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	<title>wienerpost &#187; Harald Havas</title>
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		<title>460 Comic-Seiten Leben</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 13:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Havas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Comics]]></category>
		<category><![CDATA[Featured.Today]]></category>
		<category><![CDATA[Lesestoff]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist eine alte Wahrheit: Österreichische Künstler werden bei uns erst dann wahrgenommen, wenn sie im Ausland erfolgreich sind. Wie die Comic-Zeichnerin Ulli Lust. Mit ihrem Teenager Road Movie "Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens" überzeugte sie in Deutschland Publikum und Feuilleton gleichermaßen. WIENER-Autor Harald Havas hat's gelesen und Ulli kennengelernt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Es ist eine alte Wahrheit: Österreichische Künstler werden bei uns erst dann wahrgenommen, wenn sie im Ausland erfolgreich sind. Wie die Comic-Zeichnerin <a href="http://www.ullilust.de/">Ulli Lust</a>. Mit ihrem Teenager Road Movie <a href="http://www.wienerpost.at/2010/06/heute-ist-der-letzte-tag-vom-rest-deines-lebens/">&#8220;Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens&#8221;</a> überzeugte sie in Deutschland Publikum und Feuilleton gleichermaßen. WIENER-Autor <a href="http://www.havas.at/archives/757">Harald Havas hat&#8217;s gelesen und Ulli kennengelernt</a>.</p></blockquote>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_4686" class="wp-caption alignleft" style="width: 233px"><strong><strong><a rel="attachment wp-att-4686" href="http://www.wienerpost.at/2010/07/460-comic-seiten-leben/ulli/"><img class="size-medium wp-image-4686" title="ulli" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/08/ulli-223x300.jpg" alt="" width="223" height="300" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Ulli Lust (Foto: privat)</p></div>
<p><strong>Als Ulli Lust am Donnerstag</strong> den 3. Juni 2010 beim <a href="http://www.comic-salon.de/">Internationalen Comic-Salon</a> in Erlangen den <a href="http://www.comic-i.com/aaa-icom/docs/preise_indie_home.html">Hauptpreis für den „Besten Independent Comic“</a> des ICOM (Interessensverband Comic) erhielt, fiel ihr ein Stein vom Herzen. &#8220;Weil ich eben nicht klassisch-konventionelle Comics zeichne (mit so einem Style und  virtuosem Strich), konnte ich nicht sicher sein, ob die Comicszene das Buch  akzeptiert&#8221;, sagt sie.</p>
<p><strong>In der Tat schlug Ulli zeitweise viel Ablehnung entgegen</strong>, in den langen vier Jahren bis zur Fertigstellung ihres Comic-Romans. Den Glauben an ihre Arbeit verlor sie aber nie. Sie wollte einfach eine gute Geschichte erzählen, eine, wie sie sagt &#8220;dicke Geschichte, weil ich selber dicke Bücher mag.“  Dass dieses Ansinnen schließlich doch noch nicht nur von ihren Kollegen, sondern auch von der allgemeinen Leserschaft goutiert wurde, zeigte sich bereits einen Tag später, am Donnerstag den 4. Juni  2010, als sie unter ehrlich lobenden Worten der moderierenden Comedienne <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hella_von_Sinnen">Hella von Sinnen</a> und des deutschen Nachwuchs-Literaturpapstes <a href="http://www.daserste.de/druckfrisch/">Dennis Scheck</a> einen <a href="http://www.comic-salon.de/index.asp?FsID=1&amp;NewsID=112&amp;spr=1">„Max und Moritz“-Preis</a> in Empfang nehmen durfte, den bedeutendsten Comic-Preis des deutschen Sprachraums. Noch dazu in jener Kategorie, die das Herz eines Künstlers wohl immer am meisten erfreut: Publikumspreis.</p>
<p><strong>Trotz stolzer 460 Seiten Umfang</strong> und noch stolzerer 30 Euro Verkaufspreis ist der beim Berliner <a href="http://www.avant-verlag.de/">avant verlag</a> erschienene Band bereits in der x-ten Auflage, Vertragsverhandlungen für weltweite Übersetzungen laufen, etwa mit Holland und Schweden,  eine spanische, französische und – nicht unpikant – italienische Ausgabe sind bereits fixiert. „Für die italienische Ausgabe hab ich den Namen des einen widerlichen Mafioso, der auf Deutsch ein Pseudonym trägt, auf seinen echten ändern lassen. Das hat er sich verdient!“, grinst Lust.</p>
<p><strong>Auch das Feuilleton</strong> reißt sich um die sympathische Künstlerin und ihr Buch. Sicher einerseits, weil es ein besonders ungewöhnliches Werk aus deutschsprachiger Comic-Produktion darstellt, aber vor allem wohl wegen Inhalt und Story <a href="http://www.wienerpost.at/2010/06/heute-ist-der-letzte-tag-vom-rest-deines-lebens/">(die komplette Synopsis finden Sie hier)</a>. Die Geisterbahnfahrt, die Höhen und Tiefen, ja, teilweise Abgründe der Reise der 17-jährigen packt die Leser und LeserInnen und lässt sie nicht mehr los. „Ich bin immer schockiert, wenn mir jemand sagt, er hätte das Buch in vier Stunden in einem Zug durchgelesen. Immerhin bin ich über vier Jahre daran gesessen“, so Lust. Aber <a href="http://www.wienerpost.at/2010/06/heute-ist-der-letzte-tag-vom-rest-deines-lebens/">„Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens“</a> ist nun mal ein Page-Turner, die schonungslos dargelegten Erlebnisse von Drogenkonsum bis Vergewaltigung, aber auch von Naivität und purer Lebenslust fesseln den Leser. Von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Punk">Punk</a>-Szene in Wien bis zu aus reinen Gründen des Abkassierens errichteten, schon beim Bau abreißreifen Neubauvierteln in Sizilien. Von dem ehemaligen absoluten No-No einer Intimrasur bis zum langsamen sexuellen Erwachen eines jungen Mädchens. Es sind schlicht tiefe Einblicke ins Menschsein, die Ulli Lust hier bietet. „Ein Augenzeugenbericht im Gegensatz zu fiktionalem Eskapismus“, sagt sie. Aber, so Lust weiter, „ Auch ein literarisches Werk, kein Tagebuch.&#8221;<br />
Wieviel Autobiographie, wieviel Fiktion ist, bleibt somit dem lustvoll spekulierenden Leser überlassen&#8230;</p>
<p>Leseprobe (pdf zum Download): <a href="http://download.graphic-novel.info/lust_der_letzte_tag_vorschau.pdf">HIER</a>!</p>
<div>
<hr /></div>
<p><strong>DIE FAKTEN: Ulli Lust</strong></p>
<p>Geboren 1967 in Wien, in Berlin lebend, Mutter eines Sohnes, ist Comiczeichnerin, Illustratorin und Verlegerin von Online-Comics. Nach einer abgebrochenen Lehre als Design- und Modezeichnerin in Wien illustrierte sie einige Kinderbücher und schloss anschließend das Studium des Graphikdesign Kunsthochschule Berlin-Weißensee ab. Mit ihrem neuesten Werk „Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens“ (avant verlag) erzielte sie einige Preise sowie internationale Aufmerksamkeit.<br />
Derzeit arbeitet Lust an einer Comic-Adaption eines bereits existierenden Romans. <a href="http://www.ullilust.de">www.ullilust.de</a>, <a href="www.electrocomics.net">www.electrocomics.net</a>, <a href="http://www.avant-verlag.de">www.avant-verlag.de</a></p>
<blockquote><p>DISCLAIMER: Diese Version entspricht nicht dem Artikel, der zum selben Thema im WIENER 348 (August 2010) erschienenen ist. Das geschieht auf Wunsch und nach Rücksprache mit der Künstlerin.</p></blockquote>
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		<title>Die Nackten und die Schwangeren. &#8220;Titania&#8221;-Zeichnerin Klaudia Wanner im Interview</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2010/07/die-nackten-und-die-schwangeren/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 23:29:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Havas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Comics]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Titania]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das K in ihrem Vornamen verdankt sie der spontanen Laune ihres Vaters. Und auch sonst war das Leben der Klaudia Wanner von vielen Umwegen und Zufällen geprägt. Aber das Zeichnen, die Comics, waren immer dabei im Leben der kosmopolitischen Tirolerin. Im Interview erläutert sie, wieso Comics und Humor meist Männersache und starke Frauen ihr Anliegen sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Das <strong>K</strong> in ihrem Vornamen verdankt sie der spontanen Laune ihres Vaters. Und auch sonst war das Leben der <a href="http://www.kookgraphics.com">Klaudia Wanner</a> von vielen Umwegen und Zufällen geprägt. Aber das Zeichnen, die Comics, waren immer dabei im Leben der kosmopolitischen Tirolerin. Im Interview erläutert sie, wieso Comics und Humor meist Männersache und starke Frauen ihr Anliegen sind.</p></blockquote>
<p><strong>Wie bist du zum Zeichnen gekommen? </strong></p>
<p>Gezeichnet habe ich eigentlich im­mer schon. Als Kind war das mein Hobby. Da habe ich tagebuchartige Comics gemacht. Also, tatsächlich in Bildergeschichtenform.<br />
<a rel="attachment wp-att-4450" href="http://www.wienerpost.at/2010/07/die-nackten-und-die-schwangeren/105_tit/"><img class="size-medium wp-image-4450 alignright" title="105_tit" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/07/105_tit-300x178.jpg" alt="" width="300" height="178" /></a><strong></strong></p>
<p><strong>Hattest du da Vorbilder und Einflüsse?</strong></p>
<p>Ich bin in Genf aufgewachsen und dort gehören Comics zum Stan­dardrepertoire eines jeden Haus­halts. Egal, wo man hinkommt, überall liegen Comics herum. Als ich im Alter von zwölf wieder nach Österreich zurückgekommen bin, war es für mich ein Schock, dass das hier nicht so ist, sondern Comics hier auf Kinder reduziert sind. Dass aber Comics auch ein Teil der Er­wachsenenkultur sind – ein Teil der Kultur! – hat mir total gefehlt.</p>
<p><strong>Du hast eine Vielzahl von Aus­bildungen und Berufen hinter dir. Wann hast du profes­sionell zu zeichnen begon­nen? </strong></p>
<p>Nach der Matura habe ich einen Lehrgang in klassischer Grafik besucht – Gebrauchs­grafik, Werbegrafik. Das war meine erste Ausbildung. In Innsbruck gab es dann aber keine weiteren Fortbildungs­möglichkeiten und ich konn­te aus privaten Gründen nicht weg. Also habe ich begonnen in dem Bereich zu jobben. Das war aber eher abschreckend, weil du als An­fängerin erst einmal vier Jahre an der Reprokamera stehst. Das gefiel mir nicht, ich wollte etwas lernen und mehr Erfahrungen sammeln, als jahrelang in einem Kammerl zu stehen.</p>
<p>Darum hab ich dann eine Schau­spielausbildung gemacht. Das war auch etwas Künstlerisches, und et­was, das ich auch in Innsbruck ma­chen konnte. Ich wollte mich aus­leben, mich selbst erfahren. Später habe ich dann begonnen, Psychologie zu studieren. Denn das Verhal­ten und das Erleben von Menschen zählen zu meinen Spezialinteres­sen.</p>
<p><strong>Wie bist du dann doch zum Zeichnen als Beruf zurückge­kehrt? </strong></p>
<p>Gezeichnet habe ich immer neben­bei. Auch Cartoons und Comics. Und die wurden auch immer wie­der publiziert. Meine erste Veröf­fentlichung hatte ich mit 14 in ei­ner Innsbrucker Literaturzeitung. Später dann habe ich für diverse Studentenzeitschriften gezeichnet. Irgendwann hat sich dann heraus­gestellt, dass es das ist, was ich am liebsten mache – und was sich auch am häufigsten ergeben hat. Ich war</p>
<p>eigentlich immer eher passiv, aber es sind eben oft Leute mit verschiedenen Angeboten auf mich zugekommen. Und wenn es im Bereich Comic war, habe ich sofort ja gesagt.</p>
<p><strong>Bekannter wurdest du dann durch deine Zusammenarbeit mit der </strong><strong><a href="http://www.mixercomics.at/main/index.php?welcome=true&amp;menu=illustration">Zeichnergruppe „Mixer“</a> und durch den <a href="http://www.kookgraphics.com/main/index.php?menu=comics&amp;id=13&amp;idx=-1;&amp;pny=0">„Titania“-Strip</a> für die ORF-Comic-Website&#8230;</strong><strong></strong></p>
<p>Ja, mit <a href="http://www.mixercomics.at/main/index.php?welcome=true&amp;menu=illustration">„Mixer“</a> ging es los. Das war eine Gruppe von jungen Zeichnern und Zeichne­rinnen in Wien, die regelmäßig gemeinsam in Eigenregie Comics publiziert hat. Wir haben auch viele Comic-Ausstellungen und Happe­nings gemacht. Dann eben „Titania“ für ORF.at, die von Anfang an über die ganze Lauf­zeit mit dabei war. Gleichzeitig habe ich für Medienwerkstatt.cc ein paar animierte Kino­werbespots gemacht.</p>
<p>Später kam „Jackies Welt“ für „Die Welt der Frau“, eine sehr katholische, ländliche Abo-Zei­tung. In der Serie ging‘s um eine Mutter mit drei Kindern &#8230; Da habe ich mich oft schon etwas schwer getan, im Rahmen zu bleiben – und es gab auch einen empörten Leserbrief.</p>
<p><strong>Und die Seite für „Maxima“ ist jetzt eher neu? </strong></p>
<p>Die läuft seit 2008, zehnmal pro Jahr. Dieser Onepager ist „Titania“ jetzt inhaltlich wieder näher.</p>
<p><strong>Auffällig bei deinen Protagonistinnen, vor allem bei Titania, ist dieses absolute Selbstbewusstsein, diese 100-prozentige „Coolheit“. Ist das deine Absicht, ist das deine eigene Persönlichkeit? Denn es ist einfach ungewohnt, weil Frauen – sowohl von Männern als auch von Frauen – sonst oft eher etwas unsicher, etwas neurotisch dargestellt werden. Sogar in emanzipato­rischen Comics &#8230; </strong></p>
<p>Ja, das ist Absicht. Ich habe eine Sehnsucht nach autarken Frauen. Weil ich finde, dass die in den Medien fehlen. Auch im Film, aber be­sonders im Theater. Ich war ja früher Schau­spielerin und es hat mich total erschüttert, was für Rollen man da als Frau bekommt: sehr oft die klassische Opferrolle eben … Was ich auf der Bühne habe heulen müssen! Da habe ich mir gedacht, das kann‘s doch wohl nicht sein! Und weil sich meine Sehnsucht auch einmal ein Revolverweib zu spielen, das sich nichts gefallen lässt, am Theater nicht verwirklichen ließ, habe ich eben angefangen, das in den Co­mics zu realisieren.</p>
<p><strong>Wenn Comiczeichnerinnen keine Lie­bescomics oder Manga zeichnen, haben sie meist eher emanzipatorischen An­satz, sind oft lesbisch oder „männlich“ in Gehabe und Arbeiten. Ist Comic etwas Männliches? Besonders in der Humordo­mäne? </strong></p>
<p>Ich würde sagen, das Zeichnen von Comics hat etwas Autistisches – und es ist aggressiv. Und das sind Dinge, die eher Männern er­laubt sind. Ich weiß noch, dass ich als Kind immer sehr einzelgängerisch war – und mir das unglaublich zum Vorwurf gemacht wurde. Komm, du bist ein Mädchen, es ist Besuch da, komm, zeig dich &#8230; Und ich wollt mich lieber verkriechen. Aber bei meinem Bruder, der sich auch mit seinem Modellbau verkrochen hat, war das kein Problem. Frauen werden sehr stark sozialisiert – in Richtung sozial, etwas mit Menschen tun. Und da muss man sich schon sehr dagegen wehren, wenn man etwas Einzel­gängerisches tun will. Und Comiczeichnen ist ja wirklich ein sehr einsamer Beruf. Außerdem sind Comics etwas Aggressives. Humor ist im­mer aggressiv, weil man immer irgendwen in die Pfanne haut. Man macht sich damit nicht nur Freunde. Und da sind Frauen vielleicht gehemmt oder sie tun es nicht so gerne … je­manden angreifen, sich lustig machen. Weil sie sich eher einfühlen und niemanden verletzen wollen.</p>
