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		<title>The F-Word</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 08:05:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[04 Digital World]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Netzleben]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
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		<category><![CDATA[Web20]]></category>

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		<description><![CDATA[Im digitalen Kosmos ist der Trend du Jour oft passé, ehe die Druckerschwärze des WIENERs die Chance hat, zu trocknen. Das schmerzt. Außer der Trend heißt Foursquare.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Im digitalen Kosmos ist der Trend du Jour oft passé, ehe die Druckerschwärze des WIENERs die Chance hat, zu trocknen. Das schmerzt. Außer der Trend heißt <a href="http://foursquare.com/">Foursquare</a>.</em></p>
<p><strong><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/foursquare_logo_girl1.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-1287" title="foursquare_logo_girl" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/foursquare_logo_girl1-300x141.png" alt="foursquare_logo_girl" width="300" height="141" /></a>Foursquare kann man nicht verstehen</strong>, wenn man es nicht selber probiert, nein, gelebt hat. Hat man es selber gelebt, kann man es erst recht nicht verstehen. Man kann drauf abstürzen, sicherlich. So wie auf einen Doppler picksüßen Erbeerwein vom Diskonter. Aber verstehen? Niemals.<br />
Es ist der erste Trend, bei dem ich inständig hoffe, dass er Geschichte ist, noch ehe dieses Heft erscheint. Schätze mal, diese Hoffnung ist vergebens, denn laut Gerüchteküche wird dem Erdbeerwein 2010 ein Webbie-Award winken. Na dann, Prost!</p>
<p><strong>Klingen tut’s cool.</strong> Eine „geobasierte mobile Applikation“ ist Foursquare. Twitter meets GPS. Stadtführer meets Social Network.<br />
Ich lade mir also die erdbeerig süße kleine App aufs Smartphone und kann meine Stadt besser kennen lernen, kann im Urlaub die heißestes Lokaltipps checken und jederzeit wissen, ob Freunde in der Nähe sind und schnell mit ins Hawelka auf einen Verlängerten gehen wollen. Und dafür, dass ich diese <em>Serviceleistung</em> in Anspruch nehme, muss ich nichts zahlen, sondern werde reich belohnt: Mit Punkten und Medaillen, Ruhm und Ehre. Und mit dem Amt des Bürgermeisters. <em>Honi soit qui mal y pense.</em></p>
<p><strong>Schöne neue Foursquare-Welt.</strong> Ich gehe nicht mehr schnöde zum Kirchenwirt, ich krieg dafür ein veritables Goldsternderl, weil ich so brav war und dem Programm meinen aktuellen Standort gefüttert habe.<br />
Na, wer regrediert da nicht sofort zum Volksschüler und hofft, dass die Frau Lehrerin ihn lieb hat? Wer bekommt da nicht Lust, sich ständig selbst zu verorten und seine Whereabouts auf Google Maps zu markieren?</p>
<p><strong>Bin gerade Ecke</strong> Neubaugasse / Mariahilferstraße. Parke jetzt in der Tiefgarage vom Gerngross ein. „Gratuliere!“, sagt Foursquare, „Sie sind der erste Mensch, der in dieser Tiefgarage parkt. Dafür bekommen sie den großen Entdecker-Orden! Wenn Sie hier das nächste Mal parken, werden Sie zum Bürgermeister ernannt!“</p>
<p><strong>Big Brother geht in Frühpension</strong> und bucht schon mal ein Ticket nach Florida. Hier wird er nicht mehr gebraucht. Wir erledigen den Job selber, Sternchen sammelnd.<br />
Ehrlich, ich warte auf die ersten Medienberichte von Bankräubern, die zuvor mal rasch in Foursquare eingeben, wo sie das Fluchtauto abgestellt haben. Oder stellen Sie sich mal vor, wie schnell die Saliera wieder aufgetaucht wäre&#8230;</p>
<div id="attachment_1288" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/foursquare.jpg"><img class="size-medium wp-image-1288" title="foursquare" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/foursquare-300x182.jpg" alt="Mein Account ist inzwischen inaktiv. Rückfälle aber nicht ausgeschlossen." width="300" height="182" /></a><p class="wp-caption-text">Mein Account ist inzwischen inaktiv. Rückfälle aber nicht ausgeschlossen.</p></div>
<p style="text-align: left;"><strong>Dabei läuft das Spielchen</strong> nicht ohne Bugs. Locations können mehrfach ins System eingetragen werden, etwa aufgrund divergierender Schreibweisen. Das sorgt für Verwirrung und Eintracht gleichermaßen, denn nur so ist es möglich, dass J. und ich zeitgleich Bürgermeisterinnen der U-Bahn Station Landstraße sind. Wir regieren in friedlicher Koexistenz, jede in ihrem eigenen (Tippfehler-induziertem) Paralleluniversum.<br />
Mit M. hingehen ist friedliche Koexistenz undenkbar. Das lässt sein Y-Chromosom nicht zu! Wochenlang lieferten wir uns ein erbittertes Gefecht um die Herrengasse, zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit, dem anderen sein Bürgermeisteramt abzuluchsen &#8211; durch schieres Hinfahren, Einloggen und Ätsch-Bätsch-Sagen. Zugegeben, die Reibungswärme hatte etwas ungemein Erotisierendes. Aber was ungemein Blödes hatte es auch.</p>
<p><strong>Weltweit spielen derzeit</strong> 170.000 Hardcore-Nerds Foursquare. Das klingt wenig, aber wer die Dynamik des Web2.0 kennt, weiß, dass es ausreicht, um zur Pandemie zu werden. Ein paar Psychotricks, eine Prise Gruppendruck und wer will nicht mal ein Early Adopter sein? Trotzdem: Vor Foursquare hab ich keine Angst. Zu läppisch.<br />
Ich habe Angst vor Stasi-VZ (pardon, <a href="http://www.studivz.net/">Studi-VZ</a>) und Facebook. Bei letzterem heißt der Bürgermeister Mark Zuckerberg. Er hat das <a href="http://www.zib21.com/netzzeit/herr-zuckerberg-ich-will-meine-privatsphare-zuruck/">Zeitalter der Privatsphäre für tot erklärt</a> und bastelt an einer ganz ähnlichen, geobasierten Erweiterung für sein Reich. Ein kleines Geschenk anlässlich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/1984_%28Roman%29">George Orwells</a> 60. Todestag&#8230;</p>
<blockquote><p>Erschienen im WIENER, Ausgabe 343 / März 2010</p></blockquote>
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		<title>Ermüdende Brillanz</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 20:21:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Palka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Breth]]></category>
		<category><![CDATA[Burgtheater]]></category>
		<category><![CDATA[Koltès]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Andrea Breth inszeniert mit ‹Quai West› von Bernard-Marie Koltès eins der sperrigsten Werke des frühverstorbenen Sprach- und Theaterkünstlers. Und mit ihrem Verfahren der Aneignung und Durchdringung, ihrer respektvollen Unerbittlichkeit, gelingt ihr, gemeinsam mit einem hochkonzentrierten Ensemble, ein nahezu brillanter Theaterabend. Dem indes die Leichtigkeit fehlt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Andrea Breth inszeniert mit ‹Quai West› von Bernard-Marie Koltès eins der sperrigsten Werke des frühverstorbenen Sprach- und Theaterkünstlers. Und mit ihrem Verfahren der Aneignung und Durchdringung, ihrer respektvollen Unerbittlichkeit, gelingt ihr, gemeinsam mit einem hochkonzentrierten Ensemble, ein nahezu brillanter Theaterabend. Dem indes die Leichtigkeit fehlt.</h3>
