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	<title>WIENER &#187; Internet</title>
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	<description>Die offizielle Webseite des Wiener</description>
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		<title>WLAN, Mangos, Baklava</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 15:11:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Wiener Naschmarkt gibt es ab sofort einen schnellen und kostenlosen mobilen Internetzugang. Das WiFi-Netz „free &#38; fast“ kann mit jedem Notebook oder Smartphone mit eing&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/08/wlan-mangos-baklava/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/08/naschmarkt_thomas_lieser.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-26484" title="naschmarkt_thomas_lieser" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/08/naschmarkt_thomas_lieser-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a><strong>Am Wiener Naschmarkt</strong> gibt es ab sofort einen schnellen und kostenlosen mobilen Internetzugang. Das WiFi-Netz „free &amp; fast“ kann mit jedem Notebook oder Smartphone mit eingebautem WLAN-Anschluss genutzt werden. Damit bekommt der Naschmarkt, beliebtes Gastronomie- und Marktzentrum und täglicher Treffpunkt tausender Einheimischer und Touristen, endlich eine großflächige Internetversorgung. Juchu. Die Infrastruktur  wird vom österreichischen Webunternehmen 123people zur Verfügung gestellt, dessen Büro sich praktischer Weise direkt am Naschmarkt befindet&#8230;</p>
<p>„Ich gebe zu, dass das WiFi am Naschmarkt nicht ganz uneigennützig entstanden ist“, schmunzelt Bernhard Hoetzl, Chief Marketing Officer bei 123people. „Die vielen Restaurants und Bars sind tägliches Ziel der Mitarbeiter – sei es für ein Frühstücksmeeting, zum Mittagessen oder zum Relaxen nach getaner Arbeit. Uns alle hat aber immer gestört, dass es am Naschmarkt keine ordentliche WiFi-Infrastruktur gab.“ Und das, wo doch nur wenige Schritte weiter, ein sehr schneller Internetzugang vorhanden ist&#8230; Die Idee, diesen über einen leistungsstarken WLAN-Router dem gesamten Naschmarktbereich zugänglich zu machen, war geboren.</p>
<p>„Ursprünglich wollten wir den Zugang nur unseren Mitarbeitern ermöglichen. Jetzt stellen wir den Zugang jedem gratis zur Verfügung – aus der Überzeugung heraus, dass ein schneller und kostenloser Internetzugang mittlerweile zu einem infrastrukturellen Grundbedürfnis geworden ist. Dazu wollen wir gerne Beitrag leisten“, so Hoetzl.</p>
<p>Das WiFi-Netz „free &amp; fast“ am Naschmarkt ist sehr einfach zu nutzen. Der User muss auf seinem Smartphone, Notebook oder iPad lediglich das WLAN aktivieren. Im Auswahlmenü wird ihm daraufhin das Netzwerk angezeigt. Nach dem Auswählen muss man nur noch die AGBs akzeptieren und schon surft man superschnell und kostenlos durchs Internet.</p>
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		<title>2 Jahre Styleaut</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 22:20:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Jubliäum]]></category>
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		<description><![CDATA[So ist das nunmal, wenn man zu einem Kindergeburtstag eingeladen wird: Da bekommt jeder Besucher selber ein Geschenk. Styleaut wird zwei Jahre &#8211; und hält es genauso&#8230&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2010/11/2-jahre-styleaut/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-8383" title="styleaut" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/11/styleaut-300x111.jpg" alt="" width="300" height="111" /> <strong>So ist das nunmal,</strong> wenn man zu einem Kindergeburtstag eingeladen wird: Da bekommt jeder Besucher selber ein Geschenk. <a href="http://www.styleaut.com">Styleaut</a> wird zwei Jahre &#8211; und hält es genauso&#8230;</p>
<p><strong>Am 11.11.2008</strong> erblickte die größte Plattform für österreichische Designer das Licht der Online-Welt. Nun hat man zwei Jahre auf dem Buckl und reichlich Grund zu feiern: 60 heimische Labels  und 1.000 individuelle Entwürfe unter einer gemeinsamen Adresse. Dazu internationale Partner-Seiten, die die Styleaut-Philosophie <a href="http://www.gestyled.com">in Deutschland</a> und <a href="http://www.styleaviv.com">Tel Aviv</a> hochhalten. Spanien (2011) und weitere Länder sind in Planung.</p>
<p><strong>Und damit auch wirklich jeder etwas davon hat</strong>, siehe Kindergeburtstag, gibt es ab Donnerstag  jeweils auf 5 Tage limitierte Angebote, bei denen man zwischen 15% und  25% auf  <a href="http://styleaut.com">styleaut.com</a> Klassiker sparen kann. Also vorbeisurfen oder den <a href="http://www.mqw.at/en/shopping/styleaut.shop/">Flagship Store im Museums Quartier</a> besuchen.</p>
<p><strong>Und bevor da jetzt geraunzt wird,</strong> dass der Großteil der dortigen Produkte für weibliche Fashion Victims entworfen wurde&#8230; erstens: stimmt ja gar nicht! (<a href="http://www.styleaut.com/de/kategorie.php?b=2&amp;kat=91&amp;PHPSESSID=pppuda43btnfqsji1k4ep9v586">siehe hier</a>) -  zweitens:  hallo? Schon mal auf&#8217;s Datum geschaut und überlegt, wieviele Wochen noch bis Weihnachten sind? Panikattacke? Eben.</p>
<p><strong>Daten, Fakten, Interview</strong> &#8211; kurz: alles, was Sie sonst noch über styleaut wissen müssen, <a href="http://www.wiener-online.at/2010/10/junge-designermode-per-mausklick/">lesen sie HIER.</a></p>
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		<title>Das ist Sport10.at</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Oct 2010 23:29:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit gestern ist Österreichs jüngstes Sportportal online: Sportmagazin, SportWoche und toptimes haben ihre Kompetenzen gebündelt und zeigen auf Sport10.at &#8220;was im Sp&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2010/10/das-ist-sport10-at/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-8104" title="sport10-2" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/10/sport10-2-300x146.jpg" alt="" width="300" height="146" />Seit gestern</strong> ist Österreichs jüngstes Sportportal online: <a href="http://sport10.at/info/sportmagazin/index.do">Sportmagazin</a>, <a href="http://sport10.at/info/sportwoche/index.do">SportWoche</a> und <a href="http://sport10.at/info/toptimes/index.do">toptimes</a> haben ihre Kompetenzen gebündelt und zeigen auf <a href="http://sport10.at">Sport10.at</a> &#8220;was im Sport wirklich zählt&#8221;.</p>
<p><strong>&#8220;Es ist geschafft&#8221;</strong>, freut sich die Sport10-Redaktion stolz: &#8220;Sport10.at ist online &#8211; und wir arbeiten bereits auf Hochtouren, um ab jetzt täglich die Top 10-Meldungen aus der Welt des Sports zu liefern.&#8221; Dabei &#8211; und das ist der eigentliche Grund, warum sich <a href="http://sport10.at/">der tägliche Klick</a> garantiert lohnt &#8211; wird komplett auf Agenturmeldungen verzichtet. Das ehrgeizige Ziel lautet: Eigenrecherche pur!</p>
<p><strong>Derzeit besteht die (Online-)Redaktion</strong> aus sechs Redakteuren plus dem Stammteam von Sportmagazin, SportWoche und toptimes. Ergo Insiderwissen als Startkapital.</p>
<p>Neben Themen wie Fussball, Formel 1 und Wintersport, soll auch der Aktivsport nicht zu kurz kommen. <a href="http://sport10.at">Sport10</a> ist kein Portal für bloße Couchpotatoes: Schwingen Sie getrost Ihren Allerwertesten auf&#8217;s Mountainbike &#8211; Unsere Sport10-Jungs zeigen Ihnen, auf welchen Routen Sie ordentlich in die Gänge kommen!</p>
<p><strong>Langer Rede, kurzer Sinn:</strong><br />
Schauen Sie sich&#8217;s einfach selber an! <a href="http://sport10.at/info/605222/index.do">Alle Infos gibt es hier (Link)</a>.<br />
Wir freuen uns jedenfalls mit den Kollegen und gratulieren zum gelungenen Startschuss. Machen Sie sich schon mal auf die eine oder andere Kooperation gefasst ;)</p>
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		<title>Social Media in Zahlen: Social Media Radar Austria</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Oct 2010 13:09:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>digitaljournal</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Während es für die Nutzung von Print, Rundfunk und Internet  vierteljährlich Statistiken von der Mediaanalyse bzw. der Webanalyse  gibt, fehlt es an einer Anlaufstelle um sich üb&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2010/10/social-media-in-zahlen/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7867" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-7867" title="Social Media Radar Österreich" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/10/social-media-radar-300x269.png" alt="Bild: Digital Affairs" width="300" height="269" /><p class="wp-caption-text">Bild: Digital Affairs</p></div>
<p><strong>Während es für die Nutzung</strong> von Print, Rundfunk und Internet  vierteljährlich Statistiken von der Mediaanalyse bzw. der Webanalyse  gibt, fehlt es an einer Anlaufstelle um sich über das Nutzungsverhalten  in Social Networks zu informieren. Wer mehr wissen wollte, musste von  Plattform zu Plattform unterschiedliche Methoden anwenden, um an das  Datenmaterial zu kommen.</p>
