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	<title>wienerpost &#187; Netzleben</title>
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		<title>Daten her!</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 06:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Regierungen schreien weltweit nach einem „transparenten Bürger“. Dann sollen sie aber erst mal selber Transparenz vorleben! „Open Government Data“ lautet die Devise.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Regierungen schreien weltweit nach einem „transparenten Bürger“. Dann sollen sie aber erst mal selber Transparenz vorleben! „Open Government Data“ lautet die Devise.</p></blockquote>
<div id="attachment_4792" class="wp-caption aligncenter" style="width: 640px"><a rel="attachment wp-att-4792" href="http://www.wienerpost.at/2010/07/daten-her/opendata1/"><img class="size-full wp-image-4792" title="opendata1" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/07/opendata1.jpg" alt="" width="630" height="348" /></a><p class="wp-caption-text">Illustration: Renate Stoica</p></div>
<p>Am Tag als das Wasser kam, ging Jerry Kennedy gleich drei Mal in die Badewanne. Wir schreiben das Jahr 2004 und Kennedy, amerikanischer Staatsbürger, hatte die ersten 54 Jahre seines Lebens ohne Anschluss an das Wasserleitungsnetz verbracht. Nicht, weil es in <a href="http://maps.google.at/maps?hl=&amp;q=Zanesville,+Ohio&amp;rlz=1B3GGIC_de___AT340&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;hq=&amp;hnear=Zanesville,+OH,+USA&amp;gl=at&amp;ei=xXJBTJaCB9-TOISr0ZoN&amp;sa=X&amp;oi=geocode_result&amp;ct=title&amp;resnum=1&amp;ved=0CBkQ8gEwAA">Zanesville, Ohio</a> keine Leitungen gab – es gab sie bloß nicht für Schwarze. Während Kennedys weiße Nachbarn längst eine Waschmaschine ihr eigen nannten, wartete Kennedy mit dem Wäschewaschen immer auf den nächsten Regenguss. Sie haben richtig gelesen: 2004.</p>
<p>Das sollte sich ändern, als ein Anwalt aus Washington einen Blick auf die Stadtdaten warf: Welche Häuser der Stadt hatten Leitungen? Wo hatten sich schwarze, wo weiße Bewohner angesiedelt? Die Korrelationen waren zu aussagekräftig, um länger ignoriert zu werden. Die Folge: Ein Gerichtsurteil, das die Stadt zwang, endlich Wasser für alle zur Verfügung zu stellen. Plus 10,9 Millionen Dollar Schmerzensgeld.</p>
<p>Dieser Erfolg lässt sich auf ein simples amerikanisches Gesetz zurückführen. Nein, nicht Bürgerrechte oder Gleichbehandlung, sondern auf den<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Freedom_of_Information_Act_%28United_States%29"> <em>Freedom of Information Act</em></a>, der jedem Bürger das Recht gibt, sämtliche Regierungsdaten einzusehen. Sobald Daten erhoben werden, müssen sie der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, seien es nun Wasserleitungsdaten, Ethnizitäten oder bloß die Anzahl von McDonalds Restaurants in Schulnähe.</p>
<p>„Das ist auch richtig so“, bekräftigt Open-Data-Experte <a href="http://wissenbelastet.com">Max Kossatz</a>, „Alle Informationen, die von einer Regierung gesammelt werden, sind durch öffentliche Gelder finanziert. Im Gegenzug müssen sie der Öffentlichkeit auch uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Diese Daten betreffen uns alle: Umweltdaten, Verkehrsdaten, Finanzdaten, Parteienförderung, Luftfahrtsdaten etc.“</p>
<p>Dabei geht es gar nicht um das Veröffentlichen von Staatsgeheimnissen. Im Grunde <span style="text-decoration: underline;">sind </span>alle diese Daten bereits öffentlich. Die Geodaten von Wien etwa sind ja keine Verschlusssache. Sie werden jedoch nicht gratis zur Verfügung gestellt, sondern an Firmen verkauft, die Karten herstellen. Diese erwerben dadurch das Recht, sie weiterzuverkaufen und die Stadt Wien verdient dabei ein bisschen Taschengeld. „Als Bürger zahle ich dann aber zweimal für die Daten; erst durch mein Steuergeld für ihre Erhebung und dann muss ich sie kaufen, wenn ich sie nutzen will“, sagt Kossatz.</p>
<p>Damit keine Missverständnisse aufkommen: Niemand ist der Stadt ihre Einkünfte neidig. Es hat sich nur gezeigt, dass Daten, die der Öffentlichkeit gratis und ohne Copyright-Einschränkungen zur Verfügung stehen, über Umwegrentabilität weitaus mehr Geld in die Stadtkassa fließen lassen, als jene, die eifersüchtig gehortet und nur an ausgewählte Geschäftspartner verkauft werden. Das belegen Erfahrungen aus England, wo seit kurzem sämtliche erhobenen Daten öffentlich zugänglich sind. „Daten sind in ihrer reinen Form stinklangweilig“, sagt Internet-Erfinder <a href="http://www.w3.org/People/Berners-Lee/">Tim Berners-Lee</a>, der gemeinsam mit dem damaligen Premierminister Gordon Brown das Projekt <a href="http://data.gov.uk/">„Data Government U.K.“</a> auf Schiene brachte, „Aber sie tragen ganz wesentlich dazu bei, was in unserem Leben geschieht. Und wenn man Daten kreativ miteinander in Beziehung setzt, öffnet man die Schleuse für eine ungeahnte Vielfalt von Projekten. Genau an diesem Punkt stehen wir gerade: Wir fordern alle Regierungen auf, ihre unbearbeiteten Rohdaten zur Verfügung zu stellen. Es gibt genug Leute da draußen, die damit arbeiten wollen – auch wenn es keine unmittelbare Rendite für sie gibt.“</p>
<p>Beispiel gefällig? Einer der ersten Datensätze, die in England online gingen war eine Statistik über Fahrradunfälle. Unnötig und uninteressant könnte man meinen. Weit gefehlt. Innerhalb weniger Stunden (!) nach der Veröffentlichung hatte bereits jemand eine Integration dieser Daten mit Google Maps programmiert, sodass die Strecken mit der größten und jene mit der geringsten Unfallwahrscheinlichkeit klar sichtbar wurden. Und Menschen begannen ihre tägliche Arbeitsroute danach zu richten.</p>
<p>Kossatz: „Man weiß im Vorhinein nie, welche Daten im herkömmlichen Sinne »sinnvoll« sind. Aber je mehr Daten zur Verfügung stehen, desto mehr kann man damit anfangen. Auch bei Wikipedia hat am Anfang niemand geglaubt, dass das sinnvoll ist&#8230;“</p>
<p>Gerade mit Geodaten gibt es inzwischen die unglaublichsten Beispiele. Vor allem, weil die USA unter dem Motto <a href="http://www.appsfordemocracy.org/">„Apps for Democracy“</a> einen Innovations-Wettbewerb ausgerufen hat – Projekte über Hygienestandards in Restaurants (<a href="http://eat.clean.ly">http://eat.clean.ly</a>) bis zur ökonomischeren Parkplatzsuche (<a href="http://www.parkshark.mobi">www.parkshark.mobi</a>) waren die Folge. Und in New York finden Sie seither auch leichter einen Hundepark, wenn sie mit Bonzo Gassi gehen wollen (<a href="http://www.heywalkies.com">www.heywalkies.com</a>).</p>
<p>Wenn Geodaten der Anfang sind, so sind Finanzdaten die Ausbaustufe. Gerade hier zeigt das Parade-Beispiel der englischen Regierung, was bei vorhandenem politischen Willen alles möglich ist. „Ich glaube, dass das Offenlegen von Finanzdaten einen großen Impact hat!“ meint Kossatz, „Momentan ist es so, dass ich Steuern einzahle, aber wohin mein Geld fließt und was damit passiert, ist nicht nachvollziehbar. Mit der Offenlegung der Daten wird all das transparenter. Für die Politik, für den Staat ist das wichtig, um seine Existenz zu berechtigen, um wieder einmal zu zeigen, warum es ihn eigentlich gibt und was er tut.“</p>
<p>Kein Wunder also, dass sich die britische Seite <em>Where does my money go?</em> (<a href="http://www.wheredoesmymoneygo.org">www.wheredoesmymoneygo.org</a>) regen Interesses erfreut. „Wenn sich das auch nicht auf das Wahlergebnis auswirkt, so wirkt es sich mittelfristig auf die Politikverdrossenheit, auf die Wurschtigkeit der Bevölkerung aus.“</p>
<p>In Österreich kann man davon nur träumen. Zwar gibt es Initiativen, die sich um Datenfreigabe bemühen, die Beharrungswiderstände sind aber enorm. Diese Erfahrung schildert auch Berners-Lee: „Leute in staatlichen Einrichtungen sind oft versucht, ihre Daten für sich zu behalten. Wir nennen das Datenbank-Umarmung (<a href="http://www.ted.com/talks/tim_berners_lee_on_the_next_web.html">&#8220;database hugging&#8221;</a>). Sie umarmen Ihre Datenbank und möchten sie nicht gehen lassen, bevor Sie eine wunderschöne Website dafür erstellt haben. Auf einer schönen Website sind die Daten aber meist nicht für andere Anwendungen verwertbar. Erstellen Sie ruhig eine schöne Website, aber zunächst geben Sie uns die unverfälschten Daten!“ Hierzulande möchte man diese Aufforderung gerne der Apothekerkammer zurufen. Die haben zwar schön säuberlich alle Nachtapotheken auf ihrer Website, aber die Daten sind nicht maschinenlesbar, sprich, nicht verwertbar, wenn jemand beispielsweise eine iPhone Applikation über Nachtapotheken programmieren will. Letzteres ist möglicherweise auch nicht im Interesse der Apothekerkammer, da man ja Traffic auf der eigenen Website haben möchte: Ein klassischer Fall von wirtschaftlichem versus öffentlichem Interesse&#8230;</p>
<p>Natürlich würde die völlige Freigabe der Daten in Österreich Geld kosten. Sie könnte aber Innovationen und völlig neue Geschäftsfelder ermöglichen.  „Daten“, so Berners-Lee, „sind unerschlossenes Potential. Die Zukunft des Internets heißt nicht mehr verknüpfte Dokumente, sie heißt verknüpfte Daten. Und diese Zukunft wird größer als wir uns heute vorstellen können.“</p>
<div>
<hr /></div>
<p><strong>DIE FAKTEN</strong></p>
<p>Unter <strong>Open Data</strong> versteht man die Copyright-freie Veröffentlichung, in maschinenlesbarer Form, von nicht personenbezogenen Daten eines Staates/einer Stadt/etc., deren Erfassung durch öffentliche Gelder finanziert wird. (<a href="http://wissenbelastet.com/2010/06/01/opendata-anwendungen/">Definition: Max Kossatz</a>)</p>
<p><strong>Open Data Initiativen in Österreich:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://gov.opendata.at/site/">Open Government Data Austria</a></li>
<li><a href="http://www.open3.at ">Open 3</a></li>
</ul>
<p><strong>Max Kossatz</strong> (<a href="http://wissenbelastet.com">http://wissenbelastet.com</a>)</p>
<p>War Mitte der 90er Jahre in New York federführend am Aufbau eines Internetproviders für Kulturschaffende beteiligt. Seit seiner Rückkehr nach Österreich in verschiedenen Aufsichtsrats-, Management- und Geschäftsführungspositionen im Bereich Internet, Mobile Services tätig, sowie Markt und Meinungsbeobachtung durch Analyse von Foren, Blogs, Webseiten und Social Communities.</p>
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		<title>Heute Facebook, morgen die Welt</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 22:07:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir rücken alle näher zusammen: Mit der universellen Verfügbarkeit des „Gefällt mir“-Knopfes revolutioniert Facebook-Gründer Mark Zuckerberg das Web. Zum Guten?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wir rücken alle näher zusammen: Mit der universellen Verfügbarkeit des „Gefällt mir“-Knopfes revolutioniert Facebook-Gründer Mark Zuckerberg das Web. Zum Guten?</p></blockquote>
<div id="attachment_4485" class="wp-caption aligncenter" style="width: 580px"><a rel="attachment wp-att-4485" href="http://www.wienerpost.at/2010/07/heute-facebook-morgen-die-welt/like-button/"><img class="size-full wp-image-4485" title="like button" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/07/like-button.jpg" alt="" width="570" height="340" /></a><p class="wp-caption-text">© Renate Stoica</p></div>
<p style="text-align: left;"><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mark_Zuckerberg">Mark Zuckerbergs</a> allabendlichen Gute-Nacht-Dialog</strong> mit seinem <a href="http://www.flickr.com/photos/96575205@N00/4360682759/in/set-72157623241489811/">selbstgenähten Kuschel-Darth-Vader</a> stelle ich mir in etwa so vor wie die berühmten Schlussworte aus der<a href="http://www.youtube.com/watch?v=U4Rl83wK1VE"> Serie „Pinky &amp; Brain“</a>:<br />
&#8220;Komm jetzt“, sagt der Zuckerbub vor dem Zu-Bett-Gehen, „Wir müssen uns auf morgen Abend vorbereiten.&#8221; – „Was machen wir denn morgen Abend, Mark?&#8221;, fragt Darth Vader, der die Antwort eigentlich kennen müsste. – „Dasselbe wie jeden Abend, Darth. Wir versuchen, die Weltherrschaft an uns zu reißen.&#8221;<br />
Dann legt der Zuckerbub den schwarzen Kapuzenpulli feinsäuberlich ans Fussende seines Bettes (ich stell mir da ein hübsches Geek-Bettzeug vor, vielleicht mit einem Todesstern drauf) und entschlummert mit kindlichem Seufzer in die Welt seiner Träume.<br />
Unter Facebook-blauem Himmel grasen dort die Farmville Schafe und fragen “Welche Seifensorte bist du?“. Rasch einen Glückskeks geöffnet, ah da steht es ja: „Das ganze Web <span style="text-decoration: line-through;">gehört</span> gefällt dir!“</p>
<p style="text-align: left;"><strong>So ähnlich muss es wohl gewesen sein</strong>, in der Nacht bevor Zuckerberg beschloss, seinen „Gefällt mir“-Knopf aus den facebook-basierten Fesseln zu befreien und als Applikation wwweltweit zur Verfügung zu stellen. Aber lasst uns einen Schritt zurück gehen: Was ist dieser Knopf und was kann er?</p>
