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	<title>WIENER &#187; Interview</title>
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	<description>Die offizielle Webseite des Wiener</description>
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		<title>Die Krassesten</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 06:47:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Thomas Pesl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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		<category><![CDATA[Bushido]]></category>
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		<description><![CDATA[Ups. Auf Grund eines Missverständnisses platzen wir vor unserem eigenen Termin in ein Fernsehinterview mit Sido und Bushido. „Noch so ne freche Aktion, dann könnt ihr nachhause&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/12/die-krassesten/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/12/Sido-Bushido.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-29210" title="Sido-Bushido" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/12/Sido-Bushido-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><strong>Ups.</strong> Auf Grund eines Missverständnisses platzen wir vor unserem eigenen Termin in ein Fernsehinterview mit <a title="Sido" href="http://www.sido.de/landingpages/blutzbruedaz/index.php" target="_blank">Sido</a> und <a title="Bushido" href="http://www.kingbushido.de/site/" target="_blank">Bushido</a>. „Noch so ne freche Aktion, dann könnt ihr nachhause gehen!“, warnt uns ein großer, eher humorloser Bodyguard. Ein Vorgeschmack, was uns gleich beim Gespräch mit den beiden prominentesten Rappern Deutschlands erwartet? Immerhin war Bushido zuletzt in den Schlagzeilen, weil ganz Deutschland (besonders aber Heino und Alice Schwarzer) gegen seine homophoben und frauenfeindlichen Texte und den dennoch ihm zuerkannten Bambi-Preis für Integration protestiert hat. Vor ein paar Jahren hielt er sich wegen eines Prozesses nach einer Schlägerei in Linz unfreiwillig länger in Österreich auf. Sido hingegen ist gerne hier. Beim ORF lässt er sich gerade als unverbrauchten Exoten feiern. Als Jurymitglied der „großen Chance“ legte er sich mit Adabei Michael Jeannée an, ab Dezember hat er seine eigene Castingshow, schon jetzt eine Wohnung im biederen Wiener Bezirk Döbling. Doch so ganz salonfähig ist auch er noch nicht: Bei einer Party im November verstörte er Ö3- Moderatoren mit einem kleinen „Schmäh“: „Ihr Österreicher habt uns mal einen rübergeschickt, der uns Ordnung beigebracht hat.“</p>
<p>Das Interview verläuft dann geradezu handzahm. Schließlich dürfen Sido und Bushido über Details ihres neuen Albums „23“ reden. Dass es dazu kommen könnte, hätte vor zwei Jahren noch niemand gedacht, schließlich waren sie die längste Zeit Erzfeinde und dissten einander – wie in Rapperkreisen üblich – was das Zeug hielt, in der Öffentlichkeit, bevor sie sich spektakulär versöhnten. Auf Twitter.</p>
<p><strong>WIENER: „Guck, wie ich einfach so aus Spaß auf den Reporter rotze“, heißt es in einem Lied eures neuen Albums „23“. Müssen wir Angst haben?</strong></p>
<p>Sido: Müsstet ihr, wenn ihr jetzt nicht respektvoll und nett auf uns zukommen würdet. Ich kenne auch Leute, die, wenn der Reporter kommt, zu mir sagen: Sei lieber nett zu dem, der könnte dich morgen in der Zeitung zerreißen. Und darauf scheiße ich. Es ist mir egal, ob ihr Reporter seid oder was auch immer. Wenn ihr mir nicht den nötigen Respekt entgegenbringt, dann rotze ich auch auf euch. Ganz sicher.</p>
<p><strong>Es sind also keine Kunstfiguren, die uns eure Texte vermitteln?</strong></p>
<p>Sido: Das sind wir, keine Kunstfiguren. Meine Platten sind immer komplett persönlich und authentisch. Da habe ich mir nicht ein eigenes Leben für Sido ausgedacht.</p>
<p>Bushido: In einigen Songs wechseln wir auch mal den Blickpunkt, indem wir eine Geschichte erzählen, die nicht unmittelbar uns passiert ist. Aber der, der das schreibt und der dafür auch gerade steht, das sind wir.</p>
<p>Sido: Auch die Auf-die-Fresse-Songs sind voll persönlich. Weißt du, es gibt Rapper, die sagen, sie sind die Krassesten, aber die sind es nicht. Bei uns ist es ja tatsächlich bescheinigt. Du kannst gucken, wie viele Preise da stehen und wie viele goldene Platten hier hängen. Und deshalb ist es legitim, wenn wir so auf die Kacke hauen.</p>
<p><strong>Was muss man können, damit man zu den Krassesten gehört?</strong> <strong>Was macht einen guten Rapper aus?</strong></p>
<p>Sido: Was uns bekannt macht, geht ja über das hinaus. Was uns so einzigartig macht, das weiß ich nicht. Wenn wir es auf Rap begrenzen, muss es authentisch sein und ehrlich. Und bei dem Zuhörer muss etwas ankommen. Du musst Bilder bei dem machen.</p>
<p><strong>Im Song „Bonny’s Ranch“ heißt es: „Ich bin doch schon 30, wie  lange soll ich noch warten, bis mein Kopf mal frei ist?“ Wo sieht sich  ein Rapper im Alter? Wenn der „Block“ schon richtig weit weg ist</strong>.</p>
<p>Bushido: Ich kann und will nicht viel mehr oder andere Dinge machen  außer Musik. Was sich ändert, sind die Themen. Ich glaube, dass wir  vielleicht sogar mit 40 noch Musik machen können.</p>
<p><strong>Ist es dann immer noch Rap?</strong></p>
<p>Bushido: Ich kann nicht singen. Und wie Sido gesagt hat: Mir kann  auch keiner das Singen beibringen. Entweder ist es etwas mit der Sprache  oder etwas Musikalisches. Wobei ich auch keine Noten lesen kann. Aber  irgendwas mit Musik wird es schon zu tun haben. Und wenn ich mal Songs  für Volksmusiktypen schreibe.</p>
<p>Sido: Ich möchte das mit 40 nicht mehr machen. Musik machen ja. Mich  hinsetzen und Texte schreiben, das brauche ich einfach für mich. Aber  ich möchte irgendwann dieses ganze Trara nicht mehr haben. Ich bin auch  selber schuld. Ich kann nicht nein sagen. Ich fühle mich oft so, als  würde ich etwas verpassen. Ich möchte lieber bereuen, dass ich es getan  habe – um dann zu wissen, es war nicht so gut. Also mache ich mir diesen  Stress leider auch selber. Aber ich hoffe, dass ich irgendwann darüber  hinweg bin und dann auf meinen Bauernhof gucke und Ruhe im Karton ist.  Ich meine, ganz ohne Arbeit geht nicht. Mal sehen, ob der Bauernhof das  Richtige ist. Da hast du genug zu tun.</p>
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		<title>Wer ist Cary Fukunaga?</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 15:34:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Catherine Gottwald</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Cary Fukunaga]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Jane Eyre]]></category>

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		<description><![CDATA[Catherine Gottwald: Interessant,  dass sich einer 33-Jähriger an diesen Stoff heranwagt. Sind Sie nicht  ein bisschen zu jung für einen Stoff wie Jane Eyre, DEN &#8220;Blockbust&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/12/wer-ist-cary-fukunaga/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/12/fukunaga.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-29063" title="fukunaga" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/12/fukunaga-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><strong>Catherine Gottwald: Interessant,  dass sich einer 33-Jähriger an diesen Stoff heranwagt. Sind Sie nicht  ein bisschen zu jung für einen Stoff wie <a title="wiener-online: Jane Eyre" href="http://www.wiener-online.at/2011/12/jane-eyre/">Jane Eyre</a>, DEN &#8220;Blockbuster des  19. Jahrhunderts&#8221;?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Cary Fukunaga:</strong> Beim Geschichtsstudium an der Uni  habe ich mich viel mit der Epoche beschäftigt, in der diese Geschichte  spielt. Natürlich wollte ich auch historische Filme drehen. An Charlotte  Brontës Roman fasziniert mich vieles: Die Dunkelheit, die Geheimnisse  und diese klassische Liebesgeschichte. Mir war nur nicht klar, dass so  viele Verfilmungen von Jane Eyre gibt. Ich mag die Version mit Orson  Welles aus dem Jahr 1944.</p>
<p><strong>Warum haben Sie die in Europa relativ unbekannte Mia Wasikowska mit der Hauptrolle besetzt?</strong></p>
<p>Ich wollte eine junge Darstellerin.  Das entspricht der Romanvorlage. Ich wollte jemanden, der die  rebellische Geisthaltung und die Stärke von Jane Eyre verkörpert. In der  HBO-Serie I<strong>n Treatment &#8211; Der Therapeut</strong> fand ich Mia einfach umwerfend. Ausschlaggebend war aber der E-mail von <strong>Gus Van Saint</strong>, der mit Mia gerade <strong>Restless</strong> drehte. &#8220;Besetz sie!&#8221; riet er mir kurz und bündig. Ihr Blick hat mich  fasziniert. In Mias Augen spiegelt sich Naivität und eine vielsagende  Reife.</p>
<p><strong>Sie wollten Jane Eyre also nicht mit einem Glamour-Girl wie Emma Stone besetzen &#8230;?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Das ist das Schlimme beim  Besetzen der Hauptrollen. Manche Studios glauben, dass einen Film nur  finanzieren können, wenn bestimmte Stars mitspielen. Das Kinopublikum  ist viel klüger. Wenn ein Film gut ist, geht man ihn sich anschauen.  Ganz egal, wer mitspielt oder ob die Schauspieler bekannt sind. Wir  hatten Glück. Wir hatten das Geld für das Projekt schon, BEVOR <a title="wiener-online: Michael Fassbender" href="http://www.wiener-online.at/2011/06/interview-mit-einem-mutanten/"><strong>Michael Fassbender</strong></a> oder <strong>Mia Wasikowska</strong> zugesagt hatten.</p>
