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	<title>WIENER &#187; Buch</title>
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		<title>Fisch mit Kaffee würzen</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 07:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Graf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Genuss]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Geschmack]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[Autorin Eva Derndorfer erklärt, was warum zusammenpasst.
WIENER: Sie empfehlen zu weißer Schokolade Schimmel-Käse? 
Eva Derndorfer: Diese Kombination ist gar nicht so weit he&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/11/fisch-mit-kaffee-wurzen/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/11/Eva-Derndorfer.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-28671" title="Eva Derndorfer" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/11/Eva-Derndorfer-300x228.jpg" alt="" width="300" height="228" /></a><strong>Autorin Eva Derndorfer erklärt,</strong> was warum zusammenpasst.</p>
<p><strong>WIENER: Sie empfehlen zu weißer Schokolade Schimmel-Käse? </strong></p>
<p>Eva Derndorfer: Diese Kombination ist gar nicht so weit hergeholt. Weil die Süße den Geschmack des Käses sehr gut ausgleicht.</p>
<p><strong>Was ist dieser Eindruck von Harmonie eigentlich wissenschaftlich gesehen?</strong></p>
<p>Derndorfer: Viele Lebensmittel, die miteinander harmonieren, haben wichtige Aromastoffe gemeinsam. Im Geschmack ergänzen sich eher Kontraste.</p>
<p><strong>Verraten Sie uns zwei Kombinationen für „Einsteiger“ in Sachen Food-Pairing?</strong></p>
<p>Derndorfer: Kaffee mit Fisch ist eine Offenbarung – das Kaffeepulver (in geringen Mengen) ist dabei Teil der Würze. Oder Schokolade &amp; Kräuter – etwa in Form eines Schokoladekuchens mit Basilikumeis.</p>
<p>Buchtipp: &#8220;Genuss&#8221; von Eva Derndorfer, Euro 24.-, <a title="www.maudrich.com" href="http://www.maudrich.com" target="_blank">www.maudrich.com</a></p>
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		<title>Georgias Sex-Tett</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 16:03:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Wieser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Haben Sie das von Georgia gehört]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Childress]]></category>

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		<description><![CDATA[„Eine gute Christin würde nicht hier sitzen und an Geschlechtsverkehr mit dem Pastor denken“, lesen wir auf Seite 13. Doch Georgie Bottoms sitzt in der Kirche und denkt an Sex, an S&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/10/georgias-sex-tett/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/10/childress.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-28262" title="childress" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/10/childress-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><strong>„Eine gute Christin würde nicht hier sitzen</strong> und an Geschlechtsverkehr mit dem Pastor denken“, lesen wir auf Seite 13. Doch Georgie Bottoms sitzt in der Kirche und denkt an Sex, an Sex mit dem Pfarrer. Aus einem einfachen Grund: Es ist erst wenige Stunden her. Die Südstaatenschönheit, die im Städtchen Six Points in Alabama eine allseits beliebte Größe ist, denkt aber auch an ein Kleid, einen Teekessel mit Flöte und neue Schuhe von Gucci. Doch plötzlich irritiert sie etwas in der Rede des Pastors und sie begreift, dass er vor versammelter Gemeinde ihr Verhältnis beichten will.</p>
<h4>Perfekte Ohnmacht</h4>
<p>Georgia handelt. „Ihre Lider flatterten. Ihre Augen rollten nach oben. Alle Muskeln in ihrem Körper erschlafften, und sie sackte auf dem Teppichläufer zusammen … Die Regeln der Ohnmacht erforderten, dass sie die Augen geschlossen hielt und den Unterkiefer ein bisschen erschlaffen ließ – natürlich nicht so, dass es unattraktiv aussah …“<br />
Sofort eilen ihr fünf Gentleman zur Hilfe: der Richter, Sheriff Allred, Lon Chapman von der First National Bank, Jimmy Lee Newton, dem die Lokalzeitung gehörte, und Dr. Ted Horn. „Die mächtigsten Männer der Stadt schubsten einander zur Seite und machten großes Theater um Georgia.“</p>
<p>Was keiner ahnt: Gemeinsam mit dem geständniswilligen Pastor bilden die Fünf ein Sex-tett, aus dem Georgia an jedem Tag der Woche – nur am Montag herrscht Pause – einem von Ihnen ein ganz besonderes Solo gestattet. Sie hat nicht nur mit dem Pastor, sondern auch mit allen anderen regelmäßig Sex. Warum Sie das tut? Weil sie das Geld braucht. Denn anders als ganz Six Points glaubt, ist vom einstigen Reichtum der Familie nichts mehr geblieben. Georgias Mum ist geistig mehr hüben als drüben und ihr Bruder gibt einen durchaus liebenswerten, aber schrägen Vogel. Georgia braucht das Honorar der Honorationen, schlicht, weil sie ohne nicht überleben könnte. Außerdem birgt sie ein Geheimnis, dass sich dem Leser erst nach und nach erschließt, aber schließlich so an Brisanz gewinnt, dass sie ihr Leben völlig neu ordnen muss – und dazu trägt auch der sehr attraktive neue Pastor bei.</p>
<h4>Meisterwerke der Erzählkunst</h4>
<p><a title="Haben Sie das von Georgia..." href="http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=305256&amp;frm=false" target="_blank">„Haben Sie das von Georgia gehört“</a>, im Original schlicht „Georgia Bottoms“ gilt, wie alle Romane des früheren Journalisten Mark Childress, als Meisterwerk der Erzählkunst. Tatsächlich sind wir, ohne es zu merken, in Windeseile auf Seite 32 gelandet, wo Georgias Drama bis zu ihrem vorgetäuschten Ohnmachtsanfall angedeutet wird.</p>
<p>Die Charaktere sind mit großer Hingabe gezeichnet, die Story ist reich an überraschenden Pointen. Beispielsweise ist ausgerechnet der Tag ihrer großen, aufwendig vorbereiteten Party ein Wendepunkt in der Geschichte &#8211; 9/11. In einem Interview sagte Childress über diese Szene: „Als allererste Reaktion auf die Ereignisse des 11. September verübelt Georgia es Al Quaida, ihren September-Lunch ruiniert zu haben. Obwohl das möglicherweise selbstsüchtig aussieht, kommt es mir sehr aufrichtig und ehrlich vor. Die meisten von uns denken zuerst daran, wie weit uns Ereignisse persönlich betreffen.“</p>
<p>Childress lebt derzeit in Florida. Er wird auch von vielen Kollegen sehr geschätzt. Stephen King sagte über ihn: „Mark Childress ist ein Schriftsteller von geradezu unheimlichen Fähigkeiten!“</p>
