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	<title>wienerpost &#187; Menschen</title>
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		<title>Der Hirt, der sich traut</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 06:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>default</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seine potentielle Herde ist riesig, seine Herren sind unerbittlich: Pfarrer Christian
Blankenstein wurde aus seiner Kirche verstoßen. Das hat natürlich rein gar nichts damit zu tun, dass er schwule Paare traut. Und selbst schwul ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Seine potentielle Herde ist riesig, seine Herren sind unerbittlich: Pfarrer Christian<br />
Blankenstein wurde aus seiner Kirche verstoßen. Das hat natürlich rein gar nichts damit zu tun, dass er schwule Paare traut. Und selbst schwul ist. (Text: Andreas Kornhofer / Mitarbeit: <a href="http://www.wienerpost.at/author/derhavas/">Harald Havas</a> / Fotos: David Payr)</p></blockquote>
<div id="attachment_4666" class="wp-caption aligncenter" style="width: 513px"><a rel="attachment wp-att-4666" href="http://www.wienerpost.at/2010/07/der-hirt-der-sich-traut/pfarrer1/"><img class="size-full wp-image-4666" title="pfarrer1" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/07/pfarrer1.jpg" alt="" width="503" height="671" /></a><p class="wp-caption-text">LIEBE MIT BRIEF UND SIEGEL. Dr. Christian Blankenstein spendet einem schwulen Paar das Sakrament der Ehe.</p></div>
<p><strong>Der verstoßene Hirt hat seine Schäfchen fester denn je im Blick.</strong> Er sorgt sich um ihre Seelen, er spricht ihnen in heiligen Hinterhof-Messen, in SPÖ-Sektionslokalen, in Schankwein-dampfenden Wirtshäusern und seit einem Jahr in seiner eigenen kleinen Kapelle in der Wiener Weihburggasse 14 Mut und Trost zu.<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Er tut selbstredend auch</strong> ohne Unterlass das, wofür er in den letzten Jahrzehnten ein gerüttelt Maß an spiritueller Berühmtheit erlangt hat: Dr. Christian Blankenstein gilt als so was wie der Star-Bestatter unter den österreichischen Priestern. Die große Paula Wessely zum Beispiel hat er einst in ihren letzten Stunden mitfühlend begleitet und würdevoll begraben.</p>
<p><strong>Und er traut aus vollster Überzeugung</strong> gleichgeschlechtliche Paare. In prächtigem Ornat, mit allem heiligen Schischi und natürlich coram publico. Manche seiner Kollegen führen solche Segnungen zwar auch durch, aber eher so wochentags bei Nacht und Nebel und versperrter Kirchentür… Derzeit kommt bei Blankenstein auf zehn heterosexuelle Paare ein homosexuelles. Und die Herde der potentiellen Hochzeitspaare ist riesig. 400.000 Schwule und Lesben leben laut Expertenschätzung in Österreich – das ist mehr als die Einwohnerschaft von Klagenfurt und Linz zusammen.</p>
<p><strong>Nur das Sakrament der Taufe</strong>, das spendet Blankenstein nicht mehr, seit ihm von seinen Kirchenoberen zu verstehen gegeben wurde, dass diese nicht mehr ins Taufregister eingetragen werden. „Ein Affront, denn die Taufe kann an sich jeder Christ, ob Pfarrer oder nicht, spenden“, schüttelt der Hirt den Kopf. Christian Blankenstein ist altkatholischer Priester, Österreichs einziger Doktor der altkatholischen Theologie, Verstoßener. Und er ist selbst homosexuell.</p>
<p><strong>Der Altkatholizismus</strong> – das ist eine ziemlich liberale Religion. So liberal, dass sich sogar ein Sozi-Gottvater wie Hannes Androsch dort daheim fühlt. So liberal, dass bei den Altkatholen im Wesentlichen „alle Punkte, die das Kirchenvolksbegehren vor ein paar Jahren postuliert hat, bei uns schon längst verwirklicht sind“, so Blankenstein. Verheiratete Männer sind als Priester zugelassen, ebenso Frauen und homosexuelle Menschen. Nicht so liberal, dass einer wie Christian Blankenstein dort geduldet würde. Allerdings auch so dogmatisch, dass eine Aberkennung des Priesteramts im altkatholischen Glauben nicht vorgesehen ist. „Wenn einer morgen Zuhälter würde, wäre er immer noch Pfarrer“, sagt Blankenstein, der seit ein paar Jahren streng genommen als „Pfarrer ohne Portefeuille“ agiert.</p>
<p><strong>Warum?</strong> Das Zerwürfnis mit seiner Kirche begann mit seinem Outing anno 2004. Alfons Haider bekam und bekommt für seinen geschlechtlichen Offenbarungseid kostenfreie Anzeigenflächen in den heimischen Klatschspalten, Christian Blankenstein, lange Zeit mit Ämtern und Würden überhäufter Hero innerhalb der Altkatholischen Glaubensgemeinschaft, bekam und bekommt sakrale Prügel vor die Beine. Es ging los mit leisen Intrigen aus dem Hinterhalt und endete mit lauten Unappetitlichkeiten: Pikante Fotos aus einem an sich fest abgeschlossenen Bereich einer Online-Partnerbörse wurden Blankensteins Chefs zugespielt, ein etwas missverständlicher Bericht im „Standard“ wirkte wie zusätzliches Öl ins Feuer. Am Ende stand die Scheidung zwischen Blankenstein und seiner Kirche.</p>
<p><strong>Jetzt ist er also nicht mehr dabei</strong> und doch noch dabei, der „Pfarrer ohne Portefeuille“. Er macht derzeit eine Ausbildung zum diplomierten Lebens- und Sozialberater bei Dr. Rotraut Perner, Schwerpunkt Sexualität. Und er traut, man möchte fast sagen, auf Teufel komm raus. Für das schwule Hochzeitsservice wirbt er unter anderem auch in Österreichs „SchwulLesBischem Branchenguide“ Queerbook. Oder auf Facebook.</p>
<p><strong>Die kleine Kapelle</strong> in der Wiener Weihburggasse 14 ist mittlerweile ein sehr anheimelnder Ort für frei denkende Gläubige geworden und beherbergt in den geräumigen Katakomben ein kulturelles Zentrum, in dem immer wieder Musik aufgeführt und Lesungen abgehalten werden.</p>
<p><strong>Freilich:</strong> Eine Kirchenspaltung oder den Aufbau einer Parallelkirche hat Blankenstein nicht im Sinn. Er hat auch bewusst keine eigene Gemeinde gegründet. Dennoch sucht er derzeit einen neuen, freien Kirchenraum für seine Trauungen und Sonntagsgottesdienste. Das hat, so Christian Blankenstein, einen sehr profanen Grund: „Für die Österreicher ist eine Kirche erst eine Kirche, wenn sie ausschaut wie eine Kirche.“</p>
<p><strong>Und für einen Pfarrer</strong>, selbst wenn er schwule Paare traut, gilt das sowieso.</p>
<div id="attachment_4670" class="wp-caption aligncenter" style="width: 638px"><a rel="attachment wp-att-4670" href="http://www.wienerpost.at/2010/07/der-hirt-der-sich-traut/hande-quer/"><img class="size-full wp-image-4670" title="hände-quer" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/07/hände-quer.jpg" alt="" width="628" height="461" /></a><p class="wp-caption-text">Der Bund fürs Leben. Was in Österreich trotz allem schwierig ist: die kirchliche Trauung homosexueller Paare.</p></div>
<p style="text-align: left;"><strong><br />
</strong></p>
<p><strong>DIE FAKTEN:</strong><br />
Dr. Christian Blankenstein, Wiener, 43, lebt in Wienen. 2002 schloss er in der Schweiz sein Studium der Altkatholischen Theologie mit dem Doktorat ab. Blankenstein ist als Pfarrer in der freien Seelsorge tätig und Autor zahlreicher Bücher zur Aufarbeitung der altkatholischen Geschichte sowie mit dem Schwerpunkt historische Biographien. Seit 2008 von seiner Kirche getrennt, ist er von der Liste der Geistlichen gestrichen, sieht sich aber weiter als Altkatholik. Im Herbst 2009 gründete er den Verein Koinonia mit dem Ziel der „freien“, also konfessions-übergreifenden Seelsorge. Kleine Kapelle, Weihburggasse 14, 1010 Wien. <a href="http://www.blankenstein.at">www.blankenstein.at</a></p>
<blockquote><p>Erschienen im WIENER 348 / August 2010</p></blockquote>
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		<title>Hey, Big Spender!</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 08:00:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der amerikanische Milliardär Warren Buffet hat einen Großteil seines Vermögens gespendet. Jetzt fordert er die Reichsten der Reichen auf, es ihm gleich zu tun. (Text: Verena Eissner-Eissenstein / Foto: trackrecord, flickr)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Der amerikanische Milliardär Warren Buffet hat einen Großteil seines Vermögens gespendet. Jetzt fordert er die Reichsten der Reichen auf, es ihm gleich zu tun. (Text: Verena Eissner-Eissenstein / Foto: trackrecord, flickr)</p></blockquote>
<div id="attachment_4577" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a rel="attachment wp-att-4577" href="http://www.wienerpost.at/2010/07/hey-big-spender/warren-buffet/"><img class="size-full wp-image-4577" title="warren buffet" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/07/warren-buffet.jpg" alt="" width="600" height="454" /></a><p class="wp-caption-text">Warren Buffet ist CEO des von ihm aufgebauten Unternehmens Berkshire Hathaway und laut „Forbes“ (2010) drittreichster Mann der Welt.</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p><strong>„Viel Geld schmerzt, also spende ich es“</strong><br />
US-Investmentlegende Warren Buffett, einer der reichsten Männer der Welt (geschätzte 47 Milliarden Dollar), verblüfft mit einer für Normalsterbliche kaum nachvollziehbaren Erkenntnis: „Es ist schmerzlich auf so viel Geld zu sitzen. Aber noch schmerzlicher ist es, etwas Dummes damit anzustellen.“ 2006 ging er deshalb mit gutem Beispiel voran und begann, einen Großteil seines Vermögens – kolportiert wird eine Summe von bis zu 38 Milliarden Dollar – diversen Stiftungen zu vermachen. Am Hungertuch nagen muss der 79-Jährige dennoch nicht. Bei feinen Diners mit den wohlhabendsten Familien Amerikas starten er und sein Freund Bill Gates nun den Aufruf, doch ebenfalls mindestens 50 Prozent ihres Geldes für karitative Zwecke herzugeben. Vier Milliardäre sollen ihrem Vorschlag zugestimmt haben.</p>
<p>Weiterlesen? Fortune: <a href="http://features.blogs.fortune.cnn.com/2010/06/16/gates-buffett-600-billion-dollar-philanthropy-challenge/">The $600 billion challenge</a></p>
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		<title>460 Comic-Seiten Leben</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 13:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Havas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist eine alte Wahrheit: Österreichische Künstler werden bei uns erst dann wahrgenommen, wenn sie im Ausland erfolgreich sind. Wie die Comic-Zeichnerin Ulli Lust. Mit ihrem Teenager Road Movie "Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens" überzeugte sie in Deutschland Publikum und Feuilleton gleichermaßen. WIENER-Autor Harald Havas hat's gelesen und Ulli kennengelernt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Es ist eine alte Wahrheit: Österreichische Künstler werden bei uns erst dann wahrgenommen, wenn sie im Ausland erfolgreich sind. Wie die Comic-Zeichnerin <a href="http://www.ullilust.de/">Ulli Lust</a>. Mit ihrem Teenager Road Movie <a href="http://www.wienerpost.at/2010/06/heute-ist-der-letzte-tag-vom-rest-deines-lebens/">&#8220;Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens&#8221;</a> überzeugte sie in Deutschland Publikum und Feuilleton gleichermaßen. WIENER-Autor <a href="http://www.havas.at/archives/757">Harald Havas hat&#8217;s gelesen und Ulli kennengelernt</a>.</p></blockquote>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_4686" class="wp-caption alignleft" style="width: 233px"><strong><strong><a rel="attachment wp-att-4686" href="http://www.wienerpost.at/2010/07/460-comic-seiten-leben/ulli/"><img class="size-medium wp-image-4686" title="ulli" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/08/ulli-223x300.jpg" alt="" width="223" height="300" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Ulli Lust (Foto: privat)</p></div>
<p><strong>Als Ulli Lust am Donnerstag</strong> den 3. Juni 2010 beim <a href="http://www.comic-salon.de/">Internationalen Comic-Salon</a> in Erlangen den <a href="http://www.comic-i.com/aaa-icom/docs/preise_indie_home.html">Hauptpreis für den „Besten Independent Comic“</a> des ICOM (Interessensverband Comic) erhielt, fiel ihr ein Stein vom Herzen. &#8220;Weil ich eben nicht klassisch-konventionelle Comics zeichne (mit so einem Style und  virtuosem Strich), konnte ich nicht sicher sein, ob die Comicszene das Buch  akzeptiert&#8221;, sagt sie.</p>
<p><strong>In der Tat schlug Ulli zeitweise viel Ablehnung entgegen</strong>, in den langen vier Jahren bis zur Fertigstellung ihres Comic-Romans. Den Glauben an ihre Arbeit verlor sie aber nie. Sie wollte einfach eine gute Geschichte erzählen, eine, wie sie sagt &#8220;dicke Geschichte, weil ich selber dicke Bücher mag.“  Dass dieses Ansinnen schließlich doch noch nicht nur von ihren Kollegen, sondern auch von der allgemeinen Leserschaft goutiert wurde, zeigte sich bereits einen Tag später, am Donnerstag den 4. Juni  2010, als sie unter ehrlich lobenden Worten der moderierenden Comedienne <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hella_von_Sinnen">Hella von Sinnen</a> und des deutschen Nachwuchs-Literaturpapstes <a href="http://www.daserste.de/druckfrisch/">Dennis Scheck</a> einen <a href="http://www.comic-salon.de/index.asp?FsID=1&amp;NewsID=112&amp;spr=1">„Max und Moritz“-Preis</a> in Empfang nehmen durfte, den bedeutendsten Comic-Preis des deutschen Sprachraums. Noch dazu in jener Kategorie, die das Herz eines Künstlers wohl immer am meisten erfreut: Publikumspreis.</p>
<p><strong>Trotz stolzer 460 Seiten Umfang</strong> und noch stolzerer 30 Euro Verkaufspreis ist der beim Berliner <a href="http://www.avant-verlag.de/">avant verlag</a> erschienene Band bereits in der x-ten Auflage, Vertragsverhandlungen für weltweite Übersetzungen laufen, etwa mit Holland und Schweden,  eine spanische, französische und – nicht unpikant – italienische Ausgabe sind bereits fixiert. „Für die italienische Ausgabe hab ich den Namen des einen widerlichen Mafioso, der auf Deutsch ein Pseudonym trägt, auf seinen echten ändern lassen. Das hat er sich verdient!“, grinst Lust.</p>
<p><strong>Auch das Feuilleton</strong> reißt sich um die sympathische Künstlerin und ihr Buch. Sicher einerseits, weil es ein besonders ungewöhnliches Werk aus deutschsprachiger Comic-Produktion darstellt, aber vor allem wohl wegen Inhalt und Story <a href="http://www.wienerpost.at/2010/06/heute-ist-der-letzte-tag-vom-rest-deines-lebens/">(die komplette Synopsis finden Sie hier)</a>. Die Geisterbahnfahrt, die Höhen und Tiefen, ja, teilweise Abgründe der Reise der 17-jährigen packt die Leser und LeserInnen und lässt sie nicht mehr los. „Ich bin immer schockiert, wenn mir jemand sagt, er hätte das Buch in vier Stunden in einem Zug durchgelesen. Immerhin bin ich über vier Jahre daran gesessen“, so Lust. Aber <a href="http://www.wienerpost.at/2010/06/heute-ist-der-letzte-tag-vom-rest-deines-lebens/">„Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens“</a> ist nun mal ein Page-Turner, die schonungslos dargelegten Erlebnisse von Drogenkonsum bis Vergewaltigung, aber auch von Naivität und purer Lebenslust fesseln den Leser. Von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Punk">Punk</a>-Szene in Wien bis zu aus reinen Gründen des Abkassierens errichteten, schon beim Bau abreißreifen Neubauvierteln in Sizilien. Von dem ehemaligen absoluten No-No einer Intimrasur bis zum langsamen sexuellen Erwachen eines jungen Mädchens. Es sind schlicht tiefe Einblicke ins Menschsein, die Ulli Lust hier bietet. „Ein Augenzeugenbericht im Gegensatz zu fiktionalem Eskapismus“, sagt sie. Aber, so Lust weiter, „ Auch ein literarisches Werk, kein Tagebuch.&#8221;<br />
Wieviel Autobiographie, wieviel Fiktion ist, bleibt somit dem lustvoll spekulierenden Leser überlassen&#8230;</p>
<p>Leseprobe (pdf zum Download): <a href="http://download.graphic-novel.info/lust_der_letzte_tag_vorschau.pdf">HIER</a>!</p>
<div>
<hr /></div>
<p><strong>DIE FAKTEN: Ulli Lust</strong></p>