<p>Wobei sich mir, nachdem ich inzwischen das Stück auch wieder gelesen, die Frage stellt, ob das Stück denn tatsächlich so sperrig ist, wie es im Burgtheater erscheint. Allerdings las ich die erste Übersetzung, angefertigt von Heiner Müller, von Koltès autorisiert, der sich, im Bewusstsein wohl der Unübersetzbarkeit, einen großen Schriftsteller als Übersetzer, also eine Nachdichtung gewünscht hat. Müller hat nun, des Französischen nicht mächtig, von einer Rohübersetzung aus gearbeitet und dabei deren Bindung an die französische Syntax beibehalten und einen Text entwickelt, der schroffe Fremdheit und raue Eleganz verknüpft. Anders Simon Werle, dessen Übersetzung ins Standard-Deutsch (mit Einsprengseln tendenziell norddeutscher oder fernsehdeutscher Umgangssprache), durchaus legitim, auf Perfektion im Deutschen aus ist. Aber die Geschliffenheit dieser Übersetzung ist auch eine Abgeschliffenheit, und plötzlich kommt dem Text, der noch dazu, bei aller Sprechgeschwindigkeit, ausgestellt und zelebriert wird, die Poesie abhanden.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px;"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/quaiwest1.jpg" alt="" width="450" height="301" />Philipp Hauß, Andrea Clausen (Foto © Elisabeth Storer)</div>
<p>Nacht. Stimmen in der Nacht, ein Mann und eine Frau orientierungslos, später Streiflicht, dann, immer wieder, blendend eine Lichtbarriere aus Plastikplanken, und die Augen ermüden schnell. Ungünstig. Koltès hat in einem Spiegel-Interview 1988 angemerkt, dass der Vorwurf, dass alle seine Stücke im Dunkeln und in der Dämmerung spielten, nicht stimme, dass es, auch in ‹Quai West›, Szenen in hellem Sonnenlicht gebe; auch würden, auch die sogenannten dunklen Szenen, an den Theatern nicht gut genug beleuchtet, man könne sie nicht gut genug sehen.</p>
<p>Koch, 60, ist von seiner Sekretärin Monique, weil er keinen Führerschein hat, im Jaguar in die Hafengegend (von Manhattan, könnte sein) gebracht worden. Er hat Geld veruntreut und will sich umbringen. Charles, ein junger Mann, der hier mit seiner Schwester, Claire, und seinen Eltern, Cécile und Rodolfe, Immigranten aus Argentinien, festsitzt und irgendwie nicht wegkommt, fest entschlossen, das Elend hinter sich zu lassen, dazu jedoch unfähig, Charles ist der erste, mit dem Koch verhandelt, er soll ihm den Weg zum Wasser zeigen, auch braucht er zwei Steine, um sie sich in die Taschen zu stecken, damit er untergeht, wenn er ins Wasser gesprungen ist. Zwar verirrt und körperlich unfähig, sich zurechtzufinden, Fremde, Eindringlinge, verstehen sich Koch und Monique mit den Hafenbewohnern in einem völlig: alles, aber auch alles ist ein Deal, ist verhandelbar, muss verhandelt werden. Fak taucht auf, der souveränste, geschickteste Verhandler, der seinen Vorteil überall findet und nimmt, was er kriegen kann, der Geduldigste, er fasst seine Beute, sobald die Zeit reif ist, lässt liegen, was er nicht mehr brauchen kann, und er ist hier richtig, in seiner Welt. Wie Abad, der Schwarze, der nicht redet, der Wächter, der Gott dieser Unterwelt, der das Heil bringt, die Erlösung: mit der Kalaschnikow.</p>
<h4>Souveränität gestalterischer Möglichkeiten</h4>
<p>Regisseure und Regisseurinnen, oft, suchen den ungewöhnlichen Zugriff, den Punkt, von dem aus sie, wie Archimedes die Welt, das Stück, mit dem sie verfahren (und damit natürlich durchaus wieder die Welt), aus den Angeln heben können. Oft bleibt das im Äußerlichen oder wird, wenn etwa Geisteszwerge Standorte aufsuchen, auf welchen sie die Genies oder vermeintlichen Genies der Zunft beobachtet zu haben glauben, ein matter Abklatsch, weil bekanntlich ein anderer als ein eigener Standort nicht funktioniert (der selbstverständlich mit der Einsicht gepaart zu sein hat, dass selbst der avantgardistischste Furor nicht leugnen kann, auf den „Schultern von Riesen“ zu stehen).</p>
<p>Anders Andrea Breth: sie sucht den gewöhnlichen Zugang. Aber sie dringt, während sie sich mit einer Vorlage, einem Text auseinandersetzt, mit einer derartigen Unerbittlichkeit auf ihrem Weg vor, dass das, was sie herausfindet und zur Grundlage ihrer Inszenierung macht, in viel höherem Maße als ungewöhnlich erscheint als alle modische Ungewöhnlichkeits­attitüde feuilletonistisch konstruierter oder selbsternannter Genies. Auch ergibt sich aus ihrer Tiefenbohrung hinein in den Text, dem sie, so scheint es, sich anheimgibt, von dem sie sich überschwemmen lässt, in den sie sich verliert, ehe sie dem Chaos, das sie so selbst erzeugt hat, eine große Form abringt, eine Souveränität gestalterischer Möglichkeiten, die sie sodann in akribischer-ernsthafter Arbeit mit dem Ensemble entfaltet. Ein Glücksfall also im Grunde für ein Koltès-Stück, das sich modischem Zugriff durchaus entzieht und Leichtfertigkeiten nicht aushält. Und ‹Quai West› am Burgtheater ist ein brillanter Theaterabend, zumindest in allen Details. So gesehen ist die Kritik, die ein „Scheitern auf hohem Niveau“ (Ronald Pohl im Standard) attestiert, zutiefst ungerecht.</p>
<p>Vielemehr scheint mir, sie habe mit der Aufführung am Burgtheater, einen Zwischenstand auf die Bühne gesetzt, auf dem Weg zur endgültigen Aufführung. Das indes ist wohl auch ein Problem dieser wunderbaren Regisseurin: dass sie auf ein Endgültiges, auf Perfektion aus zu sein scheint.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 311px;"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/quaiwest2.jpg" alt="" width="301" height="450" />Merle Wasmuth, Nicholas Ofczarek<br />
(Foto © Elisabeth Storer)</div>
<p>Das Ergebnis (Zwischenergebnis) an diesem Abend nun, diese Aufführung, wie sie nun ist, ist in allem abgeschliffen, will nichts offen lassen, ist letztlich, in aller Feinheit glatt, bei aller Spiellust wie routiniert.</p>
<p>Auch die Bühne, dem gemäß, von Erich Wonder ist ein Bühnen-‚Bild‘, ein Kunstwerk für sich, schwarz, zerklüftet, und der Dreck und der Verfall werden nur in sie hineingeredet, sie ist sauber, und sie hält das Publikum auf Distanz. So befindet man sich immer im Plüsch des Burgtheaters, unbedroht, abgegrenzt (möglicherweise, sehr wahrscheinlich, braucht ‹Quai West› andere Räume als ein klassisches Guckkastentheater). Genauso die Kostüme – im Grunde elegant. Nichts ist dreckig und verloren in dieser Aufführung. Und nur der hervorragende Sound (Musik Wolfgang Mitterer, Sounddesign Alexander Nefzger) ist das, was dieses Stück, gelesen, für mich ist – eine magische Spur als Einkerbung in eine rohe und raue Wirklichkeit.</p>
<h4>Harte Arbeit</h4>
<p>Nun weiß ich wohl, dass am Theater immer alles Theater ist, gerade auch bei Koltès, der ja nicht etwa als post­strukturalistischer Dichter (wie Gerhard Stadlmaier in der FAZ wohl irrtümlich meint) zu verstehen ist, sondern die Gegenwart auf einer Traditionsspur erreicht, die sich von Racine herleitet  (die Dialoge gegeneinander gesetzte Monologe, die Reden Gesänge, die flirren und glänzen, zugreifen; es muss nichts geschehen auf der Bühne, und doch ist alles Drama). Und alles in dieser Aufführung ist auch Stilisierung. Aber das Andere, das Komische, das, wie Ödön von Horváth festgestellt hat, aus dem Unheimlichen kommt, ist dem Stück in dieser Aufführung fast gänzlich ausgetrieben. Und es fehlt überhaupt das Hingeknallte, das Fetzige, Irrwitzige, vielleicht ja ein Schub, jetzt, nachdem alles durchgearbeitet und alle Tiefe ausgelotet, alle Brillanz im Detail gezeigt, dass dies alles ein tödlicher Witz, eine irre Groteske, vielleicht würde solches den Sog erzeugen, den dieses Stück hat, dass man sich aufs Hirn greift und lacht und sich fürchtet. Aber so sitzen wir, in der Pause schon und am Schluss auch, ermattet in den schönen Stühlen und wissen, wir haben gearbeitet, zwar nicht mitgearbeitet, dazu waren wir allzusehr auf Distanz gehalten, aber hart gearbeitet, um die Konzentrationseinbrüche zu übertauchen, die durch Gegenlicht gepeinigten Augen offenzuhalten, um zu sehen, was geschieht, und um zu verstehen, worum es geht. Aber harte Arbeit ist das, worauf Fußballmannschaften im Abstiegskampf zurückgeworfen sind, denen zuzusehen dann noch einmal harte Arbeit ist. ‹Quai West› ist kein Stück, dessen Aufführung dem Publikum harte Arbeit abverlangen sollte, vielmehr sollte, ich bin sicher, der Genuss verstören, und Erschöpfung sollte sein durch den Sog der Verführung, durch die Zumutung der Konfrontation, nicht Ermattung in der Distanz. Und: Koltès wollte eine bessere Beleuchtung seiner Stücke, und ich bin seiner Meinung, dass ‹Quai West› (wobei gegen die anfängliche völlige Dunkelheit damit nichts gesagt sein soll) eine bessere Beleuchtung braucht.</p>