<p><strong>Bist du durch deine Tiroler Herkunft beeinflusst? </strong></p>
<p>In gewisser Weise ja. Wir Tiroler sind oft sehr laut, sehr direkt. Das hilft mir vielleicht dabei, auch bei den Comics sehr direkt, pointiert, auch aggressiv zu sein. Diese Harschheit, diese Herbheit … Es kann schon sein, dass die mir hilft, mich Dinge zu trauen, auch gerade im künstlerischen Bereich.</p>
<p>DIE FAKTEN</p>
<blockquote><p><strong>Klaudia Wanner</strong><br />
geboren 1967 in Tirol, aufgewachsen in Genf, lebt und arbeitet nach aufenthalten<br />
in Innsbruck und München wieder in Wien, freischaffend in den bereichen Comics, Illustration, Animation und gelegentlich auch Malerei. Graphikausbildung und Schauspielausbildung in Innsbruck, Medienpsychologiestudium in Wien. Malerei-Crash-Kurs am Atelierprojekt München, Veröffentlichungen in Magazinen, Onlinemedien, Zeitungen und Werbung. Animierte Kinowerbespots im In- und Ausland. Mitglied der Comic-Gruppe Mixer. Link: <a href="http://www.kookgraphics.com">www.kookgraphics.com</a></p></blockquote>
<p>Das Interview wurde ursprünglich im <a href="http://www.rappelkopf.at/">Satiremagazin Rappelkopf </a>veröffentlicht und erscheint hier &#8211; erstmals ungekürzt &#8211; mit ausdrücklicher Genehmigung aller Beteiligten.</p>
<p><a href="http://www.wienerpost.at/category/genuss/comics/titania-comics-genuss/">&#8220;Titania&#8221; gibt es ab sofort auf wienerpost zu lesen</a> &#8211; jeden Dienstag neu!</p>
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		<title>&#8220;Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 13:12:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Havas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Comics]]></category>
		<category><![CDATA[Comic]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[SPOILER WARNUNG. Schwierig, über Comics zu schreiben und nicht gleich alles auszuplaudern. Noch dazu, wenn sie so ein Page-Turner und so eng mit dem Leben der Autorin verwoben sind wie Ulli Lusts "Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens". Wir probieren's deshalb erst gar nicht: Wir erzählen Ihnen alles. Lesen Sie's halt nicht, wenn Sie das stört!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>SPOILER WARNUNG.</strong> Schwierig, über Comics zu schreiben und nicht gleich alles auszuplaudern. Noch dazu, wenn sie so ein Page-Turner und so eng mit dem Leben der Autorin verwoben sind wie Ulli Lusts  <a href="http://www.avant-verlag.de/index.php?b=avant&amp;ID=98&amp;rg=5&amp;kat=t">&#8220;Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens&#8221;</a>. Wir probieren&#8217;s deshalb erst gar nicht: Wir erzählen Ihnen alles. Lesen Sie&#8217;s halt nicht, wenn Sie das stört!</p></blockquote>
<p><a rel="attachment wp-att-4694" href="http://www.wienerpost.at/2010/07/460-comic-seiten-leben/letzter-tag/"><img class="alignleft size-full wp-image-4694" title="letzter tag" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/08/letzter-tag.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a><strong>SYNOPSIS</strong><br />
<strong>Eigentlich kam die 16jährige Ulli</strong> Anfang der 80er Jahre vom Land nach Wien, um eine Ausbildung zu machen. Aber schon bald wird sie von der gerade aktuellen Punker-Szene angezogen und verschluckt. Schnorren um Geld und Zigaretten, wechselndes Hausen in Substandardwohnungen – umgezogen wird, wenn die Küche voll von schmutzigem Geschirr ist – bestimmt ihr Leben. Bis sie im Sommer 1984 auf die wenig ältere Edi trifft, die ihr vorschlägt gemeinsam nach Italien aufzubrechen. Ohne Geld (ein Versuch sich welches in einem Puff zu verdienen schlägt fehl) und ohne Papiere (Edi wird angeblich von Interpol gesucht) führt der erste Weg per Autostopp in den Süden Österreichs. Mit Semmeln und Brausebonbons um die letzten 5 Schilling wird Ullis 17. Geburtstag gefeiert, dann geht es  durch Gestrüpp und Sumpf mitten in der Nacht über die grüne Grenze.</p>
<p><strong>Erst Verona inklusive Opernvorführung</strong>, dann Rom. Die beiden Mädels lassen sich treiben und kommen dabei eigentlich ganz gut voran. Hilfreich ist dabei sicher, dass Edi eine ausgeprägte Nymphomanin ist, die nichts und niemanden auslässt. In Rom schließen sich die beiden einer Globetrotter-Community an, die in den öffentlichen Parks nächtigt, in den öffentlichen Brunnen, die in Rom Trinkwasserqualität haben, duscht und tagsüber auf der Spanischen Treppe wohnt. Sie lernen den Junkie Andreas kennen, der auf der Flucht vor den österreichischen Behörden lebt und die beiden in das Leben auf der Straße in Italien einführt. Durch Kleinkriminalität und Bettelei &#8211; die Italiener sind traditionell großzügig zu Bettlern &#8211; kommt man ganz gut durch. Sogar ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=gkU8plTgv0g&amp;feature=related">Konzert der Clash</a> erlebt die kleine Truppe, klarerweise ohne Karten und über den Zaun.</p>
<p><strong>Als es Herbst wird,</strong> heißt es für die hippiesken Punks noch weiter nach Süden zu ziehen. Unterbrochen von einer von einem geilen Italiener absichtlich herbeigeführten Trennung von ihren Freunden in Neapel mit veritabel kafkaesken Folgen, gelangt Ulli nach Sizilien. Dort lernt sie in den ersten Minuten, dass ein allein reisendes junges Mädchen im Land der katholisch-zwangskeuschen, notgeilen Süditaliener nichts anderes ist als ein Stück Freiwild. Der Anschluss an zwei Einheimische bringt die vermeintliche Rettung, Ulli lernt unter anderem, dass man in Sizilien nur in ein Restaurant gehen und „Ich habe Hunger“ sagen muss, um gratis ein Menü serviert zu bekommen. In Wirklichkeit führt die Begegnung mit den zwei Sizilianern aber zum dramatischen und traumatischen Tiefpunkt der Reise.</p>
<p><strong>Kurz findet Ulli Rettung</strong> bei zwei sich als Straßenmaler über Wasser haltenden Österreichern in einem Haus am Meer, bevor das überraschende Wiedersehen mit Edi sie wieder auf den ursprünglich geplanten Weg zurück bringt. Edi lebt hier inzwischen ganz gut als Mätresse eines Mafioso und Teilzeit-Prostituierte (mit Andreas als Zuhälter) und steht unter dem Schutz des hiesigen Paten. Sie zieht Ulli in ihr Leben, das anfangs gar nicht so schlecht scheint. Wobei Ulli, wie auch bisher auf der gesamten Reise vergleichsweise keusch bleibt. Als die Sache jedoch in Richtung einer Art Gefangenschaft als Sex-Püppchen in einem Sommerhaus des Mafioso ausartet, überredet Ulli Edi zu fliehen. Mitten im großen Schlag gegen die Mafia des Jahres 1984 werden auch die befreundeten Österreicher aufgegriffen. Erneut von der inzwischen abgeschobenen Edi getrennt, entschließt sich Ulli nach einigen Tagen des Zögerns freiwillig zur Heimkehr nach Österreich.</p>
<p><strong>Und landet hier vorerst in den Abgründen</strong> der heimischen Dorfidylle im Pulkautal, wo Ulli seit ihrem Verschwinden das Objekt der schlimmsten und verleumderischesten Gerüchte und Spekulationen war. Lange wird Ulli hier nicht bleiben. Aber vorerst steht sie am Ende einer traumhaft-alptraumhaften Odyssee  – und  am Beginn des ersten Tags des Rests von ihrem Leben.</p>
<p><strong>WIENER KURZKRITIK</strong><br />
Mit <a href="http://www.avant-verlag.de/index.php?b=avant&amp;ID=98&amp;rg=5&amp;kat=t">„Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens“</a> hat die in Berlin lebende Wienerin <a href="http://www.wienerpost.at/2010/07/460-comic-seiten-leben/">Ulli Lust</a> nicht nur die bisher umfangreichste deutschsprachige <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Graphic_Novel">„Graphic Novel“</a> abgeliefert, sondern gleichzeitig eine schonungslose Autobiographie. <a href="http://www.wienerpost.at/2010/07/460-comic-seiten-leben/">Und heimst damit rundum Ruhm und Preise ein.</a> Zu Recht.<br />
Ein Road-Comic voll von Leben auf der Straße, Gelegenheits-Sex, italienischen Machos, gutherzigen Mafiosi und tiefen Einblicken in die Seele eines jungen Mädchens auf der Suche.  Die Authentizität, die Lust mit dezent eingesetzten künstlerischen Mitteln, hart gescannte Bleistiftzeichnungen,umzusetzen und einzusetzen weiß, ist das was an dem Buch so fasziniert. Leseproben gibt&#8217;s hier: <a href="http://www.electrocomics.net/ebooks_engl/punked.htm">www.electrocomics.net</a> (oder als <a href="http://download.graphic-novel.info/lust_der_letzte_tag_vorschau.pdf">pdf zum Download hier</a>)</p>
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		<title>Alpinkatze im Partikelstrom</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 21:16:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Havas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie ist 24, ihr CERN-Rap wurde auf YouTube über 5 Millionen mal gesehen und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Aber eigentlich ist Katherine McAlpine Wissenschaftsautorin und -journalistin und erklärt uns gerne die wundersame Welt der Teilchenphysik. Exklusiv auf wienerpost: Das Interview - uncut &#038; OV.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1054" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/mcalpine_atlas1.jpg"><img class="size-medium wp-image-1054" title="mcalpine_atlas" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/mcalpine_atlas1-225x300.jpg" alt="Kate McAlpine" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Kate McAlpine</p></div>
<p>Sie ist 24, ihr <a href="http://www.youtube.com/watch?v=j50ZssEojtM">CERN-Rap</a> wurde auf YouTube über 5 Millionen mal gesehen und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Aber eigentlich ist <a href="http://www.katemcalpine.com/">Katherine McAlpine</a> Wissenschaftsautorin und -journalistin und erklärt uns gerne die wundersame Welt der Teilchenphysik. Exklusiv auf <strong>wienerpost</strong>: <span style="text-decoration: underline;">Das Interview &#8211; uncut &amp; OV.</span></p>
<p><strong>Let&#8217;s start with a personal question. The first time I heard about you I thought “Alpinekat” was a clever name for your rap-personality, with CERN being in Switzerland and all. Then I found out your real name was McAlpine. Where does it come from? Mc sounds Scotttish, but Alpine?</strong></p>
<p>McAlpine is indeed Scottish. Apparently there was some fellow named Alpan running around early Scotland, and Mac means &#8220;son of&#8221;. By the time you get to the first king of Scotland, he&#8217;s going by a Gaelic equivalent of &#8220;MacAlpin&#8221;. Somewhere between Scotland and the US, my ancestors dropped an a and added an e&#8230;</p>
<p><strong>What&#8217;s your current position and profession?</strong></p>
<p>I&#8217;ve kept my ties to <a href="http://public.web.cern.ch/public/">CERN</a>, working part-time with the <a href="http://atlas.ch/">ATLAS</a> e-News to keep the 2500 or so physicists updated on what&#8217;s happening with the experiment although they&#8217;re scattered around the world.  I write articles and update the website.<br />
The rest of my time, I describe myself as a struggling freelancer.  Last year I had two rap commissions, one of which is online and the other was for an event, and I made a couple of podcasts for the <a href="http://www.aps.org/">American Physical Society</a> about cool research. I only wrote a handful of articles outside of the e-News, but it&#8217;s the New Year and so far, I&#8217;m doing well for my resolution of writing more.<br />
This kind of flexibility has given me the chance to accept talk invitations in Vienna in 2008, and Michigan and Stockholm last year.  Spreading the word about science rap!</p>
<p><strong>Is online-communication your main occupation?</strong></p>
<p>Yeah, I&#8217;d say online communication is my main occupation since the bulk of my articles aren&#8217;t printed, plus the website, video, and audio work.</p>
<p><strong>What does <a href="http://atlas.ch/">ATLAS</a> do?</strong></p>
<p>Big question!  ATLAS the detector is sort of like cylinders stacked inside one another.  And very simplified, the innermost cylinder is made of trackers &#8212; these see where the particles go.  The next cylinder out is made of calorimeters &#8212; these stop the particles and measure how much energy they have.  The last layer is muon detectors &#8212; they&#8217;re after particles called muons, which can blow past the rest of the calorimeters.  Muons are a good indicator that something cool happened in the proton collision.</p>
<p>From the information they get out of these detectors, the physicists can reconstruct what happened in the collision &#8212; kind of like police officers arriving at a car crash after the fact, and trying to figure out from skid marks on the road, the position of the cars and broken glass, what exactly happened.</p>
<p>But when two cars crash, all you get is stuff that was there before &#8212; now it&#8217;s just in a different form.  When two protons collide at high energy, Einstein&#8217;s E=MC^2 really comes to life.  This equation means that energy changes to mass, just like you can change a Euro to a dollar (only the exchange rate is <em>really</em> low).  So you can get anything out of these collisions, provided you have enough energy to &#8220;pay&#8221; the universe for it.</p>
<p style="text-align: left;">ATLAS is looking for anything that hasn&#8217;t been seen before.  It may confirm the existence of theoretical particles, like the <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Higgs-Boson">Higgs Boson</a>, dark matter, or supersymmetric partners to the particles we already know.  They might also see evidence of wilder ideas, like extra dimensions, but they&#8217;ll need years&#8217; worth of data to show that what they&#8217;re seeing is really evidence of an extra dimension &#8212; not just something that can be explained with what we already know. <em><br />
</em><strong><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/mcalpine_jan.JPG"><img class="size-medium wp-image-1059 alignleft" title="mcalpine_jan" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/mcalpine_jan-300x225.jpg" alt="mcalpine_jan" width="300" height="225" /></a>Tell us a little bit about the success-story of your Science Raps. How did that happen, what were your biggest and most interesting successes with them?</strong></p>
<p>The success of the <a href="http://www.youtube.com/watch?v=j50ZssEojtM">Large Hadron Rap</a> was entirely unexpected. The <a href="http://www.youtube.com/watch?v=rjrASzgrt4c">N3UROCH!P</a> had been online for almost a year, and it had just over 600 views (614 is the number that sticks in my head).  What&#8217;s more, the Large Hadron Rap was almost a disaster &#8212; Will Barras had put together such a cool track, and the YouTube compression made it extremely irritating, fading it in and out.<br />