<p>Geboren 1967 in Wien, in Berlin lebend, Mutter eines Sohnes, ist Comiczeichnerin, Illustratorin und Verlegerin von Online-Comics. Nach einer abgebrochenen Lehre als Design- und Modezeichnerin in Wien illustrierte sie einige Kinderbücher und schloss anschließend das Studium des Graphikdesign Kunsthochschule Berlin-Weißensee ab. Mit ihrem neuesten Werk „Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens“ (avant verlag) erzielte sie einige Preise sowie internationale Aufmerksamkeit.<br />
Derzeit arbeitet Lust an einer Comic-Adaption eines bereits existierenden Romans. <a href="http://www.ullilust.de">www.ullilust.de</a>, <a href="www.electrocomics.net">www.electrocomics.net</a>, <a href="http://www.avant-verlag.de">www.avant-verlag.de</a></p>
<blockquote><p>DISCLAIMER: Diese Version entspricht nicht dem Artikel, der zum selben Thema im WIENER 348 (August 2010) erschienenen ist. Das geschieht auf Wunsch und nach Rücksprache mit der Künstlerin.</p></blockquote>
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		<title>Der begnadete Mistkerl</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 18:00:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein lumpiger Dollar Jahresgehalt... Der wahrscheinlich am schlechtesten bezahlte Chef der Welt ist gleichzeitig auch der erfolgreichste. Und der fieseste sowieso. Apple-Gründer Steve Jobs, eine Nahaufnahme. (Text: Rainer Himmelfreundpointner / Illustrationen: Blagovesta Bakardjieva)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ein lumpiger Dollar Jahresgehalt&#8230; Der wahrscheinlich am schlechtesten bezahlte Chef der Welt ist gleichzeitig auch der erfolgreichste. Und der fieseste sowieso. Apple-Gründer Steve Jobs, eine Nahaufnahme. (Text: <a href="http://www.be24.at/blog/author/rainer_himmelfreundpointner">Rainer Himmelfreundpointner</a> / Illustrationen: <a href="http://www.blagovesta.net/">Blagovesta Bakardjieva</a>)</p></blockquote>
<div id="attachment_4557" class="wp-caption aligncenter" style="width: 640px"><a rel="attachment wp-att-4557" href="http://www.wienerpost.at/2010/07/der-begnadete-mistkerl/steve-jobs/"><img class="size-full wp-image-4557" title="steve jobs" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/07/steve-jobs.jpg" alt="" width="630" height="840" /></a><p class="wp-caption-text">Marketing Genie: Was Jobs auch anfasst - es produziert Gold. WIENER-Illustratorin Blagovesta Bakardjieva hat ihn mit seinen schillerndsten Produkten dargestellt.</p></div>
<p><strong>Schon mal von dem Management-Buch „The No Asshole Rule“ gehört?</strong> Der Autor Robert Sutton landete damit in den USA einen Bestseller. Und er war ganz erstaunt, wie sehr sich die Leute für Mistkerle interessieren. „Sobald bekannt wurde, dass ich über Arschlöcher schreibe“, so der Professor der renommierten kalifornischen Stanford-Universität, „erzählten mir die Leute aus dem Silicon Valley freiwillig fürchterliche Geschichten über Steve Jobs. Diese Menschen hatten echt Angst vor ihm. Sie weinten und schrien. Jobs hat sie in einen grauenvollen Zustand versetzt. Vor allem in den frühen Jahren seiner Apple-Zeit.“</p>
<p><strong>Etwa so:</strong> Jobs feuert einen jungen Mitarbeiter, weil er ihm das falsche Mineralwasser bringt. Jobs überrascht ein Entwicklungsteam in einer Sitzung, da ihm etwas nicht passt, fragt willkürlich nach Namen, und wirft die Hälfte der Leute im Angesicht der restlichen Kollegen hinaus. Alle verstehen diese Botschaft – und hackeln daraufhin rund um die Uhr.</p>
<p><strong>Wenn man dem mittlerweile verstorbenen Jef Raskin</strong>, der an der Erfindung des Apple-Macintosh-Computers beteiligt war, glaubt, war Jobs auch ein lausiger Manager.<br />
In einem internen Memo schrieb er zusammen gefasst, dass Jobs …</p>
<p>… dauernd wichtige Meetings verpasse;<br />
… ohne nachzudenken wirre, absurde Entscheidungen fälle;<br />
… niemandem zuhöre und Entscheidungen – einmal so, einmal so – ex cathedra treffe</p>
<p><strong>„Heute findet er die Farbe Weiß super“</strong>, berichtet ein Apple-Manager, „also arbeitet das Design-Team mit dieser Vorgabe. Zwei Wochen später wirft er alles über den Haufen und das Team hinaus, weil er plötzlich Schwarz für toll hält“.</p>
<p><strong>Überdies war und ist Jobs offenbar</strong> ein nahezu manischer Geheimnistuer und Kontroll-Freak. Die Anekdoten darüber sind Legion. Apple-Leute fürchten sich immer noch vor dem „One Infinite Loop“, dem Antreten in Jobs’ Büro. Um das zu vermeiden, werden selbst von hochrangigen Mitarbeitern nicht nur (sowieso irreführende) Presseaussendungen, sondern auch interne E-Mails an Kollegen vor dem Versenden peinlichst kontrolliert und privat abgesprochen: ob man etwas so oder so sagen, dies oder das schreiben könne. Im Unternehmen gibt es ein geflügeltes Wort: „Du kannst alles machen, was du willst. An deinem letzten Tag bei Apple.“</p>
<p><strong>Nicht umsonst hängt in Steve Jobs Büro</strong> bis heute ein US-Plakat aus dem Zweiten Weltkrieg. Titel: „Loose lips might sink ships“, was soviel heißt wie: Ein unachtsames Wort kann Schiffe zum Sinken bringen. Für jeden der weltweit knapp 40.000 Apple-Mitarbeiter und tausende Lieferanten ist damit klar: Wehe, es dringt irgendwas Unerwünschtes oder zum falschen Zeitpunkt nach außen. Dieses Gesetz ist erbarmungslos.</p>
<p><strong>Denn Steve Jobs denkt in anderen Kategorien.</strong> Seine Vorbilder sind Leonardo da Vinci, Albert Einstein oder Isaac Newton. Sein Wunsch ist es, wie diese die Welt zu verändern. Das ist ihm mit erstaunlichem Erfolg gelungen. Und zwar in einer affenartigen Geschwindigkeit – eine Story wie von einem anderen Stern:</p>
<p><strong>Geboren 1955 im kalifornischen San Francisco</strong> als uneheliches Kind eines unvorsichtigen Studentenpärchens, das ihn sofort zur Adoption freigab. Aufgewachsen im kalifornischen Mountain View als Sohn von Clara und Paul Jobs, einem Automechaniker. Das College bereits nach einem Semester geschmissen. Lieber im Homebrew Computer Club herumgehangen, genauso wie der extrem talentierte Nerd Steve Wozniak. Einen Auftrag von Atari für die Entwicklung des Computerspiels „Breakout“ an Land gezogen, das Wozniak in nur vier Tagen programmierte. 5000 Dollar abgecasht, seinem Kumpel aber nur 500 bezahlt. Jobs flunkerte, er hätte nur 1000 Dollar bekommen. Aber er hatte seine wahre Bestimmung gefunden – Computer und Marketing.</p>
<p><strong>1976 gründete er gemeinsam mit</strong> Wozniak und Ronald Wayne die Apple Computer Company. Jobs hatte dafür seinen VW-Bus, Wozniak einen Texas-Instruments-Taschenrechner verhökert. Bald darauf kam mit dem „Apple I“ der erste Heimcomputer der Welt unter dem Logo mit dem angebissenen Apfel (bite) für 666,66 Dollar auf den Markt. Das war die Grundlage für Steven Paul Jobs’ Werdegang zum absoluten Säulenheiligen der Computerindustrie, überflügelt nur von seinem befreundeten Erzrivalen, Microsoft-Boss Bill Gates.</p>
<p><strong>Ein paar Jahre lang experimentierten</strong> die High-Tech-Pioniere mehr oder weniger erfolgreich (immerhin gelang 1980 die Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft) mit verschiedenen Apple-Versionen herum. Bis diese Produktlinie 1984 zugunsten des vorrangig von Jef Raskin entwickelten Macintosh – der erste kommerziell erfolgreiche Heimcomputer mit einer grafischen Benutzeroberfläche – aufgegeben wurde. Für mehr als eine Generation von Menschen sind die Dutzenden von Mac-Versionen zum unverzichtbaren Bestandteil ihres täglichen Lebens geworden wie die Morgentoilette oder der Gang aufs Klo.</p>
<p><strong>Längst ist Apple mit Produkten wie</strong> „iTunes“, „iPods“, „iPads“ oder „iPhones“ in fast alle Bereiche der Kommunikationsindustrie vorgedrungen. Mit bemerkenswerter Fortune: 2009 verzeichnete das inzwischen börsenotierte Unternehmen einen Umsatz von rund 43 Milliarden Dollar und einen Gewinn von etwa 8,3 Milliarden. Laut der US-Marktforschungsgruppe Milward Brown liegt der Wert von Apple bei 83,15 Milliarden Dollar. Steve Jobs hält als größter Einzelaktionär 5,5 Millionen Aktien oder 0,64 Prozent der Anteile der Firma.</p>
<p><strong>Doch nicht bei allem, wo Apple draufsteht,</strong> steckt auch Jobs dahinter. Bereits 1985 musste er das Unternehmen nach einem internen Machtkampf verlassen und gründete die „NeXT Computer Company“. Die NeXT-Workstation – ein eleganter schwarzer Kubus – war zwar technisch ihrer Zeit voraus. Immerhin programmierte der Internet-Pionier Tim Berners Lee auf so einem Ding die ersten World-Wide-Web-Versionen. Aber kommerziell war ihm damit kein rasender Erfolg beschieden. Es sei denn, man sieht von der Tatsache, ab, dass Jobs den Laden im Jahr 1996 um 402 Millionen Dollar an Apple verscherbelte und damit wieder in die Führungsetage seiner alten Firma einzog.</p>
<p><strong>Dazwischen hat er 1986</strong> – so im Vorbeigehen, wie es den Anschein hat – die „Pixar Inc.“ (ursprünglich ein Teil der Grafik-Abteilung von Lucas-Film, für die er George Lucas läppische fünf Millionen Dollar über den Tisch rieb) ins Leben gerufen. Keine zehn Jahre später landete Pixar mit dem Animationsfilm „Toy Story“ einen Welthit. Es folgten Blockbuster wie „Find Nemo“, „Ratatouille“ oder der Oscar-prämierte Streifen „Oben“. Kurzum: 2006 wurde das Studio für satte 7,4 Milliarden Dollar an den Unterhaltungsmulti Walt Disney weitergereicht. Seither ist der fast fanatische Vegetarier und bekennende Zen-Buddhist Jobs mit sechs Prozent der größte Einzelaktionär von Disney.</p>
<p><strong>Dieser Mann hat etwas von Howard Hughes</strong>, dem legendären Pionier der Luftfahrt-Industrie. Wenn er will, kann Jobs mit seinem Charme und schauspielerischem Markteting-Talent ein weltweites Publikum in seinen Bann ziehen. Berühmt sind seine Auftritte bei diversen Branchen-Messen, um persönlich ein neues Apple-Trum vorzustellen. Ein Ereignis, dem die globale Apple-Fan-Gemeinde wochenlang entgegen fiebert. Jobs schafft es immer wieder mühelos, jeden Hollywood-Star an die Wand zu spielen. Er macht das so: Eine Bühne mit XXXL-Screen wie für einen Rolling-Stones-Auftritt. Ein Presenter – besser: Einpeitscher – mit Scientology-Rhetorik. Eine Light-Show, die sich gerade mal Michael Jackson leisten konnte. Und nun kommt – gottgleich – ER. Lockerer Schritt. Coole Levis 501, leicht ausgewaschen. Dunkelblaues T-Shirt. Drei-Tage-Bart. Zahnarzt-Zähne. Gejohle, das zeitgleich auf You Tube zu hören und sehen ist. Dann nimmt ER das Mikro und sagt: „I have some really great stuff to show you today!“ Oder so. Und die Menge flippt aus, rennt zum nächsten Apple-Store und legt wie auf Befehl erhebliche Summen für ein neues „Kultteil“ mit dem Apfel-Logo ab. So geschehen am letzten Juni-Wochenende dieses Jahres, als innerhalb von drei Tagen nicht weniger als 1,7 Millionen iPhones4 über den Tresen gingen.</p>
<p><strong>Solche Shows gibt ER allerdings nicht mehr so oft.</strong> Beobachter meinen, dass sich sein unberechenbares Temperament seit der Heirat mit Laurene Powell und dank seiner drei Kinder, die er mit ihr aufzieht, gekühlt habe. Außerdem hätte ihn sein Gesundheitszustand demütiger gestimmt. 2004 wurde Jobs ein Tumor an der Bauchspeicheldrüse entfernt. Voriges Jahr wurde ihm wegen einer Hormonerkrankung die Leber transplantiert. John Warnock, ein langjähriger Freund, fast eine Vater gur für Jobs, meint hingegen: „Ich dachte, Steve wäre nach seinem Misserfolg mit NeXT deutlich verträglicher geworden. Aber inzwischen sehe ich das nicht mehr so.“</p>
<p><strong>Vieles deutet darauf hin</strong>, dass Steve Jobs im Grunde – abgesehen seiner Familie und engsten Freunden gegenüber – nach wie vor ein außergewöhnlicher, stinkreicher Mistkerl ist. Jüngstes Indiz dafür: Die Markteinführung des iPhones4 Ende Juni. Die Version dieses smarten Handys wurde um etliche Features und technische Spielereien erweitert. Coolstes Gadged: die Empfangsantenne, im Grunde nichts anderes als ein Stück Metall. Statt es im Gehäuse des hippen Teils – wie üblich – zu platzieren, hat es Apple silbrig glänzend an den schlanken Randbereichen appliziert. Das sieht zwar ziemlich cool aus, hat aber einen blöden Nachteil. Die meisten Menschen greifen Handys immer noch mit Daumen und wenigstens ein, zwei Fingern auf beiden Seiten an. Sobald sie leicht schwitzen, was im Sommer o vorkommt, berühren sie unabsichtlich das gar so lässige Antennen-Material. Folge eins: deutlicher Abfall der Empfangsqualität. Folge zwei: jede Menge aufgebrachter E-Mails und negative Schlagzeilen.</p>
<p><strong>Am 28. Juni 2010</strong> äußerte ER sich angeblich per E-Mail mit der lapidaren Auforderung: „Haltet das Ding einfach anders rum. Es gibt kein Empfangsproblem. Stay tuned.“ Auch wenn nicht bewiesen ist, das Jobs tatsächlich hinter der Mail steckt – ähnlich schauen würde es ihm.</p>
<p>P.S: Mittlerweile hat Apple auch offiziell reagiert und ein Problem eingestanden. Was genau die Ursache sein könnte, ist noch Gegenstand von Tests – und wilder Diskussionen unter Fans und Kritikern von legendary Mr. Jobs …</p>
<div>
<hr /></div>
<p><strong>DIE FAKTEN: Steve Paul Jobs</strong></p>
<ul>
<li>Geburtstag: 24. Februar 1955</li>
<li>Geburtsort: San Francisco</li>
<li>Leibliche Eltern: Joanne Simpson und (vermutlich)<br />
Abdulfattha Jandali, Politikprofessor aus Syrien</li>
<li>Adoptiveltern: Paul und Clara Jobs, beide verstorben</li>
<li>Ausbildung: High School, ein Semester Reed Colllege</li>
<li>Familienstand: Verheiratet seit 1991 mit Laurene Powell<br />
(geboren 1964)</li>
<li>Kinder: Lisa Brennan-Jobs (geboren 1978, gemeinsam mit<br />
seiner früheren Freundin Chris-Ann Brennan), Reed (geboren<br />
1991), Erin-Siena (geboren 1995) und Eve (geboren 1998)<br />
mit seiner Frau Laurene</li>
<li>Beruf: Vorstandsvorsitzender von Apple,<br />
Aufsichtsrat von Walt Disney</li>
<li>Vermögen: 5,6 Milliarden Dollar laut Forbes-Ranking 2010.136-reichster Mensch der Welt</li>
<li>Jahresgehalt: 1 Dollar</li>
<li>Politische Orientierung: Demokrat</li>
<li>Religion: Zen Buddhismus</li>
<li>Lieblingsorte: Yosemite, Paris, Route I-280 bei Stanford</li>
<li>Lieblingsmusiker: Bob Dylan, Joan Baez, Beatles,<br />
Grateful Dead</li>
<li>Lieblingsmöbel: eine 100.000-Dollar Stereoanlage</li>
<li>Lieblingskunst: Fotografie, japanische Drucke</li>
<li>Lieblingsessen: rohe Karotten, Sushi</li>
</ul>
<blockquote><p>Erschienen im WIENER 348 / August 2010</p></blockquote>
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		<item>
		<title>Die Nackten und die Schwangeren. &#8220;Titania&#8221;-Zeichnerin Klaudia Wanner im Interview</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/07/die-nackten-und-die-schwangeren/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 23:29:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Havas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Comics]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Titania]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das K in ihrem Vornamen verdankt sie der spontanen Laune ihres Vaters. Und auch sonst war das Leben der Klaudia Wanner von vielen Umwegen und Zufällen geprägt. Aber das Zeichnen, die Comics, waren immer dabei im Leben der kosmopolitischen Tirolerin. Im Interview erläutert sie, wieso Comics und Humor meist Männersache und starke Frauen ihr Anliegen sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Das <strong>K</strong> in ihrem Vornamen verdankt sie der spontanen Laune ihres Vaters. Und auch sonst war das Leben der <a href="http://www.kookgraphics.com">Klaudia Wanner</a> von vielen Umwegen und Zufällen geprägt. Aber das Zeichnen, die Comics, waren immer dabei im Leben der kosmopolitischen Tirolerin. Im Interview erläutert sie, wieso Comics und Humor meist Männersache und starke Frauen ihr Anliegen sind.</p></blockquote>
<p><strong>Wie bist du zum Zeichnen gekommen? </strong></p>
