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	<title>wienerpost &#187; Interview</title>
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		<title>Die Nackten und die Schwangeren. &#8220;Titania&#8221;-Zeichnerin Klaudia Wanner im Interview</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/07/die-nackten-und-die-schwangeren/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 23:29:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Havas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Comics]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Titania]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das K in ihrem Vornamen verdankt sie der spontanen Laune ihres Vaters. Und auch sonst war das Leben der Klaudia Wanner von vielen Umwegen und Zufällen geprägt. Aber das Zeichnen, die Comics, waren immer dabei im Leben der kosmopolitischen Tirolerin. Im Interview erläutert sie, wieso Comics und Humor meist Männersache und starke Frauen ihr Anliegen sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Das <strong>K</strong> in ihrem Vornamen verdankt sie der spontanen Laune ihres Vaters. Und auch sonst war das Leben der <a href="http://www.kookgraphics.com">Klaudia Wanner</a> von vielen Umwegen und Zufällen geprägt. Aber das Zeichnen, die Comics, waren immer dabei im Leben der kosmopolitischen Tirolerin. Im Interview erläutert sie, wieso Comics und Humor meist Männersache und starke Frauen ihr Anliegen sind.</p></blockquote>
<p><strong>Wie bist du zum Zeichnen gekommen? </strong></p>
<p>Gezeichnet habe ich eigentlich im­mer schon. Als Kind war das mein Hobby. Da habe ich tagebuchartige Comics gemacht. Also, tatsächlich in Bildergeschichtenform.<br />
<a rel="attachment wp-att-4450" href="http://www.wienerpost.at/2010/07/die-nackten-und-die-schwangeren/105_tit/"><img class="size-medium wp-image-4450 alignright" title="105_tit" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/07/105_tit-300x178.jpg" alt="" width="300" height="178" /></a><strong></strong></p>
<p><strong>Hattest du da Vorbilder und Einflüsse?</strong></p>
<p>Ich bin in Genf aufgewachsen und dort gehören Comics zum Stan­dardrepertoire eines jeden Haus­halts. Egal, wo man hinkommt, überall liegen Comics herum. Als ich im Alter von zwölf wieder nach Österreich zurückgekommen bin, war es für mich ein Schock, dass das hier nicht so ist, sondern Comics hier auf Kinder reduziert sind. Dass aber Comics auch ein Teil der Er­wachsenenkultur sind – ein Teil der Kultur! – hat mir total gefehlt.</p>
<p><strong>Du hast eine Vielzahl von Aus­bildungen und Berufen hinter dir. Wann hast du profes­sionell zu zeichnen begon­nen? </strong></p>
<p>Nach der Matura habe ich einen Lehrgang in klassischer Grafik besucht – Gebrauchs­grafik, Werbegrafik. Das war meine erste Ausbildung. In Innsbruck gab es dann aber keine weiteren Fortbildungs­möglichkeiten und ich konn­te aus privaten Gründen nicht weg. Also habe ich begonnen in dem Bereich zu jobben. Das war aber eher abschreckend, weil du als An­fängerin erst einmal vier Jahre an der Reprokamera stehst. Das gefiel mir nicht, ich wollte etwas lernen und mehr Erfahrungen sammeln, als jahrelang in einem Kammerl zu stehen.</p>
<p>Darum hab ich dann eine Schau­spielausbildung gemacht. Das war auch etwas Künstlerisches, und et­was, das ich auch in Innsbruck ma­chen konnte. Ich wollte mich aus­leben, mich selbst erfahren. Später habe ich dann begonnen, Psychologie zu studieren. Denn das Verhal­ten und das Erleben von Menschen zählen zu meinen Spezialinteres­sen.</p>
<p><strong>Wie bist du dann doch zum Zeichnen als Beruf zurückge­kehrt? </strong></p>
<p>Gezeichnet habe ich immer neben­bei. Auch Cartoons und Comics. Und die wurden auch immer wie­der publiziert. Meine erste Veröf­fentlichung hatte ich mit 14 in ei­ner Innsbrucker Literaturzeitung. Später dann habe ich für diverse Studentenzeitschriften gezeichnet. Irgendwann hat sich dann heraus­gestellt, dass es das ist, was ich am liebsten mache – und was sich auch am häufigsten ergeben hat. Ich war</p>
<p>eigentlich immer eher passiv, aber es sind eben oft Leute mit verschiedenen Angeboten auf mich zugekommen. Und wenn es im Bereich Comic war, habe ich sofort ja gesagt.</p>
<p><strong>Bekannter wurdest du dann durch deine Zusammenarbeit mit der </strong><strong><a href="http://www.mixercomics.at/main/index.php?welcome=true&amp;menu=illustration">Zeichnergruppe „Mixer“</a> und durch den <a href="http://www.kookgraphics.com/main/index.php?menu=comics&amp;id=13&amp;idx=-1;&amp;pny=0">„Titania“-Strip</a> für die ORF-Comic-Website&#8230;</strong><strong></strong></p>
<p>Ja, mit <a href="http://www.mixercomics.at/main/index.php?welcome=true&amp;menu=illustration">„Mixer“</a> ging es los. Das war eine Gruppe von jungen Zeichnern und Zeichne­rinnen in Wien, die regelmäßig gemeinsam in Eigenregie Comics publiziert hat. Wir haben auch viele Comic-Ausstellungen und Happe­nings gemacht. Dann eben „Titania“ für ORF.at, die von Anfang an über die ganze Lauf­zeit mit dabei war. Gleichzeitig habe ich für Medienwerkstatt.cc ein paar animierte Kino­werbespots gemacht.</p>
<p>Später kam „Jackies Welt“ für „Die Welt der Frau“, eine sehr katholische, ländliche Abo-Zei­tung. In der Serie ging‘s um eine Mutter mit drei Kindern &#8230; Da habe ich mich oft schon etwas schwer getan, im Rahmen zu bleiben – und es gab auch einen empörten Leserbrief.</p>
<p><strong>Und die Seite für „Maxima“ ist jetzt eher neu? </strong></p>
<p>Die läuft seit 2008, zehnmal pro Jahr. Dieser Onepager ist „Titania“ jetzt inhaltlich wieder näher.</p>
<p><strong>Auffällig bei deinen Protagonistinnen, vor allem bei Titania, ist dieses absolute Selbstbewusstsein, diese 100-prozentige „Coolheit“. Ist das deine Absicht, ist das deine eigene Persönlichkeit? Denn es ist einfach ungewohnt, weil Frauen – sowohl von Männern als auch von Frauen – sonst oft eher etwas unsicher, etwas neurotisch dargestellt werden. Sogar in emanzipato­rischen Comics &#8230; </strong></p>
<p>Ja, das ist Absicht. Ich habe eine Sehnsucht nach autarken Frauen. Weil ich finde, dass die in den Medien fehlen. Auch im Film, aber be­sonders im Theater. Ich war ja früher Schau­spielerin und es hat mich total erschüttert, was für Rollen man da als Frau bekommt: sehr oft die klassische Opferrolle eben … Was ich auf der Bühne habe heulen müssen! Da habe ich mir gedacht, das kann‘s doch wohl nicht sein! Und weil sich meine Sehnsucht auch einmal ein Revolverweib zu spielen, das sich nichts gefallen lässt, am Theater nicht verwirklichen ließ, habe ich eben angefangen, das in den Co­mics zu realisieren.</p>
<p><strong>Wenn Comiczeichnerinnen keine Lie­bescomics oder Manga zeichnen, haben sie meist eher emanzipatorischen An­satz, sind oft lesbisch oder „männlich“ in Gehabe und Arbeiten. Ist Comic etwas Männliches? Besonders in der Humordo­mäne? </strong></p>
<p>Ich würde sagen, das Zeichnen von Comics hat etwas Autistisches – und es ist aggressiv. Und das sind Dinge, die eher Männern er­laubt sind. Ich weiß noch, dass ich als Kind immer sehr einzelgängerisch war – und mir das unglaublich zum Vorwurf gemacht wurde. Komm, du bist ein Mädchen, es ist Besuch da, komm, zeig dich &#8230; Und ich wollt mich lieber verkriechen. Aber bei meinem Bruder, der sich auch mit seinem Modellbau verkrochen hat, war das kein Problem. Frauen werden sehr stark sozialisiert – in Richtung sozial, etwas mit Menschen tun. Und da muss man sich schon sehr dagegen wehren, wenn man etwas Einzel­gängerisches tun will. Und Comiczeichnen ist ja wirklich ein sehr einsamer Beruf. Außerdem sind Comics etwas Aggressives. Humor ist im­mer aggressiv, weil man immer irgendwen in die Pfanne haut. Man macht sich damit nicht nur Freunde. Und da sind Frauen vielleicht gehemmt oder sie tun es nicht so gerne … je­manden angreifen, sich lustig machen. Weil sie sich eher einfühlen und niemanden verletzen wollen.</p>
<p><strong>Bist du durch deine Tiroler Herkunft beeinflusst? </strong></p>
<p>In gewisser Weise ja. Wir Tiroler sind oft sehr laut, sehr direkt. Das hilft mir vielleicht dabei, auch bei den Comics sehr direkt, pointiert, auch aggressiv zu sein. Diese Harschheit, diese Herbheit … Es kann schon sein, dass die mir hilft, mich Dinge zu trauen, auch gerade im künstlerischen Bereich.</p>
<p>DIE FAKTEN</p>
<blockquote><p><strong>Klaudia Wanner</strong><br />
geboren 1967 in Tirol, aufgewachsen in Genf, lebt und arbeitet nach aufenthalten<br />
in Innsbruck und München wieder in Wien, freischaffend in den bereichen Comics, Illustration, Animation und gelegentlich auch Malerei. Graphikausbildung und Schauspielausbildung in Innsbruck, Medienpsychologiestudium in Wien. Malerei-Crash-Kurs am Atelierprojekt München, Veröffentlichungen in Magazinen, Onlinemedien, Zeitungen und Werbung. Animierte Kinowerbespots im In- und Ausland. Mitglied der Comic-Gruppe Mixer. Link: <a href="http://www.kookgraphics.com">www.kookgraphics.com</a></p></blockquote>
<p>Das Interview wurde ursprünglich im <a href="http://www.rappelkopf.at/">Satiremagazin Rappelkopf </a>veröffentlicht und erscheint hier &#8211; erstmals ungekürzt &#8211; mit ausdrücklicher Genehmigung aller Beteiligten.</p>
<p><a href="http://www.wienerpost.at/category/genuss/comics/titania-comics-genuss/">&#8220;Titania&#8221; gibt es ab sofort auf wienerpost zu lesen</a> &#8211; jeden Dienstag neu!</p>
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		<item>
		<title>Interview: Die 5D im Praxistest</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 08:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Technik & Tools]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Tool]]></category>
		<category><![CDATA[Tools]]></category>

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		<description><![CDATA[Independent-Filmer Dominik Gubi über die Vorteile der Canon.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Independent-Filmer Dominik Gubi über die Vorteile der Canon.</p></blockquote>
<div id="attachment_4347" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-4347" href="http://www.wienerpost.at/2010/07/interview-die-5d-im-praxistest/dominik-canon/"><img class="size-medium wp-image-4347" title="dominik canon" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/07/dominik-canon-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">(Foto: privat)</p></div>
<p><strong>Dass digitale Kameras in HD Qualität filmen können, ist nichts Neues. Worin liegt denn &#8211; abgesehen von Speicherkapazität &#8211; jetzt der große Unterschied bei der 5D?</strong></p>
<p>Im Gegensatz zu anderen DSLRs das Vollformat, welches dank größerem Chip eine noch größere Schärfentiefe und etwas bessere Bildqualität erlaubt.</p>
<p><strong>Du hast selber gerade zwei Kurzfilme mit einer Spiegelreflexkamera gedreht. Wo liegt für Dich vom technischen Standpunkt her der Vorteil gegenüber herkömmlichem Equipment? </strong></p>
<p>Leistbares Equipment für kleine Filmproduktionen hatte meist den Nachteil von schlechter Bildqualität, wenig Weitwinkel und geringer Lichtstärke. Nun kann man mit einem günstigen Gerät ohne Kompromisse Bilder in Kinoqualität produzieren. Nicht zu vergessen die erweiterten kreativen Möglichkeiten, die beispielsweise Wechselobjektive oder die leichte kompakte Form bieten.</p>
<p><strong>Glaubst Du, dass die Zukunft dieser Art von Produktion eher im Independet-Bereich zu sehen ist oder werden auch große Hollywoodproduktionen umsteigen?</strong></p>
<p>Größen wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Rodriguez">Robert Rodriguez</a> oder <a href="http://www.lucasfilm.com/">George Lucas</a> experimentieren schon damit, auch Quentin Tarantino scheint von der Technik ganz begeistert zu sein. Auch wenn es nur wenige zugeben wollen, die Kamera wird schon längst im Profi-Bereich eingesetzt.</p>
<p><strong>Würdest Du den Unterschied zwischen &#8220;oldschool&#8221; produziertem Material und Spiegelreflexkamera-Material optisch erkennen? Geht das überhaupt? Bzw. wenn ja: woran merkt man&#8217;s als Zuschauer?</strong></p>
<p>Im Grunde sind in der Bildqualität nahezu keine Unterschiede mehr zu erkennen &#8211; lediglich in den Details und im Kontrastumfang ist Film noch etwas besser. (siehe auch <a href="http://zacuto.com/shootout">zacuto.com/shootout</a>, wo ein paar Profis sich dieser Frage angenommen haben).</p>
<p><strong>Danke für das Gespräch!</strong></p>
<p>Weiterlesen?</p>
<ul>
<li><a href="http://www.wienerpost.at/2010/07/filmen-house-gemacht/">Filmen House gemacht</a></li>
<li><a href="http://www.wienerpost.at/2010/06/praxistest-filmen-mit-der-dslr/">Filmbeispiele</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Staberl leibhaftig</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/06/staberl-leibhaftig/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 07:26:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>default</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Richard Nimmerrichter, Jahrgang 1920, schrieb 37 Jahre lang jeden Tag eine Kolumne für die „Kronen Zeitung“. Der WIENER traf den einst umstrittensten Journalisten Österreichs. Ein Interview so unverblümt wie seine Kolumnen. (Text: Verena Eissner-Eissenstein, Martin Thomas Pesl / Foto: Marco Rossi)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Richard Nimmerrichter, Jahrgang 1920, schrieb 37 Jahre lang jeden Tag eine Kolumne für die „Kronen Zeitung“. Der WIENER traf den einst umstrittensten Journalisten Österreichs. Ein Interview so unverblümt wie seine Kolumnen.<br />
Text: Verena Eissner-Eissenstein, Martin Thomas Pesl / Fotos: Marco Rossi</p></blockquote>
<p><a rel="attachment wp-att-3956" href="http://www.wienerpost.at/2010/06/staberl-leibhaftig/staberl/"><img class="alignright size-medium wp-image-3956" title="staberl" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/06/staberl-226x300.jpg" alt="" width="226" height="300" /></a><strong>In <a href="http://www.kabarett.cc/div/prog.php?pid=priv">„Hader: Privat“</a> verwandelte sich der Teufel</strong> in den Staberl, um furchterregender zu wirken. Im echten Leben wurde Richard Nimmerrichter beschimpft und bejubelt. Alles, was seiner klaren und strukturierten Wahrnehmung seines geliebten Österreichs widersprach, zog er erbarmungslos durch den verbalen Fleischwolf. 2001, nach über 13.500 im 24-Stunden-Takt produzierten Kolumnen, ging der Staberl in Pension, in einem mythenumrankten Streit mit seinem Chef <a href="http://derstandard.at/1276413394846/Dichand-und-die-Macht-Das-Volk-die-Zeitung-und-der-Alte">Hans Dichand</a>, dem Tycoon der <a href="http://www.kobuk.at/2010/06/die-krone-oesterreich-zwischen-den-linien/">„Krone“</a>. Die „Kleine Zeitung“ erklärte den Staberl vor vier Jahren in einem Nebensatz irrtümlich für tot. Richard Nimmerrichter jedenfalls lebt – und wie!</p>
<p><strong>Was ist aus dem linkenhassenden Brachialwetterer geworden?</strong>, fragten wir uns und besuchten den knapp 90-jährigen in Pörtschach am Wörthersee – um dort im ausgiebigen WIENER-Gespräch eine Überraschung zu erleben: Er wird nicht müde, seinen Hass auf das Hitlerregime zu betonen, und erklärt, wie er zwei Juden Leben und Karriere verdankt. Im Krieg entging er einst der Internierung, weil er überzeugend einen Franzosen spielte und ihm ein jüdischer Kommissar die erfundene Identität bestätigte, der andere brachte ihn bei „United Press“ unter. Gegen die moderne Technologie hat er nix, auch wenn er sie selbst nicht verwendet. Er ist sich sicher, nie etwas falsch gemacht zu haben, und lacht über seinen Text, an dessen Beispiel 2004 der Kronen Zeitung der Ruf des Antisemitismus gerichtlich bestätigt wurde: Der jüdische Journalist Rosenthal war von ihm abwechselnd als Rosenbaum und Rosenzweig bezeichnet worden – ein Tippfehler, sagt er heute. Im Gespräch präsentiert sich der berüchtigte Streithansl (als „Starjournalist“ bezeichnet zu werden, findet er lächerlich) geradezu gesellschaftsfähig – und das, obwohl er Gesellschaft auch heute noch genussvoll meidet: Auf Kinder und Enkel hat der erprobte Einzelgänger bewusst verzichtet, Kollegen von der Zeitung hat er schon damals nicht privat getroffen, und mit seiner Lebensgefährtin teilt er keine gemeinsame Wohnung: Alleinsein ist ihm ein Geschenk. Aus der Kirche ist Nimmerrichter ausgetreten, trotzdem wird der Verein zur Erhaltung des Stephansdoms einen Gutteil seines Vermögens erben. Aus solcherlei Widersprüchen zwischen äußerer Wahrnehmung und innerer Haltung bezieht Richard Nimmerrichter seine Ruhe und Kraft – und aus regelmäßigen Saunabesuchen.</p>
<p><strong>Wieso haben Sie sich für den Journalismus entschieden? </strong></p>
