Florian Hufsky 13.11.1986-16.12.2009
by Nicole Kolisch on 19/12/09 at 3:44 pm
“Der Strom des Lebens müsste stocken, wenn nur der eine Tropfen verschüttet
würde. Die Erde müsste eine Wunde bekommen von dem Streich.
Es regt sich alles, die Uhren gehen, die Glocken schlagen, die Leute laufen,
das Wasser rinnt, und alles so weiter (…) Nein, es darf nicht geschehen,
ich will mich auf den Boden setzen und schreien, daß erschrocken alles stehn
bleibt, alles stockt, sich nichts mehr regt.”- Georg Büchner, Danton’s Tod, 4. Akt / 8.Szene
Ob das hier der richtige Platz für einen Nachruf ist, weiß ich auch nicht. Und was dagegen spricht, ist ebenso offensichtlich wie die antizipierten Vorwürfe von beiden Seiten.
Ich weiß nur, dass schweigen nicht geht.
- dass wir nicht über das Metalab schreiben können und dann wegschauen, wenn ein Eckpfeiler einstürzt.
- dass wir nicht in unseren Überzeugungen, Texten und Taten hinter einer Jugend stehen können, aus deren Kreativität wir unsere Hoffnung und unseren Zukunftglauben für diese Welt schöpfen – und dann schweigen, wenn sich diese Welt für einen der Hoffnungsträger als nicht lebbar erweist.
- dass wir nicht soup.io featuren können und dann nicht reagieren, wenn es einen Mitbegründer betrifft.
- dass wir nicht mit der Piratenpartei sympathisieren und dann achselzuckend zur Tagesordnung übergehen können, wenn der Gründer des österreichischen Ablegers…
- und und und…
“When in doubt, do it” habe ich als sein Motto kennengelernt.
Ich tue es deshalb und stelle diese Link-Sammlung online: Fast ein Nachruf für einen unbekannten Bekannten. Ich habe Florian einmal gesehen, aber nie persönlich mit ihm gesprochen. Seine Spuren sind jedoch überall zu finden – nicht nur in den derzeit so viel zitierten Pixeln, sondern auch in all den Menschen, die er jetzt ratlos, traurig und wütend zurückgelassen hat. Ihnen steht es viel mehr zu, darüber zu schreiben. Lesen Sie es dort. Aber nehmen Sie beim Durchklicken diese Ergänzung mit: Es darf uns nicht egal sein!



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