<p>Gezeichnet habe ich eigentlich im­mer schon. Als Kind war das mein Hobby. Da habe ich tagebuchartige Comics gemacht. Also, tatsächlich in Bildergeschichtenform.<br />
<a rel="attachment wp-att-4450" href="http://www.wienerpost.at/2010/07/die-nackten-und-die-schwangeren/105_tit/"><img class="size-medium wp-image-4450 alignright" title="105_tit" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/07/105_tit-300x178.jpg" alt="" width="300" height="178" /></a><strong></strong></p>
<p><strong>Hattest du da Vorbilder und Einflüsse?</strong></p>
<p>Ich bin in Genf aufgewachsen und dort gehören Comics zum Stan­dardrepertoire eines jeden Haus­halts. Egal, wo man hinkommt, überall liegen Comics herum. Als ich im Alter von zwölf wieder nach Österreich zurückgekommen bin, war es für mich ein Schock, dass das hier nicht so ist, sondern Comics hier auf Kinder reduziert sind. Dass aber Comics auch ein Teil der Er­wachsenenkultur sind – ein Teil der Kultur! – hat mir total gefehlt.</p>
<p><strong>Du hast eine Vielzahl von Aus­bildungen und Berufen hinter dir. Wann hast du profes­sionell zu zeichnen begon­nen? </strong></p>
<p>Nach der Matura habe ich einen Lehrgang in klassischer Grafik besucht – Gebrauchs­grafik, Werbegrafik. Das war meine erste Ausbildung. In Innsbruck gab es dann aber keine weiteren Fortbildungs­möglichkeiten und ich konn­te aus privaten Gründen nicht weg. Also habe ich begonnen in dem Bereich zu jobben. Das war aber eher abschreckend, weil du als An­fängerin erst einmal vier Jahre an der Reprokamera stehst. Das gefiel mir nicht, ich wollte etwas lernen und mehr Erfahrungen sammeln, als jahrelang in einem Kammerl zu stehen.</p>
<p>Darum hab ich dann eine Schau­spielausbildung gemacht. Das war auch etwas Künstlerisches, und et­was, das ich auch in Innsbruck ma­chen konnte. Ich wollte mich aus­leben, mich selbst erfahren. Später habe ich dann begonnen, Psychologie zu studieren. Denn das Verhal­ten und das Erleben von Menschen zählen zu meinen Spezialinteres­sen.</p>
<p><strong>Wie bist du dann doch zum Zeichnen als Beruf zurückge­kehrt? </strong></p>
<p>Gezeichnet habe ich immer neben­bei. Auch Cartoons und Comics. Und die wurden auch immer wie­der publiziert. Meine erste Veröf­fentlichung hatte ich mit 14 in ei­ner Innsbrucker Literaturzeitung. Später dann habe ich für diverse Studentenzeitschriften gezeichnet. Irgendwann hat sich dann heraus­gestellt, dass es das ist, was ich am liebsten mache – und was sich auch am häufigsten ergeben hat. Ich war</p>
<p>eigentlich immer eher passiv, aber es sind eben oft Leute mit verschiedenen Angeboten auf mich zugekommen. Und wenn es im Bereich Comic war, habe ich sofort ja gesagt.</p>
<p><strong>Bekannter wurdest du dann durch deine Zusammenarbeit mit der </strong><strong><a href="http://www.mixercomics.at/main/index.php?welcome=true&amp;menu=illustration">Zeichnergruppe „Mixer“</a> und durch den <a href="http://www.kookgraphics.com/main/index.php?menu=comics&amp;id=13&amp;idx=-1;&amp;pny=0">„Titania“-Strip</a> für die ORF-Comic-Website&#8230;</strong><strong></strong></p>
<p>Ja, mit <a href="http://www.mixercomics.at/main/index.php?welcome=true&amp;menu=illustration">„Mixer“</a> ging es los. Das war eine Gruppe von jungen Zeichnern und Zeichne­rinnen in Wien, die regelmäßig gemeinsam in Eigenregie Comics publiziert hat. Wir haben auch viele Comic-Ausstellungen und Happe­nings gemacht. Dann eben „Titania“ für ORF.at, die von Anfang an über die ganze Lauf­zeit mit dabei war. Gleichzeitig habe ich für Medienwerkstatt.cc ein paar animierte Kino­werbespots gemacht.</p>
<p>Später kam „Jackies Welt“ für „Die Welt der Frau“, eine sehr katholische, ländliche Abo-Zei­tung. In der Serie ging‘s um eine Mutter mit drei Kindern &#8230; Da habe ich mich oft schon etwas schwer getan, im Rahmen zu bleiben – und es gab auch einen empörten Leserbrief.</p>
<p><strong>Und die Seite für „Maxima“ ist jetzt eher neu? </strong></p>
<p>Die läuft seit 2008, zehnmal pro Jahr. Dieser Onepager ist „Titania“ jetzt inhaltlich wieder näher.</p>
<p><strong>Auffällig bei deinen Protagonistinnen, vor allem bei Titania, ist dieses absolute Selbstbewusstsein, diese 100-prozentige „Coolheit“. Ist das deine Absicht, ist das deine eigene Persönlichkeit? Denn es ist einfach ungewohnt, weil Frauen – sowohl von Männern als auch von Frauen – sonst oft eher etwas unsicher, etwas neurotisch dargestellt werden. Sogar in emanzipato­rischen Comics &#8230; </strong></p>
<p>Ja, das ist Absicht. Ich habe eine Sehnsucht nach autarken Frauen. Weil ich finde, dass die in den Medien fehlen. Auch im Film, aber be­sonders im Theater. Ich war ja früher Schau­spielerin und es hat mich total erschüttert, was für Rollen man da als Frau bekommt: sehr oft die klassische Opferrolle eben … Was ich auf der Bühne habe heulen müssen! Da habe ich mir gedacht, das kann‘s doch wohl nicht sein! Und weil sich meine Sehnsucht auch einmal ein Revolverweib zu spielen, das sich nichts gefallen lässt, am Theater nicht verwirklichen ließ, habe ich eben angefangen, das in den Co­mics zu realisieren.</p>
<p><strong>Wenn Comiczeichnerinnen keine Lie­bescomics oder Manga zeichnen, haben sie meist eher emanzipatorischen An­satz, sind oft lesbisch oder „männlich“ in Gehabe und Arbeiten. Ist Comic etwas Männliches? Besonders in der Humordo­mäne? </strong></p>
<p>Ich würde sagen, das Zeichnen von Comics hat etwas Autistisches – und es ist aggressiv. Und das sind Dinge, die eher Männern er­laubt sind. Ich weiß noch, dass ich als Kind immer sehr einzelgängerisch war – und mir das unglaublich zum Vorwurf gemacht wurde. Komm, du bist ein Mädchen, es ist Besuch da, komm, zeig dich &#8230; Und ich wollt mich lieber verkriechen. Aber bei meinem Bruder, der sich auch mit seinem Modellbau verkrochen hat, war das kein Problem. Frauen werden sehr stark sozialisiert – in Richtung sozial, etwas mit Menschen tun. Und da muss man sich schon sehr dagegen wehren, wenn man etwas Einzel­gängerisches tun will. Und Comiczeichnen ist ja wirklich ein sehr einsamer Beruf. Außerdem sind Comics etwas Aggressives. Humor ist im­mer aggressiv, weil man immer irgendwen in die Pfanne haut. Man macht sich damit nicht nur Freunde. Und da sind Frauen vielleicht gehemmt oder sie tun es nicht so gerne … je­manden angreifen, sich lustig machen. Weil sie sich eher einfühlen und niemanden verletzen wollen.</p>
<p><strong>Bist du durch deine Tiroler Herkunft beeinflusst? </strong></p>
<p>In gewisser Weise ja. Wir Tiroler sind oft sehr laut, sehr direkt. Das hilft mir vielleicht dabei, auch bei den Comics sehr direkt, pointiert, auch aggressiv zu sein. Diese Harschheit, diese Herbheit … Es kann schon sein, dass die mir hilft, mich Dinge zu trauen, auch gerade im künstlerischen Bereich.</p>
<p>DIE FAKTEN</p>
<blockquote><p><strong>Klaudia Wanner</strong><br />
geboren 1967 in Tirol, aufgewachsen in Genf, lebt und arbeitet nach aufenthalten<br />
in Innsbruck und München wieder in Wien, freischaffend in den bereichen Comics, Illustration, Animation und gelegentlich auch Malerei. Graphikausbildung und Schauspielausbildung in Innsbruck, Medienpsychologiestudium in Wien. Malerei-Crash-Kurs am Atelierprojekt München, Veröffentlichungen in Magazinen, Onlinemedien, Zeitungen und Werbung. Animierte Kinowerbespots im In- und Ausland. Mitglied der Comic-Gruppe Mixer. Link: <a href="http://www.kookgraphics.com">www.kookgraphics.com</a></p></blockquote>
<p>Das Interview wurde ursprünglich im <a href="http://www.rappelkopf.at/">Satiremagazin Rappelkopf </a>veröffentlicht und erscheint hier &#8211; erstmals ungekürzt &#8211; mit ausdrücklicher Genehmigung aller Beteiligten.</p>
<p><a href="http://www.wienerpost.at/category/genuss/comics/titania-comics-genuss/">&#8220;Titania&#8221; gibt es ab sofort auf wienerpost zu lesen</a> &#8211; jeden Dienstag neu!</p>
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		<title>Gebt mir einfach Liechtenstein!</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 06:54:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured.Today]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist ja weiter nichts Ungewöhnliches, dass Straßen oder Plätze für Dreharbeiten gesperrt werden. Aber darf's ein bisserl mehr sein? Für sein neues Video wollte Rapper Snoop Dog gleich ein ganzes Land mieten. Ok, war nur Liechtenstein, aber immerhin...  Das schöne daran: Es wäre möglich gewesen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ist ja weiter nichts Ungewöhnliches, dass Straßen oder Plätze für Dreharbeiten gesperrt werden. Aber darf&#8217;s ein bisserl mehr sein? Für sein neues Video wollte Rapper <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Snoop_Dogg">Snoop Dogg</a> gleich ein ganzes Land mieten. Ok, war nur Liechtenstein, aber immerhin&#8230;  Das schöne daran: Es wäre möglich gewesen!</p></blockquote>
<div id="attachment_4386" class="wp-caption aligncenter" style="width: 195px"><a rel="attachment wp-att-4386" href="http://www.wienerpost.at/2010/07/gebt-mir-einfach-liechtenstein/snoop/"><img class="size-medium wp-image-4386" title="snoop" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/07/snoop-185x300.jpg" alt="" width="185" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: snoopdogg.com</p></div>
<p>&#8220;Wir hatten schon oft Anfragen bezüglich Locations, auch Dörfern.&#8221;, sagt Karl Schwärzler, der die Liechtensteiner Event Marketing Agentur <a href="http://www.xnet.li/">Xnet</a> betreibt und mit seinem <a href="http://www.pressemeldungen.at/werbungmarketing/eineerfolgsgeschichte10jahrerentavillage.html"><em>Rent-A-Village</em>-Konzept</a> seit Jahren reüssiert, &#8220;Aber das ganze Land wollte noch nie jemand mieten. Es wäre machbar gewesen, wenn Snoop Doggs Management uns mehr Zeit gegeben hätte&#8221; (Original-Zitat: u.a. <a href="http://www.theboombox.com/2010/06/29/snoop-dogg-tried-to-rent-country-of-liechtenstein-for-video/">hier</a>)</p>
<p>Vielleicht mag ja ein anderer Kleinstaat in die Bresche springen? Das <a href="http://nymag.com/">New York Magazine</a> hat bereits den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vatikanstadt">Vatikan</a> vorgeschlagen&#8230;</p>
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		</item>
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		<title>Trendmodell &#8220;Coworking&#8221;: Arbeit sucht (Frei-)Raum!</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/07/coworking/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 20:42:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>default</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured.Today]]></category>
		<category><![CDATA[Lesestoff]]></category>
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		<category><![CDATA[Digitale Boheme]]></category>
		<category><![CDATA[Gastkommentar]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Digitale Boheme hat ein neues Steckenpferd: Coworking. Ein Hype aus Amerika oder eine echte Alternative zu herkömmlichen Arbeits(raum)konzepten? Spätestens im August werden wir es wissen: Da eröffnet in Wien "Sektor 5", ein Coworking Space nach internationalem Modell. Yves Schulz ist einer der Betreiber. Was Coworking für ihn bedeutet, hat er für wienerpost in einem Gastbeitrag zusammengefasst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Die Digitale Boheme hat ein neues Steckenpferd: Coworking. Ein Hype aus Amerika oder eine echte Alternative zu herkömmlichen Arbeits(raum)konzepten? Spätestens im August werden wir es wissen: Da eröffnet in Wien <a href="http://www.sektor5.at/wp/?page_id=619">&#8220;Sektor 5&#8243;</a>, ein Coworking Space nach internationalem Modell. Yves Schulz ist einer der Betreiber. Was Coworking für ihn bedeutet, hat er für <strong>wienerpost</strong> in einem Gastbeitrag zusammengefasst. (Text: <a href="http://twitter.com/yvendive">Yves Schulz</a> / Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/coworkcentral/">CoworkCentral</a>, Flickr)</p></blockquote>
<p><a rel="attachment wp-att-4257" href="http://www.wienerpost.at/2010/07/coworking/cowork-central/"><img class="alignleft size-medium wp-image-4257" title="Cowork Central" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/07/Cowork-Central-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Coworking">Coworking</a> entstand in Amerika</strong> als Antwort auf die sich geänderten Anforderungen einer stetig steigenden Anzahl  von mobilen Arbeitern. Hochflexible Fachkräfte, die sich nicht festlegen können oder wollen, ein Büro zu mieten und für die eine Bürogemeinschaft ebenso nicht in Frage kommt, weil diese die geforderte Flexibilität nicht erfüll kann. Dazu kommt der Aspekt des „Allein-Daheim-Arbeiten“, bei dem der soziale Kontakt, das Reden, kurz der persönliche Austausch fehlt.</p>
<p><strong>Auf der Suche nach Alternativen</strong> führte dies zu dem Versuch in öffentlichen Räumen wie Kaffeehäusern (<a href="http://www.helge.at/wlan/">mit freiem WLAN</a>) zu arbeiten. Dort ist man dann zwar nicht mehr allein, aber doch wieder für sich, da dort kein Austausch stattfindet, die soziale Interaktion fehlt. So entstanden aus den Notwendigkeiten Tisch, Stuhl, Laptop, WLAN und soziale Interaktion im Kontext des gemeinsamen Arbeitens <a href="http://coworking.de/">die ersten Coworking Spaces</a>, um eine funktionale Umgebung anzubieten. Coworking im Sinne von „Gemeinsam-Arbeiten“ ist aber nicht nur auf Coworking Spaces beschränkt. Coworking kann in jedem Raum stattfinden, der diese Bedürfnisse erfüllt. Das heisst: Es finden sich beliebig viele, mobile Arbeiter zusammen und vereinbaren einen Zeitpunk und einen Ort (Kaffeehaus, Wohnung etc.), um dort den ganzen Tag gemeinsam zu arbeiten, jeder an seinem eigenen Projekt, abschließend mit einem gemeinsam verbrachten Abend.</p>
<p><strong>Diese Treffen nennen sich &#8220;Jellies&#8221;</strong> und stellen die ursprünglichste Form des Coworkings dar. Bei Jellies finden Leute aller Bereiche zusammen, Journalisten, Blogger oder Tennislehrer, die an diesem Tag einfach ihre Buchhaltung machen wollen. Das spiegelt auch den Anspruch von Coworking wieder: Jeder kann teilnehmen; keiner wird ausgeschlossen. Die Diversifikation aus so vielen Bereichen wie möglich schafft eine inspirierende und kreative Atmosphäre für jeden und es entstehen Synergien, die auf ‚normalem’ Wege nicht entstehen würden. Coworking ist darauf angewiesen, viele Menschen aus verschiedenen Sparten für gemeinsames Arbeiten zu begeistern. Außerdem spiegelt diese Form des Arbeitens viel der eigenen Einstellung zu Arbeit und Leben der jeweiligen &#8220;Coworker&#8221; wider.</p>
<p><strong>Coworking Spaces</strong> sind sogenannte <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Third_place">&#8220;3rd Places&#8221;</a>, an denen soziales Leben mit Arbeit verbunden wird. Sie sind die konsequenteste Antwort auf die Ansprüche von flexiblen Arbeitern in einer sich verändernden Arbeitswelt. So sind aktuell 60% aller Unternehmen in Europa Einzelunternehmen ohne eigene Angestellte; ein Trend, der sich zeichnet seit einiger Zeit auch in Österreich abzeichnet. Tendenz wachsend. Die ‚Finanzkrise’ hat diese Entwicklung katalytisch beeinflusst, Unternehmen sind mehr und mehr bestrebt, ihren Mitarbeiterstamm zu verkleinern und Tätigkeiten auf flexible Arbeiter auszulagern.</p>
<p><strong>Das alles ist nur ein kleiner Ausschnitt</strong> aus dem, was Coworking ist, was es bedeutet, welchen Stellenwert es einnehmen wird. Er lässt vermuten und hoffen, dass Coworking nicht nur ein Trend ist, sondern zu einem festen Bestandteil in unserer Arbeitswelt wird. An dieser Stelle bleibt mir nur noch, das Buch <a href="http://wirnennenesarbeit.de/index.html?nr=20060928113212">„Wir nennen es Arbeit“ von Holm Friebe und Sascha Lobo</a> zu empfehlen, das die Hintergründe der sich abzeichnenden Änderungen der Arbeitswelt sehr gut beleuchtet. Mehr Informationen finden sich auf <a href="http://www.sektor5.at/wp/?page_id=619">unserer Website</a>! <em>[Anm.: und vielleicht im September-WIENER ;)]</em></p>