But it kept getting passed along anyway, and around 100,000 views, YouTube fixed the audio.  I had put it online just before I went on vacation, afraid that the <a href="http://lhcathome.cern.ch/lhcathome/">LHC</a> might start up and I&#8217;d miss the deadline I had set for myself.  By the end of the actual start-up week, with media attention from five continents it had over 2 million views.<br />
I&#8217;ve been surprised at how well it continues to do, getting over a thousand views almost every day.  It&#8217;s a success I think will be near impossible to replicate.<br />
I warned the folks building <a href="http://www.frib.msu.edu/">FRIB</a>, some of my former mentors and professors, that I couldn&#8217;t make any promises with the <a href="http://www.youtube.com/watch?v=677ZmPEFIXE">Rare Isotope Rap</a>, but though its progress is much slower, it has gone further than their previous web media outreach efforts even in its first month.<br />
We&#8217;ll see what happens with the black hole rap.  The project started back when there was a lot of talk about black holes, a lot of fear (and fear-mongering), but it met with so much difficulty that it came out much later than initially anticipated.  If people aren&#8217;t freaking out about black holes, that&#8217;s alright by me.  But if the hype starts up again, the rap is there to explain why there&#8217;s nothing to worry about.</p>
<p><strong>There are several translations too…</strong></p>
<p>Yeah! This is one of the most exciting things.  People have performed translations of the rap in Spanish, Portuguese, and German!  There were subtitling projects in French, Italian, and Dutch as well.  Also, the Spanish and German versions were just a couple of guys, over in Venezuela and Germany, who thought it was cool enough to share in their own language, and took it on as a spare-time kind of project.</p>
<p>That&#8217;s the best part for me, connecting with people who are just as enthusiastic, and happy to spend their own time communicating how fun and interesting science can be.</p>
<p><strong>Your videos are free and have been viewed millions of times. Is there any money in them too? Like, are there DVDs or CDs for sale? And if not why not?</strong></p>
<p>I keep getting these messages from YouTube about joining their partner program, which puts ads on videos and lets users earn money.  But there are two main problems: the ads, and the money.</p>
<p>I definitely have to put in the most time to make a video happen, but the dancers who also spend time behind the camera give their time too, and then there&#8217;s Will, doing the beats.  Or with the Rare Isotope Rap, there was a whole team behind that, camera people, animators&#8230;too complicated.  Besides, in the Black Hole Rap, I&#8217;ve borrowed a lot of content.  I&#8217;m a lot harder to sue when I have no money ;)</p>
<p>A few people have asked me why I don&#8217;t have an iTunes account or donation scheme set up.  I might look into the iTunes idea&#8230;I give away the tracks to whoever wants to download them, because the main thing is to spread the word, but it would be interesting to see if anyone would buy them as a sign of support.  Things&#8217;d be simpler with music only &#8211; just Will and me to worry about.</p>
<p><strong>You write the lyrics and perform them. Have you a hand in the composition of the music too?</strong></p>
<p>Not since N3UROCH!P, and most would say that&#8217;s a good thing!  I like what Will does, and except for the Rare Isotope Rap, where we were funded for the project, he makes the tracks in his spare time.  Occasionally, I have some request or other, but he&#8217;s really easy to work with.</p>
<p><strong>Who are your collaborators on the raps?</strong></p>
<p>So many!  Backup dancers come from wherever I happen to be&#8230;other interns at 1 Physics Ellipse for the N3UROCH!P, summer of 2007, communications interns at CERN during the spring of 2008 for the Large Hadron Rap.  Actually, I wound up marrying one of them (<a href="http://barras.biz/">Colin Barras</a>, Louis zoomed in on him at 3:00 in the LHR), which makes Will my brother in-law&#8230;.</p>
<p>Apart from the students and profs who had contributed moves to the Rare Isotope Rap, there was Geoff Koch, who pushed to get me hired, Karl Gude, who drew the innards for the targeted radiotherapy and supervised the student animators John Allison and Matthew Bambach, and Amol Pavangadkar who supervised the filming by students Adam Rademacher and Josh Farris, and the editing which was taken on by Adam.  Much bigger production, as you can see.</p>
<p>The Black Hole Rap was more like the Large Hadron Rap, only some of the interns had moved on.  But, some Colombians from CMS joined in the fun &#8212; they&#8217;d danced on stage with me in the autumn of 2008.</p>
<p><strong>What are the reactions to your Raps, especially in the science community?</strong></p>
<p>Mostly, the reaction is good.  People like the raps and like the way that they help spread the word with a five minute summary, introducing ideas that seem so tough that a lot of people are afraid to try to understand.  I think that&#8217;s what the raps have been best at: getting over that little wall people build when they think a topic is just plain beyond their comprehension.</p>
<p><strong><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/Logo_CERN.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-1066" title="Logo_CERN" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/Logo_CERN-300x300.gif" alt="Logo_CERN" width="270" height="270" /></a>You do part of the shooting inside of CERN – what are the reactions there?</strong></p>
<p>Oh, even the second time around some were a little skittish of letting us into the caverns.  The first time I tried getting permission, asking to film a rap video in the cavern, I got a request for more information from the head of the press office.  But in the end, we respect safety regulations, and we have supervisors who make double-sure we don&#8217;t get ourselves into trouble.</p>
<p><strong>Your new video is out but hasn’t been viewed by that much people yet, does it need more publicity? And why are the subtitles hidden? They seem to be very helpful for most people.</strong></p>
<p>The subtitling is really helpful, but like I said, this film has been a struggle all the way.  Because iMovie HD&#8217;s subtitling scheme doesn&#8217;t have the flexibility of Windows Movie Maker, I opted to make a subtitle file instead. The advantage is that you can turn it off if you don&#8217;t like it, and I could have multiple language options if others started translating again.</p>
<p>The disadvantage, as you discovered, is that not all people realize that there is an option for closed captions!</p>
<p><strong>You are a science writer. How do you view your Raps, information, entertainment, education? What’s your aim?</strong></p>
<p>I think my raps are very good for information and education value, at least to the extent that is possible in five minutes or less!  Entertainment, now that&#8217;s a subjective issue.  I think they&#8217;re entertaining to make, and I have on several good authorities that they&#8217;re entertaining to watch.</p>
<p>The aim is to goof off and have some fun with science.  Trying to convey our enthusiasm is just as important as conveying the information, which is something that all the science rappers I&#8217;ve talked to seem to agree on.</p>
<p><strong>Do you have music plans outside of Science Raps?</strong></p>
<p>Not really.  I used to play the piano, and I&#8217;m waiting for the day I stay put long enough to get one of my own!  I also play the pennywhistle from time to time (hence some of my YouTube favorites).</p>
<p><strong>How often do you perform as a Rapper?</strong></p>
<p>Not very!  I performed three times in 2008, at the CMS, ATLAS, and LHC start-up parties.  Then last year, I rapped along with eight other physicists at the event which marked the end of Peter Jenni&#8217;s 16 years as Spokesperson of ATLAS.  And the last was at a nuclear conference just after we finished the Rare Isotope Rap in June.</p>
<p><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/CERN"></a></strong></p>
<div id="attachment_1060" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/CERN"><strong> </strong></a><strong><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/cern.jpg"><img class="size-medium wp-image-1060" title="cern" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/cern-300x195.jpg" alt="ATLAS (Foto by Image Editor)" width="300" height="195" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">ATLAS (Foto by Image Editor)</p></div>
<p><strong>CERN prepares for the next round. What&#8217;s the current plan and goal?</strong></p>
<p>As far as I can tell, the plan is to start sending beams around in mid-late February, slowly working up in energy.  Since a trillion electron volts doesn&#8217;t mean much, I&#8217;ll just say that 1 TeV beams is the top energy of the last big accelerator built, the Tevatron at Fermilab.</p>
<p>The first goal for this year is 3.5 TeV beams, which means there will be 7 TeV energy in the proton collisions.  So far, they&#8217;re aiming for around the 25th of March.  They&#8217;ll run for a while with beams at this energy, letting the experiments collect the first real set of ground-breaking data.  Then in May, they&#8217;ll try to bring the energy up further &#8212; how much further will be decided in early February.  They&#8217;ll run like that until mid-October, when they&#8217;ll start setting up for lead ion collisions.  Those should happen through November, and in December, everyone will be ready for a rest.</p>
<p>This is just the current schedule &#8212; sometimes things go faster, like the progress last year, and sometimes, a problem slows things down&#8230;  With all the upgrades to the magnet safety system, though, we hope the machine is safeguarded against any more serious damage!</p>
<p><strong>About the <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Higgs-Boson">Higgs boson</a> &#8211; some say if CERN proves it doesn&#8217;t exist particle science had to start from scratch. Is this true?</strong></p>
<p>Well, the theoretical framework that makes sense of all the particles and forces would need a major overhaul.  The Standard Model, the name for that framework, is a lot like a puzzle with just a couple missing pieces.  The Higgs boson is arguably the most important of these missing pieces &#8212; there&#8217;s no other explanation for why anything has mass, substance.</p>
<p>If it doesn&#8217;t exist, then the Standard Model says that the W and Z bosons, which handle the weak force, should be massless like the photon, which handles light, electricity, and magentism.  But in reality, the W and Z bosons are over eighty times the mass of a proton!  We&#8217;d need some other explanation.</p>
<p><strong>And if they find it, the problems of atomic particles are solved for all time? And what would CERN try to do next?</strong></p>
<p>Ha!  Name a physicist who said that ;)  CERN would keep working on the other problems. Like dark matter and energy, supersymmetry, quark-gluon plasma, extra dimensions, why the universe is made of matter and not much antimatter, what antimatter is like (they&#8217;ve got a dedicated accelerator for this), and why neutrinos can change from shapeshift from one kind to another if you give them enough time (for this one, they&#8217;ve got a beam of neutrinos headed for another lab in Italy&#8217;s Gran Sasso).  There are plenty of other puzzles to solve!</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_1064" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><strong><strong><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/58061455_109c1ab074.jpg"><img class="size-medium wp-image-1064" title="58061455_109c1ab074" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/02/58061455_109c1ab074-300x225.jpg" alt="Foto: Max Braun" width="300" height="225" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Foto: Max Braun</p></div>
<p><strong>Okay, now finally tell us why we are not going to be eaten by a CERN-created Black Hole!</strong></p>
<p>Didn&#8217;t you watch the rap? First, we&#8217;re pretty sure <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Stephen_Hawking">Hawking</a>&#8217;s right about his <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Hawking_radiation">Hawking radiation</a>.  All over the universe, on a tiny scale, particles are popping in and out of existence with their antimatter twins.  These pairs are created at the edges of black holes, too.  I think of them as &#8220;borrowing&#8221; energy from the universe.  Away from the black hole, the particle and anti-particle would meet again and repay their debt.  But if one of the pair falls into the black hole while the other jets away, then the black hole has to pay for them, losing energy.  From a distance, it looks like the black hole emitted a particle.</p>
<p>A big, well-fed black hole can continue to grow despite this effect, but the tiny ones made in the LHC will have a tough time accumulating anything.  They&#8217;ll lose mass to this effect very quickly, evaporating away, but hopefully, they&#8217;ll leave the physicists a signature in the detector.</p>
<p>I glossed over this in the rap because it&#8217;s easier to understand that we&#8217;re constantly under bombardment from cosmic rays, and a whole lot of them hit the earth every day.  Ultra high energy cosmic rays have energies over a million times higher than the LHC&#8217;s collision energies.  Over a single square kilometer of Earth, they&#8217;re estimated to come once a century.  But the earth is so huge that over the whole of the planet, we should get about 800 per second.  If there was going to be a dangerous black hole created by a particle collision, it should have happened right in our atmosphere by now.</p>
<p>But some people argue that the black holes from cosmic rays wouldn&#8217;t get stuck on the earth, they&#8217;d just fly off elsewhere, even right through the planet.  And maybe that&#8217;s true, but one place they couldn&#8217;t escape is a neutron star.  If a tiny black hole was created on one of these super-dense stars, it wouldn&#8217;t be able to fly on through.  It would be trapped among tightly-packed neutrons, which it would then consume until the neutron star became a black hole.  This process would happen so readily that we shouldn&#8217;t see neutron stars at all.  But we do.</p>