<p>Mit 11 habe ich gesagt, dass ich Journalist werden möchte. Ich habe nie etwas anderes werden wollen. Meine zwei Jahre als Chefredakteur der Weltpresse waren die schlimmste Zeit meines Lebens. Ich wollte schreiben und nicht verwalten. Da habe ich auch erkannt, dass es im Berufsleben wichtig ist zu wissen, was man kann, aber ungleich wichtiger zu wissen, was man nicht kann und die Finger davon zu lassen. Wenn mich früher wer gefragt hat, was ich als Journalist machen will, habe ich gesagt: jeden Tag eine Geschichte schreiben. Und das ist es geworden. 37 Jahre lang.</p>
<p><strong>Waren Sie nie auf Urlaub?</strong></p>
<p>Wenn ich weggefahren wäre bei der Krone, dann säßen Sie heute nicht hier. Denn diese Wohnung und die in Gastein habe ich mir genommen, damit ich auch im Urlaub meine Kolumne weiter schreiben kann. Ich bin auch jetzt ein Urlaubsmuffel.</p>
<p><strong>Was war Ihre größte Inspirationsquelle?</strong></p>
<p>Eigentlich das Fernsehen, weil es am meisten verbreitet und am wirksamsten ist. Die Macht der Zeitungen wird überschätzt.</p>
<p><strong>War die Kolumne von Anfang an – entweder von Ihnen oder vom Herausgeber – so angelegt, dass sie provoziert? </strong></p>
<p>Nur von mir. Die Kolumne hat zur Voraussetzung Feinde. Und wenn nicht genügend da waren, musste ich mir welche züchten. Eine Lieblingsfeindin von mir war die frühere <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johanna_Dohnal">Frauenministerin Dohnal</a>. Als die abgesägt wurde, war das für mich ein schwerer Verlust. Von der habe ich Stoff bekommen, noch und noch.</p>
<p><strong>Gab es auch Sachen, die Sie schreiben wollten, die sich aber mit der Blattlinie nicht vertragen haben?</strong></p>
<p>Ich bin ja kein Narr. So verbockt bin ich nicht gewesen, dass ich gegen die eigene Zeitung schreibe.</p>
<p><strong>Sie sind oft angegriffen worden, hatten 58 Verurteilungen wegen übler Nachrede usw.</strong></p>
<p>Ich wurde 156 Mal geklagt. Meistens war ich gar nicht bei den Verhandlungen. Das war alles vorzugsweise in den ersten Jahren. Es hat sich nämlich herumgesprochen, dass Klagen nichts nützt. Ich habe mich schon manchmal gefragt: Hast du etwas falsch gemacht? Bist jetzt schon drei Monate nicht geklagt worden? Du musst wieder einmal.</p>
<p><strong>War es ein starker Druck für Sie, immer abliefern zu müssen?</strong></p>
<p>Zunächst nicht, aber 1985 habe ich das Pensionsalter erreicht. Da wollte ich schon gehen. Der Dichand hat gesagt: Das kannst du nicht machen. Ein paar Jahre brauchen wir das noch. Er hat an meine Loyalität appelliert. Und ich habe gesagt: Der hat mir die Verwirklichung eines Jugendtraumes möglich gemacht. Ich halte Loyalität für die höchste aller menschlichen Tugenden.</p>
<p><strong>Hat sich die Krone ohne Sie verändert?</strong></p>
<p>Ich sehe die Auflagenentwicklung. Mein Abgang hatte keine negativen Folgen. Nur diese EU-Gegnerschaft kann ich nicht nachvollziehen. Wir haben dort alle bei der Volksabstimmung für die EU gestimmt. Man darf die EU ja nicht als Ideal sehen. Es ist uns nichts anderes übrig geblieben. Wollen wir uns gegen einen ganzen Kontinent stellen?</p>
<p><strong>Haben Sie heute noch Kontakt zu Herrn Dichand? </strong>[Anm. Dieses Interview wurde drei Wochen vor Dichands Tod geführt]</p>
<p>Wir hatten immer ein sehr korrektes Verhältnis, aber nie persönlichen Kontakt.</p>
<p><strong>Gehen Sie wählen?</strong></p>
<p>Ich habe bei der letzten Bundespräsidentenwahl nicht gewählt. Da oute ich mich jetzt. Und bei der vorigen Bundespräsidentenwahl habe ich zum ersten Mal in meinem Leben über den Stimmzettel einen Strich gemacht und hingeschrieben: Amt unnötig, zu teuer, überflüssig.</p>
<p><strong>Haider?</strong></p>
<p>Wir waren nicht befreundet. Ich war mit ihm bekannt, habe ihn aber vier Jahre vor seinem Tod nicht mehr gesehen, weil ich mit verschiedenen Dingen nicht mitgekommen bin, die er gemacht hat. Aber er war ein amüsanter und gescheiter und jeder Zeit ergiebiger Gesprächspartner.</p>
<p><strong>Strache?</strong></p>
<p>Ich weiß nicht recht. Also der Strache ist mir nicht sehr koscher, wenn ich so sagen darf.</p>
<p><strong>Die Grünen?</strong></p>
<p>Die sind ja überhaupt eine nicht existierende Größe. Wenn die richtig links wären, wäre mir das noch lieber als sie spielen sich auf als ökologische Vorkämpfer und sind in Wirklichkeit halbe Bolschewiken.</p>
<p><strong>Haben Sie Angst vor dem Sterben?</strong></p>
<p>Überhaupt nicht. Mit meinem Tod erlischt mein Interesse an mir.</p>
<blockquote><p><strong>DIE FAKTEN</strong></p>
<p>Richard „Staberl“ Nimmerrichter, geboren am 31. Dezember 1920, arbeitete nach der russischen Kriegsgefangenschaft als Journalist &#8211; auch Sport- und Chefredakteur &#8211; beim Amerikanischen Nachrichtendienst, der United Press, der Welt am Montag und der Weltpresse. Von 1965 bis 2001 schrieb er als „Staberl“ eine tägliche Kolumne bei der Kronen Zeitung. Heute pendelt der sportliche 89-Jährige (Schwimmen, Rad fahren) zwischen seinen Wohnsitzen Wien und Pörtschach.</p></blockquote>
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		<title>Pandora antwortet: 10 Fragen an Janina Lebiszczak</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 21:24:46 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[02 Pandora]]></category>
		<category><![CDATA[Internes]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[Vienna Online hat unser aller Lieblings Sexkolumnistin Pandora (alias Janina Lebiszczak) zum Word Rap gebeten. Hier das Ergebnis.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://video.vienna.at/video/48967/10-fragen-an-janina-lebiszczak">Vienna Online</a> hat unser aller Lieblings Sexkolumnistin <a href="http://www.wienerpost.at/category/kolumnen/pandora/">Pandora</a> (alias <a href="http://www.wienerpost.at/2010/03/pandoras-box/">Janina Lebiszczak</a>) zum Word Rap gebeten. Hier das Ergebnis.<br />
<object id="flashcontent_api" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480px" height="386px" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="data" value="http://video.vienna.at/media_tp/custom/flowplayer3/swf/flowplayer.commercial.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="quality" value="high" /><param name="cachebusting" value="true" /><param name="bgcolor" value="#000000" /><param name="flashvars" value="config=%7B&quot;key&quot;:&quot;#@08bab8e7152225f725d&quot;,&quot;logo&quot;:%7B&quot;opacity&quot;:0%7D,&quot;playlist&quot;:[%7B&quot;url&quot;:&quot;http://video.vienna.at/media/thumbs_at/320/48967.jpg&quot;,&quot;scaling&quot;:&quot;yes&quot;%7D],&quot;plugins&quot;:%7B&quot;controls&quot;:%7B&quot;autoHide&quot;:&quot;always&quot;,&quot;background&quot;:&quot;url(http://video.vienna.at/increment_embed.php?name=48967.jpg?v=2) no-repeat&quot;%7D,&quot;openAdStreamer&quot;:%7B&quot;autoBuffering&quot;:true,&quot;autoPlay&quot;:false,&quot;url&quot;:&quot;http://video.vienna.at/media_tp/custom/flowplayer3/swf/OpenAdStreamer-0.2.5.swf&quot;,&quot;shows&quot;:%7B&quot;streams&quot;:[%7B&quot;file&quot;:&quot;http://video.vienna.at/media/video_at/48967.flv&quot;,&quot;duration&quot;:&quot;00:00:182&quot;%7D]%7D,&quot;deliveryType&quot;:&quot;progressive&quot;,&quot;streamType&quot;:&quot;flv&quot;,&quot;overlays&quot;:%7B&quot;regions&quot;:[%7B&quot;id&quot;:&quot;overlayzone&quot;,&quot;verticalAlign&quot;:&quot;center&quot;,&quot;horizontalAlign&quot;:&quot;center&quot;,&quot;width&quot;:300,&quot;height&quot;:250%7D]%7D,&quot;ads&quot;:%7B&quot;pauseOnClickThrough&quot;:false,&quot;server&quot;:%7B&quot;type&quot;:&quot;smart&quot;,&quot;vastURL&quot;:&quot;http://ww206.smartadserver.com/call/pubj&quot;,&quot;site&quot;:&quot;12730&quot;,&quot;track&quot;:true,&quot;cacheBurst&quot;:true,&quot;targeting&quot;:true%7D,&quot;companions&quot;:[%7B&quot;id&quot;:&quot;bottom&quot;,&quot;width&quot;:&quot;300&quot;,&quot;height&quot;:&quot;250&quot;%7D],&quot;schedule&quot;:[%7B&quot;zone&quot;:&quot;93462/5517&quot;,&quot;position&quot;:&quot;pre-roll&quot;%7D,%7B&quot;zone&quot;:&quot;93462/5520&quot;,&quot;startTime&quot;:&quot;00:00:1&quot;,&quot;duration&quot;:10,&quot;position&quot;:&quot;overlayzone&quot;%7D]%7D%7D%7D,&quot;clip&quot;:%7B%7D%7D" /><param name="src" value="http://video.vienna.at/media_tp/custom/flowplayer3/swf/flowplayer.commercial.swf" /><embed id="flashcontent_api" type="application/x-shockwave-flash" width="480px" height="386px" src="http://video.vienna.at/media_tp/custom/flowplayer3/swf/flowplayer.commercial.swf" flashvars="config=%7B&quot;key&quot;:&quot;#@08bab8e7152225f725d&quot;,&quot;logo&quot;:%7B&quot;opacity&quot;:0%7D,&quot;playlist&quot;:[%7B&quot;url&quot;:&quot;http://video.vienna.at/media/thumbs_at/320/48967.jpg&quot;,&quot;scaling&quot;:&quot;yes&quot;%7D],&quot;plugins&quot;:%7B&quot;controls&quot;:%7B&quot;autoHide&quot;:&quot;always&quot;,&quot;background&quot;:&quot;url(http://video.vienna.at/increment_embed.php?name=48967.jpg?v=2) no-repeat&quot;%7D,&quot;openAdStreamer&quot;:%7B&quot;autoBuffering&quot;:true,&quot;autoPlay&quot;:false,&quot;url&quot;:&quot;http://video.vienna.at/media_tp/custom/flowplayer3/swf/OpenAdStreamer-0.2.5.swf&quot;,&quot;shows&quot;:%7B&quot;streams&quot;:[%7B&quot;file&quot;:&quot;http://video.vienna.at/media/video_at/48967.flv&quot;,&quot;duration&quot;:&quot;00:00:182&quot;%7D]%7D,&quot;deliveryType&quot;:&quot;progressive&quot;,&quot;streamType&quot;:&quot;flv&quot;,&quot;overlays&quot;:%7B&quot;regions&quot;:[%7B&quot;id&quot;:&quot;overlayzone&quot;,&quot;verticalAlign&quot;:&quot;center&quot;,&quot;horizontalAlign&quot;:&quot;center&quot;,&quot;width&quot;:300,&quot;height&quot;:250%7D]%7D,&quot;ads&quot;:%7B&quot;pauseOnClickThrough&quot;:false,&quot;server&quot;:%7B&quot;type&quot;:&quot;smart&quot;,&quot;vastURL&quot;:&quot;http://ww206.smartadserver.com/call/pubj&quot;,&quot;site&quot;:&quot;12730&quot;,&quot;track&quot;:true,&quot;cacheBurst&quot;:true,&quot;targeting&quot;:true%7D,&quot;companions&quot;:[%7B&quot;id&quot;:&quot;bottom&quot;,&quot;width&quot;:&quot;300&quot;,&quot;height&quot;:&quot;250&quot;%7D],&quot;schedule&quot;:[%7B&quot;zone&quot;:&quot;93462/5517&quot;,&quot;position&quot;:&quot;pre-roll&quot;%7D,%7B&quot;zone&quot;:&quot;93462/5520&quot;,&quot;startTime&quot;:&quot;00:00:1&quot;,&quot;duration&quot;:10,&quot;position&quot;:&quot;overlayzone&quot;%7D]%7D%7D%7D,&quot;clip&quot;:%7B%7D%7D" bgcolor="#000000" cachebusting="true" quality="high" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" data="http://video.vienna.at/media_tp/custom/flowplayer3/swf/flowplayer.commercial.swf"></embed></object></p>
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		<title>Video: Geht scho, gemma Vuigas!</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/06/geht-scho-gemma-vuigas/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 20:40:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nacaseven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Sommerhit]]></category>

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		<description><![CDATA[Skeros "Kabinenparty" gilt als Top-Tipp für den Sommerhit - und mit jedem Grad wächst auch die Fangemeinde des 1,95-Meter-Hünen. Harald Havas hat den Texta-Sänger für den WIENER 346 (Juni 2010) interviewt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Skeros <a href="http://www.youtube.com/watch?v=9I-I6yMx23g">&#8220;Kabinenparty&#8221;</a> gilt als Top-Tipp für den Sommerhit &#8211; und mit jedem Grad wächst auch die Fangemeinde des 1,95-Meter-Hünen. <a href="http://www.havas.at">Harald Havas</a> hat den (gerade leicht übernächtigen) Texta-Sänger für den <a href="http://www.flickr.com/photos/wienerpost/4621867920/">WIENER 346</a> (Juni 2010) interviewt.</p>
<p>Kamera &amp; Schnitt: <a href="http://www.wienerpost.at/author/nacaseven/">Dominik Gubi</a> (im übrigen <a href="http://www.wienerpost.at/2010/06/praxistest-filmen-mit-der-dslr/">mit einer DSLR</a>)</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/k1PZH1eIMGo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/k1PZH1eIMGo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Google meets ÖNB: Bücher für alle?</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/06/google-meets-onb-bucher-fur-alle/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 19:23:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>default</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[NetzREDEN]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Meldung verbreitete sich heute wie ein Lauffeuer: Mit Googles Hilfe digitalisiert die Österreichische Nationalbibliothek 400.000 historische Bücher. Passend dazu haben wir in unserem Archiv gekramt und ein Interview hervorgezaubert - mit Johanna Rachinger, ihres Zeichens Generaldirektorin der ÖNB und Master Mind hinter dem Google Deal. Wolfgang Wieser sprach mit der sympathischen Oberösterreicherin über Digitalisierung, Verlagspolitik und die Eignung des "Kindle" für die Badewanne.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Meldung verbreitete sich heute wie ein Lauffeuer:<br />
&#8220;Als eine der weltweit ersten Nationalbibliotheken wird die <a href="http://www.onb.ac.at/index.php">Österreichische Nationalbibliothek</a> ihren kompletten historischen Buchbestand vom 16. bis zum 19. Jahrhundert – eine der fünf international bedeutendsten Sammlungen historischer Bücher – digitalisieren und online zugänglich machen.  Das Projekt wird in einer Public Private Partnership mit Google durchgeführt. Es werden rund 400.000 urheberrechtsfreie Werke digitalisiert, die uneingeschränkt und kostenfrei über die Digitale Bibliothek der Österreichischen Nationalbibliothek und über die Google Buchsuche benutzt werden können.&#8221; (Quelle: <a href="http://www.onb.ac.at/bibliothek/austrianbooksonline.htm">ÖNB / Austrian Books Online</a>)<br />
Details siehe auch hier (<a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-06/die-oenb-bringt-400-000-buecher-online/">Datenschmutz Blog</a>) und hier (<a href="http://derstandard.at/1276413109818/Nationalbibliothek-Google-macht-120-Millionen-Buchseiten-kostenlos-abrufbar">Der Standard</a>)</p>
<p>Passend dazu haben wir in unserem Archiv gekramt und ein Interview hervorgezaubert &#8211; mit Johanna Rachinger, ihres Zeichens Generaldirektorin der ÖNB und Master Mind hinter dem Google Deal. <a href="http://inshunyata.tumblr.com/post/246413604/162-365-dr-wieser-got-a-cure-and-a-solution-for">Wolfgang Wieser</a> sprach mit der sympathischen Oberösterreicherin über Digitalisierung, Verlagspolitik und die Eignung des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amazon_Kindle">&#8220;Kindle&#8221;</a> für die Badewanne. Erschienen im <a href="http://www.flickr.com/photos/wienerpost/4596444182/in/set-72157624034464110/">WIENER 343 / März 2010</a>.</p>
<div id="attachment_3744" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a rel="attachment wp-att-3744" href="http://www.wienerpost.at/2010/06/google-meets-onb-bucher-fur-alle/01_dr-rachinger_03/"><img class="size-full wp-image-3744  " title="01_dr.rachinger_03" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/06/01_dr.rachinger_031.jpg" alt="" width="460" height="332" /></a><p class="wp-caption-text">ÖNB Master Mind Dr. Rachinger (Photo courtesy of ÖNB)</p></div>
<p><strong>Natürlich riechen Bücher gut.</strong> Und eine nicht zu unterschätzende Zahl von Lesern liebt vor der Lektüre nichts mehr, als erst mit den Fingern sanft über den Einband zu streichen, sich dann ahnungsfroh ins Daumenkino zu begeben (bis einem die Buchstaben vor den Augen verschwimmen) und schließlich einen tiefen Atemzug des aus den Seiten drängenden Duftpotpourris zu genießen. Schnuppern Sie einmal an einer PC-Tastatur, das im besten Fall fehlende olfaktorische Vergnügen (es könnte ja auch nach kaltem Rauch, ungewaschenen Händen oder ähnlich Unerfreulichem stinken) ist einer der kaum wahrnehmbaren Vorboten der dräuenden Digikratie, der Herrschaft des Digitalen. Geht es „nur“ um das gedruckte Buch, kommt die Revolution schon deutlich lauter daher, begleitet wird sie von schrillen Misstönen und Aufsehen erregenden Scharmützeln.</p>
<p><strong>Der Revolutionsführer heißt Google.</strong> Und sein Ziel ist die Herrschaft über die Bücher (und wer zu Verschwörungstheorien neigt, fügt hinzu: über das Wissen). Millionen von Büchern wurden von Google bereits digitalisiert. Und Millionen sollen folgen. Das macht nicht nur Verschwörungstheoretikern zu schaffen, das wirbelt die ganze Welt der Buchstaben durcheinander. Verlage bangen um ihre Existenz (Druckereien sowieso), optimistische Autoren hoffen auf zusätzlichen Benefit als erfolgreiche Internet- Selbstverleger. Und dann ist da noch eine völlig ungeklärte Frage: Wem gehört die Kreativität? Oder anders formuliert: Was passiert mit dem Urheberrecht? Der WIENER sprach darüber mit der Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek, Johanna Rachinger. Dort, zwischen Josefsplatz und Heldenplatz, hat mittlerweile selbst in den Prunkräumen das Digitale Einzug gehalten. Sieben Millionen Seiten sind abrufbar, 1.400 User nutzen das Archiv täglich online (wobei erstaunlicherweise die Zahl der Menschen in den Lesesälen – etwa 1.000 täglich – gleich geblieben ist). 320.000 Bilder werden in digitaler Form weltweit vertrieben, bis 2012 werden 100.000 Plakate gescannt und außerdem ist ein neuer Tiefspeicher unterm Heldenplatz geplant. Denn noch sind gedruckte Bücher nicht Geschichte: Jedes Jahr registriert allein die Österreichische Nationalbibliothek 50.000 neue.</p>