<p><strong>Michael Fassbender wird als neues  Sexsymbol gehandelt. Wie passt so ein &#8220;Hengst&#8221; an die Seite eines  &#8220;zarten Rehs&#8221; wie Mia Wasikowska? Im Film verliebt sich ein erfahrener  Mann in einen unscheinbaren Teenager. Finden Sie das glaubwürdig?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Ein intellektuelles Gespräch kann  manchmal anregender sein als eine sexy Aufmachung. Besonders wenn man  die Spielregeln und Umgangsformen unter Liebenden im 19. Jahrhundert  bedenkt. Rochester ist nicht auf der Suche nach erotischer Abwechslung.  Er möchte mit Jane ganz von vorne beginnen.</p>
<p><strong>War es nicht &#8220;gefährlich&#8221; Fassbender als Rochester zu casten?</strong></p>
<p>Ganz und gar nicht. Ich sehe ihn  nicht als Sexsymbol. Außerdem caste ich niemanden auf Grund seines  Äußeren. Mich hat Fassbenders Leistung in &#8220;Hunger&#8221; fasziniert.</p>
<p><strong>Warum führt ein Mann bei einem klassischen Emanzipations-Drama wie Jane Eyre Regie und keine Frau?</strong></p>
<p>Warum nicht? Es mag zwar  unterschiedliche Zugänge geben, aber prinzipiell verlangt keine Story  bei ihrer Umsetzung nach einem speziell männlichen oder speziell  weiblichen Regie.</p>
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		<title>Hallodri Adé</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 11:33:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Thomas Pesl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Jason Bateman]]></category>
		<category><![CDATA[Wie ausgewechselt]]></category>

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		<description><![CDATA[Fäkalienschleuder, kombiniert mit Tränendrüsendrücken: Mehr noch  als in &#8220;Die Hochzeits-Crasher&#8221; spielt Regisseur David Dobkin in &#8220;Wie  ausgewechselt&#038;&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/11/hallodri-ade/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/11/Jason-Bateman_StudioCanal.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-28893" title="Jason Bateman_StudioCanal" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/11/Jason-Bateman_StudioCanal-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p><strong>Fäkalienschleuder, kombiniert mit Tränendrüsendrücken: </strong>Mehr noch  als in &#8220;Die Hochzeits-Crasher&#8221; spielt Regisseur David Dobkin in &#8220;Wie  ausgewechselt&#8221; die Geschlechterklischees gegeneinander aus. In der  althergebrachten Story von zwei Freunden, die sich von heute auf  morgen in Körper und Leben des jeweils anderen wiederfinden, zeigt er  für pubertierende Burschen geräuschvolle Körperfunktionen von Babys,  für schmachtende Zuseherinnen heulend vorgebrachte Analysen von  Beziehungskrisen.</p>
<p>Über allem steht in &#8220;Wie ausgewechselt&#8221; aber eine philosophische  Frage: Was für ein Leben wünscht sich ein Mann? Viel unverbindlichen  Sex und Freiheit, wie das bei Mitch (Ryan Reynolds) der Fall ist,  oder Erfolg in Beruf und Familie wie bei Dave, gespielt von Jason  Bateman. Letzterer kennt persönlich beide Varianten und ist  eigentlich ganz froh, aus dem feucht-fröhlichen Leben in den Hafen  der Ehe umgeschwenkt zu haben. Er versucht möglichst viel zu  arbeiten. &#8220;Sie dürfen ja auch täglich arbeiten&#8221;, sagt er neidisch zu  mir. &#8220;Nur wir Schauspieler dürfen das nicht.&#8221;</p>
<p>Und schon sind wir mitten im Thema des Films: Wer beneidet hier  eigentlich wen?</p>
<p><strong>Ich kann mich nicht entscheiden: Ist &#8220;Wie ausgewechselt&#8221; eher ein  Männer- oder ein Frauenfilm?</strong></p>
<p>Wir haben versucht, beiden Seiten  Rechnung zu tragen. Natürlich gibt es diesen Ekelhumor, der einigen  Zuseherinnen nicht so zusagt. In solchen Momenten ist es ein Film für  Burschen. In anderen, dramatischeren Momenten wiederum wird es den  Männern mulmig zumute. Ich habe selbst ein bisschen geweint.</p>
<p><strong>Der Film hat eine recht konservative Botschaft: &#8220;Versuch nicht,  jemand anderer zu sein, gib dich damit zufrieden, was du bist.&#8221;  Gleichzeitig stößt der Ekelhumor gerade die konservativeren Zuseher  wohl eher ab. Wie verträgt sich das?</strong></p>
<p>Es gibt natürlich Leute, die  sagen, sie hätten dieses Körpertauschkonzept schon mal besser gehen,  und dass sie lieber in einen anderen Film gehen wollen. Aber das gilt  ja für jeden Film. &#8220;Wie ausgewechselt&#8221; war ein sehr spezielles  Unterfangen für den Regisseur. Er wollte, dass man ihn entweder liebt  oder hasst.</p>
<p><strong>Sie müssen in dem Film zwei verschiedene Charaktere spielen. Sind  Sie da nicht durcheinander gekommen?</strong></p>
<p>Ich wusste, dass beide Figuren  einen großen Teil von mir ausmachen, es war leicht, sie abzurufen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Mit wem würden Sie lieber Ihr Leben tauschen: Mit Ihrer  eigentlichen Rolle, dem fleißigen Familienvater Dave, oder mit dem  Hallodri Mitch?</strong></p>
<p>Mit keinem von beiden. Im Moment bin ich wie Dave,  mit meiner Frau, meiner Tochter und dem zweiten, das unterwegs ist.  Und Mitch war ich schon. Das hat Spaß gemacht, aber dorthin will ich  nicht mehr zurück.</p>
<p><strong>Das ist wohl die Lösung: Beides mal erlebt zu haben.</strong></p>
<p>Genau. Was  immer man im Leben macht, man sollte es vollständig ausleben.</p>
<p><strong>Sowohl in &#8220;Kill the Boss&#8221; als auch in &#8220;Wie ausgewechselt&#8221; spielen  Sie den ehrlichen, braven, hart arbeitenden Bürger, dem Groteskes  zustößt. Können Sie sich mit diesem Charakter identifizieren?</strong></p>
<p>Ich  werde oft engagiert, ihn zu spielen, denn die Wiedergeburt meiner  Karriere war die TV-Serie &#8220;Arrested Development&#8221;, und meine Rolle  darin ist auch so. Das gefällt mir, weil dieser Charakter meist im  Zentrum des Geschehens ist und das Publikum sich mit ihm  identifiziert. In dieser Art Rolle liegt eine große Verantwortung:  wie ein normaler Mensch glaubwürdig auf all den Irrsinn zu reagieren,  der ihm passiert &#8211; und ich komme gerne in vielen Szenen vor.</p>
<p><strong>Wenn ich Sie in diesen Filmen so sehe, denke ich mir: Was für ein  netter, anständiger Typ. Sind Sie wirklich so?</strong></p>
<p>Ich glaube schon, dass  ich ganz anständig bin. Niemand von uns ist perfekt, aber meistens  bin ich ein recht normaler Typ. Es fällt mir nicht schwer, einen  Durchschnittsmenschen darzustellen. Da bin ich ein Naturtalent.</p>
<p><strong>Und Sie arbeiten viel im Moment: &#8220;Paul &#8211; Ein Alien auf der  Flucht&#8221;, &#8220;Kill the Boss&#8221; und jetzt &#8220;Wie ausgewechselt&#8221; &#8230;</strong></p>
<p><strong> </strong> Ja, ich  arbeite gerne viel! Sie dürfen jeden Tag arbeiten, jeder andere darf  jeden Tag arbeiten, nur Schauspieler nicht. Also wenn man nach einem  Film gleich den nächsten kriegt, ist das ein Privileg.</p>
<p><strong>Würden Sie sich selbst als Komödiant bezeichnen?</strong></p>
<p>Nein. Ein  Komödiant ist Tag für Tag professionell lustig. Ich bin eher ein  Schauspieler, der seit langem viel für Komödien gebucht wird.</p>
<p><strong>Sie wurden einmal als jüngster Regisseur in der Director&#8217;s Guild  of America angeführt, als Sie mit 18 bei einigen Folgen der Sitcom  &#8220;Valerie&#8221; Regie führten. Bei einem Kinofilm haben Sie aber noch nicht  Regie geführt. Kommt es bald mal dazu?</strong></p>
<p>Ich würde wahnsinnig gerne  abwechselnd spielen und Regie führen, wie Ben Stiller oder George  Clooney. Nächstes Jahr geht es hoffentlich los, da führe ich bei  einem Film Regie.</p>
<p><strong>Was wird das für ein Film?</strong></p>
<p>Eine kleine Komödie, die wohl auf  Festivals laufen wird. Ich möchte es langsam angehen und nicht gleich  überheblich rufen: Ich bin jetzt Filmregisseur! Ich möchte höflich  diese Welt betreten und schauen, ob ich Ermunterung und Unterstützung  finde.</p>
<p><strong>Spielen Sie selbst dann auch die Hauptrolle?</strong></p>
<p>Vorläufig stehe ich  auf der Besetzungsliste, damit der Stein ins Rollen kommt. Sobald  der Film finanziert ist, suche ich einen anderen Hauptdarsteller, der  den Financiers ebenso recht ist, um mich auf die Regie konzentrieren  zu können.</p>
<p><strong>Sie waren ein Kinderstar in Amerika. Was wäre heute anders, wenn  Sie nicht so früh zu schauspielern begonnen hätten?</strong></p>
<p>Mir wäre wohl  bewusster, wie schwierig es ist, sich als Schauspieler seinen  Lebens-unterhalt zu verdienen. Das ist mir nämlich wichtig:  Sicherheit und Routine bei der Arbeit.</p>
<p><strong>Geht das als Schauspieler überhaupt?</strong></p>
<p>Eben nicht, außer mit einer  TV-Serie, die gut läuft. Bei Kinofilmen bist du nach Drehschluss  quasi gefeuert und musst was Neues suchen. Ich glaube, wäre ich älter  gewesen und hätte vielleicht ein Studium hinter mir gehabt, hätte ich  mir zum Thema Schauspiel gedacht: Ich will nicht meine Zeit damit  verschwenden, all das zu lernen, wenn ich nicht sicher sein kann,  dass es meine Miete zahlt.</p>
<p><strong>Würden Sie wollen, dass Ihre Kinder Schauspieler werden?</strong></p>
<p>Nein.  Gerade wenn man sehr jung ist, ist es schwierig zu lernen, jemand  anderer zu sein, während man gerade noch dabei ist zu erfahren, wer  man selbst ist. Das ist doch eine total seltsame Vorstellung.</p>
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		<title>Fisch mit Kaffee würzen</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 07:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Graf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Genuss]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Geschmack]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[Autorin Eva Derndorfer erklärt, was warum zusammenpasst.