<h4>Eleganz – Sprachwelten – Gekonntes</h4>
<p>Nicholas Ofczarek spielt den Fak mit der Eleganz einer hungrigen Großkatze, gefährlich-sanft, verspielt-aggressiv, ein hoch präziser Körper, eine Waffe – warum er indes sich einen norddeutsche Sprachfärbung zulegt (die er allerdings, naturgemäß, besser ‚draufhat‘ als vermutlich jedweder tatsächliche Norddeutsche) ist unklar, insofern alle anderen Spieler in der je eigenen Sprachwelt sich aufhalten. Elisabeth Orth zum Beispiel, die Cécile, diese indianische Hexe, bösartig-selbstbezogene Mutter, diese Göttin im Dreck, zwischen Klage und Keifen, fern von Larmoyanz und Deklamation (und mitunter, anderswo, hat sie im Deklamieren sich durchaus schon verfangen), redet ihr feines Hochdeutsch, das bei aller lokalen Grundierung nie auch nur in die Nähe von Dialekt gerät (wiewohl Dialektanklänge natürlich eine Möglichkeit wären für dieses Stück, um Differenzen zu schärfen, etwa zwischen den Eindringlingen Koch und Monique und den ‚Eingeborenen‘ von Quai West), und es ist in den Varianten, Klängen, Rhythmen wunderschön.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px;"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/quaiwest3.jpg" alt="" width="450" height="301" />Maynard Eziashi, Elisabeth Orth (Foto © Elisabeth Storer)</div>
<p>Genauso schön das Reden von Andrea Clausen als Monique, scharf und gestochen, Angst und Zorn und Hilflosigkeit in gehetztem Geplapper, deren Lebenshunger hier im Dreck aus der gewohnten Biederkeit herausbricht, gierig, unersättlich, aber auch verloren hier, am falschen Ort, überhaupt verloren. Hans-Michael Rehberg als Rodolfe hat sich einen Gestus weitausholender Armbewegungen zugelegt (ähnlich einer, diesfalls hergezeigten, ?echovschen psychologischen Geste), ein alter Mann voller Empörung, das ist ganz stimmig, wenngleich er etwas abfällt, was aber am Stück liegen mag. Schwächer die Kinder von Cécile und Rodolfe, Philipp Hauß als Charles und Merle Wasmuth als Claire. Hauß wie ermattet, gedeckt, ein Zauderer, für mich, wenn Absicht, nicht einsichtig, die Unfähigkeit zum immer wieder angesagten Aus- und Aufbruch, zu dem er auch ansetzt, kommt vom Festgehalten-Werden, nicht von innen, das Großsprecherische ist zu zart, dass er von der Resignation schon angefressen, kann er nicht wissen. Merle Wasmuth, aber das ist auch schwierig für ein junge Schauspielerin, die so existentielle Ausweglosigkeiten wie Claire nicht kennt, liefert dieses gierige Erwachsen-werden-Wollen von Claire, gekonnt, gut durchgearbeitet, allzu brav ab. Maynard Eziashi spielt Abad, den Schwarzen, der nicht redet, einen dieser Koltès-Afrikaner, denen der Dichter etwas Mythisches zuschreibt, Rachegötter möglicherweise, die entscheiden, wer lebt und wer getötet wird, die den Tod aber auch als Heil und Erlösung bringen. In dieser Aufführung bleibt Abad schemenhaft, er erschießt Koch und Charles, aber er hat nichts Rätselhaftes, er redet nur nicht, und er hat keinerlei mythische Wucht und entscheidet nichts, es passiert einfach (aber vielleicht soll das ja genauso sein). Auch Sven-Eric Bechtolf liefert eine schön durchgearbeitete Gestaltung ab, was Gekonntes, nichts, wie soll ich sagen, Existentielles.</p>
<p>Aber alles in dieser Aufführung, die ganze Aufführung ist gekonnt; und fern, schön gearbeitet, Arbeit, im Detail brillant, ermüdende Brillanz. Ich sollte sie mir noch zweimal anschaun: einmal, um die Details noch genauer zu beobachten (und um die ersten Eindrücke eventuell auch zu revidieren, insofern mich durchaus irritiert, dass ich manch einhelliges Lob der Groß- und Kleinkritiker gar nicht nachvollziehen kann), und dann noch einmal mit dem Versuch, mich um Konzentration und Verstehen nicht zu kümmern, mich hineinfallen zu lassen und zu sehen was passiert. Überhaupt sollte, wer Arbeit nicht scheut und ausgeruht ist, sich diese Aufführung unbedingt ansehen: es ist, alles in allem, ein hochinteressanter Theaterabend.</p>
<dl>
<dt>Besetzung/Team</dt>
<dd>Sven-Eric Bechtolf (Maurice Koch), Andrea Clausen (Monique Pons), Elisabeth Orth (Cécile), Merle Wasmuth (Claire, ihre Tochter), Hans-Michael Rehberg (Rodolfe, Céciles Mann), Philipp Hauß (Charles, deren Sohn), Nicholas Ofczarek (Fak), Maynard Eziashi (Abad), Regie Andrea Breth, Bühne Erich Wonder, Kostüme Françoise Clavel, Licht Friedrich Rom, Musik Wolfgang Mitterer, Sounddesign Alexander Nefzger, Dramaturgie Plinio Bachmann</dd>
<dt>Karten/Informationen</dt>
<dd><a title="Burgtheater" href="http://www.burgtheater.at/" target="_blank">Burgtheater</a></dd>
</dl>
<p><a title="inszenierung.at" href="http://www.inszenierung.at/2010/03/ermuedende-brillanz/" target="_blank">Erstveröffentlicht auf inszenierung.at (11. März 2010)</a></p>
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		<title>Happy Zapping</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/03/happy-zapping/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 20:07:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pandora</dc:creator>
				<category><![CDATA[02 Pandora]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[sex]]></category>

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		<description><![CDATA[Total (b)anal: Pandora wechselt den Kanal. Und entert die letzte Bastion der Lust – obwohl ihr der Weg zum großen Finale einige Schmerzen bereitete.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Total (b)anal: <a href="http://www.wienerpost.at/author/pandora/"><strong>Pandora</strong></a> wechselt den Kanal. Und entert die  letzte Bastion der Lust – obwohl ihr der Weg zum großen Finale einige Schmerzen  bereitete.</p>
<p><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/Pandora1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1229" title="Pandora" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/Pandora1-133x300.jpg" alt="Pandora" width="133" height="300" /></a><strong>Kennen Sie Rimmen?</strong> Nein, das ist kein pittoreskes Dorf in der  Oberpfalz, auch kein Überholmanöver beim Rudern. Rimmen ist wie Lecken, nur  irgendwie ärger. Rimmen bedeutet, das Götz-Zitat nicht nur wörtlich, sondern  auch körperlich zu nehmen. Ja. Dort. Genau dort. Lassen Sie mich raten – jetzt  habe ich Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Denn: Kaum etwas erregt unser Gemüt  mehr als die Zweckentfremdung des spektakulärsten Ausscheidungsorgans – „pfui,  gack“, meinen die einen (und liegen damit gar nicht so falsch), „ja, gerne“,  betteln die anderen.</p>
<p><strong>Dem aufmerksamen Leser</strong> wird nicht entgangen sein,  dass ich mich seit Jahren vor dem Dunstkreis des Analen drücke, aber ganz  ehrlich: So kann man nicht mit reinem Gewissen auf tabuloses Luder machen. Reden  wir also über Analsex. Sie wissen schon: Benkobox. Hinterstübchen. Auf gut  Wienerisch: Zweier-Kanal. Jahrelang habe ich mich strikt geweigert zu zappen.  Weil mein erstes Mal ordentlich in die Hose ging – nein, keine Bange nicht so,  aber doch: schmerzhaft. Äußerst schmerzhaft.</p>
<p><strong>Ich war achtzehn</strong>,  schüchtern und unterstabil, er 19, betrunken und übergroß. Ich schloss dieses  finstere Kapitel der Sexualität also mit einem Schmerzensschrei, an den sich  noch manche Hietzinger Großmutter mit Schrecken erinnert. Ich wurde im Laufe der  Jahre Profi im Hinternbacken-Zusammenkneifen, Zur-Seite-Drehen,  Spontan-aus-dem-Bett-rollen. Da? Sicher nicht! Pfoten weg, Schwanz weg, Zunge  weg – und überhaupt: Hau ab, Mann!</p>