<p><code><script src="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=V20070822/DE/wwwwienerpost-21/8001/59891bdc-bffc-424c-9292-0f4694f088cd" type="text/javascript"> </script> <noscript><A HREF="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=V20070822%2FDE%2Fwwwwienerpost-21%2F8001%2F59891bdc-bffc-424c-9292-0f4694f088cd&#038;Operation=NoScript" mce_HREF="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=V20070822%2FDE%2Fwwwwienerpost-21%2F8001%2F59891bdc-bffc-424c-9292-0f4694f088cd&amp;Operation=NoScript">Amazon.de Widgets</A></noscript></code></p>
<p><strong>Weiterlesen?</strong></p>
<ul>
<li>FOCUS (21.6.2010): <a href="http://www.focus.de/finanzen/karriere/existenzgruendung/tid-18375/coworking-spaces-zehnerkarte-fuers-buero_aid_511859.html">&#8220;Zehnerkarte fürs Büro&#8221;</a></li>
<li>Financial Times Deutschland (30.6.2010): <a href="http://www.ftd.de/karriere-management/management/:coworking-einsame-freiberufler-arbeiten-zusammen/50132996.html">&#8220;Einsame Freiberufler arbeiten zusammen&#8221;</a></li>
<li>ZDF (20.2.2010): <a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/1/0,3672,8037985,00.html">&#8220;Der gemietete Kollege&#8221;</a></li>
<li>The new York Times (20.2.2008): <a href="http://www.nytimes.com/2008/02/20/business/businessspecial2/20cowork.html?_r=2&amp;ex=1361250000&amp;en=dbd589ebb73df147&amp;ei=5090&amp;partner=rssuserland&amp;emc=rss&amp;oref=slogin">&#8220;They&#8217;re Working on Their Own, Just Side by Side&#8221;</a></li>
<li>Read Write Web (14.6.2010): <a href="http://www.readwriteweb.com/start/2010/06/co-working-sites-in-your-city.php">&#8220;Co-Working Sites in Your City&#8221;</a></li>
</ul>
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		<title>Viktory!</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 20:46:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Viktor Gernot kann alles – er ist Schauspieler, Musiker, Sänger und Kabarettist. Und er ist ein guter Mensch. Österreichs bester Entertainer im Porträt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viktor Gernot kann alles – er ist Schauspieler, Musiker, Sänger und Kabarettist. Und er ist ein guter Mensch. Österreichs bester Entertainer im Porträt. (Text: <a href="http://inshunyata.tumblr.com/post/246413604/162-365-dr-wieser-got-a-cure-and-a-solution-for">Wolfgang Wieser</a> / Mitarbeit: Verena Eissner-Eissenstein / Fotos: <a href="http://www.wienerpost.at/author/sandra-keplinger/">Sandra Keplinger</a>)</p>
<p><strong>Keiner von uns nahm es Viktor Gernot übel</strong>, dass er sich verspätete. Wir saßen im Büro unserer Freunde vom <a href="http://www.gleichzeit.at/">Verlagtheater</a> gleichzeit, wo ihn Sandra fotografieren wollte, und warteten. Niemand murrte, niemand matschkerte, niemand blickte gequält auf die Uhr. Vielleicht, weil wir damit gerechnet hatten. „Er kommt gerne zu spät“, hatte uns <a href="http://www.viktorgernot.at/tontraeger.php">Richard Österreicher, mit dessen Bigband Gernot einen hinreißenden Crooner à la Frank Sinatra gibt</a>, gewarnt. Viel wahrscheinlicher aber ist, dass wir uns schlicht auf ihn freuten und ihm deshalb sogar ein wenig dankbar für seinen nachlässigen Umgang mit der Zeit waren – weil uns die Vorfreude so noch ein Weilchen länger erhalten blieb und uns eine angenehm dezente Anspannung bescherte.</p>
<p><strong>Also warteten wir auf den Mann</strong>, den uns sein Freund und Partner Michael Niavarani so beschrieben hatte: „Er ist ein pflegeleichter, höflicher und zuvorkommender Mensch, deshalb muss man nichts über ihn wissen, bevor man ihn trifft.“ Wenig später sollte Eva, die Stylistin, mit Hingabe an Gernots Hemd, Sakko und Mascherl herumnesteln, Sandra nach jedem Foto zufrieden schmunzelnd auf das Display ihrer Kamera blicken und Artdirektorin <a href="http://ninaullrich.at/">Nina</a> den Peter Alexander-Lieder anstimmenden Gernot nicht mehr aus den leuchtenden Augen lassen. Er war genau so, wie Niavarani ihn beschrieben hatte. Höflich, zuvorkommend und mit allen positiven Eigenschaften ausgestattet, die uns sonst noch in den Sinn kamen – kurz: ein Charmeur.</p>
<div id="attachment_4177" class="wp-caption aligncenter" style="width: 506px"><a rel="attachment wp-att-4177" href="http://www.wienerpost.at/2010/06/viktory/viktor-gernot/"><img class="size-full wp-image-4177" title="viktor gernot" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/06/viktor-gernot.jpg" alt="" width="496" height="700" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Sandra Keplinger</p></div>
<p><strong>Stimmt es, dass du noch nie jemanden beleidigt hast?</strong></p>
<p>Ich glaube, im Privatleben stimmt das. Im Kabarett kann man als Kunstfigur ganz andere Dinge sagen als im normalen Leben. Ich lebe nach dem Prinzip: Was du nicht willst, das man dir tut, das füg’ auch keinem anderen zu.</p>
<p><strong>Du wirkst immer sehr entspannt. Was macht dich narrisch?</strong></p>
<p>Im Auto, wenn ich alleine unterwegs bin, kann ich herrlich unfähige Verkehrsteilnehmer beschimpfen. Da fallen mir auch die wunderschönsten Schimpfwörter der österreichischen Sprache ein. Spontan.</p>
<p><strong>Im aktuellen Programm „2 Musterknaben“ wetterst du auch gegen die FPÖ. Was nervt dich an Strache und Co? </strong></p>
<p>Politik ist immer Manipulation. Aber ich wünsche mir, dass eine politische Kraft die Massen zu etwas hinführt und manipuliert, das zu aller Nutzen ist und menschliche Wärme mit sich bringt. Die manipulieren, wie alle anderen auch, sehr erfolgreich. Aber in Richtungen, die ich ekelhaft finde. Feindbilder schaffen. Ausgrenzen. Die niedrigsten Instinkte ansprechend. Die verkörpern alles, was ich nicht bin und ich nicht will.</p>
<p><strong>Dass Gernot Aversionen gegen Freiheitliche hegt</strong>, wussten wir, wir ahnten aber auch, dass sein Leben ein Fundus humoriger Anekdoten sein könnte. <a href="http://www.niavarani.at/web/">Michael Niavarani</a> sagt: „Je trauriger es uns im Leben ergangen ist, desto lustiger haben wir es gehabt. Im Sommertheater vor 20 Jahren ist mir der Bart runter gefallen, und ich habe zu ihm gesagt: Monsieur, ich habe meinen Mastix verloren. Was sagen Sie dazu? Das hat ihn so zum Lachen gebracht, dass er längere Zeit nicht weiterspielen konnte.“ Und <a href="http://www.uwekroeger.com/">Uwe Kröger</a> erinnert sich an folgende Geschichte: „Gernot stand auf dem Dach eines Hauses in Stuttgart, in dem wir uns mit <a href="http://www.annmandrella.com/">Ann Mandrella</a> eine Wohnung teilten. Eine unserer beiden Katzen war aus dem Fenster geklettert, und Gernot war ihr – trunken vom Vollmond, vielleicht auch vom Wein – gefolgt, um sie zu retten. Während er oben balancierte, fuchtelte ich, an der Dachluke stehend, wie ein Wahnsinniger mit den Armen. Die Katze zog den Schwanz ein, offenbar wollte sie sich lieber in die Tiefe stürzen, als sich von den seltsam herumschreienden Männern fangen zu lassen.“</p>
<p><strong>Eine Kasperliade à la Gernot</strong>, ganz typisch für ihn: „Er hat bei den Proben meistens den Clown gespielt, um alle aufzulockern“, sagt <a href="http://www.maya-hakvoort.com/">Maya Hakvoort</a>. Ein Mann, den die Männer mögen und die Frauen, sagen wir einmal, anziehendfinden: „Ich hab’ immer gefunden, er schaut gut aus“, schmunzelt <a href="http://www.andreahaendler.at/">Andrea Händler</a>, „ich hab’ ein Foto von ihm mit nacktem Oberkörper und meinen Händen auf seinem super Sixpack.“</p>
<p><strong>Der „super Sixpack“ ist übrigens das Ergebnis</strong> sportlichen Ehrgeizes, für Gernot seit Kindesbeinen wichtiger Teil seines Lebens, das am 18. Jänner 1965 in Enns seinen Anfang nahm. Er wuchs in Wöllersdorf bei Wiener Neustadt als Gernot Jedlicka (also Gernot Tannenbäumchen) auf, führt seinen Künstlernamen mittlerweile aber auch im Reisepass. Als Gymnasiast spielte er nicht nur mit seinen Lehrern in einer Rockband, er holte als Schwimmer im Team einen Staatsmeistertitel und unterhielt bei Schulausflügen schon damals den ganzen Bus. Nach dem Gymnasium schloss er seine Musical-Ausbildung am Konservatorium der Stadt Wien mit Auszeichnung ab und darf sich seither „Diplomierter Musical- und Operettendarsteller mit staatlicher Empfehlung zum Chansongesang“ nennen. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=G_ax2-jmJ4M">Mit „Elisabeth“ schaffte er 1992 endgültig den Durchbruch</a> <em>(Link anschauen!!)</em>, legte aber 2000 (nach insgesamt 2.000 Vorstellungen) seine Musical- Karriere für unbestimmte Zeit auf Eis.</p>
<p><strong>Er ist – trotz Absenz</strong> – ein großartiger Musical- Darsteller, Moderator, Schauspieler, Musiker, Sänger und höchst erfolgreicher Kabarettist. 100.000 sahen ihn in „Gefühlsecht“ mit Michael Niavarani, die aktuelle Produktion „2 Musterknaben“ ist auf Monate ausverkauft und mit seinem Solo-Programm „Grätznfest“ ist er in den Top 10 der Musik-DVD-Charts. Gernot ist Österreichs bester Entertainer: „Ein Perfektionist auf der Bühne“, sagt der Saxofonist seiner Band „Best Friends“, <a href="http://www.faulhammer.com/">Thomas Faulhammer</a>. „Er ist sich immer treu geblieben und ist mit sehr viel Talent, Charme und Intelligenz zu dem geworden, was er heute ist: der Viktor Gernot“, meint Musical-Star Uwe Kröger. Und „er versteht es, internationales Flair zu vermitteln“, sagt Andrea Händler. „Der Mann ist hochbegabt“, schwärmt Michael Niavarani, „arbeitet sehr fleißig und sehr viel, liebt das, was er macht und schaut wahnsinnig gut aus“. Pause. Schelmischer Nachsatz: „In Wahrheit ist es wahrscheinlich nur der Körper.“</p>
<p><strong>Wie ist es um dein Selbstvertrauen bestellt?</strong></p>
<p>Es läuft sehr gut bei mir. Und es läuft sehr gut seit vielen Jahren. Da kann man auf hohem Niveau jammern. Ich kann nicht sagen, wie ich mich fühlen würde, wenn ich meine wunderbar laufende Beziehung beenden müsste oder sie beendet würde und ich gleichzeitig einen Flop auf der Bühne lande. Ich nehme an, dann wäre es mit meinem Selbstbewusstsein schnell vorbei.</p>
<p><strong>Willst du von allen geliebt werden?</strong></p>
<p>Nein. Es gibt einen Spruch, „Toleranz heißt, die Intoleranz nicht zu tolerieren“ (von Karl Popper, Anm.). Diesen Satz finde ich sehr passend. Ich muss nicht jedem Arschloch gefallen.</p>
<p><strong>Bist du bereits der Typ, mit dem du alt werden könntest?</strong></p>
<p>Jaja. Ich habe mich schon wunderbar mit mir arrangiert.</p>
<p><strong>Du findest Otto Schenk mutig, ist er auch wegen seines Durchhaltevermögens für dich ein Vorbild?</strong></p>
<p>Wenn es mir in diesem Alter noch Spaß machen sollte, dann ja. Weil noch immer eine sehr große Qualität da ist. Was ich nicht möchte, ist ein Jopi Heesters-Schicksal. Da würde ich mir wünschen, dass mich jemand gnädig von der Bühne schießt. Der Peter Alexander ist das glatte Gegenteil. Selbst unter Androhung von vielen Millionen Euro lässt er sich zu nichts mehr bewegen, seit vielen Jahren. Ich glaube aber, ich werde eher so ein Otto-Schenk-Typ werden.</p>
<p><strong>Hast du zu Peter Alexander noch Kontakt?</strong></p>
<p>Der Nia und ich besuchen in zweimal im Jahr – auf seine Einladung hin. Da gibt es ein gemeinsames Mittagessen und eine Plauderstunde. Ich nehme die Gitarre mit, er spielt Klavier, wir musizieren gemeinsam. Und dann erzählt er Anekdoten. Vor allem solche, die er im Fernsehen nicht erzählen konnte, weil sie ein bisschen zu frivol gewesen wären.</p>
<p><strong>Wäre es für dich eine Option, eine Show wie sie der Peter Alexander gemacht hat machen – wo du alle deine Begabungen verknüpfen kannst? Oder ist die Zeit dieser Shows vorbei? </strong></p>
<p>Prinzipiell wäre das ein Traum. Aber ich glaube, die Zeit ist vorbei.</p>
<p><strong>Gernot schlüpfte in das dritte Sakko.</strong> Mit größter Sorgfalt platzierte Eva ein schwarzes Mascherl auf dem Revers, hin und wieder kann Lässigkeit auch harte Arbeit sein. Oder eine Stärke: „Er kann so tun, als wäre er wahnsinnig diszipliniert und ordentlich“, hatte Niavarani über ihn gesagt. „In Wahrheit ist er aber genauso chaotisch wie ich.“ Schwächen? „Schwächen gibt’s keine“, sagt Richard Österreicher. „Ich kenne nur Stärken“, meint Thomas Faulhammer. Und „Homemade french fries“ aus Plastikbeutel und Backofen, wie Uwe Kröger meint, sind wohl eher ein Zeichen praktischer Veranlagung, denn echte Schwäche. Nachdenklicher stimmt da eher Maya Hakvoorts Überlegung. Sie meint, „er möchte es immer allen recht machen und ist harmoniebedürftig“. – „Da trifft sie es wahrscheinlich ganz gut“, sagt Gernot. „Beruflich bedeutet das, dass man versucht, alles so perfekt zu machen, dass man sich denkt, das kann keiner schlecht finden. Und ich versuche sicherlich auch, es meiner Freundin, meinen Freunden, meiner Familie recht zu machen.“ <a href="http://www.josefstadt.org/Theater/Ensemble/Regie_Ausst/SobotkaW.html?type=Regie%20und%20Austattung">Werner Sobotka</a> sagt: „Er ist echt ein guter Mensch.“</p>
<p><strong>Über dich sagen viele, die dich gut kennen: Er ist lustig, aber so ganz öffnet er sich nie – eine richtige Beschreibung?</strong></p>
<p>Das könnte stimmen.</p>
<p><strong>In „Gefühlsecht“ heißt es, wir lassen „die Hosen unserer Seelen“ runter. Wie viel hast du in diesem Programm von dir verraten?</strong></p>
<p>Den String-Tanga habe ich angelassen.</p>
<p><strong>Warum hast du eine Gesprächstherapie gemacht?</strong></p>
<p>Ich hatte vom Anfang meiner Karriere bis Mitte 30 eine sehr lange und sehr intensive Arbeitsphase. Ohne Ruhepausen. Ohne Urlaub. Ich war wahnsinnig beschäftigt. Und dann war ich 35 oder 36 und habe immer öfter gedacht: Wer bin ich, wenn ich diesen Job nicht mache? Was bleibt übrig vom Gernot? Die Antwort war ernüchternd, weil ich mich fast ausschließlich über meine Arbeit definiert habe. Die Erkenntnis, dass ich ohne Job nicht über den Tag kommen würde, keinen Bekannten- und Freundeskreis hatte, habe ich professionell besprechen müssen. Das war eine großartige Entscheidung. Nach einem halben Jahr in einer klassischen Gesprächstherapie bin ich wunderbar gestärkt daraus hervorgegangen.</p>
<p><strong>Wer ist dein bester Freund?</strong></p>
<p>Darf ich auch zwei nennen?</p>
<p><strong>Ja, sicher.</strong></p>
<p>Thomas Strobl [Bassist in seiner Band, Anm.] und der Michael Niavarani.</p>
<p><strong>Was macht einen besten Freund aus?</strong></p>
<p>Ich habe gelernt, dass Männer-Freunde wenig voneinander verlangen. Und dass durchaus eine Zeit verstreichen kann, wo man wenig bis gar keinen Kontakt hat. Dann gibt es wieder das nächste Treffen und man nimmt quasi das Gespräch an der Stelle auf, wo man es vor drei Monaten beendet hat. In guten Zeiten kann jeder und leicht Freund sein. Das Wichtigste ist, dass jemand mit großer Selbstverständlichkeit an deiner Seite ist, wenn dir die Tragödie ins Leben patzt.</p>
<p><strong>Können Männer und Frauen Freunde sein?</strong></p>
<p>Wenn sie das Sexuelle hinter sich gebracht haben – ja.</p>
<p><strong>Deine Freundin ist auch deine Managerin – wie hält sie denn diese Doppelbelastung aus?</strong></p>
<p>Es ist eine Herausforderung. Aber es funktioniert hervorragend. Wir sind seit über zwei Jahren zusammen und seit eineinhalb Jahren gibt es die berufliche Zusammenarbeit. Wir dürfen nur weder beruflich noch privat wirklich ernsthaft zu streiten beginnen, weil dann wird es kompliziert.</p>
<p><strong>Ist Liebe ein Vergnügen oder anstrengende Arbeit?</strong></p>
<p>Liebe ist natürlich ein Vergnügen. Das ist das höchste Versprechen, eitel Wonne erleben zu können – um das über einen langen Zeitraum zu erhalten, muss man arbeiten. Von selbst geht es nur am Anfang. Aber ich bin inzwischen so, dass ich mich nicht mehr vor der Arbeit scheue.</p>