<p><strong>Wer auf Facebook ist</strong> – das sind inzwischen <a href="http://digitalaffairs.at/facebook-userzahlen-oesterreich/">fast 2 Millionen Österreicher</a> – kennt ihn längst: Ein kleiner blauer Daumen, eine „Thumbs-Up“-Geste, die symbolisiert: Mir gefällt das! „Das“ kann dabei recht vielfältig ausfallen, sei es eine gewitzte Wortmeldung, ein Video, ein Urlaubsfoto, kurz: Ich kann jeder Art von Content durch einen simplen Klick meine Wertschätzung ausdrücken. Aber warum eigentlich nur auf Facebook? Was, wenn mir ein Artikel in der <a href="http://www.huffingtonpost.com/">Huffington Post</a> oder der <a href="http://www.faz.net/s/homepage.html">FAZ</a> oder  – um es mal eine Nummer kleiner zu geben – im Blog meiner Schwester gefällt? Eben dafür hat Zuckerberg eine Lösung gebastelt: Seit Ende April bietet eine kleine Erweiterung jedem User die Möglichkeit, den identen „Gefällt mir“-Knopf auf seiner eigenen Website oder dem eigenen Blog zu integrieren. Ja mehr noch, wird der Knopf dort geklickt, sendet er ein Signal an Facebook, sodass auch innerhalb der Facebook-Community jeder sehen kann, wie super beliebt meine Website ist!</p>
<p><strong>Die Euphorie war entsprechend groß. </strong>Das Leben im Web funktioniert, wie es so schön heißt, über Liebe und Links. Das ist die Währung der <a href="http://garyvaynerchuk.com/post/226157962/the-thank-you-economy-the-world-of-content-is">„Thank You“-Economy</a>: Ich verlinke dich, du verlinkst mich. Ich empfehle dich weiter, du erwiderst den Gefallen. Nur so kann es gelingen, Oberwasser im unfasslich großen Datenmeer zu erlangen, nur so kann meine Website überhaupt wahrgenommen werden – von Menschen ebenso wie Suchmaschinen.<br />
Und nun stieg er also herab, Gott Zuckerberg, teilte das Datenmeer und drückte jedem Nutzer einen Kompass in die Hand. Endlich Schluss mit der Orientierungslosigkeit! Endlich Schluss mit dem mühevollen Jappeln um Liebe und Links. Voilà, der „Gefällt mir“-Knopf!<br />
Dass die Nadel dieses Kompasses unweigerlich gen Facebook zeigt, muss uns nicht weiter bekümmern&#8230; Oder doch?</p>
<p><strong>Noch ein Schritt zurück:</strong> Was macht Facebook da eigentlich? Facebook sammelt Daten. Logisch, ist ja sein Kerngeschäft. Bislang innerhalb der eigenen vier Wände, aber das reicht längst nicht mehr. Man will nicht bloß das größte Social Network sein. Man will der größte Player im Netz sein und schickt vorsorglich schon mal eine Warnung an Google: <a href="http://www.wired.com/epicenter/2009/10/facebook-social-2/">„The future is social, not search!”</a></p>
<p><strong>Für die User bedeutet das, vieles wird einfacher.</strong> Das Netz rückt näher zusammen. Es wird leichter seine Aktivitäten und Vorlieben mit Freunden zu teilen. Es wird leichter, sich zu vernetzen.<br />
Schwieriger wird es, auf seine Privatsphäre zu achten, die entsprechenden Vorkehrungen lassen sich zwar auf Facebook einstellen, dies jedoch zunehmend komplexer und undurchschaubarer. Den meisten Usern – und das ist ja auch die Absicht dahinter – ist das zu anstrengend. Die versuchen’s erst gar nicht.</p>
<p><strong><a href="http://www.google.com/corporate/tenthings.html">„Do no evil“</a> mag zwar Googles Firmenphilosophie sein</strong>, die von Facebook ist es aber garantiert nicht. Milchgesicht Zuckerberg glaubt nicht an Privatsphäre, das hat er wieder und wieder bewiesen. Dennoch: Die Apokalypse droht nicht. “In der häufig die Gemüter erhitzenden Datenschutzdebatte wird eines ganz gerne übersehen“, meint Web-Profi <a href="http://blog.datenschmutz.net/bio/#toc-ich-uber-mich">Ritchie Pettauer</a>, „Ohne Datenaustausch keine Kommunikation.“ (<a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-04/und-schon-ist-man-nicht-mehr-herr-seiner-daten/">Originalzitat: hier</a>) Sprich: Vorsicht, ja; Panik, bitte nicht!</p>
<p><strong>Für die Werber bedeutet der webweite „Gefällt mir“-Knopf</strong> ein Eldorado der Präferenz-Analyse! Personalisierte Werbung ohne Ende. Da liegt das Geld, das weiß Zuckerberg – und die werbetreibende Wirtschaft weiß es ebenso. „Personalized media“ ist das Gebot der Stunde. Das bedeutet nicht nur Werbung, sondern auch Websites, die sich je nach Besucher anders aufbauen. Franz mit Heimwerker-Vorlieben bekommt ein anderes Layout und andere Inhalte serviert als Karl, der auf Hardrock steht. Dafür braucht Franz nicht einmal auf den „Gefällt mir“-Knopf bei <a href="http://www.hilti.at/holat/">Hilti</a> klicken, denn ist der Knopf bei Hilti einmal installiert, kann Facebook auch das „Vorbeigehen“ daran erfassen. Klicken ist Kür, längst nicht mehr Pflicht. Franz hinterlässt seine Duftmarkierung unbewusst auf jeder mit Knopf versehenen Seite. Und Milliarden an Firmen scharen in den Starlöchern um ihre Werbe-Dollar an den punktgenau anvisierten Mann zu bringen. Zuckerberg muss nur die Hand aufhalten.</p>
<p><strong>Wir werden alle verfacebooked.</strong> Was das konkret für die Zukunft des Webs bedeutet, lässt sich schwer abschätzen. Aus einem Netz der Vielen wird, das zeichnet sich ab, ein Netz einiger weniger. Eine Daten-Oligarchie.<br />
<a href="http://www.wired.com/">WIRED</a>, Leitmedium in Sachen Netzkultur, bringt es auf den Punkt: „Die Frage der Zukunft wird sein, ob du Facebook benützt oder ob Facebook dich benützt.“</p>
<div>
<hr /></div>
<p><strong>Weiterlesen?</strong> <a href="http://www.wired.com/epicenter/2010/05/facebook-rogue/">&#8220;Facebook’s Gone Rogue; It’s Time for an Open Alternative&#8221;</a> (WIRED, 7.5.2010)</p>
<blockquote><p>Erschienen im WIENER 347 / Juli 2010</p></blockquote>
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		<title>Filmen house gemacht</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 08:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kröß</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einer der letzten Bastionen im Film steht vor dem Fall. Nachdem die erste Hollywood-Produktion zur Gänze mit einer Spiegelreflexkamera gedreht wurde, findet eine neue Generation von Filmemachern nun bisher unbekannte Möglichkeiten vor.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Einer der letzten Bastionen im Film steht vor dem Fall. Nachdem die erste Hollywood-Produktion zur Gänze mit einer Spiegelreflexkamera gedreht wurde, findet eine neue Generation von Filmemachern nun bisher unbekannte Möglichkeiten vor.</p></blockquote>
<div id="attachment_4334" class="wp-caption alignright" style="width: 238px"><a rel="attachment wp-att-4334" href="http://www.wienerpost.at/2010/07/filmen-house-gemacht/housecastseason1/"><img class="size-medium wp-image-4334" title="HouseCastSeason1" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/07/HouseCastSeason1-228x300.jpg" alt="" width="228" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Fox</p></div>
<p><strong>Dass Spiegelreflexkameras auch Video</strong> in HD-Qualität produzieren können, ist nichts Neues mehr. Im elitären Zirkel der Cineasten und professionellen Filmemacher wurden diese Kameras jedoch stets mit einem müden Lächeln als Amateurspielzeug abgetan. Niemals würden diese Kameras an jene Qualität herankommen, die für die Produktion von hochwertigen Hollywood-Filmen und Fernsehserien notwendig ist. Doch das schallende Gelächter ist plötzlich verstummt und ein Raunen geht leise durch das gesamte Filmbusiness. Der Grund? Erstmals wurde eine komplette Folge einer Hollywood Serie mit Hilfe von digitalen Spiegelreflexkameras gedreht.</p>
<p><strong>Dabei handelt es sich nicht</strong> um irgendeine Billig-Serie aus dem US-amerikanischen Nachmittagsprogramm, sondern um die erfolgreichste TV-Serie der Welt: <a href="http://www.imdb.com/title/tt0412142/">Dr. House</a>. Die TV-Serie rund um einen ebenso brillanten wie exzentrischen Arzt läuft momentan in 66 Ländern und ist mit knapp über 80 Millionen Zuschauern die meistgesehenste Serie der Welt. Die Abschlussepisode der in den USA soeben zu Ende gegangenen sechsten Staffel wurde komplett mit der Canon 5D Mark II gedreht.</p>
<p><strong>Wer glaubt, dass Hollywood tricksen musste,</strong> um die Bilder gegenüber der sonst üblichen teuren Hollywood- Ausrüstung konkurrenzfähig zu halten, der irrt. Für den knapp zehntägigen Dreh wurden drei handelsübliche Standard-Modelle verwendet. „Wir haben vorwiegend aus der Hand gedreht oder mit kleinen Stativen. Lediglich einmal haben wir für eine kleine Kamerafahrt auf einen Kamerawagen zurückgegriffen – aber eher aus Bequemlichkeit und nicht aus Notwendigkeit,“ bestätigte der Regisseur der Folge, Greg Yaitanes, in einem Interview. Die Verwendung von 18 Gigabyte großen Speicherkarten ermöglichte dem Team volle 22 Minuten Filmaufzeichnung. Fokussiert wurde per Hand, und der Kamermann konnte seinen Bildausschnitt über einen zusätzlich montierten Monitor kontrollieren.</p>
<p><strong>„Natürlich hatten wir auch Probleme.</strong> Schon bei der Vorbereitung. Wir mussten unseren Sender FOX mit Testaufnahmen davon überzeugen, dass wir die gewünschte Qualität liefern können. Technisch war es sehr schwierig zu fokussieren, aber damit haben wir auch eine Optik erzeugen können, die Filmkameras gar nicht liefern können.“ Gerade beim Drehen in engen Räumen etwa konnte die kleine kompakte Kamera ihre Vorteile auspielen.</p>
<p><strong>Für die Schauspieler</strong> konnten, statt der üblichen pompösen Sets, kleine, intime und natürliche Räume geschaffen werden. Die einfache Handhabung beschleunigte den Arbeitsprozess am Set – Umbauten, Wechsel von Filmrollen oder kompliziertes Einrichten der Kamera entfiel großteils. Dies erlaubte den Darstellern nicht nur mehr Freiheiten beim Spielen, sondern gestattete es ihnen auch „in der Szene zu bleiben“ anstatt zwischendurch immer wieder längere Zeit aus der Rolle zu fallen.</p>
<p><strong>„Die erste große Hürde fällt damit endlich“</strong>, schwärmt Yaitanes, „denn junge ambitionierte Geschichtenerzähler scheiterten bislang oft am sündteuren Equipment. Die Tatsache, dass ich so eine Kamera um knapp unter 2000 Dollar kaufen und einfach loslegen kann, eröffnet ganz neue Möglichkeiten.“ Für ambitionierte Hobbyfilmer sind sogar schon Kameras von Canon und Nikon um knapp 700 Euro am Markt erhältlich. Kurzfilme, Videoclips und Self-Made-Dokumentationen schießen wie die Schwammerl aus dem Nährboden, den diese Weiterentwicklung gesäht hat – ein Ende ist nicht abzusehen.</p>
<p>Weiterlesen?</p>
<ul>
<li><a href="http://www.wienerpost.at/2010/06/praxistest-filmen-mit-der-dslr/">Filmbeispiele, die mit digitaler Spiegelreflexkamera gedreht wurden</a></li>
<li><a href="http://www.wienerpost.at/2010/07/interview-die-5d-im-praxistest/">Interview mit Independent-Filmer Dominik Gubi</a> über Filmen mit der DSLR</li>
</ul>
<blockquote><p><strong>DIE FAKTEN</strong></p>
<p><a href="http://www.canon.at/For_Home/Product_Finder/Cameras/Digital_SLR/EOS_5D_Mark_II/index.asp">CANON EOS 5d Mark II</a><br />
Film und Fotografie in einer Kamera. Die Spiegelreflex mit 21,1 Megapixel kann Filme in Full-HD 1080p mit 24 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Dank der Wechselobjektive und der manuellen Kontrolle von Belichtung und Blende kann sich die 5D mit Filmkameras messen. Die 5D geht auch als erste digitale Kamera in die Geschichte ein, mit der das erste offizielle Pressefoto von US-Präsident Barack Obama geschossen wurde. <a href="http://www.canon.com">www.canon.com</a></p></blockquote>
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		<item>
		<title>Interview: Die 5D im Praxistest</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/07/interview-die-5d-im-praxistest/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 08:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Independent-Filmer Dominik Gubi über die Vorteile der Canon.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Independent-Filmer Dominik Gubi über die Vorteile der Canon.</p></blockquote>
<div id="attachment_4347" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-4347" href="http://www.wienerpost.at/2010/07/interview-die-5d-im-praxistest/dominik-canon/"><img class="size-medium wp-image-4347" title="dominik canon" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/07/dominik-canon-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">(Foto: privat)</p></div>
<p><strong>Dass digitale Kameras in HD Qualität filmen können, ist nichts Neues. Worin liegt denn &#8211; abgesehen von Speicherkapazität &#8211; jetzt der große Unterschied bei der 5D?</strong></p>
<p>Im Gegensatz zu anderen DSLRs das Vollformat, welches dank größerem Chip eine noch größere Schärfentiefe und etwas bessere Bildqualität erlaubt.</p>
<p><strong>Du hast selber gerade zwei Kurzfilme mit einer Spiegelreflexkamera gedreht. Wo liegt für Dich vom technischen Standpunkt her der Vorteil gegenüber herkömmlichem Equipment? </strong></p>
<p>Leistbares Equipment für kleine Filmproduktionen hatte meist den Nachteil von schlechter Bildqualität, wenig Weitwinkel und geringer Lichtstärke. Nun kann man mit einem günstigen Gerät ohne Kompromisse Bilder in Kinoqualität produzieren. Nicht zu vergessen die erweiterten kreativen Möglichkeiten, die beispielsweise Wechselobjektive oder die leichte kompakte Form bieten.</p>
<p><strong>Glaubst Du, dass die Zukunft dieser Art von Produktion eher im Independet-Bereich zu sehen ist oder werden auch große Hollywoodproduktionen umsteigen?</strong></p>
