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	<title>WIENER &#187; Editorial</title>
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	<description>Die offizielle Webseite des Wiener</description>
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		<title>Würfelspiel</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 21:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Wieser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[WIENER]]></category>

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		<description><![CDATA[Als wir junge Männer waren, die aus den unterschiedlichsten Gründen doch beim Bundesheer gelandet waren (was sich im harmlosesten Fall als arge Vergeudung von Lebenszeit erwei&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/12/wurfelspiel/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/12/Cover364.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-29157" title="Cover364" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/12/Cover364-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a><strong>Als wir junge Männer waren,</strong> die aus den unterschiedlichsten Gründen doch beim Bundesheer gelandet waren (was sich im harmlosesten Fall als arge Vergeudung von Lebenszeit erweisen sollte), befahl man uns beim Exerzieren das Lied „Das Leben ist ein Würfelspiel“ anzustimmen. Den Text hatte ich bis auf die titelgebende erste Zeile vergessen. Und eine kurze Internet-Recherche überzeugte mich in Windeseile, dass ich damit völlig recht getan hatte.</p>
<h4>Spiele spielen</h4>
<p>Eingefallen ist mir dieses Lied, als ich mich mit dem wundervollen neuen Spiel „Icon Poet“ (siehe diese WIENER-Ausgabe, Seite 57) beschäftigte. Einen direkten Zusammenhang gibt es nicht (aber was tun, wenn die Synapsen funken?), oder deutlicher formuliert, das Spiel ist das Gegenteil vom Bundesheer (wie ich es kennengelernt habe): also aufregend, kreativ, unterhaltsam, intelligent. Im Grunde genommen geht es darum, anhand einer gewürfelten Auswahl von Icons in wenigen Minuten eine Geschichte zu verfassen. Wer die beste Story erzählt, gewinnt. Das Spiel ist also ein Spiel ist ein Spiel ist ein Spiel. Und mit Sicherheit nicht das Leben.</p>
<h4>Leben leben</h4>
<p>Es, das Leben, zu einem solchen zu erklären, mag dem Fatalismus von Befehlsempfängern dienlich sein (oder dazu beitragen, sie in diesem Zustand verharren zu lassen), der aufrechte Mensch weiß, dass das Leben erst durch Standhaftigkeit und Risikobereitschaft bunt und schön und wertvoll wird. Und (für manche) auch gefährlich. In Mexiko gehen die Menschen auf die Straßen, um gegen den Terror der Drogen-Kartelle zu demonstrieren. Angeführt werden sie von Javier Sicilia, einem Dichter, dessen Sohn von den Schergen der Drogen-Mafia ermordet wurde. Die mexikanische Soziologie-Professorin und Journalistin Marta Durán de Huerta erklärt – exklusiv für den WIENER – die Ursachen der mexikanischen Tragödie. Tatsächlich scheinen in Mexiko immer mehr Menschen aufzustehen; im Gleichklang – gegen die Gleichgültigkeit. Anders als wir damals stimmen sie aber kein blödes Lied an. Und spielen auch nicht Leben. Sie leben. Nur das.</p>
<p>Good Vibrations,<br />
Wolfgang Wieser, Chefredakteur</p>
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		<title>Sex, jetzt neu</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 07:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Wieser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[Glavinic]]></category>
		<category><![CDATA[Pandora]]></category>
		<category><![CDATA[Sex Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon mal ein Verhältnis gehabt? Das damit verbundene, mit nichts vergleichbare Prickeln gespürt? Nein? Wir schon. Und ich kann Ihnen sagen, wir haben’s genossen. Jede Zeile. J&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/11/sex-jetzt-neu/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/11/cover363.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-28791" title="cover363" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/11/cover363-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a>Schon mal ein Verhältnis gehabt?</strong> Das damit verbundene, mit nichts vergleichbare Prickeln gespürt? Nein? Wir schon. Und ich kann Ihnen sagen, wir haben’s genossen. Jede Zeile. Ja, jede Zeile. Denn es war ein ganz besonderes Verhältnis, das wir pflegten, ein Verhältnis, dem ausschließlich das geschriebene Wort eine seltene Innigkeit verlieh. Monat für Monat ging das so, Jahr um Jahr. Der WIENER und <a title="wiener-online: Pandora" href="http://www.wiener-online.at/author/pandora/">Pandora</a> – das war eine Lovestory, wie sie die Welt noch nicht erlebt hatte. Es war eine Beziehung, in der Sex wichtig war, unzweifelhaft, die aber vor allem von einer spannungsgeladenen Vorfreude zehrte. Der monatliche Pandora-Text wurde hingebungsvoll erwartet (von uns, und wie wir wissen, auch von unseren Lesern). Und ich verrate hier kein Geheimnis, wenn ich festhalte, dass wir ihre Zeilen meist mit Lust genossen, manchmal mit einem wohligen Schauer und hin und wieder mit blankem Entsetzen. Sie war unsere große Liebe – und großen Lieben ist schließlich alles erlaubt.</p>
<p>Selbst in der Redaktion wussten nur wenige, wer sich hinter dem Pseudonym aus der griechischen Mythologie verbarg. Es wurde zwar getuschelt, es wurden Vermutungen angestellt. Wirklich wissen wollte es aber niemand – was in der Natur von Verhältnissen liegt (der Reiz geht verloren, wenn’s keine Geheimnisse mehr zu enthüllen gibt).</p>
<p>Und dann hat sie uns verlassen. Wir waren überrascht, hatten es aber auch geahnt. Schon in den Monaten zuvor war sie nicht mehr ganz so wild, wirkte fast ein wenig abweisend. Es begann damit, dass sie ihre Identität lüftete. Und plötzlich alle wussten, dass es sich bei der geheimnisumwitterten Autorin um die News-Journalistin Janina Lebiszczak handelte. Und als solche beschloss sie, nicht mehr (und das meinen wir – ganz und gar ironiefrei – natürlich nur symbolisch) in fremde Betten, also in unseres zu hüpfen, sondern sich als treu ergebene Lebensabschnittspartnerin von News zu behaupten. Wir tragen ihr das nicht nach. Wer jemals ein Verhältnis gepflegt hat, weiß, dass das nur haltlos Verzweifelte tun.</p>
<p>Verzweifelt aber sind wir nicht. Denn Pandora hat uns ein Abschiedsgeschenk gemacht. Einen Vorschlag eigentlich, inklusive der entsprechenden Telefonnummer. Nein, nicht eine dieser kostenpflichtigen 0900-Nummern, an die Sie jetzt vielleicht denken, sondern die des renommierten Schriftstellers Thomas Glavinic. Und der widmet sich im WIENER ab sofort jenem Thema, an das Männer angeblich ständig denken. Oder 13-mal täglich; oder auch 18-mal – was stimmt, verschwimmt in der Vielzahl entsprechender Studien. Sicher ist, sie tun es oft. Ja, wir meinen Sex. Und so heißt auch Glavinic’ Kolumne. Kein neues Verhältnis, aber ein prickelndes Vergnügen. Küsschen, Pandora. Freundschaft, lieber Thomas.</p>
<p>Good Vibrations!<br />
Wolfgang Wieser, Chefredakteur</p>
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		<title>Genuss</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 06:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Wieser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[Genuss]]></category>
		<category><![CDATA[Schokolade]]></category>