<p><strong>Und da lächelten wir.</strong> Unsere Vorfreude war berechtigt. Ganz und gar.</p>
<p><strong>DIE FAKTEN</strong></p>
<blockquote><p><strong>Viktor Gernot </strong>wurde als Gernot Jedlicka am 18. Jänner 1965 in Enns geboren, wuchs in Wöllersdorf bei Wiener Neustadt auf. Er absolvierte Schwimm-Gymnasium und Konservatorium der Stadt Wien, schaffte mit „Elisabeth“ den Durchbruch. Derzeit als Kabarettist (Solo und im Duo mit Niavarani), Sänger (mit seiner Band bzw. der Bigband von Richard Österreicher). Er lebt mit seiner Managerin Susanne Minichsdorfer in Wien.<strong> </strong></p></blockquote>
<p>Erschienen im WIENER 347 / Juli 2010<strong><br />
</strong></p>
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		<title>Staberl leibhaftig</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 07:26:34 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Richard Nimmerrichter, Jahrgang 1920, schrieb 37 Jahre lang jeden Tag eine Kolumne für die „Kronen Zeitung“. Der WIENER traf den einst umstrittensten Journalisten Österreichs. Ein Interview so unverblümt wie seine Kolumnen. (Text: Verena Eissner-Eissenstein, Martin Thomas Pesl / Foto: Marco Rossi)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Richard Nimmerrichter, Jahrgang 1920, schrieb 37 Jahre lang jeden Tag eine Kolumne für die „Kronen Zeitung“. Der WIENER traf den einst umstrittensten Journalisten Österreichs. Ein Interview so unverblümt wie seine Kolumnen.<br />
Text: Verena Eissner-Eissenstein, Martin Thomas Pesl / Fotos: Marco Rossi</p></blockquote>
<p><a rel="attachment wp-att-3956" href="http://www.wienerpost.at/2010/06/staberl-leibhaftig/staberl/"><img class="alignright size-medium wp-image-3956" title="staberl" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/06/staberl-226x300.jpg" alt="" width="226" height="300" /></a><strong>In <a href="http://www.kabarett.cc/div/prog.php?pid=priv">„Hader: Privat“</a> verwandelte sich der Teufel</strong> in den Staberl, um furchterregender zu wirken. Im echten Leben wurde Richard Nimmerrichter beschimpft und bejubelt. Alles, was seiner klaren und strukturierten Wahrnehmung seines geliebten Österreichs widersprach, zog er erbarmungslos durch den verbalen Fleischwolf. 2001, nach über 13.500 im 24-Stunden-Takt produzierten Kolumnen, ging der Staberl in Pension, in einem mythenumrankten Streit mit seinem Chef <a href="http://derstandard.at/1276413394846/Dichand-und-die-Macht-Das-Volk-die-Zeitung-und-der-Alte">Hans Dichand</a>, dem Tycoon der <a href="http://www.kobuk.at/2010/06/die-krone-oesterreich-zwischen-den-linien/">„Krone“</a>. Die „Kleine Zeitung“ erklärte den Staberl vor vier Jahren in einem Nebensatz irrtümlich für tot. Richard Nimmerrichter jedenfalls lebt – und wie!</p>
<p><strong>Was ist aus dem linkenhassenden Brachialwetterer geworden?</strong>, fragten wir uns und besuchten den knapp 90-jährigen in Pörtschach am Wörthersee – um dort im ausgiebigen WIENER-Gespräch eine Überraschung zu erleben: Er wird nicht müde, seinen Hass auf das Hitlerregime zu betonen, und erklärt, wie er zwei Juden Leben und Karriere verdankt. Im Krieg entging er einst der Internierung, weil er überzeugend einen Franzosen spielte und ihm ein jüdischer Kommissar die erfundene Identität bestätigte, der andere brachte ihn bei „United Press“ unter. Gegen die moderne Technologie hat er nix, auch wenn er sie selbst nicht verwendet. Er ist sich sicher, nie etwas falsch gemacht zu haben, und lacht über seinen Text, an dessen Beispiel 2004 der Kronen Zeitung der Ruf des Antisemitismus gerichtlich bestätigt wurde: Der jüdische Journalist Rosenthal war von ihm abwechselnd als Rosenbaum und Rosenzweig bezeichnet worden – ein Tippfehler, sagt er heute. Im Gespräch präsentiert sich der berüchtigte Streithansl (als „Starjournalist“ bezeichnet zu werden, findet er lächerlich) geradezu gesellschaftsfähig – und das, obwohl er Gesellschaft auch heute noch genussvoll meidet: Auf Kinder und Enkel hat der erprobte Einzelgänger bewusst verzichtet, Kollegen von der Zeitung hat er schon damals nicht privat getroffen, und mit seiner Lebensgefährtin teilt er keine gemeinsame Wohnung: Alleinsein ist ihm ein Geschenk. Aus der Kirche ist Nimmerrichter ausgetreten, trotzdem wird der Verein zur Erhaltung des Stephansdoms einen Gutteil seines Vermögens erben. Aus solcherlei Widersprüchen zwischen äußerer Wahrnehmung und innerer Haltung bezieht Richard Nimmerrichter seine Ruhe und Kraft – und aus regelmäßigen Saunabesuchen.</p>
<p><strong>Wieso haben Sie sich für den Journalismus entschieden? </strong></p>
<p>Mit 11 habe ich gesagt, dass ich Journalist werden möchte. Ich habe nie etwas anderes werden wollen. Meine zwei Jahre als Chefredakteur der Weltpresse waren die schlimmste Zeit meines Lebens. Ich wollte schreiben und nicht verwalten. Da habe ich auch erkannt, dass es im Berufsleben wichtig ist zu wissen, was man kann, aber ungleich wichtiger zu wissen, was man nicht kann und die Finger davon zu lassen. Wenn mich früher wer gefragt hat, was ich als Journalist machen will, habe ich gesagt: jeden Tag eine Geschichte schreiben. Und das ist es geworden. 37 Jahre lang.</p>
<p><strong>Waren Sie nie auf Urlaub?</strong></p>
<p>Wenn ich weggefahren wäre bei der Krone, dann säßen Sie heute nicht hier. Denn diese Wohnung und die in Gastein habe ich mir genommen, damit ich auch im Urlaub meine Kolumne weiter schreiben kann. Ich bin auch jetzt ein Urlaubsmuffel.</p>
<p><strong>Was war Ihre größte Inspirationsquelle?</strong></p>
<p>Eigentlich das Fernsehen, weil es am meisten verbreitet und am wirksamsten ist. Die Macht der Zeitungen wird überschätzt.</p>
<p><strong>War die Kolumne von Anfang an – entweder von Ihnen oder vom Herausgeber – so angelegt, dass sie provoziert? </strong></p>
<p>Nur von mir. Die Kolumne hat zur Voraussetzung Feinde. Und wenn nicht genügend da waren, musste ich mir welche züchten. Eine Lieblingsfeindin von mir war die frühere <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johanna_Dohnal">Frauenministerin Dohnal</a>. Als die abgesägt wurde, war das für mich ein schwerer Verlust. Von der habe ich Stoff bekommen, noch und noch.</p>
<p><strong>Gab es auch Sachen, die Sie schreiben wollten, die sich aber mit der Blattlinie nicht vertragen haben?</strong></p>
<p>Ich bin ja kein Narr. So verbockt bin ich nicht gewesen, dass ich gegen die eigene Zeitung schreibe.</p>
<p><strong>Sie sind oft angegriffen worden, hatten 58 Verurteilungen wegen übler Nachrede usw.</strong></p>
<p>Ich wurde 156 Mal geklagt. Meistens war ich gar nicht bei den Verhandlungen. Das war alles vorzugsweise in den ersten Jahren. Es hat sich nämlich herumgesprochen, dass Klagen nichts nützt. Ich habe mich schon manchmal gefragt: Hast du etwas falsch gemacht? Bist jetzt schon drei Monate nicht geklagt worden? Du musst wieder einmal.</p>
<p><strong>War es ein starker Druck für Sie, immer abliefern zu müssen?</strong></p>
<p>Zunächst nicht, aber 1985 habe ich das Pensionsalter erreicht. Da wollte ich schon gehen. Der Dichand hat gesagt: Das kannst du nicht machen. Ein paar Jahre brauchen wir das noch. Er hat an meine Loyalität appelliert. Und ich habe gesagt: Der hat mir die Verwirklichung eines Jugendtraumes möglich gemacht. Ich halte Loyalität für die höchste aller menschlichen Tugenden.</p>
<p><strong>Hat sich die Krone ohne Sie verändert?</strong></p>
<p>Ich sehe die Auflagenentwicklung. Mein Abgang hatte keine negativen Folgen. Nur diese EU-Gegnerschaft kann ich nicht nachvollziehen. Wir haben dort alle bei der Volksabstimmung für die EU gestimmt. Man darf die EU ja nicht als Ideal sehen. Es ist uns nichts anderes übrig geblieben. Wollen wir uns gegen einen ganzen Kontinent stellen?</p>
<p><strong>Haben Sie heute noch Kontakt zu Herrn Dichand? </strong>[Anm. Dieses Interview wurde drei Wochen vor Dichands Tod geführt]</p>
<p>Wir hatten immer ein sehr korrektes Verhältnis, aber nie persönlichen Kontakt.</p>
<p><strong>Gehen Sie wählen?</strong></p>
<p>Ich habe bei der letzten Bundespräsidentenwahl nicht gewählt. Da oute ich mich jetzt. Und bei der vorigen Bundespräsidentenwahl habe ich zum ersten Mal in meinem Leben über den Stimmzettel einen Strich gemacht und hingeschrieben: Amt unnötig, zu teuer, überflüssig.</p>
<p><strong>Haider?</strong></p>
<p>Wir waren nicht befreundet. Ich war mit ihm bekannt, habe ihn aber vier Jahre vor seinem Tod nicht mehr gesehen, weil ich mit verschiedenen Dingen nicht mitgekommen bin, die er gemacht hat. Aber er war ein amüsanter und gescheiter und jeder Zeit ergiebiger Gesprächspartner.</p>
<p><strong>Strache?</strong></p>
<p>Ich weiß nicht recht. Also der Strache ist mir nicht sehr koscher, wenn ich so sagen darf.</p>
<p><strong>Die Grünen?</strong></p>
<p>Die sind ja überhaupt eine nicht existierende Größe. Wenn die richtig links wären, wäre mir das noch lieber als sie spielen sich auf als ökologische Vorkämpfer und sind in Wirklichkeit halbe Bolschewiken.</p>
<p><strong>Haben Sie Angst vor dem Sterben?</strong></p>
<p>Überhaupt nicht. Mit meinem Tod erlischt mein Interesse an mir.</p>
<blockquote><p><strong>DIE FAKTEN</strong></p>
<p>Richard „Staberl“ Nimmerrichter, geboren am 31. Dezember 1920, arbeitete nach der russischen Kriegsgefangenschaft als Journalist &#8211; auch Sport- und Chefredakteur &#8211; beim Amerikanischen Nachrichtendienst, der United Press, der Welt am Montag und der Weltpresse. Von 1965 bis 2001 schrieb er als „Staberl“ eine tägliche Kolumne bei der Kronen Zeitung. Heute pendelt der sportliche 89-Jährige (Schwimmen, Rad fahren) zwischen seinen Wohnsitzen Wien und Pörtschach.</p></blockquote>
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		<title>Romeo und Julia in Nairobi</title>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 07:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Theater]]></category>
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		<description><![CDATA[Der österreichische Regisseur Stephan Bruckmeier macht Theater dort, wo man es nicht für möglich hält: Mitten in den Slums von Nairobi, rund um die größte Mülldeponie des Landes. Wie das ambitionierte Projekt nicht nur das Leben im Slum, sondern auch sein eigenes nachhaltig verändert, erzählt er im WIENER Interview.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Der österreichische Regisseur <a href="http://www.bruckmeier.info">Stephan Bruckmeier</a> macht Theater dort, wo man es nicht für möglich hält: Mitten in den Slums von Nairobi, rund um die größte Mülldeponie des Landes. Wie das ambitionierte Projekt nicht nur das Leben im Slum, sondern auch sein eigenes nachhaltig verändert, erzählt er im WIENER Interview. (Fotos: ©Heike Schiller)</p></blockquote>
<p><strong><img class="aligncenter size-medium wp-image-2348" title="Hope Theatre 5" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/05/nairobi4-klein-300x200.jpg" alt="Hope Theatre 5" width="300" height="200" /></strong></p>
<p><strong>WIENER:</strong><br />
<strong>Wie bist du überhaupt nach Nairobi gekommen?</strong></p>
<p><strong>Bruckmeier:</strong><br />
Ich habe in Kärntnen im Rahmen des Carinthischen Sommers ein Projekt über bedeutende Kärntner Humanisten gemacht, Menschen, die das Land verlassen haben und im Ausland wirken. Dabei habe ich u.a. den Peter Quendler kennen gelernt, der für die Caritas „Nachbar in Not“ aufgebaut hat, Frauenhäuser in Afghanistan errichtet hat etc. – Kurz: Ein wahnsinnig umtriebiger Mensch. Da entwickelte sich ein Gespräch über das Thema „Wie machen Menschen Kunst in Ländern, wo sie – um es ganz banal zu sagen – nichts zu fressen haben?“ Quendler hat mir von einem Projekt erzählt, dass er unterstützt: Eine 75jährige Ordensschwester, die in Nairobi eine Schule gegründet hat. Es gibt zwei große Slums in Nairobi. Das eine ist Kibera mit ca. einer Million Menschen Einwohnern &#8211; das ist  im Südwesten der größte zusammenhängende Slum Afrikas. Das andere sind die Nordöstlichen Viertel Korogocho, Kariobangi, Huruma, Madoya und Dandora mit weiteren 500.000 Einwohnern, das Slumgebiet um die große Mülldeponie der Stadt. Diese Ordensschwester hat einen Grund gesucht und am Wasser auf Stelzen eine Schule für 400 Kinder gebaut. Den Grund haben sie ihr billig verkauft, nach dem Motto, dort kann man eh nix hinbauen&#8230; Das war das erste Projekt. Mittlerweile wurde bereits die 5. Schule eröffnet – über freie Spenden und über zwei kleine Caritas-Strukturen (Caritas Kärntnen &amp; Südtirol). Sie hat drei Mitarbeiter – zwei für die Buchhaltung und eine Sozialarbeiterin aus Kenia – und zu viert betreuen sie eine Schule mit 100 Lehrern und 1000 Kindern. Diese Kinder könnten sonst in keine Schule gehen. Sie bekommen dort drei Mahlzeiten und versorgen zum Teil auch noch die Familien mit Nahrung. Korogocho hat im Bürgerkrieg traurige Berühmtheit erlangt, weil sie sich dort ungemein niedergemetzelt haben. Aber dieses Projekt hat diesen großen Slum von Grund auf verändert. Das ganze Lebensgefühl ist ein anderes geworden. Es gibt keine bettelnden Kinder mehr, denn die sind alle in den Schulen und haben zu essen. Es entsteht langsam Vertrauen in das Leben.</p>
<p><strong>Aber das erklärt noch nicht, wie es Dich dorthin verschlagen hat&#8230;</strong></p>
<p>Ich hab nach dem Gespräch gesagt, gut, ich schau mir das einmal an. Ich bin auf eigene Kosten runtergeflogen und hab mir das angeschaut. Nach einer Woche war mir klar: Entweder ich gehe jetzt und komme nie wieder oder, wenn ich jetzt anfange, etwas zu tun, dann muss das langfristig sein, denn es entsteht sehr schnell ein Vertrauen, das man nicht enttäuschen darf. Ich hab überlegt: Schaffe ich das? Das kostet Zeit, Geld&#8230; Aber es ist so, wie wenn man sich fragt: „Will ich ein Kind oder nicht?“ – und dann ist man plötzlich schwanger. Nach zwei Wochen hab ich gewusst: Das ist ab jetzt Teil meines Lebens.<br />
Dann hab ich dort also „Romeo und Julia“ gemacht, in einer sehr adaptierten Version. Ich hab das Stück deshalb genommen, weil das genau die Geschichte des Bürgerkriegs zwischen den ist. Ich wollte aber nicht als Weißer dorthin kommen und jetzt ein Stück über deren Bürgerkrieg machen, denn es ist wahnsinnig wichtig, dass sie selber ihre Geschichte erzählen, dass man da halt hilft und mitarbeitet, ihnen aber nicht die europäische Sichtweise von außen aufoktruiert.<img class="aligncenter size-medium wp-image-2345" title="Hope Theatre 2" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/05/nairobi1-klein-300x200.jpg" alt="Hope Theatre 2" width="300" height="200" /></p>
<p><strong>Warum Theater?</strong></p>
<p>Erstens bin ich Theatermacher und das ist einfach mein Metier. Dann arbeite ich seit fast zehn Jahren kontinuierlich mit Jugendlichen. Der Bereich des pädagogischen Theaters ist mir irgendwann sehr wichtig geworden.. Das heißt nicht, dass ich das andere Theater, bei dem es um die subjektive künstlerische Ästhetik und Aussage geht,  nicht auch machen will, aber das zusammenarbeiten mit Kindern wird mir immer wichtiger.<br />
Und dann ist es so, dass in Nairobi sehr viele kleine, lokale  Initiativen – so wie jetzt auch meine – sehr viel über Theaterformen bewegen: Über Tanz, über Akrobatik, über kleine Szenen, die sie selber schreiben, z.B. über den Kampf gegen Drogen, warum ist es nicht gut Leim zu schnüffeln etc. Theaterarbeit wird also verbunden mit Aufklärung und politischem Diskurs.</p>
<p><strong>Wie alt sind die Darsteller, mit denen du arbeitest?</strong></p>
<p>Zwischen 16 und 23, aber es sind auch Kinder dabei. Bei Romeo &amp; Julia waren 300 Kinder zwischen 6 und 12 Jahren dabei, mit denen ich Chöre einstudiert habe.</p>
<p><strong>Wenn ich in einen Slum fahre und mich dort umsehe, ist nicht das erste, das mir in den Sinn kommt: Was die hier brauchen, ist Theater&#8230;</strong></p>