<p><strong>Nun gibt es</strong> das <a title="Social Media Radar Austria" href="http://socialmediaradar.at/">Social Media Radar Austria</a>, das Social Media in Zahlen sichtbar machen will. Entwickler und Begleiter des Projekts sind die Kommunikationsagentur <a title="Digital Affairs" href="http://digitalaffairs.at/2010/10/21/social-media-radar-austria/">Digital Affairs</a> und der <a title="Bäckblog" href="http://www.baeck.at/blog/">Blogger Gerald Bäck</a>. Das Social Media Radar (derzeit noch in der Beta-Phase) gibt einen  Überblick, wie viele ÖsterreicherInnen auf facebook und twitter aktiv  sind und zeigt auch auf wie es um die Geschlechter- und Altersverteilung  im Web 2.0 steht. Besonders interessant ist neben den  soziodemographischen Angaben auch das <a title="Facebook Page Rank" href="http://socialmediaradar.at/facebook_pages.php" target="_blank">Page Ranking</a>, das österreichische Facebook-Pages nach Anzahl der Fans reiht.</p>
<p><strong>Bisher sind nur Daten</strong> von Facebook und Twitter abrufbar. <a title="Der WIENER über Foursquare-Quälerei" href="http://www.wiener-online.at/2010/03/the-f-word/">Foursquare </a>soll in absehbarer Zeit auch folgen.</p>
<p><a title="Zur Website" href="http://socialmediaradar.at/">Website: Social Media Radar Austria»</a></p>
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		<title>Junge Designermode per Mausklick</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Oct 2010 06:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wirtschaftsblatt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was vor zwei Jahren als Geheimtipp für  österreichische Designermode im ­Internet begann, ist zu einem  internationalen Mode-Netzwerk herangewachsen. Insgesamt 120 Designer&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2010/10/junge-designermode-per-mausklick/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-7562" title="boris_wiblatt" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/10/boris_wiblatt-300x205.jpg" alt="" width="300" height="205" /><strong> Was vor zwei Jahren als Geheimtipp</strong> für  österreichische Designermode im ­Internet begann, ist zu einem  internationalen Mode-Netzwerk herangewachsen. Insgesamt 120 Designer,  einen ­Flagshipstore im Wiener MuseumsQuartier und zwei internationale  Partnerseiten umfasst das Projekt rund um den Fashionserver <a href="http://www.styleaut.com/de/home.php"> styleaut.com</a>. Das Konzept ist einfach: Junge Modemacher können in einem  Webshop ihre Designerstücke anbieten und als Community mehr  Aufmerksamkeit erzielen. „Ich wollte den einzelnen Kreativen in  Österreich die Möglichkeit bieten, eine breite Öffentlichkeit zu  erreichen&#8221;, sagt <a href="http://www.bobdesign.at/">Boris Berghammer</a>, Geschäftsführer von ­styleaut.com,  zum Gründungs­motiv.</p>
<p><strong>Die ursprüngliche Idee floriert</strong> nun auch im Ausland: Im April wurde  die erste Partner-Website ­<a href="http://www.styleaviv.com/de/home.php?changelang=de">styleaviv.com</a> gegründet. Junge israelische  Labels bieten dort ihre Mode an. Der Schritt nach Deutschland folgte nur  wenige Monate später. „Ein Viertel der Bestellungen auf styleaut.com  kommt aus Deutschland. Unsere Nachbarn sind dem Online-Shopping  gegenüber sehr aufgeschlossen&#8221;, erklärt er seinen Schritt, unter  gestyled.com nun auch deutsche Designermode anzubieten. Die Verbindung  nach Israel ergab sich zufällig: Bei einer Modeschau zur Eröffnung des  Tel Aviv Beach am Donaukanal kam er mit israelischen Designern in  Kontakt. Jetzt steht die Mode­metropole Spanien auf der To-do-Liste. Im  Frühjahr sollen 30 spanische Designer ihre Gewänder online präsentieren.  Weitere Länder sollen folgen.</p>
<p><strong>Wo am Anfang Überzeugungsarbeit nötig war,</strong> ist jetzt Selektion  gefragt. Denn ursprünglich beheimatete die Online-Plattform styleaut.com  lediglich neun heimische Designer, die gemeinsam 350 Kleidungsstücke  präsentierten. Heute sind es schon 60 Modeschöpfer mit insgesamt 1200  Kreationen. „Die Designer kommen inzwischen auf uns zu, wir können aber  nicht alle aufnehmen&#8221;, so Berghammer. Gefragt sind professionelle  Designer, keine Hobby-Kreativen. Dass Online-Shopping immer bedeutender  wird, spiegelt sich in den wachsenden Zugriffsraten von styleaut.com:  Monatlich klicken sich 25.000 Menschen durch die Entwürfe der heimischen  Labels, dabei werden 250.000 Einzelseiten aufgerufen. Umgelegt auf die  Frequenz in einem Geschäft entspricht das mehr als 1000 Besucher pro Tag  &#8211; und das gänzlich ohne Werbung.</p>
<p><strong>Das Projekt</strong> kommt gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gut an, denn mit-<br />
machen  kostet die Designer nichts. Verdient wird durch die Verkäufe der Mode.  Pro Designerstück bleibt ein prozentueller Anteil beim Initiator der  Modeplattform. Derzeit wird noch kostendeckend gewirtschaftet. „Ich habe  keinen perfekten Businessplan, mich treibt mein Idealismus. Aber  natürlich soll meine Idee letztendlich auch erfolgreich sein&#8221;, gibt der  kreative Kopf preis. Derzeit liegt der Jahresumsatz bei 130.000 €, die  Prognose für 2010 liegt bei 200.000 €. Fördergelder sind keine  geflossen, wichtiger sind Partner, die wirklich an das Projekt glauben,  weiß Berghammer.</p>
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		<title>Gottlieb Duttweiler Preis für Jimmy Wales</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Oct 2010 07:24:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Gottlieb Duttweiler Preis 2011 geht an Jimmy Wales, Begründer der Online-Enzyklopädie Wikipedia. Wales erhält die Auszeichnung für seine Verdienste um die Demokratisier&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2010/10/gottlieb-duttweiler-preis-fur-jimmy-wales/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7543" class="wp-caption alignleft" style="width: 249px"><img class="size-medium wp-image-7543" title="Jimmy_Wales_Fundraiser_Appeal" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/10/Jimmy_Wales_Fundraiser_Appeal-239x300.jpg" alt="Foto: Manuel Archain" width="239" height="300" /><p class="wp-caption-text">Foto: Manuel Archain</p></div>
<p><strong>Der Gottlieb Duttweiler Preis 2011</strong> geht an Jimmy Wales, Begründer der Online-Enzyklopädie Wikipedia. Wales erhält die Auszeichnung für seine Verdienste um die Demokratisierung des Wissenszugangs. Jimmy Wales hat es in knapp einem Jahrzehnt geschafft, ein weltumspannendes Wissensnetz aufzubauen. Seine auf Internet unentgeltlich zugängliche Online-Enzyklopädie Wikipedia ist zum Symbol geworden für einen Umbruch in der Medienwirtschaft. Zudem hat sie den Zugang zu Wissen als wichtigste Ressource des Menschen revolutioniert und so zur Wissensdemokratisierung beigetragen.</p>
<p><strong>Dank ihrer Unabhängigkeit</strong> und Neutralität geniesst Wikipedia grosse Akzeptanz und Glaubwürdigkeit. Ihr Pionier Wales sucht nicht Geld oder Ruhm, sondern will Wissen teilen und weitergeben. Seine Non-Profit-Organisation finanziert sich durch Donationen, die Mitarbeit ist ehrenamtlich, das partizipative Modell zutiefst demokratisch &#8211; denn «Freiwilligkeit ist der Preis der Freiheit» (Gottlieb Duttweiler).</p>
<p><strong>Der politisch unabhängige</strong> Gottlieb Duttweiler Preis wird in unregelmässigen Abständen an Personen verliehen, die sich mit hervorragenden Leistungen für die Allgemeinheit verdient gemacht haben. Frühere Preisträger waren unter anderen alt UNO-Generalsekretär und Friedensnobelpreisträger Kofi A. Annan, der damalige deutsche Aussenminister Joschka Fischer und der tschechoslowakische Präsident Václav Havel.</p>
<p><strong>Mit Jimmy Wales</strong> erhält den Preis erneut ein Vordenker, der vom Guten im Menschen ausgeht. [APA]</p>
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		<title>Stirbt das Web?</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Oct 2010 08:15:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kröß</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war ein Knall, der die moderne Welt erschütterte. Kurz nach der Jahrtausendwende war die Dotcom-Blase lautstark geplatzt; für die World Wide Web-Fantasten eine Watsch’n, vo&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2010/10/stirbt-das-web/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-7395  alignleft" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/10/webisttot-285x300.jpg" alt="Totekopf auf rotem Hintergrund" width="285" height="300" /><strong>Es war ein Knall,</strong> der die moderne Welt erschütterte. Kurz nach der Jahrtausendwende war die Dotcom-Blase lautstark geplatzt; für die World Wide Web-Fantasten eine Watsch’n, von der sie sich lange nicht erholten. Viele Start-Up-Unternehmen, mit hohen Erwartungen und Milliarden gehypt, wurden von der Bildfläche gefegt, und selbst etablierte Konzerne mussten zur Kenntnis nehmen, dass sich ihre überzogenen Hoffnungen im besten Fall in Kollateralschäden verwandelt hatten. Das Vertrauen in die Zukunft des Netzes verblasste, und erste Nachrufe wurden verfasst. Doch als sich der Rauch gelegt hatte, stieg das Web in der Version 2.0 mit frischem Wind und technischen Innovationen wie Phönix aus der Asche.</p>
<p><strong>Trotz des neuen Aufschwungs</strong> des Webs und seiner Etablierung als wichtigstes Medium unserer Zeit, wird alle paar Jahre mit geradezu masochistischer Lust in der großen Spekulationskiste gewühlt und an einem neuen Untergangsszenario für das Web gebastelt. Von den großen Meinungsmachern über Konzernchefs, Journalisten und Bloggern bis hin zu</p>
<p><strong>Nerds und Twitter-Celebrities</strong> – niemanden lässt dieses Thema kalt, und alle haben dazu eine Meinung. Den neusten Beitrag zu dieser Debatte lieferte kürzlich das renommierte <a href="http://www.wired.com/">Magazin WIRED</a>. Mit dem nach Aufmerksamkeit heischenden Titel: <a href="http://www.wired.com/magazine/2010/08/ff_webrip/all/1">„Das Web ist tot. Lang lebe das Internet“</a> setzen die Autoren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chris_Anderson_%28Journalist%29">Chris Anderson</a> und Michael Wolff in ihrem Essay auf einen kalkulierten Schockeffekt.</p>