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		<description><![CDATA[Hin und wieder gibt es Momente, in denen es sich besonders gut anfühlt, am Leben zu sein. „Heute spüre ich es wieder –“, pflege ich dann kryptisch anzudeuten, ohne den Satz zu vollen&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/10/genuss/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/10/Cover362.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-28141" title="Cover362" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/10/Cover362-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><strong>Hin und wieder gibt es Momente,</strong> in denen es sich besonders gut anfühlt, am Leben zu sein. „Heute spüre ich es wieder –“, pflege ich dann kryptisch anzudeuten, ohne den Satz zu vollenden (und nur wenige Vertraute wissen, was damit gemeint ist). Diese Augenblicke sind nicht einfach abrufbar, sie stellen sich ein. An manchen Tagen spürt man, dass sie sich langsam anschleichen, an anderen sind sie plötzlich da. Aber ganz egal, wie und wann sie auftauchen: diese Momente sind ein absoluter Genuss.</p>
<p>„Genuss ist immer etwas, womit wir beschenkt werden“, sagt der Leiter des Anton Proksch-Institutes, Michael Musalek. Und meint damit, dass aktiver, also geplanter Genuss gar nicht möglich ist. „Wir können nur die Basis dafür schaffen, dass uns Genuss passiert.“</p>
<p>Und selbst das ist nicht zwingend notwendig. Denken Sie nur an die schöne Szene im Film „Chocolat“ mit Juliette Binoche und Alfred Molina. Molina dringt als bigotter Bürgermeister Comte de Reynaud mitten in der Nacht in die Chocolaterie von Vianne Rocher (Binoche) ein, um diesen Ort der Verführung zu verwüsten. Und er wäre wohl auch erfolgreich, landete nicht ein Splitter Schokolade auf seinen Lippen. Dieser Splitter lässt den Comte jede Contenance vergessen. Er stürzt sich geradezu gierig auf Rochers Kreationen – für ihn ein Glück, denn der selbstvergessene Genuss der Schokolade macht ihn endlich frei von all den Zwängen, die ihm das Leben als einzige Qual erscheinen lassen. Endlich entspannt, schläft er schließlich sogar direkt in der schokoverschmierten Auslage ein.</p>
<p>Schokolade als Botenstoff für den Genuss? Denkbar, aber keine Garantie. Mehr Schokolade bedeutet einfach nur mehr Schokolade – und sonst gar nichts (höchstens noch einen verdorbenen Magen). Das gilt auch für alle anderen Substanzen. Mehr Alkohol bedeutet erst einmal nur mehr Alkohol, dann mehr Durst (und vermutlich einen gewaltigen Kater) und im schlimmsten Fall ein nicht zu kontrollierendes Bedürfnis nach diesem Mehr.</p>
<p>Spätestens dann ist die Chance auf Genuss endgültig dahin. Denn dann ist jede Sensibilität längst zerstört. Betrachten Sie unser Lebensstil-Spezial also nicht als Anleitung zu maßlosem Konsum, sondern als Inspiration für ein genussvolles Leben; ein Leben, dass sich in manchen Momenten besonders gut anfühlt.</p>
<p><strong>Good Vibrations</strong><br />
~ Wolfgang Wieser, Chefredakteur</p>
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		<title>Die Männer und Mirjam</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2011/09/die-manner-und-mirjam/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 20:14:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Wieser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[David Rott]]></category>
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		<category><![CDATA[Karl Markovics]]></category>
		<category><![CDATA[Mirjam Weichselbraun]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Simonischek]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Maurer]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/09/Cover361.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-27302" title="Cover361" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/09/Cover361-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a><strong>Ehrlich, es ist uns völlig egal,</strong> mit wem <a title="wiener-online: Perfektion ist langweilig" href="http://www.wiener-online.at/2011/09/perfektion-ist-langweilig/">Mirjam Weichselbraun</a> gerade liiert ist. Oder ob überhaupt. Fragen (oder Spekulationen) dieser Art überlassen wir gerne den Kollegen aus der Abteilung Klatsch und Tratsch. Das heißt nicht, dass wir nicht am Leben von Frau Weichselbraun Anteil nehmen; natürlich tun wir das. Aber so, wie sich der WIENER Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, eben nähert. Mit offenem Interesse, der notwendigen Distanz, vor allem aber mit Respekt.</p>
<p>Das ist vermutlich auch der Grund, warum diese Menschen gerne mit dem WIENER sprechen. Neben Frau Weichselbraun tun dies in dieser Ausgabe sehr unterschiedliche Charaktere.</p>
<p>Peter Simonischek erzählt ungewohnt offen über Leben und Tod: „Ob sich die Nachwelt mit mir beschäftigt, ist mir völlig egal.“ Karl Markovics erklärt, was einen wirklich guten Film auszeichnet: „Ich finde, dass ein Film zwingend eine Heimat braucht.“ Thomas Maurer und David Schalko sagen über ihre Verfilmung von Thomas Glavinic’ „Wie man leben soll“: „Der Film lebt von den 90 Schauspielern, es ist ein einziges Kommen und Gehen.“ Und David Rott gratuliert Udo Jürgens zum 77. Geburtstag: „Ich war überrascht, dass das so ein freundlicher, sympathischer Mensch ist, der mir auf Augenhöhe begegnet.“ Dass die Liste damit noch längst nicht vollständig ist, werden Sie bei der Lektüre des Oktober-WIENER feststellen.</p>
<p>Mit Mirjam Weichselbraun hat Daniela Prossliner ein sehr ausführliches Interview geführt. Während dieses Gespräches fiel auch folgender, bemerkenswerter Satz: „Ich glaube, dass die Zuschauer schon mich – so wie ich wirklich bin – sehen. Es sind eher manche Reporter oder Journalisten, die sich eine Sendung nicht anschauen, um darüber oder über mich zu schreiben, weil sie mich einfach in einer bestimmten Rolle sehen und auch nicht anders sehen wollen.“ Entscheidender, erfreulich selbstbewusster Nachsatz: „Ich lasse mir aber ungern sagen, wie ich sein soll.“</p>
<p>Wir vermuten, dass genau das der Grund ist, warum Mirjam Weichselbraun jedermanns Liebling zu sein scheint, ohne sich bei jedermann anzubiedern. Und natürlich hat es auch ein bisschen mit ihrer rechten Augenbraue zu tun, die sie – nach vielen Jahren im Showbusiness – noch immer nicht unter Kontrolle hat.</p>
<p><strong>Good Vibrations,</strong><br />
Wolfgang Wieser, Chefredakteur</p>
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		<title>Lucille rockt</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2011/08/lucille-rockt/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Aug 2011 06:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Wieser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarre]]></category>
		<category><![CDATA[WIENER]]></category>

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		<description><![CDATA[Jüngst sah ich ein Bild, auf dem Prince Gitarre spielte. Und so wie er das tat, hegte ich kurzfristig Zweifel daran, dass die Gitarre tatsächlich weiblich ist. Eigentlich, so dach&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/08/lucille-rockt/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/08/cover360.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-26252" title="cover360" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/08/cover360-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><strong>Jüngst sah ich ein Bild</strong>, auf dem Prince Gitarre spielte. Und so wie er das tat, hegte ich kurzfristig Zweifel daran, dass die Gitarre tatsächlich weiblich ist. Eigentlich, so dachte ich, müsste sie – zumindest in den Händen von Prince – hurtig das Geschlecht wechseln. Und männlich werden. Denn mehr Phallus geht nicht, wirklich nicht. Der Gitarre, also.</p>