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		<title>The Great Mixology</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 22:04:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Graf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Genuss]]></category>
		<category><![CDATA[American Bar]]></category>
		<category><![CDATA[Cocktails]]></category>

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		<description><![CDATA[Ralf Frenzel hat einen ziemlich ausgeprägten Qualitätsanspruch. Wenn dem deutschen Verleger Bilder für seine „Tre Torri“-Publikationen nicht gut genug sind, wird neu fotogr&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/10/the-great-mixology/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/10/mixology.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-28118" title="mixology" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/10/mixology-201x300.jpg" alt="" width="201" height="300" /></a>Ralf Frenzel hat einen ziemlich ausgeprägten Qualitätsanspruch.</strong> Wenn dem deutschen Verleger Bilder für seine <a title="www.tretorri.de" href="http://www.tretorri.de" target="_blank">„Tre Torri“-Publikationen</a> nicht gut genug sind, wird neu fotografiert. Auch wenn das im konkreten Fall heißen kann, dass der Fotograf erneut zu Claus Riedel nach Tirol fahren muss. Bei diesem Titel stellte sich die Fotofrage zum Glück nicht, und an der Textqualität gibt’s nichts zu bemängeln. Einem Schweizer Messer für Drink-Freudige ähnlich, beweist <a title="Cocktailian" href="http://www.tretorri-shop.de/shop/article_941641-41-9/Cocktailian%3Cbr%3EDas-Handbuch-der-Bar.html" target="_blank">Cocktailian</a> (siehe auch Infokasten) seine Qualitäten als Rezeptbuch, Werkzeugkunde und Kulturgeschichte des Alkohol-Mixens.</p>
<p>In dieser spielt Freibeuter Francis Drake – als Vater des Ur-Mojitos – genauso eine Rolle wie das von der Gin-Qualität abhängige Steueraufkommen in Großbritannien und die frühe Globalisierung. Dass ausgerechnet die Prohibition den Wendepunkt für die globale Bar-Kultur darstellt, hätten sich die strengen US-Gesetzgeber nicht gedacht. Gestreckte Drinks kamen in Mode und die exilierten Top-Barmänner exportierten ihre Kreationen nach Paris und London.</p>
<p>Natürlich geht es um die Herkunft der einzelnen Rezepte und Basis-Spirituosen, doch auch eine Kulturgeschichte des Eiswürfels darf nicht fehlen: Ohne die Kühlung der Drinks hätten sich speziell die tropischen Frucht-Cocktails niemals weltweit durchgesetzt.  Faszinierend, was man  bislang auch als echter Barfly  alles nicht wusste; der Julep, kühlender US-Südstaaten-Drink par excellence (siehe auch unser Rezept auf dieser Seite), hat seinen Namen etwa aus dem Arabischen.</p>
<p>Neben der Fülle an sinnlosem Wissen wie diesem, lernt der Hobby-Schüttler, wie er bei der Poolparty mit Campari-Staub (!) auftrumpfen kann. Oder seine Steuerberaterin mit einem „Income Tax Cocktail“ gefügig macht.  Wer nach dieser Rezept- und Faktenfülle denkt, damit ist alles gesagt, sei auf das (mittlerweile ebenfalls erschienene) Sequel verwiesen: <a title="Band 2" href="http://www.cocktailian.de/webshop/buecher_und_magazine_books_and_magazines/cocktailian/cocktailian_ii.20818752.html" target="_blank">Der zweite Cocktailian-Band</a> widmet sich ausschließlich Drinks mit Rum und Cachaça. Cheers!</p>
<h4>Rezept: Lemonbalm Julep</h4>
<p>Zitronig &amp; kühl: Der Südstaaten-Klassssiker mit dem Austro-Touch. Der Julep ist quasi der Almdudler unter den Drinks. Spirituosen und Zucker werden in den diversen Abwandlungen mit Kräutern kombiniert. Als Signature-Drink des US-Südens mit Minze gemixt, haben die „Cocktailians“ in ihrer Eigenkreation eine Austro-Variante vorgelegt – die nebenbei die in den Gärten wuchernde Zitronenmelisse männertauglich verwertet:</p>
<p>15 Blätter Zitronenmelisse werden zwischen den Händen „angeklatscht“. Danach sofort in ein vorgekühltes (Longdrink-)Glas mit sechs Zentilitern Bourbon, einem Bar-Löffel Zuckersirup und drei Spritzern Lemon Bitter geben. Fünf Minuten ziehen lassen. Klatschen dient wie das laufende Umrühren und Drücken der Melisse mit einem Löffel dazu, die ätherisch-zitronigen Öle in den Drink zu bekommen. Die Kräuter kommen wieder aus dem Glas, dafür wird mit gestoßenem Eis (reichlich davon!) aufgefüllt. Umrühren, bis das Glas beschlägt, Melissenblatt als Garnierung hinzufügen. Erfrischend auch mit Gin statt Whiskey.</p>
<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/10/cocktailian.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-28123" title="cocktailian" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/10/cocktailian-630x534.jpg" alt="" width="630" height="534" /></a></p>
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		<title>Schöne Grüße!</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Oct 2011 19:03:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Wieser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Erlend Loe]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Schöne Grüße aus Mixing Part Churches]]></category>

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		<description><![CDATA[Als das Buch „Schöne Grüße aus Mixing Part Churches“ auf meinem Schreibtisch landete, schüttelte ich den Kopf. Was für ein hässliches Ding!, dachte ich. Der Umschlag war einer An&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/10/schone-gruse/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/10/Schoene-Gruesse.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-27739" title="Schoene-Gruesse" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/10/Schoene-Gruesse-300x197.jpg" alt="" width="300" height="197" /></a><strong>Als das Buch „Schöne Grüße aus Mixing Part Churches“</strong> auf meinem Schreibtisch landete, schüttelte ich den Kopf. Was für ein hässliches Ding!, dachte ich. Der Umschlag war einer Ansichtskarte nachempfunden. Und zwar einer, die unzweifelhaft auf ihrem Ständer vergammeln würde, weil niemand auf die Idee käme, das Ding zu versenden.</p>
<p>Doch dann las ich „Roman“. Und dann las ich „Erlend Loe“. Und dann las ich auch noch das vorangestellte Richard Brautigan-Zitat: „Let us pretend that my mind is a taxi … and suddenly you are riding in it“.</p>