<p>Größen wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Rodriguez">Robert Rodriguez</a> oder <a href="http://www.lucasfilm.com/">George Lucas</a> experimentieren schon damit, auch Quentin Tarantino scheint von der Technik ganz begeistert zu sein. Auch wenn es nur wenige zugeben wollen, die Kamera wird schon längst im Profi-Bereich eingesetzt.</p>
<p><strong>Würdest Du den Unterschied zwischen &#8220;oldschool&#8221; produziertem Material und Spiegelreflexkamera-Material optisch erkennen? Geht das überhaupt? Bzw. wenn ja: woran merkt man&#8217;s als Zuschauer?</strong></p>
<p>Im Grunde sind in der Bildqualität nahezu keine Unterschiede mehr zu erkennen &#8211; lediglich in den Details und im Kontrastumfang ist Film noch etwas besser. (siehe auch <a href="http://zacuto.com/shootout">zacuto.com/shootout</a>, wo ein paar Profis sich dieser Frage angenommen haben).</p>
<p><strong>Danke für das Gespräch!</strong></p>
<p>Weiterlesen?</p>
<ul>
<li><a href="http://www.wienerpost.at/2010/07/filmen-house-gemacht/">Filmen House gemacht</a></li>
<li><a href="http://www.wienerpost.at/2010/06/praxistest-filmen-mit-der-dslr/">Filmbeispiele</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Wettervorhersage</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 09:33:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digital World]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Netzleben]]></category>
		<category><![CDATA[Sascha Lobo]]></category>
		<category><![CDATA[Shitstorm]]></category>

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		<description><![CDATA[Vergessen Sie online! Gehen Sie lieber ins Freibad, denn die Hitze stärkt den Troll in uns. Shitstorm inklusive.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Vergessen Sie online! Gehen Sie lieber ins Freibad, denn die Hitze stärkt den Troll in uns. Shitstorm inklusive.</p></blockquote>
<p><strong><a rel="attachment wp-att-1782" href="http://www.wienerpost.at/2009/10/stream-it/nicole-2/"><img class="alignleft size-full wp-image-1782" title="nicole" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/04/nicole1.jpg" alt="" width="168" height="209" /></a>Ich sag’s gleich:</strong> ich war noch nie in einem Shitstorm. Weder gebend, noch nehmend. Ich bin ja auch ein emotionales Vaserl, harmoniebedürftig bis zum Gehtnichtmehr. (Doch lassen wir jetzt mal die berechtigte Frage „Was machst du dann eigentlich im Web?“ beiseite.)</p>
<p><strong>Ein Shitstorm liegt dann vor,</strong> wenn, um mit <a href="http://saschalobo.com/">Sascha Lobo</a> zu sprechen, „in kurzem Zeitraum eine subjektiv große Anzahl von kritischen Äußerungen getätigt wird, von denen sich zumindest ein Teil vom ursprünglichen Thema ablöst und stattdessen aggressiv, beleidigend, bedrohend oder anders attackierend geführt wird.“ Also: „<em>Censilia</em> ist eine blöde Funsn mit schmutzigen Fingernägeln“ statt der sachlich vielleicht berechtigteren Kritik, dass <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cecilia_Malmstr%C3%B6m">EU-Innenkommissarin Malmström</a> uninformierte Entscheidungen in puncto Netzpolitik trifft. Aber um Kritik geht’s ja auch gar nicht. Kritik ist eine Kulturtechnik. Sie muss erlernt und perfektioniert werden. Shitstorming – das kann echt jeder.</p>
<p><strong>Ein Shitstorm, das ist, was über mich hereinbricht,</strong> wenn ich meinen Kindern Tiefkühl-Spinat vorsetze. Das ist reflexartiges „Igittigittigitt“ und „Wäh, grauslich“ statt durchdachter Argumentation  à la „Es gibt Studien, die belegen, das in 75% aller Fälle die Kühlkette beim Transport unterbrochen wird. Gerade bei Spinat, liebe Mama, kann das <a href="http://www.eufic.org/page/de/faqid/spinat-nicht-mehr-aufwarmen/">zu Problemen mit Nitrit</a> führen, ein Gesundheitsrisiko für Kleinkinder wie uns.“ &#8211; Sie sehen: Kritik geht mit drei eben noch nicht. Shitstorming dafür locker. Und jetzt auch noch mit Internet!</p>
<p><strong>Das Internet hat so seine inhärenten Mechanismen.</strong> Einer davon wurde recht deutlich in der <a href="http://www.penny-arcade.com/comic/2004/3/19/">„Greater Internet Fuckwad Theory“</a> konstituiert: Dass nämlich selbst die harmlosesten Seelen eine negativen Persönlichkeitswandlung erfahren, wenn man ihnen bloß Anonymität und ein Publikum schenkt. Anders gesagt: Wer auch immer das Internet nützt, wird zum Arschloch. Ein bisserl Arschloch oder, um im Netzjargon zu bleiben, ein kleiner Troll steckt wohl in jedem von uns, psychohygienisch wertvoll und entscheidend für jede Managerkarriere. Aber erst in unserer Konfrontation mit einem Shitstorm zeigt sich, ob wir es verstehen, mit diesen unzureichend integrierten Persönlichkeitsaspekten umzugehen. Denn worum geht es, wenn solch seismische Empörungswellen durchs Netz schwappen? Mitnichten um Inhalte. Es geht um Will-auch-dabei-sein, Mag-zur-Incrowd-gehören, Kenne-die-Hintergründe-nicht-finde-es-aber-sicherheitshalber-doof.</p>
<p><strong>Es geht darum, so Shitstorm-Experte Lobo,</strong> dass eine kritische Menge einer Teilöffentlichkeit (also z.B. ausreichend viele Twitteranten), mit den richtigen Schlagwörtern getriggert werden. Mit „Musikindustrie“ etwa. Oder „Censilia“. Oder <a href="http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=1016">„Meerschweinchen“</a>.</p>
<p><strong>Dann geht er los, der Scheißesturm</strong> im Wasserglas. Jeder hat was zu senfen, jeder ist selbstverständlich total dagegen – und je höher der innere Trollanteil, desto unreflektiert-ausfälliger. Nein, das ist keine Kritik an der Musikindustrie. Das fungiert vielmehr als Antikritik, weil es eigentlich notwendige Kritik diskreditiert, weil es von Missständen ablenkt statt sie aufzuzeigen. Ist doch so: Der Shitstorm lenkt die Aufmerksamkeit einzig und allein auf sich selber, nicht auf seinen Auslöser.</p>
<p><strong>Nun wollen Sie eine Conclusio hören?</strong> Gibt keine. Gehen Sie <a href="http://www.gaensehaeufel.at/web2010/index.html">ins Gänsehäufel</a> bis sich die binäre Schlechtwetterfront verzogen hat. Ist ja Sommer.</p>
<p><strong>DISCLAIMER:</strong> Ja, ich habe Sascha Lobos Vortrag <a href="http://saschalobo.com/2010/04/22/how-to-survive-a-shitstorm/">(hier!)</a> gehört. Wenn Sie meinen, ich hätte ihn hier gnadenlos (auch ungekennzeichnet) zitiert, könnten Sie recht haben. Nachzuprüfen unter obigem Link.</p>
<p>Erschienen im WIENER 347 / Juli 2010</p>
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		<title>Trendmodell &#8220;Coworking&#8221;: Arbeit sucht (Frei-)Raum!</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/07/coworking/</link>
		<comments>http://www.wienerpost.at/2010/07/coworking/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 20:42:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>default</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured.Today]]></category>
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		<category><![CDATA[NetzLESEN]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Digitale Boheme hat ein neues Steckenpferd: Coworking. Ein Hype aus Amerika oder eine echte Alternative zu herkömmlichen Arbeits(raum)konzepten? Spätestens im August werden wir es wissen: Da eröffnet in Wien "Sektor 5", ein Coworking Space nach internationalem Modell. Yves Schulz ist einer der Betreiber. Was Coworking für ihn bedeutet, hat er für wienerpost in einem Gastbeitrag zusammengefasst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Die Digitale Boheme hat ein neues Steckenpferd: Coworking. Ein Hype aus Amerika oder eine echte Alternative zu herkömmlichen Arbeits(raum)konzepten? Spätestens im August werden wir es wissen: Da eröffnet in Wien <a href="http://www.sektor5.at/wp/?page_id=619">&#8220;Sektor 5&#8243;</a>, ein Coworking Space nach internationalem Modell. Yves Schulz ist einer der Betreiber. Was Coworking für ihn bedeutet, hat er für <strong>wienerpost</strong> in einem Gastbeitrag zusammengefasst. (Text: <a href="http://twitter.com/yvendive">Yves Schulz</a> / Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/coworkcentral/">CoworkCentral</a>, Flickr)</p></blockquote>
<p><a rel="attachment wp-att-4257" href="http://www.wienerpost.at/2010/07/coworking/cowork-central/"><img class="alignleft size-medium wp-image-4257" title="Cowork Central" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/07/Cowork-Central-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Coworking">Coworking</a> entstand in Amerika</strong> als Antwort auf die sich geänderten Anforderungen einer stetig steigenden Anzahl  von mobilen Arbeitern. Hochflexible Fachkräfte, die sich nicht festlegen können oder wollen, ein Büro zu mieten und für die eine Bürogemeinschaft ebenso nicht in Frage kommt, weil diese die geforderte Flexibilität nicht erfüll kann. Dazu kommt der Aspekt des „Allein-Daheim-Arbeiten“, bei dem der soziale Kontakt, das Reden, kurz der persönliche Austausch fehlt.</p>
<p><strong>Auf der Suche nach Alternativen</strong> führte dies zu dem Versuch in öffentlichen Räumen wie Kaffeehäusern (<a href="http://www.helge.at/wlan/">mit freiem WLAN</a>) zu arbeiten. Dort ist man dann zwar nicht mehr allein, aber doch wieder für sich, da dort kein Austausch stattfindet, die soziale Interaktion fehlt. So entstanden aus den Notwendigkeiten Tisch, Stuhl, Laptop, WLAN und soziale Interaktion im Kontext des gemeinsamen Arbeitens <a href="http://coworking.de/">die ersten Coworking Spaces</a>, um eine funktionale Umgebung anzubieten. Coworking im Sinne von „Gemeinsam-Arbeiten“ ist aber nicht nur auf Coworking Spaces beschränkt. Coworking kann in jedem Raum stattfinden, der diese Bedürfnisse erfüllt. Das heisst: Es finden sich beliebig viele, mobile Arbeiter zusammen und vereinbaren einen Zeitpunk und einen Ort (Kaffeehaus, Wohnung etc.), um dort den ganzen Tag gemeinsam zu arbeiten, jeder an seinem eigenen Projekt, abschließend mit einem gemeinsam verbrachten Abend.</p>
<p><strong>Diese Treffen nennen sich &#8220;Jellies&#8221;</strong> und stellen die ursprünglichste Form des Coworkings dar. Bei Jellies finden Leute aller Bereiche zusammen, Journalisten, Blogger oder Tennislehrer, die an diesem Tag einfach ihre Buchhaltung machen wollen. Das spiegelt auch den Anspruch von Coworking wieder: Jeder kann teilnehmen; keiner wird ausgeschlossen. Die Diversifikation aus so vielen Bereichen wie möglich schafft eine inspirierende und kreative Atmosphäre für jeden und es entstehen Synergien, die auf ‚normalem’ Wege nicht entstehen würden. Coworking ist darauf angewiesen, viele Menschen aus verschiedenen Sparten für gemeinsames Arbeiten zu begeistern. Außerdem spiegelt diese Form des Arbeitens viel der eigenen Einstellung zu Arbeit und Leben der jeweiligen &#8220;Coworker&#8221; wider.</p>
<p><strong>Coworking Spaces</strong> sind sogenannte <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Third_place">&#8220;3rd Places&#8221;</a>, an denen soziales Leben mit Arbeit verbunden wird. Sie sind die konsequenteste Antwort auf die Ansprüche von flexiblen Arbeitern in einer sich verändernden Arbeitswelt. So sind aktuell 60% aller Unternehmen in Europa Einzelunternehmen ohne eigene Angestellte; ein Trend, der sich zeichnet seit einiger Zeit auch in Österreich abzeichnet. Tendenz wachsend. Die ‚Finanzkrise’ hat diese Entwicklung katalytisch beeinflusst, Unternehmen sind mehr und mehr bestrebt, ihren Mitarbeiterstamm zu verkleinern und Tätigkeiten auf flexible Arbeiter auszulagern.</p>
<p><strong>Das alles ist nur ein kleiner Ausschnitt</strong> aus dem, was Coworking ist, was es bedeutet, welchen Stellenwert es einnehmen wird. Er lässt vermuten und hoffen, dass Coworking nicht nur ein Trend ist, sondern zu einem festen Bestandteil in unserer Arbeitswelt wird. An dieser Stelle bleibt mir nur noch, das Buch <a href="http://wirnennenesarbeit.de/index.html?nr=20060928113212">„Wir nennen es Arbeit“ von Holm Friebe und Sascha Lobo</a> zu empfehlen, das die Hintergründe der sich abzeichnenden Änderungen der Arbeitswelt sehr gut beleuchtet. Mehr Informationen finden sich auf <a href="http://www.sektor5.at/wp/?page_id=619">unserer Website</a>! <em>[Anm.: und vielleicht im September-WIENER ;)]</em></p>
<p><code><script src="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=V20070822/DE/wwwwienerpost-21/8001/59891bdc-bffc-424c-9292-0f4694f088cd" type="text/javascript"> </script> <noscript><A HREF="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=V20070822%2FDE%2Fwwwwienerpost-21%2F8001%2F59891bdc-bffc-424c-9292-0f4694f088cd&#038;Operation=NoScript" mce_HREF="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=V20070822%2FDE%2Fwwwwienerpost-21%2F8001%2F59891bdc-bffc-424c-9292-0f4694f088cd&amp;Operation=NoScript">Amazon.de Widgets</A></noscript></code></p>
<p><strong>Weiterlesen?</strong></p>
<ul>
<li>FOCUS (21.6.2010): <a href="http://www.focus.de/finanzen/karriere/existenzgruendung/tid-18375/coworking-spaces-zehnerkarte-fuers-buero_aid_511859.html">&#8220;Zehnerkarte fürs Büro&#8221;</a></li>
<li>Financial Times Deutschland (30.6.2010): <a href="http://www.ftd.de/karriere-management/management/:coworking-einsame-freiberufler-arbeiten-zusammen/50132996.html">&#8220;Einsame Freiberufler arbeiten zusammen&#8221;</a></li>