<p>Tatsächlich stellt Prince unter den Gitarristen eine Ausnahme dar. Für alle anderen ist sie weiblich. Carlos Santana, beispielsweise, <a title="wiener-online: Guitar Heroes" href="http://www.wiener-online.at/2011/08/guitar-heroes/">vergleicht sie völlig ungeniert mit einem weiblichen Geschlechtsorgan</a>. Und in diversen Internet-Foren erfreuen sich saitenzupfende Herren daran, seitenweise die Namen ihrer ganz offensichtlich heiß geliebten Gitarren auszutauschen – es sind übrigens ausschließlich Frauen-Namen, die online zu finden sind: „Elektra“, zum Beispiel, „Paula“ oder „Paulinchen“, und sogar „Siglinde“, S-I-G-L-I-N-D-E!</p>
<p>Der große B.B. King hat seiner Gitarre nicht nur einen Namen gegeben, er besingt sie auch in einem Lied: „The sound that you’re listenin’ to / is from my guitar that’s named Lucille / I’m very crazy about Lucille / Lucille took me from the plantation / Oh and you might say brought me fame / I don’t think I can just talk enough about Lucille &#8230;“</p>
<p>Gitarren sind also ganz eindeutig Buben-Spielzeug (natürlich gibt es auch Frauen, die dieses Instrument leidlich beherrschen; aber selbst bei längerem Nachdenken fiel mir keine wirklich außerordentlich gute Gitarristin ein – entsprechende Hinweise werden aber selbstverständlich dankend angenommen). Von welch außerordentlicher Güte das Spielzeug Gitarre ist, zeigen wir Ihnen in unserer aktuellen Ausgabe am Beispiel von zehn sorgfältig ausgewählten Instrumenten. Und natürlich stellen wir Ihnen auch jene Herren vor, die damit neue, absolut eigenständige Klänge erzeug(t)en – Eric Clapton, natürlich, Keith Richards oder Jimi Hendrix. Letzterer (und daran erinnern sich alle, die seine fabulösen Werke im Ohr haben) widmete sich seiner Fender Stratocaster mit beeindruckender Inbrunst – nie wieder ist eine Gitarre mit annähernd ähnlicher Leidenschaft gespielt worden. Er zerrte an ihr, riss und biss sie und liebkoste sie mit solcher Hingabe, dass wir noch heute offenen Mundes staunen. Daran erinnerte ich mich und sofort waren alle Zweifel perdu. Die Gitarre ist weiblich, ganz klar.</p>
<p><strong>Good vibrations!</strong><br />
Wolfgang Wieser<br />
(Chefredakteur)</p>
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		<item>
		<title>Hosen Affaire</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2011/07/hosen-affaire/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Jul 2011 11:09:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Wieser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[Badehosen]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Shorts]]></category>

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		<description><![CDATA[Natürlich trage auch ich kurze Hosen. Daheim im Garten. An weit entfernten Stränden. Aber niemals wenn ich durch die Stadt spaziere. Ich halte das nackte Männerbein an sich nämli&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/07/hosen-affaire/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/08/cover_august11.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-25967" title="cover_august11" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/08/cover_august11-222x300.jpg" alt="" width="222" height="300" /></a><strong>Natürlich trage auch ich kurze Hosen.</strong> Daheim im Garten. An weit entfernten Stränden. Aber niemals wenn ich durch die Stadt spaziere. Ich halte das nackte Männerbein an sich nämlich für nicht öffentlichkeitskompatibel. Und es gar zu rasieren oder per Epiliergerät der Damenwelt anzunähern, erscheint mir als schlicht verwerflich.</p>
<p>Gerne (und mit zustimmendem Kopfnicken) erinnere ich mich daran, welche Welle der Empörung über den damaligen Außenminister Alois Mock hereinbrach, als er 1987 bei einem Staatsbesuch in Jordanien in kurzen Hosen auftrat. So nachhaltig war diese Erscheinung, dass selbst unsere Qualitätsblätter noch Jahre danach, ja, sogar als es galt, Mock anlässlich seines 75. Geburtstages zu würdigen, nicht darauf verzichteten auch der unseligen Hosen-Affäre zu gedenken.</p>
<p>Kurze Hosen sind etwas für Buben (auch wenn unser Mode-Chef <a title="Autorenseite: Christoph Steiner" href="http://www.wiener-online.at/author/christoph/">Christoph Steiner</a> da völlig anderer Meinung ist, siehe „Short Stories“, Seite 104 in der August-Ausgabe), Männer mögen innerstädtisch, bitte, lieber lang tragen. Deshalb konnte ich selbst im durch und durch modebewussten Mailand, wo Mann auch bei den Schauen von Dolce &amp; Gabbana,<a title="wiener-online: Armani Spring 2011" href="http://www.wiener-online.at/2011/02/giorgio-armani-spring-2011-campaign/"> Armani</a> oder Zegna nicht darauf verzichtete, kurzbehost aufzutreten, den zahlreichen offen zur Schau getragenen Männerbeinen nichts abgewinnen. Und daran änderte auch die Erkenntnis nichts, dass uns die großen Designer dieser Form der Beinbekleidung mit allergrößter Inbrunst als unverzichtbaren Trend (auch im kommenden Sommer) ans durch und durch männliche Herz zu legen trachten.</p>
<p>Mit Sicherheit gibt es auch einen guten Grund dafür, dass Jeff Bridges in der Rolle seines Lebens, nämlich als der <a title="wiener-online: Das Leben ist ein Film" href="http://www.wiener-online.at/2011/08/das-leben-ist-ein-film/">„Dude“ in „The Big Lebowski“</a>, gerne kurzes Beinkleid trägt. Wir interpretieren seinen Dezenz vermissen lassenden Auftritt als Metapher. Im übertragenen Sinn zeugt der „Dude“ damit – so sehr wir uns auch sonst für die eine oder andere seiner Weisheiten begeistern können – von einem schlampigen Lebensverständnis.</p>
<p>Weil aber Sommer ist und mich die herrschenden Temperaturen schlussendlich doch milde stimmen, will ich hier und jetzt meine Schmährede beenden. Schlüpfen Sie in Ihre Badehose, ziehen Sie den Bauch ein und genießen Sie Ihr Leben.</p>
<p>Good Vibrations!<br />
Wolfgang Wieser, Chefredakteur</p>
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		<item>
		<title>Editorial, Juli 2011</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2011/06/editorial-juli-2011/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 06:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Wieser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[WIENER]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Tagen geht mir die Melodie des schönen Liedes „Ich will wieder gut sein“ nicht mehr aus dem Kopf. Aus einem im Nachhinein nicht nachvollziehbaren Grund war ich übrigens mehre&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/06/editorial-juli-2011/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/06/358cover.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-24042" title="358cover" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/06/358cover-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><strong>Seit Tagen geht mir die Melodie</strong> des schönen Liedes <a title="YouTube: Ich will wieder gut sein (Cover)" href="http://www.youtube.com/watch?v=v996NROcR6E" target="_blank">„Ich will wieder gut sein“</a> nicht mehr aus dem Kopf. Aus einem im Nachhinein nicht nachvollziehbaren Grund war ich übrigens mehrere Stunden felsenfest davon überzeugt, dass es von Chuzpe gesungen worden wäre. Ein Irrtum, der nur mit dem Falco’schen Spruch „Wer sich an die Achtziger erinnern kann, hat sie nicht erlebt“ erklärbar ist. Denn natürlich verdanken wir dieses schöne Lied dem leider bereits von uns gegangenen <a title="wiener-online: Hansi Lang" href="http://www.wiener-online.at/2010/02/literarische-unplugged-tour/">Hansi Lang</a>.</p>