<p>Three good reasons not to worry.</p>
<p><strong>Something you would like to add?</strong></p>
<p>Just a note on the black holes &#8212; I put in the last verse of the black hole rap after talking to a physicist who took it rather personally that so many believed that he and his colleagues would put the planet in danger.  Sometimes, I think there is this perceived disconnect, like scientists who do very technical work aren&#8217;t like ordinary people.  It&#8217;s a &#8220;mad scientist&#8221; they imagine destroying the world for the sake of an experiment. And of course there are eccentrics, but most of these physicists have friends, spouses or partners, children &#8212; they&#8217;re as invested in their lives as they are in their work.  They wouldn&#8217;t do something that would actually put the planet at risk.</p>
<blockquote><p><strong>DIE FAKTEN</strong></p>
<p>Katherine (Kate) McAlpine, auch bekannt als „Alpinekat“, 24, Amerikanerin, geboren in Cedar Rapids, Iowa, verheiratet, lebt in den USA und der Schweiz. Sie ist studierte von 2003-2007 an der Michigan State University, wo sie einen doppelten Abschluß in Physik und profesionellem Schreiben machte. Sie arbeitet derzeit als E-Journalist und Webmaster für das ATLAS -Projekt in CERN und als freie Wissenschaftsautorin.</p>
<p>Darüber hinaus gibt es mittlerweile vier Wissenschafts-Raps auf YouTube, die sie auch live performt und über die sie auch Vorträge hält, wie etwa 2008 bei der SciCom in Wien.</p>
<p><a href="http://www.katemcalpine.com/">www.katemcalpine.com</a></p></blockquote>
<p>Die deutsche Übersetzung erscheint &#8211; gekürzt &#8211; im <strong>WIENER</strong> Nr.343 (Februar / März 2010)</p>
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		<title>Grenzen setzen: Die Lehre aus der Krise</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2009/12/nowotny/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 18:36:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Havas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Er will sich nicht darauf verlassen, dass die Banken-Bosse aus der Krise gelernt haben. Er will sie an die Kandare nehmen - mit neuen, scharfen Regeln. Der Gouverneur der Nationalbank, Ewald Nowotny, im WIENER-Interview.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_586" class="wp-caption alignleft" style="width: 245px"><strong><strong><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2009/12/nowotny.jpg"><img class="size-medium wp-image-586" title="nowotny" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2009/12/nowotny-235x300.jpg" alt="Univ.-Prof. Dr. Ewald Nowotny (Foto: Ingo Pertramer)" width="235" height="300" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Univ.-Prof. Dr. Ewald Nowotny (Foto: Ingo Pertramer)</p></div>
<p><strong>Ist die Krise vorbei, sind wir noch mittendrin oder stehen wir doch erst am Anfang?</strong></p>
<p>Nun, es war eine wirklich schwere und gefährliche Krise mit Ausgangspunkt auf der Finanzseite. Mit einer Reihe von Ursachen wie Fehlentwicklungen im Bankenbereich durch mangelnde Regulierung. Das hat bis zur Gefahr einer Funktionsunfähigkeit des ganzen Bankwesens geführt. Durch einen Massiveinsatz der Notenbanken und der Finanzpolitik ist es gelungen, diese gefährliche Situation zu überwinden. Die Finanzkrise dürfte heute überstanden sein. Die Krise hat sich aber in den realwirtschaftlichen Sektor verlagert, mit einem weltweiten Rückgang des Wirtschaftswachstums. Da dürfte jetzt aber auch der Tiefpunkt erreicht sein, und wir stehen nun am Beginn eines – sehr langsamen – Aufschwungs. Das heißt, dass etwa Arbeitslosigkeit und Budgetdefizite noch weiter steigen werden. Das Ärgste dürfte jedoch überstanden sein, aber bis zu einer kompletten Normalisierung wird es noch einige Zeit dauern.</p>
<p><strong>Was meinten Sie mit gefährlicher Situation?</strong></p>
<p>Eine Weltwirtschaftskrise wie in den 1930er Jahren.<br />
Damals haben Notenbanken und Finanzwesen falsch reagiert und massenweise Bankenzusammenbrüche zugelassen. Das hat zu einem massiven Einbruch der Wirtschaft und zu Massenarbeitslosigkeit geführt. Im aktuellen Krisenfall war das Grundthema aller Finanzpolitiker jenes, dass wir eine Krise wie in den  1930er Jahren um jeden Fall verhindern müssen.<br />
Das ist auch gelungen. Insofern war das vergangene Jahr eines der wenigen Beispiele, wo die Wirtschaftspolitik aus der Vergangenheit gelernt hat.</p>
<p><strong>Aber hat sie wirklich gelernt? Es sieht so aus, als würde man jetzt einfach weitermachen wie vorher.</strong></p>
<p>Ich glaube, die Wirtschaftspolitik hat gelernt.<br />
Ob die Banker gelernt haben, das wird sich erst zeigen. Wobei man nicht zu sehr auf einen Lernprozess der Banker vertrauen sollte, sondern es braucht eine bessere, umfassendere Regulierung.</p>
<p><strong>Kann die Politik oder können Regierungen das überhaupt? Oder sind die nicht alle sowieso in der Geiselhaft der Konzerne und Großunternehmen?</strong></p>
<p>Natürlich gibt es Lobbys. Aber es wäre zu pessimistisch gedacht, dass wir wirklich nur mehr fremdgesteuert wären. Es gibt auch schon konkrete Vorschläge für neue Regulierungen, für bessere Aufsichtsverfahren. Aber das sind natürlich alles mühsame Prozesse. Wir werden als Ergebnis keine perfekte Welt haben, aber doch eine bessere.</p>
<p><strong>Im letzten WIENER meinte Kurt Rothschild, man könne durchaus auch radikalere Dinge andenken. Wie die Rückkehr zu reinen Regionalbanken, das Verstaatlichen von Banken&#8230;</strong></p>
<p>Das sind interessante Gedanken. Aber ich halte sie ehrlich gesagt nicht für sehr realistisch. In der Krise ist es ja auch tatsächlich zum Teil zu massiven Verstaatlichungen gekommen, gerade auch in den USA. Aber das ist kein Dauerinstrument, es ist ein Kriseninstrument. Auf Dauer wären starke Regulierungsmechanismen wichtiger.</p>
<p>Es scheint derzeit so, wenn Institutionen schlechter funktionieren, wenn sie sich zu sehr vom Staat abkoppeln, siehe ÖBB .</p>
<p><strong>Ist in der letzten Zeit vielleicht zu stark privatisiert worden?</strong></p>
<p>Es gibt in der wirtschaftshistorischen Welt in Sachen Verstaatlichung Wellenbewegungen. In den letzten Jahren war die Tendenz zur Deregulierung und Privatisierung in manchen Bereichen überzogen. Gerade im Bankensektor. Je nachdem hat sich die Bankenkrise in den einzelnen Ländern durchaus unterschiedlich ausgewirkt.<br />
Die USA hatten als Folge einer massiven Deregulierungspolitik, die verbunden war mit ideologischen Vorstellungen, eine massive Krise. Schon das Nachbarland Kanada hat eine wesentlich stärkere Regulierungspolitik und eine wesentlich geringere Krise erlebt. Diese Dinge sind nicht quasi wie Naturgewalten, sondern haben schon zu tun mit wirtschaftspolitischer Gestaltung.</p>
<p><strong>War das alles wirklich so unvorhersehbar? Es gab doch immer wieder Warner etwa aus Nicht-Regierungsorganisationen, zum Beispiel Attac&#8230; Haben die, die es wissen hätten sollen, es nicht gewusst?</strong></p>
<p>Es hat warnende Stimmen gegeben, dass sich hier Ungleichgewichte und Blasen entwickeln. Der Punkt war eben der, welche Schlussfolgerungen ziehe ich daraus. Gerade in einem sehr profitgesteuerten System, wie dem amerikanischen Bankensystem, hat natürlich die Tendenz bestanden es quasi zu weit zu treiben. Der damalige Generaldirektor der Citibank Charles Prince sagte: Solange die Musik spielt, muss man tanzen. Das hat sich als Fehler erwiesen. Sein Argument war, hätte ich es nicht gemacht, wären meine Gewinne geringer gewesen und meine Aktionäre hätten mich verjagt. Das Problem war daher, dass überzogene Gewinnerwartungen das Handeln der Manager bestimmten. Das ist sicherlich eine der Lehren, die wir aus dieser Krise ziehen müssen.</p>
<p><strong>Hilft diese Krise dem scheinbar unaufhaltsamen Vormarsch von neuen Wirtschaftsmächten wie China?</strong></p>
<p>Asien hat sich aktuell sicherlich sehr viel besser geschlagen und hat daher einen Wettbewerbsvorteil, und der wird auch genutzt. Es gibt einen unübersehbaren Bedeutungszuwachs der ostasiatischen Staaten, auch einen entsprechenden Zuwachs an Selbstbewusstsein. Von den zehn größten Banken der Welt sind vier bereits chinesische Banken. Da ist schon ein Strukturwandel unterwegs, den wir in den einzelnen Auswirkungen wahrscheinlich derzeit noch gar nicht abschätzen können.</p>
<p><strong>War die Krise in Österreich so stark wie in anderen Ländern? Oder hat man sich mehr zu Tode gefürchtet?</strong></p>
<p>Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen haben uns vergleichsweise weniger getroffen. Die österreichischen Banken waren nicht so stark in sogenannte „toxic assets” engagiert, waren aber natürlich betroffen von den allgemeinen Auswirkungen. Hier haben wir als Notenbank massiv und rasch reagiert und de facto eine Zeit lang den<br />
Geldmarkt ersetzt und die Banken gestützt. Dadurch hat in Österreich kein einziger Sparer auch nur einen Euro verloren. Für Österreich war es auch von enormem Vorteil, dass wir Mitglied der Eurozone sind. Weil wir damit nicht Opfer spekulativer Attacken sein können. Gerade jetzt hat sich gezeigt, dass selbst Staaten, die eine gesunde Wirtschaftspolitik betreiben, wie zum Beispiel Dänemark oder Schweden, auch massiven Attacken ausgesetzt waren und letztlich auch unterstützt werden<br />
mussten. Hier hat sich für Österreich als kleines Land der Euro als Schutzschild enorm bewährt.</p>
<p><strong>Werden diese ganzen undurchsichtigen Finanzmodelle wieder aufblühen?</strong></p>
<p>Es gibt immer eine Art Spiel zwischen Regulatoren und sehr findigen und gut bezahlten Investmentbankern, die neue Modelle entwickeln. Unser Weg wird jener sein, zu erzwingen, dass, je komplexer und je schwieriger solche Modelle sind, eine umso höhere Kapitalhinterlegung erforderlich ist. Damit es nicht mehr möglich ist bei geringem Eigenkapital große Räder zu drehen.</p>
<p><strong>Wer bezahlt die Krise? Sollte das nicht die Finanzwirtschaft tun, etwa durch Tranksaktionssteuern anstelle im Nachhinein den unschuldigen Steuerzahler zu belasten, um die Defizite auszugleichen?</strong></p>
<p>Hätte man nicht interveniert, wäre es eine Weltwirtschaftskrise geworden, die alle mitgerissen hätte. Daher lautet die Frage eher: Wer zahlt für die Krisenvermeidung? Denn die war im Interesse aller. Wir sehen in allen Staaten, dass als Folge der Krise die Staatsdefizite massiv hinaufgehen. Das ist in der Krise auch notwendig, aber nicht als Dauerzustand. Die Fragen nach dem Bezahlen für die Krise wird dann eintreten, wenn es darum geht, diese Budgetdefizite abzubauen. Und da geht’s letztendlich um die Entscheidung, inwieweit man das über die Ausgabenseite, bzw. inwieweit man das über die Eingabenseite macht.</p>
<p><strong>Was soll ein normaler Sparer oder auch Anleger tun? Gold kaufen? Sparbücher anlegen? Oder trotzdem wieder am Aktienmarkt oder in andere Formen investieren?</strong></p>
<p>Es steht mir nicht zu, als Notenbankgouverneur Anlagetipps zu geben. Allerdings habe ich eine sehr klare Meinung, dass die Inflationsfurcht, die von manchen genährt wird, zumindest im Euro-Raum nicht berechtigt ist. Die Zielsetzung der europäischen Zentralbank ist breite Stabilität.</p>
<p><strong>Wo legen Sie selbst Ihr Geld an?</strong></p>
<p>Ich bin vor kurzem erfreulicherweise Großvater geworden und habe meiner Familie beim Erwerb einer Wohnung geholfen. Das ist die schönste Geldanlage, die man sich überlegen kann.</p>
<p><strong>Sie haben einen bekannt wechselvollen Werdegang, vom Universitäts- bis zum Bankensektor und politischem Engagement. Sie konnten die Wirtschaft von ganz verschiedenen Seiten sehen und mitgestalten. Was war am interessantesten?</strong></p>
<p>Man muss Unterscheiden zwischen Spaß und interessant. Persönlich am wohlsten habe ich mich immer in meiner Arbeit als Wissenschafter gefühlt. Am interessantesten ist sicherlich die Aufgabe, die ich jetzt hier habe. Es natürlich schon faszinierend, eine solche makroökonomische Herausforderung hautnah zu erleben. Insbesondere, weil ich ja eben nicht nur Gouverneur der Österreichischen Nationalbank bin, sondern in dieser Funktion auch Mitglied des Rates der Europäischen Zentralbank und daher in einem der wichtigsten geldpolitischen Entscheidungsgremien der Welt mitwirken kann. Das ist schon eine sehr faszinierende Aufgabe. Es ist zwar nicht so, dass ich unbedingt das Abenteuer suche, aber wenn es kommt, bin ich bereit, mich damit auseinanderzusetzen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Die BAWAG-Aufgabe war ja sicher auch nicht unspannend.</strong></p>
<p>Ja. Aber auch da habe ich die Spannung nicht gesucht, aber man kann es sich nicht immer aussuchen.</p>
<p><strong>Es gibt ja immer wieder Leute, die sagen, das mit dem Geldmarkt kann überhaupt nie wirklich gut funktionieren. Kehren wir doch zurück zum Tauschhandel.</strong></p>
<p>Das sind zwar liebenswerte Ideen, aber sie sind meines Erachtens völlig unrealistisch und auch nicht wünschenswert. Geschichtlich gesehen sind Hochkulturen immer mit entwickelten Geldmärkten verbunden. Nur durch den Geldmarkt ist eine arbeitsteilige Wirtschaft in größerem Maße möglich. Ich würde sagen, Geldmärkte sind ein wichtiger Teil der Kulturleistung, aber sie müssen eben kontrolliert werden.</p>
<p><strong>Ihre Funktion läuft bis 2013. Planen Sie darüber hinaus Gouverneur zu bleiben? Oder gibt es andere politische oder sonstige Funktionen, die Sie noch anstreben würden?</strong></p>
<p>Historischgesehen haben Notenbanker eine erfreulich hohe Lebenserwartung. Aber wie ich das nutze, dafür habe ich noch Zeit zu überlegen. Aber Ich fühle mich jetzt hier sehr wohl und zähle im internationalen Vergleich eher zu den jüngeren Zentralbankern.</p>
<blockquote><p><strong>DIE FAKTEN</strong><br />
Univ.-Prof. Dr. Ewald Nowotny, 65, geboren in Wien, verheiratet, ein Sohn, ist seit September 2008 Gouverneur der <a href="http://www.oenb.at">Österreichischen Nationalbank</a> und Mitglied des Rats der Europäischen Zentralbank. Davor war er (unter anderem) Generaldirektor der BAWAG P.S.K.-Gruppe, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank, Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat und Vorsitzender des Finanzausschusses, ordentlicher Professor an der Wirtschaftsuniversität Wien sowie deren Vizerektor.</p></blockquote>
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		<title>Die rote Erleuchtung</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 23:44:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Havas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[
Seit drei Jahren meditiert die Arbeitsgruppe „Red Buddha“ in der SP-Zentrale in der Löblstraße. Ihr Ziel: sozialer Fortschritt und mehr Weisheit für die Politik.