<p><strong>Also sammelte ich</strong> ausnahmsweise die  Erfahrung der anderen: Freundin M. äußerte die Theorie, dass sich ausschließlich  „dünne Weiber“ hinterrücks beglücken lassen. Warum – das könnte sie mir nicht  erläutern, aber angeblich gibt es einen Zusammenhang zwischen  Analsexbereitschaft und Body Mass Index. Hat was mit Askese zu tun und damit,  dass man sich dann eben doch irgendwas reinschieben will. Freundin S. hingegen  wiederum versteifte sich in die andere Richtung: Jede, die es nicht tut, ist  verkrampft. Anal – das sei ein Basic Skill, wie der Engländer sagt.</p>
<p><strong>Und  Pandora? Hat noch nicht?</strong> Nun, was macht man nicht alles, um seinem schlechten  Ruf gerecht zu werden: Man betüdelt seinen homosexuellen Bekanntenkreis. Doch  die Regenbogen-Ratschläge fielen mehr als entmutigend aus, denn Nein und noch  mal Nein: Eine Darmspülung, frei nach dem Motto „Klistier – zu dir oder zu mir?“  – passt in meinem Verständnis nicht zu einem Date. Also bemühte ich A., bei dem  stimmt nicht nur der Anfangsbuchstabe, sondern auch das Weltbild.</p>
<p><strong>Eine  Flasche Rotwein</strong> und eine Tube Gleitgel später sollte es so weit sein. Schluss  mit der sprichwörtlichen Büchse der Pandora, lass uns den Kanal wechseln. Ich  atmete. Tief. Ich entspannte mich. Ich entkrampfte mich. Und verpaßte A. einen  Bodycheck – mit Schmackes und der Folge, dass Jahre nach meiner verpatzten  Deflorierung wieder ein Schmerzensschrei durch Hietzing gellte, allerdings in  Bass-Bariton. Gut nur, dass sich manche Kerle nicht so schnell entmutigen  lassen. An einem trüben Sonntagvormittag also enterte ich eine der letzten  Bastionen der Lust. Oder ließ sie entern. Denn – bei all dem Spaß an der Freude:  Sich von hinten, also von ganz hinten, nehmen zu lassen, ist und bleibt immer  noch Vertrauenssache.</p>
<p><strong>Männer lieben es</strong>, weil’s bekanntlich so schön eng  ist und die Damen im Film damit auch kein Problem haben – im Gegenteil, dort  trägt man seinen Anus zur Schau wie Bürgers-töchter ihre Tiffanyringe. Männer,  die einen mögen, lieben es wegen der Sache mit dem Vertrauen. Und daran kann  nichts falsch sein.</p>
<blockquote><p>Erschienen im WIENER Nr.343 / März 2010</p></blockquote>
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		<title>2 deutsche Städte</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/03/2-deutsche-stadte/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 19:51:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Stermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[03 Stermann]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[WIENER-Kolumnist Dirk Stermann über das wunderbare Wien, den einstigen Campingplatz Stuttgart und das traurige Hannover, wo hungrige Menschen mit Vergnügen tote Tiere essen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>WIENER</strong>-Kolumnist <a href="http://www.wienerpost.at/author/stermann/"><strong>Dirk Stermann</strong></a> über das wunderbare  Wien, den einstigen Campingplatz Stuttgart und das traurige Hannover, wo  hungrige Menschen mit Vergnügen tote Tiere essen.</p>
<p><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/Stermann1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1218" title="Stermann" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/Stermann1-211x300.jpg" alt="Stermann" width="211" height="300" /></a><strong>Immer wieder wird Wien</strong> zur schönsten und liebenswertesten Stadt der Welt gewählt. Dass diese  Einschätzung stimmt, wird vor allem deutlich, wenn man Wien mit deutschen  Städten vergleicht. Zum Beispiel: Stuttgart galt bis in die frühen 1980er Jahre  gar nicht als Stadt, sondern als Campingplatz. Als einzige deutsche Stadt ohne  fließendes Wasser lockt Stuttgart vor allem Abenteurer und Rucksacktouristen an,  die sich auch nicht von der verblüffend hohen Kriminalitätsrate abschrecken  lassen. Pro Tag passieren in Stuttgart etwa 190.000 Gewaltverbrechen und 30 bis  40 leichtere Straftaten wie Erpressung und Scheckbetrug. Stuttgart hat zurzeit  200.000 Einwohner, die Zahl variiert ständig, vor allem auf Grund der  Gewaltverbrechen.</p>
<p><strong>Neben der Kriminalität</strong> sind die Haupteinnahme­quellen  der Stuttgarter der Zeltverleih und das Aufpumpen von Luftmatratzen mit dem  Mund. Wie in Baden Württemberg nicht anders zu erwarten, sind schwäbische  Spätzle das beliebteste Essen. Allerdings kennt die Stuttgarter Küche nur rohe  Lebensmittel. Wahrscheinlich aufgrund des fehlenden, fließenden Wassers. Das  klassische Menü besteht aus rohen Teigwaren, einem rohen, falschen Hasen und  einer Suppe, die nur aus Rohkost ohne Flüssigkeit besteht. Als Dessert liebt der  Stuttgarter steinhartes Brot ohne alles.</p>
<p><strong>Die Staatsform Stuttgarts</strong> ist  eine sogenannte Technokratie, an der Spitze der Stadt steht der Technokrat, in  der Regel ein Handwerksmeister. Seit 1992 ist Franz Hadamowsky das  Stadtoberhaupt, ein magenkranker Feinmechaniker, der seine Mitbürger allesamt  wie Lehrlinge behandelt. Hadamowsky wird gehasst, ist aber in der Technokratie  nicht abwählbar. In Stuttgart leben nur 0,14% Christen, die meisten Stuttgarter  sind sogenannte „Experten“, eine Art Sekte, deren einziges Ziel es ist, anderen  etwas wegzunehmen.</p>
<p><strong>Im nächsten Jahr</strong> feiert Hannover 25. Geburtstag.  Ursprünglich als Kläranlage angelegt, zogen doch immer mehr  Globalisierungsverlierer und Ostdeutsche nach Hannover, so dass die Kläranlage  irgendwann eine Schule brauchte und einen Getränkediskont. Heute gilt Hannover  als eine der liebenswertesten Städte unter den 10 hässlichsten Städten der Welt.  Hannover hat neun Millionen Einwohner und drei Atomkraftwerke und statt eines  Stadtzentrums einen Truppenübungsplatz der Bundeswehr rings um die alte  Kläranlage, die natürlich das Wahrzeichen Hannovers ist, neben den unzähligen  Tierkadavern, für die Hannover so berühmt ist.</p>
<p><strong>In der ganzen Stadt</strong> liegen tote Tiere herum, wahrscheinlich, weil Hannover für Tiere ein  ungeeigneter Lebensraum ist. Berühmtester Sohn der Stadt ist Hubert  Geiselstrick, der Erfinder des Selbstmords. Seit dem frühen Mittelalter hängt  ein Azorentief mitten über der Stadt, so dass man immerzu fröstelt. Zusätzlich  ist die letzte Sonnenfinsternis in Hannover geblieben, das gibt der Stadt etwas  sehr Geheimnisvolles. Überall liegen schlafende Kühe herum. Die  Hannoveranerinnen und Hannoveraner arbeiten entweder in der Kläranlage oder in  den Atomkraftwerken oder im einzigen Getränkediskont. Es gibt nur diese drei  Arbeitgeber, denn die Schule wurde vor schon bald 24 Jahren wieder geschlossen,  weil sie in Hannover als extremer Fremdkörper empfunden wurde. Deshalb gibt es  auch keine Straßenschilder in Hannover, sie könnten von den Einheimischen nicht  gelesen werden.</p>
<p><strong>Höchster Feiertag</strong> ist das Fest des Schlamms am 24.  November. Da sitzen bei strömendem Regen alle Einwohner acht Stunden lang  regungslos in einer riesigen Sickergrube. In Hannover gibt es keine Restaurants  oder Gastwirtschaften, wer hungrig ist, nimmt sich ein totes Tier von der Straße  und isst es.</p>
<blockquote><p>Erschienen im WIENER Nr.343 / März 2010</p></blockquote>
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		<title>In eigener Sache (2)</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/03/in-eigener-sache-2/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 20:42:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[05 Wienerpost Intern]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[wienerpost goes mobile.