<p>Das nahm ich 1. als Empfehlung und 2. als Einladung. Also ritt ich nach „Mixing Part Churches“, nach Garmisch-Partenkirchen (die kuriose Übersetzung verdanken wir einem völlig durchgeknallten Übersetzungsprogramm). Dort hält sich in Loes Roman eine fünfköpfige norwegische Familie auf – weil die Frau Mama, eine Lehrerin, das so will. Er, von Beruf Dramaturg, träumt von einer üppigen Starköchin und dem endgültigen Theaterstück, und hält ansonsten alles Deutsche für verabscheungswürdiges Nazi-Zeug. Sie nervt das irgendwann so, dass sie ein Verhältnis mit ihrem Vermieter beginnt. Was dazu führt, dass er noch in den Ferien „auszieht“, soll heißen, das Quartier wechselt, und sich seinen Tagträumen ergibt. Uns bescheren ihre ewigen Streitereien ein Dialog-Furioso, dessen Sogkraft wir uns nicht entziehen können. Und wir erkennen, was wir ohnehin schon ahnten – diese Urlaubsstory ist alles andere als eine Postkarten-Idylle. <strong>Webtipp:</strong> <a title="www.kiwi-verlag.de" href="http://www.kiwi-verlag.de" target="_blank">www.kiwi-verlag.de</a></p>
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		<title>Post von Kaminer</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 06:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Wieser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Wladimir Kaminer]]></category>

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		<description><![CDATA[Herr Kaminer betrachtet Deutschland gewissermaßen von außen, also als Ex-Russe, während er tatsächlich innen, nämlich in Berlin, lebt. Daraus ergibt sich eine ganz spezielle&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/09/post-von-kaminer/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/09/kaminer.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-27470" title="kaminer" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/09/kaminer-195x300.jpg" alt="" width="195" height="300" /></a><strong>Herr Kaminer betrachtet Deutschland</strong> gewissermaßen von außen, also als Ex-Russe, während er tatsächlich innen, nämlich in Berlin, lebt. Daraus ergibt sich eine ganz spezielle Sichtweise, die auch uns Österreichern neue Erkenntnisse über unseren liebsten Nachbarn beschert.</p>
<p>Gleich in der ersten Geschichte „neue Heimat“ erklärt uns Kaminer den „extremen“ Deutschen: „Ihre Leidenschaften bleiben immer Hobbys. Während andere sich an ihren Abenteuern verbrennen, wollen sich die Deutschen eigentlich nur bilden. Deswegen werden hier in den Reisebüros statt erholsamer Sauftouren gerne ,Bildungsreisen‘ angeboten. Die Menschen finden es toll, wenn man im Urlaub nebenbei noch irgendeinen Motorboot-Führerschein bekommen oder Spanisch lernen kann.“</p>
<p>Genau das ist das Schöne an den Geschichten des Wladimir Kaminer. Mit nur wenigen Sätzen schafft er es, etwas so zu beschreiben, dass man unwillkürlich mit dem Kopf nickt und sich wundert, noch nicht selbst darauf gekommen zu sein. Dazu kommt ein ausgesprochen hoher Amüsierfaktor, einem pointiert erzählten Witz nahe. Wie zum Beispiel in der Geschichte „Deutscher Staat“: „Ein Staat ist ein schwieriges Unternehmen. Um ihn gut zu führen, braucht es Erfindungsgeist. Zur Erleichterung der Verwaltung des öffentlichen Lebens erfanden die Amerikaner den Colt und den elektrischen Stuhl, die Russen das Destilliergerät und die Deutschen den Aktenordner.“ Mit einem Witz lassen sich jedoch auch ernste Themen abhandeln (und da meinen wir jetzt nicht die Männerwelt, der sich Kaminer immer wieder gerne widmete), z.B. in „Ausländer in Deutschland“: „Ausländer stellen in Deutschland ein ernstes Problem dar. Sie kommen freiwillig hierher, und viele bleiben ihr ganzes Leben lang. Da kann etwas nicht stimmen, die Einheimischen wittern schlechte Absichten.“ Eine Einstellung, die Kaminer auf mangelndes Selbstbewusstsein zurückführt – und das ist eigentlich eine bittere Pointe.</p>
<h4>Leseprobe</h4>
<p>&#8220;In den neuen Bundesländern, die so potent anfingen, verschwinden Männer schneller als Mücken im Winter. Allein mit der Auswanderung in den Westen, einer niedrigeren Lebenserwartung, Autounfällen und Geschlechtsumwandlungen lässt sich dieses Phänomen nicht erklären. Mein Freund, ein Sozialwissenschaftler, behauptete neulich, schuld daran sei die allgemeine Feminisierung der Gesellschaft, die zurzeit in allen industriell entwickelten Ländern grassiere. Die Männer in diesen Ländern wollen den Frauen alles nachmachen und verlieren dadurch ihre Männlichkeit. Frauen setzen in einer vom Konsum bestimmten Gesellschaft die Trends, weil sie einfach mehr Wünsche als Männer haben. Frauen wollen abnehmen, sie wollen Wellness, Yoga, Antistress-Massagen und Entspannungstherapien, und die Männer tun es ihnen nach. Doch was den einen gesund hält, ist des anderen Tod. Das wussten schon die alten Griechen. Männer sind keine Kaninchen, sie können sich nicht nur von Rucola ernähren und gleichzeitig Mann bleiben. Ein Mann braucht Stress, er braucht Herausforderungen, dann blüht er auf. Wenn er aber anfängt, linksgedrehte Joghurts zu essen, auf seine Figur zu achten und Termine beim Frisör langfristig zu vereinbaren, fällt er automatisch aus der Männerstatistik.&#8221;</p>
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		<title>Und die Luft war voller Asche</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 20:10:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[9/11]]></category>
		<category><![CDATA[Herbert Bauernebel]]></category>
		<category><![CDATA[Und die Luft war voller Asche]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Dem Turbinengeheul folgt eine  gewaltige Explosion – laut, durchdringend, nervenzerfetzend. Die Fenster  vibrieren. Mein Herz schlägt heftig. Ich springe aus dem Ses&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/09/und-die-luft-war-voller-asche/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/09/bauernebel.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-26961" title="Adobe Photoshop PDF" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/09/bauernebel-188x300.jpg" alt="" width="188" height="300" /></a>&#8220;Dem Turbinengeheul folgt eine  gewaltige Explosion – laut, durchdringend, nervenzerfetzend. Die Fenster  vibrieren. Mein Herz schlägt heftig. Ich springe aus dem Sessel.&#8221;</em></p>
<p>Er war da, als sich die Welt verdunkelte. Jetzt hat <strong>Herbert Bauernebel</strong>, geboren am 27. Mai 1965, US-Korrespondent der Tageszeitung Österreich, ein Buch über seine Erlebnisse geschrieben.</p>