<p>Und weil wir schon dabei sind: „Ich will wieder gut sein“ hat inhaltlich (abgesehen vom Refrain) rein gar nichts mit jenem Thema zu tun, das das Lied aus den Tiefen meines biologisch abbaubaren Datenspeichers, die die Achtziger offensichtlich unbeschadet überstanden haben, ins Hier und Jetzt befördert hat. Das Thema, das ich Ihnen per Retro-Chic ans Herz legen will, weil es mir besonders am Herzen liegt, ist die Entdeckung der Empathie, ist eine Geschichte über das Netzwerk des Guten.</p>
<p>Sechs österreichische Unternehmer erzählen darin, warum sie die Welt zum Besseren verändern wollen, warum sie gut sein wollen, ohne als Gutmenschen zu gelten. Sie tun dies auf höchst sympathische, bewunderswert selbstsichere Art. Sie präsentieren sich, wie PR-Lady Saskia Wallner, als glühende Europäerin oder, wie 3M-Geschäftsführer Martin Thun-Hohenstein, als angstfreier Ausländer-Freund („Ich war selbst über eine lange Zeit meines Lebens Ausländer. Insofern habe ich keine Angst vor Ausländern, weil ich sonst Angst vor mir haben müsste.“)</p>
<p>Sie sind überzeugt, dass wir selbst für unser Schicksal verantwortlich sind, dass wir es sind, die über unsere Zukunft entscheiden. Das kommt der Maxime des früheren VP-Chefs Wolfgang Schüssel von „weniger Staat, mehr privat“ sehr nahe (und wird in dem einen oder anderen Fall auch deckungsgleich sein), meint tatsächlich aber nicht den nahezu völligen Rückzug des Staates, sondern vor allem ein Ende der austrotypischen Erwartungshaltung in Sachen simpler Bedürfnisbefriedigung. In bestimmten Bereichen, wie z.B. der Pflege, der Pflegevorsorge, bleibe der Staat natürlich unentbehrlich (und müssten seine bestellten Vertreter möglichst schnell dazulernen).</p>
<p>Und weil das alles eine absolut ernsthafte, völlig ironiefreie Angelegenheit ist, gibt es ausnahmsweise keine Schlusspointe.</p>
<p>Good Vibrations!<br />
<a title="Wolfgang Wieser" href="http://www.wiener-online.at/author/wolfgang-wieser/">Wolfgang Wieser</a>, Chefredakteur</p>
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		<title>Editorial, Juni 2011</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2011/05/editorial-juni-2011/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 May 2011 06:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Wieser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[Internes]]></category>
		<category><![CDATA[WIENER]]></category>

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		<description><![CDATA[Authentizität ist nicht nur ein schwieriges Wort. Authentisch – also echt – zu sein, ist in Zeiten von Copy &#38; Paste und der Wirbelwind-Kultur von Facebook &#38; Co. ein schwie&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/05/editorial-juni-2011/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/05/cover357.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-22475" title="cover357" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/05/cover357-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><strong>Authentizität ist nicht nur ein schwieriges Wort.</strong> Authentisch – also echt – zu sein, ist in Zeiten von Copy &amp; Paste und der Wirbelwind-Kultur von Facebook &amp; Co. ein schwieriges Unterfangen. Groß ist die Versuchung, Geschichten nicht nur schnell zu erzählen, sondern auch schnell zu beschaffen. Peter Hein, Sänger der deutschen Band „Fehlfarben“, beschrieb das in Prä-Internet-Zeiten eindrucksvoll einfach: „Das sind Geschichten, und sie sind geklaut.“</p>
<p>Hätte ich dieses Zitat vor zwei Jahrzehnten auf seine Authentizität prüfen wollen, hätte mich das Stunden gekostet (vom Büro nach Hause, Platte raussuchen, auflegen, weil ohne Textbeilage, reinhören, retour ins Büro), heute waren es von Google gemessene 0,23 Sekunden plus ein Klick auf den zweiten von 10,4 Millionen Links. Ein Beispiel, das zeigt, wie schnell es möglich ist, an Zitate und Daten zu gelangen. Das ist grundsätzlich weder gut noch schlecht, das ist einfach so.</p>
<p>Die entscheidende Frage ist eine andere, nämlich diese: Wie gehen wir mit diesen Daten um? Ehrlich, also transparent und nachvollziehbar, oder so wie Karl-Theodor zu Guttenberg?</p>
<p>Die Antwort ist klar. Nicht erst seit dem Fall des deutschen Verteidigungsministers halten wir es mit der Transparenz. Deshalb sei Ihnen hier auch verraten, dass neben mir eine „Akte Depp“ liegt, die eine Fülle von Zitaten und Informationen zu Johnny Depp enthält. Über seine Frauen. Seine Freunde. Seine Filme. Und ja, ich habe darin geblättert, um seine Biografie zu würzen (ich hatte keine Ahnung, dass Depps Urgroßvater Cherokee-Indianer war) und Hintergründiges zu seinen Filmen nachzulesen (hätten Sie gewusst, dass er Penelope Cruz seit „Blow“ zu seinen besten Freunden zählt?).</p>
<p>Mehr habe ich nicht gebraucht. Denn wir haben mit Johnny Depp <a title="wiener-online: Jack hat mich inspiriert" href="http://www.wiener-online.at/2011/05/jack-hat-mich-inspiriert/">ein Gespräch geführt</a>. Ein echtes. So wie mit Schauspieler Michael Fassbender und MTV-Legende Markus Kavka, so wie mit Vollgas-Experte David Coulthard und Montblanc-CEO Lutz Bethge. Das Ergebnis ist Authentizität. Immer noch ein schwieriges Wort, echt.</p>
<p>Good Vibrations!<br />
<a title="Autorenseite: Wolfgang Wieser" href="http://www.wiener-online.at/author/wolfgang-wieser/">Wolfgang Wieser</a>, Chefredakteur</p>
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		<title>Editorial, Mai 2011</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2011/04/editorial-mai-2011/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Apr 2011 06:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Wieser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[Internes]]></category>
		<category><![CDATA[Mai 2011]]></category>
		<category><![CDATA[WIENER]]></category>

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		<description><![CDATA[Lassen Sie mich diesen WIENER mit einem Ausruf des großen Bob Dylan eröffnen: „Come gather round people wherever you roam &#8230;“
Also, wo immer Sie sich auch sonst herumtreiben&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/04/editorial-mai-2011/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/04/Cover356.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-21095" title="Cover356" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/04/Cover356-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a><strong>Lassen Sie mich diesen</strong> WIENER mit einem Ausruf des großen Bob Dylan eröffnen: „Come gather round people wherever you roam &#8230;“</p>
<p>Also, wo immer Sie sich auch sonst herumtreiben, hier sind Sie richtig, genau richtig, erlaube ich mir, einem Jahrmarktschreier gleich, zu rufen. Deutlich zurückhaltender, natürlich, aber doch dasselbe Ziel verfolgend. Es gilt, Ihnen dieses Heft, in das wir – wie immer – viel Herzblut investiert haben, ans, ja, ans Herz zu legen.</p>
