target="_blank">Hanno Settele</a> immer gut für kurze heftige Kontroversen. Vorab: Position beziehen ist hier nicht die Frage, man genieße und followe den Genannten, um auf dem Laufenden zu bleiben.</p>
<p>@ArminWolf: Experten erkennen an meinen letzten Tweet &#8211; das Spindelegger-Interview haben wir bereits aufgezeichnet.<br />
@Claus_Pandi: Ja, geschnittene Live-Aufzeichnung.<br />
@ArminWolf: Sag, warum rufst du denn eigentlich nicht zurück, wo wir dich doch so gerne zum Thema &#8220;HPM und die KRONE&#8221; interviewen wollen?<br />
@Claus_Pandi: Aber Armin, Dich würd ich immer anrufen, vor allem seit &#8220;Live&#8221;-Interviews (an Deinen Stellen) geschnitten werden #Spindelegger<br />
@ArminWolf: Lieber Claus, ich hab noch nie ein &#8220;Live-Interview&#8221; geschnitten. Aber sagst uns noch was? Treffpunkt 21h00 ORF-Zentrum.<br />
@Claus_Pandi: Ich hab doch meinen eigenen TV-Blog. Und: das ist ja unerhört, dass Deine Live-Interviews hinter Deinem Rücken geschnitten werden<br />
@ArminWolf: Interessantes Argument für einen Journalisten. Wie Politiker, der sagt: gibt ja eine OTS, wozu wollen Sie ein Interview?<br />
@Claus_Pandi: BTW möchtest du in meinem nächsten Blog über die Qualitätsunterschiede #Zeiler #Wrabetz und #Pelinka #Krammer reden?<br />
@ArminWolf: Ach, weisst du, wenn ich ins Fernsehen will, geh ich lieber in die ZiB2&#8230; #Die_Profis Bei uns werden keine angeblichen Live-Interviews geschnitten. Wie kommst du nur drauf?<br />
@Claus_Pandi: Das spindelegger-Ding. und: ihr habt&#8217;s keinen Oberhauser mehr, der Gefängnis statt Bänder angeboten hat. Auf Wrabetz Verlass?<br />
@ArminWolf: Wer hat das je als &#8220;live&#8221; verkauft? Herr Spindelegger wollte aus Termingründen aufzeichnen. Haben wir dazu gesagt.<br />
@Claus_Pandi: Und? Geschnitten?<br />
@ArminWolf: Ja, klar. Von 11.40 auf 9.37 min. Hat wer was anderes behauptet?<br />
@Claus_Pandi: &#8220;Live&#8221;-Interview mit #Spindelegger also krass geschnitten. Was war? Kontaktlinsen rausgefallen? Intervention? Niko? Laura?<br />
@ArminWolf: Nur zur Info, weil du dich ja jetzt auch in TV versuchst. Da werden aufgezeichnete Interviews fast immer gekürzt. #Kleines _ABC<br />
@Claus_Pandi: Armin, zu müde für Live? Dann #Frischgekocht<br />
@ArminWolf: Kleine Leseschwäche? Herr Spindelegger wollte nicht live. Aber was ist jetzt mit der KRONE und HPM? Buyer&#8217;s remorse?<br />
@Claus_Pandi: Was hast du für eine HPM-Obsession? Mache Zeitung, keine Partei. Mir ist jeder recht. Auch Du<br />
@ArminWolf: Na, wer hat HPM&#8217;s Partei denn &#8220;gemacht&#8221;, wenn nicht die KRONE? War ja defacto KRONE-Kandidat bei EU-Wahl. #Kindesweglegung</p>
<p><strong>War lustig, gell?</strong> Hier noch ein weiteres Schmankerl, kurz nach dem Frauentag losgetreten, am 9. März 2011. Involviert diesmal auch Euke Frank, Chefredakteurin der &#8220;Woman&#8221; und laut Pándi verantwortlich für Wolfs leibliches Wohl:</p>
<p>@Claus_Pandi: Konfetti-TV-Mann Wolf bekommt vom Woman-Anchor daheim sicher noch Schnittlauchbrot wegen artigen Berichts zum #Weltfrauentag<br />
@EukeFrank: hab bis jetzt küche geputzt, denn statt schnittlauchbrot gab&#8217;s wie immer siebengängiges. Sie Armer kriegen nur Brot daheim?<br />
@Claus_Pandi: Für meine Frau ist immer Weltfrauentag: Ich koche!<br />
@EukeFrank: wieder einer, der sich rühmt zu kochen. und dann sieht die küche aus, als hätte die kompost-müllabfuhr zwischenstation gemacht.<br />
@Claus_Pandi: ich kann nicht bügeln, vorm staubsauger hab ich angst (lärm verursacht burn out), daher kochen, frau sagt, ich wäre guter koch<br />
@EukeFrank: wer lesen kann, kann auch kochen.<br />
@Claus_Pandi: also dann bitte, ab nach hause, in ein paar stunden steht armin in der tür und hat schon wieder hunger. ich geh jetzt einkaufen.<br />
@EukeFrank: zwei hühnerschnitzel, frische tomaten (aber nicht die, die nach nix schmecken), achtel butter, halbe milch &amp; klopapier. danke!<br />
@Claus_Pandi: Hühnerschnitzel, das war doch gestern: Chickenworldday; mir ist am Tag danach nach Steak very rare</p>
<p>@ArminWolf: Jetzt dache ich, du weißt mal was, komme nachhause und weit und breit kein Schnittlauchbrot. Bist du immer so gut informiert?<br />
@Claus_Pandi: Die Artigen sind oft die ersten Opfer von Protestaktionen und Welttagen aller Art. Hoffe, Frühstück passt.<br />
@ArminWolf: Frühstück passt immer. Wie sagte einst Frau Gehrer: Ein durchschnittlich intelligenter Mann verhungert nicht.</p>
<p>@Claus_Pandi: Und was hat Armin während der Küchenputzshow gemacht? Der arbeitet doch nur von 22.00 bis 22.20?<br />
@EukeFrank: der trinkt mit seinen kumpels in der garage bier bis zum abwinken und repariert an den boliden rum.</p>
<p>@ArminWolf: Weißt du, du musst auch mal ein bisserl recherchieren. Die Sendung dauert bis 22h25. (Und ich überziehe meistens noch 2 min&#8230;)<br />
@Claus_Pandi: sorry, das waren gefühlte 20 Minuten, weil du&#8217;s so kurzweilig machst. aber hat wrabetz nicht die uhren abmontieren lassen?<br />
@ArminWolf: Wrabetz hat in der Kronenzeitung die Uhren abmontieren lassen ??? DESHALB haut also Kollege Jeannee immer so hin auf ihn&#8230;<br />
@Claus_Pandi: Muthgasse wäre auch ohne Uhren stets auf der Höhe der Zeit! was kocht euke heute?<br />
@ArminWolf: Euke rührt heute Österreichs erfolgreichstes Magazin zusammen. Und ich koche hier. Serviert wird um 22h00, ORF2.</p>
<p><strong>To be continued…</strong> &#8211; alle drei Medienleute sind ja gut im Business.</p>
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		<title>Weekly Viral (KW13)</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 06:01:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich wollte das nicht. Ehrenwort! Ich habe bis zur letzten Minute versucht, mir ein anderes Video für diese Woche einfallen zu lassen. Irgendwas mit Jennifer Aniston und/oder tan&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/04/weekly-viral-kw13/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_19552" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/04/regsprecher.jpg"><img class="size-medium wp-image-19552 " title="regsprecher" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/04/regsprecher-300x189.jpg" alt="" width="300" height="189" /></a><p class="wp-caption-text">Nerven aus Stahl: Regierungssprecher Christoph Steegmans (Screenshot)</p></div>
<p>Ich wollte das nicht. Ehrenwort! Ich habe bis zur letzten Minute versucht, mir ein anderes Video für diese Woche einfallen zu lassen. Irgendwas mit Jennifer Aniston und/oder tanzenden Katzen: Nettes kleines YouTube-Fundstück halt.</p>
<p>Aber, wenn wir ehrlich sind, gibt es nur ein Video, das in der nunmehr zu Ende gehenden Kalenderwoche 13 die Gemüter erregt hat: Die Pressekonferenz des stellvertretenden deutschen Regierungssprechers Christoph Steegmans mit den &#8220;Hauptstadtjournalisten&#8221;.</p>