<p><strong>Bereits der Titel</strong> spielt auf eine Tatsache an, die vielen Menschen nicht immer bewusst ist. Das Internet und das Web sind keine Synonyme, werden im alltäglichen Sprachgebrauch aber oft gleichgesetzt. Tatsächlich ist das Internet ein großes, globales, digitales Netz, das im Prinzip lediglich für den Datenverkehr von A nach B sorgt. Das Web allerdings ist im Internet nur einer von vielen Diensten und stellt eine Ansammlung von Webseiten dar, durch die wir mit unseren Browsern surfen. Auch E-Mails, Filesharing und Torrents zum Download von Musik und Videos, Chats, Voice-Over-IP Telefone und Streaming Videos sind für uns alltägliche Internet-Anwendungen, zählen aber eigentlich nicht zum WWW.</p>
<p><strong>Die Autoren von WIRED</strong> haben nun die Theorie aufgestellt, dass das Web Stück für Stück an Bedeutung verlieren und letztlich in der Versenkung verschwinden wird. Sie stützen sich dabei auf eine neue Studie, die in den vergangenen zehn Jahren einen Rückgang des Web-Anteils am gesamten Internetverkehr festgestellt hat. Waren um das Jahr 2000 noch 50 Prozent des weltweiten Datenverkehrs auf das Konto des Webs gegangen, rutschte es knapp 10 Jahre später auf unter 25 Prozent. Neben der zunehmenden Bedeutung von Downloadservices werden in dem Essay hauptsächlich Smartphones und Tablet-PCs für diesen Umbruch verantwortlich gemacht. Die in ihnen integrierten Apps – speziell programmierte Miniprogramme – umgehen das Web und greifen direkt über das Internet auf Inhalte zu.</p>
<p><strong>Für Anderson und Wolff</strong> steht fest, dass der Browser zu Gunsten der Apps in den Hintergrund treten wird, da diese Informationen zielgenauer und schneller darstellen können. Nicht länger würden die Menschen nach Informationen suchen und auf Entdeckungsreise gehen, sondern erwarten, dass die relevanten Informationen zu ihnen kommen. Der Browser sei dafür weniger geeignet, als speziell für einen Zweck programmierte Applikationen. Bequemlichkeit komme vor Freiheit – Geschwindigkeit komme vor Flexibilität. Das sei die zentrale Prämisse und ausschlaggebend für den Tod des Webs, so die Autoren.</p>
<p><strong>Ihre Schlussfolgerungen</strong> zeichnen ein düsteres Zukunftsbild, in der wir uns alle freiwillig der Freiheit des offenen Webs berauben und es dem Kapitalismus übergeben. Im Gegensatz zum offenen Web werden die Applikation und ihre Schnittstellen schließlich von Unternehmen kontrolliert und gegen Bezahlung zur Verfügung gestellt. Warum wir uns das freiwillig antun werden? „Obwohl wir intellektuell die absolute Freiheit zu schätzen wissen“, postulieren Anderson und Wolff, „entscheiden wir uns am Ende des Tages doch für die Bequemlichkeit“. Sie veranschaulichen dieses Szenario etwa am Beispiel des populären iTunes-Store: Obwohl Musik, Filme und Fernsehserien auch gratis im Netz geladen werden kön- nen, zahlt die Mehrheit lieber ein paar Euro, um diese bequem und zuverlässig in Apples Plattform herunterladen zu können. Je älter die Zielgruppe, desto größer ist die Bereitschaft, sich statt der Freiheit für die Abhängigkeit zu entscheiden.</p>
<p><strong>Das Szenario hat natürlich</strong>, auch dank der provokanten Formulierungen, starke Reaktionen in der Internetgemeinde ausgelöst. Während bei vielen die Thesen nur ein gequältes Lächeln hervorzaubern, sind manche regelrecht verärgert darüber, wie WIRED seine Argumentation aufgebaut hat. Das populäre Blog „Boing Boing“ rechnet etwa vor, dass sich die Datenmenge im Internet innerhalb der vergangenen fünf Jahre versiebenfacht hat. Der Anteil, den das Web dabei hat, ist zwar um die Hälfte geschrumpft, aber dennoch in absoluten Zahlen von 10 Terrabyte auf 1.000.000 Terrabyte gestiegen. WIRED interpretiert die Zahlen also zu ihrem Vorteil und lässt dabei das große Ganze außer acht.</p>
<p><strong>Weiters gehen sie offensichtlich davon aus</strong>, dass in Zukunft jeder Mensch über ein App-fähiges Gerät auf das Internet zugreifen wird. Zwar steigt die Zahl der Smartphone-User rapide an, und der Tabletmarkt ist gerade erst im Entstehen, aber eine Ablösung von Computer mit offenen Browsern ist noch lange nicht in Sicht. Jack Schofield, Journalist beim Branchenmagazin ZDNet, argumentiert, dass Apps nur eine temporäre Zwischenlösung für mobile Endgeräte sind. Diese würden im Moment nur jenen Zeitraum überbrücken, den mobile Geräte brauchen, um an Leistungsfähigkeit gegenüber PCs aufzuholen. Am Ende des Weges werde immer der Browser stehen und Apps würden wieder in der Verse- kung verschwinden.</p>
<p><strong>Die Diskussion ist also keineswegs vorbei.</strong> Auch wenn sich WIREDs Argumentation auf dünnem Eis bewegt, sie wirft doch neue und spannende Fragen auf. Wie sehr stehen die Interessen des Marktes dem offenen Web gegenüber? Wie weit kann sich der Kapitalismus im Web ausdehnen und Kontrolle über die wichtigen Schnittstellen erlangen? Diese Fragen schreien danach beantwortet und diskutiert zu werden. Die von WIRED plakativ formulierte These „Das Web ist tot. Lang lebe das Internet“ wurde aus den Tiefen des Web in Anlehnung an Mark Twain bereits lautstark und unisono beantwortet: „Die Gerüchte über das vorzeitiges Ableben des World Wide Webs sind stark übertrieben.“</p>
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		<title>Buchtipp: Politik 2.0</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Sep 2010 13:51:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-7069" title="politik20" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/09/politik20.jpg" alt="" width="150" height="246" />Die Bedeutung der Online-Kommunikation haben die Wahlkampfstrategen längst erkannt. Mehr als die Hälfte der amerikanischen Wählerinnen und Wähler informierte sich bei der letzten Präsidentschaftswahl über das Internet. In Europa zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung ab, wenngleich die politische Klasse in Österreich noch beträchtlichen Nachholbedarf hat. Die nächste Nationalratswahl dürfte allerdings die erste sein, die auch im Internet entschieden wird. Bis dahin müssen die Parteien noch einiges dazulernen. „Politik 2.0“ untersucht einerseits internationale Best-Practice-Beispiele und andererseits die unterschiedlichen Zugänge österreichischer Parteien zum Medium Internet. Die Autoren analysieren, welche Strategien hinter den Online-Aktivitäten der Parteimanager des Landes stecken und in welche Richtung diese ausgebaut werden sollen. Denn: Ein YouTube-Video oder eine Facebook- Seite führt noch längst nicht zu nachhaltiger Wählerbindung.</p>
<p><strong>DIE AUTOREN</strong></p>
<p><strong>Andrea Heigl</strong>,  geboren 1984, Journalismus- und  Medienmanagement-Studium in Wien, arbeitet seit  2007 als politische Journalistin  beim „Standard, derzeit in der  Chronik mit Schwerpunkt Wien und  Niederösterreich-Politik.  Gemeinsame Publikationen mit Philipp Hacker:  „Wahlen in Österreich“  und „Österreich und die EU“ im  Rahmen der Serie „1&#215;1 der  Politik“ (2008 bzw. 2009,  Holzhausen Verlag).</p>
<p><strong>Philipp Hacker</strong>, geboren 1983, Journalismus- und Medienmanagement-Studium in Wien, arbeitet seit 2005 beim „Kurier“, seit 2008 im Ressort Innenpolitik. Gemeinsame Publikationen mit Andrea Heigl: „Wahlen in Österreich“ und „Österreich und die EU“ im Rahmen der Serie „1&#215;1 der Politik“ (2008 bzw. 2009, Holzhausen Verlag).</p>
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		<title>Das Netz oben ohne</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 20:10:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Technik]]></category>
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		<description><![CDATA[Verwegen balanciert Markus Gschwendt auf dem wackeligen Mast und zieht die letzten Schrauben fest. Gerade hat er mit Kollegen vom Verein Funkfeuer eine neue Antenne montiert. V&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2010/09/das-netz-oben-ohne/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-6649" title="funkfeuer" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/09/funkfeuer-300x225.png" alt="" width="300" height="225" /><strong>Verwegen balanciert</strong> Markus Gschwendt auf dem wackeligen Mast und zieht die letzten Schrauben fest. Gerade hat er mit Kollegen vom <a href="http://www.funkfeuer.at">Verein Funkfeuer</a> eine neue Antenne montiert. Vereinsobmann Aaron Kaplan, 33, studierter Mathematiker und Informatiker, sieht ihm dabei zu. An die zehn Leute tummeln sich auf dem Dach. Alle wollten dabei sein, wenn die Presse kommt. Freifunker halten zusammen. Das Interesse an dem, was sie tun, ist weltweit gestiegen. Immer mehr Communities vernetzen sich über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wireless_Local_Area_Network">Wireless Local Area Networks</a>, kurz W-LAN, und zimmern sich ihr eigenes Kommunikationsnetz. Knoten für Knoten, Antenne für Antenne wird das Netz erweitert. Am Ende lassen sich Bilder, Videos und Daten hin und her schicken. Dazu werden Uplinks ins normale Internet geteilt. Völlig gratis, fernab der Kontrolle großer Konzerne. In Berlin gibt es schon mehr als 1000 Knoten, in Athen 5000. <a href="http://www.guifi.net">Guifi.net</a> im Raum Barcelona ist mit 10.000 Knoten Spitzenreiter. In Wien betreibt Funkfeuer 500 Geräte auf 240 Dächern, Ableger in Graz, Teilen des Waldviertels und Bad Ischl sind im Wachsen. Klingt phänomenal. Und der Haken an der Sache?</p>