<p>Wir haben für Sie „Die Akte Tatort“ angelegt, haben versucht herauszufinden, warum sich seit Jahrzehnten jeden Sonntag eine treue Fan-Gemeinde zu Hunderttausenden (allein in Österreich) vor dem Fernseher versammelt und Quoten möglich macht, die an Zeiten erinnern, als wir bestenfalls zwischen ORF 1 und ORF 2 wählen konnten. Adele Neuhauser, neue Ermittlerin an der Seite von Harald Krassnitzer meint: „Wir hanteln uns von Tatort zu Tatort und bringen immer neue Tabu-Geschichten.“ Und Krassnitzer sagt: „Außerdem ist die Reihe immer am Zahn der Zeit.“</p>
<p>Apropos Zahn der Zeit: Der nagt auch am schönsten Mann der Welt. George Clooney trägt’s aber – man möchte fast sagen, wie gewohnt – mit absoluter Gelassenheit. Im exklusiven WIENER-Interview, geführt anlässlich seines bevorstehenden 50. Geburtstages, spricht er ganz und gar unverblümt übers Älterwerden. Die entscheidende Erkenntis: „Besser als tot zu sein.“</p>
<p>Da hat er natürlich Recht. Weshalb wir uns, Frühlingsgefühle verspürend (und aufs Allerschönste lebendig), ins freundliche Burgenland verfügt haben, um festzuhalten, was der Mann von Welt dieser Tage trägt, wenn er beschließt, der Stadt für ein paar Stunden Adieu zu sagen.</p>
<p>Ja, das war ein langer Satz.</p>
<p>Allen, die ihn geschafft haben, ohne eine Pause einzulegen, sei gratuliert. Gratulieren wollen wir mit dieser Ausgabe übrigens Herrn Bob Dylan, der demnächst seinen 70. Geburtstag feiert. <a title="wiener-online: Bob Dylan Hommage" href="http://www.wiener-online.at/2011/04/hort-auf-bob/">Der WIENER ehrt in auf ganz besondere Art und Weise.</a> Insgesamt 70 wunderbare Song-Zeilen haben wir über das ganze Heft verteilt, erkennbar sind sie an dem kleinen Bob mit der schwarzen Wayfarer.</p>
<p>Weißraum ist im Magazin-Journalismus ein wichtiges Gestaltungselement. Ganz besonders viel davon finden Sie auf Seite 47. War notwendig, um ein klares Zeichen zu setzen. In diesem Fall hoffen wir, dass Bob Dylan recht behält, Sie erinnern sich: „The times they are a-changin &#8230;“</p>
<p><strong>Good Vibrations!</strong><br />
Wolfgang Wieser, Chefredakteur</p>
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		<title>Weite Welt (Editorial, April 2011)</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2011/03/weite-welt-editorial-april-2011/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 07:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Wieser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[WIENER]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn der Wiener des Raunzens überdrüssig ist, erinnert er sich mit größtem Vergnügen an Joseph von Eichendorffs „Taugenichts“ und zieht „Wem Gott will rechte Gunst erweisen, de&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/03/weite-welt-editorial-april-2011/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/03/cover355.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-14688" title="cover355" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/03/cover355-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Wenn der Wiener des Raunzens überdrüssig ist, erinnert er sich mit größtem Vergnügen an Joseph von Eichendorffs „Taugenichts“ und zieht „Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt“ summend, hoffnungsfroh grinsend von dannen. Jetzt hat&#8217;s der Wiener an sich ja nicht so mit Gott, aber Wunder lässt er sich doch nur allzu gerne weisen. Ein solches Wunder war das Treffen mit Herbert Grönemeyer in Berlin. Aufgeräumt wie selten, sprach Grönemeyer über alles, was das Leben schön macht. Also über sein neues Album, das Meer, die Liebe – und Fußball. Und hätten wir jeden Lacher, wie wir es sonst gerne tun, in Klammern angeführt, hätten Sie bei der Lektüre ganz bestimmt nicht das Gefühl, dass hier zwei Menschen ein zwar amüsantes, aber durchaus ernsthaftes Gespräch geführt haben. Um mit Herbert Grönemeyer zu sprechen: „Es hat tierisch Laune gemacht.“</p>
<p>Der WIENER war also in Berlin. Er war aber auch in Triest (um mit Krimi-Autor Veit Heinichen auf Genuss-Tour zu gehen). Er war in Valencia (um dort mit <a title="wiener-online: Geox" href="http://www.wiener-online.at/2011/02/geox-2011-bullen-flugel/">Geox</a>-Boss Mario Moretti Polegato über die nächste heiße Sohle zu plaudern). Und er war auch in Hollywood.</p>
<p>Anders als in den drei anderen Fällen allerdings nur in Gedanken. Die große Elizabeth Taylor war uns Inspiration für eine wunderschöne Fotostrecke mit der Frau, die sonst als toughe Kommisssarin in „Schnell ermittelt“ für Furore sorgt. Dafür zogen wir uns einen Tag in die<a title="wiener-online: Ursula Strauss" href="http://www.wiener-online.at/2011/03/suite-no-231/"> Suite No 231</a> des Wiener Hotel Imperial zurück. Das Ergebnis erfreut uns als eines dieser Wunder &#8230; Und <a title="wiener-online: Ursula Strauss" href="http://www.wiener-online.at/2011/03/suite-no-231/">Ursula Strauss sagte</a>: „Eigentlich bin ich sehr fotoscheu, aber in die Rolle einer Diva zu schlüpfen, war neu und spannend.“</p>
<p>Eine der spannenden Fragen, die spätestens seit Thilo Sarrazin („Deutschland schafft sich ab“) auch Österreich beschäftigt, ist die mögliche/unmögliche/ gewünschte/verhasste Integration der Türken (eine türkisch-stämmige Presse- Redakteurin bringt übrigens demnächst ihr Buch „Türkenbelagerung“ heraus). Der wiener sprach mit Türken über Kindheit und Karriere und über die Ursachen für mögliche Konflikte. Eine einfache, aber einleuchtende Erklärung fand Migrations-Experte Kenan Güngör: „Es fehlt die emotionale Bindung.“ Tatsächlich ist für viele Österreich so fremd geblieben, wie für uns die Türkei – abseits der beliebten Ferienanlagen.</p>
<p>Good Vibrations!<br />
<a title="Wolfgang Wieser" href="http://www.wiener-online.at/author/wolfgang-wieser/">Wolfgang Wieser</a>, Chefredakteur</p>
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		<title>Danke, Nina! (Editorial, März 2011)</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2011/02/danke-nina-editorial-marz-2011/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Feb 2011 20:44:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Wieser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[Internes]]></category>
		<category><![CDATA[März]]></category>
		<category><![CDATA[WIENER]]></category>

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		<description><![CDATA[Tatsache ist, dass nicht jeder Mann wie George Clooney aussieht (ein Blick nach rechts macht Sie sicher). So mancher könnte darüber klagen; unsereiner aber freut sich, dass es Ni&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/02/danke-nina-editorial-marz-2011/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/02/cover354.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11933" title="cover354" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/02/cover354-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a>Tatsache ist, dass nicht jeder Mann wie George Clooney aussieht (ein Blick nach rechts macht Sie sicher). So mancher könnte darüber klagen; unsereiner aber freut sich, dass es <a title="wiener-online: Nina Hartmann" href="http://www.wiener-online.at/2011/02/sex-braucht-erfolg/">Nina Hartmann</a> gibt. Denn die macht der alten Tante Jolesch (Was ein Mann schöner ist als ein Aff’…) endgültig den Garaus. Und zwar mit einem simplen, jedermann sofort einleuchtenden, deshalb mit Sicherheit wahren und für alle Zeiten gültigen Satz: „Intelligenz macht Männer schöner.“</p>