<p>Denn seit kurzem twittert der Regierungssprecher Steffen Seibert unter dem Account <a title="Twitter: @regsprecher" href="https://twitter.com/#!/regsprecher" target="_blank">@regsprecher</a> und teilt den interessierten Bürgern und Bürgerinnen mit, was Kanzlerin Merkel so tut den lieben langen Tag, was es neues gibt in Sachen Bundesregierung. Man könnte das als ein Stückchen Bürgernähe und <a title="wiener-online: Open Data" href="http://www.wiener-online.at/2010/07/daten-her/">Transparenz</a> feiern. Man kann aber auch &#8211; wie die zitierten &#8220;Hauptstadtjournalisten&#8221; in Panik geraten, ob des Verlustes von exklusivem Herrschaftswissen und Deutungshoheit. Weil: Huch! Der Bürger könnte etwas <strong>vor</strong> dem Journalisten erfahren? Wo kämen wir denn da hin!</p>
<p>Und das muss eigentlich schon als Einleitung reichen (bei Interesse können Sie&#8217;s auch <a title="Spiegel: Netz verspottet Hauptstadtjournalisten" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,753789,00.html">im Spiegel</a> nachlesen). Vielleicht nur noch das:</p>
<p>1) Ja, es ist ungewöhnlich, dass etwas derart Trockenes wie eine Pressekonferenz zu viralen Ehren im Web kommt.<br />
2) Ja, das fällt in die Kategorie &#8220;Journalisten berichten über Journalisten&#8221;. Per se braucht das keiner &#8211; aber manchmal&#8230; manchmal kommt man nicht drum herum.<br />
3) Nein, wir sind nicht alle so. (Hoffentlich.)</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="631" height="473" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=21654630&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=ff9933&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="631" height="473" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=21654630&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=ff9933&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Unsere Sammlung an Viral Videos entsteht hier: <a title="Weekly Virals" href="http://www.wiener-online.at/tag/weekly-viral">Weekly Virals</a></p>
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		<title>WTF?</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Mar 2011 09:22:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Miscellany]]></category>
		<category><![CDATA[Netzleben]]></category>
		<category><![CDATA[Acronyme]]></category>
		<category><![CDATA[Initialwort]]></category>
		<category><![CDATA[Oxford English Dictionary]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Angriff der Barbaren? Das honorige Oxford English Dictionary gibt klein bei und die neuesten Ergänzungen seiner 600.000 Wörtersammlung bekannt. Diesmal mit dabei: WTF (&#822&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/03/wtf/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/03/OED_emdot.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-19134" title="OED_emdot" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/03/OED_emdot-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><strong>Angriff der Barbaren?</strong> Das honorige Oxford English Dictionary gibt klein bei und die neuesten Ergänzungen seiner 600.000 Wörtersammlung bekannt. Diesmal mit dabei: WTF (&#8220;what the fuck?&#8221;), OMG (&#8220;oh my God&#8221;) und LOL (&#8220;laughing out loud&#8221;).</p>
<p>Man habe sich zu diesem Schritt entschlossen, weil diese Initialwörter &#8211; so der offizielle Terminus für Abkürzungen, die aus den jeweiligen Anfangsbuchstaben einer Phrase bestehen &#8211; fester Bestandteil der Sprache geworden sind. &#8220;Obwohl stark mit elektronischen Meduien assoziiert, wo es oft darum geht, eine Botschaft in streng limitierter Zeichenzahl zu transportieren, finden sich Initialwörter zunehmend auch in gesprochener Kommunikation&#8221;, weiß Graeme Diamond, Principel Editor des <a title="OED" href="http://www.oed.com/" target="_blank">OED</a>, etwa wenn es darum geht, informelle Ausdrucksweise zu signalisierren, oft auch in parodistischer Überhöhung.</p>
<h4>OMG seit 1917</h4>
<p>Allerdings sind LOL, WTF, OMG längst nicht die ersten Initalwörter, denen die Ehre eines Eintrags zuteil wurde. Wer die Oxford&#8217;schen Bände durchstöbert, trifft dort bereits auf IMHO (&#8220;in my humble opinion&#8221;) , TMI (&#8220;too much information&#8221;) und BFF (&#8220;best friends forever&#8221;). Schön ist auch, dass die akribische Recherche der Redakteure für so manche Überraschungen sorgt, was den Ursprung der Abkürzungen anbelangt.  OMG wurde bereits 1917 verwendet, auch LOL ist in den 1960ern anzutreffen &#8211; allerdings bedeutete es damals noch &#8220;little old lady&#8221;. FYI (&#8220;for your information&#8221;) findet sich in einer Aktennotitz aus dem Jahr 1941.</p>
<p>Ein schönes Beispiel für den rasanten Aufstieg eines Initalwortes zum Allgemeingut stellt, laut OED, die Bezeichnung &#8220;WAGs&#8221; dar &#8211; eine Abkürzung für &#8220;wifes and girlfriends&#8221;, bezogen auf die Spielerfrauen des englischen Nationalteams. Erst 2002 vom <em>Sunday Telegraph</em> erfunden, kam der Terminus während der Fussball-WM in Deutschland (2006) geradezu exzessiv zum Einsatz. Das OED zitiert als Lehrbeispiel: &#8220;And not only did the darts WAGs attend tournaments, they had to do so without drinking&#8221; &#8211; Ein Satz, der wenige Jahre davor noch völlig unverständlich gewesen wäre, jetzt aber niemanden mehr wundert.<strong>..</strong></p>
<p><strong>Mehr zum Thema:</strong> <a title="wiener-online: FTW" href="http://www.wiener-online.at/2010/03/ftw/"></a></p>
<ul>
<li><a title="wiener-online: FTW" href="http://www.wiener-online.at/2010/03/ftw/">wiener-online/FTW!</a></li>
<li>Oxfords English Dictionary: <a title="OED: Latest Updates" href="http://www.oed.com/public/latest/latest-update/#new" target="_blank">Latest Updates</a></li>
</ul>
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		<title>Diplomatie in 140 Zeichen</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2011/03/diplomatie-in-140-zeichen/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 09:30:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzleben]]></category>
		<category><![CDATA[Davos]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Carl Bildt versteht die Welt nicht mehr. In einer brenzligen Situation  hatte der schwedische Außenminister das Volk informiert: Ja, es gab  einen Selbstmordanschlag in Stockho&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/03/diplomatie-in-140-zeichen/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/03/twitplomacy.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-14492" title="twitplomacy" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/03/twitplomacy-300x191.jpg" alt="" width="300" height="191" /></a>Carl Bildt versteht die Welt nicht mehr. In einer brenzligen Situation  hatte der schwedische Außenminister das Volk informiert: Ja, es gab  einen Selbstmordanschlag in Stockholm. Nein, es kam niemand zu schaden.  Aber es hätte was passieren können. Man ist beunruhigt, wird das näher  untersuchen.</p>