<p><strong>Frau Dr. Rachinger, Google digitalisiert Millionen Bücher – eine Gefahr für das gedruckte Buch?</strong></p>
<p>Natürlich. Aber das ist noch keine Bewertung. Denn an sich finde ich es gut, wenn Bücher digitalisiert werden und so wesentlich mehr Menschen zur Verfügung stehen.</p>
<p><strong>Ist die Digitalisierung überhaupt noch zu stoppen?</strong></p>
<p>Nein, sicher nicht. Es digitalisiert ja nicht nur Google, auch wir an der Österreichischen Nationalbibliothek digitalisieren. Uns geht es um die Demokratisierung des Wissens und die Sicherung kulturellen Erbes.</p>
<p><strong>Ist für die Nationalbibliothek eine Kooperation mit Google vorstellbar, wie es sie auch im deutschsprachigen Raum, auch in Spanien und Frankreich bereits gibt?</strong></p>
<p>Ja, absolut. Ist die Digitalisierung eine Gefahr für die Verlage? Eine Gefahr ist sie für die Buchhandlungen, aber für die Verlage kann die Digitalisierung eine unglaubliche Chance sein. Weil das Planen der Auflagenzahlen, zu hohe Lagerbestände und die ganze Logistik wegfällt, wenn on demand produziert wird.</p>
<p><strong>Brauchen wir Verlage dann überhaupt noch?</strong></p>
<p>Es kann natürlich sein, dass ein Bestseller-Autor sagt, ich brauche keinen Verlag mehr, ich stelle einfach mein Buch ins Internet. Aber das funktioniert eben nur bei Bestseller-Autoren, die anderen müssen im Internet erst einmal wahrgenommen werden. Und dafür braucht es auch Vertriebs- und Marketingstrukturen sowie Markennamen. Allerdings könnten diese Tätigkeiten auch Agenturen wahrnehmen.</p>
<p><strong>Wird es für die Autoren in der digitalen Welt einfach oder schwieriger, Bücher zu veröffentlichen?</strong></p>
<p>Das wird sicher einfacher, weil die hohen Vorab-Kosten bei einer Buchproduktion wegfallen. Ein Buch ins Internet zu stellen, ist ja nicht mit hohen Kosten verbunden.</p>
<p><strong>Denkbar, dass mit der Digitalisierung auch jeder Autor zu seinem eigenen Verleger wird? </strong></p>
<p>Das ist nicht nur denkbar, das gab es schon. Stephen King hat es mit einem seiner Bücher gemacht. Funktionieren kann das aber nur bei Bestseller-Autoren.</p>
<p><strong>Google-Kritiker haben immer wieder beklagt, dass mit der englischsprachigen Ausrichtung der Digitalisierung andere Sprachen ins Hintertreffen geraten könnten. Teilen Sie diese Befürchtungen?</strong></p>
<p>Diese Befürchtungen waren schon eine Zeitlang da, als Google mit US-amerikanischen Büchern in die Massendigitalisierung gegangen ist. Europa hat aber jetzt reagiert. Jetzt wird die European Digital Library, die sogenannte Europeana, aufgebaut – und da sind wir selbst federführend dabei. Die Idee dahinter ist, dass das eine große europäische Bibliothek wird, wo nicht nur die jeweiligen Nationalbibliotheken, sondern auch Archive und Museen ihre digitalen Inhalte einbringen. Ich muss allerdings sagen, dass Österreich zu wenig Geld für die Digitalisierung ausgibt.</p>
<p><strong>Sehen Sie die Europeana als Konkurrenz zu Google – oder als Ergänzung?</strong></p>
<p>Wenn es um Informationen geht, gibt es für mich keine Konkurrenz. Für mich geht es darum, dass die Menschen möglichst schnell die Information finden, die sie brauchen. Das ist auch keine Ergänzung. Das ist ein berechtigtes, emanzipiertes Nebeneinander. Und es ist ganz wichtig, dass Europa mit seiner Kultur dabei ist. Sonst besteht die Gefahr, dass das, was nicht drinnen ist, gar nicht mehr wahrgenommen wird.</p>
<p><strong>Mit der Debatte um die Digitalisierung geht auch die Diskussion um die Urheberrechte einher. Es gibt Experten, die meinen, Urheberrechte seien eigentlich obsolet.</strong></p>
<p>Wenn wir so salopp an diese Sachen herangehen, dann wird es irgendwann keine Kreativität mehr geben. Warum sollen sich Menschen dann noch bemühen, gerade jetzt, wo die Kreativwirtschaft ein ganz wichtiger Faktor ist, irgendetwas zu erfinden, zu leisten, wenn sie dann überhaupt kein Urheberrecht darauf haben? Ich glaube, das Urheberrecht muss wirklich geschützt werden.</p>
<p><strong>Ist dieses Urheberrecht in einer Copy/Paste-Kultur überhaupt noch schützbar?</strong></p>
<p>Das ist natürlich ganz schwierig. Da brauchen wir sehr strenge Gesetze. Sie haben eingangs von einer Demokratisierung des Wissens als einem der Ziele der Digitalisierung gesprochen.</p>
<p><strong>Wäre es in diesem Zusammenhang nicht logisch, Urheberrechte als überholt zu betrachten?</strong></p>
<p>Nein, denn ein Buch kann sich jeder besorgen. Und einer der Vorteile der Digitalisierung ist, dass die Bücher billiger werden. Vom neuen Dan Brown sind 50 Prozent der verkauften Exemplare über den Kindle gegangen und waren um 20 oder 30 Prozent billiger.</p>
<p><strong> Haben Sie das Buch schon gelesen?</strong></p>
<p>Nein, aber den Kindle habe ich schon zu Hause.</p>
<p><strong>Geht mit der Digitalisierung nicht auch die Sinnlichkeit des Bücherlesens verloren?</strong></p>
<p>Na klar geht etwas verloren. Beim Kindle habe ich mir auch erst gedacht, das ist nichts für mich. Einen Roman, ein Gedicht liest man doch lieber im Buch – habe ich geglaubt. Aber jetzt hab ich’s ausprobiert und bin begeistert.</p>
<p><strong>Aber in der Badewanne ist der Kindle nicht wirklich ideal?</strong></p>
<p>Wenn man ihn nicht ins Wasser tut, schon. Aber das gilt auch für das Buch.</p>
<blockquote><p><strong>DIE FAKTEN</strong><br />
Dr. Johanna Rachinger ist seit Juni 2001 Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek. Nach ihrem Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik an der Universität Wien arbeitete sie als Lektorin beim Wiener Frauenverlag, war von 1988 bis 1992 Leiterin der Buchberatungsstelle beim Österreichischen Bibliothekswerk und wechselte dann zum Verlag Ueberreuter, wo sie ab 1995 bis zur Bestellung zur Generaldirektorin als Geschäftsführerin tätig war. <a href="http://www.onb.ac.at">www.onb.ac.at</a></p></blockquote>
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		<title>&#8220;The music starts the songs&#8221; &#8211; A conversation with Jamie Cullum</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 19:19:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandra Keplinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Musik-Redakteurin Sandra Keplinger hat den britischen Singer-Songwriter Jamie Cullum getroffen und für den WIENER interviewt. Hier die ungekürzte Original-Fassung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><span style="text-decoration: underline;">Anmerkung in eigener Sache [admin]:</span></p>
<p>Schulden muss man begleichen. Dieses Interview mit <a href="http://www.jamiecullum.com/">Jamie Cullum</a> hat <a href="http://www.wienerpost.at/author/sandra-keplinger/">Sandra Keplinger</a> vergangenen Herbst für den <strong>WIENER</strong> geführt. Anlässlich des komplett ausverkauften Wien Konzertes des Künstlers am 30.5. ist es dem WIENER gelungen, die letzten beiden Karten zu ergattern und via Facebook zu verlosen (<a href="http://www.facebook.com/?ref=logo#!/posted.php?id=185406613979&amp;share_id=129308510418205&amp;comments=1#s129308510418205">siehe hier</a>). Dazu passend wollte unsere Musik-Redakteurin das Interview im ungekürzten Original auf <strong>wienerpost</strong> veröffentlichen. Das war zum damaligen Zeitpunkt aber leider nicht möglich. Umso mehr freut es uns,  Versäumtes jetzt nachzuholen &#8211; Ladies and Gentlemen: Mister Jamie Cullum!</p></blockquote>
<div id="attachment_3545" class="wp-caption alignleft" style="width: 171px"><a rel="attachment wp-att-3545" href="http://www.wienerpost.at/2010/06/jamie-cullum/jamie-cullum-2/"><img class="size-full wp-image-3545" title="jamie cullum" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/06/jamie-cullum1.jpg" alt="" width="161" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Jamie Cullum (cc by evymoon)</p></div>
<p><span style="text-decoration: underline;">WIENER / Sandra Keplinger: </span><br />
<strong>Congratulations to the new album, I really love it. I noticed that most of the songs were written by you and Ben [Jamie's brother] this time around. Why did it take so long for you to make an album where about 80 or 90% are your own composition rather than covers?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Jamie Cullum:</span><br />
I guess it didn’t take long in the sense that I spent all those 2 years working on the album. I think when I was finished touring „Catching Tales“ I wanted to take some time off to let my mind become a little bit more fertile. I needed to process all the things that happened to me in the last 2 years, because it had been such a crazy time for me, after &#8220;Twentysomething&#8221; and &#8220;Catching Tales&#8221;. I hadn’t really sat back and thought it out. I wanted my brain to feel the need to make music and wanting to make something as relevant and good as this. I’m really proud of it and I think what happened is: I wrote about 30 or 40 songs, but I wasn’t writing them for an album, I was just … I wasn’t thinking: “Oh, will this work for the new album, is it Jazz enough or is it Pop enough. I put all of this aside. And after that year off, I started to think about the album properly. I started recording last summer, but we couldn’t make it on time so Universal couldn’t put it out before Christmas, so they said: “Can we wait until next year?” – and I was really annoyed about it…</p>
<p><strong>So that explains why there has been a four year break?</strong></p>
<p>Yeah, that’s right. So by the time we finished I had written another 3-4 songs and we added those songs as well. So that was it, really.</p>
<p><strong>And did you ever write than many songs before for another album, say for “Catching Tales”?</strong></p>
<p>I don’t know, I was always tend to write quite a lot, I guess, so I wrote at least 20 for Catching Tales – but again, it’s about finding the right balance between writing for a new album and just writing, because writing is just something that you do. Writing should be a free exercise, and not thinking “oh, this could be track 1, or track 2”, you know what I mean? And that’s the kind of creativity you need.</p>
<p><strong>But still, whenever I listened to your earlier albums “Twentysomething” or “Catching Tales”, I always enjoyed your own songs more than the covers. I mean, of course there were the classics, but there were also things like Jeff Buckley and I always wondered: How come that all those amazing songs by Jamie Cullum himself&#8230; why are there only 5 or 6 on them on the record? Do you think you needed to do the classics to become publicly known? Because, as I see it, in the last 20 years, mainstream Jazz has not been around, really. Do you think you needed to do the classics that people would actually notice you?</strong></p>
<p>I think it was quite natural for me because I had such a background in playing Jazz and being a Jazz musician. As a Jazz musician, part of the education is learning the classics and pulling them apart. Anyone who starts with Jazz has to start with Charlie Parker and Louis Armstrong. It’s like English Literature and reading Shakespeare. And in order to do the classics properly you need as much information and as much talent to successfully interpret songs, and I don’t see a big difference in energy or power in interpreting a song. I did an interview with Elton John once, he interviewed me for the magazine INTERVIEW in the US, the Andy Warhol magazine. And he said to me that he thinks that it’s really important, that the interpretation of the songs behind it all. He said not many people do it these days, and certainly not many people do it well, and he said “You have a real talent for songwriting and you have a real talent for interpreting, so don’t forget that that’s an art form as well.” I thought it was quite amazing to come from Elton John.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/3RUTgB07J_U&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/3RUTgB07J_U&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><strong>Tell me about the songs that you wrote with your brother Ben, there’s a lot of Electro Jazz this time, can you tell me how these songs cam along?</strong></p>
<p>I think they were partly done in my year off. We started a new band which was like a – I guess – beat electronic band mixed with Jazz. We did a gig at an Electronic festival and we wrote a bunch of songs for that, purely for our amusement, and obviously some of that flowed into what I was doing here. So we pulled some of the songs that were from those sessions into this project and we did what we normally do. We live next door to each other so, we’d have a cup of tea, we’d sit around and play a bit of Jazz. The music starts the songs, I guess.</p>
<p><strong>Tell me about the Cole Porter song. You worked with the Count Basie Orchestra, how did that happen? I mean, it must have been amazing for you to work with such a brilliant orchestra?</strong></p>
<p>Yes, it was one of the most amazing things. The CBO saw me play in Paris. We were at the same party of some magazine and they booked me to do a solo show and then the CBO to play a full kind of big band show. And they saw me play and they loved what I was doing…</p>
<p><strong>So they actually approached you?</strong></p>
<p>We basically set up in a theatre in New Jersey and played 3 songs; the second take is actually on the record.</p>
<p><strong>There are two or three songs that made me think: Why did he do it? I.e. you covered Rihanna’s “Don’t Stop The Music” and Michael Jackson was involved in the song as well. Did you do it to do a tribute to Michael Jackson, because it was so popular and played so much during the last year? You’ve got all these amazing arrangements and there is so much diversity, and then this song comes up and you think: Ok? Interesting…</strong></p>
<p>It’s each to their own, obviously. It’s funny, because that’s the track where people mostly get hoocked when they listen to the record – and they want to talk about it. As a Jazz musician, I feel it’s important to take songs and pull them apart and mess with people’s expectations. People would hear a song like that and think: ‘Oh, it’s just a Charts song, it’s on the radio’</p>
<p><strong>…and people will recognize it…</strong></p>
<p>…and people will recognize it. But it’s more about improvising and doing something different with it. I was on the dance floor in a night club, I was dancing with my friends, and I suddenly heard this song, and I thought: Oh, this is cool, I loved it when I heard it. And before I knew it I was singing it all the time, it got underneath my fingers at the piano and I wanted to mix it with a slightly darker, acid jazzy chord. I also thought that the lyrics were really sexy. It’s a great entry point with the music I’m doing. Doing things like this… I can’t quite explain it, it feels very similar to writing a song, because it takes a lot of inspiration and excitement to do something like this. It’s really … obviously in your mind you separated the two things with the covers and the originals, but to me: When I successfully do a cover, they live in the same universe, they don’t seem like a separate thing.</p>
<p><strong>So it’s not more important for you to do your own thing than doing the classics?</strong></p>
<p>Yes, that’s it. It’s part of the Jazz tradition, it’s part of the art form it’s certainly a part of my identity. Sometimes the balance between the two things is important, sometimes there are more originals and sometimes there are more covers. It depends on how I feel in the studio, really.</p>
<p><strong>And it’s really up to you, there is no label guy sitting there saying: You know, we’re not sure if this will sell and we need you to do some popular songs, to ask boldly?</strong></p>
<p>I was hoping you’d know the answer to that question. No, it doesn’t work like that. It wouldn’t be interesting to me to do an album with someone else telling you what to do. There would be no reason for me to do that.</p>
<p><strong>Pretty much all of your songs are about love and easy things, do you have any intention to do more political lyrics for instance. Are we ever going to see more serious lyrics by Jamie Cullum?</strong></p>
