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Musik

CD Kritik. Robbie Williams.

Von Selbstmitleid und großen Gefühlen. Der früher so selbstironische Engländer verwandelt sich in eine Drama Queen.

Robbie Williams, ©EMI Music

©EMI Music

Robbie Williams ist einer der talentiertesten Entertainer unserer Zeit, seine Selbstinszenierungen sind legendär. Williams ist die Art von Künstler, der durch Humor und Ausstrahlung punktet und immer genau zu erraten scheint, was sein Publikum hören will. Dabei gräbt er oft alte Hits und Genres aus, inszeniert sie neu und macht sie wieder breitenwirksam.

Auf der Neuen macht Williams es sich einfach. Während seiner dreijährigen Schaffenspause haben andere die jetzigen Mainstreamtrends vorgegeben, und der Engländer hängt sich schamlos an diese an. Viele Lieder sind mit 1980er-Electronic-Sounds ausgestattet, die generell nicht schlecht wirken aber oft durch billige Beats an Wirkung verlieren („Difficult For Weirdos“). In Songs wie „Blasphemy“ oder „You Know Me“ kommen ungewohnt verspielte Elemente vor, die an alte Musicals erinnern und Untermalung für Jane Austen Filme sein könnten. Ob Robbie wohl dem melancholischen Rufus Wainwright in den Staaten über den Weg gelaufen ist und sich ein paar Tipps in Dingen Klassik geholt hat..?

Die erste Single „Bodies“ bleibt leider der interessanteste Song, der Laune zum Mitsingen macht. Williams’ Stärke ist und bleibt ein Sinn für einprägsame und dramatische Melodien, was auch dieses Release zum garantierten Hit machen wird.

Amazon-Link: Reality Killed The Video Star

Robbie Williams | Reality Killed The Videostar | ab 6. November | EMI | Pop

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Userkommentare

4 Kommentare zu diesem Artikel | Kommentar schreiben
  • 16. November 2009 von nic_ko:

    Ähem. Das klingt fast, als wär’s was für mich. Ich bin eine Kitschtante :)

  • 16. November 2009 von Sandra Keplinger:

    Na dann gefällt es Dir sicher…

  • 19. November 2009 von Alexandra:

    Wobei man auch sagen muss, warum Herr Williams die Pause brauchte. Soweit ich weiß wurde er bei einem seiner letzten Konzerte fast von einem irren Fan von der Bühne geschmissen. Seit dem hat er auch an panischer Angst gelitten.

    Ich finde seine Musik ganz ok, würde jetzt aber keines seiner CDs kaufen. Meiner Meinung nach, hat er sich vom kleinen Bubi doch zu einem recht guten und ernstzunehmenden Künstler gemausert und das muss man zweifelsohne würdigen. Ja, und mal ehrlich: Welcher Künstler hat mal nicht in die Tonne gegriffen.

  • 22. November 2009 von Georg:

    Ich hab mich gefreut, dass er wieder da ist. Nicht mehr und nicht weniger. Da kommt sicher noch mehr, als das Album :-)

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Wednesday, 08.02.2012, 13:46 Uhr

Autorenprofil Sandra Keplinger

Sandra Keplinger
Sandra Keplinger, geboren 1983 in Wien, schloss 2006 die Graphische (Abt. Fotografie) ab, und arbeitet seit Jänner 2008 nach einem Aufenthalt in London für den WIENER. Seit zwei Jahren ist sie Fotochefin und Musikredakteurin.

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