<p>Klare Worte, staatsmännisch, direkt. Denn  Firlefanz und Herumgerede lässt Twitter nicht zu. Warum es daraufhin  Kritik und Schmähungen hagelte, warum die schwedische Presse von  „wirklich miesem Krisenmanagement“ sprach, geht Bildt (<a title="@carlbildt" href="http://twitter.com/carlbildt" target="_blank">@carlbildt</a>)  nicht in den Kopf. Er hätte erst die offizielle Stellungnahme der  Regierung abwarten müssen, hieß es. Man hätte die klassischen Kanäle  bespielen müssen: Eine Polizeimeldung, die via Presse verlautbart wird.  „Blödsinn“, meint Bildt, „Twitter ist Teil jener offenen Diplomatie, die  unsere moderne Welt kennzeichnet. Nicht jeder mag das. Manche mochten  ja auch das Internet nicht. Oder die Dampfmaschine.“</p>
<p>„Offene“  oder vielleicht treffender „öffentliche“ Diplomatie – damit ist Bildt  nicht alleine. Auch die Pressesprecherin des Weißen Hauses stellt ihre  Informationen auf Twitter, noch ehe es die dazugehörige Pressekonferenz  samt erforderlichem Brimborium gibt. „Das wird bald normal werden“, ist <a title="@Luefkens" href="http://twitter.com/#%21/luefkens" target="_blank">Matthias Lüfkens</a> überzeugt, „Regierungsinformationen, die früher über die Presse gingen,  gehen jetzt via Twitter direkt ans Volk. Die Welt ändert sich.”</p>
<p>Lüfkens ist Pressesprecher und Social Media Experte des <a title="@davos" href="http://twitter.com/#%21/davos" target="_parent">Weltwirtschaftsforums</a>.  Twitter ist ihm Brotberuf und Steckenpferd gleichermaßen – und das  zwitschernde Verhalten von Regierungen und Staatsmännern sein erklärtes  Untersuchungsobjekt. Über 60 Staatsoberhäupter sind auf Twitter  vertreten, weiß Lüfkens, von den G20-Staaten sind es zumindest mehr als  die Hälfte. Was das bedeutet? Wir können mit den führenden Staatsmännern  der Welt kommunizieren, indem wir ihnen eine simple @-Reply senden. Sie  werden sie vermutlich nicht lesen. Aber irgendjemand in ihrem Stab wird  es früher oder später tun.</p>
<h4>Heißer Glasfaserdraht nach Moskau</h4>
<p>Kommunikation wird einfacher; in jede Richtung. Königin Rania von Jordanien (<a title="@QueenRania" href="http://twitter.com/QueenRania" target="_blank">@QueenRania</a>)  etwa genießt ihre Twitter-Freiheit sehr: „Hi Bill Gates“, schreibt sie,  „Schön, dass du jetzt auch hier auf Twitter bist. Hoffe, dich in Davos  zu treffen!“ Was für unsereins alltäglich klingt, kommt einer kleinen  Sensation gleich: Die Königin verabredet sich via Twitter und  überspringt einfach den traditionellen Weg über Berater und Hofstaat.  „Und sie betreut ihren Account wirklich selber“, sagt Lüfkens, „Das kann  ich bezeugen.“</p>
<p>Die Führer der Welt merken, dass sie  untereinander kommunizieren können. Das ist wesentlich bedeutsamer als  die Frage, wer die meisten Follower hat. Gut, Obama hat 6 Millionen,  Sarkozy hat etwa 8.000. Alle anderen bewegen sich dazwischen. Aber was  wirklich zählt ist: Folgen sich die Staatsmänner gegenseitig? Denn dann,  und nur dann, können sie sich auch private Nachrichten („Direct  Messages“) schicken. Dann wird die <a title="Twitplomacy Vortrag von Matthias Luefkens" href="http://www.slideshare.net/luefkens/twitter-diplomacy-leweb-2010" target="_blank"><em>Twitplomacy</em></a> spannend. Dann kann Twitter das rote Telefon, den direkten Draht zwischen Washington und Moskau ersetzen.</p>
<p>Bloß: Wie <em>sicher</em> sind solche Direct Messages zwischen dem weißen Haus und dem Kreml  eigentlich? Lüfkens: “Nichts, was man ins Internet stellt ist je  wirklich sicher. Aber das sind die traditionellen diplomatischen  Depeschen &#8211; wie man gesehen hat &#8211; genauso wenig. Und das rote Telefon  hätte theoretisch auch abgehört werden können. Twitter ist einfach eine  neue Art, sich auszutauschen.”</p>
<p>Dimitri Medwedew (<a title="@MedvedevRussiaE" href="http://twitter.com/MedvedevRussiaE" target="_blank">@MedvedevRussiaE</a>) und Barack Obama (<a title="@BarackObama" href="http://twitter.com/BarackObama" target="_blank">@BarackObama</a>)  erkennen und nutzen das. Sie folgen dem Twitter Account des jeweils  anderen. Außerdem folgen sie beide dem britischen Premier David Cameron (<a title="@Number10gov" href="http://twitter.com/Number10gov" target="_blank">@Number10gov</a>),  aber Obama folgt weder dem kanadischen Premierminister, noch dem  Präsidenten von Mexiko, naja, sind ja bloß die direkten Nachbarstaaten,  ist vielleicht nicht so wichtig…</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Twitter-Tickets für Mike Supancic!</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2011/01/twitter-tickets-fur-mike-supancic/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 22:31:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Kabarett]]></category>
		<category><![CDATA[Mike Supancic]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>

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		<description><![CDATA[Wien hat eine neue Spielstätte für Kabarett und Kleinkunst &#8211; den Stadtsaal inmitten der Mariahilfer Straße. Von Dorfer bis Hader, von Gernot bis Düringer, von Stermann bi&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/01/twitter-tickets-fur-mike-supancic/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-10374" title="Traumschiff Supancic" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/01/supancic.jpg" alt="Traumschiff Supancic" width="300" height="200" /><strong>Wien hat eine neue Spielstätte </strong>für Kabarett und Kleinkunst &#8211; den <a title="Stadtsaal Wien" href="http://stadtsaal.com">Stadtsaal</a> inmitten der Mariahilfer Straße. Von Dorfer bis Hader, von <a title="Viktor Gernot im WIENER" href="http://www.wiener-online.at/2010/06/viktory/">Gernot</a> bis <a title="Roland Düringer im WIENER" href="http://www.wiener-online.at/2010/10/duringers-reise-zum-ich/">Düringer</a>, von <a title="Dirk Stermann im WIENER" href="http://www.wiener-online.at/author/stermann/">Stermann</a> bis <a title="wiener-online: Kottan ermittelt" href="http://www.wiener-online.at/2010/12/filmkritik-kottan-ermittelt-rien-ne-va-plus/">Resetarits</a> gibt sich dort alles ein Stelldichein, was in der österreichischen Kabarett-Szene Rang und Namen hat. Musik gibt&#8217;s auch, etwa von Etta Scollo und <a title="wiener-online: Ernst Molden" href="http://www.wiener-online.at/2010/05/ernst-molden-beim-popfest-wien/">Ernst Molden</a>. (Wenn man&#8217;s genau nimmt also eine Hochburg der WIENER Althasen.)</p>
<p><strong>Und irgendwo an dieser Schnittstelle</strong> zwischen Kabarett und Musik, da ist ER: Käpt&#8217;n <a href="http://www.supancic.at">Mike Supancic</a>, der mit der Gitarre und der Stimme.</p>
<p>Langer Rede kurzer Sinn: <strong>Wir vertwittern 2 Eintrittskarten</strong> für die kabarettistische Bootsfahrt durch die frischgebackene Location! Folgen Sie diese Woche <a title="Der WIENER auf Twitter" href="http://twitter.com/WIENER_Tweet">dem WIENER Twitter Account unter @WIENER_Tweet</a> und schreien Sie im richtigen Moment &#8220;Ja, ich will&#8221; &#8211; und die Fahrt mit dem Traumschiff Supancic ist die Ihre! <strong>2&#215;2 Karten gibt es für den 17. Jänner um 20h.</strong> Details werden im Laufe der Woche via Twitter bekannt gegeben.</p>
<p><strong>Zum Inhalt:</strong><br />