<p>Dramatisch und eindrucksvoll schildert er in „Und die Luft war voller Asche“ jenen Tag, an dem die Menschheit der schlimmsten Terrorattacke ins Auge blicken und er sich selbst als Reporter ins Grauen stürzen musste. Er sieht aus nächster Nähe die Türme einstürzen &#8211; welcher Gefahr er sich ausgesetzt hat, wird ihm erst später bewusst.</p>
<p><strong>Herbert Bauernebel</strong> lebt mit Frau Estee, Sohn Maxwell (9) und Tochter  Mia (4) – oftmals Stars in seinen Blogs (<a title="www.amerikareport.com" href="http://www.amerikareport.com/" target="_blank">www.amerikareport.com</a>) – in Lower Manhattan.</p>
<p>“<a href="http://www.amazon.de/die-Luft-war-voller-Asche/dp/3785724233/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1314883604&amp;sr=8-1">Und die Luft war voller Asche: 9/11 – der Tag, der mein Leben veränderte</a>“ ist 2011 bei <a title="www.luebbe.de" href="http://www.luebbe.de" target="_blank">Bastei Lübbe</a> erschienen. (Hardcover, 270 Seiten, ISBN: 978-3-7857-2423-1, Euro 18,99)</p>
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		<title>Gert Voss ist kein Papagei</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 17:34:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Gert Voss]]></category>
		<category><![CDATA[Neuerscheinung]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Theaterreise]]></category>

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		<description><![CDATA[Gert Voss ist einer der ganz großen deutschsprachigen        Schauspieler der letzten Jahrzehnte. In der Zusammenarbeit mit        Regisseuren wie Claus Peymann, Luc Bondy, Peter Zadek, Ge&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/08/gert-voss-ist-kein-papagei/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/08/voss.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-26313" title="voss" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/08/voss-189x300.jpg" alt="" width="189" height="300" /></a>Gert Voss</strong> ist einer der ganz großen deutschsprachigen        Schauspieler der letzten Jahrzehnte. In der Zusammenarbeit mit        Regisseuren wie Claus Peymann, Luc Bondy, Peter Zadek, George Tabori oder        Thomas Ostermeier schuf und schafft er Bühnenfiguren, die        Publikum wie Kritik immer wieder in Begeisterung versetzen. Dieser        Erfolg ist hart erarbeitet.</p>
<p>In seiner soeben erschienenen        Autobiografie <strong>ICH BIN KEIN PAPAGEI – EINE THEATERREISE</strong> schildert er seine Arbeitsweise ebenso wie den        Kampf um das Publikum, gegen Konvention und schlechtes Theater. Er berichtet von        seinen Anfängen und seinen Sehnsüchten, von seinen Skrupeln und von den        Erfolgen, mit denen er Theatergeschichte geschrieben hat.</p>
<p>Er wurde        6x zum „Schauspieler des Jahres“ gewählt, er hat alle wesentlichen        Theaterpreise, ist Mitglied mehrerer Akademien        – und doch gelingt es Gert Voss, mit großer Neugier an        jede Rolle suchend, staunend, lernend heran zu gehen, „Kontinente“ wie        Shakespeare und <a title="wiener-online: Thomas Bernhard" href="http://www.wiener-online.at/2011/03/der-kunstpudel-mit-der-kunstnudel/">Thomas Bernhard</a> neu zu vermessen und nie gesehene Aspekte        großer Figuren der Weltliteratur freizulegen.</p>
<p>Gert Voss ist seit mehr als 45 Jahren mit der Dramaturgin Ursula Voss verheiratet – sie hat diese Erinnerungen        aufgezeichnet, mit denen Gert Voss zu seinem 70. Geburtstag im Oktober        2011 sein Publikum beschenkt: Reiches, zum Teil bisher        unveröffentlichtes Bildmaterial verzaubert ebenso wie sein        unverwechselbarer Erzählstil.<br />
Und so gelingt ihm mit dieser        Geschichte einer bemerkenswerten Künstlerkarriere ein Buch über das Theater,        über das Leben und über die Liebe.</p>
<h4>Der Autor:</h4>
<p><strong>Gert        Voss</strong>, geboren 1941 in Shanghai. Als        Schauspieler kam er nach Anfängerjahren an die großen Theater in        Stuttgart, Bochum, Wien, Berlin. Manche seiner Rolleninter­pretationen        haben Theatergeschichte geschrieben, in der Zusammenarbeit mit bedeutenden        Künstlern wurde er zu einem der stilprägenden Schauspieler der        Gegenwart.</p>
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		<title>Simpler Bluff</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Aug 2011 06:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Wieser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Californication]]></category>
		<category><![CDATA[God Hates Us All]]></category>
		<category><![CDATA[Hank Moody]]></category>

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		<description><![CDATA[Hank Moody lebt – natürlich nicht. Wie aber kann eine Kunstfigur, der David Duchovny in der TV-Serie „Californication“ Leben einhaucht, ein Buch schreiben? Die Antwort ist so ei&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/08/simpler-bluff/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/08/God-Hates-Us-All.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-26074" title="God Hates Us All" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/08/God-Hates-Us-All-229x300.jpg" alt="" width="229" height="300" /></a>Hank Moody lebt – natürlich nicht.</strong> Wie aber kann eine Kunstfigur, der David Duchovny in der TV-Serie „Californication“ Leben einhaucht, ein Buch schreiben? Die Antwort ist so einfach wie enttäuschend: Jonathan Grotenstein, ein Mann, der u.a. als Profi-Pokerspieler sein Geld verdient, gibt Hank Moody. Er hat jenes Buch, nämlich „God hates us all“ geschrieben, das der Kunstfigur im TV-Hit „Californication“ ihr exzessives Leben ermöglicht, aber auch mit ein Grund für die massive Schreibblockade ist, die dazu führt, dass Hank Moody lieber durch Hollywoods Betten turnt, als an einem neuen Buch zu leiden.</p>
<p>„God hates us all“ ist vor zwei Jahren in den USA erschienen, seit Mitte Juni liegt es in deutscher Übersetzung vor. Wer mit dem schwarzen Paperback wachelt, darf sich zumindest der Aufmerksamkeit der „Californication“-Kenner sicher sein. Lesen müssen Sie das Buch nicht. Im konkreten Fall wäre es besser gewesen, es bei der Fiktion zu belassen, statt Faktisches nachzureichen. Auch deshalb, weil der Mythos Moody vom Verlag selbst entzaubert wird. Als Autor wird nämlich im Buch „Hank Moody mit Jonathan Grotenstein“ angegeben. Schwach.</p>
<p><strong>Die unterhaltsame Fiktion</strong><br />