<p><strong>Bis in die Achtzigerjahre wurden lokale Netzwerke</strong> ausschließlich vom Militär genutzt. Noch heute kommunizieren die US-Truppen nach demselben Prinzip. Wenn einer der Netzteilnehmer ausfällt, berechnet Mesh-Routing-Software einen neuen Weg zur Verteilung der Daten über die anderen Knoten. Dazu werden diese nicht über fixe Frequenzen, sondern eine ganze Reihe von Funkkanälen übertragen – parallel oder abwechselnd. Die Daten „hüpfen“ von Kanal zu Kanal. Das macht solche Netze ausfallssicher und leistungsfähig.</p>
<p><strong>1985 gaben die USA drei Frequenzbereiche zur zivilen Datenübertragung</strong> mit dieser Technik frei; das W-LAN war geboren. Aber erst 15 Jahre später, mit Intel und Apple im Rücken, gelang auch der wirtschaftliche Durchbruch. Die Übertragungsrate, ursprünglich mit 60 KBit pro Sekunde nicht gerade berauschend, stieg auf 11, dann 54 Mbit/sec. Mit neuester Technik lassen sich heute Datenraten von bis zu 600 Mbit/sec erzielen. Dagegen nimmt sich ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Universal_Mobile_Telecommunications_System">UMTS-Stick</a> neuester Generation, mit maximal 14,4 Mbit/s, wie eine lahme Schnecke aus.</p>
<p><strong>Auf dem Dach in der Grillparzerstraße 11</strong> steht die Mutterantenne von Funkfeuer. Ein Glasfaserkabel vom benachbarten Vienna Internet Exchange, dem Zentrum des Internets in Österreich, versorgt die Rechner im Keller für geringe Kosten mit Bandbreite im Giga-Bit-Bereich. Über die Antenne werden die Mitglieder damit versorgt. „Im Juli haben wir den Life-Ball vernetzt“, erzählt Kaplan. „Wir haben eine Verbindung vom Rathaus zum Burgtheater hergestellt – zur Übertragung von Überwachungsvideos in HD-Qualität. Die Telekom hätte das so schnell nicht hinbekommen.“ Auch die <a href="http://www.roland.at/">Maturaschule Roland</a> bekommt Funkleistung. Vor kurzem hat sich ein Mitarbeiter des ORF eine Verbindung zum Küniglberg eingerichtet. Neu am Dach ist eine Sat-Schüssel zum Empfang von TV-Signalen. Auch diese könnte man, theoretisch, über W-LAN mit anderen teilen.</p>
<p><strong>Während das Netz in Barcelona</strong> mit 200 Knoten pro Monat rasant wächst, geht es in Wien, wo 2003 begonnen wurde, deutlich langsamer. „Die Nerds haben wir jetzt wohl alle am Netz“, sagt Kaplan. „Natürlich kaufen sich andere eher einen UMTS-Stick, als dass sie mit Werkzeug aufs Dach steigen.“ Das wissen auch die Mobilfunkbetreiber, die das Ganze gelassen sehen. Funkfeuer wird sogar von Providern wie <a href="http://www.sil.at/">Silver Server</a> oder <a href="http://www.nextlayer.at/">next layer</a> unterstützt. „Wir sind zu klein“, sagt Kaplan. Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel Barcelona. Der lokale Anbieter Telefonica – für die Katalanen nicht zufälligerweise ein Vertreter des Madrider Zentralismus – ist über Guifi.net gar nicht erfreut. Ein juristisches Vorgehen? Eher ausgeschlossen. Solange jeder Nutzer identifiziert werden kann, die Vereine gemeinnützig arbeiten und kein Geld verlangen – in Barcelona läuft der Uplink ins Internet über öffentliche Bibliotheken –, kann niemand etwas dagegen tun, dass Privatpersonen ungenutzte Bandbreite miteinander teilen.</p>
<p><strong>In Wien bekommt jedes Vereinsmitglied eine fixe IP-Adresse.</strong> Bei freier Luftlinie schaffen die Antennen eine Übertragungsweite von bis zu 30 Kilometern. Bis Hainburg und Baden reicht das „Flüsternetz“ – wie Kaplan es nennt. Die Mikrowellen im Gigahertzbereich senden mit einer Leistung von maximal 100 Milliwatt, das ist ein Dreißigstel des Wertes, den Handystrahlung hat. In ländlichen Regionen und Entwicklungsländern, wo Konzerne keine Kabel verlegen wollen, sind Funknetze eine echte Hoffnung. Für Ghana und Simbabwe gibt es entsprechende Pläne, ein Vorarlberger will Funkfeuer in Sierra Leone aufbauen.</p>
<p><strong>Und jetzt zum Haken. </strong>Die hiesigen Mobilfunkbetreiber haben im November 2000 insgesamt 11,4 Milliarden Schilling bezahlt, damit sie auf ihren Frequenzen ungestört sind. Diese Garantie gibt es beim Freifunk nicht. Weil die Frequenzen für alle da sind, kann es zu Störungen kommen. In der Praxis ist vom mühsamen E-Mail schicken bis zur superschnellen Datenrate alles möglich. Zwei Mbit pro Sekunde schafft das Netz aber fast immer. „Das reicht leicht für mich“, sagt Philipp Hamid, 28, beim Funkfeuer-Montagabend im <a href="http://www.wiener-online.at/2009/10/urban-hacking-im-metalab/">Insidertreff Metalab</a>. „Ich bin kein Freak, aber sicher Technik-interessiert. Dass es nichts kostet, ist für mich schon ein Hauptgrund hier zu sein. Ich will mich nicht länger versklaven lassen. Ein neuer Provider-Vertrag mit 36-Monatsbindung? Nein, danke.“ Matthias Humpeler, 25, hat die Hardware schon aufgebaut und holt sich die letzten Infos. „Der GL hat den A-Anschluss auf der rechten Seite“, wird er aufgeklärt. Für Laien ist das Latein. Aber, sagt Kaplan, das hätten schon andere geschafft. Im Verein sei alles vertreten – vom Bauarbeiter bis zum Herzchirurgen. Für W-LAN-Router, Antenne, Kabel und Zimmergerät müsse man mit Kosten von 100-200 Euro rechnen. Und danach? Keine mehr. Aber im Verein wird eine gewisse Anteilnahme erwartet. „Vom letzten Grillfest sind noch 10 Kilo Fleisch übrig“, erzählt ein lachendes Gesicht. Für Kaplan fühlt sich Freifunken einfach gut an: „Es ist so, als würde man gemeinsam eine Straße bauen. Du bestimmst, was passiert. Das ist total konträr zur üblichen Konsumgesellschaft, was mich seit Jahren begeistert.“</p>
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		<title>Hooked on Fashion</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Sep 2010 11:27:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Startup]]></category>
		<category><![CDATA[Fashion]]></category>
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		<category><![CDATA[StartUp]]></category>
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		<description><![CDATA[„Good night, fashion industry. Good morning, designers” ist eine ziemlich großkotzige Ansage, wenn man ein kleines Start-Up aus dem siebenten Wiener Gemeindebezirk ist und eb&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2010/09/hooked-on-fashion/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-6701" title="klinger_rossi" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/09/klinger_rossi-204x300.jpg" alt="" width="204" height="300" /><strong>„Good night, fashion industry. Good morning, designers”</strong> ist eine ziemlich großkotzige Ansage, wenn man ein kleines Start-Up aus dem siebenten Wiener Gemeindebezirk ist und eben erst die Nähmaschine angeworfen hat. Aber wer, wie <a href="http://www.garmz.com">Garmz</a>, ein Game Changer werden will, muss auch ein bisserl Wirbel machen. „Es geht letztlich um das Zusammenlegen zweier unterschiedlicher Industrien“, sagt Gründer Andreas Klinger im WIENER-Interview, „Wir versuchen mit dem Wissen aus der Web-Branche, Mode anders zu machen.“</p>
<p><strong>Das Konzept in Kürze: </strong>User machen Mode – das bedeutet: Jeder, der mag, kann seinen Entwurf zeichnen – vom Schianzug bis zur Abendrobe – und mittels simplem „Upload“-Button online stellen. Auf die Qualität der Skizze kommt es dabei nicht an, wichtig ist, dass die Idee dahinter gut ist und rüberkommt. (Wer seinem Zeichentalent misstraut, greift am besten auf ein paar Hilfsmitteln zurück, die Garmz zur Verfügung stellt.) Steht das eigene Design erst einmal online, können andere Nutzer dafür voten, Mausklick genügt. Beliebte Designs wandern dadurch nach oben. Jene, mit den meisten Votes werden von Garmz, nach genauer Rücksprache mit dem jeweiligen Designer, produziert und wandern als Prototyp in den Webshop. Über ein Pre-Order-System wird hier das Kundeninteresse abgetestet, dann eine hochgerechnete Stückzahl produziert. Den Produktpreis bestimmt der Designer, innerhalb eines Rahmens, der die Produktionskosten berücksichtigt und Kunden nicht über Gebühr abzockt.</p>
<p><strong>Die Idee dahinter:</strong> Eigene Mode beginnt meist mit dem Kauf einer Nähmaschine, auf der Jung-Designer ihre Produkte selber schneidern und an den Freundeskreis verkaufen. Das Problem liegt auf der Hand: Ist das Design erfolgreich, kommt man vor lauter Nähen nicht mehr dazu, sich um Marketing und Vertrieb zu kümmern. Schlimmer noch: Die Zeit für’s Designen geht flöten. Gleichzeitig ist es unmöglich, die Produktion auszulagern, da Manufakturen Aufträge erst ab einer Stückzahl annehmen, die kein Frischling je erreicht. Falls sich doch einmal jemand findet, der’s übernimmt, wird die Produktion dermaßen teuer, dass man die entstandenen Stücke nicht mehr zu markttauglichen Preisen anbieten kann, weswegen Mode jenseits der Einkaufsstraßen auch unerschwinglich ist. Klinger: „Die Konsumenten sind heutzutage massiv in Richtung Fast Fashion umerzogen. Was sie nicht wissen: Um den Preis, um den etwa H&amp;M verkauft, kann in Österreich niemand die Materialien bekommen, geschweige denn produzieren.“</p>
<p><strong>Wie also die Quadratur des Kreises erreichen?</strong> „Lagerfeld, Armani und Co. haben alle einen ökonomischen Partner, der sich um den ganzen Kram kümmert, damit sich der Designer auf die eigentliche Designarbeit konzentrieren kann. Wir wollen für die nachkommenden Talente so ein Partner sein und all diese, für einen Jungdesigner unlösbaren Probleme aus der Welt schaffen.“ Unter anderem dadurch, dass man die geringen Stückzahlen pro Design durch die Masse an Aufträgen kompensiert; somit für die Manufakturen doch wieder zu einem interessanten Player wird. Das hehre Ziel: Modetalenten eine Chance auf Karriere geben und gleichzeitig für die Endkunden ein verlässlicher Webshop sein.</p>