Mike Supancic ist unter die Reeder geraten: Für Käpt‘n Mike ist seine Heimat nicht länger zu Hause und so sticht er im Auftrag einer Billig-Schifffahrtslinie mit der „MS Titanitsch“ in See.</p>
<p><strong>Mit an Bord</strong> sind zahlreiche Stars, die ihre Gäste betreuen: Die Schisprungzwillinge Ahonen und Bhonen, das isländische Schlagerduo Einar Eisberg &amp; Zweiar Eisbergen („Wo meine Winde wehen“) und das finnische Busenwunder Titty Melonen. Doch während man am Oberdeck die Börsenpolonaise tanzt („DAX, das war sein letztes Wort!“), muss man sich unten mit Zimmer-Küche-Minarett begnügen. Zwischen Haifischzahn und Krakenarm steuert Käpt‘n Mike zielsicher immer hart am Wind. Und wenn seine aus feinstem Seemannsgarn gewobenen Shantys erklingen, bleibt kein Rettungsboot trocken. Landausflüge sind auf dieser Reise natürlich inklusive, etwa Weihnachten in der Karibik mit Hansi Hinterseer, Bergwandern mit Metallica und fröhliches Scheitelknien mit den Regensburger Domspatzen.</p>
<p><strong>Doch was wird auf hoher See geschehen?</strong> Müssen die Gäste der „Titanitsch“ in der Hand von Piraten die Qualen der Quallen erleiden? Wird Käpt‘n Mike die Meuterei auf dem „Braunen Deck“ niederschlagen können? Und beginnt mit der „Wasserleich vom Schwarzlteich“ der Untergang der „Titanitsch“? Eines ist jedoch gewiss: „Am Ende jeder Reise steht das Ende der Reise.“ (Admiral Berstenleder von Leddenzepf)</p>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;">Mike Supancic ist unter die Reeder geraten: Für Käpt‘n Mike ist seine  Heimat nicht länger zu Hause und so sticht er im Auftrag einer  Billig-Schifffahrtslinie mit der „MS Titanitsch“ in See.</p>
<p>Mit an Bord sind zahlreiche Stars, die ihre Gäste betreuen: Die  Schisprungzwillinge Ahonen und Bhonen, das isländische Schlagerduo Einar  Eisberg &amp; Zweiar Eisbergen („Wo meine Winde wehen“) und das  finnische Busenwunder Titty Melonen. Doch während man am Oberdeck die  Börsenpolonaise tanzt („DAX, das war sein letztes Wort!“), muss man sich  unten mit Zimmer-Küche-Minarett begnügen.<br />
Zwischen Haifischzahn und Krakenarm steuert Käpt‘n Mike zielsicher immer  hart am Wind. Und wenn seine aus feinstem Seemannsgarn gewobenen  Shantys erklingen, bleibt kein Rettungsboot trocken.<br />
Landausflüge sind auf dieser Reise natürlich inklusive, etwa Weihnachten  in der Karibik mit Hansi Hinterseer, Bergwandern mit Metallica und  fröhliches Scheitelknien mit den Regensburger Domspatzen.<br />
Doch was wird auf hoher See geschehen? Müssen die Gäste der „Titanitsch“  in der Hand von Piraten die Qualen der Quallen erleiden? Wird Käpt‘n  Mike die Meuterei auf dem „Braunen Deck“ niederschlagen können?<br />
Und beginnt mit der „Wasserleich vom Schwarzlteich“ der Untergang der „Titanitsch“?<br />
Eines ist jedoch gewiss: „Am Ende jeder Reise steht das Ende der Reise.“<br />
(Admiral Berstenleder von Leddenzepf)</p>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Schluss mit lustig: Twitter-CEO tritt zurück</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2010/10/schluss-mit-lustig-twitter-ceo-tritt-zuruck/</link>
		<comments>http://www.wiener-online.at/2010/10/schluss-mit-lustig-twitter-ceo-tritt-zuruck/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 05 Oct 2010 08:50:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzleben]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Das viel gehypte &#8220;New Twitter&#8221; zieht gravierende Änderungen nach sich. Und nicht nur hinsichtlich des in die Breite gegangenen Designs:
Twitter-Gründer und Mast&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2010/10/schluss-mit-lustig-twitter-ceo-tritt-zuruck/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-7356" title="ev williams" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/10/ev-williams-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /> Das viel gehypte <a href="http://blog.twitter.com/2010/09/better-twitter.html">&#8220;New Twitter&#8221;</a> zieht gravierende Änderungen nach sich. Und nicht nur hinsichtlich des in die Breite gegangenen Designs:</p>
<p>Twitter-Gründer und Mastermind <a href="http://www.crunchbase.com/person/evan-williams">Evan Williams</a> (@ev) <span style="text-decoration: line-through;">verlässt das Unternehmen</span> zieht sich aus dem Vorstand zurück. Das ist nicht nur eine persönliche Entscheidung, sondern dürfte auch richtungsweisend für den Microblogging-Dienst sein. Während <a href="http://evhead.com/">&#8220;Evhead&#8221;</a> sich stets mehr für Produktentwicklung interessiert hat, ist sein Nachfolger <a href="http://www.crunchbase.com/person/dick-costolo">Dick Costolo</a> dafür bekannt, in erster Linie ertragreich zu wirtschaften. Man könnte auch sagen: Twitter beendet seine Sturm-und-Drang-Phase und zieht den Börsenmakler-Anzug von Armani an&#8230;</p>
<p>“New Twitter was definitely a trigger for this”, sagt Williams im <a href="http://techcrunch.com/2010/10/04/twitter-ceo-change/">Techcrunch-Interview</a>, “We’re entering what feels like a new phase.&#8221;</p>
<p>Dass mit den sogenannten <a href="http://mashable.com/2010/10/04/twitter-launches-promoted-accounts/">&#8220;Promoted Accounts&#8221;</a> erst gestern ein neues Werbeformat Einzug ins Twitterverse gehalten hat, ist vermutlich erst der Anfang einer ganzen Reihe Monetarisierungsmaßnahmen.</p>
<p>Wir jedenfalls wünschen <a href="http://twitter.com/ev">@ev</a>, der Twitter als Produktentwickler erhalten bleibt, in Zukunft viele spannende Aufgaben &#8211; und viel Freude mit <a href="http://twitter.com/sara/status/20894968112">seiner Familie</a>, deren Entstehen die Follower ja praktisch live mit erleben durften&#8230; ;)</p>
<p><strong>Weiterführende Links:</strong></p>
<ul>
<li>Techcrunch: <a href="http://techcrunch.com/2010/10/04/twitter-ceo-change/">Evan Williams And Dick Costolo: New Twitter Triggered CEO Change</a></li>
<li>ZDNet.de: <a href="http://www.zdnet.de/news/wirtschaft_unternehmen_business_twitter_ceo_evan_williams_tritt_zurueck_story-39001020">Twitter-CEO Evan Williams tritt zurück</a></li>
</ul>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 124px; width: 1px; height: 1px;">
<h1>Twitter-CEO Evan Williams tritt zurück</h1>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Als auf Twitter noch gespinnt wurde</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2010/08/als-auf-twitter-noch-gespinnt-wurde/</link>
		<comments>http://www.wiener-online.at/2010/08/als-auf-twitter-noch-gespinnt-wurde/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 13:50:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Mohr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Netzleben]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Es könnte der Hauch der Geschichte gewesen sein. Eine Koalition, verdammt zum Kuscheln bis 2013, ließ  ein paar Tage lang erkennen, dass man mit ihrem Bruch auch schon davor rechn&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2010/08/als-auf-twitter-noch-gespinnt-wurde/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-6513" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/08/twitter_bird.jpeg" alt="" width="216" height="216" />Es könnte der Hauch der Geschichte gewesen sein. Eine Koalition, verdammt zum Kuscheln bis 2013, ließ  ein paar Tage lang erkennen, dass man mit ihrem Bruch auch schon davor rechnen muss. Spätestens dann wird die Welt sagen, stimmt, im Spätherbst 2009 gab es doch ein Scharmützel. Dieses Abpratzeln, zum Ausdrucken übersichtlich formatiert, in die Historienlade abgelegt, wird dereinst Referenz sein.</p>