Wir freuen uns, dass es wienerpost ab sofort auch in der Mobilversion gibt, d.h. optimiert für iPhone, iPod Touch und Google Android Handys - und somit einfach leichter lesbar unterwegs.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1190" class="wp-caption alignleft" style="width: 190px"><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/mobile-app21.jpg"><img class="size-medium wp-image-1190 " title="mobile-app2" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/mobile-app21-200x300.jpg" alt="wienerpost für unterwegs" width="180" height="270" /></a><p class="wp-caption-text">wienerpost für unterwegs</p></div>
<p><em>wienerpost goes mobile!</em></p>
<p>Wir freuen uns, dass es <a href="http://www.wienerpost.at">wienerpost</a> ab sofort auch in der Mobilversion gibt, d.h. optimiert für iPhone, iPod Touch und Google Android Handys &#8211; und somit einfach leichter lesbar unterwegs.</p>
<p>Den Plan gab&#8217;s schon länger, allerdings konnte sich niemand so recht aufraffen, das durch Google AdSense gescheffelte Vermögen in <a href="http://appmakr.com/">AppMakr</a> zu investieren ;)<br />
Aber nun haben die Kollegen von Zeit im Blog 21 <a href="http://www.zib21.com/in-eigener-sache/ab-sofort-zib21-fur%E2%80%99s-smart-phone/">vorgehüpft</a>, wie&#8217;s geht: Dank <a href="http://www.bravenewcode.com/products/wptouch/">Brave New Code</a> gibt es ab sofort Mobilität für jedermann!</p>
<p>Wir hoffen, Ihnen macht das genauso viel Freude wie uns. Und falls jemand noch weitere derart praktische Anregungen hat: Wir sind ganz Ohr!</p>
<p>P.S. Wenn Sie die Web-Version bevorzugen, auch kein Problem: Einfach hinunter scrollen und den Schalter &#8220;Mobile Theme&#8221; switchen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Adam Green im WIENER-Interview (Video)</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/02/adam-green-in-wiener-interview-video/</link>
		<comments>http://www.wienerpost.at/2010/02/adam-green-in-wiener-interview-video/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 09:12:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA["What's good about Adam Green concerts: You can't drink more than the singer", schreibt Richard Pyrker, "and he's still genius, though"
Im Interview, das Adam dem WIENER noch kurz vor dem Konzert gegeben hat, wirkt er aber noch halbwegs nüchter, oder? Das Video gibt's hier - Barbara Ginzingers Bericht dann im nächsten Heft...
Wir wünschen viel Vergnügen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;<span><span>What&#8217;s good about Adam Green concerts: You can&#8217;t drink more than the singer&#8221;, schreibt <a href="http://richard.pyrker.com/about.htm">Richard Pyrker</a>, &#8220;</span></span><span><span>and he&#8217;s still genius, though&#8221;</span></span><br />
<span><span>Im Interview, das Adam dem WIENER noch kurz vor dem Konzert gegeben hat, wirkt er allerdings noch halbwegs nüchter, oder? Das Video gibt&#8217;s hier &#8211; Barbara Ginzingers Bericht dann im nächsten Heft&#8230;</span></span><br />
<span><span>Wir wünschen viel Vergnügen!<br />
</span></span></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/x4z-Wpi9Ocg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/x4z-Wpi9Ocg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Video: <a href="http://www.wienerin.at/cms/liebe_leben/Job/index.html?id=14874">Karina Hurnaus</a><br />
Interview: Barbara Ginzinger<br />
Foto: cc by teaeff<br />
Dank an <a href="http://www.newsonvideo.at/">News on Video</a></p>
<a href="http://www.addtoany.com/add_to/delicious?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fadam-green-in-wiener-interview-video%2F&amp;linkname=Adam%20Green%20im%20WIENER-Interview%20%28Video%29" title="Delicious" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/delicious.png" width="16" height="16" alt="Delicious"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fadam-green-in-wiener-interview-video%2F&amp;linkname=Adam%20Green%20im%20WIENER-Interview%20%28Video%29" title="Facebook" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/facebook.png" width="16" height="16" alt="Facebook"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/digg?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fadam-green-in-wiener-interview-video%2F&amp;linkname=Adam%20Green%20im%20WIENER-Interview%20%28Video%29" title="Digg" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/digg.png" width="16" height="16" alt="Digg"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/mixx?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fadam-green-in-wiener-interview-video%2F&amp;linkname=Adam%20Green%20im%20WIENER-Interview%20%28Video%29" title="Mixx" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/mixx.png" width="16" height="16" alt="Mixx"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/stumbleupon?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fadam-green-in-wiener-interview-video%2F&amp;linkname=Adam%20Green%20im%20WIENER-Interview%20%28Video%29" title="StumbleUpon" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/stumbleupon.png" width="16" height="16" alt="StumbleUpon"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/twitter?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fadam-green-in-wiener-interview-video%2F&amp;linkname=Adam%20Green%20im%20WIENER-Interview%20%28Video%29" title="Twitter" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/twitter.png" width="16" height="16" alt="Twitter"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/linkedin?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fadam-green-in-wiener-interview-video%2F&amp;linkname=Adam%20Green%20im%20WIENER-Interview%20%28Video%29" title="LinkedIn" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/linkedin.png" width="16" height="16" alt="LinkedIn"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/tumblr?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fadam-green-in-wiener-interview-video%2F&amp;linkname=Adam%20Green%20im%20WIENER-Interview%20%28Video%29" title="Tumblr" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/tumblr.png" width="16" height="16" alt="Tumblr"/></a> <a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fadam-green-in-wiener-interview-video%2F&amp;linkname=Adam%20Green%20im%20WIENER-Interview%20%28Video%29">Share this</a>]]></content:encoded>
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		<title>In eigener Sache</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/02/in-eigener-sache/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 08:35:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[05 Wienerpost Intern]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Web20]]></category>

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		<description><![CDATA[Shit happens. In einem Versuch, die Dinge zu vereinfachen und die nette WIENER-Facebookseite mittels Vanity URL leichter auffindbar zu machen, hat sich irgendwo ein grober Schnitzer eingeschlichen. Fazit: Die Seite ist dzt. nicht aufrufbar.