<p>I think there’s something serious in some of these songs, they are certainly more serious than I have been before. I rather wanted that version of “If I Ruled The World”… part of the power of this song are the very optimistic lyrics, but very dark and gloomy arrangements. That was definitely ment to be, if you want to call it that, a political statement. Also “Wheels” is a little darker, with the lyrics being “The wheels are falling off the world”. It’s about where we are in this universe. I would argue that there is that element already to the record.</p>
<p><strong>Do you think it’s important for musicians to do that?</strong></p>
<p>It depends what you want to write about – you should never behold of what people expect musicians to do…</p>
<p><strong>No, that’s not what I meant, but as a public figure you do undeniably have a certain influence and if you’re popular people will listen to what you have to say.</strong></p>
<p>Yes, I kind of see the responsibility in that as well. I think this particular album was very much written in a state for me of big personal change in my life and my circumstances, and that was the thing that really characterized it.</p>
<p><strong>May I asked what kind of change?</strong></p>
<p>Well, falling out of love in a big catastrophic way, and falling back in love in an extraordinary hard and brilliant way. Between those two poles, we have a record.</p>
<p><strong>How long did it actually take to finish the record?</strong></p>
<p>In total it took about 3 or 4 months. We finished it in April.</p>
<p><strong>Are you looking forward to the tour?</strong></p>
<p>Oh! Touring is the pot of at the end of the rainbow for me. I think it’s what I do best, actually, playing live. And let me say, I’m really happy that you like the album so much. I shall be walking around, telling everybody.</p>
<div>
<hr /></div>
<p>Ursprünglich erschienen auf Sandra Keplingers Musikblog <a href="http://mudpiemusic.tumblr.com/">Mudpies United</a>.</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=000000&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=mudpunit-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&#038;asins=B002J9G7LG" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
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		<item>
		<title>Romeo und Julia in Nairobi</title>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 07:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Der österreichische Regisseur Stephan Bruckmeier macht Theater dort, wo man es nicht für möglich hält: Mitten in den Slums von Nairobi, rund um die größte Mülldeponie des Landes. Wie das ambitionierte Projekt nicht nur das Leben im Slum, sondern auch sein eigenes nachhaltig verändert, erzählt er im WIENER Interview.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Der österreichische Regisseur <a href="http://www.bruckmeier.info">Stephan Bruckmeier</a> macht Theater dort, wo man es nicht für möglich hält: Mitten in den Slums von Nairobi, rund um die größte Mülldeponie des Landes. Wie das ambitionierte Projekt nicht nur das Leben im Slum, sondern auch sein eigenes nachhaltig verändert, erzählt er im WIENER Interview. (Fotos: ©Heike Schiller)</p></blockquote>
<p><strong><img class="aligncenter size-medium wp-image-2348" title="Hope Theatre 5" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/05/nairobi4-klein-300x200.jpg" alt="Hope Theatre 5" width="300" height="200" /></strong></p>
<p><strong>WIENER:</strong><br />
<strong>Wie bist du überhaupt nach Nairobi gekommen?</strong></p>
<p><strong>Bruckmeier:</strong><br />
Ich habe in Kärntnen im Rahmen des Carinthischen Sommers ein Projekt über bedeutende Kärntner Humanisten gemacht, Menschen, die das Land verlassen haben und im Ausland wirken. Dabei habe ich u.a. den Peter Quendler kennen gelernt, der für die Caritas „Nachbar in Not“ aufgebaut hat, Frauenhäuser in Afghanistan errichtet hat etc. – Kurz: Ein wahnsinnig umtriebiger Mensch. Da entwickelte sich ein Gespräch über das Thema „Wie machen Menschen Kunst in Ländern, wo sie – um es ganz banal zu sagen – nichts zu fressen haben?“ Quendler hat mir von einem Projekt erzählt, dass er unterstützt: Eine 75jährige Ordensschwester, die in Nairobi eine Schule gegründet hat. Es gibt zwei große Slums in Nairobi. Das eine ist Kibera mit ca. einer Million Menschen Einwohnern &#8211; das ist  im Südwesten der größte zusammenhängende Slum Afrikas. Das andere sind die Nordöstlichen Viertel Korogocho, Kariobangi, Huruma, Madoya und Dandora mit weiteren 500.000 Einwohnern, das Slumgebiet um die große Mülldeponie der Stadt. Diese Ordensschwester hat einen Grund gesucht und am Wasser auf Stelzen eine Schule für 400 Kinder gebaut. Den Grund haben sie ihr billig verkauft, nach dem Motto, dort kann man eh nix hinbauen&#8230; Das war das erste Projekt. Mittlerweile wurde bereits die 5. Schule eröffnet – über freie Spenden und über zwei kleine Caritas-Strukturen (Caritas Kärntnen &amp; Südtirol). Sie hat drei Mitarbeiter – zwei für die Buchhaltung und eine Sozialarbeiterin aus Kenia – und zu viert betreuen sie eine Schule mit 100 Lehrern und 1000 Kindern. Diese Kinder könnten sonst in keine Schule gehen. Sie bekommen dort drei Mahlzeiten und versorgen zum Teil auch noch die Familien mit Nahrung. Korogocho hat im Bürgerkrieg traurige Berühmtheit erlangt, weil sie sich dort ungemein niedergemetzelt haben. Aber dieses Projekt hat diesen großen Slum von Grund auf verändert. Das ganze Lebensgefühl ist ein anderes geworden. Es gibt keine bettelnden Kinder mehr, denn die sind alle in den Schulen und haben zu essen. Es entsteht langsam Vertrauen in das Leben.</p>
<p><strong>Aber das erklärt noch nicht, wie es Dich dorthin verschlagen hat&#8230;</strong></p>
<p>Ich hab nach dem Gespräch gesagt, gut, ich schau mir das einmal an. Ich bin auf eigene Kosten runtergeflogen und hab mir das angeschaut. Nach einer Woche war mir klar: Entweder ich gehe jetzt und komme nie wieder oder, wenn ich jetzt anfange, etwas zu tun, dann muss das langfristig sein, denn es entsteht sehr schnell ein Vertrauen, das man nicht enttäuschen darf. Ich hab überlegt: Schaffe ich das? Das kostet Zeit, Geld&#8230; Aber es ist so, wie wenn man sich fragt: „Will ich ein Kind oder nicht?“ – und dann ist man plötzlich schwanger. Nach zwei Wochen hab ich gewusst: Das ist ab jetzt Teil meines Lebens.<br />
Dann hab ich dort also „Romeo und Julia“ gemacht, in einer sehr adaptierten Version. Ich hab das Stück deshalb genommen, weil das genau die Geschichte des Bürgerkriegs zwischen den ist. Ich wollte aber nicht als Weißer dorthin kommen und jetzt ein Stück über deren Bürgerkrieg machen, denn es ist wahnsinnig wichtig, dass sie selber ihre Geschichte erzählen, dass man da halt hilft und mitarbeitet, ihnen aber nicht die europäische Sichtweise von außen aufoktruiert.<img class="aligncenter size-medium wp-image-2345" title="Hope Theatre 2" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/05/nairobi1-klein-300x200.jpg" alt="Hope Theatre 2" width="300" height="200" /></p>
<p><strong>Warum Theater?</strong></p>
<p>Erstens bin ich Theatermacher und das ist einfach mein Metier. Dann arbeite ich seit fast zehn Jahren kontinuierlich mit Jugendlichen. Der Bereich des pädagogischen Theaters ist mir irgendwann sehr wichtig geworden.. Das heißt nicht, dass ich das andere Theater, bei dem es um die subjektive künstlerische Ästhetik und Aussage geht,  nicht auch machen will, aber das zusammenarbeiten mit Kindern wird mir immer wichtiger.<br />
Und dann ist es so, dass in Nairobi sehr viele kleine, lokale  Initiativen – so wie jetzt auch meine – sehr viel über Theaterformen bewegen: Über Tanz, über Akrobatik, über kleine Szenen, die sie selber schreiben, z.B. über den Kampf gegen Drogen, warum ist es nicht gut Leim zu schnüffeln etc. Theaterarbeit wird also verbunden mit Aufklärung und politischem Diskurs.</p>
<p><strong>Wie alt sind die Darsteller, mit denen du arbeitest?</strong></p>
<p>Zwischen 16 und 23, aber es sind auch Kinder dabei. Bei Romeo &amp; Julia waren 300 Kinder zwischen 6 und 12 Jahren dabei, mit denen ich Chöre einstudiert habe.</p>
<p><strong>Wenn ich in einen Slum fahre und mich dort umsehe, ist nicht das erste, das mir in den Sinn kommt: Was die hier brauchen, ist Theater&#8230;</strong></p>
<p>Nein, aber spätestens das dritte. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Weil man ganz schnell merkt, das Schlimmste ist Mitleid. Das braucht dort kein Mensch. Sie wollen Respekt, sie wollen Dialog und sie wollen gerne, dass man eine Banane kauft -  nicht, dass man ihnen Geld schenkt. Das heißt, im Grunde man macht das, was man kann – ich eben Theater &#8211; damit Menschen das können, was sie wollen: Geld verdienen und damit die Struktur in diesem Slum verändern.<br />
Da ich nun einmal Theatermacher bin und viele dort das sehr gerne machen wollen, ist es für mich naheliegend genau das zu tun. Die Leute verdienen nicht sehr viel Gage, was halt durch Spenden reinkommt, aber durch das Geld kaufen sie sich etwas zu essen und davon lebt wiederum der Greißler oder die Frau, die vom Feld zehn Melonen holt – und dann hat sie vielleicht am nächsten Tag genug Geld, um 15 Melonen zu holen. Es spielt sich wirklich in diesen kleinen Dimensionen ab, aber es funktioniert. Ich habe das bei all diesen Mikro-Initiativen gesehen: Wo es die gibt, verändert sich das Leben. Nachhaltig.<img class="aligncenter size-medium wp-image-2350" title="Hope Theatre 7" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/05/nairobi6-klein-300x200.jpg" alt="Hope Theatre 7" width="300" height="200" /></p>
<p><strong>Die Arbeit findet auf Englisch statt?</strong></p>
<p>Ja. Der durchschnittliche Kenianer kann – im Gegensatz zu uns – drei Sprachen: seine Muttersprache, Suaheli und Englisch. Und zwar so, dass sie in diesen Sprachen auch gut Zeitung lesen können. Das ist auch wichtig, denn die Leute wollen ja wissen, was passiert. Es werden viele (hervorragende) Zeitungen im Slum gelesen – das ist sicher nicht Bild, das man in Europa vom Slumleben hat&#8230;</p>
<p><strong>Wie ist denn das Slumleben, jenseits der europäischen Vorstellungen?</strong></p>
<p>Slum ist nicht gleich Slum. Da gibt’s die verhungernden Aidskranken und da gibt’s die, die schon einen kleinen Laden und eine Existenz aufgebaut haben. – das ist alles Slum. Es ist sehr arm, aber es ist nicht alles an der Grenze zum Disaster. Nur wenn man nichts tut, weil die Korruption alles ruiniert, sowohl die lokale, als auch die internationale, dann geht dieser Slum unter&#8230; d.h. man muss „düngen“. Sie können ja alles selber, wenn man ihnen nicht immer alles kaputt macht. Das ist das grausliche eigentlich.</p>
<p>Inzwischen arbeitet meine Truppe auch weiter, wenn ich nicht da bin, schreiben sich eigene Szenen über politische Themen, die sie interessieren, über den Post Election War. Wenn sie diese Kurz-Stücke dann auf der Straße spielen, fangen die Leute zu diskutieren an. Da kommen wir wieder ganz nah an die Wurzeln des Theaters. Das interessiert mich sehr, denn mir ist der politische Aspekt des Theaters in meiner Arbeit immer wichtig gewesen. Für mich fließen in Nairobi all diese Aspekte zusammen: Ich gehe dort weder als Gutmensch noch als Heiliger hinunter, ich kümmere mich halt darum, dass dort 35 Jugendliche eine Existenz haben, aber ich lerne selber dabei&#8230;<img class="aligncenter size-medium wp-image-2346" title="Hope Theatre 3" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/05/nairobi2-klein-300x200.jpg" alt="Hope Theatre 3" width="300" height="200" /></p>
<p><strong>Was genau passiert mit den Spendengeldern?</strong></p>
<p>Von dem Geld, das ich an Spenden bekomme gehen 80% ans Hope Theatre und 20% an Hands of Care and Hope, das ist die Infrastruktur, ich verwende ja das Büro von denen, die Arbeitswohnung in Nairobi etc.</p>
<p><strong>Du selber verdienst nichts?</strong></p>
<p>Nö.</p>
<p><strong>Kannst du dir das leisten?</strong></p>
<p>Nö. [lacht]</p>
<p><strong>Wie viel Geld bräuchte es denn,  um euer Projekt am Laufen zu halten?</strong></p>
<p>ca. 800 Euro im Monat. 200, um die Struktur zu erhalten. Der Rest wird aufgeteilt in kleine Gehälter für die Darsteller, so im 10 Euro Bereich, das sind aber dort unten 1000 KES (Kenyan Shillings), das ist in Ordnung. Soll ja auch nicht zuviel sein, um das Gleichgewicht nicht durcheinander zu bringen. Ein bisschen Geld wird verwendet, um das Theater aufzubauen, also dass man sich mal Requisiten kaufen kann oder eine neue Trommel&#8230; Wichtig ist, dass kontinuierlich gearbeitet wird, nicht einfach ein Projekt zu machen und dann alles wieder fallen zu lassen wie eine heiße Kartoffel. Also etwa ein Dauerauftrag über 5 Euro – da geht wirklich etwas weiter. Das ist mir lieber, als einmal ein 100er, denn es ist die Kontinuität der Arbeit, die dadurch gewährleistet wird. Dann hat die Gruppe eine Existenz.</p>
<p><strong>Wie geht’s Dir selber, wenn Du im Slum wohnst?</strong></p>
<p>Ich krieg natürlich Halsschmerzen, denn die Luft ist sehr giftig. Man muss sich vorstellen: Eine Müllhalde einer 4-Millionen-Stadt. So etwas hab ich in meinem Leben noch nicht gesehen! Die Menschen leben dort vom Müll. Sie machen Recycling und Mülltrennung, das wird dann nach Gewicht bezahlt. Die Ärmsten holen sich dort das Essen, warten bis die LKWs von den Hotels kommen und holen sich dann die Essensreste. Man kennt das aus Südamerika und tw. aus Asien, aber in Afrika ist das eigentlich unüblich&#8230;</p>
<p><strong>Und empfindest Du das Theater dort unten auch als Sozialisationsinstanz?</strong></p>
<p>Unbedingt. In so einer Theatergruppe, wie sie sich hier formiert, spielen Nationen miteinander, deren Eltern sich gegenseitig ermordet haben. Und diese Generation macht das gemeinsam zum Thema der Szenen. Die Proben sind offen, immer wieder kommen Leute herein, sehen zu, fangen an, darüber zu reden&#8230; wenn das weitergeht, setzt das einen kontinuierlichen Umdenkprozess in Gang. Kurz: Es wird ungemein viel diskutiert und dann auch weitererzählt, das bildet natürlich – neben dem schönen Erlebnis, Theater zu machen. Wir arbeiten mit hoch engagierten Leuten. Und es hat sich auch im Bürgerkrieg gezeigt: In Orten, in denen es viele Initiativen gibt, fangen die Leute an, nachzudenken und zu reden. Da findet ein derart blindes Gemetzel auch nicht statt. Das ist das Wichtigste, das man erreichen kann: Dass die Leute sich ein Bild machen können. <em>Welches</em> Bild sie sich machen, sollen sie selber entscheiden, aber durch Bildung, durch Initiativen erwerben sie die Fähigkeiten, sich eines zu machen&#8230;<br />
Damit kein Missverständnis entsteht: Es geht ja gar nicht darum, hier die neuen Stars des Nationaltheaters auszubilden. Ein kleines Mädchen hat mir zum Bespiel gesagt, sie macht deshalb gerne Theater, weil sie da Englisch üben kann. und das braucht sie, wenn sie Richterin werden will&#8230;<br />
<img class="aligncenter size-medium wp-image-2347" title="Hope Theatre 4" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/05/nairobi3-klein-300x200.jpg" alt="Hope Theatre 4" width="300" height="200" /></p>
<p><strong>Was war denn der berührendste Moment, den Du erlebt hast?</strong></p>
<p>Das war als diese Kinder, die eigentlich Hände nur vom Prügeln kennen und davon, sich aus dem Müll das essen zu suchen, da oben auf der Bühne gestanden sind und Applaus bekommen haben. Was in diesen Gesichtern vorgegangen ist, kann man sich überhaupt nicht vorstellen&#8230;<br />
8-10jährige Kinder, zum teil Vollwaisen, bei denen die Lehrer darauf achten müssen, dass sie vom älteren Bruder nicht auf den strich geschickt werden&#8230; und dann stehen die da oben und kriegen Applaus. Das war ein Wahnsinn. Allein dieser „Lebenswert“, der entsteht: Dass Menschen merken, es gibt andere, die finden toll, was sie machen. Das gibt nicht nur Selbstwertgefühl, das gibt auch „Vision“ – ein Ziel für die Zukunft&#8230;<br />
Da entsteht etwas, das sehr mächtig ist: 1000 Kinder, die in diesem Umfeld aufwachsen, 1000 Kinder im Bezirk, die (wahrscheinlich) nicht drogensüchtig und mit 14 tot sind, sondern die sagen „Mein Leben hat eine Zukunft!“ – Das ist eine Energie, die noch viel bewegen wird.</p>
<blockquote><p>Die ersten Informationen über das Projekt finden sich im WIENER 346 / Juni 2010. Zur Ergänzung haben wir hier das Interview in voller Länge veröffentlicht.<br />
Website: <a href="http://www.hope-theatre.info/">Hope Theatre</a></p></blockquote>
<div>
<hr /></div>
<p><strong>DIE FAKTEN</strong><br />