David Duchovny leidet als Hank Moody an einer Schreibblockade. Gründe dafür gibt es viele. Wäre Moody Realität, würden wir vermuten, er täuschte dieses Problem nur vor, um ihm mit Sex, Drugs und einer ganz besonders interessanten Form von Rock‘n‘Roll zu Leibe zu rücken.</p>
<p><strong>Die fade Realität</strong><br />
Jonathan Grotenstein ist der Mann, der Fiktion in Fakten verwandelt hat. Ein durchaus berechtigtes Ansinnen, schließlich fragten wir uns alle, wie „God hates us all“ wohl in echt zu lesen wäre. Wirklich gelungen ist das Buch allerdings nicht.</p>
<p><strong>Der Trailer zum Buch:</strong></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="630" height="388" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ryYYqwjAWUY?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="630" height="388" src="http://www.youtube.com/v/ryYYqwjAWUY?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Die Falle Kreativität</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 12:04:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Wieser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[creative industries]]></category>
		<category><![CDATA[Echtleben]]></category>
		<category><![CDATA[Freiberufler]]></category>
		<category><![CDATA[Katja Kullmann]]></category>
		<category><![CDATA[Prekariat]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwann erklärt Katja Kullmann in „Echtleben“ ihren Freunden, was sie gerade macht: „Hm, das ist hochkomplex“, sagt sie, „ich schreibe gerade ein verstörendes Buch und darf&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/08/die-falle-kreativitat/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/08/echtleben.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-25940" title="echtleben" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/08/echtleben-188x300.jpg" alt="" width="188" height="300" /></a><strong>Irgendwann erklärt</strong> <a title="www.katjakullmann.de" href="http://www.katjakullmann.de" target="_blank">Katja Kullmann</a> in „Echtleben“ ihren Freunden, was sie gerade macht: „Hm, das ist hochkomplex“, sagt sie, „ich schreibe gerade ein verstörendes Buch und darf noch nicht so viel sagen.“ Tatsächlich ist mit diesem Satz schon sehr viel gesagt. Dieses Buch ist verstörend, denn so deutlich wie Katja Kullmann hat noch keine formuliert, was die (Medien-)Wirtschaft antreibt:</p>
<p>„Konstante Selbsterfindung, -optimierung und -überarbeitung ist kein freiwilliges Vergnügen für Wagemutige mehr, sondern jetzt Staatsbürger(innen)pflicht – und das Attribut kreativ bedeutet oft nichts anderes als ,marktgängig‘ und ,verwertbar‘. &#8230; Zehntausende einst hoffnungsvoll gestartete Freelancer sind über die nuller Jahre zu traurigen Taglöhnern geworden.“</p>
<p>Kullmann hat übrigens selbst erlebt, worüber sie schreibt. Obwohl erfolgreiche Journalistin, musste sie zwischendurch als Verkäuferin, Kellnerin oder Synchronstimme für Schmuddelfilme arbeiten. Das Erstaunliche an „Echtleben“: Obwohl weder Roman noch Sachbuch, erklärt es uns die Welt in bestechender Klarheit.</p>
<h4>Kullmanns Blog</h4>
<p>Ein Blick (oder auch mehrere) auf die Internet-Seite von Frau Kullmann lohnt sich schon deshalb, weil die Seite mit dem Untertitel „Satzgranaten und Gerüchte“ erfreut; außerdem ist zu sehen, wo das Buch „Echtleben“ schon überall aufgetaucht ist. Kurios und absolut nicht steuerbar. <a title="www.katjakullmann.de" href="http://www.katjakullmann.de" target="_blank">www.katjakullmann.de</a></p>
<p>Mehr zum Thema <a title="ZDF.de: Überlebenskunst" href="http://aspekte.zdf.de/ZDFde/inhalt/5/0,1872,8241541,00.html" target="_blank">finden Sie HIER</a>.</p>
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		<title>Blitzbildung: Der Fänger im Roggen</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 07:31:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Thomas Pesl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Fänger im Roggen]]></category>
		<category><![CDATA[WIENER]]></category>

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		<description><![CDATA[Der WIENER liest für Sie Klassiker der Weltliteratur. Diesmal: Der Roman, der John Lennon zu Fall brachte, erschien vor genau 60 Jahren.
Holden Caulfield, 16, kennt kaum Zukunft&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/08/blitzbildung-der-fanger-im-roggen/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-25575" title="blitzbildung" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/07/blitzbildung-193x300.jpg" alt="" width="193" height="300" />Der WIENER liest für Sie Klassiker der Weltliteratur. Diesmal: Der Roman, der John Lennon zu Fall brachte, erschien vor genau 60 Jahren.</p>
<p><span id="more-25574"></span>Holden Caulfield, 16, kennt kaum Zukunftsperspektiven. Für keine Aktivität der Welt kann er sich wirklich begeistern, und seine niedrige Toleranzschwelle für alles Verlogene verdirbt ihm bei jeder Unterhaltung rasch die Laune. Berufswunsch: „Fänger im Roggen“. Genau deshalb ist Holden Caulfield das berühmteste und prägendste Problemkind der US-Kultur. Gleich zu Beginn von J.D. Salingers Roman verrät uns Ich-Erzähler Holden, dass er sich gerade in einer Art Anstalt aufhält, um sich etwas zu erholen. Wovon, das berichtet er rückblickend auf 270 flott beschriebenen Seiten:</p>
<p>Aus mangelnder Anpassungsfähigkeit in fast allen Fächern gefährdet, wurde Holden ersucht, nach den Weihnachtsferien nicht mehr ans Nobelinternat Pencey Prep zurückzukehren. Da ihn seine Zimmergenossen nerven, büchst er schon ein paar Tage verfrüht aus und flieht in seine Heimatsstadt New York.</p>
<p>Das Elternhaus meidend, ruft er zunehmend betrunken und schlaflos Menschen von früher an, trifft sie und verdirbt es sich dauerhaft mit ihnen: Seinem früheren Lehrer Antolini unterstellt er urplötzlich sexuelle Annäherung, seiner Exfreundin Sally lallt er im Vollrausch einen Heiratsantrag zu. Mit einer spontan bestellten Prostituierten will er doch nicht schlafen, worauf ihr Zuhälter, der Liftboy, ihn verdrischt. Alles mehr oder weniger harmlose Gestalten, die Holden für ihre „phoniness“, ihre Falschheit abstraft, worunter er selbst am meisten leidet. Nur Jane, das Mädchen, das ihm nicht aus dem Kopf geht und mit dem er einst Händchen gehalten hat, ruft er niemals an.</p>