Der Support ist informiert und (...)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1150" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/fb-bug.jpg"><img class="size-medium wp-image-1150" title="fb-bug" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/fb-bug-300x115.jpg" alt="Dumm gelaufen..." width="300" height="115" /></a><p class="wp-caption-text">Dumm gelaufen...</p></div>
<p>Shit happens. In einem Versuch, die Dinge zu vereinfachen und die nette WIENER-Facebookseite mittels <a href="http://klauseck.typepad.com/prblogger/2009/06/facebook-vanity-url.html">Vanity URL</a> leichter auffindbar zu machen, hat sich irgendwo ein grober Schnitzer eingeschlichen. Fazit: Die Seite ist dzt. nicht aufrufbar.</p>
<p>Der Support ist informiert und der schuldige <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCmmster_anzunehmender_User">DAU</a> (=ich) blickt zerknirscht auf seine Schuhspitzen. Wir hoffen, dass sich das Problem in den nächsten Tagen lösen lässt und entschuldigen uns für die Verwurschtelung.</p>
<p>Danach wird &#8211; so Gott <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mark_Zuckerberg">Zuckerberg</a> will &#8211; die WIENER Facebook Seite unter der schönen URL www.facebook.com/wiener.online aufrufbar sein.</p>
<a href="http://www.addtoany.com/add_to/delicious?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fin-eigener-sache%2F&amp;linkname=In%20eigener%20Sache" title="Delicious" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/delicious.png" width="16" height="16" alt="Delicious"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fin-eigener-sache%2F&amp;linkname=In%20eigener%20Sache" title="Facebook" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/facebook.png" width="16" height="16" alt="Facebook"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/digg?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fin-eigener-sache%2F&amp;linkname=In%20eigener%20Sache" title="Digg" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/digg.png" width="16" height="16" alt="Digg"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/mixx?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fin-eigener-sache%2F&amp;linkname=In%20eigener%20Sache" title="Mixx" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/mixx.png" width="16" height="16" alt="Mixx"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/stumbleupon?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fin-eigener-sache%2F&amp;linkname=In%20eigener%20Sache" title="StumbleUpon" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/stumbleupon.png" width="16" height="16" alt="StumbleUpon"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/twitter?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fin-eigener-sache%2F&amp;linkname=In%20eigener%20Sache" title="Twitter" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/twitter.png" width="16" height="16" alt="Twitter"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/linkedin?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fin-eigener-sache%2F&amp;linkname=In%20eigener%20Sache" title="LinkedIn" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/linkedin.png" width="16" height="16" alt="LinkedIn"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/tumblr?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fin-eigener-sache%2F&amp;linkname=In%20eigener%20Sache" title="Tumblr" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/tumblr.png" width="16" height="16" alt="Tumblr"/></a> <a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fin-eigener-sache%2F&amp;linkname=In%20eigener%20Sache">Share this</a>]]></content:encoded>
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		<title>Literarische Unplugged-Tour</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/02/literarische-unplugged-tour/</link>
		<comments>http://www.wienerpost.at/2010/02/literarische-unplugged-tour/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 13:58:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandra Keplinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feierabend]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Hansi Lang erzählte über ein Jahr lang aus seinem Leben, Fabian Burstein schrieb es auf. Was ursprünglich eine „musikalische Lesereise“ werden sollte, fand im August 2008 mit Langs Tod ein plötzliches Ende. Nun holt sich Burstein mit Birgit Denk und Martin Klein zwei Musiker ins Boot, die Langs Songs neu interpretieren. Vor allem Kleins gigantisches [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-1141 alignright" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/martinklein.jpg" alt="Martin Klein, Birgit Denk und Fabian Burstein" width="154" height="151" />Hansi Lang erzählte über ein Jahr lang aus seinem Leben, Fabian Burstein schrieb es auf. Was ursprünglich eine „musikalische Lesereise“ werden sollte, fand im August 2008 mit Langs Tod ein plötzliches Ende. Nun holt sich Burstein mit Birgit Denk und Martin Klein zwei Musiker ins Boot, die Langs Songs neu interpretieren. Vor allem Kleins gigantisches Klavierkönnen wird den Abend zum Erlebnis machen und Songs wie „Keine Angst“ oder „Ich will wieder gut sein“ von einer völlig neuen Seite zeigen. Burstein liest zwischendurch Passagen aus seinem Buch „Kind ohne Zeit.“</p>
<p>Infos zu den Terminen gibt es auf <a href="http://www.ear-candy.at" target="_blank">www.ear-candy.at</a></p>
<a href="http://www.addtoany.com/add_to/delicious?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fliterarische-unplugged-tour%2F&amp;linkname=Literarische%20Unplugged-Tour" title="Delicious" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/delicious.png" width="16" height="16" alt="Delicious"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fliterarische-unplugged-tour%2F&amp;linkname=Literarische%20Unplugged-Tour" title="Facebook" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/facebook.png" width="16" height="16" alt="Facebook"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/digg?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fliterarische-unplugged-tour%2F&amp;linkname=Literarische%20Unplugged-Tour" title="Digg" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/digg.png" width="16" height="16" alt="Digg"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/mixx?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fliterarische-unplugged-tour%2F&amp;linkname=Literarische%20Unplugged-Tour" title="Mixx" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/mixx.png" width="16" height="16" alt="Mixx"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/stumbleupon?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fliterarische-unplugged-tour%2F&amp;linkname=Literarische%20Unplugged-Tour" title="StumbleUpon" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/stumbleupon.png" width="16" height="16" alt="StumbleUpon"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/twitter?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fliterarische-unplugged-tour%2F&amp;linkname=Literarische%20Unplugged-Tour" title="Twitter" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/twitter.png" width="16" height="16" alt="Twitter"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/linkedin?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fliterarische-unplugged-tour%2F&amp;linkname=Literarische%20Unplugged-Tour" title="LinkedIn" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/linkedin.png" width="16" height="16" alt="LinkedIn"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/tumblr?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fliterarische-unplugged-tour%2F&amp;linkname=Literarische%20Unplugged-Tour" title="Tumblr" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/tumblr.png" width="16" height="16" alt="Tumblr"/></a> <a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fliterarische-unplugged-tour%2F&amp;linkname=Literarische%20Unplugged-Tour">Share this</a>]]></content:encoded>
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		<title>Christoph Waltz und der Oscar</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/02/christoph-waltz-und-der-oscar/</link>
		<comments>http://www.wienerpost.at/2010/02/christoph-waltz-und-der-oscar/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 20:41:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helfried Bauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Christoph Waltz (53) ist der Hero der Stunde – und alle, alle wollen Sie plötzlich von seinem Erfolg naschen, sogar die Laienspieltruppe der österreichischen Innenpolitik: Kulturministerin Claudia Schmied etwa, die sein Talent schon dem „Reichtum der österreichischen Filmwirtschaft“ zuzählte; oder Bundeskanzler Faymann, der einen Waltz-Oscar schon lange vor dessen Vergabe als „Ansporn für alle österreichischen Kulturschaffenden“ am Horizont glitzern sah, weil Waltz-Lobhudeln seit dessen Golden Globe-Triumph  in der „Krone“ zitabel war. (...)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1121" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/christoph-waltz1.jpg"><img class="size-medium wp-image-1121" title="christoph-waltz" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/christoph-waltz1-300x224.jpg" alt="christoph-waltz" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Inglorious Basterds&quot; (2009)</p></div>
<p>Christoph Waltz (53) ist der Hero der Stunde – und alle, alle wollen Sie plötzlich von seinem Erfolg naschen, sogar die Laienspieltruppe der österreichischen Innenpolitik: Kulturministerin <a href="http://bka.gv.at/site/infodate__18.01.2010/6890/default.aspx#id37864">Claudia Schmied etwa, die sein Talent schon dem „Reichtum der österreichischen Filmwirtschaft“</a> zuzählte; oder Bundeskanzler Faymann, der einen Waltz-Oscar schon lange vor dessen Vergabe als „Ansporn für alle österreichischen Kulturschaffenden“ am Horizont glitzern sah, weil Waltz-Lobhudeln seit dessen Golden Globe-Triumph  in der „Krone“ zitabel war. Man kann sich ausmalen, was der geborene Wiener Waltz für derlei Erfolgsschmarotzerei übrig hätte: ein zynisches Grinsen mit leicht gespitzten Lippen und sanft hochgezogen Augenbrauen.</p>