WIENER: Sie empfehlen zu weißer Schokolade Schimmel-Käse? 
Eva Derndorfer: Diese Kombination ist gar nicht so weit he&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/11/fisch-mit-kaffee-wurzen/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/11/Eva-Derndorfer.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-28671" title="Eva Derndorfer" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/11/Eva-Derndorfer-300x228.jpg" alt="" width="300" height="228" /></a><strong>Autorin Eva Derndorfer erklärt,</strong> was warum zusammenpasst.</p>
<p><strong>WIENER: Sie empfehlen zu weißer Schokolade Schimmel-Käse? </strong></p>
<p>Eva Derndorfer: Diese Kombination ist gar nicht so weit hergeholt. Weil die Süße den Geschmack des Käses sehr gut ausgleicht.</p>
<p><strong>Was ist dieser Eindruck von Harmonie eigentlich wissenschaftlich gesehen?</strong></p>
<p>Derndorfer: Viele Lebensmittel, die miteinander harmonieren, haben wichtige Aromastoffe gemeinsam. Im Geschmack ergänzen sich eher Kontraste.</p>
<p><strong>Verraten Sie uns zwei Kombinationen für „Einsteiger“ in Sachen Food-Pairing?</strong></p>
<p>Derndorfer: Kaffee mit Fisch ist eine Offenbarung – das Kaffeepulver (in geringen Mengen) ist dabei Teil der Würze. Oder Schokolade &amp; Kräuter – etwa in Form eines Schokoladekuchens mit Basilikumeis.</p>
<p>Buchtipp: &#8220;Genuss&#8221; von Eva Derndorfer, Euro 24.-, <a title="www.maudrich.com" href="http://www.maudrich.com" target="_blank">www.maudrich.com</a></p>
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		<title>&#8220;Meine Güte, ist das außergewöhnlich&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 06:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Freud]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Keira Knightly]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit 26 eine englische Lady, mit zarten 18 noch Johnny Depps toughe Piratenbraut. Keiras sehr physisches Spiel ist bei Kritikern umstritten, Regisseure reißen sich um sie. Gerad&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/10/meine-gute-ist-das-ausergewohnlich/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/10/keira.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-28147" title="keira" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/10/keira-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><strong>Mit 26 eine englische Lady,</strong> mit zarten 18 noch <a title="wiener-online: Johnny Depp" href="http://www.wiener-online.at/2011/05/jack-hat-mich-inspiriert/">Johnny Depps</a> toughe Piratenbraut. Keiras sehr physisches Spiel ist bei Kritikern umstritten, Regisseure reißen sich um sie. Gerade dreht sie die Tolstoj-Verfilmung „Anna Karenina“&#8230; Ist die Schöne jetzt an gewagteren Rollen mehr interessiert als früher? &#8220;Nein&#8221;, sagt sie im Interview, &#8220;Das hat mit den Angeboten zu tun. So ein Angebot wie das für <em>Eine dunkle Begierde</em> hatte ich noch nie, aber hätte ich es vor fünf oder sechs Jahren bekommen, hätte ich genauso zugesagt. Ich hätte die Figur vielleicht anders gespielt, doch ich hätte sie auf jeden Fall spielen wollen.&#8221;</p>
<p>Welche Geheimnisse wir ihr sonst noch entlocken konnten? Hier ein kleiner Vorgeschmack &#8211; Das vollständige Interview inklusive Martin Pesls großem Report zum Freud-Film gibt es <strong>ab 20.11. im neuen WIENER!</strong></p>
<p><strong>Die Sex-Szenen in „Eine dunkle Begierde“ – alles digitale Animationen?</strong></p>
<p>(lacht). Ganz genau. Wir waren gar nicht da. Sie haben nur Abdrücke von unseren Körpern gemacht und damit angestellt, was sie wollten. Nein, als ich das Drehbuch von meinem Agenten bekam und er meinte, „David Cronenberg möchte dir eine Rolle in seinem nächsten Film anbieten“, sagte ich nur: „Oh mein Gott.“ Dann erfuhr ich auch noch, dass das Drehbuch von Christopher Hampton stammte. Als ich das Skript las, dachte ich, „Meine Güte, das ist außergewöhnlich“. Aber es gab da diese beiden Szenen und obwohl ich das Skript für großartig hielt, dachte ich nicht, dass ich sie spielen kann. Ich wollte es auch nicht. Schließlich gibt es das Internet mit all diesen Websites.<strong><br />
</strong></p>
<p><strong>Was finden Sie an Filmfiguren, die gegen den Wahnsinn ankämpfen, interessant?</strong></p>
<p>Menschen an sich können sehr leicht zerbrechen. Am Ende jeder Emotion lauert der Wahnsinn, wenn man sie zu weit treibt. Und die ganze Zeit verlieren sich Menschen in ihren Gefühlen. Was ist das, was uns geistig gesund hält? Was ist überhaupt geistige Gesundheit? Haben wir uns selbst unter Kontrolle? Diese Fragen finde ich enorm faszinierend. Liegt es daran, dass ich eine Schauspielerin bin? – Ich weiß es nicht.</p>
<p><strong>Haben Sie mit dieser Rolle das Geld für eine Psychotherapie gespart, die Sie sonst vielleicht absolviert hätten?</strong></p>
<p>Nein, ich nutze die Schauspielerei nicht als Therapie. Viele Kollegen machen das, und das ist in Ordnung, denn das Ganze hat eine kathartische Wirkung. Aber so seltsam es klingt, wir hatten beim Dreh eine großartige Zeit. Wir gingen viel aus. Gerade weil das  Thema sehr düster ist, war es sehr kathartisch, sich damit zu beschäftigen. Wenn du alles nach draußen gebracht hast, kannst du den Rest deiner Zeit genießen, weil du von all diesen anderen Emotionen befreit bist. Allerdings würde ich es nicht als therapeutisch bezeichnen.</p>
<p><strong>War es schwer, diese Figur zu spielen?</strong></p>
<p>Die ganze Rolle war faszinierend. Es gibt Figuren, die ich von meinen eigenen Erfahrungen her verstehen kann, weil es da Ähnlichkeiten gibt. Aber bei Sabina gab es nichts. Christopher Hampton gab mir einen Riesenstapel Bücher. Ich arbeitete mich zu dieser Person durch, wählte bestimmte Elemente aus und lernte so, die Dinge aus ihrem Blickwinkel zu verstehen.</p>
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		<title>Marek ohne Maulkorb</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 19:52:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internes]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Christine Marek]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[WIENERIN]]></category>
		<category><![CDATA[ÖVP]]></category>

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		<description><![CDATA[In der morgen erscheinenden Oktober-Ausgabe der WIENERIN spricht Christine Marek erstmals über die Hintergründe ihres Rücktritts als Obfrau der Wiener ÖVP.