<p>Nein, aber spätestens das dritte. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Weil man ganz schnell merkt, das Schlimmste ist Mitleid. Das braucht dort kein Mensch. Sie wollen Respekt, sie wollen Dialog und sie wollen gerne, dass man eine Banane kauft -  nicht, dass man ihnen Geld schenkt. Das heißt, im Grunde man macht das, was man kann – ich eben Theater &#8211; damit Menschen das können, was sie wollen: Geld verdienen und damit die Struktur in diesem Slum verändern.<br />
Da ich nun einmal Theatermacher bin und viele dort das sehr gerne machen wollen, ist es für mich naheliegend genau das zu tun. Die Leute verdienen nicht sehr viel Gage, was halt durch Spenden reinkommt, aber durch das Geld kaufen sie sich etwas zu essen und davon lebt wiederum der Greißler oder die Frau, die vom Feld zehn Melonen holt – und dann hat sie vielleicht am nächsten Tag genug Geld, um 15 Melonen zu holen. Es spielt sich wirklich in diesen kleinen Dimensionen ab, aber es funktioniert. Ich habe das bei all diesen Mikro-Initiativen gesehen: Wo es die gibt, verändert sich das Leben. Nachhaltig.<img class="aligncenter size-medium wp-image-2350" title="Hope Theatre 7" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/05/nairobi6-klein-300x200.jpg" alt="Hope Theatre 7" width="300" height="200" /></p>
<p><strong>Die Arbeit findet auf Englisch statt?</strong></p>
<p>Ja. Der durchschnittliche Kenianer kann – im Gegensatz zu uns – drei Sprachen: seine Muttersprache, Suaheli und Englisch. Und zwar so, dass sie in diesen Sprachen auch gut Zeitung lesen können. Das ist auch wichtig, denn die Leute wollen ja wissen, was passiert. Es werden viele (hervorragende) Zeitungen im Slum gelesen – das ist sicher nicht Bild, das man in Europa vom Slumleben hat&#8230;</p>
<p><strong>Wie ist denn das Slumleben, jenseits der europäischen Vorstellungen?</strong></p>
<p>Slum ist nicht gleich Slum. Da gibt’s die verhungernden Aidskranken und da gibt’s die, die schon einen kleinen Laden und eine Existenz aufgebaut haben. – das ist alles Slum. Es ist sehr arm, aber es ist nicht alles an der Grenze zum Disaster. Nur wenn man nichts tut, weil die Korruption alles ruiniert, sowohl die lokale, als auch die internationale, dann geht dieser Slum unter&#8230; d.h. man muss „düngen“. Sie können ja alles selber, wenn man ihnen nicht immer alles kaputt macht. Das ist das grausliche eigentlich.</p>
<p>Inzwischen arbeitet meine Truppe auch weiter, wenn ich nicht da bin, schreiben sich eigene Szenen über politische Themen, die sie interessieren, über den Post Election War. Wenn sie diese Kurz-Stücke dann auf der Straße spielen, fangen die Leute zu diskutieren an. Da kommen wir wieder ganz nah an die Wurzeln des Theaters. Das interessiert mich sehr, denn mir ist der politische Aspekt des Theaters in meiner Arbeit immer wichtig gewesen. Für mich fließen in Nairobi all diese Aspekte zusammen: Ich gehe dort weder als Gutmensch noch als Heiliger hinunter, ich kümmere mich halt darum, dass dort 35 Jugendliche eine Existenz haben, aber ich lerne selber dabei&#8230;<img class="aligncenter size-medium wp-image-2346" title="Hope Theatre 3" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/05/nairobi2-klein-300x200.jpg" alt="Hope Theatre 3" width="300" height="200" /></p>
<p><strong>Was genau passiert mit den Spendengeldern?</strong></p>
<p>Von dem Geld, das ich an Spenden bekomme gehen 80% ans Hope Theatre und 20% an Hands of Care and Hope, das ist die Infrastruktur, ich verwende ja das Büro von denen, die Arbeitswohnung in Nairobi etc.</p>
<p><strong>Du selber verdienst nichts?</strong></p>
<p>Nö.</p>
<p><strong>Kannst du dir das leisten?</strong></p>
<p>Nö. [lacht]</p>
<p><strong>Wie viel Geld bräuchte es denn,  um euer Projekt am Laufen zu halten?</strong></p>
<p>ca. 800 Euro im Monat. 200, um die Struktur zu erhalten. Der Rest wird aufgeteilt in kleine Gehälter für die Darsteller, so im 10 Euro Bereich, das sind aber dort unten 1000 KES (Kenyan Shillings), das ist in Ordnung. Soll ja auch nicht zuviel sein, um das Gleichgewicht nicht durcheinander zu bringen. Ein bisschen Geld wird verwendet, um das Theater aufzubauen, also dass man sich mal Requisiten kaufen kann oder eine neue Trommel&#8230; Wichtig ist, dass kontinuierlich gearbeitet wird, nicht einfach ein Projekt zu machen und dann alles wieder fallen zu lassen wie eine heiße Kartoffel. Also etwa ein Dauerauftrag über 5 Euro – da geht wirklich etwas weiter. Das ist mir lieber, als einmal ein 100er, denn es ist die Kontinuität der Arbeit, die dadurch gewährleistet wird. Dann hat die Gruppe eine Existenz.</p>
<p><strong>Wie geht’s Dir selber, wenn Du im Slum wohnst?</strong></p>
<p>Ich krieg natürlich Halsschmerzen, denn die Luft ist sehr giftig. Man muss sich vorstellen: Eine Müllhalde einer 4-Millionen-Stadt. So etwas hab ich in meinem Leben noch nicht gesehen! Die Menschen leben dort vom Müll. Sie machen Recycling und Mülltrennung, das wird dann nach Gewicht bezahlt. Die Ärmsten holen sich dort das Essen, warten bis die LKWs von den Hotels kommen und holen sich dann die Essensreste. Man kennt das aus Südamerika und tw. aus Asien, aber in Afrika ist das eigentlich unüblich&#8230;</p>
<p><strong>Und empfindest Du das Theater dort unten auch als Sozialisationsinstanz?</strong></p>
<p>Unbedingt. In so einer Theatergruppe, wie sie sich hier formiert, spielen Nationen miteinander, deren Eltern sich gegenseitig ermordet haben. Und diese Generation macht das gemeinsam zum Thema der Szenen. Die Proben sind offen, immer wieder kommen Leute herein, sehen zu, fangen an, darüber zu reden&#8230; wenn das weitergeht, setzt das einen kontinuierlichen Umdenkprozess in Gang. Kurz: Es wird ungemein viel diskutiert und dann auch weitererzählt, das bildet natürlich – neben dem schönen Erlebnis, Theater zu machen. Wir arbeiten mit hoch engagierten Leuten. Und es hat sich auch im Bürgerkrieg gezeigt: In Orten, in denen es viele Initiativen gibt, fangen die Leute an, nachzudenken und zu reden. Da findet ein derart blindes Gemetzel auch nicht statt. Das ist das Wichtigste, das man erreichen kann: Dass die Leute sich ein Bild machen können. <em>Welches</em> Bild sie sich machen, sollen sie selber entscheiden, aber durch Bildung, durch Initiativen erwerben sie die Fähigkeiten, sich eines zu machen&#8230;<br />
Damit kein Missverständnis entsteht: Es geht ja gar nicht darum, hier die neuen Stars des Nationaltheaters auszubilden. Ein kleines Mädchen hat mir zum Bespiel gesagt, sie macht deshalb gerne Theater, weil sie da Englisch üben kann. und das braucht sie, wenn sie Richterin werden will&#8230;<br />
<img class="aligncenter size-medium wp-image-2347" title="Hope Theatre 4" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/05/nairobi3-klein-300x200.jpg" alt="Hope Theatre 4" width="300" height="200" /></p>
<p><strong>Was war denn der berührendste Moment, den Du erlebt hast?</strong></p>
<p>Das war als diese Kinder, die eigentlich Hände nur vom Prügeln kennen und davon, sich aus dem Müll das essen zu suchen, da oben auf der Bühne gestanden sind und Applaus bekommen haben. Was in diesen Gesichtern vorgegangen ist, kann man sich überhaupt nicht vorstellen&#8230;<br />
8-10jährige Kinder, zum teil Vollwaisen, bei denen die Lehrer darauf achten müssen, dass sie vom älteren Bruder nicht auf den strich geschickt werden&#8230; und dann stehen die da oben und kriegen Applaus. Das war ein Wahnsinn. Allein dieser „Lebenswert“, der entsteht: Dass Menschen merken, es gibt andere, die finden toll, was sie machen. Das gibt nicht nur Selbstwertgefühl, das gibt auch „Vision“ – ein Ziel für die Zukunft&#8230;<br />
Da entsteht etwas, das sehr mächtig ist: 1000 Kinder, die in diesem Umfeld aufwachsen, 1000 Kinder im Bezirk, die (wahrscheinlich) nicht drogensüchtig und mit 14 tot sind, sondern die sagen „Mein Leben hat eine Zukunft!“ – Das ist eine Energie, die noch viel bewegen wird.</p>
<blockquote><p>Die ersten Informationen über das Projekt finden sich im WIENER 346 / Juni 2010. Zur Ergänzung haben wir hier das Interview in voller Länge veröffentlicht.<br />
Website: <a href="http://www.hope-theatre.info/">Hope Theatre</a></p></blockquote>
<div>
<hr /></div>
<p><strong>DIE FAKTEN</strong><br />
<a href="http://www.bruckmeier.info">Stephan Bruckmeier</a> geboren 1962 in Wien, über einhundert Theaterprojekte als Regisseur, Schauspieler, Bühnenbildner und Autor in Deutschland, Frankreich, Kenia, Mosambik, den Niederlanden, Österreich, Ungarn und den USA. Ausgezeichnet mit dem Kainz-Preis Wien, dem Karl Skraup Preis Wien, dem Kölner Theaterpreis und dem Baden-Württembergischen Jugendtheaterpreis, seine Stückbearbeitung von „Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot“ nach dem gleichnamigen Roman von Sibylle Berg wurde für den Mühlheimer Theaterpreis nominiert. Von 1998 – 2008 war Bruckmeier im Leitungsteam des Theater Rampe, von 2000 – 2004 im Leitungsteam des Niederösterreichischen Donaufestivals, er  eröffnete 2006 den Stuttgarter Fernsehturm als Theaterspielort und gründete 2009 das Hope Theatre für afrikanisches Theater in den Slums von Nairobi.</p>
<blockquote><p><strong>Spendenkonto: </strong><br />
Raiffeisenlandesbank Kärnten<br />
Kontonummer: 1003508<br />
Bankleitzahl: 39000<br />
Kennwort: Hope-Theatre</p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;My body is my own, and so is my soul&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 11:29:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandra Keplinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Tori Amos im Gespräch mit WIENER-Musikredakteurin Sandra Keplinger, anlässlich ihres Albums "Abnormally Attracted To Sin". Das Interview fand im Mai 2009 in Wien statt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Tori Amos im Gespräch mit <a href="http://mudpiemusic.tumblr.com/">WIENER-Musikredakteurin Sandra Keplinger</a>, anlässlich ihres Albums &#8220;Abnormally Attracted To Sin&#8221;. Das Interview fand im Mai 2009 in Wien statt.</p></blockquote>
<p><strong><span>WIENER:</span></strong><br />
I’ve noticed you’ve got a very emotional relationship to your fans, and that your fans are very critical when it comes to your music. Have you had the chance to play the new album to an audience so far?</p>
<p><strong><span>Tori Amos:</span></strong><br />
I’m not here to take a poll. I don’t sit and take polls with what fans think. They know I don’t. I don’t make records by democracy. I am a composer and you cannot be great by trying to please the masses that are all experts. You have to know what it is you’re doing. And sometimes that will strike a chord with certain people, and at other times it will strike a chord with different people who follow the work&#8230; so that’s how I approach it. I don’t take a poll.</p>
<p><strong><span>WIENER:</span></strong><br />
You see the fans before every show and take requests.</p>
<p><strong><span>Tori:</span></strong><br />
Yes, but I don’t go up to fans and ask them what they think, are you kidding? No, when Matt Chamberlain calls me up and says „Oh my god, the way the rhythms were put together and it’s against the melodic structure&#8221;, making me have to relisten to it over and over again. Matt, who’s one of the greatest drummers in the world, and I see, yeah, I’m right on. So that’s what you do. It’s a very different process for me than going outside and seeing people before a show and seeing if there are certain songs that will work that night. It’s a completely different thing.</p>
<div id="attachment_2398" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2398" title="tori amos" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/05/tori-amos1.jpg" alt="© Sandra Keplinger" width="500" height="501" /><p class="wp-caption-text">© Sandra Keplinger</p></div>
<p><strong><span>WIENER:</span></strong><br />
A lot of songs remind me of your older work, like „Choirgirl“ or „Venus“. Is „Curtain Call“ a sequel to „Ruby Through The Looking Glass“ for instance?</p>
<p><strong><span>Tori:</span></strong><br />
I think some songs are relations on a theme and they’re connected, although they might come at a different time and they have different subject matter. But I do think sometimes there are songs that live in this haystack-kind-of-concepts and you’re doing variations, although they’re their own as well. They may orbit in the same solar-system, musically, but I really like the listener to make those associations for themselves. I think it’s really important that the listener is able to do that without me always leading them.</p>
<p><strong><span>WIENER:</span></strong><br />
You stated that the song “Strong Black Vine” is a political approach to religious intolerance. How do you feel these things change now that Obama is in office? Can you actually tell a difference, now that you&#8217;re living in England?</p>
<p><strong><span>Tori:</span></strong><br />
I travel a lot, I’m in the States a lot more than people think. I see England as my husband’s country and I’m a guest there. I have a lot of time for the Brits, but I’m an American: I vote there, Doctors, Dinners, everything. All the bits I do as a citizen are in America, I don’t have voting rights in England, I don’t use the system at all. I’m protected as American citizen and vote and pay taxes and do all that stuff like every other American citizen. And yes, I voted for Obama. I think the whole record “American Doll Posse” was about trying to be a part of change. And now that we have a new administration we also have all kinds of problems as a world that we’re dealing with. The economic crises has affected everybody because of the Domino Effect: friends, family, people who have to move&#8230; relationships and homes are falling apart because of the stress of people losing their homes and jobs. I know people personally who are going off to College and whose parents now can’t pay. So their dream is gone, they’re having to change and go to community college and work and have to find another way to get in. It’s all changing in such a rapid way. So this record was very much written during, yes, Obama getting in. But it’s also written during a time when the world as we know it is gone and we’re remaking the world. So there’s a paradox going on. And also of course – come on- we’re in a time of religious intolerance, where the troups are up in Afghanistan where they supposedly need to be because there are people of all the big religions, Christianity, Islam and Judaism who feel the other shouldn’t exist.</p>
<p><strong><span>WIENER:</span></strong><br />
Do you think there is actually positive impact happening right now, with Obama travelling through all these countries and trying to reconcile the people? Do you think there’s the danger of all this good energy turning into the opposite because the expectations are too high?</p>
<p><strong><span>Tori:</span></strong><br />