<li>ZDF (20.2.2010): <a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/1/0,3672,8037985,00.html">&#8220;Der gemietete Kollege&#8221;</a></li>
<li>The new York Times (20.2.2008): <a href="http://www.nytimes.com/2008/02/20/business/businessspecial2/20cowork.html?_r=2&amp;ex=1361250000&amp;en=dbd589ebb73df147&amp;ei=5090&amp;partner=rssuserland&amp;emc=rss&amp;oref=slogin">&#8220;They&#8217;re Working on Their Own, Just Side by Side&#8221;</a></li>
<li>Read Write Web (14.6.2010): <a href="http://www.readwriteweb.com/start/2010/06/co-working-sites-in-your-city.php">&#8220;Co-Working Sites in Your City&#8221;</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Neustart fürs Hirn</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/06/neustart-furs-hirn/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 15:12:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured.Today]]></category>
		<category><![CDATA[NetzLESEN]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Netzleben]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass neue Medien unser Gehirn verändern, ist weitgehend unbestritten. Offen ist die Frage, ob das für den Menschen vor- oder nachteilig  ist. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Dass neue Medien unser Gehirn verändern, ist weitgehend unbestritten. Offen ist die Frage, ob das für den Menschen vor- oder nachteilig  ist.</p></blockquote>
<div id="attachment_4159" class="wp-caption alignright" style="width: 202px"><a rel="attachment wp-att-4159" href="http://www.wienerpost.at/2010/06/neustart-furs-hirn/neuronen/"><img class="size-medium wp-image-4159" title="Neuronen" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/06/Neuronen-192x300.jpg" alt="" width="192" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Neuronen im menschlichen Gehirn (Bild: Dr. Jonathan Clarke)</p></div>
<p><strong>Junge Menschen haben dicke Daumen.</strong> Nein, nicht sichtbar, aber die Repräsentanz des Daumens im Gehirn ist bei Jugendlichen deutlich stärker ausgeprägt als bei den vorhergehenden Generationen. Sie brauchen ihn ja auch öfters, denn sie tippen damit, wie jüngst ein amerikanisches Mädchen, bis zu 14.528 SMS im Monat. Die Folge ist nicht nur eine horrende Telefonrechnung, sondern auch eine Veränderung der Gehirnstrukturen. Der Kortex folgt dem Gebote Darwins und passt sich den Umweltanforderungen an: Es entstehen dichtere und auch immer zuverlässigere Vernetzungen, die schnelle Daumenbewegungen zulassen.</p>
<p><strong>Jede neue Technik</strong> verändert also den Menschen. Oder richtiger: Unser Umgang mit Technik verändert uns, denn Technik selber – das sei gleich zu Beginn allen Verschwörungstheoretikern ins Stammbuch geschrieben &#8211;  kann nichts mit dem Menschen anstellen, wozu dieser nicht explizit einlädt. Ohne unseren Willen, ohne gesellschaftlichen Bedarf, vermag Technik sich nicht durchzusetzen. Wo sie sich aber durchsetzt, schreibt sie sich tief in unsere cerebralen Steuerungszentren. Wir sind umgeben von Technik, allen voran von technisch gestützten Medien, die sich einzig und allein durch unseren Bedarf etabliert haben. Richtig, der Mensch ist als Gottes Ebenbild konzipiert worden, de facto ist er aber ein schauerliches Mängelwesen. Er bedarf der Medien – insbesondere des Mediums Sprache – um sich aus seiner Hilflosigkeit befreien zu können. Unser Gedächtnis ist kurz, aber das Medium Schrift verlängert es über Jahrhunderte hinaus. Unsere Stimmen sind leise. Sie können nicht bis ans andere Ende der Welt grollen, wie jener Gott, dem wir angeblich ähneln. Zwecks Kompensation haben wir das Telefon erfunden. Auch unsere Augen blicken nicht bis Afghanistan, aber das Fernsehen überwindet die Distanz für uns.</p>
<p><strong>Schon Sigmund Freud war fasziniert</strong> von diesem Gedanken: unsere technischen Errungenschaften sah er als „Prothesen“, als Erweiterung unserer sensorischen und motorischen Möglichkeiten. Wir sind tatsächlich nicht als Gottes Ebenbild auf die Welt gekommen, nähern uns aber diesem (selbstgesteckten?) Ideal durch Hilfsmittel an. „Der Mensch ist sozusagen eine Art <em>Prothesengott</em> geworden“, schreibt Freud, „recht großartig, wenn er alle seine Hilfsorgane anlegt, aber sie sind nicht mit ihm verwachsen und machen ihm gelegentlich noch viel zu schaffen.“</p>
<p><strong>Das hat etwas ungemein Prophetisches.</strong> Sieht man sich den Kulturkampf an, der heute zwischen Digital Natives und Internetskeptikern tobt, so meint man, Freud hätte in der Berggasse eine Kristallkugel stehen gehabt. Tatsächlich machen uns die Prothesen, so großartig und selbstgewählt sie auch sein mögen, viel zu schaffen. Spürbar wird vor allem eines: Wir stehen vor dem vielleicht letzten, zumindest aber dem bislang umfassendsten Schritt in Richtung Prothesengottheit. Der menschliche Cortex hat das begriffen. Er passt sich an.</p>
<p><strong>Veränderungen sind jedoch zweischneidig:</strong> Sie erfüllen Fraktion A mit manischer Zukunfts-Euphorie und Fraktion B mit panischer Zukunfts-Angst. Frank Schirrmacher (Buchtipp 1) lässt sich nur ungern der Fraktion B zuzählen (das wäre auch ungerecht); seine Angst artikuliert er aber deutlich: „Bei technischen Entwicklungen ist es immer so, dass man spürt, was man gewonnen hat, nicht was man verloren hat.“</p>
<p><strong>High-Speed-Informationstechnologien</strong> zeichnen für eine Reihe herber Verluste verantwortlich: Konzentrationsfähigkeit, Aufmerksamkeitsspanne, Gedächtnis, Wahrnehmung der eigenen Körperempfindungen (wie z.B. Durst oder Hunger) – das alles ist belegbar und durch Studien hinlänglich erforscht. Dazu kommen noch ideelle Konzepte, kulturabhängig und nicht so leicht greifbar: Privatsphäre, „G’spür“ für sensible Daten, Trennung von Arbeit und Freizeit. Oder – und hier liegt Schirrmachers Hauptsorge – Urteilsvermögen und Bauchgefühl. Wir sind, so meint er, in einem Zustand ständiger Alarmbereitschaft, ohne jedoch zu wissen, ob das, was uns in derartige Anspannung versetzt, nun wichtig ist oder nicht. Durch die überbordende Informationsflut hätten wir den Instinkt verloren, zwischen wichtigen und unwichtigen Informationen zu unterscheiden.</p>
<p><strong>Oder haben wir ihn eher <em>delegiert</em> als verloren?</strong> Neue Medien, so die Gegenthese, dienen der Auslagerung. Seit Anbeginn seiner Entwicklung ist der Mensch bestrebt, Gehirntätigkeit auszulagern: durch Sprache, durch Schrift, durch Computer. Auslagerung schafft Raum für Kreativität, fördert Begabungen, die andernfalls zugemüllt wären. Eine <em>neue Art</em> von Intelligenz entsteht. Eine kollaborative, vernetzte, wie sie etwa im Vorzeigebeispiel Wikipedia zur Entfaltung kommt. „Die alten kognitive Fähigkeiten, die wir für persönlich und subjektiv halten, werden kollektiv und objektiv“, argumentiert <a href="http://www.medienphilosophie.net">Frank Hartmann</a> (Buchtipp 2). Erst damit, so seine Folgerung, beginnt der Mensch sein Potential auszuschöpfen: „Wir sind mittendrin im Projekt der Menschwerdung.“ Es mag also sein, dass unsere durchaus realen Anpassungsschmerzen, nicht dem Todeskampf unseres Gehirns entspringen, sondern seinen Geburtswehen&#8230;<code><script src="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=V20070822/DE/wwwwienerpost-21/8001/8532c8b7-8b36-4a20-b8aa-1285af637ba4" type="text/javascript"> </script> <noscript><A HREF="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=V20070822%2FDE%2Fwwwwienerpost-21%2F8001%2F8532c8b7-8b36-4a20-b8aa-1285af637ba4&#038;Operation=NoScript" mce_HREF="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=V20070822%2FDE%2Fwwwwienerpost-21%2F8001%2F8532c8b7-8b36-4a20-b8aa-1285af637ba4&amp;Operation=NoScript">Amazon.de Widgets</A></noscript></code></p>
<blockquote><p>Erschienen im WIENER 347 /Juli 2010</p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Linksammlung: ORF-Novelle, Futurezone &#8211; und wie geht es weiter?</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/06/linksammlung-orf-novelle-futurezone-und-wie-geht-es-weiter/</link>
		<comments>http://www.wienerpost.at/2010/06/linksammlung-orf-novelle-futurezone-und-wie-geht-es-weiter/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 10:51:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Futurezone]]></category>
		<category><![CDATA[ORF]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wienerpost.at/?p=3924</guid>
		<description><![CDATA[Das Thema wird langsam zu umfangreich, um es in der Fußnote eines Veranstaltungshinweises zu verstecken. Hier also unsere täglich aktualisierte Linkliste zum Konflikt-Thema Futurezone. Es liegt in der Natur der Sache, dass diese Liste unvollständig ist.  Ergänzungen wie immer gewünscht &#038; willkommen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Thema wird langsam zu umfangreich, um es in der Fußnote eines <a href="http://www.wienerpost.at/2010/06/diskussiondie-orf-novelle-und-die-zukunft-der-futurezone/">Veranstaltungshinweises</a> zu verstecken. Hier also unsere täglich aktualisierte Linkliste zum Konflikt-Thema Futurezone. Es liegt in der Natur der Sache, dass diese Liste unvollständig ist.  Ergänzungen wie immer gewünscht &amp; willkommen!</p>
<ul>
<li>Quartier für digitale Kultur: <a href="http://qdk.blogsome.com/2010/06/14/die-futurezone-ein-opfer-der-jungsten-orf-novelle/">Veranstaltungslink</a></li>
<li>Pressetext.at: <a href="http://pte.at/news/100615030/aus-fuer-orf-futurezone-durchsichtiges-begehren-der-privaten/">Aus für ORF Futurezone: &#8220;Durchsichtiges Begehren der Privaten&#8221;</a></li>
<li>Christoph Chorherr: <a href="http://chorherr.twoday.net/stories/6376015/">Verrückt: futurezone bei orf.at soll abgedreht werden</a></li>
<li>Der Standard: <a href="http://derstandard.at/1276043592603/Aenderungen-im-Ueberblick-Das-neue-ORF-Gesetz-von-A-bis-Z">Das neue ORF-Gesetz von A bis Z</a></li>
<li>DATUM: <a href="http://www.datum.at/0610/stories/godany-bloggt-die-futurezone-der-voez-und-die-politik/">Godany bloggt: Die Futurezone, der VÖZ und die Politik.</a></li>
<li>Die Presse: <a href="http://diepresse.com/home/kultur/medien/573827/index.do?_vl_backlink=/home/index.do">Facebook-Initiative will &#8220;Futurezone&#8221; retten</a></li>
<li>Walter Gröbchen: <a href="http://groebchen.wordpress.com/2009/11/21/zukunftszone-ohne-zukunft/">Zukunftszone ohne Zukunft</a> (November 2009, sic!)</li>
<li>Der Standard: <a href="http://derstandard.at/1276043566237/ORF-Aus-fuer-Futurezone">Aus für Futurezone?</a></li>
<li>Kooptech: <a href="http://blog.kooptech.de/2010/06/orf-schiesst-futurezone-ab/">ORF schießt Futurezone ab</a></li>
<li>Der Standard: <a href="http://derstandard.at/1276413045649/Aus-fuer-ORF-Futurezone-in-ihrer-heutigen-Form">Aus für ORF-Futurezone in ihrer heutigen Form</a></li>
<li>APA OTS: <a href="http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100615_OTS0273/offener-brief-an-orf-und-staatssekretaer-josef-ostermayer-pr-experten-fuer-das-weiterbestehen-der-orf-futurezone">Offener Brief an ORF und Staatssekretär Josef Ostermayer: PR-Experten für das Weiterbestehen der ORF Futurezone</a></li>
<li>Gerald Bäck (be24.at): <a href="http://www.be24.at/blog/entry/641967">Retten wir die Futurezone!</a></li>
<li>Der Standard (15.6.2010): <a href="http://derstandard.at/1276413166642/ORF-Gesetz-Einigung-auf-TV-Regionalwerbung">ORF-Gesetz: Einigung auf TV-Regionalwerbung</a></li>
<li>Der Standard (16.6.2010): <a href="http://derstandard.at/1276413039625/Nationalrat-auf-Draht-fuer-ORF-Parteien-einig-ueber-Web-Regeln">Parteien einig über Web-Regeln</a> (&#8220;Die Futurezone ist Verlegern als Präzedenzfall für Special-Interest-Portale des ORF ein Dorn im Auge.&#8221;)</li>
<li>Yucca Tree Post (15.6.2010): <a href="http://yuccatree.de/2010/06/orf-will-futurezone-dichtmachen/">ORF will Futurezone dichtmachen</a> (interessant, einmal eine Meinung aus dem benachbarten Ausland zu lesen)</li>
<li>HEISE Online (15.6.2010): <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Oesterreichischer-Rundfunk-Mehr-Geld-und-Werbung-dafuer-weniger-Online-Inhalte-1023227.html">Österreichischer Rundfunk: Mehr Geld und Werbung – dafür weniger Online-Inhalte</a></li>
<li>ZurPolitik.com (15.6.2010): <a href="http://zurpolitik.com/2010/06/15/werbung-frisst-journalismus/">Werbung frisst Journalismus</a> (Dank an Michael Moser!)</li>
<li>Beate Firlinger (16.6.2010): <a href="http://www.beatefirlinger.at/2010/06/16/orf-gesetz-neu/">Email an Staatssekretär Ostermayer</a> für Weiterbestand der Futurezone (UPDATE: Und hier die <a href="http://www.beatefirlinger.at/2010/06/18/futurezone/">Antwort aus seinem Büro</a>, 18.6.2010)</li>
<li>Unterm Hund (Blog, 16.6. 2010): <a href="http://www.bettel.at/blog/mail-stefan-petzner-wegen-neuem-orf-gesetz">Mail an Stefan Petzner wegen neuem ORF-Gesetz</a></li>
<li>Der Standard (17.6.2010): <a href="http://derstandard.at/1276413334508/Aus-fuer-die-ORF-Futurezone-beschlossen">Aus für die ORF Futurezone beschlossen</a></li>
<li>Einladung zum Tweet-Up im <a href="http://www.wienerpost.at/2009/10/urban-hacking-im-metalab/">Metalab</a>: Let&#8217;s talk #fuzo! <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=127276093972760">(</a>Infos &amp; Anmeldung: <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=127276093972760">Facebook Page</a> oder <a href="http://twtvite.com/yk0lgq">Twtvite</a>)</li>