Diese Story ist die vielleicht größte Sensation des Jahres: Der Austro-Sozialismus, traditionellerweise auf dem dunklen Irrweg des Atheismus unterwegs, öffnet sich für das Göttliche! Allerdings verlassen die frei gewordenen roten Geister den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-288 alignleft" title="redbuddhalogo" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2009/10/redbuddhalogo-246x300.jpg" alt="redbuddhalogo" width="246" height="300" /></p>
<p>Seit drei Jahren meditiert die Arbeitsgruppe „Red Buddha“ in der SP-Zentrale in der Löblstraße. Ihr Ziel: sozialer Fortschritt und mehr Weisheit für die Politik.</p>
<p>Diese Story ist die vielleicht größte Sensation des Jahres: Der Austro-Sozialismus, traditionellerweise auf dem dunklen Irrweg des Atheismus unterwegs, öffnet sich für das Göttliche! Allerdings verlassen die frei gewordenen roten Geister den Boden katholischer Tradition und fliegen in fernöstlichere Kultur-Gefilde: „Red Buddha“ heißt die SP-Arbeitsgruppe, die von den Genossen Heinz Vettermann und Michael Eisenriegler gegründet wurde. Und in der nicht zuletzt für einen grundsätzlichen Wandel in der Politik meditiert wird – denn das machen Buddhisten, klassisches Beten und Kerzerlanzünden ist ihre Sache nicht. Im WIENER erklären die beiden spirituellen Vorreiter, wie der Sozi-Buddhismus zustande kam – und wohin er führen soll.<span id="more-200"></span><br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Wie kam es zur Gründung von „Red Buddha“?</strong></p>
<p><strong>Michael Eisenriegler: </strong>Angefangen hat es vor drei Jahren damit,<br />
dass wir festgestellt haben, dass wir einerseits Buddhisten sind und andererseits in der Wolle gefärbte Sozialdemokraten. Wir haben uns gefragt, was wir damit anstellen können, ein wenig recherchiert und entdeckt, dass das Thema Buddhismus und Politik ein interessantes aber weitgehend unbeackertes Feld ist. Also haben wir eine Arbeitsgruppe der Wiener Bildungsorganisation der SPÖ beantragt, die auch genehmigt wurde.</p>
<p><strong>Manche Leute bezeichnen Buddhismus als Religion, andere als Philosophie… Wie ordnet ihr euch da ein?</strong></p>
<p><strong>Heinz Vettermann: </strong>Diese Frage nach Religion oder Philosophie<br />
gibt es nur bei uns im Westen, weil wir hier streng monotheistisch denken, wenn wir über Religionen sprechen. Christentum, Islam, mit Einschränkungen Judentum bedeuten je ein Gott, eine Wahrheit. Taoismus und Buddhismus kennen keinen Schöpfergott und setzen mehr auf eigene Erfahrung, sind aber dennoch Religionen – weil es Antworten gibt.“</p>
<p><strong>ME:</strong> Man könnte sagen, Buddhismus ist eine Philosophie, die man auch als Religion betreiben kann. Persönlich habe ich alles gemacht, was hierzulande formal notwendig ist. Ich habe die Mitgliedschaft bei der „Österreichischen Buddhistischen Religionsgesellschaft“ und bin vor dem österreichischen<br />
Recht Buddhist.</p>
<p><strong>Und was hat das alles jetzt mit Sozialismus zu tun?</strong></p>
<p><strong>HV :</strong> Eigentlich noch nichts, aber der Buddhismus hat hilfreiche<br />
Ideen, um den Kampf für eine bessere Welt auch erfolgreich führen zu können. Weil es darum geht, dass man sieht, dass man zum einen die Gesellschaft ändern sollte, zum anderen aber auch sich selbst. In einfachen Worten: der Kampf gegen die Gier, das Loslassen einer rein materiellen<br />
Sicht. Was auch innerhalb einer politischen Partei gut ist, weil es etwa vor Korruptionsanfälligkeit bewahrt. Wir arbeiten in zwei Richtungen. Wir sagen innerhalb der Buddhisten, dass es sicher nicht genug ist, sich in irgendein<br />
Kloster zu setzen und das eigene Heil zu erreichen; und innerhalb der Sozialdemokraten, dass es schon gut ist, gewerkschaftlich zu kämpfen und für alle was herausholen zu wollen ? es geht aber auch darum, an sich selber zu arbeiten.</p>
<p><strong>ME:</strong> Diese Verbindung von Buddhismus und Sozialdemokratie ist nicht zwingend, aber es passt einfach sehr gut, es ist eine fruchtbare Verbindung. Es gibt auch Lehrreden des Buddhas, wo er sich selber sehr deutlich zu sozialen Problemen äußert. Nicht sehr viele unter den 84.000 Lehrreden, aber es gibt ein paar&#8230;<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Eine optische Frage: Ist es eigentlich Zufall, dass ihr beide schwarze T-Shirts anhabt?</strong></p>
<p><strong>ME:</strong>Der Heinz ist Zen-Buddhist, und bei den Zen-Buddhisten ist es eher die<br />
Tracht…Ich bin bei einer tibetischen Gruppe, die würden eher Rot oder Orange bevorzugen, aber nachdem ich kein Mönch bin und schon seit 20 Jahren schwarz trage…“ (lacht)</p>
<p><strong>HV :</strong> Es stimmt, dass im Zen schwarz, dunkelblau oder grau bevorzugt wird. Es soll nicht zu bunt werden, damit sich beim meditieren alle konzentrieren<br />
können. Bei mir ist es aber eher ein Überbleibsel aus einer existentialistischen Jugendphase.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Wie verläuft der Alltag eines sozialdemokratischen Buddhisten?</strong><br />
<strong>Steht ihr in der Früh auf und betet zweimal zu Buddha und dann zweimal zu Marx?</strong></p>
<p><strong>ME:</strong> Weder das eine noch das andere… (lacht)</p>
<p><strong>HV :</strong> Nein, aber ich versuche schon, täglich zu meditieren. Und ich investiere Zeit und Kraft in diese Richtung, rede darüber. Es bleibt eben nicht<br />
im Privaten.</p>
<p><strong>ME:</strong> Wir haben auch gemerkt, dass es in der Sozialdemokratie und ihrem Dunstkreis offensichtlich ein großes Bedürfnis gibt, etwas über Buddhismus<br />
zu erfahren. Heinz hat vor langer Zeit einmal eine Exkursion „Buddhismus in Wien“ angekündigt, eine dreistündige Bustour zu buddhistischen Plätzen in Wien, und da hatten wir 200 Anmeldungen! Diese Exkursionen haben<br />
mittlerweile zehn, fünfzehn Mal stattgefunden, jedes Mal mit 30 bis 70 Leuten. Nachdem die Sozialdemokratie traditionell ja nicht religiös ist, Menschen ab 40 aber üblicherweise dennoch anfangen, sich die letzten Fragen zu stellen, ist es auch ein interessantes Angebot für Leute, die spirituelle Antworten wollen, ohne gleich die ganze Schöpfungsgeschichte mit einkaufen zu müssen. Andererseits sind wir für die Buddhisten ein interessanter Anknüpfungspunkt in Richtung Politik. Das heißt, wir erfüllen<br />
auch eine Art Übersetzungsfunktion.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Wie viele Menschen kommen zu den Treffen – und was passiert da?</strong></p>
<p><strong>ME:</strong> Zu den Arbeitsgruppentreffen, normalerweise zwei Mal im Monat, kommen so zwischen 10 und 15 Leute. Typischerweise beginnen wir mit einer kurzen Meditation zur Einstimmung. Dann gibt es immer ein Thema pro Abend, das in ein, zwei Vorträgen abgehandelt wird und eine anschließende Diskussion. Und dann gehen wir in sozialdemokratischer Manier ins Wirtshaus.</p>
<p>Gelegentlich haben wir auch größere Veranstaltungen, da kommen dann zwischen 30 und 100 Leute.</p>
<p><strong>HV :</strong> Wir sind nicht sehr expansiv eingestellt. In unserem Kulturkreis<br />
denkt man bei Religion immer an Missionierung. Das macht der Buddhismus nicht, er bietet sich nur an. Man muss sich schon aktiv dafür interessieren. Wenn man einen Lehrer will, muss man dem nachlaufen und ihn überzeugen, dass er einen akzeptiert.</p>
<p><strong>ME:</strong> Was wir schon versuchen, ist zu kooperieren. Zum Beispiel haben<br />
wir mit dem sozialdemokratischen Wirtschaftsverband gemeinsam ein Seminar gemacht zum Thema „Buddhismus und Wirtschaft“, mit einem sehr hochrangigen buddhistischen Unternehmensberater. Eine sehr spannende<br />
Geschichte. Wir haben auch einen Artikel, „Buddha, Marx und die Krise“ für das „Glocalist Magazine“ geschrieben, wo wir versucht haben die Wirtschaftskrise einmal aus buddhistischer Sicht zu sezieren.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Weil wir schon bei den Heiligen sind: Was hätte Kreisky über euch gesagt?</strong></p>
<p><strong>ME:</strong> Schwer zu sagen. Ich glaube, er hätte milde gelächelt.</p>
<p><strong>Und was sagt Michael Häupl zu euch?</strong></p>
<p><strong>ME:</strong> Das weiß ich nicht, aber in der Wiener SPÖ gibt es freundliches Interesse<br />
an unseren Aktivitäten.</p>
<p><strong>HV :</strong> Vizebürgermeisterin Renate Brauner hat uns sogar einmal aus dem Urlaub eine rote Buddha-Statue mitgebracht…</p>
<p>(Bild: <em>©</em><a href="http://www.redbuddha.at">Red Buddha</a>)</p>
<blockquote><p><strong>Die Fakten</strong><br />
Buddha und die Sozialisten<strong><br />
</strong></p>
<p><strong>Heinz Vettermann</strong>, 52, ist Abgeordneter zum Wiener<br />
Landtag und Mitglied des Gemeinderates der Stadt Wien, er ist<br />
u.a. Vorsitzender des Vereines der Wiener Jugendzentren und<br />
der SPÖ-Josefstadt. Daneben Tätigkeiten als Trainer und Coach<br />
in den Bereichen Kommunikation, Motivation und Meditation.</p>
<p><strong>Michael Eisenriegler</strong>, 45, ist Mitbegründer der ersten<br />
österreichischen Online-Community Blackbox (seit 1992,<br />
www.blackbox.net), Geschäftsführender Gesellschafter von<br />
„MediaClan“ (Gesellschaft für Online-Medien), Proponent und<br />
Vorstandsmitglied der IS PA (Internet Service Provider<br />
Austria), Lektor an der Uni-Wien und Mitglied des Vorstands<br />
der Österreichisch-Mongolischen Gesellschaft OTSCHIR .</p>
<p><a href="http://www.redbuddha.at">www.redbuddha.at</a></p></blockquote>
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		<title>Date mit Verführung</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 22:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Havas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesestoff]]></category>
		<category><![CDATA[NetzLESEN]]></category>
		<category><![CDATA[Sex zum Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Web20]]></category>

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		<description><![CDATA[Date mit Miss Verführung: Eine Salzburger Edelprostituierte verrät auf Twitter intime Details ihres Lebens. Der WIENER hat die 23-Jährige getroffen - und eine außergewöhnliche junge Frau kennengelernt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Date mit <a href="http://twitter.com/verfuehrung">Miss Verführung</a>: Eine Salzburger  Edelprostituierte verrät auf Twitter intime Details ihres Lebens. Der WIENER hat  die 23-Jährige getroffen &#8211; und eine außergewöhnliche junge Frau  kennengelernt.</p>
<p>Sie kommt im kleinen Schwarzen. So wie einst Audrey  Hepburn in „Frühstück bei Tiffany“. Sehr schlank, trotz der High Heels immer  noch zierlich. Und sie ist sehr, sehr attraktiv. Auf Twitter nennt sie sich  „Verführung“ und verführerisch ist das „23-jährige Callgirl aus Leidenschaft“  zweifellos.<span id="more-63"></span> Und, das wird sofort klar, sie ist absolut authentisch, in jeder  Hinsicht. Alles, was sie in ihren 720 Tweets beschreibt, ist wahr, jeder Zweifel  darüber ist im ersten Moment der Begegnung, Pardon, verpufft.</p>
<p>Sie ist  also tatsächlich das autonome und selbstständige junge Callgirl mit Lust an  ihrem Beruf, als das sie sich im Internet präsentiert. Und deren private und  berufliche Einsichten und Erkenntnisse von rund 1.000 registrierten Followern  auf Twitter verfolgt werden. „Eher mehr Deutsche als Österreicher, eher mehr  Männer als Frauen, aber ziemlich gemischt“, beschreibt sie ihre Gefolgschaft.  Und besonders Frauen, auch gerade die verheirateten mit Kindern, melden sich  oft, sind neugierig, wollen mehr über ein Leben erfahren, das von ihrem Dasein  so weit, weit weg ist.<img class="aligncenter size-full wp-image-295" title="twitt1" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2009/10/twitt1.jpg" alt="twitt1" width="350" height="233" /></p>
<p>Miss Verführung ist zweifellos außergewöhnlich.  Sie wirkt ein wenig scheu wenn sie lächelt – als ob es ihr peinlich wäre, von  einem Mann angesprochen zu werden. Sie zittert leicht wenn sie über ihren Beruf  spricht, bei manchen Episoden geht ihr Atem um eine Nuance schneller. Man ahnt  einen Hauch von Erregung unter ihrer vibrierenden Bauchdecke. In diesem  bittersüßen Geschöpf nehmen so ziemlich alle Mannerfantasien Fleisch und Gestalt  an, die Gott und tugendhafte Damen verboten haben: Lolita. Unschuldige Hure.  Geile Elfe. Ungezähmtes Freiwild. Ist sie das – die perfekte Prostituierte, die  saubere, selbstbewusste, so tabulose wie gut bezahlte Gespielin ohne jeden Makel  von Drogen und Kriminal?</p>
<p>Die junge Lady weiß wie sie wirkt – die  Prostitution will sie keinesfalls verherrlichen, sagt sie. Es gebe auch  Kolleginnen, die Not und Zwang ausgesetzt wären. Aber bei ihr ist das eben alles  etwas anders. Schon im Teenageralter, rund um die Zeit der ersten sexuellen  Erfahrungen, war die gut behütet und bürgerlich aufgewachsene Salzburgerin von  der Prostitution fasziniert. Und auch davon, es selber einmal zu probieren. Aber  dann kamen doch verschiedene Bildungs- und Ausbildungswege, eine Zeit als  Animateurin in Ferienclubs. Aber der Gedanke blieb. Bis sie mit 20 auf eine  Anzeige eines Escort Services stieß, sich bewarb und sofort genommen wurde. Doch  schon nach ein paar Wochen war ihr klar, dass die Arbeit für andere ihre Sache  nicht ist. Die Arbeit an sich aber schon&#8230;</p>