Look, I think that what is on the world’s plate at this time is so immense that to have leaders with integrity [is important]. It’s just absolutely necessary if we’re going to get to a place where this little planet is able to work together. We somehow need to find ways to respect each others beliefs. It’s a very thin line to walk to negotiate to bring one side together with the other side, even emotionally. I think it was just unfortunate that with the triumph of getting rid of the idea that you can’t have a black president, getting rid of that segregation idea, segregation was still applied to the homosexual community. And this is what I’m saying to you: If we go back to the definition of sin: for me the greatest sin is intolerance of another’s belief. As long as they’re not trying to kill you then why are you so curious what’s going on in their bedroom, why do you care? Whether it’s the extreme Islamic or the extreme Christian community, the impression of how women see themselves is so important. The patriarchy has kept women segregating their sexuality or spirituality. I’m pushing it further with the art work and on this record, with the idea of erotic spirituality. In the word mother is the word “other”. A lot of mothers forget about the “other”, saying the “woman”. They don’t ever forget about the children, and they’re nurturing and trying to give give give to everybody else. But they forget to give to the side of the woman-aspect. And so that side ends up on the top shelf in magazines and the guys know exactly what I’m talking about, because some of these guys are gonna look and say: “Why can’t my lover or my wife allow herself to bask in her passion and her beauty.” What is it in us that shuts it off? And unless we’re having some elicit affair with some guy or some weirdo fantasy that we’re prostitutes… sometimes we get caught up in this self-image that eroticism is not for mothers and that erotic has become vulgar and where’s the sanctity? We can’t define sin like the church fathers do. We, as women, have to define it differently. The real sin is allowing the patriarchy to define sin for us.</p>
<p><strong><span>WIENER:</span></strong><br />
That’s interesting, because we’re living in such a catholic country in Austria&#8230;</p>
<p><strong><span>Tori:</span></strong><br />
Are you?</p>
<p><strong><span>WIENER:</span></strong><br />
Oh yes. Everybody is catholic, but not in the traditional way. We’re born catholic and we get baptized and then Grandmothers tell us to go to Church and so on and so on&#8230; and then we pretend to be Catholics and to believe in God but most of us probably don’t do it, it’s just what we’ve learned to do.</p>
<p><strong><span>Tori:</span></strong><br />
I had a grandmother who was a minister, a missionary, and a teacher. And I think she and I didn’t get along because her philosophy was “you give your soul to God and your body to your husband.” And it’s no. My body is my own, and so is my soul. Some people, even scientists, are trying to get us to see earth as a sovereign entity, that the church and governments should not be able to have jurisdiction over earth. Because if we’re going to retain this place for a hundred years from now, we have to make grave changes. We see her as a sovereign entity, not just this kind of &#8211; I don’t know &#8211; sex slave that we can do whatever we want with, whenever we want. Women included you know. Just because the religious patriarchy or the governments want the earth to act a certain way, there’s cause in effect to carbon emission and there’s cause is effect happening on earth. She’s just not playing the fucking game, is she? She’s just not making it ok for them to continue the way that they have been without any effect. There is effect.</p>
<p><strong><span>WIENER:</span></strong><br />
How do you think men can support this whole spiritual way of new women?</p>
<p><strong><span>Tori:</span></strong><br />
They win, really. Don’t you think? They win. It keeps their wives from having affairs with silly little Tennis instructors (laughs)… you know what I’m saying… I’m being a bit foolish. I am also saying to you: these women have to tend their own fire and you can’t always blame the breakdown of a relationship or a marriage on everybody else. We can talk about men’s infidelity until the end of time, however each of us has to ask ourselves: Was I tending the fire? Not for him, for myself! And then they both benefit. But if you start shutting yourself off from thinking you deserve that or need that, sometimes as mums you replace that side of self. It’s almost like you edited out a season out of earth’s year, so there&#8217;s spring, summer, winter, fall. What if you just start editing out summer, the heat, the passion of that season? Oh no… ok. Spring, fall, winter. (laughs) As a mother sometimes you just edit out the passion that has happened because of what we’re attracted to. We’re not always attracted to the idea that erotica, spirituality, nurturing and monogamy can all be together. “Oh, if I could have, you know, this happen with this stranger for a few days …” and you write these fantasies, it’s amputated out of your “respected” life. I’m not saying these women don’t have sex, I’m not talking about having sex. I’m talking about seeing yourself as a sensual being that doesn’t mean to be kidnapped in a James Bond movie and shagged by some stranger to have it. And I do think that men would highly benefit from this because some of them think: God, I just wanna shag my wife. Can’t she just put aside being daughter, mother, career woman, responsible person? Where’s that woman I fell in love with? Because if you ask a lot of women they would sit and say: “I don’t know where she is.” We get in our routine and why does it sometimes take losing our relationship? Why does it take another woman for us to wake up sometimes, why? Why is that? Why can’t we..?<br />
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<strong><span>WIENER:</span></strong><br />
Do you think that your music can awaken this consciousness?</p>
<p><strong><span>Tori:</span></strong><br />
I think the music takes me by the hand and takes me through different dimensions and possibilities of growing and changing all the time. And we need to. Like the earth changes, we do. That doesn’t mean she’s not stable. It doesn’t mean that the earth is gonna kick us all off. But I think sometimes we get afraid of our imaginations, of our yearnings and how to apply it to our relationship and daily life. These are huge challenges but a lot of times we are pressed by other people’s opinions of us. We just take them on instead of thinking: “No, I have to keep growing and I have to keep recognizing that my partner is growing and changing.” And that should be fascinating to me, right? (sighs) Sometimes though what women are attracted to! And some of the letters I get..! Sometimes they don’t value the subtlety. I mean why are they attracted to men who have power over them and reject them, opposed to attracted to men who don’t want to reject them?</p>
<p><strong><span>WIENER:</span></strong><br />
But men do that as well, don’t they?</p>
<p><strong><span>Tori:</span></strong><br />
In a different way. I mean, they have their own kind of thing going on. I’m way more fascinated with what we’re up to. Women are so complex. Not that men aren’t but really… My husband will say to me: “Why can’t I just ride my motorcycle, hug the asphalt, think about Arsenal winning and shagging my wife? It’ really not more complicated than that, ok?&#8221; (laughs) &#8220;I want to see the football game, I would like to shag my wife and I want to ride my motorbike. Why can’t it all be that simple, why does something else have to be going on in my mind? Guilt, because I thought I fancied some girl at the press tour or whatever the fuck it is..? It’s not that complicated, wife.” And sometimes I’m thinking it isn’t. For him, it isn’t. And that is ok. I have to say this because I get to meet women on all these promo-tours from all over the world and there was this conversation the other night just about this. I was in Germany, it was a mix of women from all over the world, and that woman was talking to her partner and she was just sounding off. And he wanted to fix it. Like, change the tires and fix it. And she said: &#8220;No! You can’t fix this, I just want to talk to you about the emotions.&#8221; And he was just looking at her going: “What do you want me to do!?” And she said: &#8220;I don’t want you to do anything. I just want you to listen to me.&#8221; &#8220;And do you want me to hug you and make love to you, is it that what you want?&#8221; &#8220;NO! No. I. Want. You. To. Listen. To. Me.&#8221; And then she said: “I started to tear my hair out and think ‘What am I trying to make him into?’” I have a marriage now for 11 years, and it’s funny because Mark will say to you… he’s British, so totally different than American guys, however…</p>
<p><strong><span>WIENER:</span></strong><br />
I’ve lived in London&#8230;</p>
<p><strong><span>Tori:</span></strong><br />
So you know!</p>
<p><strong><span>WIENER:</span></strong><br />
I know them.</p>
<p><strong><span>Tori:</span></strong><br />
Yeah! (laughs) However, he’s well travelled and he’s my husband and he will say: “You know, the thing is, wife, our relationship, because of us…&#8221; I mean he’ll sit and listen to women talk quietly, sheepishly, now. He’ll just sort of get in the corner a little bit and act like he’s on his computer. But wherever we are in the world, he will say: “I had to understand that women express themselves, needing to talk. Men bond in different ways and we don’t necessarily talk about an emotional problem. But because of our relationship everything is about communication.&#8221; But it’s taken years for us to find the language because now not only do I speak American and he speaks Britain, but the woman and man language is just so different. Hhe’s not going to sit down like the woman and say “I need to talk about this.” It’s been about me, learning that he’s not gonna put problems into words. Iit’s about me putting on my Sherlock Holmes hat and finding a way to let him tell me what’s bothering him. Sometimes a guy has to have the room, not the nagging wife: “Do you wanna talk about it?”, like you’re some sort of shrink. You just create a space where they can turn around and say “You know what..?”, and after a few days they’ve been holding this thing, they will talk about it. Part of the seduction is wanting to know what you’re partner’s thinking. The mental side of it is so much a part of it of the attraction. But if you stop taking the time, if you turn your back thinking your partner isn’t thinking and growing, then they’ll think and grow while your back is turned.</p>
<p><strong><span>WIENER:</span></strong><br />
So that never stops.</p>
<p><strong><span>Tori:</span></strong><br />
That never stops. It always takes work. But that’s part of the passion that the records are about. I’ll leave you with this: This record was so much work, with hammering out the arrangements. So he and I came into the room, being artist and production, and Tash [their daughter] looked at us and said: &#8220;Alright, you two. Enough! I need mum and dad. You just have to put the record aside.” I think we’re at an age now, where we can actually do that. There were times when we might not have put the record aside and argued about it. I never make records alone, I make them with teams of people. But I compose alone. And that’s a very lonely process, although the songs are rich and depend on themselves. But in order to conjure them, I have to go through something in order to translate them. It can be excruciating. Mark will say: “I do not envy you. I used to envy you being able to write all these songs. It’s trying to translate and understand them and feel all this feeling.&#8221; With “Maybe California” I was just blue for weeks, because I allow the mothers and the feeling of wanting to remove yourself from a situation to take over my life. I had an experience that sort of made me hold that feeling. And I think sometimes to be a good composer you do walk a very dangerous line of having to feel things emotionally. If you’re not a composer and just a player you don’t have to take it there. But you have to excavate the unconscious to go to these dark caves and sometimes I know that Mark’s there on the other side with his motorcycle and a hand that says: “You need to get outta here and jump on the back, I’m taking you out of this.&#8221;</p>
<p><!-- Post Bottom --><span> </span></p>
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		<title>WIENER Ensemble: Die Protagonisten</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 16:48:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>default</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internes]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Volkstheater]]></category>
		<category><![CDATA[WIENER]]></category>

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		<description><![CDATA[Selten war eine Fotoproduktion so aufwändig wie unser aktuelles Pictorial. Damit Sie auch wissen, wer dahinter steckt, holt der WIENER  seine Stars vor den Vorhang.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Selten war eine Fotoproduktion so aufwändig wie unser aktuelles Pictorial. Damit Sie auch wissen, wer dahinter steckt, holt der WIENER  seine Stars vor den Vorhang.</p></blockquote>
<div id="attachment_1719" class="wp-caption alignleft" style="width: 253px"><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/04/WIENER_MakingOf_TraenenAusBlut061.jpg"><img class="size-medium wp-image-1719  " title="WIENER_MakingOf_TraenenAusBlut06" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/04/WIENER_MakingOf_TraenenAusBlut061-300x200.jpg" alt="Kathi Straßer und Sandra Keplinger am Set (Foto: Martin Kröß)" width="243" height="162" /></a><p class="wp-caption-text">Kathi Straßer und Sandra Keplinger am Set (Foto: Martin Kröß)</p></div>
<p><strong>&#8220;Tränen aus Blut&#8221;</strong><br />
Ein Theater Noir von Holger Schober</p>
<p>Photography: Sandra Keplinger<br />
Medusa: Katharina Straßer<br />
Doc: Philipp Bierbaum @ Tempo Models<br />
Styling: Nina Kepplinger @ Perfect Props<br />
Make up &amp; hair: Sophie Chudzikowski @ Perfect Props<br />
Setdesign: Grulka</p>
<p>Die Cast:</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Katharina_Stra%C3%9Fer">KATHARINA STRASSER</a><br />
Die blonde Tirolerin ist der Jungstar der österreichischen Theaterszene. Seit ihrer Schauspielausbildung ist sie erfolgreich am Volkstheater, am Theater in der Josefstadt und an der Volksoper im Einsatz. Dem TV-Publikum ist sie als übereifrige &#8220;Maja&#8221; in der Serie &#8220;Schnell ermittelt&#8221; bekannt. Derzeit spielt die 26-jährige noch bis 27. Mai in Liliom am Volkstheater.</p>
<p><a href="http://www.derschober.de.tl/">HOLGER SCHOBER</a><br />
Das Multitalent ist als Bühnen- und Drehbuchautor, Schauspieler und Regisseut im Einsatz. Nach seiner Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar stand er auf der Bühne und vor der Kamera &#8211; unter anderem in &#8220;Die Fälscher&#8221;. Als Autor hat er sich vor allem dem Jugendtheater verschrieben, sein neuestes Stück &#8220;Otaku&#8221; ist ab 3.Mai im <a href="http://www.dschungelwien.at/">Dschungel Wien</a> zu sehen.</p>
<p><a href="http://diepresse.com/schaufenster/salon/495296/index.do">PHILIPP BIERBAUM</a><br />
Der 22-jährige Niederösterreicher ist Österreichs Shootingstar im Modelbusiness. Nach der HTL-Matura bewarb er sich auf gut Glück bei einer Modelagentur und startete gleich mit den ganz großen Shows in Paris und Mailand. Mittlerweile ist Bierbaum für sämtliche Top-Labels von Prada über Gucci bis Versace im Einsatz.</p>
<p><a href="http://www.stagedweb.com/Stagedweb.com/HOME.html">SANDRA KEPLINGER</a><br />
konnte schon mit fünf Jahren besser fotografieren als ihre Mutter. Sie arbeitete als Fotografin, Regisseurin und Art Direktorin am Theater in London und Wien, wo sie unter anderem Shakespeares &#8220;Titus Andronicus&#8221; inszenierte und für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sarah_Kane">Sarah Kanes</a> &#8220;4.48 Psychose&#8221; im Künstlerhaus eine Ausstellung zeigte. Seit 2008 ist sie Fotochefin des WIENER.</p>
<blockquote><p>Die Produktion &#8220;Tränen aus Blut&#8221; ist im WIENER Ausgabe 345 / Mai 2010 erschienen.</p></blockquote>