<li>Datenschmutz Blog (17.6.2010): <a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-06/das-futurezone-drama-ein-oeffentlich-rechtliches-missverstaendnis/">Das FutureZone Drama: ein öffentlich-rechtliches Missverständnis</a></li>
<li>Facebook-Gruppe: <a href="http://www.facebook.com/?ref=logo#!/group.php?gid=116069241770475&amp;v=wall&amp;ref=ts">&#8220;Retten wir die Futurezone!&#8221;</a></li>
<li>Für &#8220;Bastler&#8221; ;) &#8211; <a href="http://soup.natano.net/post/61451688/Get-you-own-fuzo">&#8220;Get your own #fuzo&#8221;</a> (Shell Script)</li>
<li>Online Petition: <a href="http://rettenwirdiefuzo.at/petition/">RETTEN WIR DIE FUTUREZONE</a></li>
<li>Christian Krotzer (17.6.2010): <a href="Ende der Futurezone besiegelt – ORF-Gesetz im Nationalrat beschlossen">Ende der Futurezone besiegelt</a></li>
<li>Gulli.com (17.6.2010): <a href="http://www.gulli.com/news/orf-ohne-zukunft-im-netz-aus-f-r-futurezone-2010-06-17">ORF ohne Zukunft im Netz: Aus für „Futurezone“</a></li>
<li>Sonja Bettel (18.6.2010): <a href="http://www.bettel.at/blog/medienpolitik-made-austria">Medien|Politik made in Austria</a></li>
<li>Radio Fritz (19.6.2010). &#8220;Trackback&#8221; &#8211; <a href="http://trackback.fritz.de/2010/06/19/trb-184-zoeleela-gauck-hype-futurezone-ohrenblicke/">Michael Eisenriegler über Zukunftsperspektiven der Futurezone</a></li>
<li>Wirtschaftsblatt (17.6.2010): <a href="http://www.wirtschaftsblatt.at/home/425583/index.do">Neues ORF-Gesetz bringt dem Unternehmen 160 Millionen € zusätzlich</a></li>
<li>ZEIT ONLINE (18.6.2010): <a href="http://blog.zeit.de/kulturkampf/2010/06/18/no-futurezone/">No-Futurezone</a></li>
<li>TAZ (20.6.2010): <a href="http://www.taz.de/1/netz/netzkultur/artikel/1/retten-wir-die-futurezone/">&#8220;Retten wir die Futurezone&#8221;</a></li>
<li>Notitzen aus der Neidbranche (21.6.2010): Die Zukunft hat schon <span style="text-decoration: line-through;">begonnen</span> aufgehört: <a href="http://schreibenfuergeld.wordpress.com/2010/06/21/die-zukunft-hat-schon-begonnen-aufgehort-orf-futorezone-ist-bald-vergangenheit/">ORF Futurezone ist bald Vergangenheit</a>.</li>
<li>Der Blogger (14.6.2010): <a href="http://www.derblogger.eu/?p=213">No-future-Zone</a></li>
<li>Pressetext.at (21.6.2010): <a href="http://www.pressetext.at/news/100621011/aus-fuer-orf-futurezone-pressetext-schliesst-luecke/">Aus für ORF-Futurezone: pressetext schließt Lücke</a></li>
<li>Der Standard (22.6.2010): <a href="http://derstandard.at/1276413751675/ORF-ON-Chef-kuendigt-Erhalt-der-Futurezone-Inhalte-an">ORF ON-Chef kündigt Erhalt der &#8220;Futurezone&#8221;-Inhalte an</a></li>
<li>HORIZONT (22.6.2010): <a href="http://www.horizont.at/newsdetail/news/inhalte-der-futurezone-bleiben.html">Inhalte der &#8220;Futurezone&#8221; bleiben</a></li>
<li>Techbanger.de (21.6.2010): <a href="http://www.techbanger.de/2010/06/21/stammleser-mochten-die-orf-futurezone-retten/">Stammleser möchten die ORF Futurezone retten</a></li>
<li>www.kobuk.at (24.6.2010): <a href="http://www.kobuk.at/2010/06/tschuess-das-war-die-futurezone/">Tschüss – das war die Futurezone!</a></li>
<li>Der Standard (25.6.2010): <a href="http://derstandard.at/1277336751569/ORF-Wrabetz-Neues-Massnahmenpaket-schon-in-naechsten-Tagen">Wrabetz: Neues Maßnahmenpaket schon in nächsten Tagen</a></li>
<li>Pressetext.com (16.7.2010): <a href="http://pressetext.com/news/100716011/orf-verkauft-futurezone/">ORF verkauft Futurezone:  Bewerbungsfrist für Interessenten bis 30. Juli</a></li>
<li>Amtsblatt / Wiener Zeitung (16.7.2010): <a href="http://www.wzonline.at/DesktopDefault.aspx?TabID=4140&amp;Alias=amtsblatt&amp;abClass=Ausschreibungen&amp;abKategorie=INTERESSENBEKUNDUNG">Interessensbekundung</a></li>
</ul>
<div id="attachment_3738" class="wp-caption aligncenter" style="width: 586px"><a rel="attachment wp-att-3738" href="http://www.wienerpost.at/2010/06/diskussiondie-orf-novelle-und-die-zukunft-der-futurezone/orf_at/"><img class="size-full wp-image-3738" title="orf_at" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/06/orf_at.jpg" alt="" width="576" height="286" /></a><p class="wp-caption-text">(Screenshot by Sonja Bettel)</p></div>
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		<title>Google meets ÖNB: Bücher für alle?</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/06/google-meets-onb-bucher-fur-alle/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 19:23:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>default</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[NetzREDEN]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Meldung verbreitete sich heute wie ein Lauffeuer: Mit Googles Hilfe digitalisiert die Österreichische Nationalbibliothek 400.000 historische Bücher. Passend dazu haben wir in unserem Archiv gekramt und ein Interview hervorgezaubert - mit Johanna Rachinger, ihres Zeichens Generaldirektorin der ÖNB und Master Mind hinter dem Google Deal. Wolfgang Wieser sprach mit der sympathischen Oberösterreicherin über Digitalisierung, Verlagspolitik und die Eignung des "Kindle" für die Badewanne.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Meldung verbreitete sich heute wie ein Lauffeuer:<br />
&#8220;Als eine der weltweit ersten Nationalbibliotheken wird die <a href="http://www.onb.ac.at/index.php">Österreichische Nationalbibliothek</a> ihren kompletten historischen Buchbestand vom 16. bis zum 19. Jahrhundert – eine der fünf international bedeutendsten Sammlungen historischer Bücher – digitalisieren und online zugänglich machen.  Das Projekt wird in einer Public Private Partnership mit Google durchgeführt. Es werden rund 400.000 urheberrechtsfreie Werke digitalisiert, die uneingeschränkt und kostenfrei über die Digitale Bibliothek der Österreichischen Nationalbibliothek und über die Google Buchsuche benutzt werden können.&#8221; (Quelle: <a href="http://www.onb.ac.at/bibliothek/austrianbooksonline.htm">ÖNB / Austrian Books Online</a>)<br />
Details siehe auch hier (<a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-06/die-oenb-bringt-400-000-buecher-online/">Datenschmutz Blog</a>) und hier (<a href="http://derstandard.at/1276413109818/Nationalbibliothek-Google-macht-120-Millionen-Buchseiten-kostenlos-abrufbar">Der Standard</a>)</p>
<p>Passend dazu haben wir in unserem Archiv gekramt und ein Interview hervorgezaubert &#8211; mit Johanna Rachinger, ihres Zeichens Generaldirektorin der ÖNB und Master Mind hinter dem Google Deal. <a href="http://inshunyata.tumblr.com/post/246413604/162-365-dr-wieser-got-a-cure-and-a-solution-for">Wolfgang Wieser</a> sprach mit der sympathischen Oberösterreicherin über Digitalisierung, Verlagspolitik und die Eignung des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amazon_Kindle">&#8220;Kindle&#8221;</a> für die Badewanne. Erschienen im <a href="http://www.flickr.com/photos/wienerpost/4596444182/in/set-72157624034464110/">WIENER 343 / März 2010</a>.</p>
<div id="attachment_3744" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a rel="attachment wp-att-3744" href="http://www.wienerpost.at/2010/06/google-meets-onb-bucher-fur-alle/01_dr-rachinger_03/"><img class="size-full wp-image-3744  " title="01_dr.rachinger_03" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/06/01_dr.rachinger_031.jpg" alt="" width="460" height="332" /></a><p class="wp-caption-text">ÖNB Master Mind Dr. Rachinger (Photo courtesy of ÖNB)</p></div>
<p><strong>Natürlich riechen Bücher gut.</strong> Und eine nicht zu unterschätzende Zahl von Lesern liebt vor der Lektüre nichts mehr, als erst mit den Fingern sanft über den Einband zu streichen, sich dann ahnungsfroh ins Daumenkino zu begeben (bis einem die Buchstaben vor den Augen verschwimmen) und schließlich einen tiefen Atemzug des aus den Seiten drängenden Duftpotpourris zu genießen. Schnuppern Sie einmal an einer PC-Tastatur, das im besten Fall fehlende olfaktorische Vergnügen (es könnte ja auch nach kaltem Rauch, ungewaschenen Händen oder ähnlich Unerfreulichem stinken) ist einer der kaum wahrnehmbaren Vorboten der dräuenden Digikratie, der Herrschaft des Digitalen. Geht es „nur“ um das gedruckte Buch, kommt die Revolution schon deutlich lauter daher, begleitet wird sie von schrillen Misstönen und Aufsehen erregenden Scharmützeln.</p>
<p><strong>Der Revolutionsführer heißt Google.</strong> Und sein Ziel ist die Herrschaft über die Bücher (und wer zu Verschwörungstheorien neigt, fügt hinzu: über das Wissen). Millionen von Büchern wurden von Google bereits digitalisiert. Und Millionen sollen folgen. Das macht nicht nur Verschwörungstheoretikern zu schaffen, das wirbelt die ganze Welt der Buchstaben durcheinander. Verlage bangen um ihre Existenz (Druckereien sowieso), optimistische Autoren hoffen auf zusätzlichen Benefit als erfolgreiche Internet- Selbstverleger. Und dann ist da noch eine völlig ungeklärte Frage: Wem gehört die Kreativität? Oder anders formuliert: Was passiert mit dem Urheberrecht? Der WIENER sprach darüber mit der Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek, Johanna Rachinger. Dort, zwischen Josefsplatz und Heldenplatz, hat mittlerweile selbst in den Prunkräumen das Digitale Einzug gehalten. Sieben Millionen Seiten sind abrufbar, 1.400 User nutzen das Archiv täglich online (wobei erstaunlicherweise die Zahl der Menschen in den Lesesälen – etwa 1.000 täglich – gleich geblieben ist). 320.000 Bilder werden in digitaler Form weltweit vertrieben, bis 2012 werden 100.000 Plakate gescannt und außerdem ist ein neuer Tiefspeicher unterm Heldenplatz geplant. Denn noch sind gedruckte Bücher nicht Geschichte: Jedes Jahr registriert allein die Österreichische Nationalbibliothek 50.000 neue.</p>
<p><strong>Frau Dr. Rachinger, Google digitalisiert Millionen Bücher – eine Gefahr für das gedruckte Buch?</strong></p>
<p>Natürlich. Aber das ist noch keine Bewertung. Denn an sich finde ich es gut, wenn Bücher digitalisiert werden und so wesentlich mehr Menschen zur Verfügung stehen.</p>
<p><strong>Ist die Digitalisierung überhaupt noch zu stoppen?</strong></p>
<p>Nein, sicher nicht. Es digitalisiert ja nicht nur Google, auch wir an der Österreichischen Nationalbibliothek digitalisieren. Uns geht es um die Demokratisierung des Wissens und die Sicherung kulturellen Erbes.</p>
<p><strong>Ist für die Nationalbibliothek eine Kooperation mit Google vorstellbar, wie es sie auch im deutschsprachigen Raum, auch in Spanien und Frankreich bereits gibt?</strong></p>
<p>Ja, absolut. Ist die Digitalisierung eine Gefahr für die Verlage? Eine Gefahr ist sie für die Buchhandlungen, aber für die Verlage kann die Digitalisierung eine unglaubliche Chance sein. Weil das Planen der Auflagenzahlen, zu hohe Lagerbestände und die ganze Logistik wegfällt, wenn on demand produziert wird.</p>
<p><strong>Brauchen wir Verlage dann überhaupt noch?</strong></p>
<p>Es kann natürlich sein, dass ein Bestseller-Autor sagt, ich brauche keinen Verlag mehr, ich stelle einfach mein Buch ins Internet. Aber das funktioniert eben nur bei Bestseller-Autoren, die anderen müssen im Internet erst einmal wahrgenommen werden. Und dafür braucht es auch Vertriebs- und Marketingstrukturen sowie Markennamen. Allerdings könnten diese Tätigkeiten auch Agenturen wahrnehmen.</p>
<p><strong>Wird es für die Autoren in der digitalen Welt einfach oder schwieriger, Bücher zu veröffentlichen?</strong></p>
<p>Das wird sicher einfacher, weil die hohen Vorab-Kosten bei einer Buchproduktion wegfallen. Ein Buch ins Internet zu stellen, ist ja nicht mit hohen Kosten verbunden.</p>
<p><strong>Denkbar, dass mit der Digitalisierung auch jeder Autor zu seinem eigenen Verleger wird? </strong></p>
<p>Das ist nicht nur denkbar, das gab es schon. Stephen King hat es mit einem seiner Bücher gemacht. Funktionieren kann das aber nur bei Bestseller-Autoren.</p>
<p><strong>Google-Kritiker haben immer wieder beklagt, dass mit der englischsprachigen Ausrichtung der Digitalisierung andere Sprachen ins Hintertreffen geraten könnten. Teilen Sie diese Befürchtungen?</strong></p>
<p>Diese Befürchtungen waren schon eine Zeitlang da, als Google mit US-amerikanischen Büchern in die Massendigitalisierung gegangen ist. Europa hat aber jetzt reagiert. Jetzt wird die European Digital Library, die sogenannte Europeana, aufgebaut – und da sind wir selbst federführend dabei. Die Idee dahinter ist, dass das eine große europäische Bibliothek wird, wo nicht nur die jeweiligen Nationalbibliotheken, sondern auch Archive und Museen ihre digitalen Inhalte einbringen. Ich muss allerdings sagen, dass Österreich zu wenig Geld für die Digitalisierung ausgibt.</p>
<p><strong>Sehen Sie die Europeana als Konkurrenz zu Google – oder als Ergänzung?</strong></p>
<p>Wenn es um Informationen geht, gibt es für mich keine Konkurrenz. Für mich geht es darum, dass die Menschen möglichst schnell die Information finden, die sie brauchen. Das ist auch keine Ergänzung. Das ist ein berechtigtes, emanzipiertes Nebeneinander. Und es ist ganz wichtig, dass Europa mit seiner Kultur dabei ist. Sonst besteht die Gefahr, dass das, was nicht drinnen ist, gar nicht mehr wahrgenommen wird.</p>