<p>Im Folgenden der Schlagabtausch der beiden Chefsprecher von Rot und Schwarz auf Twitter, der <a href="http://www.spinwatch.org/about-spinwatch-mainmenu-13/4428-what-is-spinwatch">so gespinnt</a> seither nirgends mehr zu lesen war. Es begann mit einer Schlagzeile, die Faymanns <a href="http://twitter.com/leoszem">Leo Szemeliker/@leoszem</a> Prölls <a href="http://twitter.com/danielkapp">@DanielKapp</a> auf den Kopf schlug, geschehen am&#8230;</p>
<div>
<hr /></div>
<ul>
<li><strong>&#8230;Dienstag, 17.11.09</strong></li>
</ul>
<p><strong>@leoszem:</strong> &#8220;Pröll will Transferkonto bei Mindestsicherungsbeziehern testen.&#8221; Warum kein Testlauf des #Neidkontos vielleicht einmal bei den Bauern?</p>
<p><strong>@DanielKapp:</strong> guten morgen, leo, gibt&#8217;s schon: <a href="http://bit.ly/DOYk7">http://bit.ly/DOYk7</a></p>
<p><strong>@leoszem</strong>: Dani, du als Agronom h.c. emeritus weißt doch ganz genau, da gäbe es noch einiges mehr. Sachleistung, Ökostrom etc etc</p>
<p><strong>@DanielKapp:</strong> ist schon immerhin schon ein guter testlauf &#8211; dein zug, wir waren beim transferkonto ;-) und schließlich, was mich heute freut: <a href="http://bit.ly/3lolXn">http://bit.ly/3lolXn</a> <em>[Pröll in <a href="http://www.oevp.at/index.aspx?pageid=43815">FT als sechstbester Finanzminister</a> gereiht, Anm.]</em></p>
<p><strong>@leoszem</strong>: Ferdinand Lacina war 1993 laut FT &#8220;Finanzminister des Jahres&#8221;. Aber das wird schon &#8230;</p>
<p><strong>@DanielKapp:</strong> und bruno kreisky hat den karl valentin orden bekommen. Nachtrag zu Lacina: ist der nicht Aufsichtsrat bei Bank Medici und Hypo Alpe Adria?</p>
<p><strong>@leoszem</strong>: Afaik in Hypo-AR: bayr. &amp; steir. Schwarze &amp; ein paar Leuchten aus dem Land der gefallenen Sonne. Geballte Wirtschaftskompetenz</p>
<ul>
<li><strong>Mittwoch, 18.11.09</strong></li>
</ul>
<p><strong>@leoszem</strong>: Guger/Wifo, Morgenjournal: Transferkonto bringt nichts, nur teuer, braucht Abstimmung zw. Ländern, Gemeinden, Bund b. Sozialleistungen</p>
<p><strong>@DanielKapp:</strong> Transferkonto&#8230; SPÖ wehrt sich gegen Transparenz. Wovor fürchtet man sich?</p>
<p><strong>@leoszem</strong>: Warum lacht ein Bauernbundchef, wenn 1,5 Mrd. Euro Strafzahlungen wegen Fehlern in Klimaschutzpolitik drohen? <a href="http://www.urbandictionary.com/define.php?term=fail">fail</a></p>
<p><strong>@DanielKapp:</strong> sag, leo, magst du nicht in die löwelstrasse übersiedeln?</p>
<ul>
<li><strong>Donnerstag, 19.11.09</strong></li>
</ul>
<p><strong>@DanielKapp</strong>: @barbaratoth, die superpraktikantin! ich hab für @barbaratoth gevoted! wir brauchen endlich wen, der ordentliche presseaussendungen schreiben kann ;-)</p>
<p><strong>@leoszem:</strong> Wenn du willst, schreib ich dir die Aussendungen. Du müsstest mir nur endlich erklären, was genau dieses &#8220;Transferkonto&#8221; ist &#8230;</p>
<p><strong>@DanielKapp:</strong> ach leo, twit uns doch lieber, wer neuer Ratspräsident wird. Das Testosteron-Spiel war einen Tag lang lustig, aber jetzt wird&#8217;s fad</p>
<p><strong>@leoszem</strong>: Dani, bist du es? Kein Karl-Valentin-Konter? (der war, zugegeben, wirklich gut!) Aber ok, back2business: Brüssel, Treffen läuft.</p>
<ul>
<li><strong>Donnerstag, 26.11.09</strong></li>
</ul>
<p><strong>@DanielKapp:</strong> &#8220;Gemeinsam&#8221; ist anders ;-) <a href="http://bit.ly/4nbrDw">http://bit.ly/4nbrDw</a> &#8211; aber, das wird schon. <em>[Faymann griff im Format Pröll an, Anm.]</em></p>
<p><strong>@leoszem</strong>: Ich dachte, du bist auf den Malediven?</p>
<ul>
<li><strong>Freitag, 27.11.09</strong></li>
</ul>
<p><strong>@DanielKapp:</strong> Lebst in der Vergangenheit? Malediven? Das war wer anderer. Bist du eigentlich auch &#8220;Generation Sektion&#8221;? <a href="http://bit.ly/4wAdsc">http://bit.ly/4wAdsc</a></p>
<p><strong>@leoszem:</strong> Dann warst also im U4? Als ich vor 20 J dort war, spielten The Godfathers und The Leather Nun live. Heute bauernbundkompatibler?</p>
<p><strong>@DanielKapp:</strong> Dann bist du also nicht mit Kai Jan Krainer Teil der linken BoBo Fraktion? Bei mir spielt der Godfather übrigens noch immer.</p>
<p><strong>@leoszem</strong>: Popkulturnachhilfe für späte U4-Geher: The Godfathers, englische Postpunk-Band, Hit: &#8220;Life, School, Work, Death&#8221; &#8230; wird schon!</p>
<p><strong>@DanielKapp:</strong> Mann, Leo, Godfather = Der Pate, Francis Ford Coppola &#8211; vielleicht sickerts langsam &#8211; sag, fällt uns auch was politisches ein?</p>
<p><strong>@leoszem</strong>: 20 Jahre hinten nach! Coppolas Godfather hat mit dem U4 so viel zu tun wie die ÖVP mit U4.</p>
<ul>
<li><strong>Samstag, 28.11.09</strong></li>
</ul>
<p><strong>@DanielKapp</strong>: Ah, du bist also der Kulturreferent im Kanzlerbüro. Und wer schreibt die Kanzlerrede?</p>
<p><strong>@leoszem</strong>: Nicht der Superpraktikant, so wie offenbar bei euch</p>
<ul>
<li><strong>Montag, 30.11.09</strong></li>
</ul>
<p><strong>@DanielKapp</strong>: Jöw, Leo! Bist wieder vom Dachstein retour? <a href="http://bit.ly/4tLUbB">http://bit.ly/4tLUbB</a></p>
<p><strong>@leoszem</strong>: Dani! Der Internetzugang in Mauritius funktioniert offenbar perfekt. Wie ist Wetter bei Euch im Paradies? Gilt Euer Fernreisen-Verbot nicht mehr? <a href="http://news.orf.at/070305-9857/index.html">http://news.orf.at/070305-9857/index.html</a></p>
<p><strong>@DanielKapp:</strong> Ich stelle fest: ich begleite den Chef nicht, wenn er urlaubt &#8211; und du offenbar nicht, wenn Deiner arbeitet.</p>
<ul>
<li><strong>Mitwoch, 2.12.09</strong></li>
</ul>
<p><em>[Ein Jahr Kabinett Faymann - Pröll I, Faymann-Rede in der Hofburg, Anm.]</em></p>
<p><strong>@DanielKapp</strong>: Ich fand, es war eine schöne Rede. VP kann sich nicht aufregen</p>
<p><strong>@leoszem</strong>: Freut mich! Managergehältergesetz, Ganztagsschule, Arbeitsmaktpkt, Forschungsförderung setzen wir um, wenn VK wieder da ist, ok? &#8230; sowie Generationenfonds, Verwaltungsreform, Finanztransaktionssteuer und Stopfen der Steuerschlupflöcher am Tag danach!</p>
<div>
<hr /></div>
<p>Seither kommt Braveres, Unverbindlicheres, mag aber nix bedeuten. Spätestens 2013 wollen ja beide Kanzlersprecher wie bisher sein oder eben an Stelle des Kanzlersprechers.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Jössas, Twitterparade!</title>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 07:15:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Miscellany]]></category>