&#8230;warum sie&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/09/marek-ohne-maulkorb/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/09/marek.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-27614" title="marek" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/09/marek-300x256.jpg" alt="" width="300" height="256" /></a><strong>In der morgen erscheinenden Oktober-Ausgabe der WIENERIN</strong> spricht Christine Marek erstmals über die Hintergründe ihres Rücktritts als Obfrau der Wiener ÖVP.</p>
<p>&#8230;warum sie in der ÖVP Wien nichts erreichen konnte:     &#8220;Ich habe das Gefühl, in Wien hält man Veränderung für eine Gefahr: Wer sich zuerst bewegt, hat verloren. Ich fürchte, mit dieser Einstellung wird sich die Wiener ÖVP allerdings marginalisieren.&#8221;</p>
<p>&#8230;und ob der neue Wien-Chef das ändern kann:      &#8220;Vielleicht haben sie jetzt verstanden, dass es so nicht weitergeht. Ich weiß es nicht. Ich hoffe, dass diese Partei lernfähig ist. Leider zeigt die Erfahrung der letzten Jahre und Jahrzehnte anderes.&#8221;</p>
<p>&#8230;über Frauen in der Politik:     &#8220;Ich glaube, dass, je mehr Frauen drin sind, sich die Politik desto mehr verändern wird (&#8230;) Auch wenn ich mit einigen wenigen Frauen schlechte Erfahrungen gemacht habe: Mit 99 Prozent habe ich ausgezeichnete Erfahrungen gemacht. Die Frauennetzwerke funktionieren &#8211; parteiübergreifend.&#8221;</p>
<p>Warum ÖVP-Chef Spindelegger die &#8220;absolute Arschkarte&#8221; habe, wer sich von ihr verraten gefühlt haben muss und aus welcher Partei eine Ladung hasserfüllter SMS-Nachrichten gleich nach Christine Mareks Rücktritt als ÖVP-Wien-Chefin kam, steht in der Oktober-Ausgabe der WIENERIN, <strong>ab Donnerstag, 29.9.2011</strong> im Zeitschriftenhandel. (Quelle: OTS)</p>
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		<title>Koch mit Köpfchen</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 18:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anita Kattinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Genuss]]></category>
		<category><![CDATA[Gradwohl]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Gradwohl]]></category>
		<category><![CDATA[Koch]]></category>
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		<description><![CDATA[Haubenkoch Joachim Gradwohl kann wieder lachen. Über Nacht war sein Arbeitsplatz flöten gegangen, noch bevor der 42-Jährige einen Tag gearbeitet hatte: Kurz vor der geplanten&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/09/koch-mit-kopfchen/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/09/Gradwohl.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-27427" title="Gradwohl" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/09/Gradwohl-300x254.jpg" alt="" width="300" height="254" /></a><strong>Haubenkoch Joachim Gradwohl kann wieder lachen.</strong> Über Nacht war sein Arbeitsplatz flöten gegangen, noch bevor der 42-Jährige einen Tag gearbeitet hatte: Kurz vor der geplanten Eröffnung des Luxus-Hotels Shangri-La in Wien sagten die Eigentümer die Hotel-Eröffnung samt Gourmet-Restaurant unter der Führung Gradwohls einfach ab. Der prominente Unternehmer und Millionär Hans Schmid witterte seine Chance und bot dem ehemaligen Koch vom „Meinl am Graben“ die kulinarische Randerscheinung „Skybar“ als Spielwiese an.</p>
<p><strong>Wenn Sie versagen, müssen Sie künftig in der Kantine der Vienna Capitals kochen. Ihr Chef Hans Schmid ist dort Präsident.</strong></p>
<p>Joachim Gradwohl: [lacht] Das wäre nicht schlimm, ich habe erst im August für die Capitals bei der Eröffnung des Stadions in der Kantine gekocht.</p>
<p><strong>Sie wären im Shangri-La Küchenchef geworden. Wie haben Sie denn erfahren, dass Sie über Nacht arbeitslos sind?</strong></p>
<p>Am Tag der geplanten Übergabe gab es eine Besprechung, in der uns mitgeteilt wurde, dass Shangri-La aus dem Vertrag aussteigt. Man hat uns dann schon internationale Jobs angeboten. Aber ich war bereits zehn Jahre im Ausland, das kam für mich nicht in Frage.</p>
<p><strong>Sie haben gesagt, dass Sie Lust hätten, wieder so zu kochen wie im „Meinl am Graben“. Wird die „Skybar“ ein Luxus- Restaurant?</strong></p>
<p>Ich glaube nicht, dass der „Meinl am Graben“ ein Luxus-Restaurant war. Die österreichisch bodenständige Küche wird es weiterhin im„Pfarrwirt“ geben, in der „Skybar“ soll es etwas Besonderes geben. Wir entwickeln gerade das Konzept mit den Architekten, ab Jänner wird umgebaut. Die Preise und die Speisen müssen mit dem Haus stimmig sein. Ich arbeite gerne mit kleinen Bauern und kleinen Bäckereien zusammen. Als Küchenchef brauche ich 50 Prozent meiner Arbeitszeit nur zum Einkaufen! Wenn man in die „Skybar“ kommt, soll alles zusammen passen. Ob die Küchenlinie französisch, mediterran oder amerikanisch wird? Nur Journalisten denken in diesen Schubladen.</p>
<p><strong>Seit diesem Jahr gibt es neben den Altbekannten das „Le Loft“ und das <a title="wiener-online: Palais Coburg" href="http://www.wiener-online.at/2011/05/haute-cuisine-politisch-korrekt/">„Palais Coburg“</a>. Gibt es in Wien genug Publikum für Luxus-Restaurants?</strong></p>
<p>Wien ist eine Weltstadt – es gibt genug Luft für Spitzengastronomie. Es muss Investoren und Menschen geben, die Gastronomie leidenschaftlich betreiben und leben. Nur Geld reicht nicht, es muss mit Liebe gemacht werden.</p>
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		<title>Perfektion ist langweilig</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2011/09/perfektion-ist-langweilig/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 20:09:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>
		<category><![CDATA[Coverstory]]></category>
		<category><![CDATA[Dancing Stars]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Mirjam Weichselbraun]]></category>
		<category><![CDATA[MTV]]></category>

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		<description><![CDATA[Tirolermadel, Naturmensch, Sonnenstrahlenlächeln. Das passt schon alles zu Mirjam Weichselbraun. Nur mit ihrer Lebenseinstellung hat ihr gängiges Image im Grunde wenig zu t&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/09/perfektion-ist-langweilig/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/09/mirjam.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-27312" title="mirjam" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/09/mirjam-197x300.jpg" alt="" width="197" height="300" /></a><strong>Tirolermadel, Naturmensch, Sonnenstrahlenlächeln.</strong> Das passt schon alles zu <a title="www.mirjamweichselbraun.com" href="http://www.mirjamweichselbraun.com" target="_blank">Mirjam Weichselbraun</a>. Nur mit ihrer Lebenseinstellung hat ihr gängiges Image im Grunde wenig zu tun. „Viele sehen mich eben gerne in einer bestimmten Rolle“, so die TV-Moderatorin. Festnageln lässt sich Weichselbraun deswegen noch lange nicht: „Ich bin so viele auf einmal“, sagt sie. Für den WIENER war die gebürtige Tirolerin und leidenschaftliche Wahlberlinerin anlässlich ihres 30. Geburtstags am 27. September einen Tag lang einfach Mirjam Weichselbraun. Eine junge Querdenkerin, die ihre funky MTV-Zeiten aufleben lässt, erzählt, wie sie ihre Selbstzweifel bewältigt und sagt, warum sie heute mehr Frau ist als früher.</p>
<p><strong>Stellen Sie sich vor: Eine Live-Show anlässlich Ihres runden Geburtstags. Mit welchen Worten würden Sie anmoderieren?</strong></p>
<p>Hilfe, bitte keine Live-Show zu irgendeinem meiner runden Geburtstage, es sei denn der 80. Und nachdem ich das Geburtstagskind wäre, soll da mal wer anderer moderieren.</p>
<p><strong>Der 30er ist ein markantes Datum. Welche Gedanken gehen Ihnen anlässlich Ihres Runden durch den Kopf?</strong></p>
<p>Ich mache mir da wirklich nicht so viele Gedanken. Es sind eher andere, die mich immer drauf ansprechen. Klar, auch ich empfinde, dass sich 30 ganz schön erwachsen anhört, aber ansonsten ist mir das relativ egal. Im Gegenteil, ich mag mich jetzt lieber als noch vor einigen Jahren.</p>
<p><strong>Was zum Beispiel?</strong></p>
<p>Ich geh’ entspannter mit meinem Job um, finde kleine Fehler während einer Sendung nicht mehr schlimm. Irgendwie relativieren sich mit der Zeit ein paar Dinge, das ist gut. Rein optisch mache ich mir auch nicht mehr so viele Gedanken. Ich mag mich einfach nur wohlfühlen.</p>
<p><strong>Sie haben eine beeindruckende Karriere im Entertainment- bzw. TV-Business hingelegt. Was empfinden Sie heute, wenn Sie sich auf YouTube Ihre ersten Moderationen bei VIVA plus anschauen?</strong></p>
<p>Ich schau’ mir die nicht an. Natürlich finde ich aber manche Sachen besser, manche schlechter. Ich hab eben früh mit der Moderation begonnen und den Entwicklungsprozess konnte man im Fernsehen auch sehen. Ich komme inzwischen besser mit meinen Fehlern klar.</p>
<p><strong>Was hat Sie da gestört und wie lernt man damit umzugehen?</strong></p>