<p><strong>Mit der Debatte um die Digitalisierung geht auch die Diskussion um die Urheberrechte einher. Es gibt Experten, die meinen, Urheberrechte seien eigentlich obsolet.</strong></p>
<p>Wenn wir so salopp an diese Sachen herangehen, dann wird es irgendwann keine Kreativität mehr geben. Warum sollen sich Menschen dann noch bemühen, gerade jetzt, wo die Kreativwirtschaft ein ganz wichtiger Faktor ist, irgendetwas zu erfinden, zu leisten, wenn sie dann überhaupt kein Urheberrecht darauf haben? Ich glaube, das Urheberrecht muss wirklich geschützt werden.</p>
<p><strong>Ist dieses Urheberrecht in einer Copy/Paste-Kultur überhaupt noch schützbar?</strong></p>
<p>Das ist natürlich ganz schwierig. Da brauchen wir sehr strenge Gesetze. Sie haben eingangs von einer Demokratisierung des Wissens als einem der Ziele der Digitalisierung gesprochen.</p>
<p><strong>Wäre es in diesem Zusammenhang nicht logisch, Urheberrechte als überholt zu betrachten?</strong></p>
<p>Nein, denn ein Buch kann sich jeder besorgen. Und einer der Vorteile der Digitalisierung ist, dass die Bücher billiger werden. Vom neuen Dan Brown sind 50 Prozent der verkauften Exemplare über den Kindle gegangen und waren um 20 oder 30 Prozent billiger.</p>
<p><strong> Haben Sie das Buch schon gelesen?</strong></p>
<p>Nein, aber den Kindle habe ich schon zu Hause.</p>
<p><strong>Geht mit der Digitalisierung nicht auch die Sinnlichkeit des Bücherlesens verloren?</strong></p>
<p>Na klar geht etwas verloren. Beim Kindle habe ich mir auch erst gedacht, das ist nichts für mich. Einen Roman, ein Gedicht liest man doch lieber im Buch – habe ich geglaubt. Aber jetzt hab ich’s ausprobiert und bin begeistert.</p>
<p><strong>Aber in der Badewanne ist der Kindle nicht wirklich ideal?</strong></p>
<p>Wenn man ihn nicht ins Wasser tut, schon. Aber das gilt auch für das Buch.</p>
<blockquote><p><strong>DIE FAKTEN</strong><br />
Dr. Johanna Rachinger ist seit Juni 2001 Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek. Nach ihrem Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik an der Universität Wien arbeitete sie als Lektorin beim Wiener Frauenverlag, war von 1988 bis 1992 Leiterin der Buchberatungsstelle beim Österreichischen Bibliothekswerk und wechselte dann zum Verlag Ueberreuter, wo sie ab 1995 bis zur Bestellung zur Generaldirektorin als Geschäftsführerin tätig war. <a href="http://www.onb.ac.at">www.onb.ac.at</a></p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Diskussion: Die ORF Novelle und die Zukunft der Futurezone</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/06/diskussiondie-orf-novelle-und-die-zukunft-der-futurezone/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 18:03:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>default</dc:creator>
				<category><![CDATA[Events]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Einladung zur Podiumsdiskussion: Das neue ORF - Gesetz bringt auch eine Einschränkung in den Onlineaktivitäten des ORF. So wird der ORF auf "sendungsbegleitende Inhalte" in seinen Onlinemedien beschränkt. Eigenständige redaktionelle Angebote, wie die ORF Futurezone, dürfen nicht mehr stattfinden. (...)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>UPDATE: Die Veranstaltung wurde abgesagt (siehe unten)</strong></p>
<p>&#8220;Die (&#8230;)  erzielte 5-Parteien-Einigung über die <a href="http://derstandard.at/1276043592603/Aenderungen-im-Ueberblick-Das-neue-ORF-Gesetz-von-A-bis-Z" target="_blank">Konturen des neuen ORF</a> &#8211; Gesetzes bringt auch eine Einschränkung in den Onlineaktivitäten des ORF. So wird der ORF auf &#8220;sendungsbegleitende Inhalte&#8221; in seinen Onlinemedien beschränkt. Damit soll dem ohnehin marktbeherrschenden ORF Schranken im Bezug auf dessen &#8220;cross media&#8221; &#8211; Aktivitäten gegeben werden. Davon auch betroffen sind eigenständinge redaktionelle Angebote wie die Futurezone &#8211; die kein direktes Seviceangebote einer TV- oder Radiosendung ist. Führt hier &#8220;mehr Markt&#8221; wieder einmal zu &#8220;weniger redaktionellem Inhalt&#8221;. Über die <a href="http://derstandard.at/1276413045649/Aus-fuer-ORF-Futurezone-in-ihrer-heutigen-Form" target="_blank">Zukunft der Futurezone</a> diskutieren wir im <strong>QDK am Montag den 21.6. ab 19h</strong> mit Verantwortlichen und Betroffene.&#8221; (Quelle: <a href="http://qdk.blogsome.com/2010/06/14/die-futurezone-ein-opfer-der-jungsten-orf-novelle/">QDK</a>)<br />
<strong> </strong><strong> </strong></p>
<ul>
<li><span style="text-decoration: line-through;"><strong>Wann?</strong> Montang, 21. Juni 2010, 19h</span></li>
<li><strong>Wo?</strong> <a href="http://qdk.blogsome.com/">Quartier für Digitale Kultur</a> Museumsquartier Wien / quartier21, Museumsplatz 1, 1070 Wien (<a href="http://maps.google.at/maps?hl=&amp;q=museumsplatz+1+1070+wien&amp;rlz=1B3GGIC_de___AT340&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;hq=&amp;hnear=Museumsplatz+1,+1070+Wien&amp;gl=at&amp;ei=XroXTPexD9CVOO2C_PUK&amp;sa=X&amp;oi=geocode_result&amp;ct=title&amp;resnum=1&amp;ved=0CBYQ8gEwAA">Lageplan</a>)</li>
<li><strong>Hashtag:</strong> #fuzo</li>
</ul>
<p><strong>Weiterführende Links:</strong></p>
<ul>
<li>QDK: <a href="http://qdk.blogsome.com/2010/06/14/die-futurezone-ein-opfer-der-jungsten-orf-novelle/">Veranstaltungslink</a></li>
<li>Pressetext.at: <a href="http://pte.at/news/100615030/aus-fuer-orf-futurezone-durchsichtiges-begehren-der-privaten/">Aus für ORF Futurezone: &#8220;Durchsichtiges Begehren der Privaten&#8221;</a></li>
<li>Christoph Chorherr: <a href="http://chorherr.twoday.net/stories/6376015/">Verrückt: futurezone bei orf.at soll abgedreht werden</a></li>
<li>Der Standard: <a href="http://derstandard.at/1276043592603/Aenderungen-im-Ueberblick-Das-neue-ORF-Gesetz-von-A-bis-Z">Das neue ORF-Gesetz von A bis Z</a></li>
<li>DATUM: <a href="http://www.datum.at/0610/stories/godany-bloggt-die-futurezone-der-voez-und-die-politik/">Godany bloggt: Die Futurezone, der VÖZ und die Politik.</a></li>
<li>Die Presse: <a href="http://diepresse.com/home/kultur/medien/573827/index.do?_vl_backlink=/home/index.do">Facebook-Initiative will &#8220;Futurezone&#8221; retten</a></li>
<li>Walter Gröbchen: <a href="http://groebchen.wordpress.com/2009/11/21/zukunftszone-ohne-zukunft/">Zukunftszone ohne Zukunft</a> (November 2009, sic!)</li>
<li>Der Standard: <a href="http://derstandard.at/1276043566237/ORF-Aus-fuer-Futurezone">Aus für Futurezone?</a></li>
<li>Kooptech: <a href="http://blog.kooptech.de/2010/06/orf-schiesst-futurezone-ab/">ORF schießt Futurezone ab</a></li>
<li>Der Standard: <a href="http://derstandard.at/1276413045649/Aus-fuer-ORF-Futurezone-in-ihrer-heutigen-Form">Aus für ORF-Futurezone in ihrer heutigen Form</a></li>
<li>APA OTS: <a href="http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100615_OTS0273/offener-brief-an-orf-und-staatssekretaer-josef-ostermayer-pr-experten-fuer-das-weiterbestehen-der-orf-futurezone">Offener Brief an ORF und Staatssekretär Josef Ostermayer: PR-Experten für das Weiterbestehen der ORF Futurezone</a></li>
<li>Gerald Bäck (be24.at): <a href="http://www.be24.at/blog/entry/641967">Retten wir die Futurezone!</a></li>
<li>Der Standard (15.6.2010): <a href="http://derstandard.at/1276413166642/ORF-Gesetz-Einigung-auf-TV-Regionalwerbung">ORF-Gesetz: Einigung auf TV-Regionalwerbung</a></li>
<li>Der Standard (16.6.2010): <a href="http://derstandard.at/1276413039625/Nationalrat-auf-Draht-fuer-ORF-Parteien-einig-ueber-Web-Regeln">Parteien einig über Web-Regeln</a> (&#8220;Die Futurezone ist Verlegern als Präzedenzfall für Special-Interest-Portale des ORF ein Dorn im Auge.&#8221;)</li>
<li>Yucca Tree Post (15.6.2010): <a href="http://yuccatree.de/2010/06/orf-will-futurezone-dichtmachen/">ORF will Futurezone dichtmachen</a> (interessant, einmal eine Meinung aus dem benachbarten Ausland zu lesen)</li>
<li>HEISE Online (15.6.2010): <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Oesterreichischer-Rundfunk-Mehr-Geld-und-Werbung-dafuer-weniger-Online-Inhalte-1023227.html">Österreichischer Rundfunk: Mehr Geld und Werbung – dafür weniger Online-Inhalte</a></li>
<li>ZurPolitik.com (15.6.2010): <a href="http://zurpolitik.com/2010/06/15/werbung-frisst-journalismus/">Werbung frisst Journalismus</a> (Dank an Michael Moser!)</li>
<li>Beate Firlinger (16.6.2010): <a href="http://www.beatefirlinger.at/2010/06/16/orf-gesetz-neu/">Email an Staatssekretär Ostermayer</a> für Weiterbestand der Futurezone (UPDATE: Und hier die <a href="http://www.beatefirlinger.at/2010/06/18/futurezone/">Antwort aus seinem Büro</a>, 18.6.2010)</li>
<li>Unterm Hund (Blog, 16.6. 2010): <a href="http://www.bettel.at/blog/mail-stefan-petzner-wegen-neuem-orf-gesetz">Mail an Stefan Petzner wegen neuem ORF-Gesetz</a></li>
<li>Der Standard (17.6.2010): <a href="http://derstandard.at/1276413334508/Aus-fuer-die-ORF-Futurezone-beschlossen">Aus für die ORF Futurezone beschlossen</a></li>
<li>Einladung zum Tweet-Up im <a href="http://www.wienerpost.at/2009/10/urban-hacking-im-metalab/">Metalab</a>: Let&#8217;s talk #fuzo! <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=127276093972760">(</a>Infos &amp; Anmeldung: <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=127276093972760">Facebook Page</a> oder <a href="http://twtvite.com/yk0lgq">Twtvite</a>)</li>
<li>Datenschmutz Blog (17.6.2010): <a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-06/das-futurezone-drama-ein-oeffentlich-rechtliches-missverstaendnis/">Das FutureZone Drama: ein öffentlich-rechtliches Missverständnis</a></li>
<li>Facebook-Gruppe: <a href="http://www.facebook.com/?ref=logo#!/group.php?gid=116069241770475&amp;v=wall&amp;ref=ts">&#8220;Retten wir die Futurezone!&#8221;</a></li>
<li>Für &#8220;Bastler&#8221; ;) &#8211; <a href="http://soup.natano.net/post/61451688/Get-you-own-fuzo">&#8220;Get your own #fuzo&#8221;</a> (Shell Script)</li>
<li>Online Petition: <a href="http://rettenwirdiefuzo.at/petition/">RETTEN WIR DIE FUTUREZONE</a></li>
<li>Christian Krotzer (17.6.2010): <a href="Ende der Futurezone besiegelt – ORF-Gesetz im Nationalrat beschlossen">Ende der Futurezone besiegelt</a></li>
<li>Gulli.com (17.6.2010): <a href="http://www.gulli.com/news/orf-ohne-zukunft-im-netz-aus-f-r-futurezone-2010-06-17">ORF ohne Zukunft im Netz: Aus für „Futurezone“</a></li>
<li>Sonja Bettel (18.6.2010): <a href="http://www.bettel.at/blog/medienpolitik-made-austria">Medien|Politik made in Austria</a></li>
<li>Radio Fritz (19.6.2010). &#8220;Trackback&#8221; &#8211; <a href="http://trackback.fritz.de/2010/06/19/trb-184-zoeleela-gauck-hype-futurezone-ohrenblicke/">Michael Eisenriegler über Zukunftsperspektiven der Futurezone</a></li>
</ul>
<p>Die Linkliste ist unvollständig. Wir freuen uns über Ergänzungen!<span style="text-decoration: underline;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>UPDATE:</strong></span> Das Thema wird langsam zu umfangreich (und ist zu wichtig), um es in der Fußnote eines Veranstaltungshinweises zu verstecken.Die Linkliste wird hier daher nicht mehr weitergeführt, sondern übersiedelt <a href="http://www.wienerpost.at/2010/06/linksammlung-orf-novelle-futurezone-und-wie-geht-es-weiter/">hier her, in einen eigenen Blogpost</a>. Danke!</p>
<div id="attachment_3738" class="wp-caption aligncenter" style="width: 586px"><a rel="attachment wp-att-3738" href="http://www.wienerpost.at/2010/06/diskussiondie-orf-novelle-und-die-zukunft-der-futurezone/orf_at/"><img class="size-full wp-image-3738" title="orf_at" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/06/orf_at.jpg" alt="" width="576" height="286" /></a><p class="wp-caption-text">(Screenshot by Sonja Bettel)</p></div>
<p style="text-align: center;">
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 207px; width: 1px; height: 1px;">
<h3 class="storyTitle"><a href="http://chorherr.twoday.net/stories/6376015/">Verrückt: futurezone bei orf.at soll abgedreht werden</a></h3>
</div>
<p><strong>Anmerkung der Veranstalter:</strong> &#8220;Ein Bündel an Maßnahmen, Meinungen und Veränderungen sind bzgl. der Futurezone in der “pipeline”. Zuviel ist in Bewegung, um ein aussagekräftiges Podium für eine Diskussion zusammenzustellen zu können. Die kürzlich angekündigte Veranstaltung zum Thema muss daher bis auf weiteres verschoben werden &#8211; den ursprünglich anvisierten Raum- und Zeitslot halten wir jedoch weiter vorgemerkt.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Praxistest: Filmen mit der DSLR</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/06/praxistest-filmen-mit-der-dslr/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 08:47:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kröß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technik & Tools]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine der letzten großen Bastionen im Film steht vor dem Fall. Nachdem die erste Hollywood Produktion zur Gänze mit einer digitalen Spiegelreflexkamera (kurz: DSLR) gedreht wurde, findet die neue Generation von Filmemachern nun bisher unbekannte Möglichkeiten vor.