<a href="http://www.bruckmeier.info">Stephan Bruckmeier</a> geboren 1962 in Wien, über einhundert Theaterprojekte als Regisseur, Schauspieler, Bühnenbildner und Autor in Deutschland, Frankreich, Kenia, Mosambik, den Niederlanden, Österreich, Ungarn und den USA. Ausgezeichnet mit dem Kainz-Preis Wien, dem Karl Skraup Preis Wien, dem Kölner Theaterpreis und dem Baden-Württembergischen Jugendtheaterpreis, seine Stückbearbeitung von „Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot“ nach dem gleichnamigen Roman von Sibylle Berg wurde für den Mühlheimer Theaterpreis nominiert. Von 1998 – 2008 war Bruckmeier im Leitungsteam des Theater Rampe, von 2000 – 2004 im Leitungsteam des Niederösterreichischen Donaufestivals, er  eröffnete 2006 den Stuttgarter Fernsehturm als Theaterspielort und gründete 2009 das Hope Theatre für afrikanisches Theater in den Slums von Nairobi.</p>
<blockquote><p><strong>Spendenkonto: </strong><br />
Raiffeisenlandesbank Kärnten<br />
Kontonummer: 1003508<br />
Bankleitzahl: 39000<br />
Kennwort: Hope-Theatre</p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;My body is my own, and so is my soul&#8221;</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/05/my-body-is-my-own-and-so-is-my-soul/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 11:29:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandra Keplinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Tori Amos im Gespräch mit WIENER-Musikredakteurin Sandra Keplinger, anlässlich ihres Albums "Abnormally Attracted To Sin". Das Interview fand im Mai 2009 in Wien statt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Tori Amos im Gespräch mit <a href="http://mudpiemusic.tumblr.com/">WIENER-Musikredakteurin Sandra Keplinger</a>, anlässlich ihres Albums &#8220;Abnormally Attracted To Sin&#8221;. Das Interview fand im Mai 2009 in Wien statt.</p></blockquote>
<p><strong><span>WIENER:</span></strong><br />
I’ve noticed you’ve got a very emotional relationship to your fans, and that your fans are very critical when it comes to your music. Have you had the chance to play the new album to an audience so far?</p>
<p><strong><span>Tori Amos:</span></strong><br />
I’m not here to take a poll. I don’t sit and take polls with what fans think. They know I don’t. I don’t make records by democracy. I am a composer and you cannot be great by trying to please the masses that are all experts. You have to know what it is you’re doing. And sometimes that will strike a chord with certain people, and at other times it will strike a chord with different people who follow the work&#8230; so that’s how I approach it. I don’t take a poll.</p>
<p><strong><span>WIENER:</span></strong><br />
You see the fans before every show and take requests.</p>
<p><strong><span>Tori:</span></strong><br />
Yes, but I don’t go up to fans and ask them what they think, are you kidding? No, when Matt Chamberlain calls me up and says „Oh my god, the way the rhythms were put together and it’s against the melodic structure&#8221;, making me have to relisten to it over and over again. Matt, who’s one of the greatest drummers in the world, and I see, yeah, I’m right on. So that’s what you do. It’s a very different process for me than going outside and seeing people before a show and seeing if there are certain songs that will work that night. It’s a completely different thing.</p>
<div id="attachment_2398" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2398" title="tori amos" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/05/tori-amos1.jpg" alt="© Sandra Keplinger" width="500" height="501" /><p class="wp-caption-text">© Sandra Keplinger</p></div>
<p><strong><span>WIENER:</span></strong><br />
A lot of songs remind me of your older work, like „Choirgirl“ or „Venus“. Is „Curtain Call“ a sequel to „Ruby Through The Looking Glass“ for instance?</p>
<p><strong><span>Tori:</span></strong><br />
I think some songs are relations on a theme and they’re connected, although they might come at a different time and they have different subject matter. But I do think sometimes there are songs that live in this haystack-kind-of-concepts and you’re doing variations, although they’re their own as well. They may orbit in the same solar-system, musically, but I really like the listener to make those associations for themselves. I think it’s really important that the listener is able to do that without me always leading them.</p>
<p><strong><span>WIENER:</span></strong><br />
You stated that the song “Strong Black Vine” is a political approach to religious intolerance. How do you feel these things change now that Obama is in office? Can you actually tell a difference, now that you&#8217;re living in England?</p>
<p><strong><span>Tori:</span></strong><br />
I travel a lot, I’m in the States a lot more than people think. I see England as my husband’s country and I’m a guest there. I have a lot of time for the Brits, but I’m an American: I vote there, Doctors, Dinners, everything. All the bits I do as a citizen are in America, I don’t have voting rights in England, I don’t use the system at all. I’m protected as American citizen and vote and pay taxes and do all that stuff like every other American citizen. And yes, I voted for Obama. I think the whole record “American Doll Posse” was about trying to be a part of change. And now that we have a new administration we also have all kinds of problems as a world that we’re dealing with. The economic crises has affected everybody because of the Domino Effect: friends, family, people who have to move&#8230; relationships and homes are falling apart because of the stress of people losing their homes and jobs. I know people personally who are going off to College and whose parents now can’t pay. So their dream is gone, they’re having to change and go to community college and work and have to find another way to get in. It’s all changing in such a rapid way. So this record was very much written during, yes, Obama getting in. But it’s also written during a time when the world as we know it is gone and we’re remaking the world. So there’s a paradox going on. And also of course – come on- we’re in a time of religious intolerance, where the troups are up in Afghanistan where they supposedly need to be because there are people of all the big religions, Christianity, Islam and Judaism who feel the other shouldn’t exist.</p>
<p><strong><span>WIENER:</span></strong><br />
Do you think there is actually positive impact happening right now, with Obama travelling through all these countries and trying to reconcile the people? Do you think there’s the danger of all this good energy turning into the opposite because the expectations are too high?</p>
<p><strong><span>Tori:</span></strong><br />
Look, I think that what is on the world’s plate at this time is so immense that to have leaders with integrity [is important]. It’s just absolutely necessary if we’re going to get to a place where this little planet is able to work together. We somehow need to find ways to respect each others beliefs. It’s a very thin line to walk to negotiate to bring one side together with the other side, even emotionally. I think it was just unfortunate that with the triumph of getting rid of the idea that you can’t have a black president, getting rid of that segregation idea, segregation was still applied to the homosexual community. And this is what I’m saying to you: If we go back to the definition of sin: for me the greatest sin is intolerance of another’s belief. As long as they’re not trying to kill you then why are you so curious what’s going on in their bedroom, why do you care? Whether it’s the extreme Islamic or the extreme Christian community, the impression of how women see themselves is so important. The patriarchy has kept women segregating their sexuality or spirituality. I’m pushing it further with the art work and on this record, with the idea of erotic spirituality. In the word mother is the word “other”. A lot of mothers forget about the “other”, saying the “woman”. They don’t ever forget about the children, and they’re nurturing and trying to give give give to everybody else. But they forget to give to the side of the woman-aspect. And so that side ends up on the top shelf in magazines and the guys know exactly what I’m talking about, because some of these guys are gonna look and say: “Why can’t my lover or my wife allow herself to bask in her passion and her beauty.” What is it in us that shuts it off? And unless we’re having some elicit affair with some guy or some weirdo fantasy that we’re prostitutes… sometimes we get caught up in this self-image that eroticism is not for mothers and that erotic has become vulgar and where’s the sanctity? We can’t define sin like the church fathers do. We, as women, have to define it differently. The real sin is allowing the patriarchy to define sin for us.</p>
<p><strong><span>WIENER:</span></strong><br />
That’s interesting, because we’re living in such a catholic country in Austria&#8230;</p>
<p><strong><span>Tori:</span></strong><br />
Are you?</p>
<p><strong><span>WIENER:</span></strong><br />
Oh yes. Everybody is catholic, but not in the traditional way. We’re born catholic and we get baptized and then Grandmothers tell us to go to Church and so on and so on&#8230; and then we pretend to be Catholics and to believe in God but most of us probably don’t do it, it’s just what we’ve learned to do.</p>
<p><strong><span>Tori:</span></strong><br />
I had a grandmother who was a minister, a missionary, and a teacher. And I think she and I didn’t get along because her philosophy was “you give your soul to God and your body to your husband.” And it’s no. My body is my own, and so is my soul. Some people, even scientists, are trying to get us to see earth as a sovereign entity, that the church and governments should not be able to have jurisdiction over earth. Because if we’re going to retain this place for a hundred years from now, we have to make grave changes. We see her as a sovereign entity, not just this kind of &#8211; I don’t know &#8211; sex slave that we can do whatever we want with, whenever we want. Women included you know. Just because the religious patriarchy or the governments want the earth to act a certain way, there’s cause in effect to carbon emission and there’s cause is effect happening on earth. She’s just not playing the fucking game, is she? She’s just not making it ok for them to continue the way that they have been without any effect. There is effect.</p>
<p><strong><span>WIENER:</span></strong><br />
How do you think men can support this whole spiritual way of new women?</p>
<p><strong><span>Tori:</span></strong><br />
They win, really. Don’t you think? They win. It keeps their wives from having affairs with silly little Tennis instructors (laughs)… you know what I’m saying… I’m being a bit foolish. I am also saying to you: these women have to tend their own fire and you can’t always blame the breakdown of a relationship or a marriage on everybody else. We can talk about men’s infidelity until the end of time, however each of us has to ask ourselves: Was I tending the fire? Not for him, for myself! And then they both benefit. But if you start shutting yourself off from thinking you deserve that or need that, sometimes as mums you replace that side of self. It’s almost like you edited out a season out of earth’s year, so there&#8217;s spring, summer, winter, fall. What if you just start editing out summer, the heat, the passion of that season? Oh no… ok. Spring, fall, winter. (laughs) As a mother sometimes you just edit out the passion that has happened because of what we’re attracted to. We’re not always attracted to the idea that erotica, spirituality, nurturing and monogamy can all be together. “Oh, if I could have, you know, this happen with this stranger for a few days …” and you write these fantasies, it’s amputated out of your “respected” life. I’m not saying these women don’t have sex, I’m not talking about having sex. I’m talking about seeing yourself as a sensual being that doesn’t mean to be kidnapped in a James Bond movie and shagged by some stranger to have it. And I do think that men would highly benefit from this because some of them think: God, I just wanna shag my wife. Can’t she just put aside being daughter, mother, career woman, responsible person? Where’s that woman I fell in love with? Because if you ask a lot of women they would sit and say: “I don’t know where she is.” We get in our routine and why does it sometimes take losing our relationship? Why does it take another woman for us to wake up sometimes, why? Why is that? Why can’t we..?<br />
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<strong><span>WIENER:</span></strong><br />
Do you think that your music can awaken this consciousness?</p>
<p><strong><span>Tori:</span></strong><br />
I think the music takes me by the hand and takes me through different dimensions and possibilities of growing and changing all the time. And we need to. Like the earth changes, we do. That doesn’t mean she’s not stable. It doesn’t mean that the earth is gonna kick us all off. But I think sometimes we get afraid of our imaginations, of our yearnings and how to apply it to our relationship and daily life. These are huge challenges but a lot of times we are pressed by other people’s opinions of us. We just take them on instead of thinking: “No, I have to keep growing and I have to keep recognizing that my partner is growing and changing.” And that should be fascinating to me, right? (sighs) Sometimes though what women are attracted to! And some of the letters I get..! Sometimes they don’t value the subtlety. I mean why are they attracted to men who have power over them and reject them, opposed to attracted to men who don’t want to reject them?</p>
<p><strong><span>WIENER:</span></strong><br />
But men do that as well, don’t they?</p>
<p><strong><span>Tori:</span></strong><br />
In a different way. I mean, they have their own kind of thing going on. I’m way more fascinated with what we’re up to. Women are so complex. Not that men aren’t but really… My husband will say to me: “Why can’t I just ride my motorcycle, hug the asphalt, think about Arsenal winning and shagging my wife? It’ really not more complicated than that, ok?&#8221; (laughs) &#8220;I want to see the football game, I would like to shag my wife and I want to ride my motorbike. Why can’t it all be that simple, why does something else have to be going on in my mind? Guilt, because I thought I fancied some girl at the press tour or whatever the fuck it is..? It’s not that complicated, wife.” And sometimes I’m thinking it isn’t. For him, it isn’t. And that is ok. I have to say this because I get to meet women on all these promo-tours from all over the world and there was this conversation the other night just about this. I was in Germany, it was a mix of women from all over the world, and that woman was talking to her partner and she was just sounding off. And he wanted to fix it. Like, change the tires and fix it. And she said: &#8220;No! You can’t fix this, I just want to talk to you about the emotions.&#8221; And he was just looking at her going: “What do you want me to do!?” And she said: &#8220;I don’t want you to do anything. I just want you to listen to me.&#8221; &#8220;And do you want me to hug you and make love to you, is it that what you want?&#8221; &#8220;NO! No. I. Want. You. To. Listen. To. Me.&#8221; And then she said: “I started to tear my hair out and think ‘What am I trying to make him into?’” I have a marriage now for 11 years, and it’s funny because Mark will say to you… he’s British, so totally different than American guys, however…</p>
<p><strong><span>WIENER:</span></strong><br />
I’ve lived in London&#8230;</p>
<p><strong><span>Tori:</span></strong><br />
So you know!</p>
<p><strong><span>WIENER:</span></strong><br />
I know them.</p>
<p><strong><span>Tori:</span></strong><br />
Yeah! (laughs) However, he’s well travelled and he’s my husband and he will say: “You know, the thing is, wife, our relationship, because of us…&#8221; I mean he’ll sit and listen to women talk quietly, sheepishly, now. He’ll just sort of get in the corner a little bit and act like he’s on his computer. But wherever we are in the world, he will say: “I had to understand that women express themselves, needing to talk. Men bond in different ways and we don’t necessarily talk about an emotional problem. But because of our relationship everything is about communication.&#8221; But it’s taken years for us to find the language because now not only do I speak American and he speaks Britain, but the woman and man language is just so different. Hhe’s not going to sit down like the woman and say “I need to talk about this.” It’s been about me, learning that he’s not gonna put problems into words. Iit’s about me putting on my Sherlock Holmes hat and finding a way to let him tell me what’s bothering him. Sometimes a guy has to have the room, not the nagging wife: “Do you wanna talk about it?”, like you’re some sort of shrink. You just create a space where they can turn around and say “You know what..?”, and after a few days they’ve been holding this thing, they will talk about it. Part of the seduction is wanting to know what you’re partner’s thinking. The mental side of it is so much a part of it of the attraction. But if you stop taking the time, if you turn your back thinking your partner isn’t thinking and growing, then they’ll think and grow while your back is turned.</p>