<p>Das waren Kleinigkeiten, wie Versprecher oder einfach die falschen Interviewfragen. Man lernt gar nicht aktiv besser damit umzugehen, aber irgendwie erkennt man, dass solche Dinge auch überhaupt kein Problem sind und dass es nichts Langweiligeres gibt als Perfektion.</p>
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		<title>&#8220;Ich unterstelle den Menschen gerne Klugheit&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 20:24:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Thomas Pesl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Gunkl]]></category>
		<category><![CDATA[Gunther Paal]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Kabarett]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Früher war er Weltmeister im Weggehen. Jetzt liest er lieber „Spektrum der Wissenschaft“ – und lässt sich inspirieren, zu genialen Kabarettprogrammen. Martin Thomas Pesl traf&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/09/ich-unterstelle-den-menschen-gerne-klugheit/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/09/Gunkl-16488.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-26867" title="Gunkl 16488" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/09/Gunkl-16488-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><strong>Früher war er Weltmeister im Weggehen.</strong> Jetzt liest er lieber „Spektrum der Wissenschaft“ – und lässt sich inspirieren, zu genialen Kabarettprogrammen. Martin Thomas Pesl traf Günther &#8220;Gunkl&#8221; Paal in seiner Wohnung am Alsergrund.</p>
<p><strong>Ihr neues Programm heißt „Die großen Kränkungen der Menschheit &#8211; auch schon nicht leicht.“ Was sind denn die größten Kränkungen?</strong></p>
<p><strong>Gunkl:</strong> Die klassische Kränkung: Wir sind nicht das Zentrum des Universums. Wir sind auf irgendeinem Planeten eines Sonnensystems, das zu einer Milchstraße gehört, die nicht aufregend ist und im Rahmen eines Galaxienhaufens irgendwo im Universum postiert. Wenn wir wichtig sein wollen, muss uns was Anderes einfallen. Denn man will ja schon leiwand sein, in sich. Auf dem Weg dorthin besteht aber die Gefahr weiterer Kränkungen. Wir sind nicht von Gott gemacht. Über diese Kränkung sind wir noch nicht hinweg. Freud und Co. haben als Erste aufs Papier gebracht, dass wir ein Altlastenpackerl umgeschnallt haben, wo man nicht genau weiß, wer wen durchs Leben führt. Jetzt wurde nachgeschaut, was im Hirn passiert, und das ist viel schlimmer, als was Freud herausgefunden hat. Man kann nämlich nicht sagen, mein Onkel hatte einen Spitzbart und darum fürchte ich mich heute noch. Im Hirn ist die Entscheidung, eine Taste zu drücken, eine halbe Sekunde gefallen, bevor ich das weiß. Das Ich ist eine Handpuppe, die man im Hirn erfunden hat, damit diese Handpuppe sich selbst versteht. Das kränkt schon.</p>
<p><strong>Im „Donnerstalk“ sind Sie der Spezialist für eh alles. Wofür sind Sie in Wahrheit der Spezialist?</strong></p>
<p>Ich bin kein Spezialist. Es gibt aber Interessensfelder, die ich auslasse: das Emotionale als Erlebnis und nicht als beobachtbares Ereignis. Ich bin nicht sehr gefühlsbetont, ich habe da einen blinden Fleck. Mein limbisches System ist ein Ödland. In den Darreichungsformen der Wirklichkeit bin ich schwach. Mich interessiert, warum etwas passiert.</p>
<p><strong>Ihre Programme gelten als genial, aber anstrengend. Hatten Sie je das Gefühl, Zugeständnisse an den Massengeschmack machen zu müssen?</strong></p>
<p>Jeder sollte auf der Bühne machen, was er sehen wollen würde. Konzessionen an einen Massengeschmack halte ich für perfide, das hieße, man unterstellt den Menschen Blödheit. Und ich unterstelle den Menschen gerne Klugheit. Ich will im Kabarett, dass mich jemand wo hinführt, wo ich noch nicht war und mir denke: aha, toll, arg. Und nicht, dass mich jemand dort, wo ich bin, annagelt, einen Stammtisch mit ein paar Girlanden umkränzt und das, was alle wissen und immer schon gesagt haben, ein bisschen lustiger ausformuliert.</p>
<p><strong>Sie haben uns Ihr Musikzimmer gezeigt. Ist das regelmäßig in Verwendung?</strong></p>
<p>In letzter Zeit mache ich die Musik hauptsächlich aus dem Laptop, den habe ich unterwegs mit. Ich war viel mit dem Dorfer unterwegs, so kann ich im Hotelzimmer irgendwelche Kontrapunkte basteln. Ich komponiere nur nach dem Ohrwaschl. Ich weiß, was ich höre, und für mich ist es anders schön, als das ein Herr Palestrina vorschreibt. Musiker sagen dann: Eigentlich geht das nicht, aber es ist in Ordnung.</p>
<p><strong>Auch mit der Sprache vollbringen Sie hochkomplexe Kompositionen. Ist Ihnen die deutsche Sprache wichtig?</strong></p>
<p>Sprache ist ein Werkzeugkasten. Wer mit dem, was da ist, Hammer, Säge, Schraubenzieher und ein paar Franzosen, etwas Außergewöhnliches macht, der interessiert mich. Aber Sprache zu beherrschen und damit nichts zu sagen, ist wie Tonleiterspielen. Wenn gewisse Sachverhalte, Tatbestände nicht mehr benannt werden können, weil es das Vokabel dafür nicht mehr gibt, dann wird es eng. Aber solange eine nachvollziehbare Zuordnung zwischen Gesprochenem und Gemeintem möglich ist, bin ich kein Sprachpolizist, der den ganzen Tag in Sack und Asche herumläuft.</p>
<p><strong>Geht Ihnen das Schreiben leicht von der Hand?</strong></p>
<p>Eigentlich nicht. Die ersten Programme sind geflutscht. Aber ich wiederhole mich ungern und habe auch den Anspruch, dass jemand möglichst viel von dem, was er sagen will, in knappen Gedanken abdeckt. So wird das Feld bald ziemlich schütter.</p>
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		<title>Frei von allen Fesseln</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 06:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Der Herr der Ringe]]></category>
		<category><![CDATA[Die drei Musketiere]]></category>
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		<category><![CDATA[Orlando Bloom]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob als furchtloser Elbenfürst Legolas in „Herr der Ringe“ oder als draufgängerischer Will Turner in „Pirates of the Carribean“ – bislang hatte er die Rolle des jungen Helden gepa&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/09/frei-von-allen-fesseln/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/08/musketeers-bloom.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-26658" title="musketeers-bloom" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/08/musketeers-bloom-630x324.jpg" alt="" width="630" height="324" /></a></strong></p>
<p><strong>Ob als furchtloser Elbenfürst Legolas</strong> in „Herr der Ringe“ oder als draufgängerischer Will Turner in „Pirates of the Carribean“ – bislang hatte er die Rolle des jungen Helden gepachtet. Deshalb hätten seine Fans erwartet, dass Orlando Bloom in seinem neuen Abenteuer-Film <a title="wiener-online: Die drei Musketiere" href="http://www.wiener-online.at/2011/09/die-drei-musketiere/">„Die drei Musketiere“</a> mit dem Trio-Schlachtruf „Einer für alle, alle für einen“ den Degen schwingt. Doch der 34-Jährige hat sich anderes entschieden. „Mal was Neues“ ist seine Devise. Der Publikumsliebling ficht als Fiesling Lord Buckingham gegen d’Artagnan und Co: „Ich als Bad Boy. Einfach nur cool.“</p>
<p><strong>Was ist denn daran so cool?</strong></p>
<p>Man hat als Bösewicht einfach mehr Fun. Man kann alle Fesseln ablegen. <a title="wiener-online: Die drei Musketiere / Lord Buckingham" href="http://www.wiener-online.at/2011/09/die-drei-musketiere/3/">Lord Buckingham ist ein arroganter Lackel</a>, der sich für unantastbar hält. Ein verzogener Bengel, der nie erwachsen geworden ist.</p>
<p><strong>Letzteres könnte man auch über so manch einen Filmstar sagen. Ohne natürlich Namen zu nennen&#8230;</strong></p>
<p>[grinst verstehend] Ich habe verschiedene Rockstars zusammen gewürfelt. Vom Aussehen her und vom Auftreten. Am meisten habe ich mich an David Bowie orientiert. Dem Bowie der 70er.</p>
<p><strong>Gibt es auch Parallelen zu Ihnen?</strong></p>
<p>Ja, mein Hang, immer die neuesten Spielzeuge zu haben. Buckingham hat ein Luftschiff der Superlative, einen Ferrari des Mittelalters.</p>
<p><strong>Womit geben Sie in der Neuzeit Gas?</strong></p>
<p>Ich stehe auf heiße Motorräder. Ich habe einige davon.</p>
<p><strong>Wer hätte das gedacht. Der relaxte Orlando ein Adrenalin-Junkie.</strong></p>
<p>Es stimmt, dass ich Nervenkitzel brauche. Es ist der Antrieb in meinem Leben. Ich mag es, Risiken einzugehen. Solange sie kalkulierbar sind. Sicherheit geht vor. Wenn es zu crazy erscheint, dann mache ich es nicht. Ich will mich ja nicht verletzten.</p>