In der kommenden WIENER-Ausgabe (Nr.347 / Juli 2010 ) geht Martin Kröß deshalb der Frage nach: Was ist dran an der neuen Art des Filmens? 
wienerpost hat sich schon einmal umgeschaut und zeigt Ihnen vorab ein paar Kurzfilme, die mittels DSLR gedreht wurden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-3491" href="http://www.wienerpost.at/2010/06/praxistest-filmen-mit-der-dslr/canon_eos-5dmkii_550-thumb-300x274-3471/"><img class="alignleft size-full wp-image-3491" title="canon_eos-5dmkii_550-thumb-300x274-3471" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/06/canon_eos-5dmkii_550-thumb-300x274-34711.jpg" alt="" width="210" height="192" /></a>Eine der letzten großen Bastionen im Film steht vor dem Fall. Nachdem die erste Hollywood Produktion zur Gänze mit einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spiegelreflexkamera#Digitale_Spiegelreflexkameras">digitalen Spiegelreflexkamera</a> (kurz: DSLR) gedreht wurde, findet die neue Generation von Filmemachern nun bisher unbekannte Möglichkeiten vor.</p>
<p>In der kommenden WIENER-Ausgabe (Nr.347 / Juli 2010 ) geht <a href="http://www.wienerpost.at/author/martin-kroess/">Martin Kröß</a> deshalb der Frage nach: Was ist dran an der neuen Art des Filmens? Und was kann sie wirklich, die vielgelobte <a href="http://www.canon.de/For_Home/Product_Finder/Cameras/Digital_SLR/EOS_5D_Mark_II/index.asp">Canon EOS 5D Mark II</a>?</p>
<p><strong>wienerpost</strong> hat sich schon einmal umgeschaut und zeigt Ihnen vorab ein paar Kurzfilme, die mittels DSLR gedreht wurden. Erkennen Sie den Unterschied?</p>
<p>Trailer zur Abschlussfolge von <strong>Dr. House</strong> (Staffel 6), gedreht auf Canon 5d Mark II:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/yAaZZQhuyMo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/yAaZZQhuyMo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Kurzfilm <strong>&#8220;Reverie&#8221;</strong> gedreht auf Canon 5d Mark II:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ra9XLtjBzUU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/ra9XLtjBzUU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/12045790">Trailer Lost in Vienna 2010</a> from <a href="http://vimeo.com/user3093936">Wolfgang Pielmeier</a> gedreht auf einer <a href="http://www.canon.at/For_Home/Product_Finder/Cameras/Digital_SLR/EOS_7D/index.asp">Canon 7D</a>:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="225" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12045790&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="225" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12045790&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/10570139">&#8220;The Last 3 Minutes&#8221; Directed by Po Chan</a> from <a href="http://vimeo.com/hurlbutvisuals">Shane Hurlbut, ASC</a> gedreht auf Canon 5d Mark II:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="225" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=10570139&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="225" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=10570139&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Übrigens:Am 22. Juni 2010 findet im <a href="http://www.votivkino.at/">Votiv Kino</a> ein Kurzfilm Screening österreichischer Nachwuchs-Filmemacher statt, in Zusamnmenarbeit mit dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft (TFM) der Universität Wien. Auch dort gelangen Filme zur Aufführung, die per DSLR gedreht wurden. Bei Interesse einfach auf der <a href="http://www.facebook.com/tfmvienna#!/event.php?eid=120275894676193&amp;ref=mf">Facebook Seite</a> der Veranstaltung anmelden!</p>
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		<item>
		<title>Digitale Wolken</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/05/digitale-wolken/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 May 2010 20:18:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kröß</dc:creator>
				<category><![CDATA[NetzLESEN]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Netzleben]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Web20]]></category>

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		<description><![CDATA[Web 2.0 war gestern. Die Vorhersage für die Zukunft des Netzes lautet: stark bewölkt. Was Ihnen die Cloud bringt und worauf Sie achtgeben sollten, sagt Ihnen der WIENER.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p style="text-align: left;">Web 2.0 war gestern. Die Vorhersage für die Zukunft des Netzes lautet: stark bewölkt. Was Ihnen die Cloud bringt und worauf Sie achtgeben sollten, sagt Ihnen der WIENER. (Text: <a href="http://www.wienerpost.at/author/martin-kroess/">Martin Kröß</a> / Illustration: <a href="http://www.wienerpost.at/2010/05/donnerstag-ist-kunsttag/">Renate Stoica</a>)</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter size-full wp-image-3432" title="wiener_cloud1" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/05/wiener_cloud12.jpg" alt="wiener_cloud1" width="532" height="309" /></p>
<p><strong>Die Marketingexperten dieser Welt </strong>können sich auf die Schulter klopfen. Nach längerer Durststrecke haben sie es wieder geschafft. Ein neues Buzzword hat sich gefunden: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cloud_Computing">Die Cloud.</a> Wie schon bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Web_2.0">Web 2.0</a> weiß keiner so genau was es ist, aber man trifft es überall an. Wer etwas auf sich hält, begibt sich nun in höhere Sphären um am Puls der Zeit zu bleiben. Schließlich verspricht man uns, dass die Zukunft in der Wolke liegen soll. Doch was genau hat es mit der Cloud auf sich? Ist sie nur ein weiterer Geniestreich der Technologiebranche um Marketing-Kampagnen zu pushen, Absätze anzukurbeln und Unternehmen aller Größen, Farben und Formen zittern zu lassen, aus Angst, dass sie den Einstieg verpassen könnten?</p>
<p><strong>Der WIENER hat sich schlau gemacht</strong> und soviel vorweg: Das Rad wurde mit der Cloud nicht neu erfunden. Wie schon beim Begriff Web 2.0 mangelt es auch bei der Cloud nicht an Definitionen, die sich allesamt erheblich unterscheiden. Klar ist, dass es sich dabei um keine neue Technologie handelt. Vielmehr ist die Cloud ein neues Synonym dafür, wie bereits gängige Technologien miteinander verknüpft werden.</p>
<p><strong>Das Wort selbst hat seinen Ursprung</strong> in den Flipchart- und Powerpointpräsentationen der IT-Techniker. Wann immer Datenübertragungen von PCs, Smartphones, Laptops und anderen Geräten in das Internet und vom Internet wieder zurück grafisch dargestellen werden, kommt das Symbol der Wolke zum Einsatz. Es steht stellvertretend für einen virtuellen, nicht greifbaren Ort. Das neue Modewort Cloud umschreibt nicht eine fundamentale Revolution der Technik, sondern ein neues Prinzip der Verwendung. Fungierte das Internet bei der Datenübertragung bislang nur als Leitung und Vermittler zwischen lokalen Rechnern, so wandern die Daten künftig auf Dauer in die Cloud – das Internet wird also zum Super-Speichermedium für alles, was gestern noch mehr oder weniger sicher auf dem Home-PC abgelegt war. In der Cloud, so die Verheißung, sind Daten nicht nur einfach und bequem zu verwalten, sie können auch von jedem Endgerät und jedem Ort der Welt aus abgerufen werden.</p>
<p><strong>Gut veranschaulichen lässt sich dieses Prinzip</strong> anhand einer der ältesten Services im Internet – der E-Mail. Früher wurden E-Mails üblicherweise von Rechner zu Rechner übertragen – gespeichert (und gelesen) wurden sie lokal. Wer Zugang zu seinen E-Mails wollte, musste seinen Computer aufdrehen und das eigene E-Mail Programm öffnen. Die Cloud aber speichert alle E-Mails zur Gänze im Internet. Dort warten sie auf unseren Zugrifffacher, ein einfacher <a href="http://www.youtube.com/watch?v=o4MwTvtyrUQ">Web-Browser</a> (Link bitte nur klicken, wenn Sie hart im Nehmen sind) reicht dafür. Wenn wir sie lesen, müssen ihre Daten keine Sekunde mit der Festplatte unseres PC in Berührung kommen.</p>
<p><strong>E-Mails sind aber nur der Anfang.</strong> Dokumente, Bilder, Videos – praktisch alles was wir digital speichern – ziehen von unseren Rechnern in die Cloud um. Damit sind der Mobilität keine Grenzen mehr gesetzt. Ob über das Netbook in der Wartehalle auf dem Flughafen, auf dem Handy in der S-Bahn oder dem PC zu Hause. Unser gesamtes digitales Leben lässt sich permanent und aktuell aus dem Äther fischen. Solange wir einen Zugang zum Netz haben, begleitet uns die Cloud.</p>
<p><strong>Die Vorteile liegen auf der Hand.</strong> Lokale Datensicherungen sind nur mehr begrenzt notwendig. Weder der Diebstahl unserer Gadgets, noch Fehlfunktionen unserer Hardware beeinträchtigen die Sicherheit unserer Daten. Umständliche Zusatzprogramme werden in vielen Fällen obsolet, denn ein einfacher Web-Browser ermöglich uns bereits den Zugriff. Wer auf mehreren Computern – im Büro, auf Geschäftsreise oder zu Hause – an Dokumenten arbeitet, hat immer die aktuellste Version in der Cloud parat. Da die Daten bereits im Netz sind, können sie auch problemlos mit anderen geteilt werden. Das umständliche Versenden von Fotos und Videos ist passé – ein Knopfdruck genügt und anderen wird der Zugang gewährt. Auch die Kosten sinken, denn durch die Auslagerung der Daten in die Cloud wird weniger Speicherplatz benötigt und das spart Festplattenkapazität. Für Unternehmen erhöht sich zusätzlich die Flexibilität und erleichert etwa die Telearbeit oder das Arbeiten im Außendienst.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Aber auch die Nachteile der Cloud</strong> haben es in sich, denn unsere Daten verlassen zwangsläufig unsere eigene Obhut und müssen anderen Anbietern übergeben werden. Dieser Kontrollverlust behagt nicht jedem. Gerade bei sensiblen Daten kann sich sehr schnell ein Sicherheitsproblem ergeben. Ein weiteres großes Fragezeichen ist auch die Zuverlässigkeit der Cloud. Gestörte Internetverbindungen oder Zusammenbrüche von Servern können dafür sorgen, dass man vom Zugang zu seinen Daten abgeschnitten wird. Selbst große Webservices wie Twitter oder Facebook erleiden immer wieder massive Ausfälle. <img class="aligncenter size-full wp-image-3434" title="wiener_cloud2" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/05/wiener_cloud22.jpg" alt="wiener_cloud2" width="336" height="493" /></p>
<p><strong>Trotz der Schwächen des Systems</strong> ist der Trend zur Cloud jedoch enorm und viele User verlagern ihr digitales Hab und Gut ins Netz. Das Angebot dafür steht bereit und wird noch massiv ausgebaut. Analysten schätzen, dass der Markt für Cloud Computing im Jahr 2016 ganze 100 Milliarden Dollar wert sein wird. Einer der großen Vorreiter auf diesem Markt ist natürlich Google mit seinen vielen Cloud Applications. Google Docs etwa bietet Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation direkt im Web an. Dabei eignet es sich nicht nur als Alternative zu Microsofts Office, sondern ermöglicht es auch, kollaborativ mit mehreren Nutzern an ein und demselben Dokument gleichzeitig zu arbeiten, Verbesserungen vorzunehmen und zu kommentieren.</p>
<p><strong>Der populäre Cloud E-Maildienst GoogleMail</strong> wurde 2007 gestartet und bietet aktuell 7,5 Gigabyte Speicherplatz gratis an. Webmail-Dienste wie Hotmail, GMX oder Yahoo, die das Prinzip schon seit Jahren fahren, sind mit ihren Speicherplatz-Angeboten nachgezogen. Mit AdobePhotoshop Express können Fotos online direkt bearbeitet werden. Über Acrobat lassen sich Texte verfassen, verwalten und in Pdf-Dokumente umwandeln. Mit <a href="https://www.dropbox.com/">DropBox</a> hat sich ein System für Datenspeicherung und -verwaltung in der Cloud hervorgetan: Eine automatische Synchronisierung sorgt dafür, dass auf jedem Rechner, von dem aus man zugreift, stets die aktuellste Version der Datei zur Verfügung steht. Via Evernote schaffen sie sich ein virtuelles Gedächtnis in der Cloud: fotografieren, scannen, schreiben und speichern – <a href="http://www.evernote.com/">Evernote</a> merkt sich, was wir gleich wieder vergessen würden. Mit Pandora kann man seine persönlichen Musikdateien und im Internet gestreamte Radiosender aus der Wolke empfangen. Das Pendant im Videobereich kommt von den Anbietern <a href="http://www.netflix.com/">Netflix</a> und <a href="http://www.hulu.com/">Hulu</a>.</p>
<p><strong>Das Rad wurde also nicht neu erfunden</strong>, aber die Straße auf der es fährt, modernisiert. Die lokale Datenver- waltung gehört immer mehr der Vergangenheit an. Wir ziehen in die Wolke, sie ermöglich uns in Zukunft alleine mit einer Internetverbindung den Zugriff auf unser gesamtes digitales Leben, von jedem Ort aus und zu jeder Zeit. Die ständige Anbindung an das Web über Laptops, Smartphones und drahtloses Internet macht es möglich. Doch was, wenn sich plötzlich die Wolken verdunkeln, was, wenn der Datenstrom versiegt? Wer hat dann noch die Kontrolle? Wer übernimmt die Verantwortung für unsere Daten, falls das System kollabiert? Wie bekommen wir dann unser digitales Leben zurück? Für ein solches Szenario gibt es bislang keine überzeugende Schönwetterprognose &#8230;</p>
<div>
<hr /></div>
<p><strong>DIE FAKTEN:</strong></p>
<p>Die 4 besten Cloud Applications</p>
<ul>
<li><a href="http://docs.google.com">Google Docs</a> – Textverarbeitung und Tabellenkalkulation im Web</li>
<li><a href="http://gmail.google.com">GMail</a> &#8211; Online Mailverwaltung leicht gemacht</li>
<li><a href="http://getdropbox.com">Dropbox</a> &#8211; Datensynchronisation leicht gemacht</li>
<li><a href="http://evernote.com">Evernote</a> &#8211; Das digitale Gedächtnis in der Cloud</li>
</ul>
<p>Verwandte Artikel: <a href="http://www.wienerpost.at/2010/01/umfrage-organize-your-life/">Organize your life!</a></p>
<blockquote><p>Erschienen im WIENER 346 / Juni 2010</p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Drama, Baby, Drama!</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/05/drama-baby-drama/</link>
