MGMT. Simon sucht Garfunkel.

Credit: Sony Music
Vom Dancefloor in die Strandbar. MGMT überraschen mit totalem Richtungswechsel.
Vor zwei Jahren schoss das Duo aus Brooklyn wie aus dem Nichts in die Charts; ihre eingängigen Electropop-Songs erfreuten sich großen Erfolgs auf der ganzen Welt. Die Nerds antworten mit ihrem 2. Album auf die plötzliche Kultwelle wie ein gutaussehender aber anspruchsvoller Schauspieler auf den Teenie-Wahn: Auf Singleauskoppelungen wird für „Congratulations“ gänzlich verzichtet, was die Vermarktung am Mainstream-Markt sehr schwierig machen wird. Laut Bandmitglied Ben Goldwasser muss die Platte in einem Guss gehört werden. Trotz des netten Chillout-Gefühls vermisst man leider wiederkehrende Themen und durchkomponierte Stücke – wie es die Beatles einst in „Abbey Road“ vormachten. Die Melodien kommen nicht an ein „Kids“ heran, die Texte sind nicht annähernd so interessant wie bei „Time To Pretend“ (beide Songs vom letzten Hitalbum). Oft erinnert der Sound an die Shins oder den zitierten Brian Eno; es mangelt an Eigenständigkeit und stimmlich erlebt man sowieso keine großen Momente.

MGMT | Congratulations | ab 12. April | Sony Music | Electro Pop
Amazon-Link: Congratulations









My #MGMT review for “Congratulations” is online, in German. http://www.wiener-online.at/2010/04/mgmt-simon-sucht-garfunkel/ #musicMONDAY