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		<title>&#8220;Ich bin eine gebratene Frühlingsrolle&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Aug 2011 06:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Verena Eissner-Eissenstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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		<category><![CDATA[Elke Winkens]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<description><![CDATA[WIENER-Shooting , Treffpunkt Kettenbrückengasse. Sie trägt ein dekolletiertes Shirt mit der Aufschrift „The real Deal“, aufgekrempelte Jeans mit Löchern, Flip Flops, Sonne&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/08/ich-bin-eine-gebratene-fruhlingsrolle/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/08/winkens1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-26298" title="winkens1" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/08/winkens1-229x300.jpg" alt="" width="229" height="300" /></a><strong>WIENER-Shooting , Treffpunkt Kettenbrückengasse.</strong> Sie trägt ein dekolletiertes Shirt mit der Aufschrift „The real Deal“, aufgekrempelte Jeans mit Löchern, Flip Flops, Sonnenbrille. Zierlich ist sie, sehr, sehr schlank. Der stürmische Wind scheint sie zu verblasen. Ein schnelles Foto, dann verlegen wir den Set in einen Design-Shop, gleich beim Naschmarkt um die Ecke. Dort schlüpft sie ruckzuck in ein kesses Kleid und strahlt wie ein glückliches Kind.</p>
<p>Das Shooting macht Elke Winkens augenscheinlich Spaß – und man merkt auch, dass sie das kann. 2003 posierte sie für den Playboy, 2007 schon einmal für den WIENER. Und jetzt redet sie drauf los.</p>
<p><strong>Du lebst seit 20 Jahren meistens in Wien und manchmal in Berlin. Wo bist du noch Deutsche, wo schon Österreicherin?</strong></p>
<p>Beim Fußballspielen bin ich noch Deutsche. Wie soll man bitte zu den Österreichern halten? Und dass man immer noch mit Cordoba kommt, ist peinlich. Die Deutschen wissen nämlich gar nicht, was gemeint ist. Beim Essen gehen bin ich Österreicherin. In Berlin bestelle ich immer ein Obi g’spritzt.</p>
<p><strong>Was ist dein momentaner Aggregatzustand?</strong></p>
<p>Ich würde sagen, ich bin eine gebratene Frühlingsrolle. Ich werde warm gehalten. Es geht mir gut.</p>
<p><strong>Was gefällt dir an deinem neuen Film „Arschkalt“?</strong></p>
<p>Ich habe angefangen, das Drehbuch zu lesen und dann hat das plötzlich etwas mit mir gemacht. Es hat mich total reingezogen in die Geschichte. Die Geschichte hat mich tief berührt.</p>
<p><strong>Warum denn das?</strong></p>
<p>Vielleicht liegt es an der Off-Stimme, die immer von Aggregatzuständen erzählt. Das macht der Herbert Knaup mit einer unglaublichen Melancholie.</p>
<p><strong>Wie viel Spaß hattest du bei der Arbeit?</strong></p>
<p>Wahnsinnig viel, obwohl ich gleich am ersten Drehtag einen Unfall hatte. Ich bin einen Iglu runtergedonnert, hatte dann ziemliche Rückenschmerzen und die Sicherungen haben mich am Knie verletzt. Und der Regisseur hat Sachen von mir verlangt, wo ich gedacht habe, das kann ich nie. Er wollte, dass ich eine Szene spiele, in der ich komplett betrunken bin.</p>
<p><strong>Muss man das als Schauspieler nicht oft?</strong></p>
<p>Betrunken war nicht mein Lieblingsding. Aber jetzt nach dem Film sehe ich betrunken neu. Man muss sich volle Post reinlassen. In dem Moment, wo man am Gefühl zweifelt, kann es nicht funktionieren.</p>
<p><strong>In welchen Situationen bist du schockgefroren?</strong></p>
<p>Ich kann mich an eine Situation erinnern. Ich war 19 und lebte in London. Ich war gerade auf Urlaub, als ich erfahren habe, dass das Stipendium nicht verlängert wird. Ich bin in der Telefonzelle gestanden, mit dem Hörer in der Hand und hatte in dem Moment keine Zukunftsvision mehr. Aus einem schockgefrorenen Zustand entscheiden sich die Wege neu. Mit der Situation kannst du nicht weiterleben. Da musst du eine Entscheidung treffen. Meine war, nach London zu gehen und meine Sachen zu packen. Im Sommer habe ich ein Casting in Wien gemacht und im Herbst hier angefangen. Es war also ein guter Schockzustand.</p>
<p><strong>Im Film „Arschkalt“ geht es darum, dass im Scheitern auch Chancen liegen. Welche Chancen hattest du schon ausgelassen?</strong></p>
<p>Ich bin grundsätzlich ein sehr, sehr fauler Mensch. Ich würde alles so lassen, wie es gerade mal so läuft. Ich wäre die ideale Made im Speck. Ich würde mich durchfressen und so dahin leben und immer dicker werden, wenn mir nicht das Leben die Aufgaben zeigt. Im Scheitern habe ich mich immer weiterentwickelt. Wenn ich heute so lese, was ich vor 10 Jahren in Interviews gesagt habe, empfinde ich das als völligen Blödsinn. </p>
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		<title>Six Pack mit Hirn</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 06:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Der Mandant]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Matthew McConaughey]]></category>

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		<description><![CDATA[Drei Bier hat er schon intus, als wir es uns in seiner Suite im Berliner Hotel De Rome gemütlich machen. Wir sollen reden über seinen Film „Der Mandant“ (Filmstart: 24.6.), ihn gelü&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/06/six-pack-mit-hirn/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/06/LincolnLawyer.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-24420" title="LincolnLawyer" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/06/LincolnLawyer-300x204.jpg" alt="" width="300" height="204" /></a><strong>Drei Bier hat er schon intus,</strong> als wir es uns in seiner Suite im Berliner Hotel De Rome gemütlich machen. Wir sollen reden über seinen Film <a title="wiener-online: Der Mandant" href="http://www.wiener-online.at/2011/06/der-mandant/">„Der Mandant“</a> (Filmstart: 24.6.), ihn gelüstet es augenscheinlich danach, ordentlich einen draufzumachen: „Wenn ich Gas gebe, dann richtig“, sagt Matthew McConaughey (41).</p>
<p>Wir würden auch gern, haben aber ein bisserl Bammel. Denn der Sohn eines texanischen Ölarbeiters und einer Aushilfslehrerin, dessen Namen selbst so manche Filmkritiker bis heute nicht unfallfrei aussprechen können, feiert gern, bis sich die Balken biegen – oder die Polizei kommt.</p>
<p>Legendär ist der Fauxpas, der sich einst vor seinem Haus in Austin, Texas, zutrug. Nachbarn hatten Alarm geschlagen, dass ein Verrückter mit Bongo-Trommeln splitterfasernackt im Garten herumtanzt. Die Polizisten erwiesen sich als Spaßbremsen, Matthew wurde wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt und Besitzes von Marihuana angezeigt. Letztlich bekannte er sich schuldig und kam mit gnädigen 50 Euro Bußgeld davon.</p>
<p>Dass er es privat mittlerweile ein bisschen ruhiger angeht, liegt vor allem am brasilianischen Model Camila Alves und seinen beiden Kindern Levi und Vida. Auf der Leinwand ist das vom People Magazine 2005 zum „Sexiest Man Alive“ gekürte Waschbrett („Ich hab die guten Gene von meinem Papa.“) meist Anwalt („Ich hab selbst Jus studiert, dann aber abgebrochen.“) oder Womenizer („Ich bin lustig – und das macht erst richtig sexy.“) Oder beides.</p>
<p>In <a title="wiener-online: Der Mandant" href="http://www.wiener-online.at/2011/06/der-mandant/">„Der Mandant“</a> spielt er einen Winkeladvokaten, der es mit der Moral nicht so genau nimmt. Moral, sagt Matthew, ist freilich wichtig – um sich richtig gehen lassen zu können.</p>
<p><strong>Warum glauben Sie, könnten Männer neidisch auf Sie zu sein?</strong></p>
<p>Wer ist neidisch? Ich mag das Wort Neid nicht besonders. Sagen wir so: Ich freue mich, wenn ich andere auf gute Ideen bringe. Aber im Grunde versuchen wir doch ohnehin nur unser ganzes Leben, uns selbst zu finden. Und zu probieren, so zu sein wie andere, macht da so und so keinen Sinn.</p>
<p><strong>Was bedeutet Glück für Sie?</strong></p>
<p>Glück ist ohnehin ein so großes Wort. Ich habe irgendwann bei mir selbst Inventur gemacht. Seither weiß ich, dass es nicht darum geht, der glücklichste Mensch auf der Welt zu werden. Heute bin ich glücklich, wenn ich etwas habe, worauf ich mich freuen kann.</p>
<p><strong>Worauf freuen Sie sich jetzt gerade?</strong></p>
<p>Ehrlich, im Moment freue ich mich darauf, mit vielen Menschen über meinen neuen Film zu reden. Auf den bin ich nämlich wirklich stolz. Und natürlich freue ich mich auf meine Familie. Ich bin ja derzeit zwecks Promo viel unterwegs und kann es gar nicht mehr erwarten, wieder zuhause zu sein, bei meiner Frau und meinen zwei Kids.</p>
<p><strong>Es gibt ein Thema bei Ihnen, worüber immer wieder geschrieben wird&#8230;</strong></p>
<p>Sagen Sie bloß nicht, Sie wollen über meinen Sixpack reden&#8230;</p>
<p><strong>Nervt Sie das?</strong></p>
<p>Nein, das ist schon okay.</p>
<p><strong>Im neuen Film treten Sie einmal nur im Tanktop auf. Stimmt es, dass es eine Klausel in Ihrem Vertrag gibt, wonach in jeden Ihrer Filme eine Szene mit nacktem Oberkörper eingebaut werden muss?</strong></p>
<p>Niemals, das ist ein Scherz. Aber ich habe nichts dagegen, meinen Körper zu zeigen. Ich hab Gott und meinem lieben Papa sei Dank gute Gene. Und ich liebe Sport, ich surfe und laufe sehr viel. Aber unter uns: Es gibt auch Tage, an denen ich keinen Sixpack habe.</p>