<p>Neo-Patrioten mit Hang zur Heiligenverehrung mag das schmerzen, aber Christoph Waltz hat mit seiner Heimat nur noch wenig am Hut. Man muss lange in den Archiven wühlen, um auf Berichte zu stoßen, in denen er sie überhaupt eines Wortes würdigt. Wie 1998, in einem Gespräch mit der deutschen Fimzeitschrift <a href="http://www.cinema.de/">„Cinema“</a>: „Der echte Wiener“, befand er da, „ist aus Schleim gemeißelt. Wenn er einem rechts die Hand gibt, hat er hinterm Rücken das Messer versteckt.“ Soviel zur Heimattreue des Christoph Waltz.  Ließe sich irgendwo eine Prise abhängiger Liebe im gepflegten Hass entdecken, könnte man seine Österreich-Beziehung vielleicht auf Thomas Bernhard&#8217;schem Niveau ansiedeln, aber danach sucht man in seinen Interviews vergeblich. Wenn es sie geben sollte, so spricht er nicht  darüber. Wie über so vieles.</p>
<p>Wann immer man als Journalist versucht, Christoph Waltz in Gespräche zu locken, die nichts mit seiner Arbeit zu tun haben, holt man sich eine blutige Nase beim Abprall an der ihn umgebenden Mauer aus kühler Arroganz und beißender Intelligenz. „Auf private Fragen reagiert er, als habe man ihm eine Handvoll Ameisen in den Nacken gestreut“, erzählt eine bekannte deutsche Filmjournalistin, die deshalb schon ihr Fett wegbekam, „wirklich offen erlebt man ihn nur, wenn es um die Schauspielerei geht.“</p>
<p>Bühne und Filmset bedeuten eben schlicht alles für Christoph Waltz, nicht mehr und nicht weniger. „Arbeit spielt eine wesentlich größere Rolle in unserem Leben als nur Geld zu verdienen“, philosophierte er einmal, „Arbeit ist das, was man macht mit seinem Leben. Und meine Arbeit muss sich für mein Leben lohnen, nicht nur löhnen.“ Damit erübrigt sich auch jede Frage nach seinem Zuhause. „Immer da, wo mich die Arbeit hintreibt“, lautet die logische Antwort &#8211; bis auf weiteres also  Hollywood, Los Angeles. Unter anderem. Denn Waltz arbeitet auch in London und in Berlin, wo seine derzeitige Lebensgefährtin,  <a href="http://www.imdb.de/name/nm0999492/">Judith Holste</a>, mit der gemeinsamen Tochter (7) lebt. Ja, das klingt verwirrend.</p>
<p>Wer also ist dieser Mann, der jetzt Vollbart trägt, weil er nach seinem Epochal-Erfolg in <a href="http://www.inglouriousbasterds-movie.com/">„Inglourious Basterds“</a> schon in der nächsten Hollywood-Produktion Sigmund Freud verkörpert? Wer war er, ehe er für die großen US-Studios über Nacht zum heißen Blockbuster-Tip wurde, ohne seinen Ruf als grandioser Charakterdarsteller einzubüßen? Spurensuche:</p>
<p>Aufgewachsen in einer Wiener Künstlerfamilie – von den Urgroßeltern an waren alle am Theater, als Schauspieler, Bühnenbildner, der Stiefvater ist Komponist. Theaterluft umgibt den kleinen Christoph von morgens bis abends, Große wie Attila Hörbiger, Paula Wessely, Käthe Gold oder Regisseur Fritz Kortner gehen bei ihm zu Hause ein und aus. Das prägt.</p>
<div id="attachment_1124" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/waltz2.jpg"><img class="size-medium wp-image-1124 " title="waltz2" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/waltz2-300x280.jpg" alt="Filmpremiere in Berlin (Foto: SpreePix)" width="300" height="280" /></a><p class="wp-caption-text">Filmpremiere in Berlin (Foto: SpreePix)</p></div>
<p>Er macht die Aufnahmsprüfung am Max Reinhard Seminar, schreibt sich für klassischen Gesang an der Musikhochschule ein. Ein halbes Jahr, denn „länger braucht man nicht, um das zu lernen“, wie seine Großmutter ihm einbläut. Offenbar hat sie recht: Mit 19 debütiert Christoph am Züricher Schauspielhaus furios als „Amadeus“. Mit 20 geht er für zwei Jahre ans <a href="http://www.strasberg.com/lstfi/">Lee Strasberg Institut nach New York</a>, das schon Superstars wie Robert de Niro oder Harvey Keitel geformt hat; er lernt seine Ehefrau kennen, die Amerikanerin Jackie, Psychotherapeutin, die damals  in einer Modern Dance Company tanzt. Mit 24 wird er zum ersten Mal Vater.</p>
<p>Ein US-Regisseur, der sein Talent erkennt, rät ihm zur Rückkehr nach Europa. „Oder wollen Sie hier ewig durch den Hintergrund laufen und ,Heil Hitler!&#8217; brüllen?“, fragt er den jungen Schauspieler. Das will Waltz damals nicht, schon gar nicht im Hintergrund. Also geht die Familie nach London, zwei weitere Kinder folgen – aber die Ehe zerbricht nach knapp zwei Jahrzehnten.</p>
<p>Das alles ist das alte, das private Leben des Christoph Waltz. Das schwarze Loch in  seiner Biografie, das er seit Jahren mit beharrlichem Schweigen füllt. Nur eines ist gesichert: Mittelpunkt seines Lebens war – die Arbeit. Ein bisschen zu zwanghaft vielleicht. Ein wenig zu getrieben. „Ich behaupte, dass der Entschluss, Schauspieler zu werden, auf einer psychischen Entwicklungsstörung beruht“, erklärte Christoph Waltz vor Jahren in entwaffnender Offenheit. „Irgendwo gibt es da etwa, das ein normales, geregeltes Leben unmöglich macht und sich als Ersatzhandlung von der Schauspielerei Erlösung erhofft.“</p>
<p>Wovon will Christoph Waltz erlöst werden? Über 30 Jahre spielen, spielen, spielen liegen hinter ihm. Nicht wenige zweitklassige Bücher, die er im Alleingang zu Meisterwerken hochspielte. Er war berührend als Roy Black („Die Roy Black Story“, 1996) , eiskalt als Oetker-Entführer Dieter Cilov („Der Tanz mit dem Teufel“, 1994) und verstörend als so ziemlich jeder Psychopaten-Typ, den Film und Bühne hervor bringen.</p>
<p>Der Oscar? Für Christoph Waltz kaum mehr als ein üppige Uferpflanze, die er staunend betrachtet, während er im Fluss seines Lebens daran vorbei treibt. Was sein Können betrifft, konnte der schon vor der Oscar-Nominierung kaum noch mehr erreichen. Seine Bandbreite war längst am Maximum dessen angelangt, was ein Schauspieler leisten kann – um nichts anderes ist es Christoph Waltz je gegangen.</p>
<div id="attachment_1136" class="wp-caption alignleft" style="width: 146px"><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/cover343.jpg"><img class="size-medium wp-image-1136   " title="cover343" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/cover343-227x300.jpg" alt="Text erschienen im WIENER Nr. 343 / März 2010" width="136" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Text erschienen im WIENER Nr. 343</p></div>
<p>Tarantinos SS-Offizier Landa, so etwas wie kultivierte Bestialität auf zwei Beinen, war zweifellos sein Meisterstück, mit oder ohne Auszeichnung. Vielleicht war er auch die Erlösung. „Quentin, du hast mir meine Berufung  zurück gegeben“, sagte Christoph Waltz zu Tarantino, als er den Golden Globe in Händen hielt. Da wirkte er einen Wimpernschlag lang entspannt, erlöst eben – wie der  auf das Wesentliche reduzierte Mann, der Christoph Waltz immer sein wollte.</p>
<p>Wie er sich beschreiben würde, fragte ihn einmal ein Journalist, nachdem er sich gerade eine Zigarre angezündet hatte. Christoph Waltz nahm sich Zeit darüber nachzudenken. Dann antworte er: „Rauchend. Und wenn die Zigarre am Ende ist, nicht rauchend.“  Damit ist alles gesagt.</p>
<blockquote><p>Links:<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0910607/">Christoph Waltz in der IMDB</a><br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_Waltz">Wikipedia</a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/christophwaltz/">Official Flickr Stream</a></p></blockquote>
<p><em><br />
</em></p>
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		<title>Die wahre Revolution</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/02/die-wahre-revolution/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 11:44:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kröß</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Netzleben]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
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		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Für die meisten Kritiker ist es nur ein überdimensionales iPhone. Wieviel im neuen iPad aber wirklich steckt und warum es eine neue Ära der Computer einleiten wird - Martin Kröß hat sich für den WIENER schlau gemacht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Für die meisten Kritiker ist es nur ein überdimensionales iPhone. Wieviel im neuen iPad aber wirklich steckt und warum es eine neue Ära der Computer einleiten wird &#8211; <a href="http://inshunyata.tumblr.com/">Martin Kröß</a> hat sich für den WIENER schlau gemacht.</p></blockquote>
<div id="attachment_1095" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/his-steveness.jpg"><img class="size-medium wp-image-1095" title="his steveness" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/his-steveness-300x199.jpg" alt="&quot;His Steveness&quot; bei der lang erwarteten Apple Keynote" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;His Steveness&quot; bei der lang erwarteten Apple Keynote</p></div>
<p>Der Aktienkurs steigt, die Glasfaserkabeln glühen. Es wird getwittert, gebloggt und gedruckt. Die Gerüchte überschlagen sich, der Puls der Medien steigt. Die Schlagzeilen verkünden die Ankunft des „Heiligen Grals“ der Technik und fantasieren über die eierlegende Wollmilchsau unter den Computern. Wie schon drei Jahre zuvor, bei der Vorstellung des iPhones, wächst der Hype ins Unermessliche bis <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs">Steve Jobs</a> schließlich die Bühne betritt.</p>