<p><strong>Letzteres ist nämlich ein weiterer Casus Cnactus</strong> in Sachen Netzvertrieb: Klar kann ich originelle Self-Made-Mode auch auf Seiten wie <a href="http://www.etsy.com">Etsy</a> kaufen. Aber wer garantiert Qualität, Kundenservice, Umtauschrecht? Da mag Miranda aus Berlin noch so nett und ihre selbstgemachte Gürtelschnalle aus Gummibärchen ein absolut cooles Einzelstück sein – aber darf ich sie zurückschicken, wenn sie nach zwei Tagen auseinander fällt? Gibt’s mein Geld retour? Solche Unsicherheiten, die mit E-Commerce Marke Eigenbau einhergehen, versucht Garmz schlicht durch Standardisierung auszuräumen. Viele Designer – ein Ansprechpartner. Punktum.</p>
<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-6702" title="garmz" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/09/garmz-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" />Bei all dem agiert das Start-Up möglichst international.</strong> Klotzen statt Kleckern lautet die Devise. Die Stoffe kommen aus Holland, die Prototypen aus Niederösterreich, die Serienproduktion erfolgt in Bulgarien. Investoren fanden sich, neben Österreich, auch in der Schweiz und in Russland. Das neunköpfige Team selbst ist eine österreichisch-bulgarisch-serbisch-ungarische Mischung. Die „Garmzer“ sprechen also zurecht von einer „echt pan-europäischen Initiative“.</p>
<p><strong>Auch die Designs spiegeln den internationalen Ansatz:</strong> Parker-, Poncho- und Pulli-Skizzen werden inzwischen weltweit hochgeladen – von Gramatneusiedl bis Barain, von Finnland bis Kentucky. Darüber ist Klinger selbst erstaunt: „Ehrlich gesagt, hab ich keinen Schimmer, wieso das so abgehoben hat.“ Garmz ging Mitte Juni mit einer sehr rudimentären Version online, noch kaum was zu sehen. „Wir haben einen Upload aus Niederösterreich bekommen und uns gedacht: Super, damit ist bewiesen, dass es funktioniert. Und am nächsten Tag ging’s los mit Hongkong, Kanada, Indien. Innerhalb einer Woche hatten wir Skizzen aus allen Kontinenten. Es war wie in einem schlechten Internetfilm!“</p>
<p><strong>Letztlich ist es auch die sprungartige Entwicklung</strong> partizipativer Plattformen die Garmz in die Hände spielt. Das ist Web-Profi Klinger klar: „Hätten wir vor vier Jahren gelauncht, hätten wir nie diese Reichweite erzielen können.“ Nischenideen haben heute bessere Möglichkeiten an ein Publikum zu kommen, durch Mundpropaganda-Kanäle wie Twitter und Facebook. „Genau!“, ergänzt „Garmzerin“ <a href="http://www.stylekingdom.com">Maria Ratzinger</a>: „Im Netz können auch kleine Designer ihre Portfolios zeigen. Man ist nicht abhängig von Magazinen wie Vogue, denen es letztlich nur um Anzeigenkunden geht. Individualisierungstendenzen, weg von diktierten Trends, haben Plattformen wie Garmz erst möglich gemacht!“</p>
<p><strong>Maria ist prima inter pares</strong> in der österreichischen Fashion-Blogger-Szene. Seit kurzem verstärkt sie die Garmz-Mannschaft mit ihrer Expertise. Wo sie die Modewelt in – sagen wir mal – fünf Jahren sieht? „Da wird das Internet eine immer größere Rolle spielen! Bereits jetzt sind Textil und Schuh zum meist verkauften online Produkt avanciert; haben Bücher und DVDs überholt.“ Und das, obwohl die großen Anbieter kaum rasend originelle Services liefern. Fashion-E-Commerce ist gemeinhin ein Ableger gedruckter Bestell-Kataloge. Selten wird wahrgenommen, dass Internet mehr kann, als ein Buch online darstellen, denn wie jede große Industrie unterliegt auch die Modewelt einer gewissen Trägheit&#8230;</p>
<p><strong>Das macht sie angreifbar durch disruptive Innovationen:</strong> Es kommen Leute, die im Netz beweglicher agieren. Klassisches Beispiel aus der Best-Practice-Schublade? Neuling Google gegen den rheumatischen Riesen Yahoo. Der Rest ist Web-Geschichte. Die „Garmzer“, so scheint es, haben in Geschichte gut aufgepasst. Good night, fashion industry. Good morning, designers.</p>
<p><em>P.S. Wir gratulieren herzlich!</em></p>
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		<title>Krieger des Lichts</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 22:04:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helfried Bauer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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		<description><![CDATA[Julian Assange (39) hat eine komplizierte Vergangenheit: Hineingeboren in eine Künstlerfamilie in Australien, hässliche Scheidung der Eltern, jahrelang mit der Mutter auf d&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2010/09/krieger-des-lichts/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote></blockquote>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-5571" title="julian assange" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/08/julian-assange-300x226.jpg" alt="" width="300" height="226" /><strong>Julian Assange (39)</strong> hat eine komplizierte Vergangenheit: Hineingeboren in eine Künstlerfamilie in Australien, hässliche Scheidung der Eltern, jahrelang mit der Mutter auf der Flucht vor dem Vater, dabei eine Odyssee durch nicht weniger als 37 Schulen.</p>
<p><strong>So etwas prägt</strong> und es prägt nicht nur sozial erwünschte Seiten aus: Julian zieht das virtuelle seinem realen Leben vor und verbringt sehr, sehr viel Zeit vor dem Computer, einem Commodore 64. Er wird zum „Hacker“, und als solcher genießt er in der einschlägigen Szene von Melbourne bald einen wirklich guten Ruf. Julian kann was, soviel wird klar, denn er beweist es durch mehrere Einbrüche auf fremde Rechner von Unternehmen, Behörden – und auch des US-Militärs. Als er deshalb als Mitglied der Hacker-Gruppe „International Subversives“ vor Gericht steht, ist er 20 und bereits Vater. Er kommt glimpflich davon, wird auf Bewährung verurteilt – doch die Mutter seines Kindes verlässt ihn.</p>
<p><strong>Viel mehr ist über die Biografie</strong> des weißblonden Mannes, den das Pentagon als ernste Gefahr für die amerikanische Nation betrachtet, nicht bekannt. Umso bekannter ist, was der mittlerweile auf die 40 zuschreitende „International Subversiv“ in den letzten Monaten angestellt hat. Die seit 2007 von ihm und ein paar weitgehend anonymen Mitstreitern betriebene <a href="http://wikileaks.org/">Internetplattform „WikiLeaks“</a>, noch bis vor einem Jahr eher etwas für Insider, <a href="http://socialmediagraphics.posterous.com/wikileaks-top-scoops-timeline">hat in kurzer Folge zwei Scoops gelandet</a>, die die Welt erschütterten:</p>
<p><strong>Im April veröffentlichte WikiLeaks ein Video</strong> des amerikanischen Militärs aus dem Jahr 2007, das den tödlichen Angriff eines „Apache“-Hubschraubers auf eine Gruppe von Zivilisten in Bagdad dokumentiert, auch zwei Reuters- Journalisten sind unter den Opfern; ein Van, der Minuten nach dem Angriff vorfährt, um Leichen und Verletzte zu bergen, wird ebenfalls beschossen – zwei Kinder in dem Wagen werden schwer verletzt. Vor allem die zynische Sprache und das achselzuckende Amusement, mit dem die Soldaten ihren Einsatz begleiten als wäre er ein Computerspiel, lassen dabei das Blut in den Adern gefrieren. Keine Frage: Das Video zählt zu den drastischsten Dokumenten des Krieges, die je an die Öffentlichkeit gelangten.</p>
<p><strong>Am 25. Juli legte WikiLeaks nach:</strong> Zur Veröffentlichung gelangten diesmal das „Afghan War Diary“ – eine in diesem Umfang einzigartige Dokumentation des Afghanistankrieges, wiederum streng geheimes Material des US-Militärs, insgesamt 90.000 Einzelberichte, die WikiLeaks zur Auswertung auch der britischen Tageszeitung „The Guardian“, der „New York Times“ und dem deutschen „Spiegel“ überließ – und sich damit den „Ritterschlag“ als international bedeutsame Nachrichtenquelle holte.</p>
<p><strong>Was ist das Besondere an WikiLeaks?</strong> Die Hacker-Kultur, die das Internet als grenzenlos freien, nicht zensurierbaren Ort begreift – und immer wieder aufs Neue antritt, um das auch zu beweisen. Grundsätzlich werden keine Nachrichten „gemacht“, wie dies in konventionellen Medien geschieht, sondern – geheime – Original- Dokumente veröffentlicht, bei denen öffentliches Interesse angenommen wird. Die eingesetzten Technologien verfolgen vor allem zwei Ziele: Anonymität sämtlicher Quellen – und das Verunmöglichen von Zensur. Letzteres wird durch ein Servernetz gewährleistet, das quer über die Welt gespannt ist und immer dort andockt, wo Gesetze besonders weitgehenden Schutz des Rechtes auf Information und Meinungsfreiheit garantieren.</p>
<p><strong>Wer Dokumente elektronisch bei WikiLeaks hochlädt,</strong> ist durch zahlreiche technische Mechanismen geschützt – nicht einmal WikiLeaks kennt seine Quellen, wie Assange in einem Interview sagte. Anonymität wird generell übergroß geschrieben. Auch die – angeblich – fünf hauptamtlichen Mitarbeiter sind namentlich nicht bekannt. WikiLeaks besitzt keine Adresse, nur ein anonymes Postfach an der Universität von Melbourne, ein paar E-Mail- Adressen und einen Twitter-Account.</p>
<p><strong>Laut Selbstdarstellung wurde die Plattform</strong> von chinesischen Dissidenten, Journalisten, Mathematikern, und Technikern aus den USA, Taiwan, Europa und Südafrika gegründet. Persönlich zu erkennen gegeben haben sich bislang nur Assenge – und ein Deutscher, der sich Daniel Schmitt nennt.</p>
<p><strong>„Ich bin ein journalistischer Aktivist“</strong>, sagte Assange bei der Medienkonferenz „TED“ in Oxford, zu der er überraschend auftauchte. „Hacker“ will er nicht mehr genannt werden, „dieses Wort ist inzwischen vor allem mit der russischen Mafia verknüpft, die die Bankkonten ihrer Großmutter plündern möchten.“</p>