<p><strong>Sie spielen einen Anwalt, der zunächst ohne moralische Bedenken handelt. Was ist wichtiger: Moral oder Gesetze?</strong></p>
<p>Wir Menschen brauchen die Moral, um uns auch ein bisschen gehen zu lassen. Ich glaube, der Menscheit liegen gute Werte zugrunde. Aber wir schummeln uns auch immer wieder gerne durch, so kann sich auch schlechte Moral manchmal auszahlen. Und natürlich brauchen wir Gesetze. Ich halte nichts von Anarchie.</p>
<p><strong>Sind die Gesetze gerade in den USA nicht oft zu restriktiv?</strong></p>
<p>Was einzelne Fälle betrifft, ja. Die Staaten sind sehr gut darin, sich gegenseitig zu überwachen. Und gleichzeitig bietet dir die Gesellschaft dort alle Möglichkeiten, dich frei zu entfalten und hoch hinaus zu kommen. Ich sage nicht, dass unser System das Beste ist. Aber aus meiner Sicht haben wir die besten Möglichkeiten der Welt, weil wir eine Gesellschaft ohne Limits sind.</p>
<p><strong>Wann haben Sie das letzte Mal Unrecht empfunden?</strong></p>
<p>Letzte Nacht. Als die Leute im Hotel die Bar dicht gemacht haben.</p>
<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/06/Der_Mandant_3.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-24424" title="Der_Mandant_3" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/06/Der_Mandant_3-630x419.jpg" alt="" width="630" height="419" /></a></p>
<h4>Die vollständie Version unseres Interviews mit Matthew McConaughey finden Sie im Juli-WIENER.</h4>
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		<title>Leben zum Aufbewahren</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 06:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzleben]]></category>
		<category><![CDATA[Startup]]></category>
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		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
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		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
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		<category><![CDATA[Web]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeden Tag ein Foto. Das ist die Aufgabe, der sich Scott Harris verschrieben hat. Der junge 3D-Künstler und Web Developer aus Kalifornien hat mit Freunden die Online-Plattform Sh&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/06/leben-zum-aufbewahren/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p id="internal-source-marker_0.09924196976745525"><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/06/scott.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-23886" title="scott" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/06/scott-300x187.jpg" alt="" width="300" height="187" /></a><strong>Jeden Tag ein Foto.</strong> Das ist die Aufgabe, der sich Scott Harris verschrieben hat. Der junge 3D-Künstler und Web Developer aus Kalifornien hat mit Freunden die Online-Plattform <a title="Shuttercal" href="http://www.shuttercal.com" target="_blank">Shuttercal</a> gegründet, auf der User ihre Fotos in einen übersichtlichen Kalender hochladen &#8211; und bei Bedarf auch monatlich ausdrucken und zustellen lassen können.</p>
<h4>Klein, aber fein</h4>
<p>Da braucht man keine aberwitzige Success-Story à la Facebook erwarten: Was 2007 als kleines Start-Up begann, ist heute immer noch ein kleines Start-Up. Aber ein verdamnt solides, das sich selbst erhält und allen Beteiligten nach wie vor riesen Spaß macht. Mehr braucht es eigentlich nicht, um jedem User sein persönliches Dokumentationsarchiv zu bieten. Leben zum Sammeln.</p>
<p><strong>wiener-online</strong> bat Mr. Harris a.k.a. <a title="Shuttercal: Default Artist" href="http://www.shuttercal.com/calendar/DefaultArtist/" target="_blank">&#8220;Default Artist&#8221;</a> zum Interview:</p>
<p><strong>ShutterCal kurz zusammengefasst &#8211; um was geht’s da?</strong></p>
<p>Scott Harris: ShutterCal  ist der Mount Everest unter den Foto-Projekten. Täglich ein Foto zu  machen und das ein Jahr lang durchzuhalten, ist eine ungeheure  Herausfordetung und verlangt Tatendrang und Hingabe. Es klingt einfach,  aber es ist eine echte Leistung, die nicht jeder schafft &#8211; und wir  gestaltem es so, dass die User Spaß daran haben.</p>
<p><strong>Wie viele Leute arbeiten bei ShutterCal &#8211; und wieviele nutzen es?</strong></p>
<p>ShutterCal ist ein kleines amerikanisches Unternehmen, das uns zu dritt gehört und auch zu dritt betrieben wird: ich,<a title="Shuttercal: Amperes" href="http://www.shuttercal.com/calendar/Amperes" target="_blank"> Kim Wong</a>, und<a title="Shuttercal: mach5" href="http://www.shuttercal.com/calendar/mach5" target="_blank"> Dan Ferrante</a>. Unsere  Community besteht aktuell aus 13.500 Mitgliedern. Einige davon fangen  jetzt auch an, beim Development mitzuhelfen.</p>
<p><strong>Kannst Du ein paar Worte zu eurem Geschäftsmodell sagen?</strong></p>
<p>Es  ist uns nicht so wichtig, eine richtig große Website zu werden,  wichtiger ist uns, eine richtig gute Website zu sein. Dieses Gefühl,  eine kleine, aber engverschworene Community zu haben, ist toll. Wir geben  Null Dollar für Marketing aus und die Seite ist gänzlich frei von  Werbung. Wir sind ein komplett unabhängiges, sich selbst-erhaltendes  Unternehmen. Das verdanken wir der Qualität unseres monatlichen  Print-Services und der Unterstützung durch Mitgliedsbeiträge. Da gilt  der Dank all unseren “ShutterCal’ern”.</p>
<p><strong>Hast Du persönliche Favouriten? Was sind die besten Fotos, die dir untergekommen sind bei Deiner Arbeit für ShutterCal?</strong></p>
<p>Es  klingt jetzt komisch, wenn ich sage: meine eigenen. Aber dieses Projekt  hat den Anfang geniommen als eine Idee von mir und meiner Freundin &#8211; um  mehr Fotos zu machen und unser Leben zu dokumentieren. Jetzt, nach fünf  Jahren, können wir beide durch die (Foto-)Kalender des anderen blättern  und die Entwicklung unseres gemeinsamen Lebens anschauen &#8211; und die  einzelnen Momente, die uns an jeweiligen Tag wert schien, festgehalten  zu werden. Für mich sind unsere Kalender mein wertvollster weltlicher  Besitz.</p>
<p>Abgesehen  davon gibt es jede Menge großartiger Fotos auf ShutterCal. Ich sammle  meine Favouriten <a title="Scott's Favourites" href="http://www.shuttercal.com/calendar/DefaultArtist/faves/" target="_blank">hier in meiner “Fav Section”</a>, damit alle User sie für  sich entdecken können. <a title="Shuttercal: Brooklyn Theory" href="http://shuttercal.com/calendar/BrooklynTheory/" target="_blank">@brooklynTheory</a> ist sicher einer meiner absoluten  Lieblingsfotografen &#8211; nicht nur auf ShutterCal, sondern überhaupt&#8230;</p>
<p><strong>Abgesehen von Fotosammlungen, gibt es noch andere kreative Ideen, die Leute auf ShutterCal verwirklichen?</strong></p>
<p>Viele. Spontan fällt mir <a title="Shuttercal: Sarah Cate" href="http://shuttercal.com/calendar/SarahCate/2011/4/1/" target="_blank">Sarah Cate</a> ein. Sie schreibt auf ihre Hände Botschaften an sich selbst. Sie  verwendet das Medium Fotografie, um persönliche Rückschläge und Nöte zu  meisten. Sie macht sich dadurch täglich neuen Mut. Es ist unglaublich.</p>
<p><strong>Danke für das Gespräch.</strong></p>
<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/06/shuttercal.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-23883" title="shuttercal" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/06/shuttercal-630x454.jpg" alt="" width="630" height="454" /></a></p>
<p>P.S. wiener-online sammelt übrigens auch. <a title="wiener-online on Shuttercal" href="http://shuttercal.com/calendar/wieneronline/" target="_blank">Und zwar Screenshots.</a> Mit heutigem Datum haben wir bereits 274 Tage durchgehalten &#8211; and counting&#8230;</p>
<p><strong>[Falls Sie das Interview in der Originalfassung lesen wollen, finden Sie es angefügt auf Seite 2.]</strong></p>
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		<title>Interview mit einem Mutanten</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jun 2011 06:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Kroesche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Fassbender]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[X-Men]]></category>

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		<description><![CDATA[Der rasche Erfolg der vergangenen Jahre hat Michael Fassbender nicht vom Boden der Tatsachen abheben lassen – anstelle von Star-Allüren setzt er auf Natürlichkeit, die großen T&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/06/interview-mit-einem-mutanten/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/06/fassbender.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-23562" title="fassbender" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/06/fassbender-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a><strong>Der rasche Erfolg der vergangenen Jahre</strong> hat Michael Fassbender nicht vom Boden der Tatsachen abheben lassen – anstelle von Star-Allüren setzt er auf Natürlichkeit, die großen Töne überlässt er anderen. Und hebt stattdessen das Spannende an der Zusammenarbeit mit seinen Filmkollegen hervor.</p>