		<category><![CDATA[Geek]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Spielerei]]></category>
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		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
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		<description><![CDATA[Ok, es ist wirklich bloß eine blöde Spielerei. Aber wozu glauben Sie haben wir die Kategorie Geek Stuff ins Leben gerufen? Exakt. Für blöde Spielereien. Hier also unsere Twitterp&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2010/05/jossas-twitterparade/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ok, es ist wirklich bloß eine blöde Spielerei.</strong> Aber wozu glauben Sie haben wir die Kategorie Geek Stuff ins Leben gerufen? Exakt. Für blöde Spielereien. Hier also unsere <a href="http://isparade.jp/108883">Twitterparade</a>. Anbei leider nur ein Screenshot möglich, aber wenn Sie den japanischen Animations-Wahnsinn in seiner vollen epischen Breite erleben wollen, folgen sie einfach <a href="http://isparade.jp/108883">dem Link</a>. (Sie wollen Ihre eigene machen? Das geht hier: <span> </span><a href="http://isparade.jp/">isparade.jp</a>)</p>
<div>&lt;</div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3320" title="isparade" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/05/isparade1.jpg" alt="isparade" width="440" height="330" /></p>
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		<title>FTW!</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 19:57:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Netzleben]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir erinnern uns: Im Sommer 2003 ging der Schulaufsatz einer 13jährigen Engländerin um die Welt. Und mit diesem ein Aufschrei. Die seit Urzeiten tradierte Aufgabenstellung, ih&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2010/03/ftw/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/04/wiener-klein.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1513" title="wiener-klein" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/04/wiener-klein.jpg" alt="wiener-klein" width="192" height="239" /></a>Wir erinnern uns: Im Sommer 2003 ging der Schulaufsatz einer 13jährigen Engländerin um die Welt. Und mit diesem ein Aufschrei. Die seit Urzeiten tradierte Aufgabenstellung, ihr „schönstes Ferienerlebnis“ zu beschreiben, hatte Klein-Lindsay nämlich so umgesetzt:</p>
<p>&#8220;My smmr hols wr CWOT. B4, we used 2go2 NY 2C my bro, his GF &amp; thr 3 :- kids FTF. ILNY, it&#8217;s a gr8 plc&#8221;. (Das dürfen Sie sich jetzt selber übersetzen, viel Spaß…)</p>
<p>Mit sofortiger Wirkung wurde der siebenhundertachtzigste Untergang des Abendlandes ausgerufen, Verfall der Sitten inklusive. Wo die Elterngeneration nur Bahnhof versteht, ist man ja schnell dabei, die Generation Y und Z zu verteufeln, diese Killerspiel-sozialisierten Gfrasta, die nicht mehr wissen, wie man einen Federkiel in Tinte taucht, um handgeschöpfte Bütten mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Troch%C3%A4ischer_Vers_%28Akzentmetrik%29">trochäischen Versen</a> zu schmücken.</p>
<p>Dabei wird leicht übersehen, dass es kaum etwas gibt, woran sich das Herz mehr erfreut als an hausgemachter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vernakularsprache">Vernakularsprache</a>. So nennt die Sprachwissenschaft das nämlich: „eine gewissermaßen urwüchsige Sprachvarietät innerhalb eines Sprachgebiets“. Sie haben da oben problemlos über die <a href="http://www.ostarrichi.org/wort-3294-at-Gfrasta.html">„Gfrasta“</a> hinweggelesen, nicht wahr? Und für das Recht, einen Topfen statt einem Quark zu reden, würden Sie auf die Barrikaden gehen.</p>
<p>Eben. Ich tue selbiges für das Recht, meine Freunde Tweeps zu nennen und ihnen ein empörtes WTF! zuzurufen, wenn mir was gegen den Strich geht. Mein „Sprachgebiet“ ist online, meine „urwüchsige Sprachvarietät“ nennt sich Netlingo.</p>
<p>Nicht, weil ich was gegen trochäische Verse habe. Aber ich hab was gegen Leute, die sich hinter selbigen verschanzen , samt ihrem bildungsbürgerlichen Snobismus, und die den Charme, die Vielfältigkeit und die konkrete Poesie negieren, welche die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kollektive_Intelligenz">Schwarmintelligenz</a> hier vor unseren Augen ausgetwittert hat. In 140 Zeichen pro Haiku.</p>
<p>Unsereins würde jedoch nicht von Snobs sprechen, sondern von Trollen, also von Wesen, mit denen Diskussionen fruchtlos und frustrierend sind. Reine Flamewars; CWOT.<br />
Was tut man mit Trollen? Richtig. „Nicht füttern!“ lautet die Devise, die ich mit einem überzeugten „full ack“ quittiere. Besser man steckt sie in ein Killfile, da machen sie immer so nett *plonk *.<br />
Und weil ich bis hierher vermutlich die Hälfte aller LeserInnen abgehängt habe (waren wohl n00bs), mache ich das, was sich der Herr Chefredakteur schon ewig wünscht: Ein Glossar zu meinen Texten.</p>
<p>Also zurück auf Los.</p>
<ul>
<li><strong>CWOT</strong> = complete waste of time (totale Zeitverschwendung)</li>
<li><strong>FTF</strong> = face to face (in direktem Gespräch, also IRL = „in real life“, nicht online)</li>
<li><strong>Tweep</strong> = jemand, dem ich auf Twitter folge – und vice versa.</li>
<li><strong>WTF</strong> = What the fuck; also in etwa: “Was zum Teufel soll denn der Schas schon wieder?“), nicht zu verwechseln mit <strong>FTW</strong> = „For the win!“, sprich: super!</li>
<li><strong>Troll</strong> = Person, die nur auf Provokation und Stunk aus ist</li>
<li><strong>Flamewar</strong> = heftige, untergriffige Diskussion</li>
<li><strong>„Don’t feed the troll“</strong> = gängige Anweisung, die sich darauf bezieht, sich mit Trollen nicht auf Flamewars einzulassen</li>
<li><strong>full ack</strong> = kurz für “full acknowledgement” (“Ich stimme vollends zu”)</li>
<li><strong>Killfile</strong> = Filter eines Newsreaders, der Nachrichten, die ich nicht lesen möchte, von mir fernhält (also etwa. zu bestimmten Themen oder von bestimmten Absendern)</li>
<li><strong>*plonk *</strong> = lautmalerisch; das Geräusch, das ein Troll macht, wenn er auf dem Boden eines Killfiles aufschläg<strong>t</strong></li>
<li><strong>n00b</strong> = “Newbie”, Neuling, Anfänger</li>
</ul>
<p>Noch Fragen?<br />
<a href="http://www.netlingo.com">www.netlingo.com</a><br />
<a href="http://www.urbandictionary.com">www.urbandictionary.com</a></p>
<blockquote><p>Erschienen im WIENER Nr.344 / April 2010</p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>#Hashtag, ja bitte!</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2009/11/hashtag-ja-bitte/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 22:14:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Netzleben]]></category>
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		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