<p><strong>Für Assange mit seiner komplizierten Vergangenheit</strong>, der keinen festen Wohnsitz hat, lässt sich eines voraussagen: Seine Zukunft wird kaum einfacher. Er zählt wohl zu den meist beobachteten Figuren der Geheimdienstwelt. Von Reisen in die USA nimmt er derzeit Abstand. Man habe ihm zu verstehen gegeben, dass jemand auf die Idee kommen könnte, ihn wegen Beihilfe zur Spionage anzuklagen …</p>
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		<title>Der Fall Assange</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 22:03:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internes]]></category>
		<category><![CDATA[Assange]]></category>
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		<category><![CDATA[WikiLeaks]]></category>

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		<description><![CDATA[Der aktuelle WIENER 349 / September 2010 enthält ein Porträt von Julian Assange. Dieses ist verfasst worden und erschienen, noch bevor bekannt wurde, dass in Schweden ein Haftbe&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2010/08/der-fall-assange/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5578" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-5578" title="assange2" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/08/assange2-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Foto: biatch0r / flickr</p></div>
<p>Der aktuelle <a href="http://www.flickr.com/photos/wienerpost/4904704443/">WIENER 349</a> / September 2010 enthält ein <a href="http://www.wiener-online.at/2010/08/krieger-des-lichts/">Porträt von Julian Assange</a>. Dieses ist verfasst worden und erschienen, noch bevor bekannt wurde, dass in Schweden ein Haftbefehl wegen Vergewaltigung gegen den <a href="http://wikileaks.org/">WikiLeaks</a>-Gründer vorliegt.</p>
<p>In den letzten 48 Stunden ist viel spekuliert worden: Ein schmutziger Trick des CIA, um den unliebsamen Aufdecker mundtot zu machen? Ein neuer Fall Kachelmann? Assange: Held der Internet-Community, Liebling der Medien, Stachel im Fleisch der Regierenden, dennoch als Mensch kaum greif- und durchschaubar. Wie ist er einzuschätzen?</p>
<p>Als am Samstag die ersten Meldungen bekannt wurden, war die Online-Version unseres Assange-Porträts längst eingeplant und vorprogrammiert für Erscheinungstermin Montag, 8 Uhr Früh. Puh&#8230; Meine erste Reaktion war: Ändern oder bis zur Klärung der Sache vorläufig nicht online stellen.</p>
<p>Inzwischen <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,713051,00.html">wurde der Haftbefehl aufgehoben</a>. Die polizeilichen Ermittlungen <a href="http://www.elo-forum.net/?p=564">gehen weiter</a>. (Wikieaks spricht übrigens von einer Intrige, deren Planung ihnen schon seit längerem bekannt war&#8230;)</p>
<p>Was bleibt, ist ein komischer Nachgeschmack und viele offene Fragen. Zumindest ein paar der ganz grundsätzlichen vermag der Text von Chefredakteur <a href="http://www.helfriedbauer.at">Helfried Bauer</a> zu beantworten:  &#8220;Wer ist dieser Mann? Woher kommt er? Warum hassen sie ihn alle so?&#8221;</p>
<p>Er geht deshalb wie geplant online &#8211; Montag, 8 Uhr Früh.</p>
<p>Auf all die anderen Fragen, wissen wir augenblicklich ebenso wenig Antwort wie Sie. Sollte sich das ändern, gibts auf dieser Seite Updates&#8230;</p>
<p>Nicole Kolisch<br />
(Online-Redaktion)</p>
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		<title>Daten her!</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 06:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzleben]]></category>
		<category><![CDATA[innovation]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Tag als das Wasser kam, ging Jerry Kennedy gleich drei Mal in die Badewanne. Wir schreiben das Jahr 2004 und Kennedy, amerikanischer Staatsbürger, hatte die ersten 54 Jahre sei&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2010/07/daten-her/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4792" class="wp-caption alignleft" style="width: 388px"><a rel="attachment wp-att-4792" href="http://www.wiener-online.at/2010/07/daten-her/opendata1/"><img class="size-full wp-image-4792 " title="opendata1" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/07/opendata1.jpg" alt="" width="378" height="209" /></a><p class="wp-caption-text">Illustration: Renate Stoica</p></div>
<p>Am Tag als das Wasser kam, ging Jerry Kennedy gleich drei Mal in die Badewanne. Wir schreiben das Jahr 2004 und Kennedy, amerikanischer Staatsbürger, hatte die ersten 54 Jahre seines Lebens ohne Anschluss an das Wasserleitungsnetz verbracht. Nicht, weil es in <a href="http://maps.google.at/maps?hl=&amp;q=Zanesville,+Ohio&amp;rlz=1B3GGIC_de___AT340&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;hq=&amp;hnear=Zanesville,+OH,+USA&amp;gl=at&amp;ei=xXJBTJaCB9-TOISr0ZoN&amp;sa=X&amp;oi=geocode_result&amp;ct=title&amp;resnum=1&amp;ved=0CBkQ8gEwAA">Zanesville, Ohio</a> keine Leitungen gab – es gab sie bloß nicht für Schwarze. Während Kennedys weiße Nachbarn längst eine Waschmaschine ihr eigen nannten, wartete Kennedy mit dem Wäschewaschen immer auf den nächsten Regenguss. Sie haben richtig gelesen: 2004.</p>
<p>Das sollte sich ändern, als ein Anwalt aus Washington einen Blick auf die Stadtdaten warf: Welche Häuser der Stadt hatten Leitungen? Wo hatten sich schwarze, wo weiße Bewohner angesiedelt? Die Korrelationen waren zu aussagekräftig, um länger ignoriert zu werden. Die Folge: Ein Gerichtsurteil, das die Stadt zwang, endlich Wasser für alle zur Verfügung zu stellen. Plus 10,9 Millionen Dollar Schmerzensgeld.</p>
<p>Dieser Erfolg lässt sich auf ein simples amerikanisches Gesetz zurückführen. Nein, nicht Bürgerrechte oder Gleichbehandlung, sondern auf den<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Freedom_of_Information_Act_%28United_States%29"> <em>Freedom of Information Act</em></a>, der jedem Bürger das Recht gibt, sämtliche Regierungsdaten einzusehen. Sobald Daten erhoben werden, müssen sie der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, seien es nun Wasserleitungsdaten, Ethnizitäten oder bloß die Anzahl von McDonalds Restaurants in Schulnähe.</p>
<p>„Das ist auch richtig so“, bekräftigt Open-Data-Experte <a href="http://wissenbelastet.com">Max Kossatz</a>, „Alle Informationen, die von einer Regierung gesammelt werden, sind durch öffentliche Gelder finanziert. Im Gegenzug müssen sie der Öffentlichkeit auch uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Diese Daten betreffen uns alle: Umweltdaten, Verkehrsdaten, Finanzdaten, Parteienförderung, Luftfahrtsdaten etc.“</p>
<p>Dabei geht es gar nicht um das Veröffentlichen von Staatsgeheimnissen. Im Grunde <span style="text-decoration: underline;">sind </span>alle diese Daten bereits öffentlich. Die Geodaten von Wien etwa sind ja keine Verschlusssache. Sie werden jedoch nicht gratis zur Verfügung gestellt, sondern an Firmen verkauft, die Karten herstellen. Diese erwerben dadurch das Recht, sie weiterzuverkaufen und die Stadt Wien verdient dabei ein bisschen Taschengeld. „Als Bürger zahle ich dann aber zweimal für die Daten; erst durch mein Steuergeld für ihre Erhebung und dann muss ich sie kaufen, wenn ich sie nutzen will“, sagt Kossatz.</p>
<p>Damit keine Missverständnisse aufkommen: Niemand ist der Stadt ihre Einkünfte neidig. Es hat sich nur gezeigt, dass Daten, die der Öffentlichkeit gratis und ohne Copyright-Einschränkungen zur Verfügung stehen, über Umwegrentabilität weitaus mehr Geld in die Stadtkassa fließen lassen, als jene, die eifersüchtig gehortet und nur an ausgewählte Geschäftspartner verkauft werden. Das belegen Erfahrungen aus England, wo seit kurzem sämtliche erhobenen Daten öffentlich zugänglich sind. „Daten sind in ihrer reinen Form stinklangweilig“, sagt Internet-Erfinder <a href="http://www.w3.org/People/Berners-Lee/">Tim Berners-Lee</a>, der gemeinsam mit dem damaligen Premierminister Gordon Brown das Projekt <a href="http://data.gov.uk/">„Data Government U.K.“</a> auf Schiene brachte, „Aber sie tragen ganz wesentlich dazu bei, was in unserem Leben geschieht. Und wenn man Daten kreativ miteinander in Beziehung setzt, öffnet man die Schleuse für eine ungeahnte Vielfalt von Projekten. Genau an diesem Punkt stehen wir gerade: Wir fordern alle Regierungen auf, ihre unbearbeiteten Rohdaten zur Verfügung zu stellen. Es gibt genug Leute da draußen, die damit arbeiten wollen – auch wenn es keine unmittelbare Rendite für sie gibt.“</p>
<p>Beispiel gefällig? Einer der ersten Datensätze, die in England online gingen war eine Statistik über Fahrradunfälle. Unnötig und uninteressant könnte man meinen. Weit gefehlt. Innerhalb weniger Stunden (!) nach der Veröffentlichung hatte bereits jemand eine Integration dieser Daten mit Google Maps programmiert, sodass die Strecken mit der größten und jene mit der geringsten Unfallwahrscheinlichkeit klar sichtbar wurden. Und Menschen begannen ihre tägliche Arbeitsroute danach zu richten.</p>
<p>Kossatz: „Man weiß im Vorhinein nie, welche Daten im herkömmlichen Sinne »sinnvoll« sind. Aber je mehr Daten zur Verfügung stehen, desto mehr kann man damit anfangen. Auch bei Wikipedia hat am Anfang niemand geglaubt, dass das sinnvoll ist&#8230;“</p>
<p>Gerade mit Geodaten gibt es inzwischen die unglaublichsten Beispiele. Vor allem, weil die USA unter dem Motto <a href="http://www.appsfordemocracy.org/">„Apps for Democracy“</a> einen Innovations-Wettbewerb ausgerufen hat – Projekte über Hygienestandards in Restaurants (<a href="http://eat.clean.ly">http://eat.clean.ly</a>) bis zur ökonomischeren Parkplatzsuche (<a href="http://www.parkshark.mobi">www.parkshark.mobi</a>) waren die Folge. Und in New York finden Sie seither auch leichter einen Hundepark, wenn sie mit Bonzo Gassi gehen wollen (<a href="http://www.heywalkies.com">www.heywalkies.com</a>).</p>