<p><strong><span>WIENER:</span></strong><br />
So that never stops.</p>
<p><strong><span>Tori:</span></strong><br />
That never stops. It always takes work. But that’s part of the passion that the records are about. I’ll leave you with this: This record was so much work, with hammering out the arrangements. So he and I came into the room, being artist and production, and Tash [their daughter] looked at us and said: &#8220;Alright, you two. Enough! I need mum and dad. You just have to put the record aside.” I think we’re at an age now, where we can actually do that. There were times when we might not have put the record aside and argued about it. I never make records alone, I make them with teams of people. But I compose alone. And that’s a very lonely process, although the songs are rich and depend on themselves. But in order to conjure them, I have to go through something in order to translate them. It can be excruciating. Mark will say: “I do not envy you. I used to envy you being able to write all these songs. It’s trying to translate and understand them and feel all this feeling.&#8221; With “Maybe California” I was just blue for weeks, because I allow the mothers and the feeling of wanting to remove yourself from a situation to take over my life. I had an experience that sort of made me hold that feeling. And I think sometimes to be a good composer you do walk a very dangerous line of having to feel things emotionally. If you’re not a composer and just a player you don’t have to take it there. But you have to excavate the unconscious to go to these dark caves and sometimes I know that Mark’s there on the other side with his motorcycle and a hand that says: “You need to get outta here and jump on the back, I’m taking you out of this.&#8221;</p>
<p><!-- Post Bottom --><span> </span></p>
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		<item>
		<title>Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny und Harald &#8220;Garage X&#8221; Posch im WIENER-Interview (Video)</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 07:19:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kröß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[Harald Posch, Leiter des Koproduktionshauses Garage X am Petersplatz und Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny im WIENER-Interview über die Situation der freien Theaterszene in Wien. (Foto: Tsui / Garage X)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.theaterpetersplatz.at/portal/hersteller/regie/44-haraldposch.html">Harald Posch</a>, Leiter des Koproduktionshauses <a href="http://www.theaterpetersplatz.at/portal/">Garage X</a> am Petersplatz und Kulturstadtrat <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Mailath-Pokorny">Andreas Mailath-Pokorny</a> im WIENER-Interview über die Situation der freien Theaterszene in Wien. (Foto: Tsui / Garage X)</p>
<p>Interview: <a href="http://www.wienerpost.at/author/martin-kroess/">Martin Kröß</a><br />
Kamera &amp; Schnitt: <a href="http://www.wienerpost.at/author/nacaseven/">Dominik Gubi</a></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="640" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/mx_fW4IZAwY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="640" height="385" src="http://www.youtube.com/v/mx_fW4IZAwY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<blockquote><p>Die Print-Version erscheint im WIENER Nr.245 / Mai 2010</p></blockquote>
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		<title>Zeig dein Online-Profil</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 20:12:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[NetzREDEN]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Web20]]></category>

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		<description><![CDATA[„Sie können das Internet ignorieren. Aber das heißt noch lange nicht, dass es auch Sie vergisst.“ – Kommunikationsberater Klaus Eck spricht im WIENER-Interview über Reputations-Managment im Internet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>„Sie können das Internet ignorieren. Aber das heißt noch lange nicht, dass es auch Sie vergisst.“ – Kommunikationsberater Klaus Eck über Reputations-Managment im Internet.</p></blockquote>
<div id="attachment_1601" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/04/klaus-eck1.jpg"><img class="size-full wp-image-1601" title="klaus eck" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/04/klaus-eck1.jpg" alt="klaus eck" width="250" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Karola Riegler</p></div>
<p><strong>Man tut es ja selber:</strong> Wenn ein neuer Kollege ins Büro kommt, wird erst einmal gegoogelt. Oder man versucht über Xing und Facebook herauszufinden, mit wem man es da künftig zu tun hat. Das ist nicht Cyber-Stalking – das ist stinknormale Neugierde.</p>
<p><strong>Was aber, wenn man auf Informationen stößt, die der Betroffene lieber unter den Teppich gekehrt hätte? </strong>„Selbst wenn Sie kaum oder gar nicht im Netz aktiv sind, können Sie nicht davon ausgehen, dass es dort keine Inhalte zu ihrer Person gibt“, schreibt der Karriereberater <a href="http://www.pr-blogger.de/">Klaus Eck</a>. Sein Tipp: Kümmern Sie sich um Ihren Online Ruf. Managen Sie Ihre Reputation, bevor es andere tun! Wie man&#8217;s macht, hat er dem WIENER verraten.</p>
<p><strong>Wie kann ich herausfinden, was man im Netz alles über mich weiß?</strong></p>
<p>Klaus Eck: Das kann man sehr einfach durch so genanntes &#8220;ego-googeln&#8221;, sprich: indem man bei Google den eigenen Namen eingibt und sich ansieht, was unter den ersten 10 bis 30 Treffern zu finden ist.<br />
Die Variante für &#8220;Fortgeschrittene&#8221; wäre, einen <a href="http://www.google.de/alerts">Google Alert</a> zu setzen, sodass man jedes Mal automatisch darüber informiert wird, wenn etwas Neues über die eigene Person veröffentlicht wurde. Dasselbe geht auch bei Twitter [<em>via <a href="http://tweetbeep.com/">"Tweet Beep"</a> - Anmerkung</em>], da wird man dann darüber informiert, wenn der eigene Name oder eben relevante Schlagworte, die einen selbst betreffen, von anderen getwittert werden.</p>
<p><strong>Fehlinformationen halten sich im Netz ewig&#8230;</strong></p>
<p>Informationen sind im Netz für die Ewigkeit geparkt. Sie können keinen Inhalt wirklich löschen. Das kann ihnen auch kein noch so seriöser Dienstleister versprechen. Aber man kann erreichen, dass man unliebsame Inhalte so weit verdrängt, dass sie nicht sofort gefunden werden. Man macht sich zu Nutze, dass es im Netz sehr viel mehr Information gibt als Aufmerksamkeit. Die Frage ist also: Wie sehr recherchieren die Interessenten überhaupt, wenn sie herausfinden wollen, wer ich bin? In der Regel ist es so, dass die erste Ergebnisseite von Google durchgesehen wird, maximal noch die zweite oder dritte – aber weiter nicht. Das heißt: Wenn die negativen Meldungen über mich nicht auf Anhieb unter den ersten zehn Treffern sind, dann ist das nicht besonders dramatisch.</p>
<p><strong>Wie verhalte ich mich dann?</strong></p>
<p>Zuerst überlegen: Handelt es sich um Kritik, die ich durchaus verkrafte und aushalten kann – oder soll ich etwas dagegen tun? Die beste Art, etwas zu tun, ist, Online-Profile anzulegen: auf Google, auf Xing, auf Facebook und verschiedenen anderen Seiten. Das ist alles nicht kostenpflichtig, aber ich erreiche dadurch, dass ich selbst das Bild bestimme, das andere sehen.</p>
<p><strong>Das heißt ORM (Online Reputation Management) ist eine Form von persönlicher Suchmaschinenoptimierung?</strong></p>
<p>Nicht im klassisches Sinne, aber es ist „Social Media Optimization“: Ich lege viele Profile an, die ich gut miteinander verlinke. Das führt dazu, dass diese Profile unter den ersten zehn Treffern zu finden sind, und dadurch das Bild bestimmen, das man sich von mir im Netz machen kann. Ich liefere mich nicht der Beschreibung anderer aus, sondern werde selber aktiv.</p>
<p><strong>In dem Zusammenhang ist oft die Rede von dem Schaden, den exzessive Partybildern auf Facebook anrichten&#8230;</strong></p>
<p><script src="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=V20070822/DE/wwwwienerpost-21/8001/e8a63036-f1f8-40d2-adda-f6c1276831f5" type="text/javascript"> </script> <noscript>&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;lt;A HREF=&#8221;http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;MarketPlace=DE&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;ID=V20070822%2FDE%2Fwwwwienerpost-21%2F8001%2Fe8a63036-f1f8-40d2-adda-f6c1276831f5&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;Operation=NoScript&#8221; mce_HREF=&#8221;http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;MarketPlace=DE&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;ID=V20070822%2FDE%2Fwwwwienerpost-21%2F8001%2Fe8a63036-f1f8-40d2-adda-f6c1276831f5&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;Operation=NoScript&#8221;&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;gt;Amazon.de Widgets&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;lt;/A&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;gt;</noscript></p>
<p>Die spielen überhaupt keine Rolle für den Bewerbungsprozess! Zumindest nicht so eine große, wie ihnen zugeschrieben wird, weil jeder Personalverantwortliche auf den Kontext schaut, in dem diese Bilder online gestellt wurden. Wenn er nur Partyfotos findet, ist das nicht besonders geschickt, aber es reicht in der Regel schon, Profilfotos online zu stellen und mit dem eigenen Namen zu „taggen“: Zehn Fotos, die deutlich mit meinem Namen gekennzeichnet sind, haben im Netz eine deutlich stärkere Wirkung als Partybilder, bei denen der Name oft gar nicht darunter steht. Daher sind Profilfotos, die gut verlinkt sind, sehr, sehr wichtig im Internet. Und man sollte möglichst immer das selbe Bild nehmen, um einen guten Wiedererkennungswert zu erzielen.</p>
<p><strong>Gibt es Inhalte, die mir ernsthaft Schaden können?</strong></p>
<p>Rechtsradikale Äußerungen oder andere unflätige Ausreißer. Die sind viel schlimmer als Partybilder – schon einmal, weil Text im Netz viel besser gefunden wird als Fotos. Und wenn ich mich intolerant gegenüber dritten verhalte, hat das eine größere Bedeutung für den Bewerbungsprozess als ein Foto, auf dem ich zeige, dass ich Student bin und feiern kann.</p>
<p><strong>Für den Ernstfall gibt es viele Anbieter, die &#8220;Online Image Control&#8221; versprechen. Was machen solche Firmen?</strong></p>
<p>Sie bieten Dienstleistungen an, die bis hin zum juristischen Bereich gehen, d.h. es wird durchaus versucht, Beiträge, die vom Klienten als schädlich empfunden werden, mittels Verfügungen aus dem Netz nehmen zu lassen. Das macht natürlich in einzelnen Fällen auch Sinn, aber man muss sehr viel Geld in die Hand nehmen, damit etwas bewirkt wird. Es ist für den Kunden schwer kontrollierbar und es gibt keine Garantie, dass es funktioniert. Vor allem muss man gegebenenfalls auch damit rechnen, dass es nach hinten losgeht und das z.B. juristische Schritte nur noch mehr öffentliche Aufmerksamkeit auf solche Negativmeldungen lenken. Da gab es gerade in der jüngsten Zeit viele Beispiele, wo juristisches Vorgehen zum Bumerang-Effekt wurde.</p>
<p><strong>Und was ist dran, an der Binsenweisheit: „You won’t get the job, if they can’t find you on the internet”?</strong></p>
<p>In den USA wird man bei Bewerbungsgesprächen bereits gefragt, ob man die letzten drei Jahre im Knast war, wenn man im Netz nichts über eine Person findet. Bei uns fängt dieser Zugang langsam erst an&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Klaus Eck (45)</strong></p>
<p>Kommunikationsberater und Reputation Manager der Agentur Eck Kommunikation, bloggt unter <a href="http://www.pr-blogger.de/">http://www.pr-blogger.de/</a><br />
Sein Buch <a href="http://www.amazon.de/Karrierefalle-Internet-Managen-Online-Reputation-andere/dp/3446416285?&amp;camp=2474&amp;linkCode=wey&amp;tag=wwwwienerpost-21&amp;creative=9006">„Karrierefalle Internet“</a> (Hanser Verlag) ist ein Bestseller.</p>
<p>Interview erschienen im WIENER Nr. 344 / April 2010</p></blockquote>
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		<title>Mit Klimt im Keller</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/03/mit-klimt-im-keller/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 22:29:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helfried Bauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Sex zum Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor mehr als hundert Jahren defnierte Gustav Klimt die Erotik seiner Zeit neu, das Beethovenfries in der Wiener Secession legt davon Zeugnis ab. Was Sie hier sehen, spielt sich heute in einem Raum daneben ab. Swingen für die Kunst. Oder?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Vor mehr als hundert Jahren defnierte Gustav Klimt die Erotik seiner Zeit neu, das <a href="http://www.secession.at/beethovenfries/d.html">Beethovenfries</a> in der Wiener Secession legt davon Zeugnis ab. Was Sie hier sehen, spielt sich heute in einem Raum daneben ab. Swingen für die Kunst. Oder?</p></blockquote>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2043" title="klimt" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/03/klimt.jpg" alt="klimt" width="300" height="150" />Die Hochkultur steht Kopf: Der Swinger-Club „Element6“ aus der Wiener Kaiserstraße hat im Rahmen einer Ausstellung des Schweizer Konzeptkünstlers <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_B%C3%BCchel">Christoph Büchel</a> seine Separées im Keller der ehrwürdigen Secession eröfnet. Wo die Gedanken sich bislang an Jugendstil und Klimt erbauten, besetzt nun wildes Gerammel alle Sinne und Phantasien <a href="http://derstandard.at/1266541166299/Secession-Wirbel-um-Swingerclub-Installation-von-Christoph-Buechel">von Medien und Kunstrezensenten</a> – und das, obwohl es eigentlich erst richtig zur Sache geht, wenn der herkömmliche Kunstbetrieb seine Pforten geschlossen hat: Geswingt wird in der <a href="http://www.secession.at/">Secession</a> ab 21:00 Uhr –  Erregung mit Open End. Der WIENER war dort, als was  los war, und hat mit erhöhtem Puls Club-Sprecherin Gabi  Högler interviewt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Das Ergebnis finden Sie unten (Text only) &#8211; oder anbei zum Blättern (Scribd Dokument, Fullscreen empfohlen). Erschienen im WIENER 344 /April 2010.<br />
</span></p>
<p>.<object id="doc_421655943596987" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="450" height="1200" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_421655943596987" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=30592184&amp;access_key=key-1jb68wo7vwvxc7s0cs7w&amp;page=1&amp;viewMode=book" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=30592184&amp;access_key=key-1jb68wo7vwvxc7s0cs7w&amp;page=1&amp;viewMode=book" /><embed id="doc_421655943596987" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="1200" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=30592184&amp;access_key=key-1jb68wo7vwvxc7s0cs7w&amp;page=1&amp;viewMode=book" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_421655943596987"></embed></object></p>
<p><strong>Frau Högler, wie man lesen konnte, repräsentieren Sie im Kunstwerk des Schweizer Konzeptkünstlers Christoph Büchel eine soziale Situation. Beschreibe Sie die doch mal&#8230;</strong></p>
<p>Na ja, die soziale Situation ist ziemlich sinnfällig. Sehen Sie sich um, wir sind ein Swinger-Club &#8230;</p>
<p><strong>Wild kopulierende Menschen ohne Genierer, könnte man sagen&#8230;</strong></p>
<p>Das ist höchstens ein Aspekt. Wir bieten Menschen, die freien sexuellen Austausch, aber auch Anregung und menschlichen Kontakt suchen, einen geschützten Rahmen, in dem sie das zu klar definierten Spielregeln auch bekommen und ausprobieren können.</p>
<p><strong>Dann lassen Sie mal was über die Spielregeln hören&#8230;</strong></p>
<p>Die wichtigste lautet sicher: Ein Nein ist ein Nein, ohne wenn und aber. Was auch immer hier passiert, muss in gegenseitigem Einvernehmen und völliger Freiwilligkeit geschehen. Gleich danach kommt die Hygiene, würde ich sagen. Und natürlich der Gebrauch von Präservativen, die wir überall auflegen.</p>
<p><strong>Fühlen Sie sich der Kunst näher, seit Ihre Gäste es im Keller der Secession treiben?</strong></p>