<p>Was uns ohne Umschweife zur großen Lüge „Retusche“ bringt. Oder im aktuellen Fall: der gänzlichen Abwesenheit von Lüge. Denn Nina Hartmann, die wir aufgrund ihrer Weisheit für alle Zeiten in unser Herz geschlossen haben, zeigt in diesem WIENER auf angenehm anschauliche Art – wir könnten es auch hautnah nennen–, dass Retusche nicht zwingend notwendig ist, um einen weiblichen Körper auf das Allercharmanteste in Szene zu setzen.</p>
<h4>Veränderungsbedürftig</h4>
<p>Wer wurde in diesem WIENER noch in Szene gesetzt? Das Führungstrio von Ö3 beispielsweise, Aufdecker Florian Klenk, Schauspieler Fritz Karl, die Kabarettisten Thomas Maurer, Gregor Seberg, Reinhard Nowak, Gernot Kulis und die drei Damen von den Dornrosen, die allesamt demnächst mit neuen Programmen bzw. Stücken Premiere feiern. Thomas Maurer war es übrigens, der zur Kraft des Kabaretts im WIENER -Interview folgenden bemerkenswerten Satz sagte: „Ich halte die Welt für grundsätzlich stark veränderungsbedürftig. Würde ich jedoch glauben, dass ich das als Kabarettist in die Wege leiten kann, dann wäre ich eher ein interessanter Fall als ein interessanter Künstler. Ich glaube aber auch, dass es nicht wurscht ist, was man macht.“</p>
<p>Ein Satz von Kraft und unvergleichlicher Relevanz, weshalb ihm wiener Artdirectorin Nina Ullrich, eine große Könnerin in Sachen spannender Typografie, gleich einige Stunden ihrer Aufmerksamkeit und schlussendlich eine ganze Seite gewidmet hat.</p>
<p>Auch daran erkennen Sie, dass wir den wiener in den vergangenen Wochen ein wenig auf- und umgeräumt haben. Mit diesem Heft halten Sie erstmals das Ergebnis in Händen. Wir hoffen, dass es Ihnen gefällt. Sollten Sie – gestärkt durch die Kraft des <a title="wiener-online: Nina Hartmann Interview" href="http://www.wiener-online.at/2011/02/sex-braucht-erfolg/">Hartmann’schen Satzes</a> – aber der Meinung sein, dass hier und da noch gefeilt werden könnte, lassen Sie es uns wissen. Denken Sie aber, bitte, daran, dass es der WIENER war, der Ihr Selbstbewusstsein aufgefrischt hat.</p>
<p>Good Vibrations!<br />
<a title="Wolfgang Wieser" href="http://www.wiener-online.at/author/wolfgang-wieser/">Wolfgang Wieser</a>, Chefredakteur</p>
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		</item>
		<item>
		<title>WIENER STYLE, März 2011</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2011/02/wiener-style-marz-2011/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Feb 2011 20:25:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Wieser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[Internes]]></category>
		<category><![CDATA[Mode]]></category>
		<category><![CDATA[WIENER Style]]></category>

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		<description><![CDATA[Lassen Sie uns über Socken reden. Denn die, obwohl „Spiegel des männlichen Savoirvivre“, wie es Paul Falke so schön wie treffend formuliert, werden noch immer nicht ihrer Bedeut&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2011/02/wiener-style-marz-2011/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/02/WIEstyle_COVER_web.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11926" title="WIEstyle_COVER_web" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2011/02/WIEstyle_COVER_web-226x300.jpg" alt="" width="226" height="300" /></a>Lassen Sie uns über Socken reden. Denn die, obwohl „Spiegel des männlichen Savoirvivre“, wie es Paul Falke so schön wie treffend formuliert, werden noch immer nicht ihrer Bedeutung entsprechend gewürdigt. Wie immer bestätigen aber auch hier Ausnahmen die Regel. Der niederösterreichische Kulturmanager Paul Gessl, beispielsweise, trägt seit mehr als 15 Jahren ausschließlich rote Socken, ja, er hat sie, anfangs unbeabsichtigt, mittlerweile sogar zur persönlichen Trademark erhoben. Selbst im moldawischen Chisinau wurde Gessl von seinen Geschäftspartnern als „Mr. Red Socks“ empfangen. Belächelt wurde er ob seines Faibles für die auffällige Farbe nie: „Ich wurde eher als mutig eingeschätzt, auch wenn ich nie provozieren wollte.“</p>
<p>Davon, dass Socken ein ganz entscheidendes Mode-Statement sein können, ist auch <a title="Website: Hurts" href="http://www.informationhurts.com/at/home/" target="_blank">Hurts</a>-Sänger Theo Hutchcraft überzeugt: „Gute Socken sind wichtig“, verriet er beim Shoot in Tallinn, Estland. Er würde sich allerdings davor hüten, zu einem derart auffälligen Rot, wie Gessl es trägt, zu greifen. Farben sind den beiden Herren des britischen Erfolgsduos ohnehin ein Gräuel – erstaunlicherweise lieben es die beiden, obwohl nur halb so alt wie Gessl, nahezu klassisch. Mit Herrn Falkes Empfehlung „dunkles Anthrazit“ können die Hurts deutlich mehr anfangen als mit Gessls Rot.</p>
<p>Damit sind wir aber auch schon beim Kern von <a title="WIENER Style zum Blättern" href="http://www.my-catalog.biz/R102290/" target="_blank">WIENER STYLE, dem Heft, in dem wir Ihnen in diesem Monat die aktuellen Mode-Trends präsentieren</a>, angelangt. Mode, das wissen vor allem die Avantgardisten wie Bernhard Willhelm, der als Universitätsprofessor die Modeklasse an der Angewandten führt, ist niemals einfach. Die deutsche Modetheoretikerin, Professorin an der Universität Potsdam, Gertrude Lehnert formuliert es wissenschaftlich genau: „Modern ist Mode schon deshalb, weil sie es schafft, Kleidung von ihrer nützlichen Funktion zu emanzipieren und sie mit der ästhetischen zu verknüpfen – und so, wie es die Avantgarde immer gefordert hat, Kunst ins Leben und das Leben in die Kunst zu bringen.“ Willhelm selbst formuliert’s, mit sanfter Stimme einfacher (aber poetischer): „Mode ist wie ein Regenbogen“.</p>
<p>Wir haben mit diesem WIENER STLYE versucht, diese ungeheure Vielfalt auf 68 Seiten festzuhalten. Wir zeigen Ihnen natürlich, wie die Avantgarde die Kunst ins Leben bringt, wir zeigen Ihnen aber auch, dass das Maßhalten, das Schlichte eine höchst stylische Angelegenheit sein kann. Oder, um es mit dem großen Adolf Loos zu formulieren: „Hört man aber von einem Kleidungsstück, das schon in der nächsten Saison unmodern wurde, das heißt mit anderen Worten unangenehm auffiel, dann kann man auch behaupten, dass es nie modern war…“</p>
<p>In diesem Sinne,<br />
Alles Schöne</p>
<p><a title="Wolfgang Wieser" href="http://www.wiener-online.at/author/wolfgang-wieser/">Wolfgang Wieser</a>, Chefredakteur</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rückblicke, Ausblicke (Hausmitteilung, Jänner 2011)</title>
		<link>http://www.wiener-online.at/2010/12/ruckblicke-ausblicke-hausmitteilung-janner-2011/</link>
		<comments>http://www.wiener-online.at/2010/12/ruckblicke-ausblicke-hausmitteilung-janner-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 Dec 2010 07:05:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helfried Bauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[Internes]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Assange]]></category>
		<category><![CDATA[Courage]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresrückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[WikiLeaks]]></category>