<p>Seit dem Erscheinen am 16. Juli 1951 ist Salingers Kontra-Bildungsroman ein US-Beststeller – auch heute, ein Jahr nach dem Tod seines Autors. Umgekehrt war kein Buch öfter kurz davor, verboten zu werden. Vor allem wegen seines saloppen, scheinbar unbeholfenen Erzähltons und Wiederholungen wie „it killed me“ („es machte mich fertig“) ist der „Catcher in the Rye“ sperrig zu übersetzen. Durch die zeitgemäße, flüssige Neuübertragung von Eike Schönfeld gerät man aber auch hierzulande in die Fänge des Holden Caulfield. Und es killt einen.</p>
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		<title>Hippie der Kokosnuss</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2011/07/hippie-der-kokosnuss/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 06:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Wieser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Buchtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Das Paradies des August Engelhardt]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Buhl]]></category>

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		<description><![CDATA[August Engelhardt ist ein seltsamer Mann. Er hat sich auf einer Südseeinsel niedergelassen, ernährt sich von Kokosnüssen und lebt in einem Haus aus Büchern. „Er hatte den Irrsin&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/07/hippie-der-kokosnuss/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/07/paradies_buchcover.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-24816" title="Buhl_ParadiesAugEngelhardt-Nuss" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/07/paradies_buchcover-171x300.jpg" alt="" width="171" height="300" /></a>August Engelhardt ist ein seltsamer Mann.</strong> Er hat sich auf einer Südseeinsel niedergelassen, ernährt sich von Kokosnüssen und lebt in einem Haus aus Büchern. „Er hatte den Irrsinn des Wintermenschentums endlich überwunden und würde dank der Bücher die Weisheit des Sonnenmenschen entwickeln“, schreibt Marc Buhl.</p>
<p>Selbst die Eingeborenen, die von einer benachbarten Insel auf Engelhardts Eiland kommen, staunen über den dürren Weißen. Er ängstigt sie: „Die Hexen der Bücher schützen den Weißen, keiner der Ahnen wagt sich hierher, die Bücher verschlingen sie sonst, und sie kehren nur als Buchstaben wieder zurück &#8230;“</p>
<p>Für <a title="wikipedia: August Engelhardt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/August_Engelhardt" target="_blank">den echten Engelhardt</a> ist die buchstabenmäßige Rückkehr ein echter Segen. Denn tatsächlich lässt uns das, was wir über den Sektengründer (kam 1902 in Deutsch-Neuguinea an) wissen, staunen: Er erfand u.a. den Kokovorismus, mit der spektakulären Kernaussage, dass der Verzehr von Kokosnüssen den Menschen in einen gottähnlichen Zustand der Unsterblichkeit führen würde. Bis zu 30 Menschen glaubten an seine Botschaft, verließen Engelhardt aber sehr bald wieder. Oder starben überraschend&#8230;</p>
<h4>Warum sich die Lektüre wirklich lohnt</h4>
<p><strong>„Das Paradies des August Engelhardt“</strong> ist ein Buch, das einem faszinierenden Rhythmus folgt, einem sanften Auf und Ab, ähnlich dem Wellenschlag an einem windstillen Tag am Meer. Und es entwickelt einen Sog, dem wir uns nicht entziehen können, besser: nicht entziehen wollen.</p>
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		<title>Einfach saugut</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2011/06/einfach-saugut/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 06:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Wieser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Amanda Sthers]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Schweine züchten in Nazareth]]></category>

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		<description><![CDATA[Lassen Sie mich mit einer kulinarisch angehauchten Liebeserklärung beginnen: Amanda Sthers Brief-Roman (ja, es ist tatsächlich diese scheinbar altmodische Form der Kommuni&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/06/einfach-saugut/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/06/amanda-sthers.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-24384" title="amanda sthers" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/06/amanda-sthers-220x300.jpg" alt="" width="220" height="300" /></a><strong>Lassen Sie mich</strong> mit einer kulinarisch angehauchten Liebeserklärung beginnen: Amanda Sthers Brief-Roman (ja, es ist tatsächlich diese scheinbar altmodische Form der Kommunikation gemeint, aber auch die zeitgemäße, also das flotte E-Mailen) ist ein Buch, das uns schmeckt. Ja, es schmeckt so herrlich, dass wir geneigt sind, Frau Sthers mit Hauben statt mit Sternen auszuzeichnen. Dabei lässt der Titel „Schweine züchten in Nazareth“ eher deftige Kost denn Haute Cuisine erwarten.</p>
<p>Tatsächlich wird uns ein formidables Menü serviert, das im Original den zurückhaltenden, aber schönen Titel „Les terres saintes“ („Das heilige Land“) trägt; und diese Eleganz liest man auch: mal in ausufernden Briefen, mal in kurzen E-Mails. Fünf Menschen, verstreut in der Welt, einst eine Familie (jetzt im Zustand bedächtiger Annäherung), schreiben einander. Oder tun es eben nicht, was wiederum von den anderen kommentiert wird.</p>
<p>Da ist Harry Rosenmerck, einst Kardiologe, jetzt Schweinezüchter in Nazareth; da ist seine krebskranke Ex-Frau Monique Duchene und deren Kinder Annabelle (erst unerhört verliebt in ältere Männer, dann geradezu unvermittelt schwanger) und David (erfolgreicher Autor, dessen Coming out seinen Vater so irritiert hat, dass er jeden Konkakt unterbindet) –und da ist Rabbi Moshe Cattan.</p>
<p>Letzterer polemisiert erst wie Moslems und Radikal-Christen gegen des Kardiologen Schweinezucht, wird schließlich aber zu Harrys nächstem Freund. Er ist es auch, der in einem Brief an Harry all das Sehnen, das den Vieren geblieben ist, in zwei Sätzen zusammenfasst: „Man hört auf, jemanden zu lieben, weil man sich verändert, weil man in Trauer ist um einen Teil von sich selbst. Und so, wie man sich  freut, wenn man eine Jacke wiederentdeckt, die man seit zehn Jahren  nicht mehr angezogen hat und die einem immer noch passt, kommt es vor,  dass man einen Teil von sich selbst wiederfindet.“ Dieses Glück  wiederfährt den Vieren, und es ist – bei aller Melancholie am Ende des  Buches, bei aller scheinbaren Abwesenheit von Familie – doch auch  Familienglück.</p>