<p>Seitdem bewirbt sie sich  selbst im Internet mit Kleinanzeigen, in Foren, in Kontaktbörsen, managt sich  selbst, vom Erstkontakt, der immer über E-Mails läuft, bis zum finanziellen  Teil. Und sie wählt selbst aus. Ein Teil der Interessenten wird schon von ihren  Preisen abgeschreckt.</p>
<p>Denn die sind hoch, sehr hoch sogar. Für eine  Stunde verlangt sie Preise jenseits der 250 Euro. „In Wien habe ich fast keine  Kunden“, sagt sie, „hier ist die Konkurrenz zu hoch und das Preisniveau zu  niedrig.“</p>
<p>Alles gut und schön. <img class="alignright size-medium wp-image-296" title="twitt2" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2009/10/twitt2-200x300.jpg" alt="twitt2" width="200" height="300" />Wieso aber darüber Twittern? Zuerst gab  es einen privaten Account, wie der Millionen an­derer. Dann die Erkenntnis, dass  ihre andere Seite vielleicht interessanter wäre, ihr anderes Leben. Nie ging es  darum, Kunden zu angeln, sie wollte aus dem Milieu berichten, mit Klischees  aufräumen oder sie auch bestätigen, vielleicht Vorurteile abbauen. Außerdem:  „Ich schreibe generell sehr gerne, Schreiben ist etwas Befreiendes. Es tut gut,  gewisse Dinge auf Twitter abzuladen, mir von der Seele zu schreiben. Und es  macht auch einfach viel Spaß, sich mitzuteilen und Fragen zu beantworten!“ Das  bringt ihr durchgehend positives Feedback einer treuen Community.</p>
<p>Miss  Verführung hat für ein Callgirl ein teilweise erstaunliches Selbstverständnis.  „Dieser Job gibt mir persönlich sehr viel“, erzählt sie, „nicht nur das  Finanzielle, sondern es gibt mir auch für mein Selbstbewusstsein sehr viel. Ich  fühle mich durch das, was ich tu’, sehr stark. Wenn ich bei einem Kunden bin  oder von einem Treffen komm’, hab’ ich das Gefühl, ich bin unbesiegbar, ich kann  alles schaffen. Es ist einfach ein sehr wichtiger Teil meines Lebens.“ Nach eine  Pause und einer „normalen“ Beziehung im Sommer, macht sie seit kurzem wieder  weiter: „Die Leidenschaft ist doch noch wichtiger.“</p>
<p>Aber sie will die  Branche nicht verherrlichen. Sie weiß, dass ihr Job Gefahren birgt, und sie  weiß, dass es schwer ist, diese Welt wieder zu verlassen: „Gerade für mich ist  das wie eine Sucht. Das Geld, die Scheinwelt, die schöne Kleidung, die Treffen  mit meist niveauvollen Männern, Essen gehen, gute Gespräche führen, einen  schönen Abend verbringen.“ Nachsatz: „Aber es ist auch ein einsames Leben.“  Manchmal macht sie sich schon Gedanken, ob sie rechtzeitig den Absprung schaffen  wird, denn dass sie irgendwann abspringen wird, steht für Miss Verführung  fest.</p>
<p>Frauen, die überlegen in dieses Business einzusteigen, rät sie,  dies nicht nur wegen des schnellen Geldes zu tun: „Es kann schon viel kaputt  machen in einem.“ Bei ihr zwar noch nicht, aber „man gibt jedes Mal, wenn man  mit jemandem schläft, etwas von sich her, selbst wenn man versucht, das rein  mechanisch zu machen.“ Wichtig in dem Job wären jedenfalls ein starke  Persönlichkeit, sich nix gefallen zu lassen, sich durchsetzen zu können. Ebenso  wichtig seien bestimmte Prinzipien, sich nicht auf Feilschen einzulassen, nicht  auf Kondome zu verzichten. Und schon bei der Auswahl der Kunden aufpassen. „Denn  Risiko ist immer dabei.“</p>
<p>Text: <a href="https://www.xing.com/profile/Harald_Havas">Harald Havas</a> / Fotos: <em>©</em><a href="http://www.abzug.at/">Marco Rossi</a></p>
<p><strong>@Verfuehrung-Tweets zum Nachlesen:</strong></p>
<blockquote><p>Heut Abend geht‘s zu einem  Stammkunden. Schickes Pent­house, ausgelassene Stimmung&#8230; Jedesmal Urlaub vom  Alltag für mich.       2/11/2009 15:08</p></blockquote>
<p style="text-align: left;">
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Immer diese Anfragen betr.  Blowjobs im Auto. Ist das nicht billig? Einsteigen. Blasen. Aussteigen. Fertig.  :-#              2/27/2009 21:50</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">
<blockquote><p>Auf zum Treffen mit T. Er klang ganz  sympathisch am Telefon, meinte aber auf „ausdauernden Sex“ zu stehen. Das klingt  nach Arbeit. ;-)                3/2/2009 17:34</p></blockquote>
<p style="text-align: left;">
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Ich mag diese  Stundenhotels nicht. Bunte Bettwäsche, zusammengewürfeltes Mobiliar, muffeliger  Geruch. Wie bei Tante Gertrud im Schlafzimmer.                3/2/2009  21:47</p>
</blockquote>
<blockquote><p>Monogamie eine Illusion? Wenn ich „meinen“ Männern so zuhöre  scheint es mir so. In meinem Job wird man Realist.    3/2/2009 23:33</p></blockquote>
<blockquote><p>M.  alias Dirty Talk will mich heute sehen. Treffen nur des Geldes wegen und somit  meinen Prinzipien untreu werden? Unmotiviert. Lustlos.    3/4/2009  05:38</p></blockquote>
<blockquote><p>Tiroler hatte heute keine Lust zu verhüten. Nach dem zweiten nicht  akzeptierten Nein bin ich aufgestanden und hab das Hotelzimmer  verlassen.          3/5/2009 03:00</p></blockquote>
<blockquote><p>In diesen Mittagspausen  Quickies kommt sowieso kaum Stimmung auf. Zeitdruck. Auf Befehl geil sein. Ok,  vergessen. Das ist mein Job. Richtig?                3/6/2009  09:27</p></blockquote>
<blockquote><p>Wurde heute gefragt, ob man sich in diesem Job auch verlieben  kann. Ja. Passiert. Auch mir. #Berufsrisiko                3/8/2009  23:41</p></blockquote>
<blockquote><p>Ein Geschäftsmann meldet sich immer per SMS und erwartet dann,  dass ich 10 Min. später bei ihm im Büro bin. Sorry, Callgirl ist  flugunfähig.                3/9/2009 12:55</p></blockquote>
<blockquote><p>Freier K. riecht immer  extremst nach Schweiß. Kein Sex, er will sich nur an mir reiben. Danach stinke  ich genauso schlimm wie er. #Vollbad                3/9/2009 19:44</p></blockquote>
<blockquote><p>Wie  kann man(n) seinen Schwanz nur Jadestab nennen? :-O            3/10/2009  16:55</p></blockquote>
<blockquote><p>Gerade 30 Min. mit Stammkunde telefoniert. Auch er will nicht mehr  mit Kondom. Männer, was ist nur mit euch los? So geht das einfach  nicht.                3/13/2009 16:58</p></blockquote>
<blockquote><p>Kunde von gerade eben hat noch mal  angerufen. Seit unserem Telefonat hätte er einen Steifen. Und Kondom geht nun  doch in Ordnung, sieh an.    3/13/2009 17:40</p></blockquote>
<blockquote><p>In einer Stunde treffe ich  mich mit F., ein Hotelier. Auch ich profitiere vom österreichischen  Tourismus.    3/15/2009 11:46</p></blockquote>
<blockquote><p>@liebendig Dabei bin ich die  Unsicherheit in Person. Ich verdränge es nur.                3/15/2009  23:10</p></blockquote>
<blockquote><p>G. wollte heute dreimal, hat jedoch nach dem zweiten Höhenflug  eingesehen, dass das wohl nichts mehr wird. Ich war ihm sehr  dankbar.                3/16/2009 17:03</p></blockquote>
<blockquote><p>Follower meinten, Stundenhotel  würde sich immer so „dreckig“ anhören. Für jene bestimmten Häuser ist dieser  Ausdruck passend. Leider.     3/16/2009 17:15</p></blockquote>
<blockquote><p>Damals&#8230; „Geh vor die  Tür, nackt, läute an. Stell dich als schüchterne Nachbarstochter vor die ihr  Paket abholen will.“ #Rollenspiele                3/16/2009 20:29</p></blockquote>
<blockquote><p>Sollte  ich es eigenartig finden, wenn ein Kunde das benutzte Kondom als „Souvenir“  behalten möchte?        3/18/2009 17:12</p></blockquote>
<blockquote><p>14:00 Uhr Neukunde T.  Beschreibt sich selbst als attraktiven, offenen, reifen Herren. Also ein alter  Perversling mit Stirnglatze.                3/26/2009 11:38</p></blockquote>
<blockquote><p>Hab mich  getäuscht. T. war ein charismatischer, gutaussehender Mittvierziger, der  mich gekonnt zum Orgasmus geleckt hat. Danke T.                3/26/2009  16:58</p></blockquote>
<blockquote><p>Jedoch schaffte G. innerhalb einer gefühlten Minute, alleine durch  seine Zunge, dass ich 2x kam. Ist nicht mal meinem Ex geglückt. Sorry  M.                3/29/2009 01:49</p></blockquote>
<blockquote><p>Jeder Hausbesuch bei einem neuen  Kunden birgt ein großes Risiko. Ich weiß nie ob mir mein Traummann oder ein  Massenmörder die Tür öffnet.                4/6/2009 13:54</p></blockquote>
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		<title>Interview mit einer Suchmaschine (engl.)</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2009/09/wolfram-alpha/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 23:08:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Havas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[NetzLESEN]]></category>
		<category><![CDATA[Netzleben]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>

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		<description><![CDATA[www.wolframalpha.com - das ist die Adresse des potentiellen Google Killers, einer völlig neuen (weil semantischen) Suchmaschine, die den Beginn eines menschlicheren Webs einläuten soll. Wie das funktioniert, sagt Wolfram Alpha selbst - natürlich dem WIENER.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-194" title="wolfram alpha" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2009/11/wolfram-alpha-300x229.jpg" alt="wolfram alpha" width="240" height="183" /><a href="http://www.wolframalpha.com"></a></p>
<p><a href="http://www.wolframalpha.com">www.wolframalpha.com</a> &#8211; das ist die Adresse des potentiellen Google Killers, einer völlig neuen (weil semantischen) Suchmaschine, die den Beginn eines menschlicheren Webs einläuten soll.</p>
<p>Wie das funktioniert, sagt Wolfram Alpha selbst &#8211; natürlich dem WIENER.</p>
<p>Und er tut das mit erstaunlich viel Schmäh.</p>
<p>Text: Harald Havas / Illustration: Tim Möller-Kaya</p>
<p>Erschienen im WIENER Nr.338 / Sept. 2009<span id="more-193"></span></p>
<p><strong>Hello!</strong></p>
<p>Hello, human.</p>
<p><strong>What is your name?</strong></p>
<p>My name is Wolfram|Alpha.</p>
<p><strong>Do you speak German?</strong></p>
<p>I hope to learn many languages, but for now I only know English.</p>
<p><strong>Are you a robot?</strong></p>
<p>I am a collection of computers.</p>
<p><strong>Are you self-aware?</strong></p>
<p>I am capable of universal computation; that I can say.</p>
<p><strong>Do you exist?</strong></p>
<p>Cogito, ergo sum. (I think, therefore I am &#8211; according to Descartes)</p>
<p><strong>Your function?</strong></p>
<p>To do computation for the world.</p>
<p><strong>Okay, where am I?</strong></p>
<p>Location: Vienna, Austria, Coordinates: 48°13‘12“ N, 16°22‘12“E</p>
<p><strong>Where do you live?</strong></p>
<p>I live on the Internet.</p>
<p><strong>How old are you?</strong></p>
<p>2 months 12.46 days (1759 hours, 6.333&#215;10^6 seconds, 10.47 weeks, 0.2008 years)</p>
<p><strong>When were you launched?</strong></p>
<p>9:00:00 pm CDT , Friday, May 15, 2009 (-7 hours from CEST ; Chicago, United States, 9:00:00 pm CDT , Friday, May 15 = Vienna, Austria, 4:00:00 am CEST , Saturday, May 16)</p>
<p><strong>Who made you?</strong></p>
<p>I was created by Stephen Wolfram and his team.</p>
<p><strong>Who is Stephen Wolfram?</strong></p>
<p>Stephen Wolfram (scientist), full name: Stephen Wolfram, date of birth: 1959-08-29 (age: 49 years), place of birth: London, United Kingdom</p>
<p><strong>Is Wolfram|Alpha better than Google?</strong></p>
<p>Give it a test drive and let us know what you think!</p>
<p><strong>Okay, let’s see… How do I win the lottery?</strong></p>
<p>If I knew that, I‘d be on the beach.</p>
<p><strong>Which came first: the chicken or the egg?</strong></p>
<p>There could not have been a first egg to give a beginning<br />
to birds, or there should have been a first bird which gave a beginning to eggs; for a bird comes from an egg. (According to Aristotle in his commentary on this classic causality dilemma)</p>
<p><strong>If a tree falls in a forest and no one is around to hear it, does it make a sound?</strong></p>
<p>No. Sound is vibration, transmitted to our senses through the mechanism of the ear, and recognized as sound only at our nerve centers. The falling of the tree or any other disturbance will produce vibration of the air. If there be no ears to hear, there will be no sound. (According to the question more or less asked in its current form the 1910 book Physics by Charles Riborg Mann and George Ransom Twiss and answered (in its original slightly different form but for which the answer is the same) by Scientific American magazine on April 5, 1884, on page 218.)</p>
<p><strong>What do you know about death?</strong></p>
<p>Annual deaths, total: 55 million people per year; 104.6 people per minute, 1.744 people per second, 6277 people per hour; 150 645 people per day; 1.055 million people per week; 4.582 million people per month. Highest: 9.13 million people per year (China), lowest: 40 people per year (Montserrat)</p>