<p><strong>Herr Fassbender, für Ihre preisgekrönte Verkörperung des hungerstreikenden Bobby Sands in „Hunger“ verloren Sie über 20 Kilogramm an Körpergewicht, als Magneto in Ihrem neuen Film „X-Men: First Class“ müssen Sie im Kampf gegen Superschurken antreten. Was ist leichter – als Bobby Sands zu verhungern oder als Superheld die Welt zu retten?</strong></p>
<p>Ich weiß es nicht! Die Vorbereitung ist auf eine gewisse Weise gleich: Ich verbringe eine Menge Zeit zu Hause damit, das Drehbuch immer und immer wieder zu lesen – das mache ich so bei jedem Projekt, das ist in gewisser Hinsicht meine einzige Art der Vorbereitung – und durch dieses Lesen und Nochmal-Lesen setzen sich die Dinge fest, sickern sozusagen durch die Haut. Und wenn ich dann aufs Set komme, habe ich bereits so viel in mir drin, das mir erlaubt, damit zu spielen, es zu verdrehen und keine Angst davor zu haben, wenn sich etwas verändert oder in eine andere Richtung geht. Ich versuche immer, am Set möglichst relaxt zu sein – unbeschwert und informiert.</p>
<p><strong>Mussten Sie diesmal viel trainieren?</strong></p>
<p>Nein, für Magneto habe ich nicht viel trainiert – Körperkraft und Kampffähigkeiten gehören sogar zu seinen schwächsten Stärken – also wusste ich, dass ich nicht in Topform sein müsste. Ich trainiere zwar ohnehin regelmäßig, es ist immer gut in gewissem Maße fit zu sein, aber es waren nicht etwa zehn intensive Trainingswochen wie für „300“. Wenn man ein 15-Kilo-Schild in einem siebenstündigen Kampf halten soll, dann muss man auch vom Körper her so aussehen, als ob man das könnte <em>(lacht)</em>. Aber bei Magneto ging es darum, die Farbe und den Geschmack in der Beziehung zwischen ihm und seinem Freund Charles zu finden und verschiedene Schattierungen innerhalb des Charakters zu zeigen – aber da hatte ich bereits unheimlich viel Vorgeschichte aus den Comicbüchern.</p>
<p><strong>Schränkt das ein, eine Figur bereits so klar vor sich zu sehen?</strong></p>
<p>Nein, ich mag das, da ich ein sehr visueller Mensch bin – wenn ich ein Magazin in die Hand kriege, dann neige ich auch dazu, mir nur die Bilder anzuschauen, ich bin da ziemlich faul! Ich war als Kind kein Comic-Fan. Das war eine Welt, die mir verschlossen blieb, also wollte ich mich so schnell wie möglich einarbeiten, als ich den<a title="wiener-online: X-Men" href="http://www.wiener-online.at/2011/06/x-men-erste-entscheidung/"> X-Men</a>-Job bekam: Ich hing mir die Bilder also überall im Wohnwagen auf. Über die Jahre hinweg gab es ja verschiedene Zeichner, unterschiedlichste Ideen eines Magneto – so hatte ich sie alle auf einmal vor meinen Augen: Das war sehr hilfreich.</p>
<p><strong>Und – sind Sie mittlerweile ein Comicfan?</strong></p>
<p>Wenn ich Zeit hätte! Ich bin ein langsamer Leser, deshalb passiert es mir oft, dass ich anfange, ein Buch zu lesen und dann kommt plötzlich wieder ein neues Drehbuch. So ist meine Quote an gelesenen Büchern in den letzten Jahren wirklich drastisch gesunken, was auch nicht gerade gut ist, aber…</p>
<p><strong>… gut für die Karriere?</strong></p>
<p>Im Moment ja, ich kann mich nicht beschweren <em>(lacht)</em>.</p>
<p><strong>Haben Sie trotzdem einen Lieblings-Comichelden?</strong></p>
<p>Magneto.</p>
<p><strong>Im Ernst?</strong></p>
<p><em>(Lacht)</em> Warum nicht, ja, es hat mir wirklich Spaß gemacht, ihn beim Lesen dieser Comicbücher kennenzulernen. In <a title="wiener-online: X-Men" href="http://www.wiener-online.at/2011/06/x-men-erste-entscheidung/">X-Men</a> hat man es mit Themen wie Vorurteilen, mit Verstoßenen und Bürgerrechtsbewegungen in den Sechzigern zu tun, aber weil es in dieser fantastischen Welt spielt, kommt es nicht mit dem Holzhammer daher. Und das ist etwas, das ich wirklich faszinierend fand an diesen Comic-Büchern: dass da eine echte sozialkritische Haltung drin versteckt ist.</p>
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		<title>&#8220;Chmelar spielte den Klassenkasperl&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 05:40:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anita Kattinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Dancing Stars]]></category>
		<category><![CDATA[Dieter Chmelar]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Vitouch]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Medienpsychologe Peter Vitouch über die Erotik des Peinlich-Seins.
Bis jetzt hat bei Dancing Stars immer jemand gewonnen, der gut tanzen kann. Dieter Chmelar konnte nicht tanz&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/06/chmelar-spielte-den-klassenkasperl/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/06/vitouch.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-23658" title="vitouch" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/06/vitouch-300x190.jpg" alt="" width="300" height="190" /></a>Medienpsychologe Peter Vitouch über die Erotik des Peinlich-Seins.</p>
<p><strong>Bis jetzt hat bei Dancing Stars immer jemand gewonnen, der gut tanzen kann. Dieter Chmelar konnte nicht tanzen, versuchte es auch nicht, sondern stand dazu, Kabarett zu liefern. Hat er die ersten Folgen überstanden, weil wir eine Art Schadenfreude oder sogar Mitleid bei seinem Anblick empfunden haben?</strong></p>
<p>Beides stimmt sicher ein bisschen. Die Promis in Dancing Stars spielen gewisse Charakterrollen, die wir auch in den Bevölkerungsschichten finden. <a title="wiener-online: Dieter Chmelar" href="http://www.wiener-online.at/2011/06/wie-peinlich-darf-ein-mann-sein/">Dieter Chmelar</a> spiegelte jene Bevölkerungsschicht wider, die nicht tanzen kann und vielleicht ein wenig neidvoll auf die guten Tänzer blickt. Es fand eine Art Gegenbewegung statt: Man dachte sich, der kann das zwar überhaupt nicht, dafür blödelt er aber.</p>
<p><strong>Warum sehen wir uns Selbstdarsteller wie Alf Poier und Dieter Chmelar im Fernsehen an, wenn wir uns doch fremdschämen?</strong></p>
<p>Naja, eigentlich ist es kein Fremdschämen, weil sich diese Selbstdarsteller selber nicht ernst nehmen. Fremdschämen würde man sich für jemanden, der glaubt, dass er tanzen kann und dann eine miserable Leistung abliefert. Aber Chmelar wusste, dass er nicht tanzen kann. Sowohl Alf Poier als auch Dieter Chmelar sind Parodien. Chmelar parodierte die Rolle des Dancing Star, aber auch sich selbst auf der Bühne. Es handelt sich bei beiden um ein selbst gewähltes Schicksal, deswegen ist ihr Auftreten uns nicht unangenehm.</p>
<p><strong>Gehen Selbstdarsteller wie Richard Lugner, Alf Poier oder Dieter Chmelar ein Risiko ein, das sie nicht kontrollieren können? Stichwort: Lachnummer der Nation.</strong></p>
<p>Ja, das ist eine Gratwanderung. Chmelar ist schon auf dem Weg, dass man ihm den seriösen außenpolitischen Kommentator nicht mehr abnehmen würde. Zumindest vorübergehend würden die Leser beim Aufschlagen der Zeitung Chmelars Gesicht damit assoziieren, dass er sich zum Affen gemacht hat.</p>
<p><strong>Sehen Sie noch einen Unterschied zwischen Richard Lugner und Dieter Chmelar?</strong></p>
<p>Die Grenzen sind schwimmend. Richard Lugner ist ein Serientäter. Ich halte Chmelar für intelligent genug, dass er das Ganze nicht überzieht. Chmelar ist ein Komödiant. Lugner ist jemand, der sich für tot hält, wenn er nicht genug in den Medien vorkommt. <a title="wiener-online: Dieter Chmelar" href="http://www.wiener-online.at/2011/06/wie-peinlich-darf-ein-mann-sein/">Chmelar ist ein Vollprofi</a> – Lugner ein prominenter Amateur.</p>
<p><strong>Liegt der Reiz auch im Spielen mit Stereotypen: Tanzen, Kindisch-Sein und Blödeln gelten nicht als besonders männlich?</strong></p>
<p>Ja. Jeder spielt bei Dancing Stars eine Rolle. Dem türkisch-österreichischen Schauspieler <a title="YouTube: Mike Galeli / Golden Eye" href="http://youtu.be/X8ugDkh_9E0" target="_blank">Mike Galeli, der die Rolle des James Bond verkörpert</a>, hätte man das Blödeln nicht abgenommen. Chmelar hatte die Rolle des Klassenkasperls gewählt. Der Klassenkasperl kommt lange Zeit ohne Leistung durch, ist möglicherweise auch bei den Lehrern beliebt, fällt immer weich und bekommt nie die schlechtesten Noten. Chmelar konnte das Spiel natürlich nicht endlos spielen, weil Teile des Publikums ihm mit der Zeit übel genommen haben, dass er noch drinnen ist, während andere, die tänzerisch mehr drauf hatten, raus gewählt wurden. Es geht um einen Klassenverband: Wie lange halten die einen durch zu sagen, lassts ihn blödeln, wenn andere ungerecht behandelt werden.</p>
<p><strong>Gilt für Männer eine Erotik des Peinlich- Seins, weil Frauen den Humor von Männern schätzen?</strong></p>
<p>Das wage ich nicht zu behaupten. Vielleicht sprach er Frauen jenseits der 60 als kuscheliger Teddybär an. Er löste eher bei den Protestwählern einen Solidarisierungseffekt aus: „Ich würde mich auch so anstellen, also wähle ich den.“</p>
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