<p>Oder um das Bild wieder aufzunehmen: Familie ist kein  perfektes Sechs-Gang-Menü. Familie ist ein <a title="wiener-online: Porcus" href="http://www.wiener-online.at/2010/07/im-schinkenhimmel-saustark/">Schweinsbraten</a>. Deftig. Heiß.  (Nicht unbedingt gesund.) Aber trotzdem: saugut.</p>
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		<title>Blondinen, Blobs &amp; Blaster-Schüsse</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2011/06/blondinen-blobs-blaster-schusse/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 23:30:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Hiess</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Evolver]]></category>
		<category><![CDATA[Pulp]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>

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		<description><![CDATA[Also, ganz ehrlich: Die Jungs von Evolver Books wollten Scott Bradley ja eigentlich schon im April ganz groß rausbringen – das hätte gut zu diversen Raumfahrtjubiläen gepaßt. Ju&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/06/blondinen-blobs-blaster-schusse/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/06/Bradley_Cover_high.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-23667" title="Scott Bradley" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/06/Bradley_Cover_high-204x300.jpg" alt="" width="204" height="300" /></a><strong>Also, ganz ehrlich:</strong> Die Jungs von <a title="wiener-online: Give Pulp A Chance!" href="http://www.wiener-online.at/2011/04/give-pulp-a-chance/">Evolver Books</a> wollten Scott Bradley ja eigentlich schon im April ganz groß rausbringen – das hätte gut zu diversen Raumfahrtjubiläen gepaßt. Juri Gagarins Aufbruch ins All, der Start des ersten Space Shuttle, derartige Meilensteine der Weltraumgeschichte eben…</p>
<p>Aber dann kamen irgendwelche Alien-Hacker über unsere Produktionscomputer und legten sie lahm, sodaß sich die halbe Verlagsbelegschaft in einen streng geheimen unterirdischen Kommandobunker zurückziehen mußte, um Ihnen dieses Buch doch noch präsentieren zu können. Und jetzt ist es da, trotz aller IT-Angriffe schleimiger Blobs.</p>
<p><strong>&#8220;Scott Bradley: Blondinen, Blobs &amp; Blaster-Schüsse&#8221; </strong>versammelt 18 atemberaubende, herzzereißende und gehirnanregende Missionen des berühmten siebzehnschrötigen Weltraum-Commanders, der kälter als <a title="wiener-online: Bierlexikon" href="http://www.wiener-online.at/2010/10/das-wiener-bierlexikon/">sein Bier</a>, skrupelloser als alle Bilderberger zusammen und sensibler als … nein, sensibel ist er wirklich nicht. Commander Bradley hat für Political Correctness nicht mehr als ein verächtliches Grinsen und vielleicht ein paar seiner berühmten Planetenzerschmetterer-Bomben übrig. Genau solche Männer brauchen wir heutzutage im bekannten und erst recht im noch unerforschten Universum.</p>
<p>„Wer ist dieser Scott Bradley?“ werden Sie jetzt vielleicht erstaunt fragen. Und <em>Evolver Books</em> – der Verlag, der mit seiner vierten <a title="wiener-online: Give Pulp A Chance!" href="http://www.wiener-online.at/2011/04/give-pulp-a-chance/">Pulp-Produktion</a> nun auch ins Reich der <a title="wiener-online: Science Fiction im Park" href="http://www.wiener-online.at/2011/06/science-fiction-im-park/">Science Fiction</a> vorstößt – kennt die Antwort: Bradley ist der Weltraumheld, dessen massenhaft gedruckte Abenteuer die ungeschickt uniformierten Wachen in SF-Filmen begeistert verschlingen, wenn sie vor der Zentrale des Imperators herumstehen, sich im Flaggschiff des Dunklen Lords langweilen oder durch die endlosen Gänge des Todessterns patrouillieren. Die Berichte über seine Großtaten war schon in Cosmo Pollite, dem unwahrscheinlich witzigen Zukunftsroman von Andreas Winterer, die Lieblingslektüre all der Nebenfguren, die gerade nichts mit intergalaktischen Intrigen, rauhbeinigen 2 Raumschlachten und abgefeimten Alien-Attacken zu tun hatten.</p>
<p>Und damit ist er sozusagen Pulp hoch zwei, das Unterhaltungsprogramm für die Helden unserer liebsten Trash-Romane, das Buch im Buch aus dem futuristischen Universum gleich nebenan. 18 großartige SF-Parodien, die (fast) alle wichtigen Filme und Bücher des phantastischen Genres (und nebenbei auch noch das Militär) gnadenlos aufs Korn nehmen, aufgezeichnet von besagtem Kommunikationsoffzier Winterer und einigen seiner begabteren Leutnants – und ab sofort erhältlich.</p>
<h4>Der Autor</h4>
<p>Andreas Winterer, Jahrgang 1968 und gebürtiger Kölner, verdient seine Brötchen als freiberuficher Schriftsteller, Autor, Journalist und Coach für Kommunikation und Kreativität in München. Kennt wirklich jeden SF-Film, ist Herausgeber des Literaturmagazins <a title="www.kaschemme.de" href="http://www.kaschemme.de" target="_blank">www.kaschemme.de</a> und Autor des Romans <a title="Cosmo Polite" href="http://www.cosmopollite.de" target="_blank">„Cosmo Pollite“</a>.</p>
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		<title>Gewinnen: “Frühstück bei Tiffany”</title>
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		<pubDate>Tue, 24 May 2011 19:40:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Gewinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Frühstück bei Tiffany]]></category>
		<category><![CDATA[Truman Capote]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/05/Capote_TFruehstueck_bei_Tiffany_87280.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-22880" title="Fruehstueck bei Tiffany von Truman Capote" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/05/Capote_TFruehstueck_bei_Tiffany_87280-176x300.jpg" alt="" width="176" height="300" /></a></strong></p>
<p>[DIESES GEWINNSPIEL IST BEREITS GESCHLOSSEN.]<strong><br />
Klassiker.</strong> „Wer sich in Holly Golightly nicht verliebt, muss überhaupt kein Mensch sein, sondern eine sauer gewordene Portion unheilbarer Misanthropie“, hieß es dereinst in der seriösen Süddeutschen Zeitung über den Auftritt der großen Audrey Hepburn.</p>
<p>Manche Kritiker meinen heute noch, dass ihr Auftritt als lebenshungrige 18-Jährige, die in Krise Trost bei Tiffany fand, die Rolle ihres Lebens gewesen sei: „Zauberhaft und melancholisch, humorvoll und ergreifend – so wurde <a title="wiener-online: Breakfast @ Tiffany's" href="http://www.wiener-online.at/2011/05/breakfast-tiffanys/">„Breakfast at Tiffany’s“</a> zu einem Klassiker, gleichzeitig zu einer Hymne an eine großartige Schauspielerin.“ Um deren Glück perfekt zu machen, fehlt schlussendlich nur eines – der Oscar (Hepburn musste sich mit einer Nominierung zufrieden geben).</p>