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		<title>Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny und Harald &#8220;Garage X&#8221; Posch im WIENER-Interview (Video)</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/04/mailath-pokorny-und-harald-posch/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 07:19:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kröß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[Harald Posch, Leiter des Koproduktionshauses Garage X am Petersplatz und Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny im WIENER-Interview über die Situation der freien Theaterszene in Wien. (Foto: Tsui / Garage X)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.theaterpetersplatz.at/portal/hersteller/regie/44-haraldposch.html">Harald Posch</a>, Leiter des Koproduktionshauses <a href="http://www.theaterpetersplatz.at/portal/">Garage X</a> am Petersplatz und Kulturstadtrat <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Mailath-Pokorny">Andreas Mailath-Pokorny</a> im WIENER-Interview über die Situation der freien Theaterszene in Wien. (Foto: Tsui / Garage X)</p>
<p>Interview: <a href="http://www.wienerpost.at/author/martin-kroess/">Martin Kröß</a><br />
Kamera &amp; Schnitt: <a href="http://www.wienerpost.at/author/nacaseven/">Dominik Gubi</a></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="640" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/mx_fW4IZAwY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="640" height="385" src="http://www.youtube.com/v/mx_fW4IZAwY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<blockquote><p>Die Print-Version erscheint im WIENER Nr.245 / Mai 2010</p></blockquote>
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		<title>Zeig dein Online-Profil</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/04/zeig-dein-online-profi/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 20:12:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[NetzREDEN]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Web20]]></category>

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		<description><![CDATA[„Sie können das Internet ignorieren. Aber das heißt noch lange nicht, dass es auch Sie vergisst.“ – Kommunikationsberater Klaus Eck spricht im WIENER-Interview über Reputations-Managment im Internet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>„Sie können das Internet ignorieren. Aber das heißt noch lange nicht, dass es auch Sie vergisst.“ – Kommunikationsberater Klaus Eck über Reputations-Managment im Internet.</p></blockquote>
<div id="attachment_1601" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/04/klaus-eck1.jpg"><img class="size-full wp-image-1601" title="klaus eck" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/04/klaus-eck1.jpg" alt="klaus eck" width="250" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Karola Riegler</p></div>
<p><strong>Man tut es ja selber:</strong> Wenn ein neuer Kollege ins Büro kommt, wird erst einmal gegoogelt. Oder man versucht über Xing und Facebook herauszufinden, mit wem man es da künftig zu tun hat. Das ist nicht Cyber-Stalking – das ist stinknormale Neugierde.</p>
<p><strong>Was aber, wenn man auf Informationen stößt, die der Betroffene lieber unter den Teppich gekehrt hätte? </strong>„Selbst wenn Sie kaum oder gar nicht im Netz aktiv sind, können Sie nicht davon ausgehen, dass es dort keine Inhalte zu ihrer Person gibt“, schreibt der Karriereberater <a href="http://www.pr-blogger.de/">Klaus Eck</a>. Sein Tipp: Kümmern Sie sich um Ihren Online Ruf. Managen Sie Ihre Reputation, bevor es andere tun! Wie man&#8217;s macht, hat er dem WIENER verraten.</p>
<p><strong>Wie kann ich herausfinden, was man im Netz alles über mich weiß?</strong></p>
<p>Klaus Eck: Das kann man sehr einfach durch so genanntes &#8220;ego-googeln&#8221;, sprich: indem man bei Google den eigenen Namen eingibt und sich ansieht, was unter den ersten 10 bis 30 Treffern zu finden ist.<br />
Die Variante für &#8220;Fortgeschrittene&#8221; wäre, einen <a href="http://www.google.de/alerts">Google Alert</a> zu setzen, sodass man jedes Mal automatisch darüber informiert wird, wenn etwas Neues über die eigene Person veröffentlicht wurde. Dasselbe geht auch bei Twitter [<em>via <a href="http://tweetbeep.com/">"Tweet Beep"</a> - Anmerkung</em>], da wird man dann darüber informiert, wenn der eigene Name oder eben relevante Schlagworte, die einen selbst betreffen, von anderen getwittert werden.</p>
<p><strong>Fehlinformationen halten sich im Netz ewig&#8230;</strong></p>
<p>Informationen sind im Netz für die Ewigkeit geparkt. Sie können keinen Inhalt wirklich löschen. Das kann ihnen auch kein noch so seriöser Dienstleister versprechen. Aber man kann erreichen, dass man unliebsame Inhalte so weit verdrängt, dass sie nicht sofort gefunden werden. Man macht sich zu Nutze, dass es im Netz sehr viel mehr Information gibt als Aufmerksamkeit. Die Frage ist also: Wie sehr recherchieren die Interessenten überhaupt, wenn sie herausfinden wollen, wer ich bin? In der Regel ist es so, dass die erste Ergebnisseite von Google durchgesehen wird, maximal noch die zweite oder dritte – aber weiter nicht. Das heißt: Wenn die negativen Meldungen über mich nicht auf Anhieb unter den ersten zehn Treffern sind, dann ist das nicht besonders dramatisch.</p>
<p><strong>Wie verhalte ich mich dann?</strong></p>
<p>Zuerst überlegen: Handelt es sich um Kritik, die ich durchaus verkrafte und aushalten kann – oder soll ich etwas dagegen tun? Die beste Art, etwas zu tun, ist, Online-Profile anzulegen: auf Google, auf Xing, auf Facebook und verschiedenen anderen Seiten. Das ist alles nicht kostenpflichtig, aber ich erreiche dadurch, dass ich selbst das Bild bestimme, das andere sehen.</p>
<p><strong>Das heißt ORM (Online Reputation Management) ist eine Form von persönlicher Suchmaschinenoptimierung?</strong></p>
<p>Nicht im klassisches Sinne, aber es ist „Social Media Optimization“: Ich lege viele Profile an, die ich gut miteinander verlinke. Das führt dazu, dass diese Profile unter den ersten zehn Treffern zu finden sind, und dadurch das Bild bestimmen, das man sich von mir im Netz machen kann. Ich liefere mich nicht der Beschreibung anderer aus, sondern werde selber aktiv.</p>
<p><strong>In dem Zusammenhang ist oft die Rede von dem Schaden, den exzessive Partybildern auf Facebook anrichten&#8230;</strong></p>
<p><script src="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=V20070822/DE/wwwwienerpost-21/8001/e8a63036-f1f8-40d2-adda-f6c1276831f5" type="text/javascript"> </script> <noscript>&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;lt;A HREF=&#8221;http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;MarketPlace=DE&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;ID=V20070822%2FDE%2Fwwwwienerpost-21%2F8001%2Fe8a63036-f1f8-40d2-adda-f6c1276831f5&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;Operation=NoScript&#8221; mce_HREF=&#8221;http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;MarketPlace=DE&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;ID=V20070822%2FDE%2Fwwwwienerpost-21%2F8001%2Fe8a63036-f1f8-40d2-adda-f6c1276831f5&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;Operation=NoScript&#8221;&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;gt;Amazon.de Widgets&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;lt;/A&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;gt;</noscript></p>
<p>Die spielen überhaupt keine Rolle für den Bewerbungsprozess! Zumindest nicht so eine große, wie ihnen zugeschrieben wird, weil jeder Personalverantwortliche auf den Kontext schaut, in dem diese Bilder online gestellt wurden. Wenn er nur Partyfotos findet, ist das nicht besonders geschickt, aber es reicht in der Regel schon, Profilfotos online zu stellen und mit dem eigenen Namen zu „taggen“: Zehn Fotos, die deutlich mit meinem Namen gekennzeichnet sind, haben im Netz eine deutlich stärkere Wirkung als Partybilder, bei denen der Name oft gar nicht darunter steht. Daher sind Profilfotos, die gut verlinkt sind, sehr, sehr wichtig im Internet. Und man sollte möglichst immer das selbe Bild nehmen, um einen guten Wiedererkennungswert zu erzielen.</p>
<p><strong>Gibt es Inhalte, die mir ernsthaft Schaden können?</strong></p>
<p>Rechtsradikale Äußerungen oder andere unflätige Ausreißer. Die sind viel schlimmer als Partybilder – schon einmal, weil Text im Netz viel besser gefunden wird als Fotos. Und wenn ich mich intolerant gegenüber dritten verhalte, hat das eine größere Bedeutung für den Bewerbungsprozess als ein Foto, auf dem ich zeige, dass ich Student bin und feiern kann.</p>
<p><strong>Für den Ernstfall gibt es viele Anbieter, die &#8220;Online Image Control&#8221; versprechen. Was machen solche Firmen?</strong></p>
<p>Sie bieten Dienstleistungen an, die bis hin zum juristischen Bereich gehen, d.h. es wird durchaus versucht, Beiträge, die vom Klienten als schädlich empfunden werden, mittels Verfügungen aus dem Netz nehmen zu lassen. Das macht natürlich in einzelnen Fällen auch Sinn, aber man muss sehr viel Geld in die Hand nehmen, damit etwas bewirkt wird. Es ist für den Kunden schwer kontrollierbar und es gibt keine Garantie, dass es funktioniert. Vor allem muss man gegebenenfalls auch damit rechnen, dass es nach hinten losgeht und das z.B. juristische Schritte nur noch mehr öffentliche Aufmerksamkeit auf solche Negativmeldungen lenken. Da gab es gerade in der jüngsten Zeit viele Beispiele, wo juristisches Vorgehen zum Bumerang-Effekt wurde.</p>
<p><strong>Und was ist dran, an der Binsenweisheit: „You won’t get the job, if they can’t find you on the internet”?</strong></p>
<p>In den USA wird man bei Bewerbungsgesprächen bereits gefragt, ob man die letzten drei Jahre im Knast war, wenn man im Netz nichts über eine Person findet. Bei uns fängt dieser Zugang langsam erst an&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Klaus Eck (45)</strong></p>
<p>Kommunikationsberater und Reputation Manager der Agentur Eck Kommunikation, bloggt unter <a href="http://www.pr-blogger.de/">http://www.pr-blogger.de/</a><br />
Sein Buch <a href="http://www.amazon.de/Karrierefalle-Internet-Managen-Online-Reputation-andere/dp/3446416285?&amp;camp=2474&amp;linkCode=wey&amp;tag=wwwwienerpost-21&amp;creative=9006">„Karrierefalle Internet“</a> (Hanser Verlag) ist ein Bestseller.</p>
<p>Interview erschienen im WIENER Nr. 344 / April 2010</p></blockquote>
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		<title>Making of&#8230; Patricia Kaiser Fotoshooting</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 20:46:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandra Keplinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Galerie]]></category>
		<category><![CDATA[Sex zum Schauen]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[WIENER]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Bilder sind wirklich außergewöhnlich: Ein Blick hinter die Kulissen unseres Patricia Kaiser Fotoshootings im März 2010. Covermodel Patricia Kaiser hatte sichtlich Spaß am Set...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Bilder sind wirklich außergewöhnlich: Ein Blick hinter die Kulissen unseres <a href="http://www.patriciakaiser.at/">Patricia Kaiser</a> Fotoshootings im März 2010. Covermodel Patricia Kaiser hatte sichtlich Spaß am Set. Zwischen ihr und Fotografin Rafaela Pröll stimmt die Chemie. Sie kennen einander seit 10 Jahren.</p>
<p>Fotografin: <a href="http://www.rafaelaproell.com/">Rafaela Pöll</a><br />
Styling: Ale Elsbacher<br />
Produktion (und sämtliche Fotos auf dieser Seite): <a href="http://www.keplinger.co.at">Sandra Keplinger</a></p>
<blockquote><p>Einfach zur Vergrößerung auf die Fotos klicken. Mit &lt;&lt;prev / next&gt;&gt; navigieren</p></blockquote>

<a href='http://www.wienerpost.at/2010/03/making-of-patricia-kaiser-fotoshooting/6598_02/' title='Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER'><img width="150" height="150" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/6598_02-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER" /></a>
<a href='http://www.wienerpost.at/2010/03/making-of-patricia-kaiser-fotoshooting/6598_04/' title='Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER'><img width="150" height="150" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/6598_04-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER" /></a>
<a href='http://www.wienerpost.at/2010/03/making-of-patricia-kaiser-fotoshooting/6598_06/' title='Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER'><img width="150" height="150" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/6598_06-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER" /></a>
<a href='http://www.wienerpost.at/2010/03/making-of-patricia-kaiser-fotoshooting/6598_07/' title='Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER'><img width="150" height="150" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/6598_07-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER" /></a>
<a href='http://www.wienerpost.at/2010/03/making-of-patricia-kaiser-fotoshooting/6598_08/' title='Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER'><img width="150" height="150" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/6598_08-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER" /></a>
<a href='http://www.wienerpost.at/2010/03/making-of-patricia-kaiser-fotoshooting/6598_11/' title='Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER'><img width="150" height="150" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/6598_11-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER" /></a>
<a href='http://www.wienerpost.at/2010/03/making-of-patricia-kaiser-fotoshooting/6598_13/' title='Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER'><img width="150" height="150" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/6598_13-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER" /></a>
<a href='http://www.wienerpost.at/2010/03/making-of-patricia-kaiser-fotoshooting/6599_36/' title='Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER'><img width="150" height="150" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/6599_36-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER" /></a>
<a href='http://www.wienerpost.at/2010/03/making-of-patricia-kaiser-fotoshooting/6598_14/' title='Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER'><img width="150" height="150" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/6598_14-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER" /></a>
<a href='http://www.wienerpost.at/2010/03/making-of-patricia-kaiser-fotoshooting/6598_16/' title='Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER'><img width="150" height="150" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/6598_161-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER" /></a>
<a href='http://www.wienerpost.at/2010/03/making-of-patricia-kaiser-fotoshooting/6598_23/' title='Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER'><img width="150" height="150" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/6598_23-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER" /></a>
<a href='http://www.wienerpost.at/2010/03/making-of-patricia-kaiser-fotoshooting/6598_24/' title='Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER'><img width="150" height="150" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/6598_24-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER" /></a>
<a href='http://www.wienerpost.at/2010/03/making-of-patricia-kaiser-fotoshooting/6598_25/' title='Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER'><img width="150" height="150" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/6598_25-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="Making of Pictorial mit Patricia Kaiser und Rafaela Pröll, WIENER" /></a>
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