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		<description><![CDATA[Kennen Sie den schon? „Es gibt genau 10 Arten von Menschen. Die, die das Binärsystem verstehen, und die, die es nicht verstehen.” Der Tag, an dem die ersteren darüber nachdenken, w&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2009/11/hashtag-ja-bitte/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2009/11/nicole.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1772" title="nicole" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2009/11/nicole.jpg" alt="nicole" width="192" height="239" /></a><strong>Kennen Sie den schon?</strong> „Es gibt genau 10 Arten von Menschen. Die, die das Binärsystem verstehen, und die, die es nicht verstehen.” Der Tag, an dem die ersteren darüber nachdenken, wie sie zweiteren ihr (Computer-)Leben erleichtern können, ist der World Usability Day. Am 12. November ist es wieder so weit. Idealer Anlass, finde ich, diese Kolumne einem kleinen, feinen Zeichen zu widmen, das die Usability für uns Twitteranten enorm erhöht: Dem Hashtag (HTML-Code: <strong>&amp;#35;</strong>) Oh, da höre ich bereits die Community aufheulen: „Das weiß doch jede Sau!“. Irrtum, meine Herren und Damen Poweruser. Das weiß höchstens jede Geeksau. Menschen, die ab und zu Sex haben, wissen das nicht unbedingt.</p>
<p><strong>Der Hashtag also.</strong> Das ist dieses Kraxl, das sich in so vielen Tweets findet, teils danach, teils auch mittendrin, und so aussieht: #. Der Name leitet sich vom Rautezeichen ab (engl. „hash“) und von der Datenverarbeitung-Kovention des „tagging“, also der Verschlagwortung von Informationen. Anders gesagt: Der verwendete „hash“ wird als „tag“ genutzt – et voilà! – der Hashtag ist geboren :-)</p>
<p><strong>Wozu das gut sein soll?</strong> Zunächst einmal – für die praktisch-veranlagten – zur Katalogisierung von Inhalten. Wer bloggt, weiß um was es geht: Tags unter dem Blogpost ordnen Inhalte den entsprechenden  Kategorien zu und helfen beim Auffinden von Themen – nicht nur dem Blogleser, sondern auch jeder Suchmaschine, die sich grad auf der Pirsch durchs Netz befindet. Schlagworte schaffen eine semantische Metaebene – das war schon zu Zeiten der ersten Zettelkataloge in Bibliotheken so. Online ist es auch nicht anders. Tippe ich mit knurrendem Magen den Suchbegriff „Essen“ ein, spuckt Google mir erst mal Links nach Nordrhein-Westfalen aus. Hat aber Vittorio Mangiaro seine Pizzaservice-Posts mit „essen“ getaggt, so ist die Chance groß, dass meine Suchanfrage die Holzofen-Quattro-Stagioni direkt vor meiner Nase platziert. Unbestritten: Wenn ich Google nicht erkläre, dass eine Pizza in die Kategorie „Essen“ fällt, ebenso wie Omas getaggtes Krautfleckerlrezept, dann weiß Google es auch nicht. Und was fürs Bloggen gilt, gilt auch fürs Microbloggen. In der Bonsaiausführung halt. (Im Übrigen ist es ein fieses Vorurteil, dass wir Twitteranten ständig übers Essen reden, gell?!)</p>
<p><strong>Jede gängige Weblog-Software</strong> sieht für Tags eine eigene Eingabezeile vor. Die Pointe beim Hashtag ist, dass er die Verschlagwortung in die Sprachebene zieht &#8211; und damit eine eigene Ausdrucksform kreiert.</p>
<p><strong>Die schönsten Dinge</strong> dieser Welt entstehen durch Kulturen des Gebrauchs. Auf Twitter jedoch hat der Hashtag ein Eigenleben entwickelt, das lange schon die Fesseln der bibliothekarischen Nützlichkeitsdoktrin gesprengt hat. Hashtags erzählen Geschichten in Kurzform. „Lugner auf ATV“ ist eine Information. „Lugner auf ATV #fail“ ist eine Geschichte. Eine emotionsgeladene obendrein. Sie lautet: „Langer Arbeitstag; Chef doof; wollte mich grad mit Käse Pringles vor den Fernseher knotzen, aber jetzt bringen die Mörtel statt ‘Heroes’. Der Abend ist gelaufen.“</p>
<p><strong>Zugegeben, da war</strong> jetzt großer Interpretationsspielraum. Aber gerade der Interpretationsspielraum macht den Hashtag ungemein faszinierend: „Studiere das Paralleluniversum #sockenlade“ – „Sie müssen nur den Nippel durch die Lasche ziehen #usability“ – „Bin ein Mensch / Paladin, Level 80 #morgendeadlinefürkolumne“</p>
<p>Darüber hinaus manifestiert sich im Hashtag die Schmähkultur des Kaffehauses Twitter. Metaebene gleich Schmähtaebene: Das hat (nicht nur) die Wiener Twitteria längst erkannt. Tagger ordnen den Dingen schlicht Kategorien zu, in denen man sie auf den ersten Blick nicht vermuten würde. Kann jeder. Probieren Sie es aus.</p>
<p><strong>Ach ja, und eh ich’s vergess:</strong> Happy Celebrating! #worldusabilityday</p>
<blockquote><p>Erschienen im WIENER Ausgabe 340 / November 2010</p></blockquote>
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		<item>
		<title>Sound of Silence</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2009/11/sound-of-silence/</link>
		<comments>http://www.wiener-online.at/2009/11/sound-of-silence/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 21:58:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helfried Bauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[#unibrennt]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Web20]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die letzten Wochen haben zu sehr bewegenden Momenten in unserer Redaktion  geführt. Zu Ergriffenheit über eine Neuentdeckung, die unseren Berufsstand in  seinen Grundfesten an&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2009/11/sound-of-silence/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-48" title="wiener_tweet" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2009/11/wiener_tweet1-300x175.jpg" alt="wiener_tweet" width="300" height="175" />Die letzten Wochen haben zu sehr bewegenden Momenten in unserer Redaktion  geführt. Zu Ergriffenheit über eine Neuentdeckung, die unseren Berufsstand in  seinen Grundfesten anrührt, und das ist keine Übertreibung. Wir haben den Zauber  des Schweigens entdeckt, was für Journalisten nach traditioneller Auffassung  naturgemäß einige Fußangeln birgt.</p>
<p>Aber in der Berichterstattung über die  Studentenproteste dieses angenehm warmen, jedenfalls geschichtsträchtigen  Herbstes 2009 konnte man nichts Besseres tun, und gegen das vergleichsweise  trantütige Geschnatter, das darüber in alten Medien zu vernehmen war, waren die  Tweets auf Twitter, die selbstorganisierte Online-Berichterstattung auf  <a href="http://www.unsereuni.at">www.unsereuni.at</a>, der <a href="http://www.ustream.tv/channel/unsereuni">Livestream</a> aus dem besetzen Audimax und die  blitzartig wuchernde <a href="http://www.facebook.com/unsereuni">Facebook-Community</a> der Unterstützer und Sympathisanten ein  Stück aufgeklärter und aufklärender Informationsvermittlung zum Niederknien.  Offen und transparent wie der Quellcode des Linux-Kernels und die Schnittstellen  einer Open-Source-Applikation. Kollaborativ und von permanenter  Selbstüberprüfung und Fehlerbehebung getragen wie Wikipedia. Dabei schnell wie  Bits beim Speed Race auf dem Glasfaser-Highway.</p>