<p>Darüber zerbreche ich mir nicht den Kopf. Ich konzentriere mich auf die soziale Situation, wie Sie ja schon selbst richtig gesagt haben. Über die Kunst dabei befragen Sie bitte Herrn Büchel.</p>
<p><strong>Swingen Sie eigentlich mit?</strong></p>
<p>Nein. Ich bin verheiratet, mein Mann und ich haben eine klare Regelung. Flirten, Gäste betreuen auf der nicht sexuellen Ebene, mehr nicht. Ich mache auch maximal dreimal pro Woche Dienst, mehr würde zulasten des Spaßes gehen.</p>
<p><strong>Und die restliche Zeit?</strong></p>
<p>Kommt jemand anderer aus unserem Verein. Wir sind dort zu viert und wechseln uns ab.</p>
<p><strong>Wie, bitte schön, kommt man auf die Idee, mit Freunden einen Verein mit Vereinszweck Sex zu gründen? Das ist doch wie die Gründung eines Bordells&#8230;</strong></p>
<p>Das ist ein langweiliges Klischee. Bei uns findet ausschließlich nicht-kommerzieller Sex statt, Prostitution gibt es nicht. Unsere Gruppe betreibt den Club jetzt seit zwei Jahren. Ein ehemaliger Clubbetreiber hat uns Geld geschuldet. Da er nicht zahlen konnte, haben wir gesagt, er soll mit seinem Know-how einen Club für uns betreiben, bis die Schulden abgetragen sind. Die Zusammenarbeit hat zwar nicht lange funktioniert, aber der Club wurde ein Erfolg. Den haben wir behalten.</p>
<p><strong>Wieviele Swinger kommen denn in die Secession?</strong></p>
<p>Bis jetzt 80 bis 200 pro Nacht. Bei Eintrittspreisen von sechs Euro für Damen ohne Begleitung bis 42 Euro für Single-Herren am Wochenende. Aber dieses Geld geht nicht 1:1 an uns – das wollten Sie doch fragen, oder? Für Auskünfte über die Finanzgebarung der Ausstellung und alles, was damit zusammenhängt, wenden Sie sich bitte an die Secession.</p>
<p><strong>Sie sagen, Sie sind seit zwei Jahren im Swinger-Geschäft. Hat sich Ihre eigene Sexualität dadurch geändert? </strong></p>
<p>Ich hatte schon vorher eine recht freie Einstellung zur Sexualität. Aber ja: Seit wir den Club haben, fällt es mir vielleicht leichter, mit meinem Mann gewisse Dinge anzusprechen, die sonst nur im Kopf ablaufen würden.</p>
<blockquote><p><strong>DIE FAKTEN:</strong><span style="text-decoration: underline;"><em><br />
</em></span></p>
<p><strong>Werk und Künstler:</strong><em> </em>Büchels Ausstellung trägt keinen Titel im engeren Sinn. Im Programm prangt über der goldenen Blätter-Kuppel der Secession in Rot der Schriftzug „Bar Club Element 6“, darunter „Raum für Sexkultur“. Die Schau läuft noch bis 18. April 2010. Wer bis dahin einen Blick auf Klimts Beethovenfries im Keller der Secession werfen will, muss erst durch die Swinger-Räumlichkeiten – bis 18:00 Uhr ohne Betrieb. Ab 21:00 Uhr, also nach Ausstellungsende, wird dann die „soziale Situation“ (Konzept Büchel) mit Leben gefüllt.</p>
<p>„Element6“ hat seinen Stammsitz in 1070 Wien, Kaiserstr. 95. Das umseitige Foto wurde mit ausdrücklicher Genehmigung und unter aktiver Mitwirkung der abgebildeten Personen aufgenommen. Spezieller Dank geht an die <a href="http://www.eventstars.at">Crazy International Entertainment Agency</a>.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Adam Green im WIENER-Interview (Video)</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/03/adam-green-in-wiener-interview-video/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 09:12:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA["What's good about Adam Green concerts: You can't drink more than the singer", schreibt Richard Pyrker, "and he's still genius, though"
Im Interview, das Adam dem WIENER noch kurz vor dem Konzert gegeben hat, wirkt er aber noch halbwegs nüchter, oder? Das Video gibt's hier - Barbara Ginzingers Bericht dann im nächsten Heft...
Wir wünschen viel Vergnügen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;<span><span>What&#8217;s good about Adam Green concerts: You can&#8217;t drink more than the singer&#8221;, schreibt <a href="http://richard.pyrker.com/about.htm">Richard Pyrker</a>, &#8220;</span></span><span><span>and he&#8217;s still genius, though&#8221;</span></span><br />
<span><span>Im Interview, das Adam dem WIENER noch kurz vor dem Konzert gegeben hat, wirkt er allerdings noch halbwegs nüchter, oder? Das Video gibt&#8217;s hier &#8211; Barbara Ginzingers Bericht dann im nächsten Heft&#8230;</span></span><br />
<span><span>Wir wünschen viel Vergnügen!<br />
</span></span></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/x4z-Wpi9Ocg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/x4z-Wpi9Ocg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Video: <a href="http://www.wienerin.at/cms/liebe_leben/Job/index.html?id=14874">Karina Hurnaus</a><br />
Interview: Barbara Ginzinger<br />
Foto: cc by teaeff<br />
Dank an <a href="http://www.newsonvideo.at/">News on Video</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Wir stehen erst am Anfang&#8221;</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/02/wir-stehen-erst-am-anfang/</link>
		<comments>http://www.wienerpost.at/2010/02/wir-stehen-erst-am-anfang/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 20:52:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Kolisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[NetzREDEN]]></category>
		<category><![CDATA[Augmented Reality]]></category>
		<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Tools]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Was James Cameron einst als  Zukunftsvision für seinen „Terminator“ skizzierte, trägt heute jedermann in der Hosentasche. Der WIENER traf Robert Harm, Spezialist für Augmented Reality, und ließ sich den Hype erklären.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Was James Cameron einst als  Zukunftsvision für seinen „Terminator“ skizzierte, trägt heute jedermann in der Hosentasche. Der WIENER traf <a href="http://www.ihrwebprofi.at/">Robert Harm</a>, Spezialist für <a href="http://www.wienerpost.at/2010/02/welt-mit-untertiteln/">Augmented Reality</a>, und ließ sich den Hype erklären.</p></blockquote>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_2080" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><strong><strong><img class="size-medium wp-image-2080" title="robert harm 2" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/robert-harm-2-200x300.jpg" alt="Foto: Karola Riegler" width="200" height="300" /></strong></strong><p class="wp-caption-text">Foto: Karola Riegler</p></div>
<p><strong>Wie funktioniert „Augmented Reality“?</strong></p>
<p>Über das Kamera- bzw. Videobild eines Smartphones wird eine Datenschicht gelegt, die zusätzliche Informationen anzeigt. Diese Datenschicht ist abhängig vom Standort des Benutzers und sehr flexibel, d.h. es können Bilder, Videos, Musik, Karten etc. angezeigt werden – sowohl statisch (wie z.B. Informationstexte), als auch interaktiv (wie Quizfragen).</p>
<p><strong>Seit wann gibt es das?</strong></p>
<p>„Augmented Reality“ ist schon länger ein Thema. Ich kann mich an Installationen auf der Ars Electronica vor zehn Jahren erinnern&#8230; Damals aber eher für Forschung, nicht für die breite Masse gedacht. Das Interessante ist der Sprung, der sich von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Virtuelle_Realit%C3%A4t">„Virtual Reality“</a> zu „Augmented Reality“ vollzogen hat: Bei VI bewegt man sich, z.B. mittels Helm, durch eine pixelige 3D-Landschaft. Bei AR wird ein reales Kamerabild verwendet. Dieser Durchbruch war erst durch die rapide Verbreitung von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Smartphone">Smartphones</a>, wie Android oder iPhone möglich.</p>
<p><strong>Welche technischen Voraussetzungen braucht es dafür?</strong></p>
<p>Kamera, GPS und Kompass im Handy. Daher ist AR erst ab dem iPhone 3GS möglich, das Vorgängermodell [3G <em>– Anm.</em>] hatte noch keinen Kompass integriert. Außerdem benötigt man einen Augmented Reality Browser, den man sich im Netz gratis herunterladen kann. Derzeit gibt es zwei international bedeutende Anbieter auf dem Gebiet: <a href="http://www.layar.com/">Layar</a>, eine niederländische Firma, und Mobilizy, eine Firma aus Salzburg, die mit <a href="http://www.wikitude.org/">Wikitude 4</a> den erste AR-Browser anbietet, bei dem jeder seine eigene Augmented Reality programmieren kann. Dafür muss man kein Techniker sein.</p>
<p><strong>Ich kann also eine Datenschicht für meine Wohnung programmieren und sehe dann, in welchem Küchenkastl ich Teller und in welchem ich Gläser habe?</strong></p>
<p>Noch nicht, weil die Satellitengenauigkeit für GPS-Daten noch nicht so präzise ist, aber das wird schon noch kommen. Derzeit wird zum Beispiel an einer Anwendung für IKEA gearbeitet, bei der man Möbelstücke aus dem Katalog auswählen und via Smartphone in der eigenen Wohnung platzieren kann, um zu sehen, wie das aussehen würde. Befindet sich noch in der Entwicklung, kommt aber ganz sicher.</p>
<p><strong>Welche AR Anwendungen nützen Sie denn selber?</strong></p>
<p><a href="http://itunes.apple.com/us/app/pocket-universe-virtual-sky/id306916838?mt=8">„Pocket Universe“</a> zum Identifizieren von Sternbildern. <a href="http://itunes.apple.com/de/app/sun-seeker/id330247123?mt=8">„Sun Seeker“</a> zeigt mir an, wo die Sonne aufgeht – das ist z.B. praktisch bei der Besichtigung von Wohnungen. Und dann hatte ich noch eine App zum Identifizieren von Bergen. Man muss aber auch lernen, mit der Überinformation zurecht zu kommen. Wie strukturiere ich all die Informationen? Verbunden mit einer permanenten Herausforderung, zu selektieren: Was brauche ich wirklich?</p>
<p><strong>Gute Frage: Braucht man das alles wirklich?</strong></p>
<p>Es kann eine Bereicherung sein; ein Anstoß, sich neue Sachen anzuschauen. Ich bin dadurch in Gegenden gekommen, in denen ich vorher nie war, weil man ja meistens nur seine bekannten Wege geht.<br />
Letztlich stellt sich die Frage aber nicht. Als das Fernsehen aufgekommen ist, hat es auch überall geheißen: „Wozu brauch man das? Wir haben doch Radio.“<br />
Aktuell passiert in de technischen Entwicklung im Wochentakt, nein täglich, soviel Neues und Spannendes&#8230; Klar, dass sich nicht alles durchsetzen wird. Nur weil es technisch möglich ist, heißt das noch lange nicht, dass es angenommen wird. Aber die Optionen sind unendlich.<br />
Und wenn die Systeme weiterhin offen gehalten werden, können Anwendungen entstehen, die wir uns noch gar nicht vorstellen können: Was wir heute sehen, ist nur der erste Schritt&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>DIE FAKTEN</strong><br />
Mag. (FH) Robert Harm<br />
studierte Informationswirtschaft und –managment in Salzburg, arbeitet als Software Engineer für das Bundesrechenzentrum im Bereich Wissensmanagement, sowie als Freelancer (<a href="http://www.ihrwebprofi.at/">www.ihrwebprofi.at</a>), u.a. an Web-Projekten zum Thema eParticipation und Augmented Reality.</p></blockquote>
<p>Erschienen im WIENER Nr.343 / März 2010</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Alpinkatze im Partikelstrom</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/02/alpinkatze-im-partikelstrom/</link>
		<comments>http://www.wienerpost.at/2010/02/alpinkatze-im-partikelstrom/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 21:16:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Havas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie ist 24, ihr CERN-Rap wurde auf YouTube über 5 Millionen mal gesehen und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Aber eigentlich ist Katherine McAlpine Wissenschaftsautorin und -journalistin und erklärt uns gerne die wundersame Welt der Teilchenphysik. Exklusiv auf wienerpost: Das Interview - uncut &#038; OV.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1054" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/mcalpine_atlas1.jpg"><img class="size-medium wp-image-1054" title="mcalpine_atlas" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/mcalpine_atlas1-225x300.jpg" alt="Kate McAlpine" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Kate McAlpine</p></div>
<p>Sie ist 24, ihr <a href="http://www.youtube.com/watch?v=j50ZssEojtM">CERN-Rap</a> wurde auf YouTube über 5 Millionen mal gesehen und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Aber eigentlich ist <a href="http://www.katemcalpine.com/">Katherine McAlpine</a> Wissenschaftsautorin und -journalistin und erklärt uns gerne die wundersame Welt der Teilchenphysik. Exklusiv auf <strong>wienerpost</strong>: <span style="text-decoration: underline;">Das Interview &#8211; uncut &amp; OV.</span></p>
<p><strong>Let&#8217;s start with a personal question. The first time I heard about you I thought “Alpinekat” was a clever name for your rap-personality, with CERN being in Switzerland and all. Then I found out your real name was McAlpine. Where does it come from? Mc sounds Scotttish, but Alpine?</strong></p>
<p>McAlpine is indeed Scottish. Apparently there was some fellow named Alpan running around early Scotland, and Mac means &#8220;son of&#8221;. By the time you get to the first king of Scotland, he&#8217;s going by a Gaelic equivalent of &#8220;MacAlpin&#8221;. Somewhere between Scotland and the US, my ancestors dropped an a and added an e&#8230;</p>
<p><strong>What&#8217;s your current position and profession?</strong></p>
<p>I&#8217;ve kept my ties to <a href="http://public.web.cern.ch/public/">CERN</a>, working part-time with the <a href="http://atlas.ch/">ATLAS</a> e-News to keep the 2500 or so physicists updated on what&#8217;s happening with the experiment although they&#8217;re scattered around the world.  I write articles and update the website.<br />
The rest of my time, I describe myself as a struggling freelancer.  Last year I had two rap commissions, one of which is online and the other was for an event, and I made a couple of podcasts for the <a href="http://www.aps.org/">American Physical Society</a> about cool research. I only wrote a handful of articles outside of the e-News, but it&#8217;s the New Year and so far, I&#8217;m doing well for my resolution of writing more.<br />
This kind of flexibility has given me the chance to accept talk invitations in Vienna in 2008, and Michigan and Stockholm last year.  Spreading the word about science rap!</p>
<p><strong>Is online-communication your main occupation?</strong></p>
<p>Yeah, I&#8217;d say online communication is my main occupation since the bulk of my articles aren&#8217;t printed, plus the website, video, and audio work.</p>
<p><strong>What does <a href="http://atlas.ch/">ATLAS</a> do?</strong></p>
<p>Big question!  ATLAS the detector is sort of like cylinders stacked inside one another.  And very simplified, the innermost cylinder is made of trackers &#8212; these see where the particles go.  The next cylinder out is made of calorimeters &#8212; these stop the particles and measure how much energy they have.  The last layer is muon detectors &#8212; they&#8217;re after particles called muons, which can blow past the rest of the calorimeters.  Muons are a good indicator that something cool happened in the proton collision.</p>
<p>From the information they get out of these detectors, the physicists can reconstruct what happened in the collision &#8212; kind of like police officers arriving at a car crash after the fact, and trying to figure out from skid marks on the road, the position of the cars and broken glass, what exactly happened.</p>
<p>But when two cars crash, all you get is stuff that was there before &#8212; now it&#8217;s just in a different form.  When two protons collide at high energy, Einstein&#8217;s E=MC^2 really comes to life.  This equation means that energy changes to mass, just like you can change a Euro to a dollar (only the exchange rate is <em>really</em> low).  So you can get anything out of these collisions, provided you have enough energy to &#8220;pay&#8221; the universe for it.</p>
<p style="text-align: left;">ATLAS is looking for anything that hasn&#8217;t been seen before.  It may confirm the existence of theoretical particles, like the <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Higgs-Boson">Higgs Boson</a>, dark matter, or supersymmetric partners to the particles we already know.  They might also see evidence of wilder ideas, like extra dimensions, but they&#8217;ll need years&#8217; worth of data to show that what they&#8217;re seeing is really evidence of an extra dimension &#8212; not just something that can be explained with what we already know. <em><br />
</em><strong><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/mcalpine_jan.JPG"><img class="size-medium wp-image-1059 alignleft" title="mcalpine_jan" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/mcalpine_jan-300x225.jpg" alt="mcalpine_jan" width="300" height="225" /></a>Tell us a little bit about the success-story of your Science Raps. How did that happen, what were your biggest and most interesting successes with them?</strong></p>