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		<description><![CDATA[2010: Odyssee im All der bedeutenden, belanglosen und erfundenen Nachrichten, die kaum unterscheidbar über unsere Köpfe hinweg sausen. Erinnern Sie sich noch an die wirklich w&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2010/12/ruckblicke-ausblicke-hausmitteilung-janner-2011/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-9398" title="Wiener_10-10_001_COVER" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/12/Wiener_10-10_001_COVER-226x300.jpg" alt="" width="226" height="300" /><strong>2010: Odyssee im All der bedeutenden, belanglosen und erfundenen Nachrichten</strong>, die kaum unterscheidbar über unsere Köpfe hinweg sausen. Erinnern Sie sich noch an die wirklich wichtigen Geschehnisse des ausgemusterten Jahres?</p>
<p><strong>Spanien gewann die Fußball WM</strong> in Südafrika, okay. Griechenland wurde vom Ferienparadies zum Pleite-Vorzeigeland; Irland gab sich Mühe und schloss auf, und es fehlt nicht mehr viel, damit das ganze EU-Finanzsystem zum Teufel geht. Das hat Wucht. Aber sonst? Alisar, eine hübsche, in Oberösterreich sesshaft gewordene Migrantin aus Syrien, wurde „Germany’s Next Topmodel“. Ach ja, und H. C. Strache gewann bei den Wiener Landtagswahlen beinahe 26 Prozent der Stimmen, ohne dadurch etwas Nennenswertes zu gewinnen, denn regiert wird Wien jetzt von der ersten rot-grünen Landesregierung in der Geschichte der Republik.</p>
<p><strong>Wir verfielen angesichts</strong> derartig vieler die Sinne überfordernder Sensationen in eine Art Tunnelblick und fokussierten stur auf unsere Branche. Hei, da war was los: Dichand ging von uns. Die „Krone“ blieb, zumindest bis jetzt. Eins von beiden hatte offenbar eine schwer psychopathogene Ladung und ließ den Verband der Österreichischen Zeitungen (VÖZ) vollkommen den Verstand verlieren, so dass er dem ORF aus knausrigem Konkurrenzdünkel ein Gesetz aufnötigte, das diesen zur Beschränkung (!) seiner öffentlich-rechtlichen Informationspflicht, insbesondere zur Aufgabe <a href="http://www.wiener-online.at/2010/08/special-interest/">einiger seiner von der Öffentlichkeit mit Recht nachgefragten Online-Angebote</a> zwang, ohne das hinterlassene Vakuum ernsthaft zu kompensieren. Den österreichischen Zeitungsverlegern kommt damit im europäischen Kontext das kulturhistorische Verdienst zu, den Rollenwechsel von traditionellen Nachrichtenvermittlern zu reglementierungswütigen Informationsunterdrückern als eine der ersten ihrer Zunft vollzogen zu haben. Das verdient noch im Rückblick größte Würdigung.</p>
<p><strong>Eine der dagegen wirklich wichtigen Mediengestalten</strong> von 2010 reicht in seiner Bedeutung mindestens bis in das Jahr 2011: <a href="http://www.wiener-online.at/2010/09/krieger-des-lichts/">Julian Assange</a>, das Gesicht der Enthüllungsplattform WikiLeaks. Bereits mit den veröffentlichten Geheimdossiers zu den Kriegen in Irak und Afghanistan beherrschte WikiLeaks die öffentliche Weltmeinung, die zuletzt ans Licht gezerrten Depeschen, Lageberichte und geheimen Einschätzungen von US-Diplomaten quer über den Globus lasen sich wie ein Gossip-Exzess der hohen Politik, und wieder waren sie es schwergewichtigen Medien wie Spiegel, Guardian und New York Times Kooperationen und Titelseiten wert. Wie auch immer man zu Assange und WikiLeaks steht: Sie markieren eine neue Ära der Informationsvermittlung – die systematische Zusammenarbeit von Piraten und alten Medienschlachtrössern, das „Seite an Seite“ von zivilem Ungehorsam und etablierten Kontrollinstanzen, einen ersten Geschmack von den Auswirkungen einer Radikaldemokratie im neuen Technologiezeitalter (siehe dazu auch die Story von Nicole Kolisch ab Seite 60).</p>
<p><strong>Eines braucht es</strong> derzeit zur kompromisslosen Verteidigung demokratischer Zustände allemal: Courage, die darf man Assange, dem mittlerweile zweifellos die CIA im Pelz sitzt, getrost zusprechen. Damit leiten wir zu Michael Mittermeier über, zum Cover-Helden der aktuellen Ausgabe. Courage hat der Comedian auch bewiesen, mit dem Film über seine Reise zum burmesischen Komiker Zarganar, der in seiner Heimat zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, weil er über die dortigen Machthaber Witze riss. Lesen Sie die Geschichte ab Seite 14. Wir wetten, dass wir danach eine Lehre mit Ihnen teilen: Zu radikal kann Demokratie eigentlich niemals sein. Nur zu unerreichbar.</p>
<p>Herzlichst<br />
<a href="http://www.helfriedbauer.at/">Helfried Bauer</a>, Chefredakteur</p>
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		<title>Gibt es einen Weihnachtsmann? (Hausmitteilung, Dezember 2010)</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 06:58:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helfried Bauer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Dezember]]></category>
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		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[1. 
Keine bekannte Rentier-Spezies kann fliegen. Aber es gibt 300 000 Spezien lebender Organismen, die erst klassifiziert werden müssen, und obzwar es sich bei den meisten davon&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2010/11/gibt-es-einen-weihnachtsmann-hausmitteilung-dezember-2010/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-8864" title="cover352" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/11/cover352-226x300.jpg" alt="" width="226" height="300" /><strong>1. </strong><br />
<strong>Keine bekannte Rentier-Spezies kann fliegen.</strong> Aber es gibt 300 000 Spezien lebender Organismen, die erst klassifiziert werden müssen, und obzwar es sich bei den meisten davon um Insekten und Bakterien handelt, schließt diese Tatsache fliegende Rentiere, die nur der Weihnachtsmann  jemals zu Gesicht bekommen hat, nicht gänzlich aus.</p>
<p><strong>2. </strong><br />
<strong>Es gibt etwa zwei Milliarden Kinder</strong> (also Personen unter 18) auf der Welt. Aber da der Weihnachtsmann (wie es scheint), moslemische, hinduistische, jüdische und buddhistische Kinder nicht abwickelt, reduziert sich die Nutzlast auf 15% der Gesamtmenge &#8211; also 378 Millionen laut dem &#8220;Population Reference&#8221; Büro. Bei einer erhobenen Durchschnittsrate von 3,5 Kindern per Haushalt sind das 91,8 Millionen Wohnungen. Man kann annehmen, dass sich zumindest EIN braves Kind in jeder davon befindet.</p>
<p><strong>3. </strong><br />
<strong>Der Weihnachtsmann hat 31 Stunden Weihnachten zur Arbeit zur Verfügung</strong> &#8211; Dank  der unterschiedlichen Zeitzonen und der Erdumdrehung (angenommen er reist von Osten nach Westen, was logisch wäre). Umgerechnet sind das 822,6 Besuche per Sekunde. Das bedeutet also, dass der Weihnachtsmann für jeden christlichen Haushalt mit braven Kindern eine Tausendstel-Sekunde hat, um einzuparken, aus dem Schlitten  zu hüpfen, durch den Schornstein zu springen, die Socken anzufüllen, die übrigen Geschenke unter dem Baum zu verteilen, diverse Snacks zu essen, die ihm die Kinder bereitgestellt haben, wieder durch den Schornstein zurückzukommen, zurück in den Schlitten zu steigen und weiter zum nächsten Haus zu fahren. Angenommen diese 91,8 Millionen Fahrtunterbrechungen sind gleichmäßig auf der Erde verteilt (was sie, wie wir wissen, natürlich NICHT sind, aber wir wollen das zum Zweck unserer Berechnung akzeptieren), sprechen wir jetzt bereits von 1,2 Kilometer per Haushalt &#8212; eine Gesamtstrecke von 120,8 Millionen Meilen, nicht eingerechnet Umwege, um das zu tun, was jeder von uns mindestens einmal alle 31 Stunden tun muß. Plus Essen und so weiter. Das heißt, der Schlitten des Weihnachtsmannes fährt mit 1040 Kilometer pro Sekunde &#8211; sprich: 3000 mal die Schallgeschwindigkeit.</p>