<p>Es geht ein Raunen durch das Publikum, als der Konzernchef von Apple das Gerät unter einem schwarzen Tuch hervorzaubert &#8211; schließlich der erlösende Applaus. Ein biblischer Vergleich drängt sich auf. <a href="http://www.blogcdn.com/www.engadget.com/media/2010/01/apple-creation-0071-rm-eng.jpg">Wie Moses, der die Steintafeln mit den 10 Geboten</a> seiner Gefolgschaft präsentiert, hält Jobs das iPad in die Kameras dieser Welt.</p>
<p style="text-align: left;">Anschließend stürmen die Journalisten vor Ort die Präsentationshallen um das neue iPad in Händen halten zu können. Sie testen, drehen und wenden es. Sie surfen, spielen, tippen und etwas seltsames passiert. Stimmen der Entäuschung werden hörbar, die ersten Berichte, Tweets und Blogs sprechen von Enttäuschung. Die beschworene Revolution scheint abgeblasen. Doch eine Revolutionen kündigen sich nicht immer mit Pauken und Trompeten an, sondern verläuft oft schleichend und im Verborgenen.</p>
<p>Oberflächlich betrachtet wirkt das iPad wie ein großes iPhone inklusive Hometaste, 10 Zoll Touchscreen, Kopfhöreranschluss, Lautstärkenregelung und angebissener Apfel auf der Aluminium Rückseite.</p>
<p>Der Tablet PC verfügt über Internetzugang via WiFi und Mobilfunk. Es beherrscht Internet, E-Mails, Photos, Videos, Musik, E-Books und Spiele aus dem FF. Inhalte lassen sich auf das iPad übertragen oder direkt über den iTunes Store via Internet herunterladen.</p>
<p>Im Inneren schlummert ein brandneuer Chip aus dem Hause Apple. Das iPad ist durch ihn wesentlich schneller als das iPhone 3GS. Inhalte laden unmittelbar und die Funktionen reagieren im Sekundenbruchteil. Der Akku hält außerdem 10 Stunden im Betrieb und einen ganzen Monat im Standby. Damit übertrifft es jeden Laptop bei Weitem.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/ipad-iwork.jpg"><img class="size-full wp-image-1097 aligncenter" title="ipad-iwork" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/ipad-iwork.jpg" alt="Der heilige Gral: Kaum ein Produkt wurde in der Branche so sehnsüchtig erwartet wie das iPad von Apple." width="576" height="249" /></a>Dennoch sind die Kritiken harsch. Es gäbe keine physische Tastatur, kein auswechselbarer Akku, kein USB Anschluss und keine eingebaute Kamera. Deja-Vu? Dem iPhone erging es vor 3 Jahren genauso und heute ist es das erfolgreichste Handy am Markt. Dieser Fehler schein sich beim iPad zu wiederholen, denn die meisten Kritiker übersehen dabei die wahre Revolution, die im iPad steckt. Das Konzept des Computers und wie wir ihn benutzen steht an einem entscheidenden Wendepunkt und ist im Begriff sich neu zu erfinden.</p>
<p>Über die letzten 20 Jahre hatte sich das Konzept des Computers nicht wesentlich verändert. Die grafische Oberfläche, Eingaben via Tastatur und Maus, Ordner und Dateien. All diese Elemente bestimmen unseren Umgang mit Computern. Der Umfang und die Komplexität hat jedoch mit der Zeit zugenommen. Es müssen Programme und Treiber installiert sowie Einstellungen vorgenommen. PC&#8217;s stürzen ab, Funktionen verweigern ihren Dienst, Daten gehen verloren. Dabei sollten sie die Arbeit des Menschen erleichtern, schlicht dafür sorgen, das unser Alltag effizienter wird.</p>
<p>Computer sollten mehr wie Haushaltsgeräte sein. Einfach zu bedienen. Wer einen Tee kochen will sollte nicht wissen müssen, wie man einen Wasserkocher zusammenbaut. Der Mehrheit der Menschen braucht Computer um im Internet surfen zu können oder E-Mails zu versenden. Sie wollen ihre Photos Verwandten zeigen und Videos ansehen und nicht mit komplizierter Technik beschäftigen müssen und sollte es auch nicht.</p>
<p><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/ipad-photo.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1109" title="ipad-photo" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/ipad-photo-300x174.jpg" alt="ipad-photo" width="300" height="174" /></a>Das iPad ist ein erster Schritt hin zu einem neuen Konzept um Computer einfacher und damit effizienter zu machen. Von der 60 jährigen Großmutter bis zum 4 jährigen Schulkind kann jeder damit umgehen &#8211; ohne Vorkenntnisse und ohne mühsam erworbenes Wissen. Die Bedienung erfolgt mit den Fingern. Von Treibern und langwierigen Installationen keine Spur. Ordner und Dateien treten in den Hintergrund und machen Platz für Inhalte wie etwa Photos, Videos oder Musik. Das Chaos verschwindet. Schluss mit vielen offenen Fenstern und Programmen, die sich ein und ausblenden lassen, Taskleisten und komplizierten Funktionen. Einfach und intuitiv.</p>
<p>Zu einfach für diejenigen, die es gewohnt sind, an ihren Kisten herumzuschrauben und mit antrainierten Wissen ihren PC im Zaum zu halten. Aber für diese Minderheit ist das iPad auch nicht gedacht, sondern <a href="http://www.robertlender.info/blog/archives/3043-Meine-Bekannte-und-das-iPad">für die Mehrheit &#8211; für die, die sich damit nicht herumschlagen wollen</a>. Es ist kein Ersatz für den PC, sondern eine neue Art von PC. Einer für den Durchschnittsuser, der für seine Anwendung sorgenfrei und allzeitbereit zur Verfügung steht. Einfach zu bedienen und für 90 Prozent aller Aufgaben hinreichend gerüstet.</p>
<p>Der Computer als professionelles Arbeitsgerät, etwa zum Bearbeiten von Fotos und Grafik, erstellen von Videos und Aufnahme von Musik, wird nicht untergehen, aber seine Bedeutung für die Masse wird schwinden. Es ist ein Schritt weg von der heute selbstverständlichen Annahme, dass Technik nunmal kompliziert sei und ein Bekenntnis dazu, das Technik unser aller Leben einfacher machen sollte. Hier liegt die wahre Revolution.</p>
<p style="text-align: center;">
<blockquote><p><strong>DIE FAKTEN:</strong><br />
Ab April in Österreich<br />
Das Ipad wird als WiFi oder WiFi+3G Modell erhältlich sein mit einer Festplattengröße von 16, 32 oder 64 GB. Die Mobilnetzpartner und Preise stehen im Moment noch nicht fest.<br />
<a href="http://www.apple.at/ipad">www.apple.at/ipad</a></p></blockquote>
<p>Erscheint im WIENER Nr.343 / Februar 2010</p>
<a href="http://www.addtoany.com/add_to/delicious?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fdie-wahre-revolution%2F&amp;linkname=Die%20wahre%20Revolution" title="Delicious" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/delicious.png" width="16" height="16" alt="Delicious"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fdie-wahre-revolution%2F&amp;linkname=Die%20wahre%20Revolution" title="Facebook" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/facebook.png" width="16" height="16" alt="Facebook"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/digg?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fdie-wahre-revolution%2F&amp;linkname=Die%20wahre%20Revolution" title="Digg" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/digg.png" width="16" height="16" alt="Digg"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/mixx?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fdie-wahre-revolution%2F&amp;linkname=Die%20wahre%20Revolution" title="Mixx" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/mixx.png" width="16" height="16" alt="Mixx"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/stumbleupon?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fdie-wahre-revolution%2F&amp;linkname=Die%20wahre%20Revolution" title="StumbleUpon" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/stumbleupon.png" width="16" height="16" alt="StumbleUpon"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/twitter?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fdie-wahre-revolution%2F&amp;linkname=Die%20wahre%20Revolution" title="Twitter" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/twitter.png" width="16" height="16" alt="Twitter"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/linkedin?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fdie-wahre-revolution%2F&amp;linkname=Die%20wahre%20Revolution" title="LinkedIn" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/linkedin.png" width="16" height="16" alt="LinkedIn"/></a> <a href="http://www.addtoany.com/add_to/tumblr?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fdie-wahre-revolution%2F&amp;linkname=Die%20wahre%20Revolution" title="Tumblr" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.wienerpost.at/wp-content/plugins/add-to-any/icons/tumblr.png" width="16" height="16" alt="Tumblr"/></a> <a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.wienerpost.at%2F2010%2F02%2Fdie-wahre-revolution%2F&amp;linkname=Die%20wahre%20Revolution">Share this</a>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Amanda Palmer im WIENER-Interview (Video)</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/02/video-afp-interview/</link>
		<comments>http://www.wienerpost.at/2010/02/video-afp-interview/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 10:32:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nacaseven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Web20]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wienerpost.at/?p=1079</guid>
		<description><![CDATA[Amanda Palmer im WIENER-Interview (Print-Ausgabe Nr. 343).
30. Jänner 2010]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Amanda Palmer im WIENER-Interview (Print-Ausgabe Nr. 343).<br />
30. Jänner 2010<br />
(nachzulesen <a href="http://www.wienerpost.at/2010/01/the-music-industry-needs-to-die/">hier</a>)<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/C7qq92ZA_SU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/C7qq92ZA_SU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Camera, Cut &amp; Sound: <a href="http://www.wienerpost.at/author/nacaseven/">Dominik Gubi</a><br />
Lights: <a href="http://www.keplinger.co.at/Stagedweb.com/HOME.html">Sandra Keplinger</a><br />
Interview: <a href="http://www.wienerpost.at/author/admin/">Nicole Kolisch</a></p>
<p>Dank an <a href="http://twitter.com/amandaPalmer">Amanda Palmer</a> &amp; <a href="http://twitter.com/HayleyFiasco">Haley Rosenblum</a>.</p>
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