<p>Wenn Geodaten der Anfang sind, so sind Finanzdaten die Ausbaustufe. Gerade hier zeigt das Parade-Beispiel der englischen Regierung, was bei vorhandenem politischen Willen alles möglich ist. „Ich glaube, dass das Offenlegen von Finanzdaten einen großen Impact hat!“ meint Kossatz, „Momentan ist es so, dass ich Steuern einzahle, aber wohin mein Geld fließt und was damit passiert, ist nicht nachvollziehbar. Mit der Offenlegung der Daten wird all das transparenter. Für die Politik, für den Staat ist das wichtig, um seine Existenz zu berechtigen, um wieder einmal zu zeigen, warum es ihn eigentlich gibt und was er tut.“</p>
<p>Kein Wunder also, dass sich die britische Seite <em>Where does my money go?</em> (<a href="http://www.wheredoesmymoneygo.org">www.wheredoesmymoneygo.org</a>) regen Interesses erfreut. „Wenn sich das auch nicht auf das Wahlergebnis auswirkt, so wirkt es sich mittelfristig auf die Politikverdrossenheit, auf die Wurschtigkeit der Bevölkerung aus.“</p>
<p>In Österreich kann man davon nur träumen. Zwar gibt es Initiativen, die sich um Datenfreigabe bemühen, die Beharrungswiderstände sind aber enorm. Diese Erfahrung schildert auch Berners-Lee: „Leute in staatlichen Einrichtungen sind oft versucht, ihre Daten für sich zu behalten. Wir nennen das Datenbank-Umarmung (<a href="http://www.ted.com/talks/tim_berners_lee_on_the_next_web.html">&#8220;database hugging&#8221;</a>). Sie umarmen Ihre Datenbank und möchten sie nicht gehen lassen, bevor Sie eine wunderschöne Website dafür erstellt haben. Auf einer schönen Website sind die Daten aber meist nicht für andere Anwendungen verwertbar. Erstellen Sie ruhig eine schöne Website, aber zunächst geben Sie uns die unverfälschten Daten!“ Hierzulande möchte man diese Aufforderung gerne der Apothekerkammer zurufen. Die haben zwar schön säuberlich alle Nachtapotheken auf ihrer Website, aber die Daten sind nicht maschinenlesbar, sprich, nicht verwertbar, wenn jemand beispielsweise eine iPhone Applikation über Nachtapotheken programmieren will. Letzteres ist möglicherweise auch nicht im Interesse der Apothekerkammer, da man ja Traffic auf der eigenen Website haben möchte: Ein klassischer Fall von wirtschaftlichem versus öffentlichem Interesse&#8230;</p>
<p>Natürlich würde die völlige Freigabe der Daten in Österreich Geld kosten. Sie könnte aber Innovationen und völlig neue Geschäftsfelder ermöglichen.  „Daten“, so Berners-Lee, „sind unerschlossenes Potential. Die Zukunft des Internets heißt nicht mehr verknüpfte Dokumente, sie heißt verknüpfte Daten. Und diese Zukunft wird größer als wir uns heute vorstellen können.“</p>
<div>
<hr /></div>
<p><strong>DIE FAKTEN</strong></p>
<p>Unter <strong>Open Data</strong> versteht man die Copyright-freie Veröffentlichung, in maschinenlesbarer Form, von nicht personenbezogenen Daten eines Staates/einer Stadt/etc., deren Erfassung durch öffentliche Gelder finanziert wird. (<a href="http://wissenbelastet.com/2010/06/01/opendata-anwendungen/">Definition: Max Kossatz</a>)</p>
<p><strong>Open Data Initiativen in Österreich:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://gov.opendata.at/site/">Open Government Data Austria</a></li>
<li><a href="http://www.open3.at ">Open 3</a></li>
</ul>
<p><strong>Max Kossatz</strong> (<a href="http://wissenbelastet.com">http://wissenbelastet.com</a>)</p>
<p>War Mitte der 90er Jahre in New York federführend am Aufbau eines Internetproviders für Kulturschaffende beteiligt. Seit seiner Rückkehr nach Österreich in verschiedenen Aufsichtsrats-, Management- und Geschäftsführungspositionen im Bereich Internet, Mobile Services tätig, sowie Markt und Meinungsbeobachtung durch Analyse von Foren, Blogs, Webseiten und Social Communities.</p>
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		<title>Der begnadete Mistkerl</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 18:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastkommentar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon mal von dem Management-Buch „The No Asshole Rule“ gehört? Der Autor Robert Sutton landete damit in den USA einen Bestseller. Und er war ganz erstaunt, wie sehr sich die Leute&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2010/07/der-begnadete-mistkerl/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/07/iSteve.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-13381" title="iSteve" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/07/iSteve.jpg" alt="" width="197" height="262" /></a>Schon mal von dem Management-Buch „The No Asshole Rule“ gehört?</strong> Der Autor Robert Sutton landete damit in den USA einen Bestseller. Und er war ganz erstaunt, wie sehr sich die Leute für Mistkerle interessieren. „Sobald bekannt wurde, dass ich über Arschlöcher schreibe“, so der Professor der renommierten kalifornischen Stanford-Universität, „erzählten mir die Leute aus dem Silicon Valley freiwillig fürchterliche Geschichten über Steve Jobs. Diese Menschen hatten echt Angst vor ihm. Sie weinten und schrien. Jobs hat sie in einen grauenvollen Zustand versetzt. Vor allem in den frühen Jahren seiner Apple-Zeit.“</p>
<p><strong>Etwa so:</strong> Jobs feuert einen jungen Mitarbeiter, weil er ihm das falsche Mineralwasser bringt. Jobs überrascht ein Entwicklungsteam in einer Sitzung, da ihm etwas nicht passt, fragt willkürlich nach Namen, und wirft die Hälfte der Leute im Angesicht der restlichen Kollegen hinaus. Alle verstehen diese Botschaft – und hackeln daraufhin rund um die Uhr.</p>
<p><strong>Wenn man dem mittlerweile verstorbenen Jef Raskin</strong>, der an der Erfindung des Apple-Macintosh-Computers beteiligt war, glaubt, war Jobs auch ein lausiger Manager.<br />
In einem internen Memo schrieb er zusammen gefasst, dass Jobs …</p>
<p>… dauernd wichtige Meetings verpasse;<br />
… ohne nachzudenken wirre, absurde Entscheidungen fälle;<br />
… niemandem zuhöre und Entscheidungen – einmal so, einmal so – ex cathedra treffe</p>
<p><strong>„Heute findet er die Farbe Weiß super“</strong>, berichtet ein Apple-Manager, „also arbeitet das Design-Team mit dieser Vorgabe. Zwei Wochen später wirft er alles über den Haufen und das Team hinaus, weil er plötzlich Schwarz für toll hält“.</p>
<p><strong>Überdies war und ist Jobs offenbar</strong> ein nahezu manischer Geheimnistuer und Kontroll-Freak. Die Anekdoten darüber sind Legion. Apple-Leute fürchten sich immer noch vor dem „One Infinite Loop“, dem Antreten in Jobs’ Büro. Um das zu vermeiden, werden selbst von hochrangigen Mitarbeitern nicht nur (sowieso irreführende) Presseaussendungen, sondern auch interne E-Mails an Kollegen vor dem Versenden peinlichst kontrolliert und privat abgesprochen: ob man etwas so oder so sagen, dies oder das schreiben könne. Im Unternehmen gibt es ein geflügeltes Wort: „Du kannst alles machen, was du willst. An deinem letzten Tag bei Apple.“</p>
<p><strong>Nicht umsonst hängt in Steve Jobs Büro</strong> bis heute ein US-Plakat aus dem Zweiten Weltkrieg. Titel: „Loose lips might sink ships“, was soviel heißt wie: Ein unachtsames Wort kann Schiffe zum Sinken bringen. Für jeden der weltweit knapp 40.000 Apple-Mitarbeiter und tausende Lieferanten ist damit klar: Wehe, es dringt irgendwas Unerwünschtes oder zum falschen Zeitpunkt nach außen. Dieses Gesetz ist erbarmungslos.</p>
<p><strong>Denn Steve Jobs denkt in anderen Kategorien.</strong> Seine Vorbilder sind Leonardo da Vinci, Albert Einstein oder Isaac Newton. Sein Wunsch ist es, wie diese die Welt zu verändern. Das ist ihm mit erstaunlichem Erfolg gelungen. Und zwar in einer affenartigen Geschwindigkeit – eine Story wie von einem anderen Stern:</p>
<p><strong>Geboren 1955 im kalifornischen San Francisco</strong> als uneheliches Kind eines unvorsichtigen Studentenpärchens, das ihn sofort zur Adoption freigab. Aufgewachsen im kalifornischen Mountain View als Sohn von Clara und Paul Jobs, einem Automechaniker. Das College bereits nach einem Semester geschmissen. Lieber im Homebrew Computer Club herumgehangen, genauso wie der extrem talentierte Nerd Steve Wozniak. Einen Auftrag von Atari für die Entwicklung des Computerspiels „Breakout“ an Land gezogen, das Wozniak in nur vier Tagen programmierte. 5000 Dollar abgecasht, seinem Kumpel aber nur 500 bezahlt. Jobs flunkerte, er hätte nur 1000 Dollar bekommen. Aber er hatte seine wahre Bestimmung gefunden – Computer und Marketing.</p>
<p><strong>1976 gründete er gemeinsam mit</strong> Wozniak und Ronald Wayne die Apple Computer Company. Jobs hatte dafür seinen VW-Bus, Wozniak einen Texas-Instruments-Taschenrechner verhökert. Bald darauf kam mit dem „Apple I“ der erste Heimcomputer der Welt unter dem Logo mit dem angebissenen Apfel (bite) für 666,66 Dollar auf den Markt. Das war die Grundlage für Steven Paul Jobs’ Werdegang zum absoluten Säulenheiligen der Computerindustrie, überflügelt nur von seinem befreundeten Erzrivalen, Microsoft-Boss Bill Gates.</p>
<p><strong>Ein paar Jahre lang experimentierten</strong> die High-Tech-Pioniere mehr oder weniger erfolgreich (immerhin gelang 1980 die Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft) mit verschiedenen Apple-Versionen herum. Bis diese Produktlinie 1984 zugunsten des vorrangig von Jef Raskin entwickelten Macintosh – der erste kommerziell erfolgreiche Heimcomputer mit einer grafischen Benutzeroberfläche – aufgegeben wurde. Für mehr als eine Generation von Menschen sind die Dutzenden von Mac-Versionen zum unverzichtbaren Bestandteil ihres täglichen Lebens geworden wie die Morgentoilette oder der Gang aufs Klo.</p>