		<comments>http://www.wienerpost.at/2010/05/drama-baby-drama/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 May 2010 19:47:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[04 Digital World]]></category>
		<category><![CDATA[Digital World]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Netzleben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wienerpost.at/?p=3422</guid>
		<description><![CDATA[Miss Netzleben hat ein gebrochenes Herz. Aber wohin damit in ihrer digitalen Welt? Ein Problem aus der Beziehungkiste 2.0]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Miss Netzleben hat ein gebrochenes Herz. Aber wohin damit in ihrer digitalen Welt? Ein Problem aus der Beziehungkiste 2.0</p></blockquote>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1782" title="nicole" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/04/nicole1.jpg" alt="nicole" width="192" height="239" /><strong>„Einem Autobus und einem Mann</strong> rennt man nicht nach“, hat die Oma gesagt. Und in puncto Autobus halt ich mich da dran. An denen hat sich ja nichts Grundsätzliches verändert seit Omas Zeiten. Richtig, an den Männern auch nicht. Aber während die Straßen, die so ein Autobus befährt nach wie vor die altbekannten Schlaglöcher aufweisen, sind die Gefahrenquellen am Datenhighway ständig im Fluss. Die Männer mögen die gleichen sein – aber die Kommunikationswege zu ihnen&#8230; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Abk%C3%BCrzungen_%28Netzjargon%29#O">OMG!</a> Jede neue Informationstechnologie, so heißt es, bringt neue Kulturen des Gebrauchs mit sich. Was sie nicht mit sich bringt, ist eine Gebrauchsanleitung. Ich weiß, wovon ich rede&#8230;</p>
<p><strong>Bin ja auch nicht mehr die jüngste.</strong> Ich habe Liebeskummer in Zeiten des Vierteltelefons erlebt. Als man sich der Illusion hingeben konnte, er hat eh angerufen, ist bloß nicht durchgekommen, weil die blöden Nachbarn immer so lang in der Leitung hängen.<br />
Dann kam Liebeskummer in Zeiten des zwar ganzen, aber AB-losen Anschlusses als die Affirmation lautete „Er hat eh angerufen, aber vermutlich war ich da grad Milch holen.“ Und keine Gerätschaft, die das Gegenteil hätte belegen können.</p>
<p><strong>In der Tat trat der erste</strong> Anrufbeantworter ein paar Jahre später den Beweis an: Er hatte angerufen. Was nun? Zurückrufen? Gleich – später &#8211; nie? Neue Technologien werfen eben stets neue Fragen auf. Die 90er Jahre brachten den ersten Liebeskummer per Mail. Kann mich erinnern, als mein Mailbox-Provider ausgerechnet über die Weihnachtsfeiertage w.o. gegeben hat und wir (der Liebeskummer, mein Sidekick und ich) mit Brechstange und Bonbonniere nach Meidling gefahren sind, zu den feiertäglichen verschlossenen Headquarters des mistigen Providers. Ich erspar Ihnen die Details.</p>
<p><strong>E-Mails sind Amors</strong> elektronische Munition, in halluzinogenes Suchtgift getränkte Pfeilspitzen. Warum wurde „Gut gegen Nordwind“ <em>der</em> österreichische Bestseller der letzten Jahre? Weil wir es alle schon erlebt haben. Ich auch wieder mal. Gerade eben.</p>
<p><strong>Und wohin jetzt mit den Scherben?</strong> Ich habe ein iPhone. Mir entgeht kein Anruf, keine Mail, kein Tweet und kein Status-Update auf Facebook. Ich kann nicht mehr Milch holen gehen und mich in hoffnungsschwangerer Illusion wiegen. Wenn er sich nicht meldet, dann weiß ich, woran es liegt: Nämlich daran, dass er sich nicht meldet. Punktum.</p>
<p><strong>Ich bin Web 2.0 sozialisiert.</strong> Ich habe gelernt, dass Authentizität und Echtzeit-Kommunikation die Währung meiner Community sind. Ich habe miterlebt welch ein engmaschiges Feuerwehrnetz Twitter sein kann, wenn es einem von uns mal richtig dreckig geht. Habe schon selber mitternächtliche Taxifahrten mitorganisiert, um einem per Tweet angedeuteten Suizid zuvorzukommen. Das Web ist voller Menschen. Und wo Menschen sind, wohnt Drama. „Keine Angst“, singt Hansi Lang in meinem iPod. Ich habe keine Angst. Ich bin mit all meinem Drama eine Gleiche unter Gleichen. Lasst es mich in eine Webcam schreien.</p>
<p><strong>Oder auch nicht.</strong> Denn: Meine Eltern, mein Ex, meine halbe Schulklasse, meine Arbeitskolleginnen sind auf Facebook. Das sind keine Authentizitäts-geeichten Poweruser. Das sind Farmville-spielende <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Lurker">Lurker</a>! Kein sicherer Hafen für mein Herz. Und <em>er</em> liest meine Tweets. Das hätte die Oma gar nicht gut gefunden, wenn ich ihm nicht nur nachrenne, sondern auch noch mitlesen lasse, wie’s mir dabei geht.</p>
<p><strong>Was tun? Sinnlos,</strong> so viele graue Zellen auf dem Altar dieser Frage zu opfern. Ich war immer ein Mensch der Sehnsucht, nicht der Taktik. Ich ruf ihn jetzt an. „Oldschool“, wie wir Community-Nerds sagen würden&#8230;</p>
<blockquote><p>Erschienen im WIENER 346 / Juni 2010</p></blockquote>
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<p class="MsoNormal">„Einem Autobus und einem Mann rennt man nicht nach“, hat die Oma gesagt. Und in puncto Autobus halt ich mich da dran. An denen hat sich ja nichts Grundsätzliches verändert seit Omas Zeiten. Richtig, an den Männern auch nicht. Aber während die Straßen, die so ein Autobus befährt nach wie vor die altbekannten Schlaglöcher aufweisen, sind die Gefahrenquellen am Datenhighway ständig im Fluss. Die Männer mögen die gleichen sein – aber die Kommunikationswege zu ihnen&#8230; OMG!</p>
<p class="MsoNormal">Jede neue Informationstechnologie, so heißt es, bringt neue Kulturen des Gebrauchs mit sich. Was sie nicht mit sich bringt, ist eine Gebrauchsanleitung. Ich weiß, wovon ich rede&#8230;</p>
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<p class="MsoNormal">Bin ja auch nicht mehr die jüngste. Ich habe Liebeskummer in Zeiten des Vierteltelefons erlebt. Als man sich der Illusion hingeben konnte, er hat eh angerufen, ist bloß nicht durchgekommen, weil die blöden Nachbarn immer so lang in der Leitung hängen.</p>
<p class="MsoNormal">Dann kam Liebeskummer in Zeiten des zwar ganzen, aber AB-losen Anschlusses als die Affirmation lautete „Er hat eh angerufen, aber vermutlich war ich da grad Milch holen.“ Und keine Gerätschaft, die das Gegenteil hätte belegen können.</p>
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<p class="MsoNormal">In der Tat trat der erste Anrufbeantworter ein paar Jahre später den Beweis an: Er hatte angerufen. Was nun? Zurückrufen? Gleich – später &#8211; nie? Neue Technologien werfen eben stets neue Fragen auf.</p>
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<p class="MsoNormal">Die 90er Jahre brachten den ersten Liebeskummer per Mail. Kann mich erinnern, als mein Mailbox-Provider ausgerechnet über die Weihnachtsfeiertage w.o. gegeben hat und wir (der Liebeskummer, mein Sidekick und ich) mit Brechstange und Bonbonniere nach Meidling gefahren sind, zu den feiertäglichen verschlossenen Headquarters des mistigen Providers. Ich erspar Ihnen die Details.</p>
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<p class="MsoNormal">E-Mails sind Amors elektronische Munition, in halluzinogenes Suchtgift getränkte Pfeilspitzen. Warum wurde „Gut gegen Nordwind“ <em>der</em> österreichische Bestseller der letzten Jahre? Weil wir es alle schon erlebt haben. Ich auch wieder mal. Gerade eben.</p>
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<p class="MsoNormal">Und wohin jetzt mit den Scherben? Ich habe ein iPhone. Mir entgeht kein Anruf, keine Mail, kein Tweet und kein Status-Update auf Facebook. Ich kann nicht mehr Milch holen gehen und mich in hoffnungsschwangerer Illusion wiegen. Wenn er sich nicht meldet, dann weiß ich, woran es liegt: Nämlich daran, dass er sich nicht meldet. Punktum.</p>
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<p class="MsoNormal">Ich bin Web 2.0 sozialisiert. Ich habe gelernt, dass Authentizität und Echtzeit-Kommunikation die Währung meiner Community sind. Ich habe miterlebt welch ein engmaschiges Feuerwehrnetz Twitter sein kann, wenn es einem von uns mal richtig dreckig geht. Habe schon selber mitternächtliche Taxifahrten mitorganisiert, um einem per Tweet angedeuteten Suizid zuvorzukommen. Das Web ist voller Menschen. Und wo Menschen sind, wohnt Drama. „Keine Angst“, singt Hansi Lang in meinem iPod. Ich habe keine Angst. Ich bin mit all meinem Drama eine Gleiche unter Gleichen. Lasst es mich in eine Webcam schreien.</p>
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<p class="MsoNormal">Oder auch nicht. Denn: Meine Eltern, mein Ex, meine halbe Schulklasse, meine Arbeitskolleginnen sind auf Facebook. Das sind keine Authentizitäts-geeichten Poweruser. Das sind Farmville-spielende Lurker<a name="_ftnref1" href="#_ftn1"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]-->[1]<!--[endif]--></span></span></a>! Kein sicherer Hafen für mein Herz.</p>
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<p class="MsoNormal">Und <em>er</em> liest meine Tweets. Das hätte die Oma gar nicht gut gefunden, wenn ich ihm nicht nur nachrenne, sondern auch noch mitlesen lasse, wie’s mir dabei geht.</p>
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<p><span style="font-size: 12pt; font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;">Was tun? Sinnlos, so viele graue Zellen auf dem Altar dieser Frage zu opfern. Ich war immer ein Mensch der Sehnsucht, nicht der Taktik. Ich ruf ihn jetzt an. „Oldschool“, wie wir Community-Nerds sagen würden&#8230;</span></p>
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<p class="MsoFootnoteText"><a name="_ftn1" href="#_ftnref1"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]-->[1]<!--[endif]--></span></span></a> schweigende Mitleser</p>
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		<title>YouTube erreicht 2 Millarden Views pro Tag (Video)</title>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 08:20:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Netzleben]]></category>
		<category><![CDATA[Web20]]></category>
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		<description><![CDATA[Und mehr als in dieser Überschrift steht, kann man dazu auch gar nicht sagen. Außer vielleicht: Wow. Erst unlängst feierte as Online-Videoportal seinen fünften Geburtstag, gestern fiel die 2 Millarden Hürde. (...)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-3272" title="youtube-logo" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/05/youtube-logo1-300x198.png" alt="youtube-logo" width="162" height="107" /></p>
<p>Und mehr als in dieser Überschrift steht, kann man dazu auch gar nicht sagen. Außer vielleicht: Wow. Erst unlängst feierte as Online-Videoportal <a href="http://mashable.com/2010/02/14/youtube-birthday/">seinen fünften Geburtstag</a>, gestern fiel die 2 Millarden Hürde. (Anmerkung: Liebe Medien-Kollegen: Wer hier wieder &#8220;billion&#8221; mit Billion übersetzt, wird eingehändig von mir an der Nase gezogen!)<br />
Fünf Jahre YouTube &#8211; das bedeutet eine Erfolgsgeschichte und eine Veränderung unseres Medienverhaltens wie sie grundlegender kaum vorstellbar ist.</p>
<p>YouTube in Zahlen (mit Dank an <a href="http://techcrunch.com/2010/05/16/five-years-in-youtube-is-now-streaming-two-billion-videos-per-day/">Techcrunch</a>, die brav Statistik recherchiert haben):</p>
<ul>
<li>2 Billion views a day</li>
<li>3rd most visited website (Alexa)</li>
<li>Localized in 23 countries across 24 different languages</li>
<li>15 The average number of minutes people spend on the site each day</li>
<li>24  Hours of video uploaded to YouTube every minute</li>
<li>45 Million home page impressions every day</li>
<li>70% of YouTube traffic comes from outside the U.S.</li>
<li>100  Years of video scanned by copyright managent technology, Content ID, every day</li>
<li>1700  Years it would take you to watch the hundreds of millions of videos on YouTube</li>
</ul>
<p>Zur Feier des Tages hat YouTube einen <a href="http://www.youtube.com/user/FiveYear">Jubiläumskanal</a> ins Leben gerufen (<a href="http://www.youtube.com/user/FiveYear">hier anschauen</a>). Und ich, rührseelige Trantüte, die ich nun mal bin, hab schon das eine oder andere Tränchen verdrückt bei ihrem offiziellen Geburtstagsvideo. Deshalb will ich Ihnen das nicht vorenthalten:</p>
<div></div>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Tlmho7SY-ic&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/Tlmho7SY-ic&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Jössas, Twitterparade!</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/05/jossas-twitterparade/</link>
		<comments>http://www.wienerpost.at/2010/05/jossas-twitterparade/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 May 2010 07:15:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geek Stuff]]></category>
		<category><![CDATA[Geek]]></category>
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		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeugs]]></category>

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		<description><![CDATA[Ok, es ist wirklich bloß eine blöde Spielerei. Aber wozu glauben Sie haben wir die Kategorie Geek Stuff ins Leben gerufen? Exakt. Für blöde Spielereien. Hier also unsere Twitterparade. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ok, es ist wirklich bloß eine blöde Spielerei.</strong> Aber wozu glauben Sie haben wir die Kategorie Geek Stuff ins Leben gerufen? Exakt. Für blöde Spielereien. Hier also unsere <a href="http://isparade.jp/108883">Twitterparade</a>. Anbei leider nur ein Screenshot möglich, aber wenn Sie den japanischen Animations-Wahnsinn in seiner vollen epischen Breite erleben wollen, folgen sie einfach <a href="http://isparade.jp/108883">dem Link</a>. (Sie wollen Ihre eigene machen? Das geht hier: <span> </span><a href="http://isparade.jp/">isparade.jp</a>)</p>
<div>
&lt;</div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3320" title="isparade" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/05/isparade1.jpg" alt="isparade" width="440" height="330" /></p>
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