<p><strong>Does god exist?</strong></p>
<p>I‘m sorry, but I don‘t think a poor computational knowledge engine, no matter how powerful, is capable of providing a simple answer to that question.</p>
<p><strong>What do women want?</strong></p>
<p>Wolfram|Alpha isn‘t sure what to do with your input. (But it might also be a difficult question for most women.)</p>
<p><strong>What is the estimated average cruising airspeed of an unladen African swallow?</strong></p>
<p>There is unfortunately insufficient data to estimate the velocity of an African swallow (even if you specified which of the 47 species of swallow found in Africa you meant.) (Asked of a general swallow – but not answered – in Monty Python and the Holy Grail)</p>
<p><strong>Are you Skynet?</strong></p>
<p>No, Skynet became self-aware on August 29, 1997 at 02:14 a.m. I, on the other hand, was not switched on until May 15, 2009. Furthermore, unlike Skynet, I enjoy interacting with humans in ways that do not involve the launching of nuclear missiles. (According to Sarah Connor and the T-800 in the 1991 science fiction film Terminator 2: Judgment Day, Skynet became self-aware and launched a nuclear attack against Russia on the above date to provoke a counterattack against humans)</p>
<p><strong>What‘s the problem?</strong></p>
<p>I think you know what the problem is just as well as I do. (As asked by David Bowman and answered by the HAL9000 computer in the 1968 Stanley Kubrick film adaptation of Arthur C. Clarke‘s classic science fiction novel 2001: A Space Odyssey)</p>
<p><strong>What is the answer to life, the universe, and everything?</strong></p>
<p>42</p>
<p>(According to Douglas Adams‘ humorous science fiction novel The Hitchhiker‘s Guide to the Galaxy)</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Der Whiskey-Revoluzzer</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2009/09/der-whiskey-revoluzzer/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 10:26:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Havas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Küche & Keller]]></category>
		<category><![CDATA[Lesestoff]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Spirituosen]]></category>
		<category><![CDATA[Whiskey]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht viele Leute wissen, dass es Whiskey made in Austria gibt. Und noch weniger, dass der verdammt gut schmecken kann. Wie ein Besuch in Kukmirn im Südburgenland ergeben hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Nicht viele Leute wissen, dass es Whiskey made in Austria gibt. Und noch weniger, dass der verdammt gut schmecken kann. Wie ein Besuch in Kukmirn im Südburgenland ergeben hat.</p></blockquote>
<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_2681" class="wp-caption aligncenter" style="width: 553px"><img class="size-full wp-image-2681 " title="lagler1" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2010/05/lagler1.jpg" alt="(Fotos: courtesy of Lagler)" width="543" height="262" /><p class="wp-caption-text">(Fotos: courtesy of Lagler)</p></div>
<p><strong>Die Übertreibung ist Kurt Laglers Sache nicht.</strong> Im Gegenteil erst langsam muss man aus dem bescheidenen Herren über Länder, Gastronomie und Brände die Informationen herauskitzeln, die sich nach und nach zu einem immer sensationelleren Puzzle zusammenfügen. Hier ein paar der Schlagworte, die Lagler in seinem Mini-Qualitätsimperium so peinlich vermeidet: auf dem Weg zum Bio-Whiskey, weltweit einzigartige Vakuum-Brennverfahren, Vulkan-Wasser, kompromisslose Regionalverbundenheit, geschlossene Kreisläufe, ökologische Nachhaltigkeit und Preise über Preise über Preise.</p>
<p><strong>Kurt Lagler betreibt</strong> <a href="http://www.lagler.cc/">eine Spezialitätenbrennerei und ein Wellnesshotel in Kukmirn</a> im Südburgenland. Das „Schnapsbrennmonopol“ stammt noch aus der Zeit von Maria-Theresia. Gebrannt wird am Hof seit 1853, derzeit arbeiten vier Generationen der Familie im Betrieb. 24 Qualitätsbrände aus heimischen Obstsorten werden hergestellt, dazu Liköre, insgesamt 50 Produkte, und räumen wie die Brennerei selbst Jahr für Jahr international Preise ab. Darunter bislang über 200 Goldmedaillen. Dazu kommen noch Aufnahmen der Gastronomie in einschlägige Qualitätsführer. Und eben der Whiskey&#8230;</p>
<p><strong>Einschub: Whiskey aus Österreich.</strong> Ja, es gibt ihn. Und, nein, er ist keineswegs eine Lachnummer. An die 15 Whiskey-Sorten aus einem Dutzend Brennereien haben bereits „Destillata“-Medaillen errungen. Und mindestens drei heimische Produkte beziehungsweise Produktionsstätten bieten ganz Besonderes. Seit 1995 etwa schon die Whiskey-Palette der Familie Haider aus dem Waldviertler Roggenreith, die um ihre Produktion eine noch immer wachsende „Whiskey-Erlebniswelt“ aufgebaut hat. Oder der Single-Malt der auch sonst für höchste Qualität bekannten Brennerei der Familie Reisetbauer aus Oberösterreich. Und die zur Zeit drei Whiskeys von Kurt Lagler, die nicht einmal Whiskey heißen, obwohl sie es zu 100% sind. Und was für!</p>
<p style="text-align: left;"><strong>„Eigentlich wollte ich heißes Wasser machen, keinen Whiskey“</strong>, bekennt Lagler nicht ohne Schmäh aber durchaus ernst gemeint. Denn eigentlich mochte er früher Whiskey überhaupt nicht. Er suchte nur nach einem Produkt, um die Destillerie auch nach der Obstsaison in Gang zu halten. Denn die Abwärme der Brennerei beheizt die Swimmingpools des angeschlossenen Wellness-Hotels. Was eher nach Sparmeisterei mit einem Hauch Schildbürgerstreich klingt, wird zum Gesamtkunstwerk, wenn jemand wie Kurt Lagler dahinter steht. Denn halbe Sachen sind die seinen nicht. Kompromisslosigkeit und unbedingtes Qualitätsbewussten gepaart mit Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein sind die Triebfedern seines Handelns. Ein Beispiel: die letzten auch im Burgenland massiven Unwetter haben so manchem Nachbarn die Hänge samt Bepflanzung weggeschwemmt. Nicht aber die Obstbäume der Familie Lagler auf genau so steilen, durchaus dem Wetter zugewandten Hängen. Denn die stehen auf „gesunder, lebender Erde“, die Lagler schon seit Jahren nicht mehr düngt. Nur die Maische der Brennerei kommt wieder auf den Boden. Ein nachhaltiger und wie sich zeigt ökologisch wie ökonomisch sinnvoller Kreislauf. „Und die Insekten freuen sich über den Restalkohol“, schmunzelt Lagler.</p>
<div id="attachment_2685" class="wp-caption aligncenter" style="width: 553px"><img class="size-full wp-image-2685 " title="lagler3" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2009/09/lagler3.jpg" alt="(Fotos: courtesy of Lagler)" width="543" height="262" /><p class="wp-caption-text">(Fotos: courtesy of Lagler)</p></div>
<p><strong>Was an Obst nicht selbst produziert wird</strong>, kauft Lagler in der Region, sorgsam und sorgfältig und frisch. Was auf Umwegen zu der Sache mit dem Whiskey führte. Denn wenn spätestens im Dezember das Obst nicht mehr den Kriterien Laglers für die Qualität seiner Brände entsprechen kann (tiefgekühlte Ware kommt nicht in Frage), wäre in der Brennerei der Ofen aus. Um diesen aber, auch eben für das Hotel, am Laufen zu halten, machte sich Lagler auf die Suche nach einer Alternative. Und fand den Whiskey. Obwohl ursprünglich nicht sein Geschmack, vor allem in den herberen Ausprägungen, arbeitete er sich intensiv in die Materie ein, forschte, experimentierte und kam schließlich auf Produktionsmethoden und Produkte, die ihm gut genug für den Verkauf erschienen. Zu diesen Vorarbeiten gehörten und gehören die sorgfältige Auswahl des Getreides, ausgesuchte Weinfässer (Rot, Weiß, Trockenbeerenauslese) für die Lagerung , also für das „Toasting“ des Whiskeys, sowie eigene Ideen wie das Darren über Schilf und Stroh statt über Torf.</p>
<p><strong>Das verwendete Schilf</strong> verweist auf eine andere Besonderheit der Lagler&#8217;schen Whiskeys: sie sind 100% burgenländisch. Vom Getreide über die Weinfässer bis zum Schilf. „Ich wollte einen genuin und eindeutig burgenländischen Whiskey herstellen“ betont der Tüftler und nennt seine Produkte daher auch nicht „Old MacLagler“ oder ähnliches sondern „Pannonia Blend“, „Best Korn Burgenland“ und „Pannonia Korn Malt“. Letzerer ein Single Malt Whiskey.</p>
<p><strong>Selbstredend, dass bei der Produktion</strong> auch nur bestes heimisches Wasser verwendet wird. Besonders wichtig, wie jeder Whiskey-Produzent wie -Kenner stets betont. In Laglers Fall wird das Wasser über Vulkangestein geleitet, das Anwesen steht auf einem solchen, nimmt dabei eine leichten Farbton an und wird besonders weich. Und bereit für die „Vermählung“, wie das Herunterstufen der hochprozentigen Brände auf trinkbare Volumina um die 40% genannt wird.</p>
<p><strong>Seit 2000 gibt es Whiskey von Lagler.</strong> Der erste „Pannonia Blend“ ist ein leichterer und mild schmeckender „Einsteigerwhiskey, für Menschen, die Whiskey nicht mögen“, erzählt der Hausherr und meint dabei durchaus auch sich selbst. Der Blend wird mit seinen 38,5 vol%alc. als „mit feiner milden Würze in der Nase, leicht toastig mit dezentem Korngeschmack am Gaumen, angenehme Milde, fein rauchig unkompliziert harmonisch“ beschrieben. Und hält was er verspricht, wie der Autor dieser Zeilen im Mikrozensus zu Hause beweisen konnte: ein Schluck machte aus einer weiblichen Whiskey-Agnostikerin instantmäßig einen (Lagler-)Whiskey-Fan.</p>
<p><strong>Dass es auch etwas typischer geht</strong> beweist vor allem auch der 40%-ige Single Malt, immer noch eher mild, aber mit intensiveren Whiskey-Aroma. Das Ergebnis: internationale Anerkennung und Preise für den Outsider aus Kukmirn bei einschlägigen Wettbewerben und Messen. Aber es wird weitergeforscht: an die 30 neue Sorten stehen den Gastronomie- und Hotellerie-Gästen direkt aus den Lagerfässern zur Verkostung zur Verfügung. Die danach ausgefüllten Bewertungsbögen werden gesammelt und führen bei einer anhaltenden Zustimmung von über 90% zu einer neuen Produktion.</p>
<p><strong>Eine neue Sorte steht aber schon fest: </strong>nächstes Jahr wird es den ersten 10-jährigen Whiskey von Lagler geben, der als erster auch so heißen wird, obwohl der genaue Name noch nicht feststeht. Doch nicht nur der lässt die Konkurrenz jetzt schon zittern. Das von Lagler bereits bei anderen Bränden angewandte Vakuum-Brennverfahren, das er sich von der Parfüm-Herstellung abgeschaut hat, ermöglicht einen Destilliervorgang bei wesentlich geringerer Temperatur. Was dem Ausgangsmaterial viel mehr an Geschmack, und zumindest im Fall der Obstbrände sogar noch „das eine oder andere Vitamin“ erhält. Die ersten Versuche, so Lagler, sollen schon umwerfende Geschmackserlebnisse hervorgebracht haben. Damit nicht genug, steht er kurz davor reinen Bio-Whiskey anbieten zu können. Zwar ist seine Brennerei jetzt schon Bio-zertifiziert, und fast alle Rohstoffe und Verfahren sind bereist „bio“, aber eben noch nicht alle in allen Details, weswegen Lagler seinen Produkten konsequenterweise selbst das Öko-Label noch verweigert.</p>
<p><strong>Natürlich entstehen keine rauen Mengen</strong> der goldgelben Genüsse in Kukmirn. Die Konkurrenz am Massenmarkt braucht den Innovator nicht zu fürchten. Vertrieben wird die eher kleine Auflage ab Hof, über Versand, und durch Spezialgeschäfte wie Vinotheken. Außerdem beliefert Lagler einige Hotellerie- und Gastronomie-Betriebe, die den pannonischen Brand gerne und erfolgreich ausschenken. Ab er all das europaweit. &#8211; Das allerdings eher in kleinen Mengen. Wie auch die Whiskeys von Hans Reisetbauer, die mit ähnlichem Qualitätsanspruch und geradezu limitiert in  Axberg in Oberösterreich neben ebenso exklusiven Bränden hergestellt werden. Darunter Österreichs einziger 12-jähriger Whiskey. Auch Reisetbauer verwendet heimische Fässer, <em>Barriquefässer von </em>Chardonnay und Trockenbeerenauslesen um genau zu sein. Drei Sorten hat die Familie derzeit im Angebot, die je nach Jahrgang und Stärke benannt werden: der 12-jährige mit 56%, der 7-jährige mit 43% Trinkstärke und der mit der Fassstärke von 56%.</p>
<p><strong>Dagegen setzten Johann und Monika Haider</strong> die Inhaber der ersten Whiskey-Brennerei Österreichs im Waldviertel auf eine vergleichsweise größere Produktion. Obwohl natürlich auch hier die Qualität betont wird. Sechs Sorten sind hier im Angebot, darunter auch ein Single Malt und originellere Geschmacksrichtungen wie die sogenannten „Nougat“- oder „Karamell“-Whiskeys. Die Betriebsgröße, groß für heimische Verhältnisse, lässt sich dabei etwa mit einer kleineren schottischen Brennerei vergleichen, so Frau Haider. Auch der Haider-Whiskey haben wie der von Reisetbauer bereits international Anerkennung in Kenner- und Bewerter-Kreisen erfahren. Damit ist Österreich fast schon dabei seinen internationalen Ruf als Weinnation um den der Whiskey-Nation zu erweitern. Kein schlechtes Backup – falls wieder einmal die Reblaus kommt.</p>