<p><strong>Längst ist Apple mit Produkten wie</strong> „iTunes“, „iPods“, „iPads“ oder „iPhones“ in fast alle Bereiche der Kommunikationsindustrie vorgedrungen. Mit bemerkenswerter Fortune: 2009 verzeichnete das inzwischen börsenotierte Unternehmen einen Umsatz von rund 43 Milliarden Dollar und einen Gewinn von etwa 8,3 Milliarden. Laut der US-Marktforschungsgruppe Milward Brown liegt der Wert von Apple bei 83,15 Milliarden Dollar. Steve Jobs hält als größter Einzelaktionär 5,5 Millionen Aktien oder 0,64 Prozent der Anteile der Firma.</p>
<p><strong>Doch nicht bei allem, wo Apple draufsteht,</strong> steckt auch Jobs dahinter. Bereits 1985 musste er das Unternehmen nach einem internen Machtkampf verlassen und gründete die „NeXT Computer Company“. Die NeXT-Workstation – ein eleganter schwarzer Kubus – war zwar technisch ihrer Zeit voraus. Immerhin programmierte der Internet-Pionier Tim Berners Lee auf so einem Ding die ersten World-Wide-Web-Versionen. Aber kommerziell war ihm damit kein rasender Erfolg beschieden. Es sei denn, man sieht von der Tatsache, ab, dass Jobs den Laden im Jahr 1996 um 402 Millionen Dollar an Apple verscherbelte und damit wieder in die Führungsetage seiner alten Firma einzog.</p>
<p>(Weiterlesen auf Seite 2)</p>
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		<item>
		<title>Heute Facebook, morgen die Welt</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 22:07:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Netzleben]]></category>
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		<description><![CDATA[Mark Zuckerbergs allabendlichen Gute-Nacht-Dialog mit seinem selbstgenähten Kuschel-Darth-Vader stelle ich mir in etwa so vor wie die berühmten Schlussworte aus der Serie „&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2010/07/heute-facebook-morgen-die-welt/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4485" class="wp-caption alignleft" style="width: 409px"><a rel="attachment wp-att-4485" href="http://www.wiener-online.at/2010/07/heute-facebook-morgen-die-welt/like-button/"><img class="size-full wp-image-4485 " title="like button" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/07/like-button.jpg" alt="" width="399" height="238" /></a><p class="wp-caption-text">© Renate Stoica</p></div>
<p style="text-align: left;"><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mark_Zuckerberg">Mark Zuckerbergs</a> allabendlichen Gute-Nacht-Dialog</strong> mit seinem <a href="http://www.flickr.com/photos/96575205@N00/4360682759/in/set-72157623241489811/">selbstgenähten Kuschel-Darth-Vader</a> stelle ich mir in etwa so vor wie die berühmten Schlussworte aus der<a href="http://www.youtube.com/watch?v=U4Rl83wK1VE"> Serie „Pinky &amp; Brain“</a>:<br />
&#8220;Komm jetzt“, sagt der Zuckerbub vor dem Zu-Bett-Gehen, „Wir müssen uns auf morgen Abend vorbereiten.&#8221; – „Was machen wir denn morgen Abend, Mark?&#8221;, fragt Darth Vader, der die Antwort eigentlich kennen müsste. – „Dasselbe wie jeden Abend, Darth. Wir versuchen, die Weltherrschaft an uns zu reißen.&#8221;<br />
Dann legt der Zuckerbub den schwarzen Kapuzenpulli feinsäuberlich ans Fussende seines Bettes (ich stell mir da ein hübsches Geek-Bettzeug vor, vielleicht mit einem Todesstern drauf) und entschlummert mit kindlichem Seufzer in die Welt seiner Träume.<br />
Unter Facebook-blauem Himmel grasen dort die Farmville Schafe und fragen “Welche Seifensorte bist du?“. Rasch einen Glückskeks geöffnet, ah da steht es ja: „Das ganze Web <span style="text-decoration: line-through;">gehört</span> gefällt dir!“</p>
<p style="text-align: left;"><strong>So ähnlich muss es wohl gewesen sein</strong>, in der Nacht bevor Zuckerberg beschloss, seinen „Gefällt mir“-Knopf aus den facebook-basierten Fesseln zu befreien und als Applikation wwweltweit zur Verfügung zu stellen. Aber lasst uns einen Schritt zurück gehen: Was ist dieser Knopf und was kann er?</p>
<p><strong>Wer auf Facebook ist</strong> – das sind inzwischen <a href="http://digitalaffairs.at/facebook-userzahlen-oesterreich/">fast 2 Millionen Österreicher</a> – kennt ihn längst: Ein kleiner blauer Daumen, eine „Thumbs-Up“-Geste, die symbolisiert: Mir gefällt das! „Das“ kann dabei recht vielfältig ausfallen, sei es eine gewitzte Wortmeldung, ein Video, ein Urlaubsfoto, kurz: Ich kann jeder Art von Content durch einen simplen Klick meine Wertschätzung ausdrücken. Aber warum eigentlich nur auf Facebook? Was, wenn mir ein Artikel in der <a href="http://www.huffingtonpost.com/">Huffington Post</a> oder der <a href="http://www.faz.net/s/homepage.html">FAZ</a> oder  – um es mal eine Nummer kleiner zu geben – im Blog meiner Schwester gefällt? Eben dafür hat Zuckerberg eine Lösung gebastelt: Seit Ende April bietet eine kleine Erweiterung jedem User die Möglichkeit, den identen „Gefällt mir“-Knopf auf seiner eigenen Website oder dem eigenen Blog zu integrieren. Ja mehr noch, wird der Knopf dort geklickt, sendet er ein Signal an Facebook, sodass auch innerhalb der Facebook-Community jeder sehen kann, wie super beliebt meine Website ist!</p>
<p><strong>Die Euphorie war entsprechend groß. </strong>Das Leben im Web funktioniert, wie es so schön heißt, über Liebe und Links. Das ist die Währung der <a href="http://garyvaynerchuk.com/post/226157962/the-thank-you-economy-the-world-of-content-is">„Thank You“-Economy</a>: Ich verlinke dich, du verlinkst mich. Ich empfehle dich weiter, du erwiderst den Gefallen. Nur so kann es gelingen, Oberwasser im unfasslich großen Datenmeer zu erlangen, nur so kann meine Website überhaupt wahrgenommen werden – von Menschen ebenso wie Suchmaschinen.<br />
Und nun stieg er also herab, Gott Zuckerberg, teilte das Datenmeer und drückte jedem Nutzer einen Kompass in die Hand. Endlich Schluss mit der Orientierungslosigkeit! Endlich Schluss mit dem mühevollen Jappeln um Liebe und Links. Voilà, der „Gefällt mir“-Knopf!<br />
Dass die Nadel dieses Kompasses unweigerlich gen Facebook zeigt, muss uns nicht weiter bekümmern&#8230; Oder doch?</p>
<p><strong>Noch ein Schritt zurück:</strong> Was macht Facebook da eigentlich? Facebook sammelt Daten. Logisch, ist ja sein Kerngeschäft. Bislang innerhalb der eigenen vier Wände, aber das reicht längst nicht mehr. Man will nicht bloß das größte Social Network sein. Man will der größte Player im Netz sein und schickt vorsorglich schon mal eine Warnung an Google: <a href="http://www.wired.com/epicenter/2009/10/facebook-social-2/">„The future is social, not search!”</a></p>
<p><strong>Für die User bedeutet das, vieles wird einfacher.</strong> Das Netz rückt näher zusammen. Es wird leichter seine Aktivitäten und Vorlieben mit Freunden zu teilen. Es wird leichter, sich zu vernetzen.<br />
Schwieriger wird es, auf seine Privatsphäre zu achten, die entsprechenden Vorkehrungen lassen sich zwar auf Facebook einstellen, dies jedoch zunehmend komplexer und undurchschaubarer. Den meisten Usern – und das ist ja auch die Absicht dahinter – ist das zu anstrengend. Die versuchen’s erst gar nicht.</p>
<p><strong><a href="http://www.google.com/corporate/tenthings.html">„Do no evil“</a> mag zwar Googles Firmenphilosophie sein</strong>, die von Facebook ist es aber garantiert nicht. Milchgesicht Zuckerberg glaubt nicht an Privatsphäre, das hat er wieder und wieder bewiesen. Dennoch: Die Apokalypse droht nicht. “In der häufig die Gemüter erhitzenden Datenschutzdebatte wird eines ganz gerne übersehen“, meint Web-Profi <a href="http://blog.datenschmutz.net/bio/#toc-ich-uber-mich">Ritchie Pettauer</a>, „Ohne Datenaustausch keine Kommunikation.“ (<a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-04/und-schon-ist-man-nicht-mehr-herr-seiner-daten/">Originalzitat: hier</a>) Sprich: Vorsicht, ja; Panik, bitte nicht!</p>
<p><strong>Für die Werber bedeutet der webweite „Gefällt mir“-Knopf</strong> ein Eldorado der Präferenz-Analyse! Personalisierte Werbung ohne Ende. Da liegt das Geld, das weiß Zuckerberg – und die werbetreibende Wirtschaft weiß es ebenso. „Personalized media“ ist das Gebot der Stunde. Das bedeutet nicht nur Werbung, sondern auch Websites, die sich je nach Besucher anders aufbauen. Franz mit Heimwerker-Vorlieben bekommt ein anderes Layout und andere Inhalte serviert als Karl, der auf Hardrock steht. Dafür braucht Franz nicht einmal auf den „Gefällt mir“-Knopf bei <a href="http://www.hilti.at/holat/">Hilti</a> klicken, denn ist der Knopf bei Hilti einmal installiert, kann Facebook auch das „Vorbeigehen“ daran erfassen. Klicken ist Kür, längst nicht mehr Pflicht. Franz hinterlässt seine Duftmarkierung unbewusst auf jeder mit Knopf versehenen Seite. Und Milliarden an Firmen scharen in den Starlöchern um ihre Werbe-Dollar an den punktgenau anvisierten Mann zu bringen. Zuckerberg muss nur die Hand aufhalten.</p>
<p><strong>Wir werden alle verfacebooked.</strong> Was das konkret für die Zukunft des Webs bedeutet, lässt sich schwer abschätzen. Aus einem Netz der Vielen wird, das zeichnet sich ab, ein Netz einiger weniger. Eine Daten-Oligarchie.<br />
<a href="http://www.wired.com/">WIRED</a>, Leitmedium in Sachen Netzkultur, bringt es auf den Punkt: „Die Frage der Zukunft wird sein, ob du Facebook benützt oder ob Facebook dich benützt.“</p>
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<p><strong>Weiterlesen?</strong> <a href="http://www.wired.com/epicenter/2010/05/facebook-rogue/">&#8220;Facebook’s Gone Rogue; It’s Time for an Open Alternative&#8221;</a> (WIRED, 7.5.2010)</p>
<blockquote><p>Erschienen im WIENER 347 / Juli 2010</p></blockquote>
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