<p>The success of the <a href="http://www.youtube.com/watch?v=j50ZssEojtM">Large Hadron Rap</a> was entirely unexpected. The <a href="http://www.youtube.com/watch?v=rjrASzgrt4c">N3UROCH!P</a> had been online for almost a year, and it had just over 600 views (614 is the number that sticks in my head).  What&#8217;s more, the Large Hadron Rap was almost a disaster &#8212; Will Barras had put together such a cool track, and the YouTube compression made it extremely irritating, fading it in and out.<br />
But it kept getting passed along anyway, and around 100,000 views, YouTube fixed the audio.  I had put it online just before I went on vacation, afraid that the <a href="http://lhcathome.cern.ch/lhcathome/">LHC</a> might start up and I&#8217;d miss the deadline I had set for myself.  By the end of the actual start-up week, with media attention from five continents it had over 2 million views.<br />
I&#8217;ve been surprised at how well it continues to do, getting over a thousand views almost every day.  It&#8217;s a success I think will be near impossible to replicate.<br />
I warned the folks building <a href="http://www.frib.msu.edu/">FRIB</a>, some of my former mentors and professors, that I couldn&#8217;t make any promises with the <a href="http://www.youtube.com/watch?v=677ZmPEFIXE">Rare Isotope Rap</a>, but though its progress is much slower, it has gone further than their previous web media outreach efforts even in its first month.<br />
We&#8217;ll see what happens with the black hole rap.  The project started back when there was a lot of talk about black holes, a lot of fear (and fear-mongering), but it met with so much difficulty that it came out much later than initially anticipated.  If people aren&#8217;t freaking out about black holes, that&#8217;s alright by me.  But if the hype starts up again, the rap is there to explain why there&#8217;s nothing to worry about.</p>
<p><strong>There are several translations too…</strong></p>
<p>Yeah! This is one of the most exciting things.  People have performed translations of the rap in Spanish, Portuguese, and German!  There were subtitling projects in French, Italian, and Dutch as well.  Also, the Spanish and German versions were just a couple of guys, over in Venezuela and Germany, who thought it was cool enough to share in their own language, and took it on as a spare-time kind of project.</p>
<p>That&#8217;s the best part for me, connecting with people who are just as enthusiastic, and happy to spend their own time communicating how fun and interesting science can be.</p>
<p><strong>Your videos are free and have been viewed millions of times. Is there any money in them too? Like, are there DVDs or CDs for sale? And if not why not?</strong></p>
<p>I keep getting these messages from YouTube about joining their partner program, which puts ads on videos and lets users earn money.  But there are two main problems: the ads, and the money.</p>
<p>I definitely have to put in the most time to make a video happen, but the dancers who also spend time behind the camera give their time too, and then there&#8217;s Will, doing the beats.  Or with the Rare Isotope Rap, there was a whole team behind that, camera people, animators&#8230;too complicated.  Besides, in the Black Hole Rap, I&#8217;ve borrowed a lot of content.  I&#8217;m a lot harder to sue when I have no money ;)</p>
<p>A few people have asked me why I don&#8217;t have an iTunes account or donation scheme set up.  I might look into the iTunes idea&#8230;I give away the tracks to whoever wants to download them, because the main thing is to spread the word, but it would be interesting to see if anyone would buy them as a sign of support.  Things&#8217;d be simpler with music only &#8211; just Will and me to worry about.</p>
<p><strong>You write the lyrics and perform them. Have you a hand in the composition of the music too?</strong></p>
<p>Not since N3UROCH!P, and most would say that&#8217;s a good thing!  I like what Will does, and except for the Rare Isotope Rap, where we were funded for the project, he makes the tracks in his spare time.  Occasionally, I have some request or other, but he&#8217;s really easy to work with.</p>
<p><strong>Who are your collaborators on the raps?</strong></p>
<p>So many!  Backup dancers come from wherever I happen to be&#8230;other interns at 1 Physics Ellipse for the N3UROCH!P, summer of 2007, communications interns at CERN during the spring of 2008 for the Large Hadron Rap.  Actually, I wound up marrying one of them (<a href="http://barras.biz/">Colin Barras</a>, Louis zoomed in on him at 3:00 in the LHR), which makes Will my brother in-law&#8230;.</p>
<p>Apart from the students and profs who had contributed moves to the Rare Isotope Rap, there was Geoff Koch, who pushed to get me hired, Karl Gude, who drew the innards for the targeted radiotherapy and supervised the student animators John Allison and Matthew Bambach, and Amol Pavangadkar who supervised the filming by students Adam Rademacher and Josh Farris, and the editing which was taken on by Adam.  Much bigger production, as you can see.</p>
<p>The Black Hole Rap was more like the Large Hadron Rap, only some of the interns had moved on.  But, some Colombians from CMS joined in the fun &#8212; they&#8217;d danced on stage with me in the autumn of 2008.</p>
<p><strong>What are the reactions to your Raps, especially in the science community?</strong></p>
<p>Mostly, the reaction is good.  People like the raps and like the way that they help spread the word with a five minute summary, introducing ideas that seem so tough that a lot of people are afraid to try to understand.  I think that&#8217;s what the raps have been best at: getting over that little wall people build when they think a topic is just plain beyond their comprehension.</p>
<p><strong><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/Logo_CERN.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-1066" title="Logo_CERN" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/Logo_CERN-300x300.gif" alt="Logo_CERN" width="270" height="270" /></a>You do part of the shooting inside of CERN – what are the reactions there?</strong></p>
<p>Oh, even the second time around some were a little skittish of letting us into the caverns.  The first time I tried getting permission, asking to film a rap video in the cavern, I got a request for more information from the head of the press office.  But in the end, we respect safety regulations, and we have supervisors who make double-sure we don&#8217;t get ourselves into trouble.</p>
<p><strong>Your new video is out but hasn’t been viewed by that much people yet, does it need more publicity? And why are the subtitles hidden? They seem to be very helpful for most people.</strong></p>
<p>The subtitling is really helpful, but like I said, this film has been a struggle all the way.  Because iMovie HD&#8217;s subtitling scheme doesn&#8217;t have the flexibility of Windows Movie Maker, I opted to make a subtitle file instead. The advantage is that you can turn it off if you don&#8217;t like it, and I could have multiple language options if others started translating again.</p>
<p>The disadvantage, as you discovered, is that not all people realize that there is an option for closed captions!</p>
<p><strong>You are a science writer. How do you view your Raps, information, entertainment, education? What’s your aim?</strong></p>
<p>I think my raps are very good for information and education value, at least to the extent that is possible in five minutes or less!  Entertainment, now that&#8217;s a subjective issue.  I think they&#8217;re entertaining to make, and I have on several good authorities that they&#8217;re entertaining to watch.</p>
<p>The aim is to goof off and have some fun with science.  Trying to convey our enthusiasm is just as important as conveying the information, which is something that all the science rappers I&#8217;ve talked to seem to agree on.</p>
<p><strong>Do you have music plans outside of Science Raps?</strong></p>
<p>Not really.  I used to play the piano, and I&#8217;m waiting for the day I stay put long enough to get one of my own!  I also play the pennywhistle from time to time (hence some of my YouTube favorites).</p>
<p><strong>How often do you perform as a Rapper?</strong></p>
<p>Not very!  I performed three times in 2008, at the CMS, ATLAS, and LHC start-up parties.  Then last year, I rapped along with eight other physicists at the event which marked the end of Peter Jenni&#8217;s 16 years as Spokesperson of ATLAS.  And the last was at a nuclear conference just after we finished the Rare Isotope Rap in June.</p>
<p><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/CERN"></a></strong></p>
<div id="attachment_1060" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/CERN"><strong> </strong></a><strong><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/cern.jpg"><img class="size-medium wp-image-1060" title="cern" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/cern-300x195.jpg" alt="ATLAS (Foto by Image Editor)" width="300" height="195" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">ATLAS (Foto by Image Editor)</p></div>
<p><strong>CERN prepares for the next round. What&#8217;s the current plan and goal?</strong></p>
<p>As far as I can tell, the plan is to start sending beams around in mid-late February, slowly working up in energy.  Since a trillion electron volts doesn&#8217;t mean much, I&#8217;ll just say that 1 TeV beams is the top energy of the last big accelerator built, the Tevatron at Fermilab.</p>
<p>The first goal for this year is 3.5 TeV beams, which means there will be 7 TeV energy in the proton collisions.  So far, they&#8217;re aiming for around the 25th of March.  They&#8217;ll run for a while with beams at this energy, letting the experiments collect the first real set of ground-breaking data.  Then in May, they&#8217;ll try to bring the energy up further &#8212; how much further will be decided in early February.  They&#8217;ll run like that until mid-October, when they&#8217;ll start setting up for lead ion collisions.  Those should happen through November, and in December, everyone will be ready for a rest.</p>
<p>This is just the current schedule &#8212; sometimes things go faster, like the progress last year, and sometimes, a problem slows things down&#8230;  With all the upgrades to the magnet safety system, though, we hope the machine is safeguarded against any more serious damage!</p>
<p><strong>About the <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Higgs-Boson">Higgs boson</a> &#8211; some say if CERN proves it doesn&#8217;t exist particle science had to start from scratch. Is this true?</strong></p>
<p>Well, the theoretical framework that makes sense of all the particles and forces would need a major overhaul.  The Standard Model, the name for that framework, is a lot like a puzzle with just a couple missing pieces.  The Higgs boson is arguably the most important of these missing pieces &#8212; there&#8217;s no other explanation for why anything has mass, substance.</p>
<p>If it doesn&#8217;t exist, then the Standard Model says that the W and Z bosons, which handle the weak force, should be massless like the photon, which handles light, electricity, and magentism.  But in reality, the W and Z bosons are over eighty times the mass of a proton!  We&#8217;d need some other explanation.</p>
<p><strong>And if they find it, the problems of atomic particles are solved for all time? And what would CERN try to do next?</strong></p>
<p>Ha!  Name a physicist who said that ;)  CERN would keep working on the other problems. Like dark matter and energy, supersymmetry, quark-gluon plasma, extra dimensions, why the universe is made of matter and not much antimatter, what antimatter is like (they&#8217;ve got a dedicated accelerator for this), and why neutrinos can change from shapeshift from one kind to another if you give them enough time (for this one, they&#8217;ve got a beam of neutrinos headed for another lab in Italy&#8217;s Gran Sasso).  There are plenty of other puzzles to solve!</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_1064" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><strong><strong><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/58061455_109c1ab074.jpg"><img class="size-medium wp-image-1064" title="58061455_109c1ab074" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/58061455_109c1ab074-300x225.jpg" alt="Foto: Max Braun" width="300" height="225" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Foto: Max Braun</p></div>
<p><strong>Okay, now finally tell us why we are not going to be eaten by a CERN-created Black Hole!</strong></p>
<p>Didn&#8217;t you watch the rap? First, we&#8217;re pretty sure <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Stephen_Hawking">Hawking</a>&#8217;s right about his <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Hawking_radiation">Hawking radiation</a>.  All over the universe, on a tiny scale, particles are popping in and out of existence with their antimatter twins.  These pairs are created at the edges of black holes, too.  I think of them as &#8220;borrowing&#8221; energy from the universe.  Away from the black hole, the particle and anti-particle would meet again and repay their debt.  But if one of the pair falls into the black hole while the other jets away, then the black hole has to pay for them, losing energy.  From a distance, it looks like the black hole emitted a particle.</p>
<p>A big, well-fed black hole can continue to grow despite this effect, but the tiny ones made in the LHC will have a tough time accumulating anything.  They&#8217;ll lose mass to this effect very quickly, evaporating away, but hopefully, they&#8217;ll leave the physicists a signature in the detector.</p>
<p>I glossed over this in the rap because it&#8217;s easier to understand that we&#8217;re constantly under bombardment from cosmic rays, and a whole lot of them hit the earth every day.  Ultra high energy cosmic rays have energies over a million times higher than the LHC&#8217;s collision energies.  Over a single square kilometer of Earth, they&#8217;re estimated to come once a century.  But the earth is so huge that over the whole of the planet, we should get about 800 per second.  If there was going to be a dangerous black hole created by a particle collision, it should have happened right in our atmosphere by now.</p>
<p>But some people argue that the black holes from cosmic rays wouldn&#8217;t get stuck on the earth, they&#8217;d just fly off elsewhere, even right through the planet.  And maybe that&#8217;s true, but one place they couldn&#8217;t escape is a neutron star.  If a tiny black hole was created on one of these super-dense stars, it wouldn&#8217;t be able to fly on through.  It would be trapped among tightly-packed neutrons, which it would then consume until the neutron star became a black hole.  This process would happen so readily that we shouldn&#8217;t see neutron stars at all.  But we do.</p>
<p>Three good reasons not to worry.</p>
<p><strong>Something you would like to add?</strong></p>
<p>Just a note on the black holes &#8212; I put in the last verse of the black hole rap after talking to a physicist who took it rather personally that so many believed that he and his colleagues would put the planet in danger.  Sometimes, I think there is this perceived disconnect, like scientists who do very technical work aren&#8217;t like ordinary people.  It&#8217;s a &#8220;mad scientist&#8221; they imagine destroying the world for the sake of an experiment. And of course there are eccentrics, but most of these physicists have friends, spouses or partners, children &#8212; they&#8217;re as invested in their lives as they are in their work.  They wouldn&#8217;t do something that would actually put the planet at risk.</p>
<blockquote><p><strong>DIE FAKTEN</strong></p>
<p>Katherine (Kate) McAlpine, auch bekannt als „Alpinekat“, 24, Amerikanerin, geboren in Cedar Rapids, Iowa, verheiratet, lebt in den USA und der Schweiz. Sie ist studierte von 2003-2007 an der Michigan State University, wo sie einen doppelten Abschluß in Physik und profesionellem Schreiben machte. Sie arbeitet derzeit als E-Journalist und Webmaster für das ATLAS -Projekt in CERN und als freie Wissenschaftsautorin.</p>
<p>Darüber hinaus gibt es mittlerweile vier Wissenschafts-Raps auf YouTube, die sie auch live performt und über die sie auch Vorträge hält, wie etwa 2008 bei der SciCom in Wien.</p>
<p><a href="http://www.katemcalpine.com/">www.katemcalpine.com</a></p></blockquote>
<p>Die deutsche Übersetzung erscheint &#8211; gekürzt &#8211; im <strong>WIENER</strong> Nr.343 (Februar / März 2010)</p>
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