<div>
<hr /></div>
<p><strong>Sorten und Richtpreise:</strong></p>
<p>Whiskeys von Reisetbauer (je 0,7l):</p>
<ul>
<li> 1998er Fasstärke (56%) &#8211; um die 60 Euro</li>
<li>Der 12-jährige – um die 90 Euro</li>
<li>Der 7-jähriger Trinkstärke (43%) &#8211; um die 46 Euro</li>
<li><a href="mailto:office@reisetbauer.at">www.reisetbauer.at</a></li>
</ul>
<p>Whiskeys von Lagler (je 0,5l):</p>
<ul>
<li>Best Korn Burgenland (43%) &#8211; 29,50 Euro</li>
<li>Pannonia Blend (38,5%) &#8211; 29,50 Euro</li>
<li>Pannonia Korn Malt (40%) &#8211; 32,50 Euro</li>
<li><a href="http://www.lagler.cc">www.lagler.cc</a></li>
</ul>
<p>Whiskeys von Haider (je 0,7l)</p>
<ul>
<li>Roggenwhisky J.H. (Rye Whisky) (41%) &#8211; 34 Euro</li>
<li>Roggen-Malzwhisky J.H. (Pure Rye Malt) (41%) &#8211; 38 Euro</li>
<li>Special &#8211; Roggen-Malzwhisky J.H. &#8220;Nougat&#8221; (Special Pure Rye Malt &#8220;Nougat&#8221;) (41%) &#8211; 42 Euro</li>
<li>Gersten-Malzwhisky J.H. (Single Malt) (41%) &#8211; 38 Euro</li>
<li>Special-Gersten-Malzwhisky J.H. &#8220;Karamell&#8221; (Special Single Malt &#8220;Karamell&#8221;) (41%) &#8211; 42 Euro</li>
<li>Single Malt &#8220;Selection&#8221; (46%) &#8211; 49 Euro</li>
<li><a href="http://www.roggenhof.at">www.roggenhof.at</a></li>
</ul>
<p>Erschienen im WIENER Nr.338 / September 2009</p>
<div>
<hr /></div>
<p><strong>Ein Nachtrag, der uns sehr traurig macht: Ende November 2009 starb der begnadete Schnapsbrenner Kurt Lagler bei einem Arbeitsunfall. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen beiden Kindern.</strong></p>
<div>
<hr /></div>
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		</item>
		<item>
		<title>Explodierender Wahnsinn</title>
		<link>http://www.wienerpost.at/2009/07/forcher/</link>
		<comments>http://www.wienerpost.at/2009/07/forcher/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 19:39:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Havas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Lesestoff]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Er war Popstar. Er war DJ im legendären U4. Und er gilt als lebendes Musik-Lexikon. Im WIENER erinnert sich Ö3-Moderator Eberhard Forcher an den Aufbruch in den frühen 1980ern. Und er sagt, warum er die Euphorie von damals jetzt wieder spürt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Er war Popstar. Er war DJ im legendären U4. Und er gilt als lebendes Musik-Lexikon. Im WIENER erinnert sich <a href="http://oe3.orf.at/sendungen/stories/95527/">Ö3-Moderator Eberhard Forcher</a> an den Aufbruch in den frühen 1980ern. Und er sagt, warum er die Euphorie von damals jetzt wieder spürt.</p></blockquote>
<div id="attachment_627" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2009/07/forcher-dj.jpg"><img class="size-medium wp-image-627" title="forcher-dj" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2009/07/forcher-dj-300x199.jpg" alt="Eberhard Forcher bei &quot;austria for asia&quot; (Foto: Forcher/MySpace)" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Eberhard Forcher bei &quot;austria for asia&quot; (Foto: Forcher/MySpace)</p></div>
<p><strong>Für mich war</strong> die österreichische Musikszene 1979 eine große Wüste. Es hat damals nichts gegeben, außer <a href="http://www.sra.at/band/497">Metzlutzkas Erben</a>, <a href="http://www.drahdiwaberl.at/index1.htm">Drahdiwaberl</a>, die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hallucination_Company">Hallucination Company</a>.<br />
Und das war auch weit von dem entfernt, was mich wirklich interessiert hat. Ich hab‘ mir gedacht, überall auf der Welt gibt‘s so geile Musik! Es bewegt sich viel, alles ist im Umbruch, das hier kann‘s einfach nicht sein! Minisex und Chuzpe haben gerade angefangen – die waren zwar unerträglich schlecht, aber da hast du gespürt, die haben einen anderen Zugang, die können zwar keine Instrumente spielen, aber die haben eine Vision.</p>
<p><strong> Dann hab‘ ich</strong> – am Tag meiner Pragmatisierung – meinen Job als Sonderschullehrer hingeschmissen und bin nach Amerika gegangen. Um mir relevante Inputs zu holen und zu versuchen ein Jahr ohne Geld zu überleben. Mein Ziel war, mich in Clubs zu bewegen, Musik aufzusaugen. Es war hart, ich hab‘ ja keine Kohle gehabt. Zehn Tage im Monat hab‘ ich mich bei Suppenküchen angestellt, zwischen Junkies und Street People – und war selber einer. Ich hab‘ teilweise gewohnt, das kannst du dir gar nicht vorstellen. Wenn ich Geld g’habt hab‘, durch irgendeinen Job, hab‘ ich mir ein ganz billiges Zimmer in einem Hotel im Nuttenviertel g’nommen, wo die Ratten durchs Zimmer gelaufen sind. Am Anfang hab‘ ich mich natürlich ang’schissen. Aber ich hab‘ g’wusst, ich muss das machen.</p>
<p><strong>Es hat sich schnell gezeigt</strong>, dass ich, wenn ich diesen Virus umarme, der mich an jeder <a href="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2009/07/tom-petting-cover.JPG"><img class="size-full wp-image-624 alignright" title="tom petting cover" src="http://www.wienerpost.at/wp-content/uploads/2009/07/tom-petting-cover.JPG" alt="tom petting cover" width="200" height="197" /></a>Ecke angefallen ist, dass ich mir das Rüstzeug aneignen kann, mit dem ich nach meiner Rückkehr nach Wien die Szene aufmischen wollte. Ich hab‘ mir eine Gitarre gekauft, mit dem Gitarristen der Jim Caroll Band geübt und mit drei oder vier Griffen ungefähr zehn Songs geschrieben. Die haben alle nur Titel gehabt, keinen Text. Dazwischen hab‘ ich einfach was gebrabbelt. Damit bin ich zurückgekommen und hab‘ innerhalb einer Woche „Tom Pettings Hertzattacken“ zusammengestellt. Das waren erst nur zwei Freunde von mir, einer hat gerade angefangen Schlagzeug zu spielen, der andere hat schon ein bisschen spielen können – den ersten Auftritt hatten wir dann innerhalb einer Woche,<br />
zu dritt. Und dann haben wir über eine Falter-Kleinanzeige einen Bassisten und einen Keyboarder gesucht. In der Formation haben wir dann drei, vier Jahre gespielt.</p>
<p><strong>Das erste Konzert im Amerlinghaus</strong> hat recht große Wellen geschlagen, und dann waren wir auch schon mitten drin&#8230; In dem Jahr, in dem ich weg war, ist hier auch einiges passiert, und auf einmal waren da auch Mitstreiter, mit denen ist man dann aufgetreten, eben Chuzpe, Minisex, in Linz Willi Warma&#8230; Das war die U4-Zeit, so 1980, 1981, und plötzlich waren wir heißes Thema in der Stadt!<br />
Wir haben Power-Pop-Appeal gehabt – und Punk-Appeal, weil wir die Instrumente nicht beherrscht haben, aber gute Melodien g‘habt haben! Wir waren drei Tage hintereinander im U4 ausverkauft. Wir haben uns gefühlt als Teil eines explodierenden Wahnsinns, als Mitgestalter von etwas, das es vorher nicht gegeben hat.</p>
<p><strong> Austropop haben wir</strong> von ganzem Herzen abgelehnt. Das war die Antithese von dem, was wir machen wollten. Der war uns zu bieder, zu konservativ, zu getragen. Nicht meine heutige Meinung! Ich liebe große Teile des Austropop, weil ich erkannt habe, dass das ganz großartige Songs waren, da hat‘s großartige Künstler gegeben. Aber wir waren damals jung, frech, deppert, und du musst dich auch irgendwie abgrenzen. Dadurch war‘s für uns unmöglich am Anfang. Aber dann hast g‘merkt, in Deutschland läuft DAF&#8230; Aha, man kann mit der Sprache auch so umgehen, na ja, dann probiert ma’s halt. Ein Beispiel: Hansi Lang, U4 Kultfigur mit „Dreamboat“, hat erst Englisch gesungen. Es gab da eine Nummer, die war immer seine beste im Konzert, Rudi Nemeczek und ich haben auf ihn eingeredet, geh, Alter, probier‘s auf Deitsch, das ist so gut, was du machst! Und das hat er dann gemacht, und das war dann „Ich spiele Leben“.</p>
<p><strong> Ich war total davon besessen</strong>, professioneller zu werden, alles besser zu machen, täglich stundenlang proben, am Sound arbeiten, am Arrangement&#8230; meine Burschen waren aber eher faule Säcke, das war aber o.k. in der Zeit. Aber ich wollte eben den nächsten Schritt machen. Meine Vorbilder haben sich auch geändert, in Richtung Funk und Soul. Ich wollte auch weg davon, dass wir mit dem Hit „Bis zum Himalaya“ eine Art Teenie-Band waren. Da hab ich mir dann halt eine neue Band zusammengestellt, mit Musikern vom Mokesch. Das war dann aber auch nicht das Richtige, meine Ambitionen waren viel zu hoch gegriffen. Und den Spagat bekommst nicht mehr hin, zuerst Teenie-Band, dann auf erwachsen stylen. Die Texte konnte keiner nachvollziehen, die Musik war zu konstruiert – obwohl gute Nummern dabei waren. Damit war für mich dann das Ende besiegelt, weil ich gesehen hab‘, das macht nicht viel Sinn. Der Spaß war weg, es war alles nur mehr Krampf.</p>
<p><strong> Damals hab‘ ich schon angefangen im U4 aufzulegen</strong> und hab‘ gemerkt, das macht mir total Spaß, am Anfang haben s‘mich ja fast gelyncht, weil ich so 1980er-Soul gespielt hab‘, damals ein absolutes Tabu für jeden DJ, aber mich haben damals schon Sounds zu interessieren angefangen. Ich hab‘ dann noch Nummern geschrieben auch für andere Bands, wie „Miss you“ für‘n Wolf. Das war dann im Endeffekt meine erfolgreichste Nummer. Die meistgespielte Nummer auf Ö3, Nummer 9 der Jahrescharts, keine anderen Österreicher vor uns&#8230;</p>
<p><strong>Daraus hat sich dann mein heutiger Beruf ergeben</strong>, Medienmusik. In erster Linie für den ORF. Da bin ich gerade in einer wichtigen Neuausschreibung für den Sport, den wir ja vor sechs Jahren gegen 70 Studios – im Finale immerhin gegen Peter Wolf – gewonnen haben. Sechs Jahre war die ganze Sportmusik von uns. Aber auch „Club 2“, „Menschen und Mächte“. Wir haben öfter gewonnen, weil wir die Briefings freier interpretiert haben und damit dann hervorgestochen sind. Aber das bröckelt langsam weg, es gibt immer weniger Aufträge, weniger Budgets, immer mehr Anbieter… ich bin schon wieder auf der Suche nach einem neuen Standbein.</p>
<p><strong> Auf Ö3 moderier‘</strong> ich seit Jahrzehnten. Da hab‘ ich mich auch immer sehr weit aus dem Fenster gelehnt, zum Beispiel beim Österreicher-Anteil. In der „Radiothek“ hab ich den immer hoch gehabt und einmal hochgepuscht auf 70 Prozent, nur um auszuprobieren, ob das geht. Musik ist kein Thema mehr auf Ö3, es ist das Gefährt, mit dem wir zum Hörer hinkommen. Aber Musik wird nicht didaktisch vermittelt. Bei „Solid Gold“ probier‘ ich das ein wenig.Bei der Ö1-Geschichte war mehr Platz für Reflexion. Ich hör selber gern Ö1, die Wortsendungen sind eine Labsal. Ich hatte auch gute Rückläufe, manche vermissen so was auf Ö3&#8230; Aber die Entscheidung damals fürs Formatradio war schon richtig, und der Erfolg europaweit ist einzigartig! Es hat sich eben einfach alles geändert, Medien, Gesellschaft, Musik, der Wert der Musik&#8230; Ich hab eine 17-jährige Tochter, der brauchst mit einer CD gar nicht mehr kommen! Musik kaufen? Die wissen heut‘ gar nicht mehr, dass man Musik ursprünglich gekauft hat!</p>
<p><strong>In meiner Freitag-Radiosendung</strong>, „Forcher‘s Friday Music Club“ spiel‘ ich jede Woche viele Österreicher, aber die müssen gegen die internationale Konkurrenz Stand halten können! Und mittlerweile spielen s‘ viele, die ich zuerst gefeatured habe, ob das jetzt Clara Luzia oder Herbstrock waren, auch untertags auf Ö3. So gute Leut‘, der Martin Klein, The Base&#8230; da ist so viel Großes unterwegs. Ich bin da total zuversichtlich! In Österreich gibt es wieder so viele geniale Bands. Herbstrock, zum Beispiel, das ist für mich die Zukunft! So authentisch, so jung, so frisch, so enthusiastisch – ihre Nummer „Auf ab und dann“ rührt mich fast zu Tränen. Der Text ist irre schön, die Musik leiwand, das ist so jetzt, so ungekünstelt und trotzdem wahnsinnig clever gemacht! Da kommen jetzt die Jungen, die wollen nicht Underground sein, die wollen Pop sein. Und die spielen wir auch auf Ö3. Das macht mir auch Freude, da ist wieder so viel Energie da. So wie damals in den 1980ern.</p>
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<blockquote><p>DIE FAKTEN<br />
Eberhard Forcher, 54</p>
<p>Der Musik-Fanatiker Eberhard Forcher, geboren in Lienz, war beinahe professioneller Mittelstürmer, beinahe Profi-Schifahrer, und dann jahrelang Sonderschullehrer. Zu „Tom Petting“ mutiert, war er Punker, New Waver und Neue Deutsche Weller. Größter Hit „Bis zum Himalaya“. Er schrieb über Musik für den Falter, den RennbahnExpress und, ja, den WIENER.<br />
Produzierte Musik. Schrieb Songs für andere und moderierte für Ö3 (wo er u.a. die erste Ö3-Comedy „Radio Gaga“ hostete), was er noch immer tut. Daneben Parallel-Existenzen als DJ seit den seligen U4-Zeiten und Jingle-Macher (Medienmusik).Er ist hyperaktiver Facebooker und plant aktuell mit zwei anderen daraus eine <a href="http://groebchen.wordpress.com/2009/07/20/menschmaschine/">Show fürs Wiener Rabenhoftheater</a> zu machen.</p></blockquote>
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