<p>Ein kleiner Vergleich: Das schnellste von Menschenhand kreierte Fahrzeug er Erde, die Ulysses Raum Sonde, bewegt sich mit lahmen 43,8 Kilometer pro Sekunde.<br />
Ein herkömmliches Rentier läuft höchstens 24 Kilometer per STUNDE.</p>
<p><strong>4. </strong><br />
<strong>Die Nutzlast des Schlittens fügt noch ein interessantes Element hinzu.</strong> Angnommen jedes Kind bekommt nicht mehr als ein mittelgroßes Lego-Set (1 Kilo), führt der Schlitten 160 650 Tonnen &#8211; den Weihnachtsmann, der allgemein als übergewichtig beschrieben wird, nicht miteingerechnet. Überland können herkömmliche Rentiere nicht mehr als 150 Pfund ziehen. Wir wollen zugestehen, daß &#8220;fliegende Rentiere&#8221; (siehe Punkt 1) die zehnfache Menge ziehen können, aber auch dann ließe ich die Last nicht mit acht oder neun bewältigen.</p>
<p>Wir bräuchten 214 200 Rentiere. Das erhöht das Gesamtgewicht &#8211; das Eigengewicht des Schliitens nicht einmal mitgerechnet &#8211; auf 353 430 Tonnen. Ein weiterer Vergleich zum Verständnis: Das ist vier Mal das Gewicht der Königin Elisabeth.</p>
<p><strong>5. </strong><br />
<strong>353 000 Tonnen (abgerundet)</strong>, die mit 1040 Kilometer pro Sekunde dahinsausen, schaffen enormen Luftwiderstand, der die Rentiere ähnlich erwärmt, wie eine Raumfähre, die zurück in die Erdatmosphäre eintritt. Das vorderste Rentierpaar absorbiert 14,3 TRILLIONEN Joule Energie.</p>
<p>Pro Sekunde.</p>
<p>Jedes einzeln.</p>
<p>Kurz, sie gehen fast augenblicklich in Flammen auf, wobei die Rentiere hinter ihnen exponiert werden und ohrenbetäubender Donner in ihrem Nachstrom entsteht. Das gesamte Rentierteam würde innerhalb einer 426-Tausendstel-Sekunde verdampfen.</p>
<p>Der Weihnachtsmann wird inzwischen einer Zentrifugalkraft ausgesetzt, die 1 750 006 Mal größer ist als die Gravitation. Ein 125-Kilo schwerer Weihnachtsmann (was lächerlich dünn scheint) würde mit einer Kraft von 2 157 507,5 Kilogramm an die Rückwand seines Schlittens gedrückt werden.</p>
<p><strong>In Conclusio:<br />
Falls der Weihnachtsmann</strong> jemals am Weihnachtabend Geschenke gebracht hat, so ist er jetzt tot.</p>
<p>Tja. Wissenschaft ist grausam. Der <a href="http://www.wiener-online.at">WIENER</a> gnädig. Deshalb geben wir Ihnen und Ihren Kindern noch eine tröstliche Weisheit mit auf den Weg, die auch uns tagein tagaus den Rücken gerade hält: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und es gibt ihn doch!</p>
<p>Schöne Feiertage,<br />
Das WIENER-Team</p>
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		<title>Hausmitteilung, November 2010</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Oct 2010 06:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helfried Bauer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Internes]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[November]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Schöne am Berufsstand des Journalisten ist, dass er auch seinen abgebrühtesten Angehörigen noch Überraschungen und neue Lehren zu bescheren vermag. Auch die WIENER-Redak&#8230; <a href="http://www.wiener-online.at/2010/10/hausmitteilung-november-2010/" class="read_more">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7717" class="wp-caption alignleft" style="width: 218px"><img class="size-full wp-image-7717 " title="legris cover" src="http://www.wiener-online.at/wp-content/uploads/2010/10/legris-cover.jpg" alt="" width="208" height="300" /><p class="wp-caption-text">Bildband mit nacktem Ballettdirektor Legris, fotografiert vom japanischen Star-Fotografen Kishin Shinoyama (Verlag Asahi)</p></div>
<p><strong>Das Schöne am Berufsstand</strong> des Journalisten ist, dass er auch seinen abgebrühtesten Angehörigen noch Überraschungen und neue Lehren zu bescheren vermag. Auch die WIENER-Redaktion kam im vergangenen Monat in den Genuss dieser Erfahrung.</p>
<p><strong>Zum einen waren wir überrascht</strong>, was für eine irrsinnige Medienexplosion unsere erotische Bildstrecke mit der Staatsopern-Primaballerina Karina Sarkissova auslöste, wobei die Oper selbst auf den roten Knopf drückte, als sie ihre schönste Tänzerin deshalb wegen ungebührlichen Betragens feuerte.</p>
<p><strong>Damit leitete sie unsanft über zur ersten Lehre</strong> aus dieser Geschichte: Moral ist der altehrwürdigen Sing- und Tanzanstalt Sache nicht wirklich, denn was sie als unvermeidliche Maßnahme zur Wahrung von Würde und Tradition darzustellen versuchte, entpuppte sich spätestens auf den zweiten Blick als bodenlose Heuchelei. Sarkissova, weiblich, den nackten Traumkörper zur Unsterblichkeit verbogen, war der Oper ein Kündigungsgrund; Manuel Legris, männlich und Ballettdirektor des Hauses, der seiner Primaballerina die Mitteilung vom Rausschmiss auch noch persönlich überbrachte, ließ seinen nackten Traumkörper beim Anschmiegen an andere nackte Tanzkollegen erotische Funken schlagen – und es ward daraus ein Bildband, der bei den Opern-Sittenwächtern als Kunst durchging (siehe Foto). Wenn Sie wissen wollen, wer zwischen Nordund Südpol über die aufregenden WIENER- Bilder von Karina Sarkissova berichtete, finden Sie auf Seite 38 eine kleine Übersicht.</p>
<p><strong>Eine zweite Lehre </strong>wurde uns zuteil, als wir den brachialen Humor US-amerikanischer Rezipienten unserer Sarkissova-Story kennenlernten, der dazu führte, dass unsere Website <a href="http://www.wiener-online.at">www.wiener-online.at</a> wegen eines User- Tsunamis zusammenbrach: <a href="http://www.foxnews.com/entertainment/2010/10/08/ballerina-karina-sarkissova-fired-nude-wiener/">„Ballerina Fired for Posing Nude for ‚Wiener‘ Magazine“</a>, titelte foxnews.com, ein Online-Ableger von Rupert Murdochs News Corporation, der Millionen amerikanischer Haushalte erreicht. Warum das in Übersee derart dröhnendes Schenkelklopfen und massenhaftes Klicken auslöste, dass davon unser Server in die Knie ging, wird verständlicher, wenn man sich vor Augen hält, dass „Wiener“ im US-Idiom auch für das steht, was man bei uns „Schniedl“ oder, derber, „Schwanz“ nennen würde.</p>
<p><strong>Erst fühlten wir uns</strong> wie einer, der mit dem Namen „Hans Ficker“ oder „Gregor Rammelmeier“ zur Taufe schreiten und sein Leben fortan als übler Kalauer fristen muss. Mittlerweile sind wir drüber hinweg, die Kalauer wurden Redaktionskulturgut – und die Freude ist groß, dass wir nunmehr auch im amerikanischen Sprachraum eindeutig als Österreichs Männermagazin Nummer 1 positioniert sind.</p>
<p><strong>Humor können wir auch.</strong> Auch oder gerade rund um Allerheiligen. Deshalb empfehlen wir Ihnen diesmal besonders die Story über Heini Altbart, Österreichs lustigsten Bestatter (ab Seite 18). Sie zeigt, dass Humor nie fehl am Platz sein kann; wenn er echt und ehrlich ist, dann kommt er immer von Herzen, und wenn den Hinterbliebenen etwas Trost spenden kann, dann das einzige Gefühl, das von dort seinen Ausgang nimmt: Liebe. Kommen Sie gut über den Herbst!</p>
<p>Herzlichst<br />
<a href="http://www.helfriedbauer.at">Helfried Bauer</a>, Chefredakteur</p>
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