<p>Tatsächlich war ihr faszinierender Auftritt auf eine gehörige Portion Glück zurückzuführen. Denn der Autor des Romans, Truman Capote (1924 bis 1984), der gemeinsam mit George Axelrod das Drehbuch verfasst hatte, wollte in der Rolle der Holly Golightly eigentlich <a title="wiener-online: Marylin Sex Facts" href="http://www.wiener-online.at/2011/05/crazy-sex-facts/">Marilyn Monroe</a> sehen – doch die sagte ab. Ihr war die Rolle (und das ist nur aus damaliger Sicht verständlich) schlicht zu gewagt.</p>
<p>Übrigens: auch der spröde George Peppard war nicht die erste Wahl. Eigentlich sollte Schriftsteller Paul Varjak von Steve McQueen gespielt werden. Doch der drehte gerade die Serie „Wanted: Dead or Alive“ und musste absagen.</p>
<p>Zwei Oscars gab es allerdings doch: für die Filmmusik von Henry Mancini und den besten Song – „Moon River“, gesungen von, ja, Audrey Hepburn.</p>
<p><strong>Der WIENER schenkt Ihnen Frühstückslektüre: Wir verlosen Buch und DVD &#8211; einfach mitspielen!</strong></p>

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		<title>Blog’n’Roll</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Apr 2011 09:10:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mareike Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<category><![CDATA[Element of Crime]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Sven Regener]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Wahlberliner Sven Regener hat Blog-Tagebuch geschrieben. Jetzt ist aus fünf Jahren Web-Einträgen ein sehr lustiges Buch entstanden. Ein Gespräch über Sex, Platon und Inte&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/04/blognroll/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/04/Sven-Regener-c-Charlotte-Goltermann.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-21696" title="Sven Regener (c) Charlotte Goltermann" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/04/Sven-Regener-c-Charlotte-Goltermann-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Der Wahlberliner Sven Regener hat Blog-Tagebuch geschrieben. Jetzt ist aus fünf Jahren Web-Einträgen ein sehr lustiges Buch entstanden. Ein Gespräch über Sex, Platon und Internet – und warum der Grazer Catcher <a title="wikipedia: Otto Wanz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Wanz" target="_blank">Otto Wanz</a> eigentlich ein heimlicher Bremer ist &#8230;</p>
<p><strong>Glaubt man Ihrem Buch, sind die Österreicherinnen schuld  dran, dass Sie so viele Blogs geschrieben haben: Dort steht, dass Sie  anfangs zweifelten am Sinn des Bloggens. Dann telefonierten Sie mit  Torsten von der Plattenfirma, der sagte, „die Mädchen in Österreich  lesen das gerne&#8221; &#8230;</strong></p>
<p>Sven Regener: Das Telefonat gab es wirklich &#8211; aber nicht mit diesem Wortlaut.  Beim Bloggen wollte ich nicht authentisch schreiben. Mein Motto war:  Lieber gut ausgedacht als schlecht selbst erlebt.</p>
<p><strong>Die Realität ist Ihnen wurscht? </strong></p>
<p>Die Idee von Kunst ist ja, etwas Neues in die Welt zu bringen.  Ich habe in den Blogs die Realität schon abgebildet, sie aber ständig  psychedelisch weitergedreht. Für den Tagebuch-Aspekt vom Bloggen habe  ich mich nicht sehr interessiert. Niemand kann jeden Tag etwas  Spannendes erleben. Das richtige Leben ist langweilig! Deshalb hab&#8217; ich  am dritten Tag im ersten Blog schon Hamburg-Heiner erfunden.</p>
<p><strong>Klingt nach einer neuen literarischen Form in der Blogosphäre?</strong></p>
<p>Nein, das ist ein alter Kunstgriff aus der Philosophie, schon  Platon hat vieles im Dialog abgehandelt. Zwei Sichtweisen führen zu mehr  Erkenntnis. Man kann mein Buch als Dialog über die Kunst lesen &#8211; oder  als gehobene Blödelei. Und das ist, finde ich, eine sehr ernst zu  nehmende Disziplin. Gescheites Blödeln ist eine eigene Kunst. Das  schüttelt man nicht einfach vom Baum.</p>
<p><strong>Gibt eine Entwicklung in den fünf Jahren Bloggen?</strong></p>
<p>Ja, zum immer Wahnhafteren. Ich wurde sicherer darin, Realität  und Surrealität miteinander zu verknüpfen. Stellen Sie sich das so vor:  Wenn man am Einschlafen ist und um diese Schlaflinie herumpendelt, merkt  man ja oft nur, dass man eben weggenickt ist, weil die Gedanken ganz  kurz ganz absurd geworden sind. Mit diesem Effekt hab ich versucht immer  mehr zu spielen, gegen Ende der Blogs ist es mir immer besser gelungen,  diesen Effekt zuzulassen.</p>
<p><strong>Zum Bloggen sind Sie wie die Jungfrau zum Kinde gekommen. Ins Web gehen Sie aber schon?</strong></p>
<p>Das  habe ich schon getan, als es noch 42 Schilling die Stunde gekostet hat  &#8230; Das Internet ist nicht der Messias, es macht die Menschen nicht  besser und wird auch nicht die Welt retten. Aber es ist okay. Letztlich  ist es ein Spiegel, in den wir rein- und aus dem wir rausgucken, mit all  unseren Doofheiten.</p>
<p><strong>Momentan gibt es <a title="Wiener-online: Neustart fürs Hirn" href="http://www.wiener-online.at/2010/06/neustart-furs-hirn/">eine Schwemme von Kritikern, die Auszeit vom Web nehmen</a>, weil es angeblich verdumme.</strong></p>
<p>Verdummen  tut sich jeder selber. Die jetzt das Web kritisieren, haben früher zu  viel davon erwartet, sie kippen von einem ins andere Extrem &#8211; und  plötzlich ist alles schlecht.</p>
<p><strong>Haben Sie eine Lieblingswebsite?</strong></p>
<p>Ich bin sehr  froh, dass Joachim Lottmann seinen Blog <a title="taz.de: Lottmann Blog" href="http://blogs.taz.de/lottmann/" target="_blank">„Auf der Borderline nachts um  halb eins&#8221;</a> wieder angefangen hat, jetzt, wo er seit März in Wien lebt.</p>
<p><strong>Und welches Buch empfehlen Sie?</strong></p>
<p>Lest H. C. Artmann! Meine Blogs hätte ich mich nicht zu schreiben  getraut ohne meine Liebe zu seiner Literatur. Mit meinen Blog-Aktionen  berufe ich &#8211; natürlich zu Unrecht und in aller Dreistigkeit &#8211; mich auf  Artmann, etwa auf sein großartiges Buch „Das suchen nach dem gestrigen  tag oder schnee auf einem heissen brotwecken&#8221;. Es ist das Tagebuch  seines Aufenthalts in Malmö, der „langweiligsten Stadt der Welt&#8221;. Es ist  Winter, alles ist wahnsinnig fad, also muss er sich allerlei fiktive  Dialoge und Geschichten ausdenken. Womit bewiesen wäre: Man muss nicht  Internet haben, um solch eine Literatur zu erschaffen.</p>
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