<p>Wir können das nicht  besser und schon gar nicht schneller. Das Ehrbarste, was Journalisten tun  können, ist, nicht zu stören, wenn der Audimaxismus für sich selbst spricht.  Weil er das derart machtvoll tat, schwoll er zu dem an, was er ist. Ohne  Anschubhilfe einer Partei oder einer Zeitung. Zur Verwirrung nicht nur der  Regierenden, sondern auch der völlig überrumpelten Studentenvertretung ÖH. Mit  sich stetig anschleichender Sympathie und Solidarität von so ziemlich jedem, den  neoliberaler Umverteilungsungeist und globalisiertes Raubrittertum allmählich  erbrechen lassen.</p>
<p>Vielleicht noch ein paar Klarstellungen, damit sie am  Ende nicht womöglich einmal zu wenig irgendwo gestanden haben: Es gab in den  Geburtsstunden der Bewegung nicht einmal im Ansatz Krawalle, es gab  Arbeitsgruppen für gewaltfreie Kommunikation; es gab keine Party-Müllhalden in  den Hörsälen, es gab selbstorganisierte Putztrupps und Spendensammlungen für das  wegen der Proteste über Normalmaß belastete Reinigungspersonal der Universität;  es gab keinen Vandalismus – vereinzelte Graffitis an den Wänden wurden von  Freiwilligen in Eigeninitiative (und ziemlicher Mühsal) wieder entfernt. Es gab  noch unendlich viel mehr: Kriseninterventionsteams. Bis zur totalen Übermüdung  geduldige Basisdemokratie mit all ihren Nebenwirkungen. Arbeitsgruppen zu so  ziemlich jedem Krisenthema unserer Zeit. Man könnte sagen: eine Generation hat  sich in Klausur begeben, um ihre Standpunkte, ihre Perspektiven und ihre Gefühle  für die Gesellschaft, die sie umgibt, zu klären. En passant hat sie dabei ihren  ersten Umverteilungserfolg gelandet:<br />
34 Millionen Euro, sozusagen aus der  Handkasse des in die Enge getriebenen Wissenschaftsministers Gio Hahn.  Natürlich, ein Tropfen auf den heißen Stein, gemessen an den Forderungen und  wohl auch Erfordernissen. Aber vergessen wir nicht: Die Bewegung begann mit ein  paar Handvoll Studenten vor der Wiener Votivkirche, und die 34 Millionen wurden  ihnen schon nach einer Woche gönnerhaft zugesteckt – das lässt Potenzial  vermuten.</p>
<p>Was Sie nun dazu tun sollen? Das gleiche wie wir. Lernen Sie  die lebendige, wache Schwester des Schweigens kennen: das Zuhören. Lassen Sie  den Audimaxismus arbeiten und beobachten Sie ihn. Warmherzig. Respektvoll.  Wachsam für jene Momente, in denen er ihre Unterstützung brauchen  könnte.</p>
<p>Davon, wie das geht und wie es sich anfühlt, können wir hier  bestenfalls eine Geschmacksprobe geben. Riechen Sie wenigstens einmal an der  Trüffel-Mühle: Wir haben ein paar Original-Tweets für Sie über die unteren  Seitenränder dieser Ausgabe gerieben. Immerhin lesen Sie sich auf  Qualitätspapier immer noch leichter als auf schlecht auflösenden  Computer-Monitoren.</p>
<p style="text-align: left;">Das ist unser Gruß aus dem Walhall der toten Bäume.  Hier sitzen wir und prosten den Audimaxisten zu; die unter uns, die jenseits der  40 sind, erkennen etwas wieder; das Match scheint immer noch das gleiche, aber  ihr habt die Regeln verändert – und das Spiel dadurch um ein paar Quantensprünge  verbessert.</p>
<p style="text-align: left;">Noch ein Nachsatz in eigener Sache: Ein schmerzhaft  verkrusteter Chefredakteur nannte mit der Bewegung sympathisierende Politiker  und Journalisten in seinem Blog <a href="http://diepresse.com/blog/politikerbeschimpfung/entry/studentenschleimer">„Studentenschleimer“</a> und gab seinem immer wieder  gerne dahin gezwitscherten Leerwort vom Qualitätsjournalismus damit eine  erstaunliche Fülle: Sektenhafte Ignoranz sei zelebriert, solange aus der alten,  schrumpfenden Karawane noch ein allerletzter mitblökt.</p>
<p>Damit über unsere  Positionsbestimmungen erst gar keine Missverständnisse aufkommen: Solange wir  willkommen sind, schleimen wir mit. Was wir sonst noch können und mitmachen  werden, wird sich finden. Und wenn wir nur zu ein paar der immer wieder  stattfindenden Partys kommen, hat es sich schon gelohnt. Dann war es &#8211; bei aller  Friedlichkeit, Rücksichtnahme und Konstruktivität &#8211; eben doch auch ein heißer  Herbst 2009. Heiß wie Samba.</p>
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<p style="text-align: left;">Helfried Bauer (Chefredakteur), Editorial, erschienen im WIENER, Printausgabe Nr.341/Dez.09</p>
</blockquote>
<p><a href="http://www.wiener-online.at/2009/10/der-wiener-solidarisiert-sich-mit-den-studierenden-im-audimax/">Link: Infos über die WIENER Tweet-Aktion</a></p>
<p><em>Kommentieren auf Twitter? Bitte taggen #WIENER341/008.</em></p>
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		<title>Der WIENER solidarisiert sich mit den Studierenden im Audimax!</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 20:25:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir möchten gerne Raum für Eure Anliegen schaffen und Euch in der kommenden  Ausgabe selber zu Wort kommen lassen &#8211; und zwar in jener Form, die den Protest  bisher erfolgreich&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2009/10/der-wiener-solidarisiert-sich-mit-den-studierenden-im-audimax/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><span style="font-family: Arial; font-size: x-small;"><span style="font-size: small;"> </span></span></div>
<div>Wir möchten gerne Raum für Eure Anliegen schaffen und Euch in der kommenden  Ausgabe selber zu Wort kommen lassen &#8211; und zwar in jener Form, die den Protest  bisher erfolgreich getragen hat: Tweets.<br />
Wir suchen Eure Tweets (ca. 50  Stück), um sie zu veröffentlichen.<br />
Wer sich beteiligen will, ist herzlich  eingeladen, einen Tweet an den Twitter Account <a href="http://twitter.com/WIENER_Tweet">@WIENER_Tweet</a> zu senden und darin  zu formulieren, was ihm/ihr ein Anliegen ist.</div>
<div>&#8220;]<img class="size-full wp-image-281" title="[Photo (cc-by-nc) Richard Pyrker]" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2009/10/uniprotest.jpg" alt="[Photo (cc-by-nc) Richard Pyrker]" width="500" height="333" /></div>
<div>
<ul>
<li>Es gibt keine Tabus. Die Tweets sollen so bunt und  unterschiedlich sein wie dieser Protest. Von &#8220;Reiche Eltern für Alle&#8221; bis zu  ernsthaften Auseinandersetzungen mit Bologna und neoliberaler Bildungspolitik  ist uns alles recht.</li>
<li>Wir behalten uns allerdings vor, nicht automatisch jeden  Tweet zu drucken (d.h. ggfs. auszusortieren, wenn sich Tweets zu sehr  überschneiden)</li>
<li>Ihr könnt gerne Eure Hashtags verwenden, damit die Tweets  nicht nur im WIENER, sondern auch auf der Twitterwall im Audimax sichtbar seid.  Da freuen wir uns über die Publicity ;) &#8211; aber das kostet Euch natürlich Platz.  Soll jeder selber abwiegen. (Es kann sein, dass wir Hashtags im Heft evtl.  rauskürzen.)</li>
<li>Um Eure Avatare / Profilpics drucken zu können, bräuchten wir  sie in höherer Auflösung. Bildmindestgröße: 300x300px. Wir würden Euch daher  bitten Eure Fotos an <a href="unibrennt@stagedweb.com">unibrennt@stagedweb.com</a> zu schicken (mit Eurem Usernamen,  damit wir sie zuordnen können). Je mehr Gesichter wir zu den Tweets haben, desto  besser.</li>
<li>Deadline ist der 30. Oktober.</li>
<li>Meanwhile: Please retweet. Please  retweet. Please retweet. Please retweet.</li>
</ul>
</div>
<div>Danke!</div>
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